IuI-Absolventen erhalten Förderpreise des VDI und des VDE Freitag, 4. April 2014
Der Verein Deutscher Ingenieure und der Verband der Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik zeichnen beim „Talk im Vititurm“ in der Vitischanze herausragende Ingenieur-Abschlussarbeiten der Hochschule Osnabrück aus.
Innovation, Kreativität und die Orientierung an den Anforderungen der Zukunft, wenn es um Produktentwicklung und optimierbare Entwicklungsprozesse geht: All das zeichnet die Preisträger aus, deren Abschlussarbeiten beim 3. Talk im Vititurm in der Vitischanze prämiert wurden. Der Bezirksverein Osnabrück-Emsland im Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und der Bezirksverein Osnabrück-Emsland des VDE (Verband der Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik) präsentierten auch in diesem Jahr gemeinsam Nachwuchstalente unter den Ingenieuren. Prof. Dr. Eberhard Wißerodt dankte den Preisträgern als Vorsitzender des VDI-Bezirksvereins für die geleistete Arbeit. Auch Klaus Brinkmann, als Vertretung für den Vorsitzenden des VDE, gratulierte den prämierten Absolventen der Hochschule Osnabrück. Bei der Zusammenarbeit zwischen VDI und VDE werde die Förderung des Ingenieurnachwuchses auch in Zukunft eine der wichtigsten Aufgaben bleiben, so die Vertreter der beiden Vereine. Damit wollen sie um dem drohenden Fachkräftemangel gerade in technischen und technologischen Führungspositionen entgegenwirken.
Bei der Preisverleihung wies VDI-Regionalvorsitzender Wißerodt darauf hin, dass gerade der Beruf des Ingenieurs ein Beruf mit Zukunft sei. Laut einer Studie im „Ingenieurmonitor“, den der VDI auf Bundesebene mit dem „Institut der Deutschen Wirtschaft Köln“ im Januar dieses Jahres veröffentlichte, stieg die gesamtwirtschaftliche Arbeitskräftenachfrage in den Ingenieurberufen im Vormonatsvergleich kräftig um 10,6 Prozent und lag mit 63.700 zu besetzenden Stellen auf hohem Niveau. Besondere Engpässe gab es in den Schwerpunkten Maschinenbau und Fahrzeugtechnik sowie Energie- und Elektrotechnik.
Beste Berufschancen bestehen also für den Nachwuchsingenieur Sebastian Teich, den der VDI für seine Masterarbeit „Einfluss dynamischer Beanspruchung auf die Netzwerkstruktur rußgefüllter Naturkautschuk-Vukanisate“ mit dem ersten Preis auszeichnete. Die Laudatio hielt Professor Dr. Norbert Vennemann von der Hochschule Osnabrück. „Durch chemische und mechanische Messungen wurde in dieser Arbeit nachgewiesen, wie rußgefüllte Elastomere in Autoreifen als verstärkende Füllstoffe eingesetzt werden können. Das ist insbesondere für LKW-Reifen interessant. Die Ruß-Verbesserungen wirken sich positiv auf den Rollwiderstand und damit auf den Kraftstoffverbrauch aus“, erklärte Professor Vennemann.
Weitere VDI-Preise erhielten die Absolventen Rudolf Denk (2. Förderpreis für die Masterarbeit „Simulationsgestützter Betriebsfestigkeitsnachweis von Schweißverbindungen moderner Konstruktionswerkstoffe am Beispiel eines Aluminiumfahrzeugrahmens“) und Henning Lehrmann (3. Förderpreis für die Bachelorarbeit „Analyse, Entwurf und prototypische Entwicklung einer Multi-CAD-fähigen Schnittstelle zum PDM von admileo, am Beispiel von CATIA V5“).
Gleich über zwei Preisträger auf Platz eins konnte sich VDE-Schatzmeister Olaf Reichling vom VDE freuen. Markus Bittner erhielt den ersten Preis für seine Masterarbeit „Konzeptionierung und Implementierung einer geeigneten Prüfanordnung zur Untersuchung des Teilentladungs- und Durchschlagsverhaltens von langen Isolierstrecken in ölimprägniertem Kunstharzpressholz und Blockspan.“ Daniel Brettschneider erarbeitete seine Masterarbeit zur „Verteilten Middleware für das Energiemanagement im Smart-Grid – Simulation eines Straßenzugs unter Einbezug neuartiger Erzeuger, Verbraucher und Speicher“. „Wir haben den ersten Preis gerne geteilt, denn das ist ein Beweis dafür, dass unsere aktive Arbeit für und mit dem Ingenieurnachwuchs sehr erfolgreich ist und ebenfalls dem Fachkräftemangel entgegenwirkt. Wir werden uns hier auch weiter nach Kräften engagieren“, so Reichling.
Den Festvortrag hielt Gastredner Wolfgang Nicolai, Geschäftsführender Gesellschafter der Archimedon Software und Consulting GmbH & Co. KG aus Minden zum Thema „Projektmanagement in der Produktentwicklung nutzbar machen“. Darin beschrieb der Referent die Möglichkeiten, durch transparente Software-Lösungen Projektmanagement-Methoden mit der Aufgabensteuerung des Produktdatenmanagements zu verknüpfen. „Durch die Zusammenführung von Projektabwicklung und Produktentwicklung werden Abläufe effizienter gestaltet, und ganz nebenbei schaffen wir eine deutlich höhere Zufriedenheit bei den Mitarbeitern“, so Nicolai.
Von: Lidia Uffmann