Hochschule Osnabrück tritt dem Intercultural-Campus bei Dienstag, 10. September 2013
Der Intercultural Campus ist ein weltweites Hochschulnetzwerk für interkulturelles Lernen und ermöglicht das Studieren an internationalen Partnerhochschulen virtuell via E-Learning. Die Hochschule Osnabrück ist nun Mitglied.
Sollten Sie demnächst z. B. im Bus mal Studierende sehen, die sich ein Video auf dem Handy anschauen, könnte dies durchaus ein Lehrvideo vom Intercultural Campus sein. Solche sogenannten Mobile-Lectures bieten kurze Beiträge zu bestimmten Fach-Themen und gehören zu den Angeboten, die dieses virtuelle Netzwerk Studierenden und Lehrenden bietet.
Der Intercultural Campus ist ein weltweites Hochschulnetzwerk für interkulturelles Lernen und ermöglicht das Studieren an internationalen Partnerhochschulen virtuell via E-Learning.
Hier können länderübergreifend interkulturelle Projekte, Planspiele, Lehrveranstaltungen oder Diskussionen durchgeführt werden. Derzeit sind über 30 Hochschulen aus 17 Ländern weltweit mit über 2.300 Studierenden verbunden.
Für die Hochschule Osnabrück hat der Intercultural Campus unter Mitwirkung des Lap4Apps der Hochschule im Wintersemester 2012/13 die Ringvorlesung „Interkulturalität und Internationalisierung“ live im Internet übertragen und die Videos anschließend dauerhaft zur Verfügung gestellt.
Seit 2012 wird der Intercultural Campus im Rahmen der Initiative Exzellenz in der Lehre vom Stifterverband für die deutsche Wissenschaft gefördert. Gegründet wurde er an der Universität Jena von Professor Jürgen Bolten vor fast 10 Jahren und hat inzwischen auch den Wandel zur Integration von Web2.0-Technologien vollzogen.
Möglich sind hier
• weltweiter Austausch von internetbasierten Vorlesungen und Seminaren
• interkulturelle Planspiele via Virtual Classroom
• Live-Übertragungen von Vorlesungen, Nutzung von Archiv-Aufzeichnungen
• gemeinsame Diskussionsforen
• gemeinsame Projektbearbeitung
Dabei können einerseits mit Partnerhochschulen zusammen geschlossene Lehrveranstaltungen durchgeführt werden und andererseits offene Angebote gemacht werden, zu denen auch die Ringvorlesung der Hochschule Osnabrück gehört.
Für die Hochschule Osnabrück ergibt sich mit dem Beitritt zum Netzwerk ein weites Feld an Möglichkeiten. Neben der Präsenz im Netzwerk können hier Kontakte aufgebaut werden, die sowohl für die Lehre als auch für die Forschung spannende Perspektiven bieten können.
Die Lehrenden der Hochschule können eigene E-Learning-Angebote zur Verfügung stellen, z. B. auch kurze Mobil-Lectures zu bestimmten Themen. Das Nutzen der Angebote des Intercultural Campus ermöglicht dabei auch die Integration interkultureller Themen in die eigenen Lehrveranstaltungen, was in Zeiten der Globalisierung und Internationalisierung, aber auch im Hinblick auf die Auslands-Semester unserer Studierenden zunehmend notwendig wird. Im virtuellen Austausch ist es insbesondere möglich, Interkulturalität nicht nur zu thematisieren, sondern auch konkret erlebbar zu gestalten, indem gemeinsame Veranstaltungen länderübergreifend durchgeführt werden (wie z.B. Ringvorlesungen, Planspiel). Mit Hilfe der Einbindung neuer Web 2.0-Werkzeuge sieht die Jenaer Projekt-koordinatorin Anita Weißflog einen Mehrwert der Lernplattform entsprechend vor allem in der Interaktion und dem Austausch der Nutzer untereinander.
Initiiert wurde der Beitritt der Hochschule Osnabrück vom Wirtschaftspsychologen Ulf Over unter Beteiligung der Innovationszentren Gender, Diversity & Interkulturalität, Internationales und des Präsidiums und stärkt damit auch die Ausrichtung der Hochschule in den Bereichen Internationalisierung und Interkulturalität, Themen, die für Lehrende, Mitarbeiter/-innen und Studierende fächerübergreifend wichtig sind.
Kontakt: U.Over@hs-osnabrueck.de
Website: www.intercultural-campus.org
Von: U. Over