Forschungssymposium PhysiotherapieWorkshops und Kurse

Workshops und Kurse Forschungssymposium Physiotherapie 2017

Eine Besonderheit des diesjährigen Forschungssymposiums Physiotherapie ist, dass am 16. November ein breites Spektrum an Workshops und Kursen angeboten wird. Die Teilnahme ist an einem oder zwei 1,5-stündigen oder einem 3-stündigen Workshop möglich. Detaillierte Beschreibungen der Workshops und Kurse befinden sich am Ende der Seite.


Gruppe 1 (3-stündig)
13:00-16:00 Uhr
  • Sensorgesteuerte Rehabilitation nach Verletzungen im Muskel-Band-Apparat - die Bedeutung von neuromuskulärer Koordination
  • Lesen und Bewerten von Evidenzen anhand eines ausgewählten Beispiels
  • Klinische Differentialdiagnose im physiotherapeutischen Erstkontakt anhand von Kasuistiken

Gruppe 2 (1,5-stündig)
13:00-14:30 Uhr

Gruppe 3 (1,5-stündig)
14:45-16:15 Uhr
  • Unspezifischer lumbaler Rückenschmerz: Wie Klassifikationssysteme die physiotherapeutische Diagnose unterstützen können
  • Die Rolle der Physiotherapie für das Management von Migränepatienten
  • Reliabilität und Validität von Untersuchungsverfahren in der muskuloskelettalen Physiotherapie - Schlussfolgerungen aus diagnostischen Studien ziehen
  • Prognose und Prognoseforschung – eine Einführung

 

Teilnahmegebühren

1,5-stündig3-stündig
DGPTW-Mitglieder15 Euro20 Euro
nicht-DGPTW-Mitglieder25 Euro35 Euro

 

Anmeldefrist

Online-Anmeldungen zu den Workshops sind bis zum 31.10.2017 möglich. Danach sind Anmeldungen nur noch vor Ort an den Tagen des Symposiums möglich.

Begleichung der Gebühren und Bestätigung

Sie erhalten umgehend eine schriftliche Bestätigung per E-Mail mit Angabe der Kontoverbindung, welche Sie für Ihre Überweisung nutzen können. Die Teilnahmegebühr muss innerhalb von 14 Tagen nach Registrierung überwiesen werden.

Online-Anmeldung

Die Anmeldung zu den Workshops und Kursen ist nicht mehr möglich.

 

Beschreibung der Workshops und Kurse

Titel: Lesen und Bewerten von Evidenzen anhand eines ausgewählten Beispiels

Referent: Prof. Dr. Nikolaus Ballenberger

Zeit: 13:00-16:00 Uhr

Beschreibung: Evidenzbasierte Physiotherapie basiert auf dem Prinzip, dass wissenschaftliche Erkenntnisse in das klinische Handeln implementiert werden. Hierzu ist es essentiell, die entsprechenden Studien zu lesen, zu verstehen und entsprechende Schlussfolgerungen für klinische Situationen zu ziehen. Der Workshop zielt darauf ab, wichtige methodische Konzepte und Grundlagen für das Verständnis von wissenschaftlichen Artikeln zu vermitteln, um entsprechend beurteilen zu können, inwieweit die Resultate und Erkenntnisse einer Studie in das klinische Handeln übertragen werden können/dürfen. Anhand eines ausgewählten Artikels werden die vermittelten Inhalte des Workshops angewandt. 

 

Titel: Prognose und Prognoseforschung – eine Einführung

Referenten: Dr. Cordula Braun und Prof. Dr. Sven Karstens

Zeit: 14:45-16:15

Beschreibung: Kenntnisse über die Prognose eines Gesundheitsproblems, insbesondere auch im Zusammenhang mit einer therapeutischen Intervention, sind von großer Bedeutung. Den Patienten und den Therapeuten können sie im Zuge der klinischen Entscheidungsfindung unterstützen. Das Interesse an der Prognosestellung und Prognoseforschung ist in den letzten fünf bis zehn Jahren auch im Bereich der Physiotherapie deutlich gewachsen. Die Konzepte und Methoden der Prognoseforschung sind vielen Physiotherapeuten bislang jedoch weitestgehend unbekannt. In diesem Kurs wird ein Einblick in Konzepte und Methoden der Prognoseforschung und ihre Relevanz für die physiotherapeutische Praxis gegeben. Beispielhaft wird die Entwicklung und Evaluation des STarT Back Ansatzes vorgestellt.

 

Titel: Reliabilität und Validität von Untersuchungsverfahren in der muskuloskelettalen Physiotherapie - Schlussfolgerungen aus diagnostischen Studien ziehen

Referent: Prof. Dr. Christian Kopkow

Zeit: 14:45-16:15 Uhr

Beschreibung: Untersuchungsverfahren sollen reliabel und valide sein, um in der klinischen Praxis belastbare Aussagen zu liefern und Einfluss auf die Versorgung von Patienten*innen zu haben. Studien zur Reliabilität und/oder Validität von Untersuchungsverfahren können jedoch einer Vielzahl an Fehlern unterliegen, wodurch die Ergebnisse aus ebendiesen in der klinischen Praxis teilweise eingeschränkt nützlich sind. Im Rahmen des Workshops sollen grundlegende methodische Verfahren, Möglichkeiten der Evaluation als auch Grenzen der Schlussfolgerungen aus diagnostischen Studien erarbeitet werden.

 

Titel: Die Rolle der Physiotherapie für das Management von Migränepatienten

Referentin: Dr. Kerstin Lüdtke

Zeit: 13:00-14:30

Beschreibung: Migräne ist eine trigeminovaskuläre Erkrankung. Darüber hinaus scheinen verschiedenen Strukturen im zentralen Nervensystem, insbesondere im Hirnstamm und im Hypothalamus, eine entscheidende Rolle zu spielen. Was ist aber mit den von über 70% der Patienten angegebenen Nackenschmerzen vor, während oder nach der Attacke? Gibt es Dysfunktionen im Bereich der Halswirbelsäule, die physiotherapeutisch behandelbar sind? Können diese den Kopfschmerz beeinflussen? Oder den Kopfschmerz triggern? Diese und noch weitere offene Fragen zu den physiotherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten bei Migräne sollen in diesem Workshop anhand der vorliegenden Evidenz diskutiert werden.

 

Titel: Sensorgesteuerte Rehabilitation nach Verletzungen im Muskel-Band-Apparat - die Bedeutung von neuromuskulärer Koordination

Referenten: Dirk Möller und Kevin Backes

Zeit: 13:00-16:00 Uhr

Beschreibung: Biomechanische Analysen sind in der Lage, menschliche Bewegungen valide und umfassend zu erfassen und auszuwerten. Neben den beiden großen Bereichen Kinetik und Kinematik bietet die Elektromyographie (EMG) eine zuverlässige Möglichkeit, die neuromuskuläre Aktivität zu analysieren. Es können mit Hilfe des EMGs neuromuskuläre Parameter erhoben werden, die präzise Aussagen beispielsweise zur inter- und intramuskulären Koordination, der Muskelfaserverteilung, des Ermüdungsverhaltens oder des Timings zulassen. Dabei sind jedoch einige wichtige Faktoren im klinischen Setting zu berücksichtigen, um verlässliche Daten zu erhalten. Diese Faktoren sind von großer Bedeutung und sollten vor einer Analyse beachtet werden. Daneben hängt ein effektiver Einsatz des EMGs im klinischen Setting von der Integration in den Clinical Reasoning Prozess ab. Es benötigt eine klare Fragestellung in der jeweiligen individuellen Patientensituation. Dazu kann auf ein Ebenen-Modell aufgebaut werden, welches die biomechanischen Steuerungsgrößen in der klinischen Anwendung berücksichtigt.

Dieser Workshops wendet sich gleichermaßen an Neu- und Quereinsteiger als auch an erfahrene EMG-Anwender.

 

Titel: Unspezifischer lumbaler Rückenschmerz: Wie Klassifikationssysteme die physiotherapeutische Diagnose unterstützen können

Referent: Prof. Dr. Axel Schäfer

Zeit: 13:00-14:30 Uhr

Beschreibung: Unspezifische Rückenschmerzen sind seit Jahrzehnten ein gravierendes Problem für Betroffene und das Gesundheitssystem. Die Verwendung von Klassifikationssystemen kann für Diagnose und subgruppenspezifische Therapie eine sinnvolle Unterstützung sein. Im Rahmen dieses Workshops werden Grundlagen der Klassifikation vorgestellt, relevante Klassifikationssysteme anhand von Fallbeispielen angewendet und die Konsequenzen für die physiotherapeutische Intervention diskutiert.

 

Titel: Klinische Differentialdiagnose im physiotherapeutischen Erstkontakt anhand von Kasuistiken

Referenten: Prof. Dr. Christoff Zalpour und Prof. Dr. Harry von Piekartz

Zeit: 13:00-16:00 Uhr

Beschreibung: Der Workshop Differentialdiagnose richtet sich an akademische und klinisch tätige Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten. Thematisiert werden der aktuelle Stand der Berufs-Autonomie in der Physiotherapie in Deutschland sowie eine Vorgehensrationale in der klinischen Urteilfindung im differentialdiagnostischen Prozess. Anhand von 2-3 klinischen Kasuistiken wird das klinische Vorgehen zusammen reflektiert.


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