"Global Day of Coderetreat" - Der Ehrentag der Softwareentwicklung Montag, 23. November 2015
Am Samstag, den 14. November, fand zum dritten Mal der "Global Day of Coderetreat" (GDCR) in Osnabrück statt. Überall auf der ganzen Welt nahmen an diesem Tag mehrere tausend Software-Entwicklerinnen und -Entwickler an interaktiven Programmierübungsveranstaltungen – sogenannten Coderetreats – teil.
In Kooperation mit der Hochschule und der Universität Osnabrück veranstaltete die LMIS AG, ein IT-Dienstleister aus Osnabrück, den dritten "Global Day of Coderetreat" in Osnabrück, an dem rund 25 Studierende sowie berufstätige Software-Entwickler und -Entwicklerinnen teilgenommen haben. Auf der ganzen Welt nahmen in 143 Städten rund 2.000 Programmiererinnen und Programmierer an diesem Event teil. „Der 'Global Day of Coderetreat' wurde von der Coderetreat Community Contribution Fund (c3f) ins Leben gerufen, um das Handwerk der Softwareentwicklung und die Programmierleidenschaft zu ehren“, erklärt Sascha Dömer. Der IT-Consultant der LMIS AG veranstaltete bereits mehrfach Coderetreats und leitete auch das Osnabrücker Event.
Coderetreat - eine interaktive Veranstaltung
Ein Coderetreat ist eine eintägige Veranstaltung für Softwareentwickler/-innen, bei dem verschiedene Methoden der Softwareentwicklung ausprobiert werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Coderetreats arbeiten in Zweier-Teams an einer Programmieraufgabe, um voneinander zu lernen und sich über verschiedene Arbeitsweisen und Methoden auszutauschen. Denn bei einem Coderetreat geht es nicht darum, die gestellten Aufgaben zu lösen, sondern neue Techniken und Methoden des testgetriebenen Entwickelns zu erlernen.
Jeder Coderetreat ist unterteilt in sechs Sessions von jeweils 45 Minuten. In dieser Zeit versuchen die Teams dieselbe Aufgabe zu lösen – Conways „Game of Life“. Zum Abschluss jeder Session findet eine kritische Reflektion der verschiedenen Vorgehensweisen und Ansätze der Teams statt. Im Anschluss folgt dann die nächste Session, bei der wieder ganz von vorne in neuen Teams begonnen wird, denn die wichtigste Regel beim Coderetreat lautet, dass der in der vorherigen Runde erstellte Code nicht weiter genutzt werden darf. Dadurch bleiben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stets flexibel in ihrem Denken und Vorgehen.
Conways „Game of Life“
Conways „Game of Life“ ist eine typische Aufgabenstellung für einen Coderetreat. Die Aufgabe ist recht simpel, doch durch den stetigen Wechsel der Teams und das Variieren der Regeln bleibt die Aufgabe stets anspruchsvoll und spannend. In einer Runde dürfen die Teilnehmer/-innen zum Beispiel nicht miteinander sprechen – eine echte Herausforderung, die den (angehenden) Programmiererinnen und Programmierern verdeutlicht, wie wichtig Kommunikation bei der Arbeit ist.
Nicht nur voneinander, sondern miteinander lernen
„Mit dem 'Global Day of Coderetreat' wird eine tolle Möglichkeit geschaffen, dass angehende und bereits erfahrene Entwicklerinnen und Entwicker voneinander und auch miteinander lernen und sich über verschiedene Vorgehensweisen und Methoden der Softwareentwicklung austauschen. Im Berufsalltag kommt ein gegenseitiger Austausch und ein Miteinander-Arbeiten oft zu kurz“, stellt Coderetreat-Leiter und IT-Consultant der LMIS AG Sascha Dömer fest.
In diesem Jahr war nicht nur der Laborbereich "Allgemeine Informatik" der Hochschule Osnabrück unter der Leitung von Prof. Dr. Frank M. Thiesing maßgeblich an der Planung des Events beteiligt, sondern auch erstmalig das Institut Informatik unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Elke Pulvermüller. „Der 'Global Day of Coderetreat' ist eine tolle Möglichkeit, dass Studierende und Profis auf dem Bereich der Software-Entwicklung zusammenkommen. Durch diese interaktive Veranstaltung entsteht ein Wissenstransfer, von dem beide Seiten profitieren“, resümiert Prof. Thiesing nach der Veranstaltung.
Auch 2016 will die LMIS AG wieder in Kooperation mit der Hochschule und der Universität Osnabrück am "Global Day of Coderetreat" teilnehmen.
Von: Katharina Wuttke