GEva SelectAktuelles

Aktuelles

Mit dem 31.08.2014 ist das Forschungsprojekt GEva-Select – Gesetzesevaluation von Selektivverträgen beendet. Die Ergebnisse des Projektes können Sie u. A. folgend finden.

Die Integrierte Versorgung – warum kommt sie nicht in Schwung?

Die Integrierte Versorgung bietet Chancen, doch Ärzte und Krankenkassen sehen Hemmnisse für ihre Umsetzung. Die Hürden sind nicht neu, bisher jedoch unüberwunden. Außerdem löst die Integrierte Versorgung nicht geplante Ausweichstrategien der Adressaten aus.

Eine Ursachenforschung der Hochschule Osnabrück.

Seit dem Jahr 2000 ist die Integrierte Versorgung (IV) als Selektivvertrag (1) neben dem kollektivvertraglichen System möglich. Durch sie strebt der Gesetzgeber die Integration der Versorgungssektoren, eine verbesserte Koordination der Behandlungsabläufe und eine Qualitätsoptimierung der Gesundheitsleistungen an. Weitere gesetzgeberische Ziele sind die bevölkerungsbezogene Flächendeckung der Versorgung, ihre Wirtschaftlichkeit und die verstärkte Ausrichtung der Versorgung an den Patientenbedürfnissen (2-5). Die speziellen Versorgungsverträge im Angebot der Krankenkassen sollen außerdem den qualitätsorientierten Wettbewerb zwischen den Kostenträgern anregen (3, 4). Krankenkassen schließen die IV-Verträge mit Ärzten und Krankenhäusern ab.

Die in das Konzept gesetzten Erwartungen erfüllen sich allerdings nicht. Die Zahl beendeter IV-Verträge nahm nach Auslaufen der Anschubfinanzierung und Einführung des Zusatzbeitrages zunächst zu (6). Die Hochschule Osnabrück führte daher im Rahmen des Projektes GEva Select – Gesetzesevaluation von Selektivverträgen unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Theuerkauf und Prof. Dr. Winfried Zapp eine wissenschaftliche Ursachenforschung zur Integrierten Versorgung durch.
 

Verhandeln im Bewertungsauschuss – Die zweite qualitative Untersuchung

Projektworkshop am 08.02.2013

Viele externe Projektpartner folgten der Einladung von Prof. Dr. Theuerkauf und Prof. Dr. Zapp und fanden sich für den ersten GEva-Select-Workshop in den Räumen der Hochschule ein. Zu dieser Gelegenheit stellten die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Juliane Siebert und Judith Mesner die Ergebnisse des ersten Forschungsabschnitts vor: Die qualitative Erhebung von Expertenmeinungen zu Hemmnissen und Chancen bei der praktischen Umsetzung der Integrierten Versorgung. Befragt wurden Krankenkassen, ambulant tätige Ärzte und Patienten mithilfe von leitfadengestützten Experteninterviews. Moderiert durch Prof. Dr. Theuerkauf diskutierte die Runde die Ergebnisse der Untersuchung und gab der Forschungsgruppe wertvolle Hinweise für die weitere Forschung. So konnte die Reflexion des eigenen Forschungsvorgehens durch erfahrene Akteure und Praktiker erfolgen.

Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für das Kommen unserer Kooperationspartner sowie der Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats und die anregenden Gespräche bedanken. Auch unseren Interviewpartnern der qualitativen Untersuchung gilt ein besonderer Dank.

von links: Prof. Dr. Theuerkauf (Hochschule Osnabrück), Dr. Suwelack (I3G), Prof. Schirmer (DVKC), M. Klumpe (GewiNet), Prof. Dr. Knichwitz (Dreifaltigkeits-Krankenhaus Köln-Braunfeld), S. Eckardt (Techniker Krankenkasse), U. Hegen (Klinikum St. Georg - Franziskus-Hospital Harderberg), W. Negwer (Caritasverband für die Diözese Osnabrück e. V.), K. Kuhlmann, M. Dehning (beide AOK Niedersachsen), Prof. Dr. Zapp (Hochschule Osnabrück) (Foto: J. Mesner)

Integratives Verhandeln im Gesundheitswesen – Konzept zum Stärken der Eigentätigkeit in Verhandlungen der Selbstverwaltung

Unser Gesundheitssystem hat sich zu einer „Gesundheitswirtschaft“ entwickelt. Dort sind die zur Ausgabe bereitstehenden Gelder begrenzt. Die Akteure dürfen diese Ressourcen selbst aufteilen; dadurch sind Verteilungskonflikte an der Tagesordnung. Das kann als Nachteil der Selbstverwaltung angesehen werden – aber auch als Chance: Die Beteiligten können ihre Konflikte eigenständig lösen. Oft gelingt ihnen dies sehr gut. Eine Untersuchung der Hochschule Osnabrück hat jedoch gezeigt, dass ein wenig mehr Methodik die Verhandlungsergebnisse verbessern kann. Dieses Buch bietet für Verhandlungen in der Selbstverwaltung eine methodische Hilfestellung an. Grundlage sind Erkenntnisse aus der Kommunikations- und Konfliktforschung sowie der Verhandlungsführung. Zugeschnitten wurde die Methode auf den Bewertungsausschuss als eine Institution der Selbstverwaltung. Sie ist jedoch übertragbar auf andere Bereiche des Gesundheitssystems – und auch darüber hinaus.

Autoren: Klaus Theuerkauf, Winfried Zapp, Judith Mesner, Juliane Siebert

Verlagshaus Monsenstein und Vannerdat OHG Münster 2014

ISBN: 978-3-95645-272-7

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