Schule trifft Wirtschaft am Campus Lingen Montag, 14. September 2026
Jugendliche erleben digitale Arbeitswelt regionaler Unternehmen
Digitale Technologien verändern Arbeitsabläufe, Berufsbilder und Anforderungen an Beschäftigte. Wie sich dieser Wandel konkret im Berufsalltag zeigt, erfuhren rund 120 Schüler*innen der 11. Jahrgangsstufe des Gymnasiums Georgianum kürzlich bei den Projekttagen „Schule trifft Wirtschaft – Digitalisierung live“.
Das dreitägige Angebot zur Berufsorientierung wurde vom Campus Lingen der Hochschule Osnabrück in Kooperation mit den Erfolgsbegleitern der Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer, der Agentur für Arbeit und mit Unterstützung der Ems-Achse durchgeführt.
„Wir wollen jungen Menschen aus erster Hand zeigen, wie Digitalisierung Berufe und Arbeitsplätze heute und morgen verändert – und ihnen so eine fundierte Orientierung für ihre Zukunft geben. Als Hochschule mitten in der Region sehen wir es als unsere Aufgabe, genau diese Brücke zwischen Schule, Wirtschaft und lebenslangem Lernen zu bauen“, so Projektkoordinatorin Julia Åkerlund vom Campus Lingen.
Initiiert wurde das Vorhaben bereits 2024 vom GROWTH-Projekt der Hochschule Osnabrück in Kooperation mit dem Arbeitskreis Digitalisierung des Georgianums. Das GROWTH-Teilvorhaben „Digitalisierung im ländlichen Raum“ wird von Prof. Dr. Michael Ryba im Team mit Prof. Dr. Liane Haak und Prof. Dr. Ralf Buschermöhle geleitet.
Einblicke in die digitale Praxis
Den Auftakt bildete eine Matching-Veranstaltung am Campus Lingen mit 17 teilnehmenden Unternehmen. Anschließend ging es für die Jugendlichen in die Betriebe. Zu den beteiligten Unternehmen gehörten beispielsweise die KRONE Group, die St. Bonifatius Hospitalgesellschaft, die ROSEN Group, die Mainka Bau GmbH & Co. KG, die Bauunternehmung Hofschröer GmbH & Co. KG, die Agentur für Arbeit (Standort Lingen) und die Emsländische Volksbank. Vor Ort erhielten die Schüler*innen konkrete Eindrücke von unterschiedlichen Berufsfeldern und Arbeitsabläufen. Dabei konnten sie erleben, wie digitale Technologien und Prozesse den Arbeitsalltag verändern, welche Aufgaben sich daraus ergeben und welche Kompetenzen in verschiedenen Berufen gefragt sind.
Chancen in der Region
Viele Jugendliche berichteten nach den Unternehmensbesuchen von neuen Erkenntnissen und überraschenden Erfahrungen. Was zuvor eher abstrakt erschien, sorgte vor Ort für so manchen Aha-Moment. So wurde für sie greifbarer, welche beruflichen Möglichkeiten sich in der Region bieten und welche Tätigkeiten zu ihren eigenen Interessen passen könnten. Gleichzeitig lernten sie verschiedene Wege in den Beruf kennen und erfuhren, dass sich Ausbildung und Studium miteinander verbinden lassen.
„Die Projekttage zur Berufsorientierung eröffnen unseren Schülerinnen und Schülern wertvolle Einblicke in die regionale Arbeitswelt: Aus anfänglicher Neugier und Spannung entstehen durch den direkten Austausch mit Unternehmen und die Besuche vor Ort konkrete Vorstellungen von vielfältigen, zukunftsorientierten Berufsfeldern“, betonte Ingrid Helming, Koordinatorin für Stundenplanung und Digitalisierung am Gymnasium Georgianum. Besonders beeindruckend sei, mit welcher Begeisterung die Jugendlichen anschließend von ihren Erfahrungen berichteten und wie nachhaltig die Erlebnisse ihre berufliche Orientierung bereicherten und auch verändern können.
Mehrwert für Unternehmen
Für die beteiligten Unternehmen bot das Format erneut die Möglichkeit, mit jungen Menschen aus der Region ins Gespräch zu kommen. Die Jugendlichen hätten großes Interesse gezeigt und viele Fragen gestellt, zogen viele Betriebe ein positives Fazit. Besonders wertvoll sei die Möglichkeit, den Schüler*innen die Vielfalt der eigenen Berufsfelder näherzubringen und ihnen konkret zu zeigen, welche Aufgaben und Arbeitsbereiche das jeweilige Unternehmen bietet. Gleichzeitig können die Betriebe frühzeitig Interesse an ihren Ausbildungsplätzen wecken und so Kontakt zu potenziellen Nachwuchskräften knüpfen.
So leiste „Schule trifft Wirtschaft“ nicht nur einen Beitrag zur beruflichen Orientierung junger Menschen, sondern stärke auch die Vernetzung zentraler Akteur*innen in der Region, waren sich die Verantwortlichen einig. Hochschule, Schule und Wirtschaft arbeiten eng zusammen, um Jugendlichen bereits frühzeitig ihre Perspektiven aufzuzeigen und ihnen die Arbeitswelt von morgen näherzubringen.
Weitere Informationen
Julia Åkerlund
Telefon: 0591 80098-328
E-Mail: j.akerlund@hs-osnabrueck.de
Von: Miriam Kronen