Digitalisierung im Hochschul- und Wissenschaftsmanagement: Mit und für die Menschen Mittwoch, 17. Juni 2026

Menschen besprechen sich vor einer Stellwand.
Digitalisierung im Wissenschaftsmanagement erfordert strategische Weitsicht, partizipative Ansätze und eine klare Orientierung am Nutzen für Mensch und Organisation (Foto: Hochschule Osnabrück)

HWM Update 2026 an der Hochschule Osnabrück: Technologie allein reicht nicht – Partizipation und strategische Einbindung sind entscheidend.

Die Digitalisierung verändert nicht nur Lehr- und Forschungsprozesse, sondern auch die Strukturen, Abläufe und die Kultur von Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen. Wie dieser Wandel gelingen kann, war ein Thema des HWM Update 2026 an der Hochschule Osnabrück. Die Veranstaltung des Kompetenzzentrums für Hochschul- und Wissenschaftsmanagement (HWM) bot mit Plenarvorträgen und Workshops eine Plattform für den Austausch über aktuelle Entwicklungen. 

Digitalisierung gelingt nur im Miteinander

Digitalisierung bietet enorme Potenziale, etwa bei der Bewältigung von Krisen durch Datenmanagement oder dem Umgang mit Fachkräftemangel. Sie dürfe aber nicht zum Selbstzweck werden, so Tanja Hagedorn, Organisationsentwicklerin: „Es geht nicht darum, Tools einzuführen, sondern darum, die Arbeit für alle Beteiligten besser zu machen. Sonst verlieren wir den Fokus auf das Wesentliche: die Menschen.“

Auch Prof. Dr. Stefan Landwehr, Kanzler der Fachhochschule Erfurt sagt: „„Wenn wir die Nutzer*innen nicht einbinden, scheitern die besten Tools.“ Trotzdem ist Digitalisierung für ihn eine große Chance: „Wir können die verschiedenen Perspektiven in der Hochschule zusammenzubringen – Lehre, Wissenschaft, Verwaltung, Studierende – und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.“

Digitalisierung: the new normal

Timo Garbe, Leiter des Zentrums für Digitalisierung und Prozessmanagement (ZDP) an der FH Erfurt, macht deutlich, dass Digitalisierung kein einmaliges Projekt ist: „Wir werden nicht fertig sein mit Digitalisierung. Das ist das ‚new normal‘ – ein Dauerprozess. Dabei ist es das größte Risiko nichts zu tun. Wenn wir nicht anfangen, Prozesse zu digitalisieren, sind wir irgendwann abgehängt.“

Digitalisierung im Wissenschaftsmanagement ist kein Selbstläufer – sie erfordert strategische Weitsicht, partizipative Ansätze und eine klare Orientierung am Nutzen für Mensch und Organisation. Denn während Technologien wie KI oder digitale Prozessmanagement-Tools Effizienz und neue Möglichkeiten versprechen, zeigt die Praxis: Der Erfolg hängt weniger von der Technik ab – sondern davon, wie sie eingesetzt wird.

Hintergrund: Kompetenzzentrum HWM

Seit über 20 Jahren ist das Kompetenzzentrum für Hochschul- und Wissenschaftsmanagement (HWM) der Hochschule Osnabrück eine zentrale Anlaufstelle für Fach- und Führungskräfte. Mit Weiterbildungsangeboten vom Zertifikat bis zum berufsbegleitenden MBA unterstützt es Hochschulen dabei, die Herausforderungen der Digitalisierung praxistauglich und zukunftsorientiert zu meistern.

Das HWM Update 2026 an der Hochschule Osnabrück bot mit Plenarvorträgen und Workshops eine Plattform für den Austausch über aktuelle Entwicklungen im Hochschul- und Wissenschaftsmanagement (Foto: Hochschule Osnabrück)
Das Kompetenzzentrum für Hochschul- und Wissenschaftsmanagement (HWM) der Hochschule Osnabrück ist eine zentrale Anlaufstelle für Fach- und Führungskräfte aus Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen (Hochschule Osnabrück).

Von: Justine Prüne