REACH
Forschungsbewertung an der Hochschule Osnabrück
REady for LAsting CHange in research assessment (REACH) an der Hochschule Osnabrück
Nach welchen Kriterien sollten die Forschungsleistungen von Wissenschaftler*innen an der Hochschule Osnabrück erfasst und bewertet werden? In einem breiten Beteiligungsprozess entwickelt das Projekt REACH zu dieser Frage Impulse, die zu einer besseren Sichtbarkeit und Anerkennung der vielfältigen Forschungsleistungen beitragen und diese in unterschiedlichen Anwendungsfeldern verankern - praktisch relevant und die Qualität & Integrität von Forschung an der Hochschule sichernd.
News & Berichte aus dem Projekt
Das REACH-Projekt führt aktuell eine Umfrage unter den Forscher*innen der Hochschule Osnabrück zur Relevanz und Bewertung einzelner Indikatoren im Bereich Forschung und Transfer durch.
Die bisherigen Arbeiten des REACH-Projektes haben verdeutlicht, dass in zahlreichen Handlungsfeldern Bedarf besteht, das Verständnis und die Sichtbarmachung von Forschung und Transfer an der Hochschule weiterzuentwickeln. Eine Herausforderung hierbei resultiert aus den bisher nur fragmentiert vorliegenden Informationen zu Forschungstätigkeiten und -ergebnissen an der Hochschule. Für die koordinierte Weiterentwicklung unseres Monitorings, u.a. mit Blick auf die Entwicklung eines Forschungsinformationssystems und die Wissenschaftskommunikation, ist es von großer Wichtigkeit zu erfahren, welche Aspekte Forscher*innen als relevant einschätzen, um Ihre eigene wissenschaftliche Arbeit angemessen darzustellen und einzuordnen.
Ferner sehen sich die Hochschule insgesamt sowie Sie alle in einzelnen (Forschungs-)Projekten einem stetig komplexer werdenden Berichtswesen und einem sich verändernden institutionellen und gesellschaftlichen Anspruch an Forschung gegenüber. Während die Frage nach der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Wirkung von Forschung sich im Exzellenzverständnis der Hochschule widerspiegelt, so stellt sich auch hier die Herausforderung, geeignete Indikatoren zur Darstellung der Forschungs- und Transferpotenziale der Hochschule insgesamt zu finden.
Die Forscher*innen haben einen persönlichen Link zur Teilnahme an der Umfrage erhalten. Für den Fall, dass Sie sich angesprochen fühlen, aber keinen Link bekommen haben, nehmen Sie bitte Kontakt zum Projektkoordinator Nils Stockmann auf.
Am 1. Juli wurden die vorläuläufigen Zwischenergebnisse des REACH-Projektes im Rahmen eines ‘Knowledge Exchange’-Events der CoARA Boost-Förderlinie vorgestellt und im Kreise der anderen Projekte aus ganz Europa zur Diskussion gestellt. Die Präsentation des REACH-Projekts fokussierte sich dabei auf die Inhalte der Toolbox, die aktuell unter Beteiligung unterschiedlicher Akteure an der Hochschule entwickelt wird. Die Toolbox wird Arbeitsmaterialien für folgende Bereiche enthalten:
- Methodische Impulse und Templates für den Bereich Berufungsverfahren und Rekrutierung
- Vorlagen zur Gestaltung und Evaluation interner (Vor-)Auswahlverfahren im Bereich Forschung
- Materialien und Veranstaltungskonzepte für die wirkungsorientierte Begleitung und Vernetzung von Forschungsprojekten und Forscher*innen an der Hochschule
- Impulse und Analysen zur Darstellung von Forschungsaktivitäten und -resultaten in der Wissenschaftskommunikation und allgemeinen Außendarstellung
- ein Konzept für das “CoARA-Proofing” künftiger strategischer Projekte und Prozesse
Die Arbeiten an den einzelnen Tools werden über die Sommermonate fortgeführt und die Ergebnisse der Hochschulöffentlichkeit im Wintersemester in geeigneter Form zur Verfügung gestellt.
Sie haben Interesse an einzelnen Bereichen der Toolbox oder möchten sich in die Erarbeitung einbringen? Wir freuen uns über Ihre Nachricht!
Die Begutachtung von wissenschaftlichen Publikationen spielt eine zentrale Rolle in der wissenschaftlichen Praxis, ist aber gerade am Anfang einer wissenschaftlichen Karriere oft eine “Black Box”. Wie bereitet man einen Text bestmöglich für ein Review vor? Wie geht man mit Kritik an der eigenen Arbeit um? Und was ist wichtig, wenn man selbst einmal als Gutachter*in angefragt wird? Diese und weitere Fragen werden das REACH-Projekt und das Promotionskolleg im Rahmen eines Online-Workshops zum Thema Peer Review am Mittwoch, 15. April 2026, von 10-12 Uhr in den Blick nehmen.
Agenda des Workshops „Unboxing Peer Review: Austausch zur Bewertung wissenschaftlicher Publikationen“:
- Begrüßung und Einführung ins Thema
- Input zur Erfahrung mit Peer Review von erfahrenen Professor*innen der Hochschule
- Breakout Sessions mit den Professor*innen zum vertieften Austausch zu Ihren Fragen
- Austausch zu Ideen zur Weiterentwicklung der Bewertung und Unterstützung von Forschung der Promovierenden an der Hochschule
Projektziele und Hintergrund
Projektziele:
- Sichtbarmachung und Anerkennung der diversen Forschungspraktiken und -ergebnisse an der Hochschule Osnabrück
- Entwicklung, Test und Evaluation fairer und transparenter Kriterien für interne Prozesse, in denen Forschungsleistung erfasst und bewertet wird
- Vorbereitung auf und aktive Beteiligung an strategischen Entwicklungen auf unterschiedlichen Ebenen, Positionierung der Hochschule als Vorreiterin
Entwicklung einer Toolbox mit Methoden, Leitfragen und Kriterien zur Anwendung in unterschiedlichen Handlungsfeldern an der Hochschule Osnabrück
Das REACH-Projekt wird im Kontext der 2022 ins Leben gerufenen EU-Initiative CoARA (Coalition for Advancing Research Assessment) durchgeführt, die sich zum Ziel gesetzt hat, eine Reform der Methoden zur Erfassung und Bewertung von Forschungsleistung zu erreichen. Ausgangspunkt der Diskussion ist die zunehmende Verengung auf quantitative, oft publikations- und drittmittelbasierte Metriken, die andere Aspekte der Forschungsleistung ausschließen.
- Förderung
EU Horizon Europe - CoARA Boost Funding II
- Fördersumme
59.767,42 €
- Projektlaufzeit
01.09.2025 - 31.08.2026
- Ressort
Forschung, Transfer und wissenschaftliche Qualifikation (FTwQ)
Beteiligung und Materialien
Zur Identifikation von Anwendungsfeldern und geeigneten Kriterien werden im 1. Quartal mehrere interne Workshops mit Forscher*innen und Mitarbeiter*innen der Hochschule durchgeführt. Ziel ist es, ein besseres Verständnis dafür zu gewinnen, in welchen Prozessen die Erfassung und Bewertung bereits jetzt eine Rolle spielt und welche konkreten Handlungsbedarfe und Herausforderungen unterschiedliche Stakeholder dabei sehen.
- Workshop mit Vertreter*innen unterschiedlicher Tätigkeitsfelder der Hochschule, 29. Januar 2026
- Hochschulweite Workshops für Professor*innen und wissenschaftliche Mitarbeiter*innen
- 26. März 2026, 10:30 - 12:00 Uhr, Innovationscentrum Osnabrück (ICO)
- 31. März 2026, 14:00 - 15:30 Uhr, online
Sie möchten sich an diesen Workshops beteiligen oder uns auf anderem Weg Input geben? Dann freuen wir uns über Ihre Nachricht an reach@hs-osnabrueck.de!
Um die aus diesen Workshops gewonnenen Erkenntnisse zu validieren und zu anwendungsorientieren Operationalisierungen zu gelangen, werden außerdem externe Workshops mit anderen Akteuren im Hochschul- und Wissenschaftssystem durchgeführt. Ziel ist es, von anderen Standorten zu lernen und “Good Practices” für die Hochschule Osnabrück nutzbar zu machen.
Unterschiedliche Aspekte, die eine inklusive und qualitativ angemessene Erfassung und Bewertung von Forschungsleistung ausmachen, bedürfen für ihre Anwendung in der Praxis eine Operationalisierung. Mithilfe einer hochschulweiten Umfrage im Frühjahr 2026 möchten wir mehr darüber erfahren, welche Art von Operationalisierung und damit verbundener Methodiken innerhalb der Hochschule auf Akzeptanz stoßen und von den Hochschulangehörigen als hilfreich für die eigene Arbeit angesehen werden.
An dieser Stelle finden Sie zukünftig innerhalb des REACH-Projekts entwickelte Arbeitsmaterialien sowie Hinweise auf externe Informationen und Diskussionen rund um die CoARA-Initiative.
Projektkoordination
Dr. Nils Stockmann
- Telefon
- 0541 9692577
- n.stockmann@hs-osnabrueck.de
- Abteilung
- Transfer- und Innovationsmanagement
- Beschreibung
- Projektreferent