Hochschule Osnabrück auf der Hannover Messe: Resiliente Energieversorgung im Fokus Freitag, 24. April 2026

Drei Männer lächeln in die Kamera
Prof. Dr. Hans-Jürgen Pfisterer von der Hochschule Osnabrück mit Falko Mohrs, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur und Hendrik Große Hokamp, Polizeipräsidium Osnabrück am Stand der Niedersächsischen Hochschulen (Foto: Hochschule Osnabrück).

Aktuelle Forschungsprojekte zu Microgrids und KI-gesteuerten Netzen vorgestellt.

Die Hochschule Osnabrück ist in diesem Jahr wieder auf dem Gemeinschaftsstand der Niedersächsischen Hochschulen auf der Hannover Messe vertreten – und zog mit ihren Projekten zur resilienten Energieversorgung hochkarätige Besucher*an. Neben Falko Mohrs, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur (MWK), informierten sich auch Melanie Walter, Ministerin für Europa und Regionale Landesentwicklung, sowie Prof. Dr. Rianne Letschert, niederländische Ministerin für Bildung, Kultur und Wissenschaft, über die zukunftsweisenden Forschungsarbeiten der Hochschule.

Energieversorgung im Krisenfall: Microgrids 

Im Mittelpunkt standen Projekte, die zeigen, wie elektrische Energieversorgung auch bei Netzausfällen sichergestellt werden kann. Eine mögliche Lösung: Microgrids – kleine, stabile Netze, die eine autarke Versorgung vor Ort ermöglichen. Durch die Modifikation netzangeschlossener Komponenten wie Photovoltaik-Systemen, Batteriespeicher oder Blockheizkraftwerke können Microgrids entstehen. Prof. Dr. Hans-Jürgen Pfisterer, Labor für Elektrische Antriebs- und Energiewandlungssysteme an der Hochschule Osnabrück, hat hierfür Hard- und Software entwickelt die elektrische Energiequellen und -senken netzbildend arbeiten lassen. 

Praxisnahe Anwendungen und internationale Kooperationen

Pfisterer und sein Team zeigen auf der Messe Exponate, die nicht nur die Ideen veranschaulichen, sondern auch die praktische Umsetzbarkeit zeigen. Dazu gehören bi-direktionale Ladepunkte: die intelligente Verknüpfung von Elektromobilität und Energieversorgung, bei dem Elektrofahrzeuge über eine PV-Anlage geladen werden und bei Bedarf als dezentrale Energiespeicher dienen, um den Anteil lokal erzeugter erneuerbarer Energie zu erhöhen und das öffentliche Netz zu entlasten. Ein weiteres Projekt sind mobile Schnellladesäulen für kritische Infrastruktur, die gemeinsam mit der Polizei Niedersachsen und niederländischen Sicherheitsbehörden im Rahmen eines EU-Projekts entstanden sind. Zudem präsentieren sie KI-gesteuerte Microgrid-Lösungen für Metropolen wie Toronto die gemeinsam mit dem Center for Urban Energy (CUE) der Toronto Metropolitan University entstanden sind.

Weitere Informationen 

Prof. Dr. Hans-Jürgen Pfisterer
Hochschule Osnabrück
Telefon: 0541 969 3664
E-Mail: j.pfisterer@hs-osnabrueck.de

Von: Justine Prüne

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