Mikrotonalität, Jazz und Artistic Research

Philipp Gerschlauer ist Saxophonist, Komponist, Hochschullehrer und Artistic Researcher. Am Institut für Musik unterrichtet er Gehörbildung und Saxophon.

Im Zentrum seiner künstlerischen Forschung steht die Erweiterung der Tonsprache des Jazz und insbesondere des Bebop durch Mikrotonalität und unterschiedliche Stimmungssysteme. Dabei ist die künstlerische Praxis nicht lediglich Gegenstand der Forschung, sondern ihr zentrales Erkenntnisinstrument: Neue mikrotonale Spieltechniken auf dem Saxophon, Intonationskonzepte, Improvisations- und Kompositionsstrategien sowie Formen des Zusammenspiels werden praktisch entwickelt, erprobt, dokumentiert und reflektiert.

Im Rahmen seiner Promotion an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien vertieft er diese Fragestellungen aus der Perspektive der Artistic Research. Einen besonderen Schwerpunkt bilden dabei das im Spielen entstehende körperliche und hörende Wissen sowie die Frage, wie mikrotonale musikalische Konzepte in der Ensemblepraxis vermittelt, gemeinsam ausgehandelt und erlernbar gemacht werden können.

Die Forschung verbindet damit künstlerische Praxis, Reflexion und Pädagogik. Ihre Ergebnisse entstehen nicht nur in schriftlicher Form, sondern ebenso in Improvisationen, Kompositionen, Konzerten, Aufnahmen,

Ensembleprozessen und neuen Formen der musikalischen Vermittlung.

Link:

https://www.gerschlauermusic.com/