Neuigkeiten an der Hochschule Osnabrück https://www.hs-osnabrueck.de/ de_DE Hochschule Osnabrück Mon, 27 Jan 2020 00:00:07 +0100 Mon, 27 Jan 2020 00:00:07 +0100 TYPO3 EXT:news news-7394 Tue, 21 Jan 2020 10:15:56 +0100 Abitur vorbei – was nun? Niedersachsen-Technikum an der Hochschule und der Universität Osnabrück https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2020/01/abitur-vorbei-was-nun-niedersachsen-technikum-an-der-hochschule-und-der-universitaet-osnabrueck-1/ Im Niedersachsen-Technikum können Abiturientinnen und Fachabiturientinnen der Region Osnabrück testen, ob ein technischer oder naturwissenschaftlicher Beruf der richtige für sie ist. Das 6-monatige Programm kombiniert ein Unternehmenspraktikum mit dem „Schnupperstudium“ an der Hochschule oder der Universität Osnabrück. „Erst einmal ausprobieren, dann studieren!“ – nach diesem Motto bieten die Hochschule und die Universität Osnabrück für Abiturientinnen, die sich nach dem Schulabschluss erst einmal breiter orientieren wollen, das Niedersachsen-Technikum an. Das nächste Technikum startet am 1. September 2020 und endet im Februar 2021. Wer ein unverbindliches Beratungsgespräch wünscht, kann sich jetzt schon online bewerben: e.turner@hs-osnabrueck.de. Weitere Informationen stehen im Internet zur Verfügung: www.niedersachsen-technikum.de.

„Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (kurz: MINT) sind spannende Themen. Aber die Entscheidung, ob ein Studium in diesem Bereich das richtige ist, fällt jungen Frauen nicht immer leicht“, stellt Helen Koepke von der Universität Osnabrück fest. „Zweifel haben selbst diejenigen, die Leistungskurse in Mathe, Physik oder Chemie mit sehr guten Noten abgeschlossen  haben“, ergänzt ihre Hochschul-Kollegin Elke Turner. Die beiden Projektkoordinatorinnen beraten Abiturientinnen, die sich erst einmal theoretisch und praktisch erproben möchten. Junge Frauen mit Abitur oder Fachhochschulreife können im Niedersachsen-Technikum ein sechsmonatiges Praktikum in einem kooperierenden Unternehmen absolvieren und besuchen einmal in der Woche Vorlesungen und Seminare. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind zahlreiche Besuche technischer Firmen und Labore: „Dort lernen die Technikantinnen unsere Studentinnen und Wissenschaftlerinnen, aber auch Ingenieurinnen aus den Unternehmen kennen – das wirkt sehr motivierend“, so Elke Turner weiter.

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news-7392 Mon, 20 Jan 2020 17:47:00 +0100 Start für den Neubau Laborgebäude am Campus Lingen https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2020/01/start-fuer-den-neubau-laborgebaeude-am-campus-lingen/ Die Hochschule Osnabrück investiert 15 Millionen Euro für ein Laborgebäude am Standort in Lingen. Nach europaweitem Teilnahmewettbewerb und Zustimmung der Stadt Lingen wurden jetzt alle notwendigen Verträge unterzeichnet. Die Fertigstellung ist 2022 avisiert. Im Beisein von Dekan Prof. Dr. Ingmar Ickerott und Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone unterzeichneten Hochschulpräsident Prof. Dr. Andreas Bertram und Jörn Henrik Depenbrock, Gesellschafter und Geschäftsführer Depenbrock Partnering GmbH & Co. KG, die Verträge zum Bau des neuen Laborgebäudes am Campus Lingen.  Direkt gegenüber dem 2012 in Betrieb genommenen neuen Campusgebäude entsteht in den ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerken ein modernes multifunktionales Gebäude für Forschung und Lehre mit vier transdisziplinär konzipierten Laborbereichen Energiesysteme und Prozesstechnik, Engineering, Digitalisierte Wertschöpfungsprozesse sowie Interaktion und Kommunikation. Rund 15 Millionen Euro kostet der Neubau, der im September 2022 bezugsfertig sein soll.

„Die Erweiterung am Campus Lingen mit dem Neubau des Laborgebäudes ist für unsere Hochschulentwicklung eine wichtige Etappe. Von der nun in naher Zukunft greifbaren spürbaren Verbesserung der Laborbedingungen in Forschung und Lehre profitieren unsere Studierenden, die als Absolventinnen und Absolventen mit ihrem Fachwissen die Entwicklung der Hochschulregion Osnabrück und Lingen künftig prägen werden“, freut sich Hochschulpräsident Bertram zum Projektstart.

Die Entwicklung am Campus Lingen ist rasant. Waren es zum Ende des Jahres 2012 noch rund 1.900, so sind im laufenden Wintersemester in Lingen rund 2.300 Studierende eingeschrieben. „Der Neubau ist ein Erweiterungsbau für den Campus Lingen und eine Konsequenz des Wachstums an der Fakultät Management, Kultur und Technik in den vergangenen Jahren“, unterstreicht Dekan und Vizepräsident Ingmar Ickerott diese Entwicklung. „Wir beabsichtigen damit einen qualitativen Sprung für unsere Lehre und Forschung und freuen uns auf den neuen ‚Ort des forschenden Lernens‘.“

Der Hochschule Osnabrück ist der Anwendungsbezug besonders wichtig. Die Labore im von BRECHENSBAUER WEINHART + PARTNER ARCHITEKTEN mbB entworfenen Gebäude dienen dem Experimentieren, Erforschen und Anwenden von wissenschaftlichen Methoden. Das projektartige, erfahrungsbasierte Lernen steht in den Studienprogrammen der Hochschule im Vordergrund.
Ickerott verweist im Zusammenhang der baulichen Weiterentwicklung am Standort auch auf die inhaltliche: „Der Campus Lingen hat in den vergangenen Jahren ein besonderes fachliches Profil auf dem Gebiet der Interaktion von Menschen und Technik entwickelt. Im angebrochenen Zeitalter der Digitalisierung verändert sich das Zusammenspiel von Menschen und Technik. Wir wollen diese Veränderungen erforschen und für Studierende erlebbar machen. Dazu benötigen wir die neuen Laborräume dringend.“

Oberbürgermeister Dieter Krone betont die Bedeutung der Hochschule für die Region Lingen sowie die Aufwertung und Entwicklung des Bereiches Kaiserstraße: „Der Siegerentwurf des Architekturwettbewerbs zum Laborgebäude besticht durch seine Architektur und Funktionalität und fügt sich hervorragend in das Campusumfeld und die Kaiserstraße ein“, erklärt der Lingener Oberbürgermeister. „Die Hochschule zeichnet sich insbesondere durch die sehr guten wechselseitigen Beziehungen zu den Unternehmen in der Region aus, insofern freue ich mich, dass sich der Campus Lingen mit dem neuen Gebäude nun in den Bereichen Lehre, Forschung und Entwicklung weiterentwickeln wird.“

Zum Neubau Laborgebäude Lingen:
Geplant ist das neue Gebäude als dreigeschossiger winkelförmiger Baukörper, der sich aus einem längs orientierten und einem annähernd quadratischen Baukörper zusammensetzt. Als Zentrum des Gebäudes fungiert der mittig angeordnete Eingangsbereich mit dem mehrgeschossigen Luftraum der Halle, um den sich die einzelnen Nutzungsbereiche gruppieren. Die Fassade nimmt mit ihrer Materialität das Erscheinungsbild der gegenüberliegenden Bestandsbauten (Fassade des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerks) der Hochschule auf, interpretiert diese jedoch in modernerer Sprache. In Verbindung mit dem Mensagebäude bildet das Laborgebäude so straßenübergreifend in Bälde eine neue Platzsituation und verstärkt den Campus-Charakter.
Der Neubau wird mit 55 Metern Länge die Straßenfront der Kaiserstraße neu prägen. Das 28 Meter breite und rund 17 Meter hohe Gebäude hat eine Nutzungsfläche von ca. 2.300 Quadratmetern.

Energiesysteme und Prozesstechnik, Engineering, Digitale Wertschöpfungsprozesse sowie Interaktion und Kommunikation sind als Nutzungsbereiche im neuen Laborgebäude definiert.
Auch im Punkt nachhaltige und moderne Energietechnik überzeugt die Planung: Die überdachte Stellplatzanlage dient als Energiedach, welches mit einer Photovoltaikanlage belegt ist, deren Energie auch für die 20 Pkw-Ladesäulen vorgesehen ist. Für die komplette Beleuchtungsanlage wird LED-Technik eingesetzt, die in ausgewählten Räumen dimmbar ist. Die Wärmeversorgung wird mittels einer Gasmotor-Luft-Wasser-Wärmepumpe und eines Gasbrennwertkessels für die Spitzenlastabdeckung erfolgen.

Die Baukosten betragen rund 15 Millionen Euro, die Fertigstellung erfolgt voraussichtlich im September 2022.

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news-7372 Fri, 17 Jan 2020 10:00:00 +0100 Digital kassiert: Kamerasystem erkennt Essen https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2020/01/digital-kassiert-kamerasystem-erkennt-essen/ Hochschulabsolvent entwickelt mit seinem Start-up VisioLab ein Kamerasystem, das Speisen und Getränke in Mensen erkennt und digital verarbeitet. Mit seiner Idee gewann er jetzt den Ideenwettbewerb des Gründungsservice der Osnabrücker Hochschulen. Ein viel bekanntes Szenario: Lange Anstehzeiten an den Kassen von Mensen und Kantinen aufgrund von Personalmangel. Um dieses Problem zu beheben, hat Hochschulabsolvent Tim Niekamp mit seinem Start-up VisioLab ein Kamerasystem entwickelt, das die Gerichte auf den Tabletts in Mensen und Kantinen erkennt und gleichzeitig mit einem Bezahlsystem verknüpft ist. Für diese Idee wurde er jetzt beim Ideenwettbewerb des Gründungsservice der Osnabrücker Hochschulen mit dem ersten Platz ausgezeichnet, der mit 1000 Euro dotiert ist.

„Wir freuen uns wahnsinnig über die Platzierung“, sagt Tim Niekamp, Gründer und CEO von VisioLab und hat ein klares Ziel: „Wir bewegen uns im Bereich der disruptiven Technologien und ich bin mir sicher, dass sich auch die Bezahlvorgänge in den nächsten fünf Jahren sehr verändern. Dann soll VisioLab ein relevanter Player sein.“ In der Praxis sieht das dann so aus: Die Kundin bzw. der Kunde stellt sein Essenstablett unter das Kamerasystem, welches ein Foto vom Tablett erstellt. Der Algorithmus verarbeitet nun im Hintergrund die Bilddaten und erkennt so, welche Speisen und Getränke sich auf dem Tablett befinden und wie viel sie jeweils kosten. Abschließend zahlt die Kundin oder der Kunde mit seiner Karte.

Bevor VisioLab im Markt eingeführt werden kann, muss der Algorithmus noch lernen und mit möglichst vielen Daten, also Bildmaterial, gefüttert werden. Dafür stehen aktuell zwei Prototypen in der Mensa am Campus Westerberg und fotografieren täglich zahlreiche Gerichte. „Das ist wie bei einem Kleinkind. Dort zeigt die Mutter immer wieder auf eine Katze und sagt ‚Das ist eine Katze‘. Irgendwann weiß das Kind, das ist eine Katze. Das Gleiche passiert mit dem Algorithmus auch. Nach zahlreichen Fotos von Spaghetti Bolognese erkennt er irgendwann das Gericht von alleine“, erklärt der 26-Jährige, der an der Hochschule Osnabrück Betriebswirtschaft studiert hat. In den kommenden Monaten soll das erste Gerät betriebsbereit sein.  

Insgesamt wurden 43 Konzepte beim Ideenwettbewerb eingereicht, der in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal vom Gründungsservice der beiden Osnabrücker Hochschulen veranstaltet wurde. Damit sollen zukunftsweisende Gründungsideen gefördert werden.

 

Weitere Informationen:
Tim Niekamp
CEO und Gründer VisioLab
E-Mail: tn@visiolab.io
Tel.: 0178 9155410

 

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news-7368 Thu, 16 Jan 2020 15:32:24 +0100 Zukunft der Lebensmittel: Dank Stiftungsengagement entsteht an der Hochschule Osnabrück ein Food Future Lab https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2020/01/zukunft-der-lebensmittel-dank-stiftungsengagement-entsteht-an-der-hochschule-osnabrueck-ein-food-fut/ Dieter Fuchs Stiftung und Aloys & Brigitte Coppenrath-Stiftung ermöglichen umfassendes, praxisnahes Forschungsvorhaben am Campus Haste der Hochschule Osnabrück Dank Fördergeldern von insgesamt mehr als 1,3 Millionen Euro durch die Dieter Fuchs Stiftung und die Aloys & Brigitte Coppenrath-Stiftung entsteht an der Hochschule Osnabrück ein Food Future Lab. „Zwei Megatrends prägen die Zukunft von Lebensmitteln“, erläutert Prof. Dr. Ulrich Enneking die Hintergründe. „Zum einen Klimaschutz und Ressourcenverbrauch, zum anderen Digitalisierung und Verbrauchertrends.“ In beiden Bereichen möchte die Hochschule ihre Forschungsaktivitäten am Campus Haste in enger Zusammenarbeit mit der Praxis ausbauen. „Am Ende sollen innovative Lösungen für nachhaltige und am Markt akzeptierte Lebensmittelprodukte und -verpackungen stehen, die dazu beitragen, verpackungsbezogene Umweltbelastungen und die Verschwendung von Lebensmitteln zu reduzieren“, konkretisiert der Professor für Agrarmarketing und Ansprechpartner des vielköpfigen Hochschulteams.

Drei Säulen sollen das Food Future Lab tragen: Die erste Säule ist eine Stiftungsprofessur, die der „Nachhaltigen Lebensmittel- und Verpackungstechnik“ gewidmet ist. Unter anderem sollen hier nachhaltigere Lebensmittelprozesse konzipiert werden, etwa durch eine dezentralere Produktion oder durch einen stärkeren Fokus auf alternative Rohstoffe. Auch neue Verpackungslösungen, etwa aus nicht-fossilen Materialien, sollen entwickelt und die Verpackung als Informationsträger für Verbraucherinnen und Verbraucher aufgewertet werden.  
 

Produktinnovationen werden direkt im Markt verfügbar sein

„Innovative Prototypen von Verpackungslösungen können wir dann im Reallabor ,Markt und Gesellschaft‘ auf ihre Akzeptanz testen“, benennt Enneking die zweite Säule des Food Future Labs. Das Labor basiert auf der Idee, Produktinnovationen real in den Markt zu bringen und so im engen Austausch mit Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie weiteren beteiligten Gruppen zu sein. „Unter anderem wird hier der Online-Shop der Hochschule, über den wir derzeit das hochschuleigene Bier vertreiben, eine wichtige Rolle spielen“, sagt Enneking. Der Shop soll in zwei Schritten zu einem Forschungs- und Lehrmarktplatz ausgebaut werden, unter anderem mit gekühlten Abholboxen.

Als dritte Säule kommt das Reallabor „Innovation, Entrepreneurship und agile Führung“ hinzu. Hier sollen in Seminaren, Workshops und Wettbewerbspräsentationen („Pitches“), Ideen für Produkte, Prozesse und Geschäftsmodelle entwickelt werden. Idealerweise führen sie zu Unternehmensgründungen. „In den Workshops sollen Studierende und Beschäftigte aus der regionalen Lebensmittelwirtschaft gemeinsam an Innovationen arbeiten und Ideen generieren“, erläutert Enneking. Das Labor soll Studierende auch animieren, Produkt- und Verpackungsinnovationen in Abschlussarbeiten und darüber hinaus zu entwickeln.
 

Der ideale Ort, um Kompetenzen für die Lebensmittelbranche zu bündeln

Neben den drei Säulen soll es einen Finanzpool geben, durch dessen Mittel Forschungsvorhaben in der nachhaltigen Lebensmittelwertschöpfung angeschoben werden. „Aktuell gibt es im Blick auf die ,Lebensmittelregion Osnabrück‘ keinen systematischen Ansatz, Forschungskompetenzen zu bündeln und Forschungsergebnisse in die Praxis zu bringen“, sagt Prof. Dr. Bernd Lehmann, Vizepräsident für Forschung, Transfer und Nachwuchsförderung der Hochschule. Mit einem starken Team aus 13 Professorinnen und Professoren, die die Lebensmittelbranche aus vielfältigen Perspektiven betrachten, und vier lebensmittelbezogenen Studiengängen, sei die Hochschule der ideale Ort, um das Food Future Lab aus der Taufe zu heben. „Ein großer Dank an die beiden Stiftungen, die dieses wichtige Vorhaben durch ihre großzügige Unterstützung überhaupt erst ermöglichen“, betont Hochschulpräsident Prof. Dr. Andreas Bertram.

„Die Förderung von Lebensmitteltechnologie und Lebensmittelwissenschaft ist ein Kernanliegen der Dieter Fuchs Stiftung. Der Antrag der Hochschule hat uns überzeugt – insbesondere auch aufgrund der Vernetzung und der Impulse für die regionale Lebensmittelwirtschaft. Von daher unterstützen wir die Forschungsarbeiten im Food Future Lab gern“, erklärt Josef Diekmann, Vorstand der Stiftung, die knapp 900.000 Euro zur Verfügung stellt.

„Unsere Stiftung versteht sich vor allem als Ermöglicherin“, sagt Hon.-Prof. Dr. Felix Oster-heider, Vorstandsvorsitzender der Aloys & Brigitte Coppenrath-Stiftung, die sich in das Vorhaben mit mehr als 400.000 Euro einbringt. „Wir wollen an der Hochschule Osnabrück Forschung und Lehre unterstützen, die darauf abzielt, die Gründung und Entwicklung von Unternehmen zu fördern. Das Food Future Lab ist dafür beispielhaft.“


Weitere Informationen
Prof. Dr. Ulrich Enneking
Telefon: 0541 969-5126        
E-Mail: u.enneking@hs-osnabrueck.de

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news-7359 Fri, 10 Jan 2020 16:34:00 +0100 Attraktiver Handel und Innenstädte in Zeiten der Digitalisierung https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2020/01/attraktiver-handel-und-innenstaedte-in-zeiten-der-digitalisierung/ Forscherinnenteam der HS Osnabrück und OMT bringen verschiedene Akteure zusammen Zum Abschluss eines EU-Forschungsprojektes veranstaltet die Hochschule Osnabrück zusammen mit der Osnabrück Marketing und Tourismus (OMT) verschiedene Workshops für Einzelhändler und weite-re städtische Akteure. Dabei sollen vor allem kleinere Händler bei der Entwicklung von Digitalisierungsstrategien unterstützt werden. Außerdem sollen verschiedene Akteure zusammenarbeiten, um gemeinsam Ideen zur Steigerung der Attraktivität der Innenstadt zu entwickeln.

Am 6. Februar laden das Projektteam der Hochschule und die OMT Händler, Gastronomen und weitere Personen ein, die mittels ihrer Arbeit die Osnabrücker Innenstadt lebendig und attraktiv machen. In dem Workshop sollen Ideen für gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit und Marketingaktionen konkretisiert werden. Dieser Wunsch wurde in einem Workshop formuliert, an dem Einzelhändler mit Vertretern von Branchenverbänden, Gastronomie, Kultureinrichtungen und aus verschiedenen Bereichen der Stadtverwaltung teilnahmen.

Ein weiterer Workshop findet speziell für Einzelhändler am 15. Januar statt. Unter Federführung des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Lingen, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird, erarbeiten die Teilnehmenden, welche Daten für das eigene Geschäft relevant sein und wie diese gewinnbringend genutzt werden können. Es sind noch ein paar wenige Plätze frei.

Die Digitalisierung stellt den Handel insbesondere in den Innenstädten vor neue Herausforderungen. Nicht nur die Konkurrenz aus dem Online-Handel ist groß, auch haben sich die Erwartungen der Kunden verändert: So soll der Einkauf möglichst einfach und bequem sein oder ein besonderes Erlebnis bieten. „Bei den Workshops nehmen wir deswegen bewusst die Kundensicht ein und suchen nach Lösungen für Probleme, die die Kunden haben“, erläutert die Projektleiterin und Kommunikationspro-fessorin Dr. Sabine Kirchhoff das Grundprinzip der Workshops. Es gehe darum eine Strategie zu entwickeln, die zur Kundschaft und zum eigenen Unternehmen passt, um daran seine Angebote auszurichten.

Eine Innenstadt besteht aber nicht nur aus Einzelhandelsgeschäften. Erst das harmonische Zusammenspiel von Handel, Gastronomie, kulturellen Angeboten machen zusammen mit einem schönen, gepflegten Stadtbild eine Innenstadt attraktiv. „Osnabrück hat da viel zu bieten, was uns auch immer wieder von Besuchern und Experten bestätigt wird. Das gilt es gemeinsam noch besser nach außen zu kommunizieren “, begründet Geschäftsführerin Petra Rosenbach das Engagement der OMT. „Die OMT ist für uns ein wichtiges Bindeglied zu den verschiedenen Akteuren in Osnabrück“, erläutert Wera Oltmanns vom Projektteam der Hochschule die Rolle der OMT in dem Projekt.

Weitere Informationen über das EFRE-Projekt "Attraktive Innenstädte und stationärer Handel in Zeiten der Digitalisierung" erhalten Interessierte über das Projektbüro 0541 969-3692, w.oltmanns@hs-osnabrueck.de

Redaktion: Wera Oltmanns

 

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news-7339 Tue, 07 Jan 2020 15:10:57 +0100 Sieben Krone-Stipendien für Studierende der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2020/01/sieben-krone-stipendien-fuer-studierende-der-fakultaet-ingenieurwissenschaften-und-informatik/ Leistung zahlt sich aus – frei nach diesem Motto hat die Dr. Bernard Krone Stiftung wieder herausragende Leistungen der Studierenden der Fakultät Ingenieurwissenschaften an der Hochschule Osnabrück honoriert. Die jeweils besten drei Fahrzeugtechnik- und Maschinenbau-Studierenden eines Jahrgangs werden nun eine finanzielle Unterstützung bis zum Ende ihres Studiums erhalten. Ein siebtes Stipendium stiftet der Achsenhersteller Gigant aus Dinklage, der ebenfalls zur Krone Gruppe gehört. Die jeweils besten drei Fahrzeugtechnik- und Maschinenbau-Studierenden eines Jahrgangs werden nun eine finanzielle Unterstützung bis zum Ende ihres Studiums erhalten. Ein siebtes Stipendium stiftet der Achsenhersteller Gigant aus Dinklage, der ebenfalls zur Krone Gruppe gehört.

Die offizielle Übergabe der Stipendien fand jetzt im Rahmen einer kleinen Feierstunde bei Krone in Spelle statt. Dr. Josef Horstmann, Krone Geschäftsführer Konstruktion & Entwicklung, beglückwünschte und bestärkte die Stipendiatinnen und Stipendiaten in der Wahl des Ingenieurberufs: „Die Digitalisierung schreitet mit Riesenschritten voran und verändert unser Privatleben ebenso wie unseren Arbeitsalltag. Insofern erwarten Sie in der Fahrzeug- und Landmaschinen-Industrie überaus spannende, vielseitige und zukunftsweisende Arbeitsfelder.“

Die Stipendien gingen an: Matteo Hinrichs, Franziska Lüttel und Raphael Schniederbernd (alle: Maschinenbau); Kevin Brinkmann, Florian Janke und Cassandra Schönfeldt (alle: Fahrzeugtechnik). Das gigant-Stipendium erhielt Felix Schloms, der Maschinenbau studiert.

Neben Dr. Horstmann und weiteren Unternehmensvertretern gehörten auch drei verantwortliche Lehrende zu den ersten Gratulanten: Prof. Dr. Norbert Austerhoff, Prof. Dr. Matthias Reckzügel und Prof. Dr. Eberhard Wißerodt. Bei der anschließenden Betriebsbesichtigung zeigten sich die Osnabrücker Gäste beeindruckt von aktuellen Produkten und Projekten des Unternehmens.

Seit nunmehr 2007 zeichnet die Dr. Bernard Krone Stiftung hervorragende Leistungen der Studierenden der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik aus. Das innovative Unternehmen aus Spelle arbeitet seit vielen Jahren eng mit der Hochschule Osnabrück zusammen. Mit ihren Stipendien bringt die Dr. Bernard Krone Stiftung deshalb ihre regionale Verbundenheit zum Ausdruck und fördert zugleich den Ingenieurnachwuchs. Der Kontakt mit talentierten Studierenden nützt auch dem Unternehmen: Obwohl das Stipendium mit keinerlei Verpflichtungen verbunden ist, arbeiten heute mehrere ehemalige Stipendiaten im Unternehmen.

 

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news-7338 Tue, 07 Jan 2020 11:13:46 +0100 Mütterbefragung zur geburtshilflichen Versorgung: Jede Stimme zählt! https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2020/01/muetterbefragung-zur-geburtshilflichen-versorgung-jede-stimme-zaehlt/ Forschungsprojekt „Bedarfsplanung für die geburtshilfliche regionale Versorgung aus Nutzerinnensicht (BegeVeN)“ der Hochschule Osnabrück Mütter in der Region, die zwischen dem 1. Juli 2018 und dem 30. Juni 2019 ein Kind geboren haben, erhielten Anfang Dezember Post von der Hochschule Osnabrück. Sie wurden eingeladen, sich an einer regionalen Studie zur geburtshilflichen Versorgung zu beteiligen.

Das Forschungsteam um Prof. Dr. Friederike zu Sayn-Wittgenstein und Prof. Dr. Claudia Hellmers freut sich über die bereits zahlreich eingegangenen Antworten und hofft auf viele weitere ausgefüllte Fragebögen. „Die Versorgung rund um die Geburt stellt wichtige Weichen für die Gesundheit im Lebensverlauf – für Mutter und Kind.“, so Manuela Raddatz, Ansprechpartnerin im Projekt. „Es ist wichtig zu wissen, ob Frauen in unserer Region die Art von geburtshilflicher Versorgung erhalten, die sie benötigen. Je mehr Frauen sich an der Mütterbefragung beteiligen, desto deutlicher wird das Bild, das wir dann an die Versorgungspraxis weitergeben können. Jede Stimme zählt!“

Wer in der Weihnachtszeit nicht dazu gekommen ist, den Fragebogen auszufüllen und zurückzuschicken, kann dies auch noch im Januar nachholen.

Weitere Informationen gibt es unter:
www.hs-osnabrueck.de/muetterbefragung

Kontakt:
Manuela Raddatz, Verbund Hebammenforschung
Telefon: 0514 969-3683
E-Mail: m.raddatz@hs-osnabrueck.de

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news-7332 Fri, 03 Jan 2020 12:00:00 +0100 250.000 Euro für innovative Lehr- und Lernkonzepte https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2020/01/250000-euro-fuer-innovative-lehr-und-lernkonzepte/ Sechs Lehr-Projekte der Hochschule Osnabrück werden im Rahmen des Programms „Innovation plus“ vom niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert Das Förderprogramm „Innovation plus“ des niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) soll die Hochschullehre verbessern. Dafür hat das Ministerium für das Studienjahr 2019/20 erneut drei Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Knapp 250.000 Euro gehen davon an die Hochschule Osnabrück, wo insgesamt sechs Projekte zur Entwicklung innovativer Lehr- und Lernkonzepte gefördert werden.

„Gute Lehre ist entscheidend für den Studienerfolg. Die Hochschulen im Land haben mit vielfältigen Anträgen gezeigt, dass ihnen diese Aufgabe sehr wichtig ist“, sagt der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler. „Ich bin mir sicher, dass mit den geförderten Projekten innovative Ideen und Konzepte umgesetzt werden, die die Qualität deutlich erhöhen werden.“

Die geförderten Projekte an der Hochschule Osnabrück befassen sich insbesondere mit verschiedenen Formen des selbstgesteuerten Lernens. So sollen Formate wie Action Learning, bei dem Studierende in Kleingruppen an einem Projekt arbeiten und gleichzeitig ihren Lernprozess reflektieren, e-Tutorials oder projektbasiertes Lernen erprobt und erweitert werden. Die Lehrprojekte kommen aus den Bereichen der technischen Mechanik, der Ökotrophologie, der Marktforschung und dem Energiehandel, der technischen Physik und Mathematik sowie der Betriebswirtschaft. Die Förderung beginnt zum Sommersemester 2020 und läuft ein Jahr. Insgesamt fördert das MWK in diesem Studienjahr 70 von 140 Projektanträgen.

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news-7329 Thu, 19 Dec 2019 09:59:00 +0100 Visionen zur Rettung der Welt – kommentiert aus Wissenschaftssicht https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/12/visionen-zur-rettung-der-welt-kommentiert-aus-wissenschaftssicht/ Film statt Demo: Die Osnabrücker Umweltaktivisten von „Fridays for Future“ haben Anfang Dezember die Vorführung des Films „2040 – Wir retten die Welt“ im Cinema Arthouse organisiert. Drei Lehrende der Hochschule Osnabrück waren dabei und haben die im Film vorgestellten Visionen aus Wissenschaftssicht kommentiert. Der aktuelle Dokumentarfilm des preisgekrönten australischen Regisseurs Damon Gameau macht Hoffnung: Er zeigt auf unterhaltsame und zugleich informative Art eine ermutigende Zukunftsvision für die Erde – der Filmemacher nennt es „faktenbasiertes Träumen“. Wie könnte die Erde im Jahr 2040 aussehen, wenn die bereits heute erforschten Technologien im Sinne der Gesellschaft und der Umwelt genutzt würden? – Auf der Suche nach Antworten begibt sich Gameau auf eine Reise um die Welt und findet dabei zahlreiche erstaunliche, wirksame Ansätze.

Am Nikolaustag begrüßte der „Fridays for Future“-Aktivist Jan-Philip Cröplin rund 100 Interessierte im Osnabrücker Cinema Arthouse zur Vorführung dieses Dokumentarfilms. „Wir befassen uns mit den unterschiedlichsten Aspekten des Klimawandels und wollen nicht nur auf den Ernst der Lage hinweisen, sondern auch Mut machen“, sagte der 26-Jährige in seinem Grußwort: „Dabei interessiert uns natürlich, wie die im Film gezeigten Konzepte funktionieren und ob sie hier in Deutschland angewandt werden.“

Neben vielen jungen Menschen, Eltern und Lehrkräften lud er deshalb auch Wissenschaftsvertreter von der Hochschule Osnabrück ein. Drei von ihnen seiner Einladung: Prof. Dr. Angela Hamann-Steinmeier, Prof. Dr. Hans-Jürgen Pfisterer und der diplomierte Agraringenieur Jochen Baumeister befassen sich in Lehre und Forschung mit Biologischer Verfahrenstechnik, Elektrischen Antrieben beziehungsweise Erneuerbaren Energien. Alle drei gehören zudem der Gruppe „Scientists for Future Osnabrück“ an: Gemeinsam mit etwa 80 weiteren Mitgliedern aus den beiden Osnabrücker Hochschulen unterstützen sie seit einem Jahr die junge „Fridays for Future“-Bewegung.

Die Hochschullehrenden kommentierten die Visionen des Films zur Rettung der Welt aus wissenschaftlicher Sicht. Prof. Pfisterer erklärte, wie Intelligente Stromnetze (sogenannte smart grids) schon heute Erzeugung, Speicherung und Verbrauch von elektrischer Energie kombinieren. Er zeigte auch zahlreiche Vorzüge lokaler intelligenter Stromversorgung auf. Der wissenschaftliche Mitarbeiter Jochen Baumeister nahm gute Gründe für die Nutzung Erneuerbarer Energien in den Fokus. Prof. Hamann-Steinmeier sprach über Vorteile und Herausforderungen der Mülltrennung, damit die Biomüllfraktion noch energetisch genutzt werden kann. Die Fraktion, die jetzt in die Biomüll-Verwertungsanlagen gelangt, ist laut der Wissenschaftlerin oft mit PE-Folien und teilweise auch mit Elektroschrott kontaminiert. Beides muss aufwendig aussortiert werden, damit der entstehende Dünger die Böden nicht mit Mikroplastik verunreinigt. „Jede und jeder Einzelne kann durch die richtige Mülltrennung zu Hause zu einer gesünderen Umwelt beitragen – es fängt schon im Kleinen an“, so die Forscherin.

Alle drei Hochschulangehörigen lobten die „Fridays for Future“-Aktiven für ihr Engagement und nannten Beispiele erfolgreicher Umweltschutz-Projekte, die von Jugendlichen initiiert wurden. Zum Schluss hatten sie einen Rat für das Publikum: „Gehen Sie kleine Schritte, lassen Sie Ihr Ziel nicht aus den Augen, feiern Sie Ihre Erfolge und bleiben Sie am Ball.“

 

 

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news-7307 Wed, 18 Dec 2019 11:44:28 +0100 Neues IT-System „EASE“ zur Unterstützung der Angehörigenpflege https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/12/neues-it-system-ease-zur-unterstuetzung-der-angehoerigenpflege/ BMBF fördert das Projekt der Hochschule Osnabrück zur Vernetzung pflegender Angehöriger für drei Jahre (Osnabrück, 18. Dezember) Auf einen Blick sehen, wie gut die pflegebedürftige Person versorgt ist und was als Nächstes ansteht, das soll das neue IT-System „Ease – gemeinsam pflegen“ ermöglichen, welches derzeit an der Hochschule Osnabrück entwickelt wird. Pflegende Angehörige, Nachbarn, Freunde, Ehrenamtliche und Pflegekräfte müssen Vieles absprechen und planen, EASE soll diese Aufgaben bündeln, die Betroffenen vernetzen, organisieren und informieren.

Bei dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt arbeiten fünf Partner aus Altenhilfe, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen, die Laufzeit beträgt drei Jahre.
„EASE soll ein einfach zu bedienendes und praxisnahes System werden, ganz ohne Schnörkel und Spielereien, aber einladend und motivierend“, betont Pflegewissenschaftlerin Prof. Dr. Elke Hotze. Pflegende Angehörige hätten schließlich wenig Zeit, seien viel mehr hoch belastet. Unbedingt müsse die zugehörige App auch jenen eine Hilfe sein, die nicht jeden Tag mit dem Smartphone oder dem Tablet umgehen. „Wir wollen auch die erreichen, die nicht technikaffin sind.“

EASE – leicht zu bedienen und doch voller technischer Möglichkeiten

„Das System wird moderne technische Möglichkeiten umfassen“, betont Prof. Michaela Ramm, Medienwissenschaftlerin an der Hochschule. „Ein gemeinsamer Kalender mit Erinnerungsfunktion für die Medikamentengabe oder den nächsten Arzttermin, eine Scan-Funktion für Medikamente, sowie zusätzliche Technologie wie Sprachassistenz sollen genauso zum Leistungsumfang gehören, wie die Möglichkeit, spezifische Pflege- oder Gebrauchsanweisungen medial zu hinterlegen“, zählt Ramm einige der Funktionen auf.

Therapeuten und ambulante Dienste könnten zudem Informationen zum Zustand des Pflegebedürftigen eintragen, damit auch Angehörige in räumlicher Entfernung die Situation einschätzen und darauf reagieren können. Das digitale System soll außerdem eine Anbindung an intelligente Assistenzsysteme wie zum Beispiel Sturzsensoren und Notrufsysteme ermöglichen.

Datenschutz: Hoher Sicherheitsstandard besonders wichtig

„Das sensible Thema Datenschutz spielt bei EASE eine wichtige Rolle“, unterstreicht Hotze.  „Die Daten werden nur denjenigen Personen zugänglich sein, denen die Pflegebedürftigen oder ihre Angehörigen oder Betreuer Zugang erteilen.“ Und Ramm ergänzt: „Unser Ziel ist ein System, das gleichzeitig mit hoher Funktionalität, hohem Sicherheitsstandard und hoher Usability überzeugt, besser als es die bisher auf dem Markt vorhandenen Systeme leisten.“

Zu den Projektpartnern zählt im Bereich der Feldtests das Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg, im Bereich der Softwarearchitektur das Unternehmen Ascora, sowie auf dem Gebiet der Frontendentwicklung die Agentur Snoopmedia.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Elke Hotze

E-Mail: e.hotze@hs-osnabrueck.de
Telefon: 0541 969-3174

Prof. Michaela Ramm

E-Mail: m.ramm@hs-osnabrueck.de
Telefon: 0541 969-2130

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news-7298 Mon, 16 Dec 2019 09:17:50 +0100 Technologieverband VDE ehrt Professor der Hochschule Osnabrück https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/12/technologieverband-vde-ehrt-professor-der-hochschule-osnabrueck/ Der VDE Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik hat Prof. Dr. Ralf Tönjes für sein außerordentliches ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Im Rahmen des VDE-Hauptstadtforums erhielt der Professor der Hochschule Osnabrück eine VDE-Ehrenurkunde. Seit 2005 lehrt Prof. Dr.-Ing. Ralf Tönjes Mobilkommunikation und Projektmanagement an der Hochschule Osnabrück. Der international renommierte Experte leitet an der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik die Forschungsgruppe „Mobilkommunikation“, der elf wissenschaftliche Mitarbeiter angehören. Neben seiner Lehr- und Forschungstätigkeit engagiert sich Prof. Tönjes seit vielen Jahren ehrenamtlich im VDE Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik. Als Mitglied des Fachausschusses „Kommunikationsnetze und -systeme“ der Informationstechnischen Gesellschaft (ITG) im VDE leitet er seit 2005 die jährliche Fachtagung „Mobilkommunikation“, die im kommenden Jahr zum 25. Mal ausgerichtet wird. Für dieses langjährige ehrenamtliche Engagement hat der Technologieverband dem Professor der Hochschule Osnabrück jetzt eine Ehrenurkunde im Rahmen des VDE-Hauptstadtforums verliehen.

Ralf Tönjes studierte Nachrichtentechnik an der Universität Hannover und Biomedizinische Technik an der University of Strathclyde in Glasgow. 1998 erfolgte die Promotion zum Dr.-Ing. in Elektrotechnik an der Universität Hannover. Anschließend war er bei Ericsson Research in leitenden Positionen tätig, in denen er an der Entwicklung zukünftiger Mobilfunknetze mitwirkte, internationale Forschungsprojekte leitete und Ericsson in Standardisierungsgremien vertrat.

Der Professor der Hochschule Osnabrück ist in Programmkomitees verschiedener internationaler Fachtagungen tätig und unterstützt die Europäische Union, das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft als Gutachter. Er ist Autor und Koautor von über 100 wissenschaftlichen Veröffentlichungen und fünf Patentschriften. Seine aktuellen Forschungsinteressen umfassen Mobilkommunikationsnetze, Internet der Dinge, Smart Grids, Agrartechnik 4.0 und Datensicherheit. Prof. Tönjes ist Leiter eines der fünf Binnenforschungsschwerpunkte, mit denen die Hochschule Osnabrück innovative, interdisziplinäre Projekte eigener Forschungsteams fördert. Der Binnenforschungsschwerpunkt „CityGrid – Intelligente Energieversorgung einer Stadt“ hat zum Ziel, ausgehend von den Bedürfnissen einer realen Stadt, ein auf andere städtische Siedlungsräume übertragbares Konzept für eine effiziente und stabile Energieversorgung zu erarbeiten. Das Konzept soll dabei auf regenerativen Energieformen und der intelligenten – sicheren, robusten und effizienten – Kooperation von Strom- und Wärmeenergieerzeugern sowie den zugehörigen Verbrauchern und Speichern beruhen.

„Internationale Vernetzung, Interdisziplinarität, Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und viele neue Ideen – all das zeichnet Ralf Tönjes als Forscher aus“, sagt Prof. Dr. Bernd Lehmann, Vizepräsident der Hochschule Osnabrück für Forschung, Transfer und Nachwuchsförderung. „Mit seiner ehrenamtlichen Tätigkeit in der ITG bringt er Wissenschaft und Wirtschaft zusammen und leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Mobilkommunikation – einer Technologie, ohne die unser Leben und Arbeiten heute und erst recht morgen unvorstellbar sind“, so Prof. Lehmann.

Weitere VDE-Ehrenurkunden gingen an Prof. Dr.-Ing. Stefan Breide von der Fachhochschule Südwestfalen, Dr.-Ing. Wolfgang H. Döring, Dr.-Ing. Jörg-Peter Elbers von ADVA Optical Networking SE und Dr. Dr. Wolfgang Halang von der FernUniversität Hagen.

 

 

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news-7287 Thu, 12 Dec 2019 14:16:20 +0100 Neue App „SmartFarmCheck“ der Hochschule Osnabrück: So halten landwirtschaftliche Betriebe mit der Digitalisierung Schritt https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/12/neue-app-smartfarmcheck-der-hochschule-osnabrueck-so-halten-landwirtschaftliche-betriebe-mit-der-d/ Wie groß sind meine Felder durchschnittlich? Wie viele Kulturen werden in meinem Betrieb angebaut? Wie viele Felder werden von mir bewirtschaftet? Benutze ich Orientierungshilfen, wenn ich dünge? Säe ich selbst aus oder wird dies durch Dienstleister erledigt? Nutze ich bereits Software wie beispielsweise eine Ackerschlagkartei? Mit der Beantwortung dieser und anderer Fragen erhalten Anwendende der neuen App „SmartFarmCheck“ Antworten darauf, in welchen Bereichen des landwirtschaftlichen Betriebes Schritt für Schritt digitalisiert werden kann. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projektes „Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Lingen“, hat ein Expertenteam der Hochschule Osnabrück ein Potenzialanalyse-System für Agrarbetriebe entwickelt: „SmartFarmCheck“. Diese App ist sowohl im App Store als auch im Google Play Store kostenlos erhältlich. Sie hilft Landwirtinnen und Landwirten, ihren Betrieb wie u. a. GPS-gestütztes Lenksystem, Section Control oder Digitales Büro auf die Digitalisierung vorzubereiten.

Vorstellung auf der Landwirtschaftsmesse

Anlässlich der weltgrößten Landwirtschaftsmesse Agritechnica mit insgesamt über 450.000 Fachgästen vom 10. bis 16. November stellten die Entwickler die App erstmals dem Messepublikum vor. „Das Besondere an unserer App ist, dass in wenigen Minuten das Digitalisierungspotenzial eines landwirtschaftlichen Betriebes ermittelt werden kann“, so Professor Dr. Clemens Westerkamp, Sprecher des Teilprojekts „Competence Of Applied Agricultural Engineering“ (COALA) im Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Lingen. Die App sei auf Basis einer wissenschaftlichen Untersuchung von über 80 Betrieben in acht Landkreisen entstanden. Westerkamp erklärt, dass das System von „SmartFarmCheck“ erste Einstiegsmöglichkeiten vermittle, um landwirtschaftlichen Prozesse zu optimieren und Handlungsbedarf zu erkennen. Er sei besonders stolz, dass sein Team die App nach monatelangem Tüfteln auf der Weltleitmesse für Landtechnik in Hannover vorstellen konnte.

Positives Feedback der Anwendenden

„Die Resonanz der Standbesucher auf der Agritechnica war durchweg positiv“, meint Alexander Grunwald, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Teilprojekt „COALA“, Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Lingen. „Genau das, was mir weiterhilft. Jetzt weiß ich, welche digitale Lösungen meinem Hof etwas bringen könnten“ - eine der vielen positiven Besucherstimmen. „Besonders gefallen hat aber auch, dass die eingegebenen Daten dabei stets anonym sind und nicht gespeichert werden“, ergänzt Grunwald. „Die Standbesucher waren zudem sehr an unseren vielfältigen Angeboten wie Workshops oder Exkursionen interessiert; aber auch daran, dass wir in unserem Team landwirtschaftliche Betriebe umfassend über weitere digitale Lösungen sowie Möglichkeiten informieren und sie dabei mit fachlichem Know-how unterstützen“.

Kontinuierliche Unterstützung

Für landwirtschaftliche Unternehmen birgt die Digitalisierung große Chancen. Doch fehlt häufig das Wissen, wie sie ihre Prozesse umstellen können; Digitalisierung bedeutet für sie vor allem zunächst einmal Unsicherheit für den Hof. Diese Unsicherheit zu nehmen, ist Zweck der App „SmartFarmCheck“. Sie informiert über mögliche Lösungen für explizit ihren Betrieb und ermutigt somit, die Digitalisierung gewinnbringend einzusetzen. Die App wird kontinuierlich optimiert, der Bewertungskatalog erweitert und neue Funktionen eingebaut.

 

Informationen zu der App:
Nikolas Neddermann M.Sc.
Landwirt & Agrarwissenschaftler
Hochschule Osnabrück
Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Lingen, Teilprojekt „Landwirtschaft“
mittelstand40@hs-osnabrueck.de

 

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Nachrichten und Veranstaltungen Fakultäten AuL IuI hochschulweit Art Nachricht Pressemitteilung Ausprägung Forschung
news-7225 Fri, 15 Nov 2019 11:09:00 +0100 Teilnahmerekord bei Karrieremesse „CHANCE“ an der Hochschule Osnabrück: Mehr als 140 Unternehmen knüpfen Kontakte mit Studierenden https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/11/teilnahmerekord-bei-karrieremesse-chance-an-der-hochschule-osnabrueck-mehr-als-140-unternehmen-knue/ Über zwei Tage verteilt haben sich regionale und überregionale Unternehmen auf der Firmenkontaktmesse am Campus Westerberg vorgestellt (Osnabrück, 15. November 2019) Über 140 Unternehmen waren bei der 22. Firmenkontaktmesse „CHANCE“ am Campus Westerberg der Hochschule Osnabrück vertreten – ein neuer Ausstellerrekord. An den Messeständen haben Studierende Informationen zu potentiellen Arbeitgebern und zu möglichen Kooperationen, Praktika und Abschlussarbeiten erhalten. Dabei hatten sie die Möglichkeit, sich mit den Unternehmensvertreterinnen und –vertretern auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Weiterhin fanden über 160 Einzelbewerbungsgespräche statt, in denen sich die Studierenden den Personalverantwortlichen vorstellen konnten. Zusätzlich gab es eine „Jobwall“ mit mehr als 600 Aushängen. Abgerundet wurde das Messe-Programm durch ein umfangreiches Vortragsangebot, bei dem die Besucherinnen und Besucher zum Beispiel über Karrierechancen und Bewerbungsprozesse aufgeklärt wurden.             

„Ich bin heute bei der Chance, weil ich es sehr wichtig finde, frühzeitig mit vielen Unternehmen in Kontakt zu treten. Ich bin wirklich begeistert, wie viele Firmen vor Ort sind“, sagt Jill Kelle, die International Management studiert. Theresa Vorwig nutzte die Firmenkontaktmesse, um sich nach Stellenangeboten umzuschauen. „Ich hoffe hier auf einen Praktikumsgeber für das nächste Jahr zu treffen. Außerdem suche ich einen Werksstudentenjob. Dabei hat mir die Jobwall sehr geholfen,“ berichtet die Kommunikationsmanagementstudentin. Außerdem habe sie sich einige interessante Vorträge angehört.

Organisatorin Meike Mork zeigt sich zufrieden mit dem Verlauf der Messe. „Das Angebot wird sowohl von den Studierenden als auch von den Firmen sehr gut angenommen. Wir haben mit über 140 Unternehmen einen neuen Ausstellerrekord. Mehr als 30 standen noch auf der Warteliste. Damit war die ‚CHANCE‘ so groß wie noch nie.“

 

Weitere Informationen:
Meike Mork
Telefon: 0541 969-3662
E-Mail: m.mork@hs-osnabrueck.de

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Nachrichten und Veranstaltungen AuL hochschulweit Pressemitteilung Studium
news-7213 Thu, 14 Nov 2019 11:09:06 +0100 Haster Campusbier-Verkauf startet in die zweite Runde https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/11/haster-campusbier-verkauf-startet-in-die-zweite-runde/ Das Campusbier der Hochschule Osnabrück ist ab dem 15. November wieder online erhältlich. (Osnabrück, 14. November) Im Mai dieses Jahres wurde eine limitierte Auflage des Haster Campusbiers der Hochschule Osnabrück erstmals online für die Öffentlichkeit angeboten. Nach dem erfolgreichen Verkaufsstart ist nun ein zweiter Brauvorgang gestartet. Ab Freitag, 15. November, kann das Campusbier wieder online bestellt werden. Knapp 450 Kisten des Hochschulbieres stehen zum Verkauf bereit. „Wir freuen uns, dass wir neben dem süffigen Haster Hell nun auch das malzig-milde Haster Dunkel in Flaschen anbieten können", erklärt Prof. Dr. Ulrich Enneking, Professor für Agrarmarketing und Mitinitiator des Campusbiers. Beide Biersorten sind, anders als in der ersten Auflage im Mai, zu einem Festpreis von 29,50 Euro zzgl. Pfand pro Kiste erhältlich. Zusätzlich stehen erstmalig Sechserträger des Hochschulbieres zum Verkauf.

Bereits seit 2009 hat die Hochschule Osnabrück ein eigenes Campusbier. Im Frühjahr arbeiteten rund 14 Studierende des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen Agrar/Lebensmittel an einer Sonderedition des Bieres. In Kooperation mit der Pott‘s Brauerei in Oelde konnte somit zum ersten Mal eine große Menge gebraut und über einen selbst entwickelten Onlineshop außerhalb der Hochschule angeboten werden. Dabei lernten die Studierenden den gesamten Prozess von der Herstellung des Bieres bis zur Vermarktung kennen.

Großes Abholevent am Campus Haste lockt mit spannenden Aktionen

Im ersten Verkaufsdurchgang wurde ein sogenanntes Yield-Pricing-Experiment durchgeführt, wodurch sich der Preis des Campusbieres entsprechend der Nachfrage veränderte. Dabei konnte eine Kiste für einen Preis zwischen 32 und 40 Euro erworben werden. Durch die höhere Produktionsmenge können sowohl das goldgelbe Haster Hell als auch das bernsteinfarbene Haster Dunkel jetzt für einen Festpreis von 29,50 Euro angeboten werden.

Am Freitag, 13. Dezember, können Kunden während eines Abholevents von 14 bis 19 Uhr ihr Bier direkt am Campus Haste abholen. „Dort wird es verschiedene Attraktionen geben“, erzählt Student Julius Rackow. „Die Käuferinnen und Käufer können einen Blick in unser Labor werfen oder ein Biertasting machen“, ergänzt Student Hermann Willoh. Aber auch ein Besuch der Traditionsgaststätte „Schmied im Hone“ in weihnachtlicher Atmosphäre ist möglich.

Neben dem Bier kann eine Geschenkbox mit vielen Artikeln aus dem Onlineshop wie Flaschenöffner, Biergläser und ein Bierdeckelset des Haster Campus, kreiert von der Osnabrücker Künstlerin Martina Schulte, erworben werden.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Ulrich Enneking
Telefon: 0541 969-5126
E-Mail: u.enneking@hs-osnabrueck.de

 

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Nachrichten und Veranstaltungen AuL hochschulweit Pressemitteilung
news-7205 Mon, 11 Nov 2019 12:24:13 +0100 „Mein Weg, mein Studium“: Fachtagung der Hochschule und Universität Osnabrück zur Bildungsgerechtigkeit https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/11/mein-weg-mein-studium-fachtagung-der-hochschule-und-universitaet-osnabrueck-zur-bildungsgerechtigk/ Wie ist mehr Chancengerechtigkeit für Studierende aus nichttraditionellen Milieus zu erreichen? – Mit dieser Frage befasste sich jetzt die Fachtagung des Verbundprojekts „Mein Weg, mein Studium“ der Hochschule und der Universität Osnabrück. Über 70 Gäste aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft informierten sich am 4. November über Ergebnisse des Projekts, das vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) gefördert wird. Erfolgreiche Wege in und durch das Studium: Unter dieser Leitidee steht seit 2018 das gemeinsame Projekt von Hochschule und Universität Osnabrück "Mein Weg, mein Studium". Das Team um Prof. Barbara Schwarze (Hochschule) und Prof. Dr. Thomas Bals (Universität) hat sich zum Ziel gesetzt, die Chancengerechtigkeit für solche Studierenden zu erhöhen, die aus sogenannten nichttraditionellen Milieus kommen. Auf der diesjährigen Fachtagung in der Hochschulaula berichteten die Projektverantwortlichen über Ergebnisse ihrer Arbeit und diskutierten mit über 70 Gästen, darunter Kooperationspartner und Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.

Ob jemand als Erste oder Erster in seiner Familie studiert, aus einer einkommensschwachen Familie kommt beziehungsweise einen Migrationshintergrund hat: Es gibt viele Gründe, warum der Weg in und durch das Studium alles andere als einfach ist. Deshalb sei es „gesellschaftspolitische Verantwortung von Hochschulen, allen talentierten jungen Menschen die bestmögliche Bildung zu ermöglichen – unabhängig von deren Herkunft oder Portemonnaie“, sagt die Projektleiterin Barbara Schwarze, Professorin für Gender und Diversity Studies. Ihr Kollege Thomas Bals, Professor für Berufs- und Wirtschaftspädagogik und zugleich Uni-Vizepräsident für Hochschulentwicklung und Strategie, ergänzt: „Über die Hälfte eines Jahrgangs ist heute studienberechtigt – das ist ein deutlicher Unterschied zu früher. In Folge wird die Studierendenschaft immer bunter. – Dieser Herausforderung wollen wir uns stellen und im Sinne der Bildungsgerechtigkeit gute Rahmenbedingungen für unterschiedliche Wege ins Studium schaffen.“

Seit 2012 fördert das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) Hochschulprojekte für mehr Chancen- und Bildungsgerechtigkeit. Die MWK-Referentin Dr. Katja Kohrs ist von Anfang an dabei und weiß, dass es viele Hindernisse für Studierende aus nichttraditionellen Milieus gibt. Ein Beispiel: „Familien, in denen noch niemand studiert hat, tendieren dazu, Kosten für ein Studium zu überschätzen und zugleich dessen langfristige ökonomische und soziale Vorteile zu unterschätzen.“ Hier seien nachhaltige Konzepte, maßgeschneiderte Beratung sowie zielgerechte Kommunikation Schlüssel zum Erfolg.

Dass Erfolg auch Zeit braucht, betonte der Hochschul-Vizepräsident für Studium und Lehre Prof. Dr. Alexander Schmehmann. Er dankte dem Ministerium dafür, dass es „mit Substanz und langem Atem“ mehrere themenbezogene Projekte der Hochschule fördert. Dank der Förderlinie konnte bereits vieles nachhaltig verbessert werden – ob in der Fach- und Studienberatung oder in der Zusammenarbeit mit Schulen. „60 Prozent unserer Studierenden kommen aus Nichtakademiker-Familien. Gerade für diese jungen Menschen sind eine gute Beratung und Austausch mit anderen Studierenden – beispielsweise in unseren Mentoring-Programmen – das A und O für ein erfolgreiches Studium.“

Wie bunt ist die Studierendenschaft an der Hochschule und der Universität Osnabrück? Wo sehen Studierende Hindernisse und welche Unterstützung wünschen sie sich? – Mit diesen Fragen befasste sich die QUEST-Studie, die die beiden Hochschulen gemeinsam mit dem CHE Centrum für Hochschulentwicklung durchgeführt haben. Prof. Schwarze und die Uni-Projektmitarbeiterin Katharina Wehking stellten die wichtigsten Ergebnisse vor.

Um Bildungsgerechtigkeit sowie Hindernisse und Erfolgsrezepte vor, während und nach dem Studium ging es im Fachvortrag des Hauptredners Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani, der seit Sommer dieses Jahres eine Professur für Erziehung und Bildung in der Migrationsgesellschaft an der Universität Osnabrück innehat. Der renommierte Soziologe und Bestsellerautor referierte über Bildungsaufsteigerinnen und -aufsteiger aus benachteiligten Milieus. In seiner Rede zeigte er zudem – gestützt auf zahlreiche Studien – den Zusammenhang zwischen der derzeitigen Bildungsexpansion und den „Magnetfeldern“ wie Macht, Geld oder auch „Vitamin B“ auf, die unsichtbar sind und jedoch eine mächtige Wirkung entfalten. Gespannte Zuhörerschaft und eine lebhafte Diskussion nach einem Vortrag voller Elan, Fakten und Humor waren dem Redner sicher.

Gearbeitet wurde auch in der Mittagspause: Fünf MWK-geförderte Projekte aus der Förderlinie „Wege ins Studium öffnen“ wurden in einer moderierten Postersession vorgestellt. Anschließend standen Workshops zu vier Themenfeldern der Förderlinie auf dem Programm – geleitet von den jeweiligen Projektteams der Hochschule Emden/Leer, Hochschule Osnabrück, Ostfalia Hochschule, Universität Hildesheim und Universität Osnabrück.

„Bei der Abschlussdiskussion lobten unsere Gäste die gelungene Mischung aus Impulsvorträgen, dem Hauptvortrag und den Workshops“, freute sich die Organisatorin der Tagung Marika Gervens. Laut der wissenschaftlichen Mitarbeiterin der Hochschule Osnabrück seien dank dem Austausch bereits neue Ideen entstanden, wie zuweilen holperige Wege in und durch das Studium geebnet werden können.

 

Hintergrundinformationen:

Projektkonzeption
Die Projektkonzeption sieht eine intensive Unterstützung von Schülerinnen und Schülern in der individuellen Bildungsentscheidung an der Schwelle ins Hochschulsystem vor sowie Unterstützungsformate im Studium und am Übergang in den Beruf. Auf diese Weise werden die Studierenden mit den geplanten Maßnahmen im gesamten „studentischen Lebenszyklus“ unterstützt. Zur Qualitätssicherung wird eine wissenschaftliche Begleitforschung durchgeführt. An der Universität Osnabrück wird der Fokus auf die Unterstützung von Studierenden im Studiengang „Lehramt an berufsbildenden Schulen“ gelegt. Die Hochschule Osnabrück setzt den Schwerpunkt auf die Stärkung der MINT-Studierenden beim Übergang in den Beruf. MINT steht dabei für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

 

Kooperationspartner
Das Projekt wird von zahlreichen universitäts- und hochschulinternen sowie externen Kooperationspartnern unterstützt. Zu den internen Kooperationspartnern zählen die Zentrale Studienberatung, das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) und das Institut für Islamische Theologie (IIT) der Universität Osnabrück sowie das Projekt „Vielfalt integrieren“ des LearningCenters der Hochschule Osnabrück. Als externe Kooperationspartner konnten das Studentenwerk Osnabrück, die ehrenamtliche Initiative ArbeiterKind.de, das Studienförderwerk AVICENNA, die Agentur für Arbeit Osnabrück, die Koordinationsstelle Migration und Teilhabe und der Migrationsbeirat der Stadt Osnabrück sowie das Migrationszentrum und der Integrationsbeauftragte des Landkreises Osnabrück gewonnen werden.

 

 

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Nachrichten und Veranstaltungen Fakultäten IuI hochschulweit Art Nachricht Pressemitteilung Ausprägung Studium Forschung
news-7195 Fri, 08 Nov 2019 18:43:00 +0100 Agritechnica 2019: Hochschule Osnabrück mit sechs Projekten auf Weltleitmesse für Landtechnik vertreten https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/11/agritechnica-2019-hochschule-osnabrueck-mit-sechs-projekten-auf-weltleitmesse-fuer-landtechnik-vertre/ Über 2.750 Aussteller zeigen auf vollständig ausgebuchtem Messegelände in Hannover Innovationen, Konzepte und Visionen für die Landtechnik von heute und morgen. Auch die Hochschule Osnabrück stellt ihre Forschungsprojekte am gemeinsamen Stand des Landes Niedersachsen in Halle 21 vor. Vom 10. bis 16. November werden rund 2.750 Aussteller aus 51 Ländern ihre Innovationen, Konzepte und Visionen für die Landtechnik von heute und morgen auf der Agritechnica, der Weltleitmesse für Landtechnik, in Hannover präsentieren. Der Veranstalter, Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), erwartet in diesem Jahr mehr als 400.000 Gäste, darunter über 100.000 aus dem Ausland. Alle führenden Unternehmen der Branche werden laut einer DLG-Pressemitteilung mit einem umfassenden Angebot, vielen Innovationen und Produktneuheiten vertreten sein. Im Fokus der diesjährigen Messe stehen Lösungen für die strategischen Fragestellungen von Branche und Gesellschaft.

„Agrarsysteme und -technologien“ ist einer der vier Forschungsschwerpunkte der Hochschule Osnabrück.  Selbstfahrende Feldroboter, Feldversuche in Westsibirien vor dem Hintergrund des Klimawandels oder die Mitentwicklung eines Niedrigenergie-Gewächshauses: Forschungsarbeiten befassen sich mit unterschiedlichsten Aspekten der Landwirtschaft. „Die Teilnahme an der Agritechnica ist für uns bereits Tradition“, sagt der Vizepräsident für Forschung, Prof. Dr. Bernd Lehmann. „Die weltgrößte Agrarmesse bietet unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine hervorragende Plattform für Vorstellung unserer Innovationen und auch für Vernetzung über Fach- und Ländergrenzen hinaus.“ Gleich sechs Projektteams der Hochschule Osnabrück sind auf der Agritechnica 2019 vertreten.


Hülsenfrüchte: Dank Sensoren Unkraut regulieren und Wasser sparen
Mit Sensoren Unkraut erkennen, um eine teilflächenspezifische Bearbeitung des Bodens mit einem Rollstriegel zu ermöglichen: Das ist – vereinfacht ausgedrückt – das Ziel des Teams um Prof. Dr. Dieter Trautz vom Fachgebiet Umweltschonende Landbewirtschaftung. Dafür werden einzelne Segmente des Rollstriegels technisch so umgebaut, dass sie ein- und ausgesetzt werden können. Vorteil dieses innovativen Konzeptes ist die Minimierung der Keimstimulierung von Unkrautsamen durch Bodenbewegung. Auch verringert sich dadurch der Humusabbau und infolgedessen auch die Freisetzung des Stickstoffs, was Hülsenfrüchten zugutekommt. Ein weiterer Pluspunkt: Der unproduktive Wasserverbrauch wird vermindert – davon profitieren besonders Standorte mit schlechter Wasserversorgung.


Autonome Copter im Gewächshaus
Maryam Fadami und Prof. Dr. Thomas Rath vom Labor für Biosystemtechnik befassen sich mit selbstfliegenden Coptern in Gewächshäusern: Besonders bei großen Gewächshausanlagen sind sie nützlich und ökonomisch sinnvoll. Das Problem: Die für die Navigation notwendigen GPS-Signale werden oft durch Bedachungsmaterialien abgeschirmt oder sind zu ungenau. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Flugumgebung ständig ändert – ob durch Pflanzenwachstum oder durch bewegte Tischsysteme. Das führt zu kostspieligen Kollisionen mit Pflanzen, Konstruktionsteilen oder Maschinen. Um das zu vermeiden, testet das Forschungsteam unterschiedliche Navigationssysteme auf deren Einsatzfähigkeit im Gewächshaus und optimiert bestehende Lösungen. Eine weitere Idee ist, die Klimaregelung in Gewächshäusern mit autonomen Coptern zu verbessern. Dafür werden mit integrierten Miniatursensoren – beispielsweise Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Licht – komplexe Klimazustände mobil erfasst und zur Klimaverbesserung im Gewächs eingesetzt.


Vorsprung durch höherfeste Stähle: Konstruktiver Leichtbau in der Landmaschinentechnik
Prof. Dr. Christian Schäfers und Prof. Dr. Viktor Prediger vom Laborbereich Fahrzeugtechnik haben die Anwendung von hoch- und höherfesten Stählen in der Landtechnik untersucht. Ziel ihres Projektes war die Analyse und Leichtbauoptimierung eines 36 Meter breiten Gestänges, das bei einer Feldspritze zum Einsatz kommt. Nachdem in Versuchsfahrten real auftretende Belastungen ermittelt wurden, haben die Forscher ein Berechnungsmodell erstellt und validiert. Durch grundlegende Querschnittsberechnungen konnten sie dann die optimale Anordnung und Dimensionen der eingesetzten Stahlrohre bestimmen. Das Ergebnis: eine Materialeinsparung von beinahe 40 Prozent. – Im Vergleich zur ursprünglichen Masse von 260 kg konnte ein Gestängesegment bei gleicher Funktion mit etwa 100 kg Stahl weniger ausgeführt werden.


Mobil & modular: Indoor-Farming und Prüfsysteme für die Agrartechnik
Professor für Elektrische Antriebe und Grundlagen Dr. Hans-Jürgen Pfisterer und Professor für Gemüseproduktion und -verarbeitung Dr. Andreas Ulbrich stellen ihre Projekte in einer klimatisch kontrollierbaren modularen Einheit dar. Das eine Exponat zeigt unterschiedliche Ansätze vertikaler erdeloser Kultursysteme in einer kontrollierbaren Atmosphäre für eine standortflexible, standardisierbare und ganzjährige pflanzliche Lebensmittelproduktion. Durch eine intelligente und dynamische Kulturführung, eine optimierte Raumausnutzung sowie eine Steigerung des Wertschöpfungspotentials der erzeugten Produkte soll die Wirtschaftlichkeit solcher Agrarsysteme optimiert werden. Ein weiterer Fokus liegt auf der Kopplung des Agrarsystems mit der Umgebung, um Stoff- und Energiekreisläufe zu schließen und eine deutliche Effizienzsteigerung zu erzielen. Das Thema „Standortflexibilität“ greift auch das zweite Exponat auf – ein System zur Prüfung landtechnischer elektromechanischer Komponenten. Damit können innovative Antriebs- und Elektronikkomponenten entwickelt und bei Unternehmen vor Ort auf Betriebsfestigkeit geprüft werden.


Mobile Nährstoffanalyse direkt auf dem Acker
Kleinräumige Kenntnis von Bodeneigenschaften ist für den modernen Pflanzenbau und den optimalen Ressourceneinsatz unentbehrlich. Das bisherige Analyseverfahren mit Labormessungen der Bodenproben bietet keine Optionen für eine Online-Verifizierung der Messergebnisse und erfordert eine Bodenentnahme mit entsprechenden Transportprozessen. An der Lösung arbeitet – gemeinsam mit fünf Kooperationspartnern – das Team um Prof. Dr. Arno Ruckelshausen vom Labor für Mikro- und Optoelektronik. Entwickelt wird ein modular aufgebautes, mobiles Feldlabor für verschiedene Trägerfahrzeuge. Das Feldlabor soll während der Überfahrt die Bodenprobe nehmen, aufbereiten, analysieren – und danach auf dem Acker belassen. Der hohe Automatisierungsgrad und das lokale Datenmanagement mit der Anbindung an externe Datenplattformen schaffen Flexibilität in Verbindung mit ökologischen und ökonomischen Verbesserungen. Neben der automatischen Bewertung der Daten bieten sich auch Potenziale für individuelle Auswertungen zur Beratung: Beispiele sind hier das Ertrags- und Düngemanagement.

Exponate / Termine mit Beteiligung des Teams um Prof. Ruckelshausen:

  • Stand des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (Halle 21/Stand A05): Forschungsprojekt „soil2data“ (Hauptansprechpartner: Vadim Tsukor, Dr. Stefan Hinck)
     
  • Amazonen-Werke (Halle 9, Stand H19): BoniRob mit „MWLP-Weeder“-Demo (mechanische Unkrautregulierung), das System wird im Forschungsprojekt „Experimentierfed Agro-Nordwest“ eingesetzt (Hauptansprechpartner: Christian Scholz, Andreas Linz)
     
  • Agrotech-Valley Forum e.V. (Halle 21, Stand F32): Erstmalige Vorstellung des Agrotech-Valley auf der Agritechnica mit Standbetreuung durch verschiedene Partner (darunter Hochschule Osnabrück)
     
  • Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung BLE (Halle 21, Stand C28a): Komponenten des Projektes „soil2data“ (Vadim Tsukor)
     
  • Podiumsdiskussion „Wenn der Feldroboter nach Unkraut sucht – wie wichtig ist der Einsatz von künstlicher Intelligenz für die Agrarbranche?“ (Halle 19, Saal New York 1; 13.11. 13:30 Uhr):Gastgeber des Podiumsgesprächs sind Barbara Otte-Kinast, Niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie Björn Thümler, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur. Moderator Dr. Henning Müller begrüßt auf der Bühne die Experten Prof. Dr. Arno Ruckelshausen von der Hochschule Osnabrück; Prof. Dr. Engel Hessel, Digitalisierungsbeauftragte des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, sowie Dr. Volker Heinz, Vorstand Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik)
     
  • Vortrag „Analyse-to-go – Mobile Bodenuntersuchung und Datenmanagement“ (Halle 15 / Stand G30, 15.11., 13:30 Uhr, Dr. Stefan Hinck)

 

Auch in der aktuellen Ausgabe des Podcasts "Hochschulstimmen" der Hochschule Osnabrück steht die Agritechnica im Mittelpunkt. Prof. Dr. Arno Ruckelshausen gibt Einblicke in die zahlreichen Forschungsarbeiten an der Hochschule Osnabrück und berichtet, was auf der Agritechnica zu sehen sein wird.

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