Expertenworkshops zur Erfassung von Anforderungen

Das BMBF-geförderte Verbundprojekt „Prozessbezogene, kontextsensitive Entscheidungsunterstützung und Simulation zur Therapieunterstützung am Beispiel chronischer Wunden – PosiThera“ hat zum Ziel ein digitales Abbild eines Wundzentrums/-netzes prototypisch zu entwickeln, um in strukturschwächeren Regionen ebenfalls eine qualitativ hochwertige Versorgung von chronischen Wunden zu ermöglichen. Wundzentren hingegen sollen von einer Softwarelösung profitieren die ihre vorhandenen Versorgungsprozesse optimal unterstützt. Die zwei Hauptanforderungen hierfür sind:

  1. Die beteiligten BehandlerInnen von chronischen Wunden sollen miteinander vernetzt werden und von einer gemeinsamen Akte des Patienten profitieren. Hier wird das Ziel verfolgt, dass die behandlungsrelevanten Informationen den beteiligten AkteurInnen zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen.
  2. Die BehandlerInnen sollen durch die Aufbereitung von Informationen in ihren Entscheidungen über Diagnosen und Therapie unterstützt werden, die durch komplexe Fakten- und Leitlinienlagen zunehmend komplexer werden.

Mit dem Ziel eines anwenderzentrierten Entwicklungskonzeptes für den Demonstrator PosiThera, wurden im Zeitraum Juni bis August 2017 vier Expertenworkshops an drei verschiedenen Standorten (Lingen, Osnabrück und Göttingen) durchgeführt, um praxisorientierte Anforderungen für den Demonstrator zu erfassen. Die Erhebung der Anforderungen erfolgte in einem dreistufigen Verfahren. In den ersten drei Workshops engagierten sich lokale Behandler von chronischen Wunden aus etablierten oder entstehenden Wundnetzen und Wundzentren bei der Sammlung der Anforderungen. In der zweiten Stufe wurden die Ergebnisse dieser Workshops durch das Projektkonsortium gefiltert, um eine Essenz von Anforderungen für den Bereich Dokumentation und Entscheidungsunterstützung zu erhalten. Im letzten Schritt des Verfahrens wurde ein vierter Expertenworkshop durchgeführt unter Einbeziehung von Experten aus überregional tätigen Versorgungszentren/-netzen, Industrie und nationalen Fachverbänden aus dem Bereich chronische Wunden, um die gefilterten Anforderungen zu evaluieren. Das Ergebnis sind die konsentierten Anforderungen an ein marktfähiges PosiThera Softwareprodukt. Im weiteren Verlauf der Arbeiten wird nun durch das Projektkonsortium bestimmt, welche Anforderungen im Zeitraum des Forschungsprojektes im Demonstrator umgesetzt werden. Durch das Engagement der WorkshopteilnehmerInnen konnte die Anforderungsanalyse erfolgreich durchgeführt werden.

Ein besonderer Dank für die Unterstützung des Projektes gilt den folgenden teilnehmenden Einrichtungen:

Kontakt

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