SustainChain

Anforderungen an digitale Wertschöpfungsketten zur Sicherung nachhaltigen Wirtschaftens im Agrifood-Sektor

DIGITALE WERTSCHÖPFUNGSKETTEN FÜR EINEN NACHHALTIGEN AGRIFOOD-SEKTOR

Der Agrifood-Sektor steht vor wachsenden regulatorischen Anforderungen, steigenden Kosten und einer zunehmenden Komplexität digitaler Prozesse. Gerade kleine und mittlere Unternehmen verfügen häufig nicht über die personellen und technischen Ressourcen, um sich umfassend mit Datenstandards, Schnittstellen und digitalen Nachhaltigkeitsnachweisen auseinanderzusetzen. SustainChain entwickelt deshalb praxisnahe Orientierungshilfen und Referenzmodelle, die den Einstieg in digitale Datenräume erleichtern und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.

Untersucht wird, welche Nachhaltigkeits- und Produktdaten in Betrieben entstehen, wie sie zwischen Landwirtschaft, Verarbeitung, Logistik und Handel ausgetauscht werden und an welchen Stellen Medienbrüche, doppelte Dateneingaben oder Informationsverluste auftreten. Dies geschieht anhand konkreter Anwendungsfälle: der Erfassung des CO₂-Fußabdrucks in der Milch- und Fleischproduktion, der Nachhaltigkeits-Compliance in der Obst- und Gemüseproduktion sowie der Kreislaufwirtschaft in der Lebensmittelverarbeitung.

Ein zentrales Ergebnis des Projekts ist ein Praxisleitfaden sowie allgemeingültige Anforderungsprofile für eine domänenweite Referenzarchitektur, realisiert durch ein eigens entwickeltes Reference Designation System (RDS).  Dieses RDS fungiert als digitale „Landkarte“, die KMU konkrete technische Voraussetzungen zur Integration in die digitale Wertschöpfung aufzeigt, beispielsweise zur transparenten Erfassung und Dokumentation des CO₂-Fußabdrucks in der Milchproduktion.

Durch Interviews, Workshops und den engen Austausch mit Akteurinnen und Akteuren entlang realer Wertschöpfungsketten fließen Erfahrungen aus der Praxis direkt in die Projektarbeit ein.  SustainChain leistet damit einen Beitrag zur doppelten Transformation des Agrifood-Sektors und unterstützt KMU dabei, sich frühzeitig und souverän in digitale Wertschöpfungsketten und Agrar-Datenräume einzubinden. 

 

Projektlaufzeit:01.01.2026 - 31.12.2027
Antragsteller/in:Prof. Dr.-Ing. Benjamin Weinert
Drittmittelgeber/Förderlinie:DBU - Deutsche Bundesstiftung Umwelt 
Fakultät:Fakultät Management, Kultur und Technik (MKT)
Projektpartner:Fraunhofer IESE, Friends of Digital Farming, Assoziierter Partner: DLG