Studenten des Industrial Designs erstellen Modell eines multimodalen Verknüpfungspunktes für Osnabrück Donnerstag, 29. Oktober 2015

Freuen sich über das anschauliche und ansprechende Mobilitätspunktmodell der Studenten des Industrial Designs (v. l. n. r.): Studiengangsleiter Prof. Thomas Hofmann, Frank Otte (Stadtbaurat), Werner Linnenbrink (Bereichsleiter Mobilitätsangebot bei den Stadtwerken) und Jan-Peter Brüwer (Produktentwicklung Mobilitätsangebot). (FOTO: Stadtwerke Osnabrück)

Im 3-dimensionalen Modell wird Verknüpfung von Bus, Carsharing und Rad nachvollziehbar

Drei Monate haben Studierende des Industrial Designs an der Hochschule Osnabrück  gemeinsam mit den Stadtwerken Osnabrück daran gearbeitet, die zukünftige multimodale Verknüpfung von unterschiedlichen Mobilitätsformen in einem Modell darzustellen.

 

„Das Modell soll es erleichtern, zukünftige Diskussionen um diese Vision von Osnabrück zu vereinfachen“, so Werner Linnenbrink, Leiter Mobilitätsangebot bei den Stadtwerken. Das detailreiche Modell enthalte die Elemente, die in Kombination für die Planung von Mobilpunkten notwendig sind. Dazu gehören neben Bussen, Fahrrädern, Autos und Carsharing-Fahrzeugen auch Parkplätze, Haltestellenschilder oder Wartehäuschen.

 

Studiengangssprecher Prof. Thomas Hofmann: „Unser Bereich arbeitet nicht im Elfenbeinturm:  Industrial Design meint vor allem auch die Verankerung eines funktionsorientierten Designs. Dieses Ziel haben die Studenten mit ihrem Modell nun erfolgreich umgesetzt.“ Stadtbaurat Frank Otte hat das Modell als Erster unter die Lupe genommen, für ihn ist die Verankerung  einer neuen Mobilität in Osnabrück ein wichtiges Ziel.


Ziel: attraktiv gestaltete Mobilitätsstationen
In immer mehr Städten werden Mobilitätspunkte und -stationen errichtet. Dabei werden Bushaltestellen oder andere Verkehrsknotenpunkte um inter- und multimodale Angebote und Dienstleistungen ergänzt. Es entstehen Fahrradbügel, Leihstationen für Mieträder oder Carsharing-Angebote. Ebenso werden digitale Techniken genutzt, um direkt am Ort besser über die Vielfalt der Mobilitätsangebote zu informieren. „Mobilpunkte sind verkehrliche Verknüpfungspunkte, an denen durch entsprechende Angebote und bauliche Gestaltung die intelligente Nutzung und Verknüpfung verschiedener umweltfreundlicher Verkehrsmittel ermöglicht wird. Als Basis eines Mobilpunktes wird die Anbindung des Verkehrsmittels Bus vorausgesetzt“, so Linnenbrink. Dienstleistungen und Angebote (z. B. Fahrkartenverkauf, Kiosk, Paketstation) verbessern die Nutzungsfreundlichkeit zusätzlich.

 

Mobilpunkte nehmen unterschiedliche Funktionen wahr
Im innerstädtischen Bereich sind Mobilitätsstationen eher multimodal ausgerichtet. Kundinnen und Kunden können hier eines der zur Verfügung stehenden Verkehrsmittel wählen – je nach Bedarf. Im Stadtrandgebiet übernehmen diese Stationen einen intermodalen Charakter und ermöglichen den bequemen und effizienten Umstieg zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln. Durch die verschiedene Ausrichtung ergeben sich unterschiedliche Ausstattungsvoraussetzungen.


Ziel der neuen Angebote
Ziel des Gesamtangebots ist die organisatorische und infrastrukturelle Vernetzung von ÖPNV und komplementären Mobilitätsangeboten. Der zunehmende Verzicht der Stadtbewohner auf den eigenen PKW soll durch attraktive Alternativen gefördert werden. „Inter- und multimodale Wege sind eine effiziente, zeitsparende und dabei auch günstige Art der Fortbewegung in einer Stadt. Die kombinierte Nutzung von Fahrrädern, Leihrädern, Leihautos und öffentlichen Verkehrsmitteln erweitert den Umweltverbund. Wer Fahrten mit Bus und Bahn mit anderen Verkehrsmitteln kombiniert, kann sich so auf einfache Weise ein passgenaues Mobilitätspaket zusammenstellen“, fasst Linnenbrink die Vision der Stadtwerke Osnabrück im Bereich Mobilität zusammen.

 

 

Von: Katja Diehl

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