INITIATIVE eHealthDas Projekt

INnovationen IdenTIfizieren, AdopTIeren, Verankern, Evaluieren

Die Hochschule Osnabrück konnte im Sommer 2015 erneut das Kuratorium der VW-Stiftung überzeugen. Im Juni fiel die Entscheidung, unter anderem den Forschungsschwerpunkt „INITIATIVE eHealth – INnovationen IdenTIfizieren, AdopTIeren, Verankern, Evaluieren“ mit rund einer Million Euro aus Mitteln des „Niedersächsischen Vorab“ zu unterstützen. Mitsamt einer Graduiertenförderung wird dieses Projekt auch ein wertvoller Teil des gemeinsamen Gesundheitscampus von Hochschule und Universität Osnabrück. Ein Großteil der Vorarbeiten für diesen erfolgreichen Antrag leistete das interdisziplinäre Forschungsteam im Jahr 2014. Projekt-Sprecherin Prof. Dr. Ursula Hübner, Prof. Dr. Andrea Braun von Reinersdorff, Prof. Dr. Frank Thiesing und Prof. Dr. Stephan Kleuker sowie Prof. Dr. Thorsten Litfin bringen jeweils ihre Expertise ein. Die Bereiche Medizin- und Gesundheitsinformatik, Informatik, Betriebswirtschaft und Marketing vereinen sich somit in der „INITATIVE eHealth“.

Unter eHealth versteht man den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie zur Unterstützung interner und externer Prozesse im Gesundheitswesen. Anschauliches Beispiel: die elektronische Patientenakte, die viele Beteiligte wie Ärzte, Pfleger oder Physiotherapeuten über den Behandlungsverlauf eines Patienten ins Bild setzt. Der Begriff der eHealth-Innovation dient als Basis der Forschungsarbeiten. Die Forscherinnen und Forscher haben es sich zur Aufgabe gemacht, erstmalig eine auf wissenschaftlichen Grundlagen basierende Methodologie für ein Innovationsmanagement zu entwickeln, zu validieren, zu erproben und in die Breite zu tragen. Denn bis heute ist es weder eindeutig erklärbar noch wissenschaftlich erforscht, wie sich eine Innovation im eHealth-Umfeld auszeichnet und welche Strategien diese Innovationen befördern, um sie in einer Gesundheitseinrichtung zu verankern.

Enge Kooperation mit der Praxis

Wie soll diese komplexe Fragestellung erörtert werden? Erstens durch die Messung des Innovationspotenzials von eHealth-Innovationen und von Gesundheitseinrichtungen und Gesundheitsnetzen durch ein Innovations-Kennzahlensystem. Zweitens durch die Entwicklung eines Management-Verfahrens zur Akzeptanz und insbesondere zur Verankerung der eHealth-Innovationen in der Gesundheitswirtschaft. Durch den Aufbau des Kennzahlensystems sollen Institutionen hinsichtlich ihres innovativen Charakters kategorisierbar und vergleichbar werden. Spezifische Management-Verfahren sollen die Institutionen unterstützen, eine positive, innovative Entwicklung anzustreben und zu festigen. Um diese großen Ziele am Ende der Projektlaufzeit erreichen zu können, entwickelte das Forschungsteam bereits eine Methodenbox, die es ermöglicht, verschiedene Teilprojekte zu identifizieren und Schritt für Schritt voranzugehen.

Die Entwicklung von Innovations-Kennzahlen im Gesundheitssektor ist hochkomplex und bedarf eines umfangreichen Know-hows an empirischer Forschungsarbeit. Die eHealth-Innovationen werden auf unterschiedliche Aspekte geprüft, sei es auf den Verfügbarkeitsgrad, den Nutzungsgrad, die Usability, die Einbindung in Versorgungsprozesse sowie auf die technische Integration und die daraus resultierende Verfügbarkeit von Informationen. Jeder Aspekt erhält eine Bewertung und damit eine Kennzahl. Letztlich möchte man solche Kennzahlen nutzen, um einen Vergleich von Gesundheitseinrichtungen zu ermöglichen und mithin zur Leistungssteigerung einer Einrichtung beitragen. Ein engmaschiges Kooperationsnetzwerk in die Praxis erlaubt eine reale Anwendung im Forschungsprojekt, etwa durch Workshops und Weiterbildungsveranstaltungen für IT-Leiterinnen und -Leiter zu strategischen und operativen Themen. Ebenso erfolgt eine internationale Kooperation mit der OECD, die eine eHealth-Benchmark-Methodik entwickelt, die einen länderübergreifenden Vergleich zulässt.

Projektdauer: 2015–2020

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