Die unsichtbaren Superhelden Montag, 15. Juni 2026

Rund 80 Schüler*innen beteiligten sich begeistert an der KinderCampus-Vorlesung mit Professorin Dr. Yvonne Garbers. Bild: Hochschule Osnabrück

KinderCampus der Hochschule Osnabrück zum Thema „Die Macht der Gefühle"

Warum freuen wir uns, warum haben wir Angst – und können sogar Computer traurig sein? Mit diesen und vielen weiteren spannenden Fragen beschäftigten sich kürzlich rund 80 Kinder beim KinderCampus der Hochschule Osnabrück zum Thema “Die Macht der Gefühle”. Dabei begaben sich die neun- bis zwölfjährigen Schüler*innen auf eine faszinierende Reise in die Welt der Emotionen.

Gemeinsam mit Professorin Dr. Yvonne Garbers erfuhren die Kinder, welche Rolle Gefühle in unserem Alltag spielen und warum sie für das menschliche Zusammenleben unverzichtbar sind. Anschaulich erklärte die Professorin für Organisationspsychologie, wie Emotionen entstehen, warum sie überall auf der Welt ähnlich wahrgenommen werden und weshalb sie für unser Überleben von großer Bedeutung sind.

“Ich möchte den Kindern vermitteln, dass Gefühle unsere Superhelden sind. Unsere Superhelden sollten nicht unterdrückt werden, sondern wir müssen lernen, mit ihnen umzugehen und sie für uns zu nutzen”, so Garbers.

Mit großem Interesse verfolgten die jungen Entdecker*innen die Vorlesung und beteiligten sich engagiert. Sie lernten, wie stark Emotionen unsere Wahrnehmung, unser Verhalten und unsere Entscheidungen beeinflussen können. Ebenso wurde deutlich, dass Gefühle gezielt eingesetzt werden, um Menschen zu beeinflussen – beispielsweise in der Werbung.

Besonders neugierig waren die Schüler*innen bei der Frage, ob eine Künstliche Intelligenz wie ChatGPT eigentlich traurig sein kann. Die Diskussion darüber sorgte für viele interessierte Nachfragen und zeigte, wie sehr das Thema die Zuhörer*innen bewegte.

Am Ende der Veranstaltung nahmen die Kinder nicht nur neues Wissen über ihre eigene Gefühlswelt mit nach Hause, sondern auch die Erkenntnis, dass Emotionen ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens sind. Garbers zeigte sich beeindruckt vom großen Interesse und der aktiven Beteiligung der Kinder. Die Begeisterung und die zahlreichen Fragen während der Vorlesung machten deutlich, wie spannend Wissenschaft sein kann, wenn sie an die Lebenswelt der Kinder anknüpft.

Von: Miriam Kronen