Neuigkeiten an der Hochschule Osnabrück https://www.hs-osnabrueck.de/ de_DE Hochschule Osnabrück Sat, 21 Sep 2019 00:00:30 +0200 Sat, 21 Sep 2019 00:00:30 +0200 TYPO3 EXT:news news-7049 Thu, 19 Sep 2019 12:12:37 +0200 Vom Hochschulstudium zum global agierenden Unternehmen https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/09/vom-hochschulstudium-zum-global-agierenden-unternehmen/ Diesen Weg haben Bitnamic-Gründer Rolf Behrens und Alexei Kolesnikow beschritten. Jetzt haben sie als erstes Start-Up einen Lizenzvertrag mit der Hochschule Osnabrück abgeschlossen. Geschäftsidee der ehemaligen Hochschulstudenten ist die Fernwartungs- und Kommunikationssoftware „VIOS“, dank der das Risiko stillstehender Maschinen deutlich gesenkt werden kann. Vom Informatik-Studium an der Hochschule Osnabrück zu einem regionalen Start-up, das demnächst mit einer patentierten Fernwartungs-Software weltweit den Erfolg sucht: Die Werdegänge der Unternehmensgründer Rolf Behrens und Alexei Kolesnikow sind in vielerlei Hinsicht beispielhaft. Jetzt hat Bitnamic als erstes Start-Up einen Lizenzvertrag mit der Hochschule Osnabrück abgeschlossen. Die in enger Zusammenarbeit mit der Airbus Operations GmbH aus Bremen für die Flugzeugbranche entwickelte Software, die an der Hochschule mitentstanden ist, kann von Bitnamic nun auch in anderen technischen Branchen vertrieben werden. Damit ist dem Unternehmen ein wahrer Spin-off gelungen.

Den Kern von Bitnamic bildet die Software „VIOS“: Mittels einer interaktiven Videokonferenz werden Wartungsfachleute mit entfernten Servicetechnikerinnen und -technikern verbunden. Stillstandzeiten von Maschinen können so vermieden werden, ebenso hohe Fahrtkosten. „Wir bringen das Wissen von Experten mit den Technikern vor Ort zusammen, die auf der ganzen Welt im Einsatz sein können“, erklärt Gründer Rolf Behrens die Geschäftsidee von Bitnamic. Schon jetzt ist die Software-Lösung bei Kunden aus der Agrartechnik, im Anlagen- und Maschinenbau, in der Automobil- oder in der Flugzeugbranche gefragt. Das freut besonders Prof. Dr. Clemens Westerkamp, Professor für Informatik, und Mentor für die Gründer: „Oft endet die Forschung, wenn nachgewiesen worden ist, dass die Innovation prototypisch funktionieren kann. Hier sind wir den Weg konsequent weitergegangen.“

„Alle unsere Beschäftigten sind Absolventen der Hochschule Osnabrück“

Mit ihrer Geschäftsidee hatten sich die Master-Absolventen des Studiengangs „Informatik – Verteilte und Mobile Anwendung“ 2013 auf den Weg gemacht: Nach dem ersten Platz beim Ideenwettbewerb des Gründungsservice der Osnabrücker Hochschulen bewarben sich Behrens und Kolesnikow erfolgreich um eines der begehrten „Exist“-Gründerstipendien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Im Juni 2015 gründeten beide dann die Bitnamic UG und bezogen wenig später ein kleines Büro im Innovationszentrum Osnabrück (ICO).


Das ICO ist bis heute der Firmensitz geblieben, die Büroräume sind allerdings stetig erweitert worden. Ebenso das Team, zu dem nach fünf Jahren bereits elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehören. Dabei steht das Unternehmen immer im Austausch mit der Hochschule. Für Prof. Dr. Bernd Lehmann, Vizepräsident für Forschung, Transfer und Nachwuchsförderung, eine „Idealkonstellation“, die die Brücke zwischen der Forschung und ihrer praktischen Umsetzung schlägt. Denn Behrens und Kolesnikow betreuen auch Abschlussarbeiten oder gewähren Studierenden spannende Einblicke in die Unternehmensforschung und das mit einer späteren beruflichen Perspektive: „Alle unsere Beschäftigten sind Absolventen der Hochschule Osnabrück“, freut sich Kolesnikow.

 

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Clemens Westerkamp
Telefon: 0541 969-3649
E-Mail: c.westerkamp@hs-osnabrueck.de

Rolf Behrens
Telefon: 0541 3470090-0
E-Mail: r.behrens@bitnamic.net

 

 

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Nachrichten und Veranstaltungen IuI hochschulweit Nachricht Pressemitteilung
news-7048 Wed, 18 Sep 2019 11:02:00 +0200 Radio zum Mitnehmen: Hochschule Osnabrück startet eigenes Podcast-Format https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/09/radio-zum-mitnehmen-hochschule-osnabrueck-startet-eigenes-podcast-format/ Die erste Folge des neuen Podcasts „Hochschulstimmen – WIR in Lehre und Forschung“ ist online. Im Interview sprechen Lehrende der Hochschule über ihren Werdegang, was sie antreibt und wie sie die Hochschule, insbesondere in der Lehre, nach vorne bringen. „Als ich damals die Krankenpflege-Ausbildung anfing, bin ich in die Gewerkschaft eingetreten. Das war für meinen Vater eine ziemliche Zumutung.“ Das verrät Prof. Dr. Elke Hotze, Professorin für Pflege- und Sozialwissenschaften an der Hochschule Osnabrück in der ersten Folge des Podcasts „Hochschulstimmen“. Neben ihrem privaten Werdegang erzählt die Professorin im Gespräch von ihrem Weg als Krankenschwester zur Professorin, warum sie sich nach 20 Jahren noch dafür begeistern kann, ihre Lehre umzukrempeln und über ihre Liebe zu Krimis.

„Mit unserem Podcast wollen wir unsere Lehrenden vor allem für Studierende und die interessierte Öffentlichkeit nahbarer und erlebbarer machen“, erklärt Julia Gravenstein vom Geschäftsbereich Kommunikation der Hochschule. „Wir wollen wissen, wie sie an die Hochschule gekommen sind, was sie ihren Studierenden mitgeben wollen, was sie motiviert und vor welchen Herausforderungen sie in der Lehre stehen“, ergänzt Prof. Dr. Karsten Morisse. Der Medieninformatik-Professor bildet mit Gravenstein das Moderatoren-Duo.

Im zweiwöchigen Rhythmus stellen Gravenstein und Morisse ab Mittwoch, 18. September, Lehrende aller Fakultäten der Hochschule vor. Eine Folge ist zwischen 30 und 60 Minuten lang. „Podcasts werden immer beliebter. Uns ist wichtig, dass die Hörerinnen und Hörer durch das neue Format einen authentischen und persönlichen Eindruck von unseren Lehrenden erhalten“, erklärt Hochschulpräsident Prof. Dr. Andreas Bertram. „Wir möchten das neue Format nutzen, um vor allem die Lehre mehr in den Vordergrund zu stellen und das Berufsfeld der FH-Professur bekannter zu machen.“

Das Charmante an Podcasts: Sie können on demand gehört werden, sind also jederzeit abrufbar. Anders als bei Hörbüchern gibt es für Podcasts weder ein Skript noch eine nachträgliche Bearbeitung. Die Idee des Podcast lebt von der Spontanität nach dem Motto: Was gesagt ist, ist gesagt. Der Podcast Hochschulstimmen ist auf allen gängigen Plattformen wie iTunes, SoundCloud und Spotify sowie über die Website der Hochschule Osnabrück verfügbar.

Link zum Podcast: www.hs-osnabrueck.de/hochschulstimmen


Weitere Informationen
Julia Gravenstein
Geschäftsbereich Kommunikation
Telefon: 0541 969-2065
E-Mail: j.gravenstein@hs-osnabrueck.de

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Nachrichten und Veranstaltungen AuL IuI MKT WiSo hochschulweit Nachricht Pressemitteilung Studium
news-7046 Mon, 16 Sep 2019 09:53:11 +0200 10. Durchlauf des Niedersachsen-Technikums in Osnabrück https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/09/10-durchlauf-des-niedersachsen-technikums-in-osnabrueck/ Am 1. September ist in der Region Osnabrück bereits zum 10. Mal das Niedersachsen-Technikum gestartet. Bis Februar 2020 können 29 (Fach-) Abiturientinnen testen, ob ein MINT-Beruf der richtige für sie ist. Das Programm kombiniert ein halbjähriges bezahltes Praktikum mit dem „Schnupperstudium“ an der Hochschule oder der Universität Osnabrück. Das Niedersachsen-Technikum, eines der erfolgreichsten Programme zur Gewinnung weiblichen MINT-Nachwuchses im Bundesgebiet, bietet (Fach-)Abiturientinnen eine hervorragende Chance, praxisnah ein Semester lang MINT-Berufe zu erleben. Zum Start in das Technikum 2019/2020 trafen 81 junge Frauen – darunter 29 aus Osnabrück und Umgebung – auf die Vielfalt des gesamten Netzwerkes.

„Studieren? – Einfach probieren!“: So lautet das Motto des Niedersachsen-Technikums. Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik, kurz: MINT – all das sind Bereiche, die im Fokus des Programms stehen, das jungen Frauen einen Zugang in technische Berufe aufzeigt. Sechs Monate lang werden die Teilnehmerinnen in einem Kooperationsunternehmen und parallel an einer Hochschule Erfahrungen sammeln und erleben können.

Mit dem Technikum 2019/2020 werden den Technikantinnen zusätzlich zu dem bewährten Programm verschiedene Module mit Blick auf Digitalisierung angeboten. „Das Niedersachsen-Technikum wird den Technikantinnen durch die Integration von Aspekten digitaler Kompetenz in den Ablauf des Programms bereits erste Selbstwirksamkeitserfahrungen vermitteln“ berichtet die Initiatorin und Leiterin des Niedersachsen-Technikums, Prof. Barbara Schwarze, von der Hochschule Osnabrück. „Damit wollen wir bereits in der Phase der Studien- und Berufsorientierung zu einer Stärkung der Selbstkompetenz für Digitalisierungsaspekte beitragen und die Entscheidung für eine entsprechende Studien- und Berufswahl unterstützen“, so Prof.in Schwarze.

Bei der diesjährigen Start-Veranstaltung des Technikums im Science Center phaeno in Wolfsburg wurden die Technikantinnen von Dr. Sabine Johannsen, Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, willkommen geheißen. Sie begrüßt die Integration der neuen Module: „Die Digitalisierung spielt in den MINT-Fächern eine zunehmend wichtige Rolle. Robotisierung, Automatisierung und Flexibilisierung nehmen zu. In einer überwiegend von Männern geprägten Welt der Ingenieurdisziplinen und der Informationstechnik bilden Frauen noch eine Minderheit. Das liegt sowohl an der immer noch zu geringen Zahl der Absolventinnen im MINT-Bereich als auch am Mangel von Frauen in Führungspositionen. Eine Möglichkeit gegenzusteuern bietet das sehr erfolgreiche Niedersachsen-Technikum, das weiblichen Nachwuchs für MINT-Studiengänge begeistern will.“

Für die Technikantinnen der Hochschule und der Universität Osnabrück startete das Programm mit einer Orientierungswoche. Der Studiendekan für Elektrotechnik und Informatik der Hochschule, Prof. Dr. Frank Thiesing, stellte den 29 jungen Frauen das breite Angebot an technischen Studiengängen vor. Die beiden Projekt-Koordinatorinnen Monika Plümer und Elke Turner organisierten ein buntes Programm, damit die Technikantinnen sich gleich zu Beginn miteinander vernetzen sowie den Campus und die Studierenden kennenlernen konnten.

An folgenden Hochschulen wird das Niedersachsen-Technikum angeboten: Hochschule Emden/Leer, Hochschule Hannover, Hochschule Osnabrück, Jade Hochschule Wilhelmshaven Oldenburg Elsfleth, Leibniz Universität Hannover, TU Braunschweig, Universität Hildesheim und Universität Osnabrück.

Kooperationspartner des Niedersachsen-Technikums in Osnabrück sind folgende regionale Unternehmen: Amazonen-Werke H.Dreyer GmbH & Co. KG, apetito AG, AVO-WERKE August Beisse GmbH, basecom GmbH & Co. KG, Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik e.V., elektro-bau-montage GmbH & Co.KG, Gebr. TITGEMEYER GmbH & Co.KG, Georgsmarienhütte GmbH, Grimme Landmaschinenfabrik GmbH & Co. KG, HARTING Stiftung & Co. KG, KÄMMERER Spezialpapiere GmbH, , Kampmann GmbH, Kesseböhmer Beschlagsysteme GmbH & Co. KG, KME Germany GmbH & Co. KG, Leiber GmbH, Maschinenfabrik Bernard Krone GmbH & Co. KG, meurer Verpackungssysteme GmbH, pbr Planungsbüro Rohling AG, Salzgitter Automotive Engineering GmbH & Co. KG, Schoeller Technocell GmbH & Co. KG (Felix Schoeller Group), SCHULZ Systemtechnik GmbH, Symbic GmbH, Volkswagen Osnabrück GmbH, Westnetz GmbH, ZF Friedrichshafen AG.

Wer sich für das Niedersachsen-Technikum interessiert, findet weitere Informationen im Internet: www.niedersachsen-technikum.de.

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Nachrichten und Veranstaltungen Fakultäten IuI hochschulweit Art Nachricht Pressemitteilung Ausprägung Studium
news-7038 Fri, 13 Sep 2019 12:25:00 +0200 Neue Professorinnen und Professoren an der Hochschule Osnabrück https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/09/neue-professorinnen-und-professoren-an-der-hochschule-osnabrueck/ Präsident Prof. Dr. Andreas Bertram begrüßte sieben neue Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Lehre und Forschung an den Standorten in Osnabrück und Lingen. Gleich elf Kolleginnen und Kollegen aus den Reihen der Professorenschaft verabschiedete er in den Ruhestand. Wechsel in einigen wissenschaftlichen Fachgebieten an der Hochschule Osnabrück: Sieben neue Professorinnen und Professoren haben ihre Arbeit an der Hochschule Osnabrück aufgenommen. Zugleich verließen elf verdiente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Hochschule „Wir freuen uns auf die neuen Kolleginnen und Kollegen, die durch ihre hohe Ex-pertise und Vernetzung in die Praxis die Entwicklung der Hochschule in Lehre und Forschung weiter vorantreiben werden“, sagte Hochschulpräsident Prof. Dr. Andreas Bertram bei der Begrüßungsveranstaltung.

Gleich drei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verstärken das Institut für Musik. Künftig werden dort Prof. Dr. Lena Haselmann-Kränzle (Klassischer Gesang), Prof. Sarah Slater (Kammermusik im Bereich der Blechblasinstrumente) und Prof. Michael Schmieder (Tanz) lehren. An der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik nimmt Prof. Dr. Julius Schöning im Fachgebiet Digitale Medien seine Tätigkeit auf. Auch am Campus Haste gibt es ein neues Gesicht: Prof. Dr. Shoma Berkemeyer (Ernährungswissenschaften) beginnt ihre Professur an der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur. Neu am Standort Lingen ist Prof. Dr. Karsten Günther (Fertigungstechnik) an der Fakultät Management, Kultur und Technik. Prof. Dr. Susan Armijo-Olivo wird im neuen Semester an der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften die Professur im Bereich Clinical Reasoning und Forschungsmethodik in der Physiotherapie beginnen.

Beim diesjährigen Festakt hieß es auch Abschied nehmen. Gleich elf verdiente Professorinnen und Professoren gehen in den Ruhestand: Prof. Dr. Holger Damm (Agrarpolitik, landwirtschaftliche Marktlehre), Prof. Dr. Thomas Derhake (Konstruktion und Maschinenelemente), Prof. Dr. Heinrich Diestel (Hochfrequenztechnik und Mikrowellentechnik), Prof. Thomas Holland-Moritz (Kinderchor – Singen mit Kindern), Prof. Dr. Klaus Dieter Joswig (Ergotherapie), Prof. Dr. Kristel Kumbruck (Wirtschaftspsychologie), Prof. Dr. Elisabeth Leicht-Eckardt (Haushalts- und Wohnökologie), Prof. Dr. Marianne Streisand (Angewandte Theaterwissenschaften), Prof. Dr. Norbert Vennemann (Kunststofftechnik und Kunststoffprüfung), Prof. Dr. Rudolf Wagner (Dentale Werkstoffe und Beschichtungen) sowie Prof. Dr. Winfried Zapp (Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Rechnungswesen und Controlling im Gesundheitseinrichtungen). „Sie haben die Hochschule Osnabrück über viele Jahre maßgeblich mitgeprägt und gestaltet. Ihre Leidenschaft für Lehre und Forschung war und ist uns Ansporn für die Zukunft“, würdigte Bertram die emeritierten Professorinnen und Professoren.

 

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Nachrichten und Veranstaltungen hochschulweit Nachricht Pressemitteilung
news-7035 Tue, 10 Sep 2019 15:03:37 +0200 Studentische Lösungen für morgen: Künstliche Intelligenz und IT-Sicherheit im Fokus https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/09/studentische-loesungen-fuer-morgen-kuenstliche-intelligenz-und-it-sicherheit-im-fokus/ 24 Studierende der Hochschule Osnabrück haben seit April drei praxisnahe Projekte bearbeitet. Jetzt haben sie die Ergebnisse ihrer Arbeit auf der traditionellen Projektmesse „Lösungen für die Welt von morgen“ vorgestellt. Ob Industrie 4.0, autonomes Fahren oder Künstliche Intelligenz – diese Schlagworte zeigen, dass die Informatik immer mehr unser Leben durchdringt. Mit diesen aktuellen Themen der Informatik haben sich deshalb Studierende der Hochschule Osnabrück in ihren Projekten befasst. Im fünften Semester – also kurz bevor sie Abschlussarbeiten in Unternehmen verfassen – haben sie dabei zweierlei Ziele verfolgt: Theoretische Kenntnisse des Software-Engineerings in die Praxis umzusetzen und sich in Teamwork und Projektmanagement zu üben. „Um den Praxisbezug sicherzustellen, legen wir besonderen Wert auf Projekte in Kooperation mit der Wirtschaft“, betont der Organisator der Messe Prof. Dr. Rainer Roosmann.
 

Mittelstand 4.0 in der Oberflächentechnik

Das gilt auch für das Projekt, das er betreut hat: Hier gab es sogar zwei Kooperationspartner – die Firmen Kleymann Oberflächentechnik aus Werlte und die Münch Gesellschaft für IT-Solutions aus Lohne. Sechs Studierende der Technischen und der Medieninformatik haben versucht, die Chancen der Digitalisierung für den Mittelstand nutzbar zu machen. Das Familienunternehmen Kleymann ist in den Bereichen Lackiertechnik, Pulverbeschichtung und Korrosionsschutz tätig. Der Gründer und Geschäftsführer Ansgar Kleymann kam nach dem Besuch einer Veranstaltung zum Thema „Mittelstand 4.0“ auf die Idee, die Angebotserstellung in seinem Unternehmen mithilfe von Informatik zu automatisieren. „Aktuell werden bei uns rund 1.500 Angebote jährlich per Hand erstellt – mit hohem personellem und zeitlichem Aufwand“, berichtet der Unternehmer: „Im Sinne unserer Kunden wollen wir hier in Zukunft Zeit und Kosten sparen.“ Die Studierenden erstellten in enger Zusammenarbeit mit den beiden Kooperationspartnern eine cloud‐basierte Lösung. Das Besondere dabei ist eine Microservice-Architektur, die stark verteilt ist und von zahlreichen Internetshops verwendet wird. „Diese Software bietet den Außendienstmitarbeitern von Kleymann nun die Möglichkeit, über eine Web‐Oberfläche ein Auftragsangebot abzugeben – bequem und sicher“, erklärt Pia Brüggemann. „Um möglichst hohen Komfort bei gleichzeitig hoher Sicherheit zu genießen, muss sich der Nutzer in nur einer Weboberfläche anmelden – dafür wenden wir sogenannte ‚Single Sign‐On Lösungen‘ an“, so die Studentin der Technischen Informatik weiter. Der Auftraggeber Kleymann ist mit dem Prototyp des Teams zufrieden: „Es beschleunigt und vereinfacht das jetzige Verfahren und ist für uns ein guter Einstieg in die Digitalisierung.“


KI erkennt Brötchensorten

Anwendungsorientiert war auch das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik. Sechs Informatikstudenten bekamen die Aufgabe, ein neuronales Netz zu entwickeln, welches verschiedene Brötchensorten unterscheiden kann. Dies ermöglicht es einer Brötchen‐Schmiermaschine zu wissen, wie sie die verschiedenen Brötchen zu belegen hat. „Das System soll routinemäßige Arbeitsläufe automatisieren – zum Beispiel an Flughäfen“, erklärt der Projektbetreuer Prof. Dr. Theodor Gervens. Das Team um Wiho Wert hat dafür eine Künstliche Intelligenz entwickelt: „Wir haben das Konzept des Gehirns auf ein neuronales Netz übertragen“, so der Student der Medieninformatik. Dabei verarbeitet die KI jedes aufgenommene Bild eines Brötchens und gibt daraufhin eine Einschätzung, um welche Brötchensorte es sich handelt. Um die KI anzulernen, haben Studierende sechs Brötchensorten von zwei Bäckereien genutzt. Von jeder Sorte hat das Team rund 10.000 Bilder aufgenommen – bei gleichmäßiger Beleuchtung, jedoch aus unterschiedlichen Winkeln. Zu Demonstrationszwecken haben die angehenden Informatiker eine mobile Anwendung entwickelt, die einen prototypischen Ablauf des Systems zeigt. Das Ergebnis überzeugt: Die Fehlerquote liegt unter einem Prozent. Die Gelegenheit, sich mit der spannenden KI-Technologie im Rahmen der Lebensmittelindustrie zu beschäftigten, haben die Studierenden gut genutzt“, sagt Prof. Gervens.


Vom Zukunftsthema in den Alltag: Autonomes Fahren

Um künstliche neuronale Netze ging es auch im dritten Projekt des Sommersemesters, an dem Studierende der Informatik und Elektrotechnik teilgenommen haben. Den Projektbetreuer Prof. Dr. Winfried Gehrke wundert das große Interesse der Studierenden an diesem Thema nicht: „Neuronale Netze erlebten im letzten Jahrzehnt einen regelrechten Hype, da künstliche Intelligenz heute selbst mit einfachen Rechnersystemen realisierbar geworden ist. Unsere Studierenden sind neugierig und wollen dieses Zukunftsthema durch eigene Experimente entdecken. Das Faszinierende an der Thematik ist, dass heute Systeme möglich sind, die noch vor wenigen Jahrzehnten undenkbar waren." Ein Beispiel dafür sind autonom fahrende Autos. Seit sechs Jahren entwickeln Studierende der Hochschule Osnabrück immer neue Versionen des autonomen Modellautos OSCAR. Damit nehmen sie jährlich am studentischen Wettbewerb Carolo-Cup der TU Braunschweig teil, wo sich internationale Teams in unterschiedlichen Disziplinen messen. Bei der diesjährigen Auflage fuhr das Osnabrücker Team zum Sieg im Basic-Cup und ließ neun Konkurrenten aus China, Polen, Deutschland und der Schweiz hinter sich. Für die nächste Cup-Teilnahme stehen neue Herausforderungen an: Verkehrsschilder und Fahrbahnmarkierungen – wie Zebrastreifen, Abbiegepfeile oder Sperrflächen – müssen zuverlässig erkannt werden. „Um nicht mit einem realen Auto alle denkbaren Fahrsituationen nachstellen zu müssen, haben wir jetzt einen Simulator entwickelt“, erzählt der Projektleiter Dennis Buchberger. Der Simulator generiert aus dem Straßenverlauf und den Positionen von Fahrbahnmarkierungen, Hindernissen und Straßenschildern Bilder, wie sie auch die Kamera des Autos liefern würde. Zudem können so Trainingsdaten für Neuronale Netze erzeugt werden. Diese analysieren anschließend die Bilder, um beispielsweise einen Zebrastreifen von einem Abbiegepfeil zu unterscheiden und das Auto sicher durch den Verkehr zu steuern. Die Projektergebnisse dienen nun als Grundlage für die sechste Version des OSCAR-Autos und fahren beim nächsten Carolo-Cup 2020 mit nach Braunschweig.


Neu: Workshops „Informatik für alle“

Nicht nur der Austausch an den Projektständen und Kurzvorstellungen der Projekte standen diesmal auf dem Programm: Um den Messegästen einen Einblick in die spannenden Themenfelder der Informatik zu geben, haben die Studierenden erstmals drei kostenlose Workshops angeboten – geleitet von Richard Alwes, Malte Dörgeloh, Christian Funke, Jonas Heitmann, Jannis Masselink und Celina Müller. Unter dem Motto „Informatik für alle“ ging es dabei um IT-Sicherheit, Künstliche Intelligenz und Neuronale Netze.


Messekontakte: Vorteil für Studierende wie Unternehmen

Auch diesmal haben mehrere Unternehmen der IT-Branche die Projektmesse genutzt, um Kontakte zu Studierenden zu knüpfen. „Diese Messe ist für uns eine gute Möglichkeit, mit talentiertem Nachwuchs ins Gespräch zu kommen“, sagt Eyk Haneklaus, Software Engineering Consultant im ROSEN Technology and Research Center. „Solche Kontakte führen oft zu Praktika oder Abschlussarbeiten, denn wir haben viele interessante Projekte zu bieten und nehmen die Betreuung der Studierenden sehr ernst.“ Das Familienunternehmen mit weltweit 3.300 Mitarbeitern arbeitet seit über zehn Jahren der Hochschule in Osnabrück zusammen. Um noch näher an die Studierenden und die Hochschule zu rücken, hat das Unternehmen im Mai dieses Jahres ein neues Büro in Osnabrück eröffnet.

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Nachrichten und Veranstaltungen IuI hochschulweit Art Pressemitteilung Ausprägung Studium
news-7019 Thu, 05 Sep 2019 11:32:10 +0200 Hitze und Trockenheit – Wie kann der Baumbestand geschützt werden? https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/09/hitze-und-trockenheit-wie-kann-der-baumbestand-geschuetzt-werden/ Bei den 37. Osnabrücker Baumpflegetagen der Hochschule Osnabrück ist der Umgang mit dem Klimawandel eines der dominierenden Themen, mit denen sich rund 240 Fachleute während der zweitägigen Tagung beschäftigen. (Osnabrück, 5. September 2019) Die Auswirkungen des Klimawandels sind weltweit zu spüren, das zeigt Johannes Gaugnin, Hauptdelegierter des Jüdischen Nationalfonds e.V., der sich für ein grünes Israel einsetzt, in seinem Vortrag zur hundertjährigen Entwicklung der Forstwirtschaft in Israel. Er bildet mit seiner Präsentation der dortigen Umsetzung den Auftakt der 37. Osnabrücker Baumpflegetage am Campus Haste.


Neben dem Menschen, der fast in seiner ganzen Existenzzeit Wälder abholzte, um sie für verschiedene Zwecke zu nutzen, sei das Klima der zweite große Faktor für die zunehmende Dürre, erklärt Gaugnin. So habe er in Israel feststellen können, dass sich im Laufe der Jahre das vermehrte Baumsterben vor allem durch den Anstieg der Oberflächentemperatur, der vermehrten Trockenjahre, geringeren Niederschlag sowie durch die zunehmende Anzahl von Extremhitzetagen begründen lässt. Der Forstwirt stellte die Frage, was gegen das vermehrte Baumsterben unternommen werden könne. Deshalb verringerte der Jüdische Nationalfond die Anzahl der Pflanzen in den Waldbeständen, sodass weniger Pflanzen um das knappe Wasser konkurrieren müssen. Gleichzeitig bauten sie bewusst trockenresistente Arten wie die Akazie an und die Artenvielfalt vor Ort aus.

Deutliche Klimazeichen in Deutschland zu spüren

Auch in Deutschland gab es in diesem Jahr vier bis fünf Tage, in denen das Thermometer über 40 Grad anzeigte. Anders als in Israel sind jedoch bis zu zweiunddreißig Prozent der Gesamtfläche bewaldet. „In Israel macht der Baumbestand gerade einmal 7,3 Prozent aus“, sagt Gaugnin. Dass sich der Baumbestand in Deutschland allerdings ebenfalls zunehmend verringern wird, davon geht auch Prof. Dr. Andreas Bertram, Präsident der Hochschule Osnabrück, aus. In seinem Grußwort ruft er dazu auf, Gewohnheiten zu verändern. „Begeisterung ändert vieles“, erklärt er. Daher sei es auch die Aufgabe der anwesenden Messeteilnehmerinnen und -teilnehmer, die Liebe zur Natur und das Erleben von Bäumen wieder erfahrbar zu machen. Ebenso zeigt Prof. Dr. Jürgen Bouillon, Tagungsleiter der Baumpflegetage, unter anderem auf, dass nicht nur die Trockenheit der Jahre 2018 und 2019, sondern auch das vermehrte Aufkommen des Eichenprozessionsspinners in den hiesigen Regionen Zeichen des Klimawandels seien.


Am zweiten Tag der Fachtagung finden diverse Workshops unter anderem zu den Themen Klimawandel, Artenschutz oder Baumdiagnose statt. An jeweils zwei Workshops nehmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wahlweise teil, um so Fachwissen für ihren beruflichen Alltag zu erlangen. Zur begleitenden Messe präsentieren sich verschiedene Aussteller wie Fachverlage, Pflanzexperten oder App-Entwickler. Die gesamte Übersicht aller Aussteller finden Sie unter www.baumpflegetage.de/fachmesse/ausstellerliste/.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Jürgen Bouillon
Tagungsleiter
Telefon: 0541 969-5253
E-Mail:  j.bouillon@hs-osnabrueck.de

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AuL hochschulweit Pressemitteilung
news-7015 Wed, 04 Sep 2019 11:02:00 +0200 Hochschule Osnabrück verlängert Bewerbungsschluss https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/09/hochschule-osnabrueck-verlaengert-bewerbungsschluss/ Interessierte können sich noch bis zum 20. September für einige Bachelor-Studiengänge bewerben (Osnabrück, 4. September 2019) Sowohl in Osnabrück als auch am Standort Lingen gibt es noch freie Studienplätze an den Fakultäten Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Ingenieurwissenschaften und Informatik sowie Management, Kultur und Technik (Campus Lingen). Noch bis zum 20. September können sich Studieninteressierte an der Hochschule Osnabrück für einige Bachelorstudiengänge bewerben. Einen Überblick über alle Studiengänge, deren Bewerbungsfrist verlängert wurde, finden Sie auf den Bewerbungsseiten der Hochschule.

Zum Wintersemester 2019/20 vergibt die Hochschule insgesamt rund 3.760 Studienplätze. Die erste Vorlesungswoche beginnt am 23. September.

Bei Fragen zum Bewerbungsverfahren und zu Zulassungsvoraussetzungen hilft das Studierendensekretariat der Hochschule Osnabrück unter Telefon: 0541 969-7100 oder per Mail unter servicedesk@hs-osnabrueck.de weiter.

Weitere Informationen:
Studierendensekretariat der Hochschule Osnabrück
Telefon: 0541 969-7100
E-Mail: servicedesk@hs-osnabrueck.de

 

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Nachrichten und Veranstaltungen AuL IuI MKT WiSo hochschulweit Nachricht Pressemitteilung Studium
news-7000 Wed, 28 Aug 2019 13:19:00 +0200 Hochschule Osnabrück baut neuen dualen Hebammenstudiengang auf https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/08/hochschule-osnabrueck-baut-neuen-dualen-hebammenstudiengang-auf/ Hebammenausbildung in Niedersachen wird vollständig akademisiert. Das Land kalkuliert mit 185 Anfängerplätzen zur bestmöglichen Vorbereitung auf den Beruf. (Osnabrück, 28. August 2019) Die Hochschule Osnabrück wird einen neuen dualen Studiengang für Hebammen aufbauen. Björn Thümler, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, erklärte jetzt, dass die Hochschule einer von vier Studienstandorten im Land sein wird, die diese Ausbildung in Niedersachsen übernehmen. Hintergrund ist das Hebammenreformgesetz (HebRefG), das sich im Gesetzgebungsprozess befindet, und die Ausbildung für Hebammen ab 2020 neu regelt. Möglichst viele Hebammen sollen bereits ab dem Wintersemester 2020/21 in einem dualen Studium an Hochschulen und in Praxiseinrichtungen ausgebildet werden können.

„Dass die Hochschule Osnabrück mit ihrer Pionierrolle in Lehre und Forschung einer der gewählten Standorte ist, begrüßen wir sehr“, sagt Hochschulpräsident Prof. Dr. Andreas Bertram. „Es ist ein mutiger Schritt vonseiten des Landes. Ich freue mich über die Zusage, die notwendigen Rahmenbedingungen für eine qualitativ hochwertige Umsetzung zu schaffen.“

Prof. Dr. Claudia Hellmers, Beauftragte für den Studiengang Midwifery, erläutert die Bedeutung für die Hochschule: „Die Entscheidung des Landes ermöglicht uns, zusätzlich zu dem bestehenden ausbildungsergänzenden Studiengang Midwifery für Hebammen, einen neuen dualen Studiengang mit regionaler Ausrichtung aufzubauen.“ Auf den Studiengang Midwifery entfallen derzeit 45 Studienplätze. 140 weitere Studienplätze werden künftig auf die Hochschule Osnabrück und drei weitere Standorte in Niedersachsen verteilt, sodass eine Gesamtkapazität von 185 Studienplätzen entsteht.
 

Wegbereiterin für die junge Fachdisziplin Hebammenwissenschaft
„Der zu planende Studiengang wird die Neuregelungen des Hebammengesetzes umsetzen, und wir beabsichtigen, bereits im Ausbildungsprozess die Erfahrungen aus langjährigen Lehr- und Forschungskompetenzen für Innovationen in der Hebammenversorgung einzubringen“, betont Prof. Dr. Friederike zu Sayn-Wittgenstein, Professorin für Pflege- und Hebammenwissenschaft und Mitglied des Wissenschaftsrates in Deutschland. Zu den Innovationen der Hochschule zählen zum Beispiel hebammengeleitete Versorgungsmodelle wie der Hebammenkreißsaal, der Expertinnenstandard zur Förderung der physiologischen Geburt sowie nutzerinnenorientierte Versorgungskonzepte.

„Die ausgezeichnete, langjährige Integration der Hochschule Osnabrück im wissenschaftlichen und sozialen Umfeld der Berufsgruppe sowie bewährte Kontakte zu regionalen Praxispartnern bilden hervorragende Voraussetzungen für die Weiterentwicklung einer qualitativ hochwertigen Hebammenausbildung“, heben beide Professorinnen hervor. Dazu gehöre unter anderem auch eine Mitwirkung in überregionalen Netzwerken wie dem landesweiten Aktionsbündnis „Gesundheit rund um die Geburt“ in Niedersachsen.

Damit setzt die Hochschule Osnabrück ihr Engagement im Bereich der Hebammenausbildung fort, das mit der Etablierung des bundesweit ersten Studiengangs für Hebammen bereits im Jahr 2008 begonnen hat. Sie erweitert und ergänzt ihren Bildungsauftrag und unterstreicht ihre Bedeutung als Wegbereiterin für die junge Fachdisziplin Hebammenwissenschaft.
 

Neue Fachkräfte für die Region
So konnten in der Vergangenheit bereits mehrere Professuren mit Wissenschaftlerinnen besetzt werden, die durch die erfolgreiche Kooperation der Hochschule Osnabrück und der Universität Witten/Herdecke qualifiziert wurden. „Gestärkt wird damit ein Gesundheitsfachberuf mit sehr hoher gesellschaftlicher Bedeutung, der die gesundheitliche Versorgung von Frauen und Familien während der Schwangerschaft, der Geburt und der frühen Elternzeit gewährleistet“, so zu Sayn-Wittgenstein. „Die geburtshilfliche Versorgung nimmt nach Ergebnissen der Forschung auch Einfluss auf den Verlauf des Lebens.“

Der neue Studiengang leistet damit einen spezifischen Beitrag zur Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte im Gesundheitsbereich. Unter anderem werden neue Fachkräfte in einer angestrebten Kooperation mit regionalen Praxisstätten für die Region ausgebildet. Damit reagiert die Hochschule auf die lokalen Bedarfe in der Gesundheitsversorgung und trägt langfristig zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen, flächendeckenden geburtshilflichen Versorgung in der Region bei. „Dieses Anliegen verfolgt die Hochschule auch als Teil des Gesundheitscampus Osnabrück“, hebt Prof. Dr. Andrea Braun von Reinersdorff hervor, Dekanin der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Vizepräsidentin der Hochschule.
 

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Claudia Hellmers
Telefon: 0541 969-3794
E-Mail: c.hellmers@hs-osnabrueck.de

Prof. Dr. Friederike zu Sayn-Wittgenstein
Telefon: 0541 969-2024
E-Mail: f.wittgenstein@hs-osnabrueck.de

Dr. Verena Groß, Studiengangkoordinatorin Midwifery
Telefon: 0541 969-2120
E-Mail: v.gross@hs-osnabrueck.de

Redaktion: Verena Groß/ Stephanie Stelzig/ Isabelle Diekmann/ Holger Schleper/ Ralf Garten
Foto: Hochschule Osnabrück/ Oliver Pracht    

 

 

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news-6925 Tue, 23 Jul 2019 12:06:55 +0200 Summer University: Internationale Studierende für zwei Wochen am Campus Lingen https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/07/summer-university-internationale-studierende-fuer-zwei-wochen-am-campus-lingen/ Die Teilnehmerinnen und Organisatoren der Summer University am Campus Lingen ziehen ein positives Fazit. In diesem Jahr nahmen acht Studentinnen aus dem Oman, eine Studentin aus Kroatien, eine Studentin aus Südafrika und zwei Studentinnen aus Deutschland an dem abwechslungsreichen Programm aus Lehrveranstaltungen, Gruppenarbeiten, Unternehmensbesichtigungen, einer historischen Stadtführung durch Lingen sowie einer Wochenendfahrt nach Berlin teil. „Die Summer University ist für die Studierenden nicht nur eine tolle Möglichkeit, mehr über die hiesige Wirtschaft und die internationale Ausrichtung des Emslands zu erfahren, sondern auch mehr über die Kultur und die teilnehmenden Studierenden“, so Organisatorin Katharina Freitag (rechts). Abschließend erhielten die Teilnehmerinnen ein Zertifikat und waren sich einig, dass sie auch nach der Summer University in Kontakt bleiben wollen. Fotos: Hochschule Osnabrück MKT hochschulweit Ausprägung Studium news-6922 Mon, 22 Jul 2019 11:04:25 +0200 Nachhaltige Landwirtschaft als Vision: Team der Hochschule und der Universität Osnabrück erzielt Erfolge beim 17. internationalen Feldroboter-Wettbewerb https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/07/nachhaltige-landwirtschaft-als-vision-team-der-hochschule-und-der-universitaet-osnabrueck-erzielt-erf/ Gold und Bronze beim internationalen Feldroboter-Wettbewerb: Gleich zweimal gab es für das gemeinsame Team Hochschule und der Universität Osnabrück einen Grund zu feiern. In der Kategorie „Feldkartierung“ hat der selbstfahrende Feldroboter „The Great Cornholio“ die gesamte Konkurrenz auf die Plätze verwiesen. Bei der „Unkrautregulierung“ erzielten die Osnabrücker den dritten Platz. Auf der diesjährigen Bundesgartenschau in Heilbronn zeigten 15 studentische Teams aus sieben Ländern, wie autonome Roboter die Landwirtschaft von morgen verändern könnten. Autonome Roboter findet man bereits heute auf den Feldern – wenn auch noch recht selten. Doch in kurzer Zeit könnten sie die Landwirtschaft massiv verändern – so wie die autonomen Taxis und Busse das Leben in den Städten.

Nachhaltige Landwirtschaft dank autonomen Robotern

„Kleine selbstfahrende Roboter können mit ihren Sensoren jede einzelne Pflanze erkennen“, sagt Andreas Linz. „Sie sind deshalb hervorragend geeignet, um gezielt jedes Unkraut zu bekämpfen und jeder Nutzpflanze genau die Menge an Wasser und Dünger zu geben, die sie braucht.“ Der wissenschaftliche Mitarbeiter der Hochschule Osnabrück ist überzeugt: Autonome Feldroboter haben ein riesiges Potential, um die Landwirtschaft umwelt- und ressourcenschonender zu betreiben – bei gleich hohen Erträgen.

Feldrobotik begeistert erfahrene Forscher und technischen Nachwuchs

Der Ingenieur kennt sich aus: Seit über 20 Jahren ist er in diversen Forschungsprojekten sowie im Hochschullabor für Mikro- und Optoelektronik tätig. Dort entwickelt ein Team rund um Prof. Dr. Arno Ruckelshausen innovative, visionäre Lösungen für die Landtechnik von morgen. Zu den Kooperationspartnern des Labors zählen viele namhafte Partner – aus der Agrarindustrie wie aus der Wissenschaft. Um auch den Nachwuchs für die Feldrobotik zu begeistern, haben Linz und Ruckelshausen den internationalen Feldroboter-Wettbewerb der niederländischen Universität Wageningen in Osnabrück bekanntgemacht. Vom ersten Wettbewerb an betreuen sie die jährlich wechselnden Hochschulteams – seit nunmehr 16 Jahren.

15 Teams aus sieben Ländern messen sich in verschiedenen Disziplinen

In diesem Jahr fand der Feldroboter-Wettbewerb auf der Bundesgartenschau in Heilbronn statt. 15 studentische Teams aus sieben Ländern demonstrierten mit ihren selbstfahrenden Feldrobotern, was bald zum Alltag auf Europas Feldern werden könnte. „Auf einem Testfeld ging es zunächst darum, voll autonom durch Maisreihen zu navigieren, ohne Pflanzen zu beschädigen – und dies möglichst schnell“, erzählt der Osnabrücker Kapitän Matthias Igelbrink. Bei den Navigationsaufgaben gehörte sein Team zum guten Mittelfeld. Doch in der nächsten Disziplin hat das gemeinsame Team der Osnabrücker Hochschulen die Konkurrenz auf die Plätze verwiesen.

Platz 1 in der Kategorie „Feldkartierung“

In der nächsten Wettbewerbsdisziplin mussten die Feldroboter autonom navigieren und eine Karte des Testfeldes erstellen. Pinkfarbene Golfbälle sollten dabei als Unkraut erkannt werden. Gelbe Tennisbälle simulierten ein Hindernis und durften nicht überfahren werden – ansonsten gab es Punktabzug. „Unser Roboter „The Great Cornholio“ war der einzige, der diese Aufgabe fehlerfrei bewerkstelligt hat“, berichtet Igelbrink. Bei der Erkennung der Bälle kam dem Team eine Lösung zugute, die Benedict Hadi und Lars Schilling entwickelt haben. Die beiden Studenten des Masterstudiengangs Mechatronic Systems Engineering haben eine Künstliche Intelligenz (KI) programmiert, der mehrere hundert Bilder angelernt wurden. „Das brachte uns den entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Teams“, so der Kapitän: „Wir hatten keine Probleme mit stark schwankenden Lichtverhältnissen – denn mal schien die Sonne, mal war es bewölkt. Zudem war der Mais aufgrund der diesjährigen Dürre schon etwas gelb und hob sich nicht deutlich von den Tennisbällen ab.“ Die KI-Lösung funktionierte einwandfrei, alle Objekte wurden ausnahmslos erkannt. – Zur Belohnung gab es den verdienten ersten Platz.

3. Platz in der Disziplin „Unkrautregulierung“

Beim vierten Teil des Wettbewerbs mussten die Golfbälle als „Unkraut“ gezielt behandelt werden. „Dazu konnte die bereits generierte Karte mit den eingetragenen Positionen genutzt werden, um dann punktuell zu spritzen“, erläutert Andreas Linz. Das Osnabrücker Team verwendete dafür „Schiedsrichterspray“, wie man es aus dem Fußball kennt, um die Markierung für die Jury deutlich zu machen. Auch diese Aufgabe wurde mit Bravour gemeistert und mit dem dritten Platz belohnt.

Freestyle mit dem Roboter „Acorn 19“

Unterstützung bekam das Osnabrücker Team von zwei Nachwuchswissenschaftlern der Universität Osnabrück aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Joachim Hertzberg vom Fachbereich Informatik. Masterstudent Alexander Mock und Doktorand Sebastian Pütz haben die im letzten Jahr gebaute Roboterplattform „Acorn 19“ soweit modifiziert, dass sie bei dem Freestyle-Wettbewerb teilnehmen konnte.  

„Beim Freestyle soll eine Anwendung mit landwirtschaftlichem Bezug demonstriert werden“, erklärt Teambetreuer Andreas Linz. „Acorn 19“ hat während der Durchfahrt durch die Maisreihen das komplette Feld mit einem 3D-Laserscanner kartiert und gleichzeitig sich selbst in dieser Karte lokalisiert. „Als praktische Anwendung können in der erstellten Karte Hindernisse in anderen Reihen vorzeitig erkannt werden, um diese dann frühzeitig und dynamisch in der Planung aufzunehmen und zu umfahren“, ergänzt Teamkapitän Igelbrink.

Fachübergreifende Teamarbeit als Schlüssel zum Erfolg

Bereits zum dritten Mal hat der Masterstudent der Elektrotechnik am internationalen Feldroboter-Wettbewerb teilgenommen – nun erstmalig als Kapitän. Was war die größte Herausforderung? „Der Wettbewerbsstress: Wir mussten – wie andere Teams auch – viele Anpassungen direkt vor Ort vornehmen und auf den Punkt fertig werden“, so der 28-Jährige. Eine weitere Herausforderung bezeichnet er zugleich als einen Schlüssel zum Erfolg – die Interdisziplinarität des Teams: „In unserer Mannschaft sind zwei Hochschulen und fünf technische Disziplinen vertreten.“ Matthias Igelbrink freut sich, dass alle Mitglieder seines Teams – Benedict Hadi, Alexander Mock, Michael Pleuser, Sebastian Pütz, Lars Schilling und Tom Ströer – ihre Stärken zeigen und so zum gemeinsamen Erfolg beitragen konnten: „Die Kompetenz der Unikollegen ist es, aus 3D-Daten Umgebungskarten zu rekonstruieren und den Roboter zu lokalisieren; wir haben auf unsere Erfahrungen in der Sensorik und der Systemintegration gesetzt.“ Zudem habe sich – wie schon im letzten Jahr – der Studienbereich „Industrial Design“ um den Hochschulprofessor Thomas Hofmann am Design des Roboters „Acorn 19“ beteiligt. Die konstruierten Bleche wurden bei dem Landtechnikunternehmen Amazone aus Hasbergen mit Lasern zugeschnitten und dann pulverbeschichtet. Das Design, welches die Integration des 3D-Laserscanners beinhaltet, kam bei den anderen Teams und der Jury äußerst gut an.

Unterstützt wurde das Osnabrücker Team von seinen langjährigen Sponsoren. Es sind die Unternehmen Amazonen-Werke, Sick, iotec und Xsens Technologies.

Der Gesamtsieger 2019 ist Helios evo der TU Braunschweig, Platz zwei ging an das Team Carbonite des Schülerforschungszentrums Südwürttemberg, den dritten Platz belegte das Team TAFR Robotiks aus Slowenien.

 

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news-6906 Mon, 08 Jul 2019 18:08:54 +0200 Neben dem Beruf Ingenieurin werden: Mit viel Ehrgeiz und einigen Kompromissen klappt das https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/07/neben-dem-beruf-ingenieurin-werden-mit-viel-ehrgeiz-und-einigen-kompromissen-klappt-das/ Mandy Ellrich hat neben ihrem Job bei einem Zulieferer der Fahrzeugbranche ein Maschinenbaustudium an der Hochschule Osnabrück absolviert. Mit Ehrgeiz, Engagement – und Erfolg. Noch bis zum 15. Juli können sich Interessierte, die im Beruf oder in der Familienverantwortung stehen, um einen Studienplatz im berufsbegleitenden Bachelorstudiengang „Ingenieurwesen – Maschinenbau“ (INGflex) bewerben. „Ich bin immer schon ein Mensch gewesen, der sich nebenbei weitergebildet hat“, erzählt Mandy Ellrich. Nach der ersten Lehre als Fahrzeuginnenausstatterin hat sie bei ihrem Arbeitgeber, dem Osnabrücker Automobilzulieferer Valmet Automotive, eine zweite, interne Ausbildung zur Technischen Zeichnerin draufgesetzt. Als Nächstes folgte das Fachabitur in Abendform – und zu guter Letzt ein Studium. Die Dreißigjährige gehört zu der ersten Kohorte, die im vergangenen Herbst den berufsbegleitenden Studiengang „Ingenieurwesen – Maschinenbau“ (INGflex) an der Hochschule Osnabrück absolviert hat. „Mir ist es wichtig, dass ich im Beruf bleibe und nicht nur ‚Schule mache‘“, so die gebürtige Magdeburgerin: „So kann ich das Erlernte täglich anwenden und habe nicht nur das theoretische, sondern auch das praktische Verständnis. Das hat mir vieles im Studium erleichtert.“


Berufsbegleitend Maschinenbau studieren

Seit 2016 bietet die Hochschule Osnabrück INGflex als ihren ersten berufsbegleitenden Bachelorstudiengang im technischen Bereich an. Er richtet sich an alle, die in der Technik arbeiten und dabei ein Studium absolvieren möchten, ohne auf den Beruf und das Einkommen zu verzichten – oder auch an Menschen, die einen Wiedereinstieg in das Berufsleben schaffen wollen. „Die wichtigsten Voraussetzungen sind neben einer abgeschlossenen Ausbildung vor allem ein hohes Maß an Motivation und Durchhaltevermögen. Ein Abitur ist hingegen nicht unbedingt erforderlich“, stellt die Studiengangskoordinatorin Alicja Peinz fest.


Ehrgeiz und Zielstrebigkeit sind unerlässlich

Zielstrebigkeit ist auch aus Sicht von Mandy Ellrich unerlässlich für alle, die im Beruf oder in der Familienverantwortung stehen und nebenbei studieren wollen: „Es gehört eine Menge Ehrgeiz dazu. Wichtig ist auch, dass Familie und Freunde hinter einem stehen – und dass der Arbeitgeber Verständnis hat. Beides ist nicht selbstverständlich, und ich bin dafür sehr dankbar.“ Die Osnabrückerin hatte sowohl ihr privates Feld im Rücken als auch ihr Unternehmen. – Schließlich war es ihre Personalleiterin Ilka Mathes selbst, die sie auf das Studienangebot aufmerksam gemacht hat. „Nachdem uns die Hochschule Osnabrück diese neue Form des Maschinenbaustudiums vorgestellt hat, war ich gleich angetan von dieser besonderen Art der Weiterbildung“, erinnert sich die Personalchefin von Valmet Automotive: „Ich schätze die nebenberufliche Weiterbildung, da der direkte Bezug zur Praxis gegeben ist und das theoretisch dazu gewonnene Wissen direkt eingebracht werden kann.“ Nach einer Informationsveranstaltung auf dem Campus und gründlicher Überlegung war Mandy Ellrich vom Konzept überzeugt. Sie sprach mit ihrer Firma und bewarb sich schließlich.


Die ersten Erfahrungen

Schnell zeigte sich: Es müssen viele Kompromisse zwischen Arbeit, Studium und Privatleben gemacht werden. „Aber wenn man erstmal dabei ist und die ersten Prüfungen geschafft hat, ist es ein tolles Gefühl“, erinnert sich die Ingenieurin. „Dennoch wird es nicht einfacher, und es kommen immer mehr Lerngruppen und Projektarbeiten dazu. Wir konnten uns die Zeit zwar selber einteilen, aber der Stoff musste trotzdem bis zur Prüfung sitzen.“ Die Lehrenden fand die damalige Studentin verständnisvoll und offen: „Sie gingen auch nach dem Vorlesungsende auf viele Fragen ein, bei Bedarf wurden zusätzliche Übungen organisiert. – Dennoch haben wir nichts geschenkt bekommen“.


Gemeinsames Ziel schweißt zusammen

Als große Hilfe empfand die Absolventin – neben der Unterstützung zu Hause und bei der Arbeit – vor allem den Zusammenhalt in ihrer Studiengruppe: „Obwohl wir alle sehr verschieden waren, sind wir zu einer richtigen kleinen Familie geworden. Sollte jemand beruflich verhindert sein, wurden ihm schnell alle Unterlagen gesendet. Wir haben uns stets darum gekümmert, dass keiner hinterherhing.“ Ellrich klingt immer noch positiv überrascht: „Ich hätte nicht erwartet, dass eine Gruppe von ‚Fremden‘ so schnell zusammenwächst und auch zusammenhält. Aber wir hatten alle dasselbe Ziel und wollten es gemeinsam schaffen. Es war immer selbstverständlich, dass man sich gegenseitig hilft.“


Das Studium eröffnet neue Perspektiven

Zum Schluss hieß das Motto der ersten INGflex-Kohorte: „Hauptberuflich studieren – nebenbei arbeiten“. Denn um gute Studienergebnisse zu erzielen, mussten die Studierenden in den letzten Semestern oft mehr Zeit für ihr Studium investieren, als für ihren eigentlichen Job. Doch die Anstrengungen haben sich gelohnt: Im Herbst 2018 erhielten die neun ersten Absolventinnen und Absolventen ihre Bachelorurkunde. Während einige einen neuen Arbeitgeber gefunden haben, blieb Mandy Ellrich ihrem Unternehmen treu: „Da meine Firma mich immer unterstützt hat, will ich mein erlerntes Wissen auch für sie einsetzen.“

Die Personalleiterin der Valmet Automotive GmbH Ilka Mathes freut sich über diese Entscheidung – schließlich habe auch das Unternehmen von dem Studium seiner Mitarbeiterin profitiert: „Die Verbindung von Studieninhalten mit der Industriepraxis ist der große Vorteil der nebenberuflichen Weiterbildung. Das zeigte sich auch ganz konkret: So wurden Ergebnisse von Mandy Ellrichs Studienarbeiten in unsere laufenden Projekte eingebracht.“ Mathes‘ Resümee: „Wir freuen uns über diese Form des Studiums und werden INGflex auch zukünftig unterstützen.“
 
Heute arbeitet die begeisterte Mountainbikerin als Konstrukteurin. Ihre Aufgaben bereiten ihr viel Spaß: „Ich kümmere mich um fertigungerechte Auslegung der Bauteile, deren Materialauswahl und Freigaben. Wichtig ist mir auch, dass die Kommunikation mit meinen Kollegen und mit Lieferanten nicht zu kurz kommt. Nach der Abstimmung einzelner Projektdetails betreue ich auch die Aufbauten.“ Ihren Studiengang hat die Ingenieurin bereits weiterempfohlen: „Wenn man beruflich weiterkommen und dabei nicht auf den Job verzichten möchte, ist das ein super Studiengang – auf jeden Fall machbar und vermutlich einfacher als ein Fernstudium.“


Der Studiengang in Kürze

Mit INGflex will die Hochschule Osnabrück dem akuten Fachkräftemangel im Maschinenbau entgegenwirken. Entstanden ist es 2014 als Studienmodell im Bund-Länder-Programm „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ des Bundesbildungsministeriums. Zwei Jahre später wurde ein regulärer Studiengang etabliert. Die Studiendauer beträgt neun Semester. Den größten Raum nimmt die Vermittlung der mathematisch-naturwissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen ein. Zur Auswahl stehen drei Studienrichtungen: Allgemeiner Maschinenbau, Fahrzeugtechnik und Ingenieurpädagogik. Kennzeichnend für den Studiengang sind zahlreiche Projekte, die in Kooperation mit Betrieben bearbeitet werden können. Das Studium schließt nach einer Praxisphase und der Abschlussarbeit mit dem Bachelor of Engineering ab.

Was gehört zum Erfolgsrezept des Studiengangs? Die wichtigste Zutat ist für den Studiengangssprecher Prof. Dr. Eberhard Wißerodt die Einstellung zum Studium: „Alle, die berufsbegleitend studieren, bringen eine bemerkenswert hohe Motivation mit.“ Viele Studierende arbeiten in Vollzeit und haben Familie mit Kindern. Viel Engagement zeigen auch die Lehrenden, die zweiwöchentlich freitagsnachmittags und samstags Vorlesungen und Seminare halten. Es sind einerseits Professorinnen und Professoren der Hochschule Osnabrück und andererseits Lehrbeauftragte aus der Industrie. Außerdem bieten erfahrene Studierende höherer Semester Tutorien an, die fest in den Lehrplan eingebunden sind. Auch für Zuhause gibt es Unterstützung in Form von Online-Tutorium und E-Learning-Plattform.

Bis zum 15. Juli können sich Interessierte um einen Studienplatz bewerben: www.hs-osnabrueck.de/ingflex – Bewerbung.


Ein guter Rat ist teuer: Was Absolventin Mandy Ellrich künftigen Studierenden empfiehlt   

„Du muss es wirklich wollen. Mache vorher das Mathematik-Vorsemester – nicht nur um deine Kenntnisse aufzufrischen, sondern auch um festzustellen, ob du der Belastung gewachsen bist. Frage dich, ob du bereit bist, jedes zweite Wochenende nicht an Partys teilzunehmen, nicht mit den anderen am See zu sitzen oder zu grillen. Sei dir bewusst, dass das Studium ohne zusätzliches Lernen außerhalb der Vorlesung nicht machbar ist. – Somit wirst du auch auf gewisse Wochentage verzichten müssen. Wenn du das akzeptierst und deine Familie bereit ist, dir Aufgaben im Haushalt oder mit Kindern abzunehmen, dann beginn das Studium. Du wirst schnell feststellen, dass es Fächer gibt, die dir liegen – und welche, für die du viel tun musst. Lerne mit den anderen zusammen. Und nimm dir auch mal eine Auszeit. Gerade zu Prüfungsphasen ist es wichtig, auch mal einen Tag nichts zu tun. Du wirst sehen: Am nächsten Tag geht es einfacher. Vielleicht wirst du zwischendurch über das Aufgeben nachdenken. – Dann führe dir vor Augen, warum du dein Studium angefangen hast. Und wenn du die erste Hälfte über die Bühne gebracht hast, kommt der sicher Gedanke: ‚Den Rest schaffe ich auch noch!‘ Viel Erfolg!“

 

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news-6900 Thu, 04 Jul 2019 15:58:07 +0200 Mobilität von morgen und Klimawandel im Fokus der 21. Kunststofftagung an der Hochschule Osnabrück https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/07/mobilitaet-von-morgen-und-klimawandel-im-fokus-der-21-kunststofftagung-an-der-hochschule-osnabrueck/ Klimawandel und Mobilität der Zukunft sind brandaktuelle Themen, die alle angehen. Sie standen im Mittelpunkt der diesjährigen Fachtagung des Laborbereichs Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück. Welchen Beitrag kann die Kunststofftechnik leisten, um Emissionen zu reduzieren und Mobilität umweltfreundlicher und sicherer zu machen? Welche Herausforderungen ergeben sich für die Branche aus den politischen Zielsetzungen, den CO2-Ausstoß von Fahrzeugen drastisch zu reduzieren und Elektromobilität zu forcieren? – Diese Fragen standen im Mittelpunkt der diesjährigen Fachtagung des Laborbereichs Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück. Die Tagungsleiter Prof. Dr. habil. Claudia Kummerlöwe und Prof. Dr. Norbert Vennemann freuten sich über großes Interesse aus Wirtschaft und Wissenschaft: Rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen nach Osnabrück, um über neue Entwicklungen der Branche zu diskutieren und die begleitende Fachausstellung zu besuchen. Bereits seit 1999 treffen sich Fachleute der Kunststofftechnik in Osnabrück, um sich über neue Trends aus Praxis auszutauschen.


Konzepte der Kunststofftechnik für die Mobilität von morgen

Die Mobilität der Zukunft bringt auf vielen Gebieten Veränderungen mit sich. Neue Antriebsarten und Fahrzeugkonzepte erfordern neue Werkstoffe, um die nachhaltige Produktion und Nutzung von Fahrzeugen zu ermöglichen. Kunststoffe bieten ideale Voraussetzungen, um den Leichtbau kostengünstig zu realisieren, Recyclingfähigkeit zu verbessern, Ressourcen zu schonen, Effizienz zu steigern und Emissionen zu verringern. Die Herstellung, Verarbeitung und die Anwendung lassen sich mit modernen Prüf- und Analysemethoden weiter optimieren. All dies stand im Mittelpunkt der Fachvorträge, die von hochkarätigen Fachleuten gehalten wurden.  

Zum Auftakt der Vortragsreihe zeigte Dr. Stefan Loheide, Vizepräsident und Leiter der Forschung und Entwicklung der BOGE Elastmetall GmbH, wichtige Megatrends wie Klimawandel, Verknappung von Ressourcen, wachsende Fahrzeugproduktion mit Verlagerung des Schwerpunktes nach Asien sowie neue Fahrzeugkonzepte auf. Als Partner der Automobilindustrie müssen Unternehmen wie BOGE Elastmetall auf diese Megatrends reagieren. Anhand von drei Beispielen machte Dr. Loheide deutlich, wie in seinem Unternehmen mit innovativen Ansätzen durch Schäumen, Koinjektion und Einsatz von Organoblechen das Gewicht von E-Autos reduziert werden kann.


Innovative Elastomere sparen Kraftstoff

Elastomere standen im Mittelpunkt der Vorträge von Prof. Dr. Anke Blume von der niederländischen Universität Twente und Prof. Dr. Ulrich Giese vom Deutschen Institut für Kautschuktechnologie. Prof. Blume beantwortete dabei die Frage, wie man bei Autoreifen durch chemische Modifizierung der Polymere den Kraftstoffverbrauch und somit den CO2-Ausstoß signifikant verringern kann. Prof. Giese lieferte einen interessanten Überblick über den aktuellen Stand der Nanotechnologie im Bereich der Elastomere. Er zeigte auf, dass der Einsatz nanostrukturierter Füllstoffe gezielte Eigenschaftsverbesserungen ermöglicht, die für viele technische Anwendungen bedeutsam sind.


Neue Prüfverfahren im Fokus

Durch verbesserte Produkt- und Prozesskontrolle lässt sich die Qualität von Bauteilen steigern und gleichzeitig Produktionsabfall verringern. Längere Lebensdauer der Produkte und Schonung von wertvollen Ressourcen sind ein wichtiges Ergebnis dieser Maßnahmen. Dr. Uli Schmidhammer, Präsident und Geschäftsführer von TeraTonics S.A.S aus Frankreich, hat dazu ein neues Prüfverfahren vorgestellt. Dabei kann das Innere von Kunststoffbauteilen mit Hilfe von Terahertz-Pulsen zerstörungsfrei sehr schnell bildgebend dargestellt und somit hinsichtlich ihrer Qualität geprüft werden.

Wie die Charakterisierung der im doppelten Sinne komplexen viskoelastischen Eigenschaften von Polymeren mit einem modernen Rheometer möglich ist, wurde von Dr. José Alberto Rodríguez Agudo von der Anton Paar Germany GmbH aufgezeigt. Die Untersuchung von Epoxidharzsystemen, die beispielsweise in kohlefaserverstärkten Verbundkunststoffen (CFK) eingesetzt werden, kann damit wesentlich besser als auf herkömmliche Weise erfolgen. Dass man 3D-Druck bereits im Vorfeld auf einem Computer simulieren kann, stellte Dipl.-Ing. Steffen Paul von der SimpaTec GmbH anschaulich dar.  


Faserverstärkte Kunststoffe eröffnen neue Perspektiven

In weiteren Vorträgen der Fachtagung ging es um Fasern und faserverstärkte Kunststoffe. Fasern aus Biopolyestern mit optimierten Eigenschaften wurden von Gerard Nijhoving von der niederländischen Firma Senbis Polymer Innovations B.V. vorgestellt. Eduard Stückle von der Firma Arburg berichtete über das direkte Compoundieren von Glasfasern bei der Herstellung von Spritzgussbauteilen aus glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK), die beispielsweise bei der Substitution von Metallen zum Einsatz kommen. Welche Probleme zu lösen sind, um FEM-Berechnungen für Leichtbauwerkstoffe mit Naturfasern präzise durchzuführen, erklärte Stephanie Taphorn, die in einem Forschungsprojekt zu diesem Thema an der Hochschule Osnabrück mitarbeitet.


WIP-Jahrestagung und gemeinsame Abendveranstaltung

Im Vorfeld der diesjährigen Kunststofftagung, am 26. Juni, fand außerdem die Jahrestagung des Wissens- und Innovationsnetzwerk Polymertechnik WIP in Osnabrück unter der Leitung von Prof. Dr. Thorsten Krumpholz von der Hochschule Osnabrück statt. Die Jahrestagung stand unter dem Motto „Kunststoff für die Mobilität von morgen“. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beider Veranstaltungen, Ehemalige, Studierende, wissenschaftliche Mitarbeitende und Lehrende der Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück nahmen an der gemeinsamen Abendveranstaltung teil, die vom Vizepräsidenten für Forschung der Hochschule Osnabrück Prof. Dr. Bernd Lehmann eröffnet wurde. Prof. Lehmann stellte in seinem Eröffnungsvortrag die Forschungsstrategie und Forschungsförderung an der Hochschule Osnabrück vor. Danach folgten Eindrücke aus dem Berufsleben aus Sicht eines Absolventen: Synco de Vogel von der Eastmann Chemical Germany GmbH, hatte 1996 sein Doppeldiplom-Studium an der Hogeschool Drenthe in Emmen (Niederlande) und der Hochschule Osnabrück abgeschlossen. Er berichtete in der Veranstaltung über seine Erfahrungen als Kunststoff- Ingenieur in der Industrie. Bevor es in geselliger Atmosphäre zum Ausklang des Abends bei einem leckeren Buffet kam, wurden die Forschungsprojekte des Laborbereichs in einem unterhaltsamen Video vorgestellt, das von dem Mitarbeiter-Team selbst produziert wurde.


Studium der Kunststofftechnik: Bewerbung bis 15. Juli möglich

Wer sich für das extrem vielschichtige Berufsfeld der Kunststofftechnik interessiert, kann sich noch bis zum 15. Juli für einen Studienplatz an der Hochschule Osnabrück bewerben. Zur Auswahl stehen die Bachelor-Studiengänge Kunststofftechnik, Kunststofftechnik im Praxisverbund (dual), Werkstofftechnik sowie der Masterstudiengang Angewandte Werkstoffwissenschaften. Alle wichtigen Informationen zur Bewerbung stehen online unter www.hs-osnabrueck.de/bewerbung bereit.
       

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Nachrichten und Veranstaltungen Fakultäten IuI hochschulweit Art Fachtagung Nachricht Pressemitteilung Ausprägung Studium Forschung
news-6888 Mon, 01 Jul 2019 17:00:00 +0200 Hochschule Osnabrück unterstützt Deutschlands erstes Kinder- und Jugendcamp zu sozialer Ungleichheit https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/07/hochschule-osnabrueck-unterstuetzt-deutschlands-erstes-kinder-und-jugendcamp-zu-sozialer-ungleichheit/ Studentisches Team der Hochschule Osnabrück unterstützt das erste 2getherLand Deutschlands. 150 junge Menschen ab acht Jahre und Erwachsene werden in dem Camp im kommenden Oktober zusammenkommen, um eine Woche lang über Gerechtigkeit und soziale Ungleichheit zu diskutieren. Was brauchen Kinder und Jugendliche, um gut leben zu können? Wie und wo sollten sie mitentscheiden, wenn es um gutes Aufwachsen für alle geht? Was können wir gemeinsam dafür tun, dass alle Heranwachsenden die gleichen fairen Chancen haben? – Diese Fragen stehen im Fokus des ersten 2getherLand Deutschlands. Vom 7 bis 12. Oktober werden sich 150 Kinder und Jugendliche ab acht Jahren und Erwachsene für eine Woche am Werbellinsee in Brandenburg treffen, um gemeinsam über Gerechtigkeit und soziale Ungleichheit zu diskutieren. Acht Studierende der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik, betreut von Prof. Michaela Ramm und der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Svenja Wichelhaus, unterstützen das Camp.

Viele Kinder spüren soziale Ungleichheit im Alltag
Die Lebenssituation von Kindern in Deutschland hängt stark von ihrer Herkunft ab. So haben Kinder aus armen Familien laut dem aktuellen Datenreport schlechtere Chancen, gesund aufzuwachsen. Je länger Kinder in Armut leben, desto negativer sind auch die Folgen für ihre Bildungschancen. Nicht alle haben Zugang zu Freizeitangeboten außerhalb der Schule – wie Verein, Kunstschule oder Theater. „Das ist ungerecht, das wollen wir ändern!“, sagen nun die Organisatoren und Unterstützer des ersten 2getherLand in Deutschland.

Partner des 2getherLand in Deutschland
Das Camp wird von der Bertelsmann Stiftung koordiniert und von weiteren Organisationen mitgestaltet und unterstützt. Es sind: die Breuninger Stiftung, der Deutsche Kinderschutzbund, die Hochschule Osnabrück, das Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention, die Robert Bosch Stiftung und das SOS-Kinderdorf. Neben dem Beitrag des studentischen Teams unterstützt die Hochschule Osnabrück das Projekt 2getherLand mit Fördermitteln aus dem hochschuleigenen Pool „Gesellschaftliches Engagement“.

Gemeinnütziges Projekt: Studierende sammeln praktische Erfahrung und erweitern ihren Horizont
Soziales Engagement ist ein wichtiges Thema für Michaela Ramm, Professorin für Mediengestaltung und Sprecherin des Studiengangs Media & Interaktion Design (MID) an der Hochschule Osnabrück. Mit ihren Studierenden hat sie schon viele Projekte gemeinnütziger Vereine und Einrichtungen unterstützt. „Das Studium an unserer Hochschule sieht studentische Projekte mit Partnern aus der Praxis vor – und es müssen nicht immer Unternehmen sein“, so Prof. Ramm: „In gemeinnützigen Projekten können sich Studierende für ein gutes Ziel einsetzen. Meiner Meinung nach sollte es in jedem Studium die Möglichkeit geben, Leistungspunkte für Non-Profit-Projekte zu erhalten.“ Als die Osnabrücker Professorin der Bertelsmann Stiftung ihre Unterstützung angeboten hatte, stand das 2getherLand-Projekt gerade in den Startlöchern. So konnte Ramm ihren Design-Studierenden den Projektvorschlag unterbreiten und hatte sofort sechs Zusagen. Hinzu kamen die Bachelorarbeit der MID-Studentin Anastasia Schweigerdt und die Masterarbeit von Markus Grothues, der „Verteilte und mobile Anwendungen“ studiert. Unterstützt wird das Projektteam von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin des Medienlabors Svenja Wichelhaus.

Kreative Unterstützung für kreatives Camp-Programm
Das Programm für das Camp wird in erster Linie vom sogenannten „Jugend-Experten-Team“ entwickelt. Darin sind 15 junge Menschen aus ganz Deutschland im Alter von 13 bis 21 Jahren vertreten. Gemeinsam wollen sie Räume für den vertrauensvollen Austausch in der Gruppe und für die Entwicklung eigener Ideen schaffen. Thematische Workshops bieten die Gelegenheit, Aspekte von Chancengerechtigkeit und gutem Aufwachsen zu diskutieren. In Kreativ-Workshops setzen sich Jugendliche mithilfe künstlerischer Mittel wie Theater, Tanz oder Graffiti mit sozialer Ungleichheit auseinander. Dazu gibt es Kompetenz-Workshops, Gemeinschaftsaktionen sowie Sport-, Spiele- und Freizeitaktivitäten.

Um das vielfältige Camp-Programm zu unterstützen, haben die Osnabrücker Studierenden viele kreative Ideen entwickelt. Dabei kamen viele Fragen auf: Wie bekommen Teilnehmerinnen und Teilnehmer Einblick in die Vorbereitung des Camps? Welche Give-aways sprechen Achtjährige genauso an wie Teenager? Sind die von den Studierenden konzipierten „Mitgebsel“ nachhaltig und fördern sie die Kommunikation unter den Camp-Teilnehmern? Wie kann der Ideenaustausch vor Ort stärker gefördert werden? – All das musste beim Konzept bedacht werden. Bei einem Treffen am Werbellinsee im April stellten die Studierenden ihre Ideen dem Jugend-Experten-Team vor und diskutierten kontrovers die Vorschläge.

App, die auch offline funktioniert
Markus Grothues, der die App für das Camp entwickelt, erinnert sich: „Die erste Überraschung war: kein Handyempfang am Camp-Ort. Die App müsste also auch offline funktionieren – eine ganz spezielle Herausforderung für meine Abschlussarbeit.“ Der Masterstudent entwickelt nun eine App, in der neben den Workshops, Kontaktdaten neuer Freunde oder dem eigenen Profil auch eine Karte angezeigt wird – dank den QR-Codes an den einzelnen Gebäuden funktioniert dieser Lageplan auch ganz ohne Internetempfang. Vervollständigt wird die App durch eine Pinnwand sowie Notiz-, Feedback- und Filterfunktionen. Wer kein Handy besitzt, bekommt eines vom Organisationsteam ausgeliehen.

Interaktionsbücher und Gedankenwände machen Smartphones entbehrlich
Jedoch sollten Smartphones auf dem Camp entbehrlich sein. Dafür sorgen einerseits Diana Alekseeva und Vanessa Reffke, die gemeinsam ein „Interaktionsbuch“ entwickeln. Als ständiger Begleiter enthält es neben einer Faktensammlung zur sozialen Ungleichheit auch grafisch professionell und ansprechend gestaltete Notizseiten, eine Programmübersicht sowie Abschnitte für Notfallhilfe und natürlich für Kontaktdaten neuer Freunde. Annica Geiken hat andererseits eine „Gedankenwand“ konzipiert: Mit dieser mobilen Pinnwand können Neuigkeiten, Ideen und Kommentare direkt vor Ort ausgetauscht werden.

Bei den „Mitgebseln“ stehen Menschen im Vordergrund – nicht die Technik
Marvin Lincoln ist die treibende Kraft hinter den Give-aways. Gemeinsam mit Katja Pollee und Laura Wirth hat er besondere Freundschaftsarmbänder entwickelt: Zu Beginn bestehen sie ausschließlich aus weißen oder schwarzen Holzperlen. Bei jeder neu geschlossenen Freundschaft kommen bunte Perlen hinzu, gleiche Farbe bei beiden Freunden. Etwas mehr Kopfzerbrechen bereitete dem kleinen Team ein zweites „Mitgebsel“: Es ist ein flaches, etwa eigroßes Gehäuse aus einem Holz-Kunststoff-Verbund mit mehreren Magnetkugeln und sechs Emojis. Werden zwei solcher „Eier“ aneinandergehalten, ergeben sie eine besondere Bildchenkombination. „Damit lässt sich wunderbar arbeiten – zum Beispiel bei der Aufgabenverteilung in Workshops, aber auch um ganz ungezwungen ins Gespräch zu kommen und neue Leute kennenzulernen“, erklärt Katja Pollee. Ihr Kommilitone Marvin Lincoln ergänzt: „Unser Ziel war, etwas Altersunabhängiges zu finden, das der Vernetzung dient und dazu noch nachhaltig ist. Zunächst habe ich mir viele digitale Sachen vorgestellt. Es war eine große Hürde, ein einfaches, analoges Produkt mit einem besseren Effekt zu entwickeln.“ Jetzt geht es in die Umsetzung: Materialien und deren Hersteller recherchieren, Angebote einholen, Kosten berechnen, Aufträge aushandeln und vergeben.

Instagram-Auftritt gibt viele Einblicke
Digital geht es wiederum bei der Aufgabe von Anastasia Schweigerdt zu: Die 24-Jährige entwickelt in ihrer Bachelorarbeit eine Instagram-Kampagne für 2getherLand. Das Ziel des Camps und sein Programm werden dort genauso vorgestellt wie einzelne Delegationen und Partner. Es gibt Einblicke in die Arbeit des Organisationsteams und Umfragen zum Thema „soziale Ungleichheit“. Ein besonderer Clou sind Illustrationen – Porträts des Jugend-Experten-Teams, gezeichnet von Laura Wirth, und das Maskottchen Mika – ein junges Erdmännchen, gestaltet von Diana Alekseeva.

Medien- und Interaktionsdesign gehen im Projekt Hand in Hand
Was für die Teammitglieder das Spannendste im Projekt ist? – Die Antworten sind vielfältig und doch im Kern ähnlich: „Kreative Freiheit, wo alle ihre Talente einsetzen und Stärken ausbauen können“, „das gute Gefühl, ein wichtiges soziales Anliegen zu unterstützen“, „Weiterbildungsseminare zu den Themen ‚soziale Ungerechtigkeit‘ und ‚Social Media‘“, „interdisziplinäres Arbeiten“, „die Mischung Technik und Kommunikation“. Den Studierenden stimmen auch die beiden Wissenschaftlerinnen zu. „Im Fokus des Medien- und Interaktionsdesigns steht immer die bestimmte Zielgruppe, deren Erfahrungen und Erwartungen“, erklärt Svenja Wichelhaus. Prof. Michaela Ramm ergänzt: „Unser Studiengang verbindet Design-Studium mit Grundlagen der Informationstechnologie, Psychologie und Kommunikationstheorie. Es befähigt die Studierenden außerdem, maßgeschneiderte Prototypen aller Art zu fertigen – ob analog oder digital, ob Interaktionsbuch oder Film, Foto oder 3D-Animation.“ Deshalb können Studierende komplexe System-Abläufe so gestalten, dass Benutzerinnen und Benutzer intuitiv, mit Freude und effektiv mit Geräten und Dienstleistungen umgehen können.

 

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news-6852 Fri, 14 Jun 2019 12:12:45 +0200 Turmbau zu Osnabrück: Technische Methoden im Einsatz / Spitzenpositionen im CHE-Ranking https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/turmbau-zu-osnabrueck-technische-methoden-im-einsatz-spitzenpositionen-im-che-ranking/ Gleich zu Beginn des technischen Studiums erlernen Studierende der Hochschule Osnabrück ingenieurmäßiges Arbeiten in Theorie und Praxis. Zugleich machen sie sich schon in den ersten Semestern mit ihren künftigen Berufsfeldern vertraut. Das Fach „Orientierung und Methoden“ ist nur ein Beispiel für die gute Unterstützung der Studierenden in der Startphase. In dieser und weiteren Kategorien erreicht die Hochschule Osnabrück eine Spitzenposition im aktuellen Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE). Welches Team baut aus einer Rolle Alufolie den höchsten Turm? – Dieser Herausforderung haben sich jetzt rund 160 Studierende des Maschinenbaus und der Fahrzeugtechnik an der Hochschule Osnabrück gestellt. Die 41 Teams haben dafür eine Stunde Zeit. Sie arbeiten konzentriert und genau. Die Folie wird gedreht, gefaltet, zu Stäben, Kreisen, Zylindern, Netzen oder Pyramiden geformt. Baupläne werden präzisiert, es wird geflucht und gelacht.


Neues Fach vermittelt wissenschaftliche Methoden und gibt Berufsorientierung

Was sich nach Spiel und Spaß anhört, habe einen ernsten Hintergrund, erklärt der Studiendekan Prof. Dr. Norbert Bahlmann: „Gleich zu Beginn des Studiums wollen wir das Verständnis dafür wecken, wie wichtig technische Methoden für den Beruf einer Informatikerin oder eines Ingenieurs sind.“ Deshalb steht neben der Mathematik und anderen Grundlagenfächern neuerdings das Fach „Orientierung und Methoden“ auf dem Stundenplan aller Erst- und Zweitsemester der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik. Einerseits lernen Studierende, in welchen Branchen und Arbeitsfeldern sie später tätig sein können. Firmenbesuche und Vorträge von Gästen aus der Praxis stoßen dabei auf besonders großes Interesse. Andererseits geht es darum, unterschiedliche wissenschaftliche Methoden kennenzulernen und praktisch anzuwenden. Im zweiten Semester erhalten Studierende eine spannende Aufgabe und zeigen, was sie alles über Projektmanagement, ingenieurmäßiges Arbeiten und wirkungsvolles Präsentieren gelernt haben.

Kreatives Arbeiten im Team zeigt gute Ergebnisse

Die Professoren des Studienbereichs Maschinenbau Norbert Austerhoff, Norbert Bahlmann und Matthias Reckzügel haben sich für den Turmbau-Wettbewerb entschieden. Nach einer Stunde gibt es für sie viel zu bestaunen: 41 Türme unterschiedlichster Konstruktion sind in einem Hörsaal und im Foyer des SL-Neubaus verteilt. Die „kleineren“ Exemplare sind bis 1,5 m hoch, andere haben die Marke von vier bis fünf Metern erreicht oder gar überschritten. Der Turm des Siegerteams ist stolze 5,85 m hoch und steht direkt vor einer Treppe – das ist praktisch für den Studiendekan Prof. Bahlmann, der zur Messung eine Etage hochgehen muss. Jan Niklas Kaufmann, Alwin Keibel, Thomas Meyer und René Nauber freuen sich über ihren Erfolg: „Wir haben uns vor einigen Wochen ein Konzept überlegt und es erst einzeln, dann gemeinsam ausprobiert. Dass der Turm am Ende so hoch wird, damit hätten wir nicht gerechnet.“

Frühe Vernetzung hilft während des gesamten Studiums

Der Wettbewerb habe ihnen viel Freude bereitet und sie noch mehr zusammengebracht, erzählen die Teammitglieder. „Es war ein toller Einstieg ins Studium“, sagt Alwin Keibel. Einen großen Vorteil des neuen Fachs sieht er darin, sich schon früh zu vernetzen und einander während des gesamten Studiums zu unterstützen. Die vier Kommilitonen haben gleich im ersten Semester eine Lerngruppe gebildet und bereiten sich gemeinsam auf Prüfungen vor. Drei von ihnen haben zuvor Fachausbildungen zum Feinwerkmechaniker, technischen Modellbauer oder Konstruktionsmechaniker absolviert, der vierte – ein Gymnasium. Deshalb profitiert die ganze Gruppe von unterschiedlichen Fachkenntnissen ihrer Mitglieder. Mit ihrer Studienwahl sind die Maschinenbau-Studenten sehr zufrieden: „Wir kommen alle aus der Gegend. Die Hochschule Osnabrück hat einen tollen Ruf und ist direkt um die Ecke – darum haben wir uns hier beworben und die Entscheidung keinen Moment bereut“, erzählt René Nauber, seine Kommilitonen nicken zustimmend.

Auch für Prof. Bahlmann ist das gemeinsame Lernen ein Schlüssel zum Erfolg: „Das technische Studium empfinden viele gerade zu Beginn als sehr anspruchsvoll. Grundlagenfächer wie Mathematik oder Mechanik sind kein Spaziergang und zugleich unentbehrlich, um weiterzukommen. Um den Anschluss nicht zu verpassen, hilft es den meisten, in einem Team zu lernen.“

Die Hochschule Osnabrück bietet zudem einen ganzen Strauß an Hilfen zu Studienstart an – beispielsweise Studienvorbereitungskurse, um Fachkenntnisse aufzufrischen und sich am neuen Studienort zurechtzufinden. Beliebt sind auch Tutorien und Mentoring-Programme, die von älteren Mitstudierenden geleitet werden. Dank der „flexiblen Studieneingangsphase“ können Studierende den Lernstoff des ersten Studienjahres auf drei Semester strecken, um mehr Zeit für Übungen in Kleingruppen zu gewinnen. Das LearningCenter der Hochschule unterstützt Studierende in Einzelgesprächen, Gruppenberatungen und Seminaren darin, sich mit eigenen Zielen auseinanderzusetzen und das Studium strategisch zu organisieren.

CHE-Ranking: Hochschule Osnabrück bietet sehr gute Unterstützung zu Studienbeginn

So viel Starthilfe kommt bei den Studierenden sehr gut an: Davon zeugt das aktuelle Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE), das in diesem Jahr technische Fächer bewertet hat. Die Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik der Hochschule Osnabrück erreicht dabei eine  Spitzenposition gleich in mehreren Kategorien: Unterstützung am Studienanfang, Raumausstattung, IT-Struktur, Ausstattung der Praktikumslabore und Kontakte zur Berufspraxis. Gelobt wird zudem, dass die Abschlüsse meist in angemessener Zeit erreicht werden. Auch die Verzahnung der Lernorte im dualen Studium wird positiv bewertet. Prof. Dr. Alexander Schmehmann, Dekan der Fakultät und zugleich Vizepräsident für Studium und Lehre, freut sich über die sehr guten Ergebnisse: „Das Urteil der Studierenden zeigt uns, dass unsere passgenauen Angebote zu Studienanfang Früchte tragen. Auch die sehr guten Bewertungen für die Labor- und IT-Infrastruktur sowie für Kontakte zur Berufspraxis sind ein wertvoller Beweis, dass wir unseren Auftrag in praxisorientierter Lehre sehr ernst nehmen.“

Bewerbungsphase läuft bis 15. Juli

Wer sich für ein Studium an der größten und beliebtesten Fachhochschule Niedersachsens interessiert, kann sich ab jetzt im Online-Bewerbungsportal der Hochschule Osnabrück um einen Studienplatz bewerben. An den beiden Standorten Osnabrück und Lingen werden insgesamt rund 3.760 Studienplätze vergeben. Studieninteressierte können aus über 100 verschiedenen Bachelor- und Master-Studiengängen wählen. Neben Agrar-, Ernährungs-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften gibt es unter anderem Angebote aus den Bereichen Gesundheit, Soziales, Informatik, Landschaftsarchitektur, Musik, Theater, Medien und Design. Bis zum 15. Juli ist eine Bewerbung möglich.

 

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