Gebündelte Kompetenzen für den Mittelstand Montag, 23. Februar 2026
Campus Lingen und Mittelstand-Digital Zentrum Lingen.Münster.Osnabrück treiben digitale Transformation für KMU in der Region voran
Die enge Verbundenheit des Campus Lingen der Hochschule Osnabrück zu kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der Region zeigt sich im gelebten Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.
Dies verdeutlichte Prof. Dr. Liane Haak, Dekanin der Fakultät Management, Kultur und Technik am Campus Lingen, kürzlich bei einem Besuch von Gitta Connemann. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie Bundesbeauftragte für den Mittelstand war zu Gast im Mittelstand-Digital Zentrum Lingen.Münster.Osnabrück (MDZ LMO), um sich über die digitale Transformation im Emsland zu informieren.
Dabei tauschte sie sich gemeinsam mit Verantwortlichen, regionalen Vertreterinnen und Vertretern, darunter auch Landrat Mark-André Burgdorf, sowie Unternehmen über aktuelle Herausforderungen und künftige Entwicklungsmöglichkeiten aus.
Brücke zwischen angewandter Forschung und betrieblicher Praxis
Das Projekt MDZ ist eng mit dem Campus Lingen verknüpft und fungiert als Brücke zwischen angewandter Forschung und betrieblicher Praxis. Kleine und mittlere Unternehmen werden praxisnah bei ihrem Schritt in die digitale Transformation begleitet – sei es durch Workshops, Impulsveranstaltungen, Vorträge, Fachseminare oder projektbezogene Unterstützung. Dank der Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sind alle Angebote kostenfrei nutzbar.
Im modernen Laborgebäude des Campus Lingen standen anschließend erlebbare Beispiele und Lerntechniken für KMU im Mittelpunkt. Dazu gehörten Technologien wie Drohnen, 3D-Scanner, Virtual Reality, Künstliche Intelligenz und Eye-Tracking. Connemann probierte selbst eine Supermarktanwendung mit Eye-Tracking aus, indem sie eine VR-Brille aufsetzte und sich in einer Virtual-Reality-Szenerie bewegte. Auch ein Drohnenflug in virtueller Umgebung wurde demonstriert. Die Beispiele zeigten anschaulich, wie digitale Technologien für Qualifizierung, Prozessoptimierung und Innovation im Mittelstand genutzt werden können.
Laborgebäude am Campus Lingen - viel Raum für Transfer
“In unserem Laborgebäude findet nicht nur Forschung statt, sondern immer auch Transfer. Wir stehen kontinuierlich im Gespräch mit den Unternehmen, das ist uns sehr wichtig”, so Haak. Zugleich hob sie hervor, dass der Campus bewusst branchenoffen arbeite und konsequent auf konkrete Anwendungen setze. “Das ist so wertvoll für uns, dass wir hier Raum bekommen, zu probieren und Technologie kennenzulernen”, betonte auch Dr. Henning Krüp, Geschäftsführender Gesellschafter bei der Nordhorner Kamiro GmbH.
Connemann zeigte sich beeindruckt von der Verzahnung von Lehre, Forschung und Praxis. Für die Zukunftsfähigkeit des Mittelstands brauche es eine starke Grundlage in der Forschung und insbesondere im Transfer, machte sie deutlich. Entscheidend sei dabei stets der konkrete Mehrwert für die Unternehmen. Die enge Zusammenarbeit von mittelständischer Praxis und wissenschaftlicher Expertise trage dazu bei, Innovationen aus der Forschung in die Anwendung zu überführen, wichtige Impulse für die Wettbewerbsfähigkeit zu setzen und damit die wirtschaftliche Entwicklung der Region langfristig zu sichern.
Von: Miriam Kronen