PainLab
Das PainLab
Das Pain Lab ist auf die quantitative sensorische Schmerzdiagnostik spezialisiert. Mit kalibrierten thermischen und mechanischen Reizen nach dem standardisierten DFNS-Protokoll erfassen wir den Funktionszustand sensorischer Nervenfasern und ziehen Rückschlüsse auf die zugrunde liegenden Schmerzmechanismen.
Die Quantitative Sensorische Testung (QST) ist ein etabliertes Verfahren der klinischen Schmerzdiagnostik, insbesondere bei neuropathischen und nicht-neuropathischen Schmerzsyndromen. Über kalibrierte thermische und mechanische Reize wird der Funktionszustand sensorischer Nervenfasern erfasst. Aus den Ergebnissen lassen sich Rückschlüsse auf die zugrunde liegenden pathophysiologischen Mechanismen ziehen.
Die Testbatterie folgt dem standardisierten DFNS-Protokoll und umfasst u. a.:
- Kälte- und Wärmedetektionsschwellen
- Thermische Schmerzschwellen
- Paradoxe Hitzeempfindungen
- Berührungswahrnehmung (von-Frey-Filamente)
- Mechanische Schmerzschwelle (Nadelreizstimulatoren)
- Stimulus-Antwort-Funktion und dynamische mechanische Allodynie
- Wind-up Ratio (Hinweis auf zentralnervöse Beteiligung)
- Vibrationsschwelle (Rydel-Seiffer-Stimmgabel)
- Druckschmerzschwelle (digitales Algometer)
Thermische Schwellen werden mit einer Thermode gemessen, die ausgehend von 32 °C um 1 °C pro Sekunde erwärmt oder abgekühlt wird; die getestete Person signalisiert die erste Wahrnehmung über einen Stoppschalter.
Quelle: Rolke R. et al. (2006): Quantitative sensory testing in the German Research Network on Neuropathic Pain (DFNS). Pain 123(3): 231–243.
Publikationen aus diesem Bereich
- Tampin B et al. (2025). Somatosensory and clinical profiles of patients with spine-related and clinical framework-based neck–arm pain. Pain 166(8). doi:10.1097/j.pain.0000000000003516
- Kapitza C, Luedtke K, Komenda M et al. (2023). Inter- and intra-rater reliability of a clinical framework for spine-related neck-arm pain. Musculoskeletal Science and Practice.