Rund 130 Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren besuchten kürzlich den KinderCampus der Hochschule Osnabrück und gingen gemeinsam mit Prof. Dr.-Ing. Benjamin Weinert der spannenden Frage nach: "Kann mein Haus denken? Wie dein Zuhause schlau wird".
Wie ein intelligentes Zuhause funktioniert, konnten die jungen Forscher*innen am Campus Lingen hautnah erleben. Weinert hatte dafür einen Pavillon aufgebaut, in dem ein Smart Home anschaulich demonstriert wurde. Kaum betrat jemand das Haus, gingen wie von Zauberhand die Lampen an. Ein intelligenter Briefkasten meldete per Smartphone, wenn Post eingeworfen wurde, und auch die Blumen erinnerten auf dem Handy daran, wann sie wieder Wasser benötigten.
Besonders begeistert waren die Kinder, als sie selbst aktiv werden durften. Sie warfen Briefe ein, gossen Blumen und testeten, ob das Licht beim Betreten des Hauses automatisch anging. So lernten sie spielerisch, was ein Smart Home ausmacht und welchen Nutzen es bietet – von mehr Komfort über das Energiesparen bis hin zu mehr Sicherheit.
Doch wie funktioniert ein solches schlaues Zuhause eigentlich? Auch das wurde anschaulich erklärt. “Die Sensoren sind wie die Sinne des Menschen, die Kommunikationswege entsprechen den Nerven, der Computer übernimmt die Aufgaben des Gehirns und die Aktoren funktionieren wie Muskeln”, betonte Weinert.
So wurde schnell klar, dass ein Smart Home ähnlich wie ein menschlicher Körper verschiedene Bausteine benötigt, die miteinander zusammenarbeiten.
Am Ende der Veranstaltung stand fest: Die Kinder hatten nicht nur viel Neues gelernt, sondern waren selbst zu kleinen Expert*innen geworden. Mit einem Augenzwinkern verabschiedete Weinert die jungen Gäste mit den Worten: „Ihr seid jetzt Smart-Home-Profis!“
Von: Miriam Kronen