Flexcellence
Flexibilisierung von Studium und Lehre
Flexcellence - Flexibilisierung von Studium und Lehre
– gibt Studierenden mehr Freiraum bei der Erreichung ihrer Studienziele und fördert innovative Lehrformate.
Das Projekt Flexcellence - Flexibilisierung von Studium und Lehre zahlt als eines von zwei Teilprojekten auf das Ziel “neue Wege in Studium und Lehre” im Gesamtprojekt TExAS ein.
Ziel ist es, Studiengänge und Lehr-/Lernstrukturen der Hochschule Osnabrück mit Hilfe skalierbarer Pilotprojekte zu modernisieren, um mehr Freiraum für Studierende zu schaffen und das Studium insgesamt attraktiver und zukunftsorientierter zu gestalten.
Durch innovative Ansätze sollen Studierenden nicht nur besser für den Arbeitsmarkt ausgebildet sondern auch Forschungstalente frühzeitig erkannt und gefördert sowie Studiengänge stärker mit den Forschungs- und Transferthemen der Hochschule verknüpft werden.
Die Flexibilisierung betrifft dabei sowohl inhaltlich-curriculare Strukturen als auch zeitliche und räumliche Lernformate. Studierende sollen künftig stärker selbst entscheiden können, was, wie, wann und wo sie lernen. Durch diese neuen Gestaltungsspielräume wird die Attraktivität des Studiums gesteigert und eine Kultur gefördert, in der Studierende eigenverantwortlich lernen können.
So entsteht ein Hochschulstudium, das Transformation als Lernprinzip versteht – praxisnah, individuell und anschlussfähig an Forschung, Transfer und Gesellschaft.
Maßnahmen
Mit dem Teilprojekt Flexcellence – Flexibilisierung von Studium und Lehre werden Maßnahmen zur langfristigen Sicherung der Lehrqualität und Innovationskraft der Hochschule Osnabrück ergriffen. Im Mittelpunkt stehen skalierbare Pilotprojekte, die den Wandel von Studium und Lehre erproben und übertragbare Modelle für die gesamte Hochschule entwickeln. Dazu zählen:
- ein interner Wettbewerb um die besten Ideen zur Flexiblisierung von Studium und Lehre.
- Durchführung von skalierbaren Pilotprojekten.
- Evaluation und Dokumentation der Projekte.
Aktueller Teilrojektstand
Drei skalierbare Innovationen für eine zukunftsfähige Hochschullehre starten im Oktober 2026
Für die erste Ausschreibungsrunde des TExAS-Teilprojekts „Flexcellence,“ zur Weiterentwicklung von Studium und Lehre, wurden insgesamt 17 innovative Projektanträge eingereicht. Die Jury aus Studiendekan*innen und Studierenden wählte drei Vorhaben aus, die als Pilotprojekte strukturelle und didaktische Impulse setzen: Flex³, FlexiBas und FEiMS.
Alle drei Konzepte verbinden inhaltliche Innovation mit organisatorischer Weiterentwicklung – und sind bewusst skalierbar angelegt. Damit schaffen sie Lösungen, die perspektivisch hochschulweit Wirkung entfalten und die Attraktivität des Studiums nachhaltig steigern können.
Flex³ – Anywhere, Anytime, Any Language
Idee: Flex³ entwickelt eine mobile, leicht bedienbare Lösung, mit der Lehrveranstaltungen live übertragen, KI-gestützt in verschiedene Sprachen übersetzt und automatisiert aufgezeichnet werden können. Transkripte ermöglichen in der Nachbereitung die Generierung von Zusammenfassungen – auch in einfacher Sprache –, Quizzen oder Aufgabenlisten.
Mehrwert:
- Mehr Inklusion und Internationalisierung durch Mehrsprachigkeit
- Orts- und zeitunabhängiger Zugang zu Lehrinhalten für unterschiedliche Studierendentypen
- Didaktische Vielfalt durch automatisierte Aufbereitung
- Entlastung der Lehrenden
Die modulare Konzeption erlaubt eine breite Übertragbarkeit auf unterschiedliche Fächer und Formate.
Sprecher: Prof. Dr. Nicolas Meseth, Fakultät AuL
FlexiBas – Flexibilisierte Grundlagenvermittlung im Lernfeld Chemie – Physik – Werkstofftechnik
Idee: FlexiBas entwickelt die Grundlagenmodule Physik, Chemie und Werkstofftechnik zu einem integrierten, anwendungsorientierten und flexibel studierbaren Lernfeld weiter. Präsenz- und Laborformate werden eng mit digitalen Selbstlernangeboten verzahnt.
Mehrwert:
- Praxisnahe Vermittlung von Grundlagenwissen
- Höhere Motivation und verbesserter Lernerfolg
- Flexible Lernwege und individuelle Lerngeschwindigkeit
Das Modell besitzt Vorbildcharakter für weitere Grundlagenbereiche.
Sprecher: Prof. Dr. Markus Susoff, Fakultät IuI
FEiMS – Flexibler Einstieg für interdisziplinäre Master-Studiengänge
Idee: FEiMS etabliert im ersten Masterjahr eine interdisziplinäre Lernumgebung. Ziel ist es, die Zahl der fachlich geeigneten Bachelorstudiengänge zu erhöhen und die klassischen Zulassungsauflagen zu ersetzen. Fehlende Kompetenzen werden projektbasiert und zielgerichtet mithilfe innovativer Lehr- und Lernmethoden erworben.
Mehrwert:
- Reduzierung zusätzlicher Belastungen
- Kontextbezogener Kompetenzerwerb
- Förderung interdisziplinärer Zusammenarbeit
- Attraktiver und transparenter Studieneinstieg
Das Konzept ist auf weitere Masterangebote übertragbar und stärkt die Durchlässigkeit im Studium.
Sprecher: Prof. Dr. Tim Wawer, Fakultät MKT
Flexibler, digitaler und individueller lernen
Vizepräsidentin für Studium und Lehre und Teilprojektleiterin, Prof. Dr. Kathrin Loer betont: „Mit Flex³, FlexiBas und FEiMS wurden drei Projekte ausgewählt, die Studienstrukturen und -inhalte flexibilisieren und zugleich zentrale Herausforderungen der Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz adressieren. Damit ist ein wichtiger Ausgangspunkt geschaffen, um die Weiterentwicklung von Studium und Lehre gezielt voranzubringen.“
Projektstart im Oktober
Die Projekte starten im Oktober. Die zweite Ausschreibungsrunde, die noch einmal zwei Projekte fördert, wird im September 2026 veröffentlicht, die Deadline ist für Dezember 2026 geplant. Projektstart der zweiten Runde ist Oktober 2027.