Neuigkeiten an der Hochschule Osnabrück https://www.hs-osnabrueck.de/ de_DE Hochschule Osnabrück Fri, 19 Apr 2019 00:00:59 +0200 Fri, 19 Apr 2019 00:00:59 +0200 TYPO3 EXT:news news-6691 Wed, 10 Apr 2019 15:53:12 +0200 IfM unterstützt OSNABRÜCKER ERKLÄRUNG DER VIELEN https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/04/ifm-unterstuetzt-osnabruecker-erklaerung-der-vielen/ Kulturschaffende setzen Zeichen für den Zusammenhalt in Kunst und Kultur und gegen populistische sowie völkisch-nationale Strömungen Zahlreiche Kulturschaffende verschiedener Institutionen, Verbände und Vereinigungen sowie selbstständige Kulturschaffende haben heute bei einem offiziellen Termin im Museumsquartier die Osnabrücker ERKLÄRUNG DER VIELEN unterzeichnet. Für das Institut für Musik der Hochschule Osnabrück war Dekan Prof. Sascha Wienhausen dabei. Mit der Erklärung wollen die Unterzeichnenden den Zusammenhalt in Kunst und Kultur als Teil der Zivilgesellschaft gegen populistische sowie völkisch-nationale Strömungen deutlich artikulieren und ein gesellschaftspolitisches Signal setzen:


KUNST SCHAFFT EINEN RAUM ZUR VERÄNDERUNG DER WELT

Als Aktive der Kulturlandschaft in Deutschland stehen wir nicht über den Dingen, sondern auf einem Boden, von dem aus die größten Staatsverbrechen der Menschheitsgeschichte begangen wurden. Kunst wurde als „entartet“ diffamiert und Kultur flächendeckend zu Propagandazwecken missbraucht. Millionen Menschen wurden ermordet oder gingen ins Exil, unter ihnen auch viele Künstler*innen. Gerade als Kunstschaffende der Friedensstadt Osnabrück sehen wir es als selbstverständliche Pflicht an, für Frieden und Demokratie einzutreten und uns im öffentlichen Diskurs dafür einzusetzen.

Heute begreifen wir die Kunst und ihre Einrichtungen, die Museen, Theater, Ateliers, Clubs und urbanen Orte als offene Räume, die Vielen gehören.

Unsere Gesellschaft ist plural. Viele unterschiedliche Interessen treffen aufeinander und finden sich oft im Dazwischen. Demokratie muss täglich neu verhandelt werden –  aber immer unter einer Voraussetzung: Es geht um Alle, um jede*n Einzelne*n als Wesen der vielen Möglichkeiten!

Der rechte Populismus, der die Kultureinrichtungen als Akteur*innen dieser gesellschaftlichen Vision angreift, steht der Kunst der Vielen feindselig gegenüber. Rechte und nationalistische Gruppierungen und Parteien stören Veranstaltungen, wollen in Spielpläne und Programme eingreifen, polemisieren gegen die Freiheit der Kunst und arbeiten an einer Renationalisierung der Kultur.

Ihr verächtlicher Umgang mit Menschen auf der Flucht, mit engagierten Kulturschaffenden, mit Andersdenkenden verrät, wie sie mit der Gesellschaft beabsichtigen umzugehen, sobald sich die Machtverhältnisse zu ihren Gunsten verändern würden.

Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung sind Alltag. Dieses Bündnis will in die Tiefe wirken. Wir setzen uns deswegen mit den eigenen Strukturen auseinander und stellen diese zur Verhandlung. Wir müssen die Kunst- und Kulturräume sowie unsere Gesellschaft öffnen, damit wir wirklich Viele werden!

Wir als Unterzeichnende der Kunst- und Kultureinrichtungen von Stadt und Landkreis Osnabrück, ihrer Interessensverbände und freie Kunst- und Kulturschaffende begegnen diesen Versuchen mit einer klaren Haltung:

  • Die Unterzeichnenden führen den offenen, aufklärenden, kritischen Dialog über Strategien, die demokratische Grundwerte untergraben. Sie gestalten diesen Dialog mit Mitwirkenden und dem Publikum in der Überzeugung, dass die beteiligten Institutionen den Auftrag haben, unsere Gesellschaft als eine demokratische fortzuentwickeln.
  • Wir, die Unterzeichnenden, bieten kein Podium für völkisch-nationalistische Propaganda
  • Wir, die Unterzeichnenden, wehren die Versuche der Rechtsnationalen ab, Kultur für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.
  • Wir, die Unterzeichnenden, solidarisieren uns mit Menschen, die durch rechte Ideologien immer weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.

SOLIDARITÄT STATT PRIVILEGIEN. ES GEHT UM ALLE. DIE KUNST BLEIBT FREI!

Selbstverpflichtung – Osnabrücker Erklärung

1. Als Unterzeichner*innen sind Kultureinrichtungen, Kunstinstitutionen, Theater, Museen und Interessenvertretungen oder Verbände angefragt.

2. Mit der Unterzeichnung erklären sich die Leitungspersonen oder das Leitungsteam bereit, den Text der Erklärung innerhalb der eigenen Organisation unter Mitarbeiter*innen, Ensemblemitgliedern, Kurator*innen, Publikum und Besucher*innen bekannt zu machen und zur Diskussion zu stellen.

3. Die Erklärung wird auf der Internetseite, im Programmheft, als Aushang im Foyer uvm. veröffentlicht.

4. Die Unterzeichner*innen werden auf der Homepage dievielen.de sichtbar gemacht. Eine Verlinkung ist gewünscht.

5. Die golden–glitzernde Rettungsdecke, das Symbol der Vielen, soll je nach Corporate Design der Einrichtung Anwendung im Zusammenhang mit der Erklärung finden – ob als Layout-Hintergrund, als Icon oder golden-glänzend hinterlegte Schrift.

6. Die Unterzeichnenden bereiten Informationsveranstaltungen, Gespräche und Aktivitäten im Sinne der fünf Handlungsebenen der Erklärung vor, die Termine werden gemeinsam über dievielen.de kommuniziert.

7. Im Rahmen der eigenen Pressearbeit und einer Pressemitteilung werden die Erklärung und die Kampagne mit Stichtag zum 10.04.2019 veröffentlicht. Aktionen zum Kampagnenstart wie das Hissen der goldenen Rettungsdecken an den Kulturorten, erste Informationsveranstaltungen, Lesungen uvm. werden selbstständig realisiert und gemeinsam koordiniert.

8. Die Kampagne zur Osnabrücker Erklärung der Vielen hat einen regionalen Charakter und wird über regionale Zusammenschlüsse von Kultureinrichtungen als „Berliner, Hamburger, Kölner, Dresdener uvm. Erklärung der Vielen“ bundesweit verbreitet.

9. Neben den unterzeichnenden Kultureinrichtungen können auch Einzelpersonen und Künstler*innengruppen ihre Zustimmung als Unterstützende erklären.

10. Kultureinrichtungen können sich als Unterzeichnende natürlich auch noch nach dem 10.04.2019 mit der Erklärung verbinden.

11. Die unterzeichnenden Einrichtungen beteiligen sich aktiv an einer bundesweiten Kampagne mit Aktionstagen, Dialogforen und der Mobilisierung zu einer „Glänzenden Demonstration der Kunst und Kultur – Solidarität statt Privilegien. Es geht um Alle. Die Kunst bleibt frei!“ in Berlin und anderen Städten zum Mai 2019 (Sonntag, 19. Mai 2019).

12. Die Unterzeichnenden verpflichten sich zu gegenseitiger Solidarität mit Kultureinrichtungen und Akteur*innen der Künste, die durch Hetze und Eingriffe in die Freiheit der Kunst unter Druck gesetzt werden.

13. Die Unterzeichnenden bleiben durch regelmäßige Treffen im Austausch miteinander.

DIE VIELEN e.V. / Mariannenplatz 2 / 10997 Berlin / erklaerung@dievielen.de

Weitere Informationen und alle Unterzeichnenden finden Sie unter: https://www.dievielen.de/erklaerungen

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hochschulweit IfM Nachricht
news-6683 Mon, 08 Apr 2019 11:50:06 +0200 Digitale und gendergerechte Pflege https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/04/digitale-und-gendergerechte-pflege/ Fachtagung an der Hochschule Osnabrück zur Digitalisierung in der Pflege mit Sozialministerin Dr. Carola Reimann und Landrat Dr. Michael Lübbersmann (Osnabrück, 8. April 2019) Welche digitalen Kompetenzen Pflegende künftig benötigen, um allen Anforderungen ihres Berufes gewachsen zu sein und welche digitalen Hilfen Entlastung im Pflegeaufwand und in der Organisation von Pflege bieten, war Thema der Fachtagung „Aufbruch in eine neue Arbeitswelt: Pflege digital und gendergerecht“, Anfang April in der Hochschule Osnabrück.

Die rund 150 Teilnehmenden der Fachtagung beschäftigten sich in drei Workshops intensiv mit den Themengebieten Digitale Unterstützung im Wohnumfeld, dem Erwerb digitaler Kompetenzen in Pflegeberufen und dem Thema „Pflege auf Distanz“ für Angehörige mit Pflegeverantwortung und Berufstätigkeit.

Zum Hintergrund

In Deutschland leben knapp drei Millionen Pflegebedürftige, die von etwa 1,1 Millionen Beschäftigten in der stationären und ambulanten Pflege versorgt werden. Etwa 2,2 Millionen Pflegebedürftige werden zu Hause betreut, davon 1,4 Mio. ausschließlich durch Angehörige. Die Nachfrage nach ambulanter Pflege wird von drei Seiten getrieben: Die Pflegezeiten werden länger, die Kapazitäten für private Pflege nehmen aufgrund gesteigerter Erwerbstätigkeit besonders bei Frauen und räumlicher Distanz ab und bis 2050 ist mit einer weiteren Zunahme von 1,8 Mio. Pflegebedürftigen zu rechnen. Dies kann zu einem erheblichen Arbeitskräftemangel in der Pflege führen.

2017 waren in Niedersachsen knapp 90 Prozent aller Beschäftigten in ambulanten Pflegediensten Frauen. In Pflegeheimen beträgt der Frauenanteil des eingesetzten Personals beinahe 85 Prozent.

Die Beteiligten:

Der Fachtag „Aufbruch in eine neue Arbeitswelt: Pflege digital und gendergerecht“, wurde veranstaltet vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, der Hochschule Osnabrück, dem Landkreis Osnabrück, dem Verbund Frau & Betrieb e.V., sowie dem Living Lab Wohnen und Pflege.

Weitere Informationen:

Martin Schnellhammer
Leitung Living Lab
Telefon: 0541 969-2006
E-Mail: m.schnellhammer@hs-osnabrueck.de

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WiSo hochschulweit Nachricht Forschung
news-6681 Sat, 06 Apr 2019 07:00:00 +0200 Osnabrücker Hochschulen beeindrucken auf der Hannover Messe https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/04/osnabruecker-hochschulen-beeindrucken-auf-der-hannover-messe/ Materialeffizenz durch innovativen Leichtbau, ein vereinheitlichtes Developement-Kit für Entwicklungsprozesse, Ladekonzepte für E-Autos und Hilfe bei der Diagnose neurologischer Erkrankungen: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, Wissen-schaftsminister Björn Thümler und Staatssekretärin Dr. Sabine Johannsen zeigten sich beeindruckt am Stand von Hochschule und Universität Osnabrück. Seit vielen Jahren zeigen beide Osnabrücker Hochschulen regelmäßig herausragende Exponate auf der Hannover Messe. E-Mobilität mit den Aspekten von Nachhaltigkeit, Technik und Design zu verzahnen – dafür steht das Stahlständerwerk des Carports mit 16 transparenten Photovoltaik-Paneelen und integrierter AC-Ladesäule (bis max. 22 kW) des Teams von Prof. Pfisterer der Hochschule Osnabrück.
Der Carport wird erstmals im Rahmen der Hannover Messe 2019 auf dem Stand des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur der Öffentlichkeit in Halle 2, Stand A 08 präsentiert. Das Exponat demonstriert das Laden mit regenerativ erzeugter Energie von E-Autos für eine Fahrleistung von bis zu 6.000 km pro Jahr direkt vor der Haustür oder im öffentlichen Raum.
Das ungewöhnliche Design ist Ergebnis eines internen Wettbewerbs an der Hochschule Osnabrück, der Industrial Design-Studierende dazu aufrief, außergewöhnliche Stellplätze für Elektrofahrzeuge zu entwerfen.
Pfisterer, Leiter des Kompetenzzentrum Elektronik und Antriebstechnik (KEA) an der Hochschule, befasst sich intensiv mit den Bereichen Energiespeicher, Elektromobilität und Energieeffizienz. „Ladeinfrastruktur für Elektromobilität ist im Alltag noch zu wenig sichtbar“, erklärt er. „Der aus dem Wettbewerb hervorgegangene Carport macht Ladeinfrastruktur sichtbarer und leistet somit einen Beitrag zur Verbreitung von Elektrofahrzeugen.“

Universität Osnabrück: Projekt GRAPEFRUIT
Projekte im Bereich des maschinellen Lernens sind ein sehr zeitintensiver und interdisziplinärer Prozess. Für das optimale Ergebnis müssen unterschiedliche Architekturen wie auch neue Ansätze fortwährend implementiert und experimentell in Bezug auf Ihre Qualität bewertet werden. Unter Beteiligung von Mathematikern, Statistikern, Data Scientist und Informatikern entstehen dabei unter hohem Aufwand individuelle Lösungen für spezifische Herausforderungen in Forschung und Industrie. GRAPEFRUIT, ein Projekt der Universität Osnabrück, welches ebenfalls auf der Hannover Messe präsentiert wird, bietet hier ein vereinheitlichendes Development-Kit, um diesen Entwicklungsprozess zu gestalten. Es begleitet alle Beteiligten von der Sammlung und Speicherung der Daten über die Konzeption und Realisierung der Modelle bis hin zu deren Evaluierung. Während Computerexperten sich auf die Integration existierender Ressourcen und die Implementierung neuer Verfahren fokussieren können, gestalten Datenanalysten die Datenpipeline über Konfigurationsdateien, ohne eine einzige Zeile Code schreiben zu müssen. So eröffnen sich weitreichende Möglichkeiten für Effizienzgewinne, automatisierte Evaluationen und revisionssicheres Projektmanagement. Neue Projekte und Modelle kön-nen so schneller skaliert und umgesetzt werden.

Materialeffizienz durch innovativen Leichtbau
Die konkrete Material- und Energieeffizienzerhöhung in der gesamten Wertschöpfungskette der Produktion eines mobilen Presscontainers ist Inhalt des Projektes, das Prof. Dr. Christian Schäfers von der Hochschule Osnabrück präsentiert. Umfangreiche Berechnungen mit der Finite Elemente Methode (FEM) haben Ergebnisse hervorgebracht, die es ermöglichten, die Maschine optimal materialeffizient auszulegen und dabei die Fertigungskosten stark zu reduzieren. Der ausgestellte Presskopf der Maschine zeichnet sich insbesondere durch das Pressschild aus, das mit Hilfe einer Topologieoptimierung um 39 Prozent leichter konstruiert werden konnte. Die Gesamtgewichtsersparnis der Maschine von rund 550 kg bewirkt neben dem geringeren Materialverbrauch eine höhere Zuladung und somit einen effizienteren Einsatz des mobilen Presscontainers. „Durch diese Möglichkeit des mobilen Presskopfcontainermoduls „to go“ kann die Technologie auch in Schwellenländer transferiert werden und dort einen Betrag für die effiziente Müllentsorgung leisten“, erläutert Prof. Schäfers.

Hilfe bei der Analyse neurologischer Erkrankungen
In Kooperation der Universität Osnabrück stellt die MindQ GmbH & Co. KG, Osnabrück auf der Messe eyeTrax vor. eyeTrax ist ein Machine-Learning-Tool zur robusten Entwicklung von Biomarkern und Mustern für die Analyse neurologischer Erkrankungen anhand spezifischer Augenbewegungen. Die Daten werden mittels Hochleistungs-Eye-Tracking, welches in eine Virtual-Reality-Brille integriert ist, erfasst. In der virtuellen Realität wird eine Simulation abgespielt, die bestimmte Augenbewegungen triggert, welche wiederum Rückschlüsse auf das neuronale System des Menschen erlauben. Das hochentwickelte Expertensystem eyeTrax wird beispielsweise zur diagnostischen Analyse und dem Management leichter Schädel-Hirn-Traumen anhand der standardisierten und objektivierten Messung spezifischer Augenbewegungen und -reaktionen in der Forschung eingesetzt. Das Ziel ist die Entwicklung eines Machine-Learning-Toolkits, welches (basierend auf eyeTrax-Daten) zur Entdeckung neuer Muster aus Biomarkern für die Erforschung neurologischer Erkrankungen, die mit herkömmlichen mathematisch/statistischen Methoden derzeit noch nicht systematisch untersucht werden können, beiträgt oder die Entdeckung erst ermöglicht.

Stand auf der Hannover Messe zeigt das hohe Forschungspotential an Osnabrücks Hochschulen
Seit vielen Jahren sind die Osnabrücker Hochschulen Aussteller auf der Hannover Messe. Auch in diesem Jahr fanden die Forschungsprojekte reges Interesse beim Fachpublikum und sowohl der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil, Wissenschaftsminister Björn Thümler, Staatssekretärin Dr. Sabine Johannsen sowie zahlreiche weitere Besucherinnen und Besucher aus Politik, Wissenschaft und Forschung  informierten sich ausführlich an den Messeständen.
Unterstützt werden die Wissenschaftler von Hochschule und Universität Osnabrück im Vorfeld und während der Messe von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Bereich Technologie- und Innovationsmanagement, einer gemeinsamen Einrichtung der Hochschule Osnabrück und der Universität Osnabrück.

 

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Nachrichten und Veranstaltungen hochschulweit Nachricht Forschung
news-6675 Thu, 04 Apr 2019 16:00:00 +0200 UAS7 begrüßt Änderungen beim Promotionsrecht in NRW https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/04/uas7-begruesst-aenderungen-beim-promotionsrecht-in-nrw/ Die im UAS7-Verbund zusammengeschlossenen sieben großen forschungsorientierten deutschen Fachhochschulen mit starker internationaler Ausrichtung, zu denen auch die Hochschule Osnabrück zählt, sehen die geplante Gesetzesänderung zum Promotionsrecht in NRW positiv. Die Einrichtung eines hochschulübergreifenden Promotionskollegs für angewandte Forschung stellt eine klare Stärkung dieses Hochschultyps vor. „Promotionen an FHs/HAWs sind Teil unserer Stärke in der angewandten Forschung. Wir legen dabei großes Gewicht auf die Interaktion mit Wirtschaft und Gesellschaft und greifen aktuelle praktische Fragestellungen auf. Zukunftsorientierte Wissenschaft braucht dringend auch anwendungsorientierte Promotionen auf hohem wissenschaftlichem Niveau“ so der UAS7-Vorsitzende Prof. Dr. Andreas Zaby, Präsident der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin. Weiter formuliert er: „Das Bundesland Nordrhein-Westfalen setzt mit dem Vorschlag, ein hochschulübergreifendes Promotionskolleg an Fachhochschulen zu etablieren, auf die erheblichen Innovationspotentiale unseres Hochschultyps auf dem Gebiet der angewandten Forschung.“ Prof. Dr. Andreas Bertram, Präsident der Hochschule Osnabrück, ergänzt: „Beispielsweise wird der Mangel an wissenschaftlichen Nachwuchs in den nächsten Jahren die Gesellschaft in den nicht-ärztlichen Pflegeberufen aufgrund der in Vorbereitung befindlichen Voll-Akademisierung mit voller Wucht treffen. Hier muss dringend die wissenschaftliche Expertise der ausgewiesenen Professorinnen und Professoren an den Fachhochschulen durch ein selbstständiges Promotionsrecht für diese Disziplinen erschlossen werden.“

Zu UAS7 gehören neben der HWR Berlin, die Hochschule Bremen, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, die Technische Hochschule Köln, die Hochschule München, die FH Münster und die Hochschule Osnabrück. Die UAS7-Hochschulen setzen sich seit langem bei Bund und Ländern für bessere Rahmenbedingungen bei der Durchführung von Promotionen an HAWs/FHs ein. Der Fachhochschulverbund sieht darin einen Gewinn für die deutsche Forschungslandschaft und einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung des deutschen Hochschulsystems.

UAS7 e. V.
UAS7 e. V. ist der Zusammenschluss von sieben großen forschungsorientierten deutschen Fachhochschulen mit starker internationaler Ausrichtung. Nach dem Grundsatz „Gemeinsam sind wir stärker“ bilden die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, die Hochschule Bremen, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, die Technische Hochschule Köln, die Hochschule München, die Fachhochschule Münster und die Hochschule Osnabrück seit der Gründung eines gemeinsamen Verbindungsbüros in New York im Jahr 2005 eine strategische Allianz und arbeiten in ausgewählten Bereichen zusammen. Durch die Exzellenz der sieben Hochschulen in den verschiedensten Bereichen, entwickeln sich die Hochschulen miteinander und aneinander weiter und sind somit gleichermaßen eine Qualitätsgemeinschaft und ein Benchmarking-Club.

Kontakt für die Medien:
UAS7 e.V.
Claus Lange
c/o HWR Berlin
Badensche Straße 52
Eingang: Babelsberger Straße 14-16
10825 Berlin
Telefon: 030/308771237
E-Mail: lange@uas7.de
www.uas7.de
www.uas7.org

Hochschule Osnabrück
Ralf Garten M.A.
Geschäftsbereich Kommunikation
E-Mail: r.garten@hs-osnabrueck.de

 

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Nachrichten und Veranstaltungen hochschulweit Nachricht
news-6653 Thu, 28 Mar 2019 16:00:00 +0100 Girls' und Boys' Day: Raus aus der Schublade der Geschlechterklischees https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/03/girls-und-boys-day-raus-aus-der-schublade-der-geschlechterklischees/ „Dinge zu planen und zu designen, das finde ich total spannend“, sagt Schülerin Malin Sinne. Sie könne sich durchaus vorstellen, später mal als Industriedesignerin zu arbeiten. „Am liebsten würde ich Sachen gestalten, die nicht bloß schön sind, sondern auch nachhaltig.“ Sinne ist eine von 310 Schülerinnen und Schülern, die jetzt am Girls' und Boys' Day an der Hochschule Osnabrück teilgenommen haben – davon 120 am Standort Osnabrück und 190 in Lingen in Kooperation mit der Stadt.

Im Vorfeld konnten die Mädchen und Jungen aus 15 Schnupperangeboten wählen. Für die Schülerinnen standen technische und naturwissenschaftliche Workshops auf dem Programm, darunter „Industriedesign und Stühle“ an der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik oder „Es werde Licht (und Ton) – Wir machen das Rampenlicht!“ am Institut für Musik. Die Jungen haben sich mit sozialen und pflegerischen Berufen vertraut gemacht.

„Unsere Angebote waren innerhalb weniger Tage ausgebucht“, zieht Koordinatorin Susanne Rosenberger vom Gleichstellungsbüro der Hochschule eine positive Bilanz. „Mehr Zustimmung können wir uns nicht wünschen.“ Die Hochschule engagiert sich bereits seit zwölf Jahren an dem bundesweiten Aktionstag.

Noch mehr Einblicke erhalten Sie auf dem Instagram-Kanal der Hochschule Osnabrück unter www.instagram.com/hs_osnabrueck


Weitere Informationen:
Susanne Rosenberger
Gleichstellungsbüro der Hochschule Osnabrück
E-Mail: gleichstellung@hs-osnabrueck.de
Telefon: 0541 969-2955

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Nachrichten und Veranstaltungen Fakultäten AuL IuI MKT WiSo hochschulweit IfM Nachricht Pressemitteilung
news-6639 Tue, 26 Mar 2019 15:27:18 +0100 Tag der offenen Tür am Institut für Musik am 15. Mai https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/03/tag-der-offenen-tuer-am-institut-fuer-musik-am-15-mai/ Informationstag für alle, die sich für eine Musikstudium am IfM interessieren Die Türen stehen Ihnen offen! Wenn Sie sich für ein Musikstudium am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück (IfM) interessieren und sich auf die Eignungsprüfungen im Mai/Juni 2019 vorbereiten wollen, sind Sie am Mittwoch, 15. Mai herzlich zu unserem Tag der offenen Tür eingeladen. Die Leitenden unserer Studienrichtungen Pop, Jazz, Musical, Klassik und EMP informieren Sie über das Studium am IfM und beantworten Ihre Fragen. Außerdem geben wir Ihnen wertvolle Tipps für die anstehenden Theorieklausuren.

Besuchen Sie uns ab 10 Uhr in der Caprivistraße 1, 49076 Osnabrück (Raum FA 0129 im ersten Stock). Dort begrüßt Sie der Dekan unseres Instituts, Professor Sascha Wienhausen. Im anschließenden Talkcafé bekommen Sie Informationen zur Online-Bewerbung, der Musikszene Osnabrück, zu unseren Studienaustauschprogrammen und zur Anerkennung bisheriger Studienleistungen.

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Nachrichten und Veranstaltungen hochschulweit Fachtagung Vortrag IfM EMP Jazz Klassik Musical Pop Veranstaltung Vortrag Fachtagung
news-6629 Fri, 22 Mar 2019 16:00:00 +0100 Neues Präsidium der Hochschule Osnabrück nimmt Tätigkeit auf https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/03/neues-praesidium-der-hochschule-osnabrueck-nimmt-taetigkeit-auf/ Mit zwei veränderten Positionen und neuem Zuschnitt der Ressorts startet das Präsidium der Hochschule Osnabrück in eine neue Amtszeit. Neu im Team sind Prof. Dr. Andrea Braun von Reinersdorff und Prof. Dr. Ingmar Ickerott. Mit personellen Veränderungen startet das neue Präsidium der Hochschule Osnabrück in diesen Tagen in seine neue Amtszeit. Neu im Team sind Prof. Dr. Andrea Braun von Reinersdorff, Dekanin der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, und Prof. Dr. Ingmar Ickerott, Dekan der Fakultät Management, Kultur und Technik am Campus Lingen. „Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit Andrea Braun von Reinersdorff und Ingmar Ickerott als neues Präsidiums-Team die Hochschule Osnabrück weiter voran zu bringen“, betont Hochschulpräsident Prof. Dr. Andreas Bertram.

Braun von Reinersdorff folgt in ihrer Funktion Prof. Dr. Sabine Eggers, die nach vier Jahren Amtszeit nicht wieder kandidierte. Auch am Standort Lingen gab es einen Wechsel: für Prof. Dr. Thomas Steinkamp rückt Prof. Dr. Ingmar Ickerott als Dekan und Vizepräsident nach.

In seinem Amt als Vizepräsident für Forschung, Transfer und Nachwuchsförderung erneut bestätigt wurde Prof. Dr Bernd Lehmann, zugleich Dekan der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur.

Neuer Zuschnitt der Ressorts

Neu sind auch die Zuschnitte der Ressorts der gewählten Vizepräsidenten. Prof. Dr. Braun von Reinersdorff wird künftig neben ihrer Fakultät den Bereich Internationalisierung verantworten. „Kollegin Braun von Reinersdorff übernimmt hier das Ressort von Prof. Steinkamp, der in den letzten Jahren gemeinsam mit seinem Team die internationale Sichtbarkeit und Vernetzung der Hochschule bereits wesentlich vorangetrieben hat. Den wichtigen strategischen Zukunftsbereich Internationalisierung wollen wir an unserer Hochschule weiter ausbauen“, sagt Hochschulpräsident Bertram.
Prof. Dr. Ingmar Ickerott verantwortet künftig mit dem Ressort Digitalisierung einen komplett neu geschaffenen Bereich. „Uns ist es wichtig, mit diesem neuen Ressort Digitalisierung den Wünschen und Anforderungen unserer Hochschule aber auch der Gesellschaft in dieser Thematik mehr Präsenz, Dynamik und Struktur zu verleihen“, unterstreicht Bertram.

Das Präsidium mit den neuen Mitgliedern komplettieren neben Präsident Bertram und Vizepräsident Lehmann (Forschung, Transfer und Nachwuchsförderung) noch Prof. Dr. Alexander Schmehmann (Studium und Lehre) und der hauptamtliche Vizepräsident Dr. Kai Handel (Organisation und Management). Die Amtszeit der neuen bzw. wieder gewählten Vizepräsidenten beträgt vier Jahre.

Zur Person: Prof. Dr. Andrea Braun von Reinersdorff

Andrea Braun von Reinersdorff, Jahrgang 1966, studierte Wirtschaftspädagogik an den Universitäten Mannheim und Nürnberg. Sie promovierte 2001 auf dem Gebiet des strategischen Krankenhausmanagements an der Universität Bayreuth zum Dr. rer. pol.. Im Zeitraum 1993 bis 2001 war sie beruflich tätig als Geschäftsführende Assistentin am Betriebswirtschaftlichen Institut (BWI) der FAU Erlangen-Nürnberg sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bayreuth. 1999 übernahm sie die Verwaltungsprofessur und 2001 die Vollprofessur für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Krankenhausmanagement, insbesondere Personalmanagement an der Hochschule Osnabrück. Braun von Reinersdorff ist an vielen weiteren Hochschulen als Gastwissenschaftlerin gefragt. So lehrte sie unter anderem an der Universität Hamburg und der Wirtschaftsuniversität Wien. Sie ist wissenschaftliche Leiterin des Gesundheitscampus Osnabrück. Ihre wissenschaftliche Expertise ist in vielen Institutionen und Einrichtungen gefragt. So ist Prof. Braun von Reinersdorff Aufsichtsratsmitglied von DIOS - Diakonie Osnabrück Stadt und Land, Vorstand des Kompetenzzentrums Gesundheitswirtschaft e.V. (GewiNet) und Vorstand des Kooperationsverbunds Hochschulen für Gesundheit e.V..


Zur Person: Prof. Dr. Ingmar Ickerott

Ingmar Ickerott, Jahrgang 1976, studierte Betriebswirtschaftslehre mit Studienrichtung Wirtschaftsinformatik an der Universität Osnabrück. Anschließend absolvierte er erfolgreich ein Promotionsstudium der Betriebswirtschaftslehre und promovierte 2007 am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Osnabrück zum Dr. rer. pol. mit dem Thema Agentenbasierte Simulation für das Supply Chain Management. Bis 2010 war Ickerott in unterschiedlichen Positionen tätig. Er war Unternehmensberater der accenture GmbH, Kronberg i. Ts., Senior Project Manager in der arvato distribution GmbH | technology, Versmold sowie Leiter Solution Design bei der Bertelsmann AG. Seit dem Jahr 2010 hat er die Professur für Betriebswirtschaftslehre insbsondere Logistikmanagement an der Hochschule Osnabrück inne. Prof. Ingmar Ickerott ist Mitglied der AG Innovation und Digitalisierung der Wirtschafsvereinigung Grafschaft Bentheim, 2. Vorstand des Kompetenznetzes Individuallogistik (KNI) e.V., Mitglied der AG Innovation und Digitalisierung der Wirtschafsvereinigung Grafschaft Bentheim sowie bereits seit 2004 Mitglied der Bundesvereinigung Logistik (BVL). Seine Forschung konzentriert sich auf die Bereiche Logistikmanagement und Produktionsmanagement.

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Nachrichten und Veranstaltungen hochschulweit Nachricht
news-6619 Thu, 21 Mar 2019 16:21:10 +0100 Studierende der Hochschule veranstalten Aktionstag zum „Weltglückstag“ https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/03/studierende-der-hochschule-veranstalten-aktionstag-zum-weltglueckstag/ 2012 haben die Vereinten Nationen den 20. März zum „International Day of Happiness“ erklärt. Der Tag soll daran erinnern, dass jeder Mensch die Chance auf ein gesundes und glückliches Leben verdient. Doch was ist überhaupt „Glück“? Und wie wird man glücklich? Um Antworten zu finden, haben Studierende der Hochschule passend zum Weltglückstag einen Aktionstag am Caprivi-Campus veranstaltet. „Der Alltag ist so schnelllebig geworden, dass wir kaum noch darüber nachdenken, ob uns das, was wir jeden Tag tun, überhaupt erfüllt“, sagt Katharina Stöck, Absolventin und Mitorganisatorin. „Dabei wiegt doch das Streben nach Zufriedenheit und Glück am Ende schwerer als das Streben nach wirtschaftlichem Erfolg.“

Mit vielfältigen Angeboten gab der Aktionstag Studierenden, Mitarbeitenden und Lehrenden die Gelegenheit, sich einmal intensiver mit Fragen zum „Glück“ und „Glücklich-Sein“ auseinanderzusetzen. Neben Workshops zu Achtsamkeit, Yoga und Meditation interpretierten verschiedene Künstlerinnen und Künstler bei einem Themenabend ihre ganz eigenen Sichten auf das Thema Glück – mit Musikbeiträgen, Theater und Poetry Slam.

Weitere Einblicke erhalten Sie auf unserem Instagram-Profil unter dem Punkt „Glück“.


Weitere Informationen:
Christiane Leiste
Projektleiterin „Mindful Leadership“
E-Mail: c.leiste@hs-osnabrueck.de

 

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Nachrichten und Veranstaltungen hochschulweit Veranstaltung Nachricht
news-6596 Mon, 18 Mar 2019 11:10:55 +0100 Kompetenzzentrum Industrie 4.0 der Hochschule Osnabrück ist offizielle Industrie 4.0-Testumgebung https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/03/kompetenzzentrum-industrie-40-der-hochschule-osnabrueck-ist-offizielle-industrie-40-testumgebung/ Das Kompetenzzentrum Industrie 4.0 der Hochschule Osnabrück (I4os) wurde jetzt von der Nationalen Kontakt- und Koordinierungsstelle „I 4.0-Testumgebungen für KMU“ (I4KMU) offiziell als Industrie 4.0-Testumgebung ernannt. Die Zusammenarbeit zwischen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und Testumgebungen an Forschungseinrichtungen in Sachen Industrie 4.0 ist ein wichtiger Faktor für Wirtschaft und Wissenschaft. Dies hat auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung erkannt und fördert die Zusammenarbeit durch „Industrie 4.0-Testumgebungen“.

Dass das Kompetenzzentrum I4os nun ebenfalls zu diesen Testumgebungen gehört, ist eine große Auszeichnung und ein wichtiger Schritt für die weitere Arbeit, wie Prof. Dr. Clemens Westerkamp, Sprecher des I4os, erklärt: „Die Ernennung zur Industrie 4.0-Testumgebung ist ein Ausdruck der Qualität unserer bisherigen Arbeit. Mit unseren verschiedenen Laboren bieten wir den KMU wertvolle Möglichkeiten zur Kooperation. Zudem ist es auch eine großartige Chance, neue Projektpartner zu gewinnen und gemeinsam mit ihnen Industrie 4.0-Pilotanwendungen zu entwickeln und zu erproben.“

Kern der Zusammenarbeit zwischen KMU und Testumgebungen ist vor allem, neu entwickelte digitalisierte Prozesse und Produkte, innovative Systemansätze und damit zusammenhängende vernetzte Geschäftsmodelle und Produktionsszenarien unter realistischen Bedingungen zu testen.

 

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Nachrichten und Veranstaltungen Fakultäten IuI hochschulweit Art Nachricht Ausprägung Forschung
news-6581 Thu, 14 Mar 2019 12:32:43 +0100 Berufsbegleitender Lehrgang Popgesang erfolgreich gestartet https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/03/berufsbegleitender-lehrgang-popgesang-erfolgreich-gestartet/ Institut für Musik und Bundesakademie Trossingen kooperieren In Kooperation mit dem Institut für Musik der Hochschule Osnabrück (IfM) ist der erste berufsbegleitende Lehrgang Popgesang an der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen erfolgreich gestartet. Seit vergangenem Oktober werden dort Gesangspädagoginnen und -pädagogen, Lehrkräfte an Musikschulen und allgemeinbildenden Schulen, Kirchenmusikerinnen und -musiker, Chorleiterinnen und -leiter und Sängerinnen und Sänger qualifizierend weitergebildet. Der Lehrplan bietet eine interstilistische, professionelle Auseinandersetzung mit der Vokalmusik in den Bereichen Pop, Rock, Jazz und Musical. In mehreren Akademiephasen werden Kompetenzen im Hinblick auf Techniken und Stile des „Nicht-klassischen-Gesangs“ umfassend erweitert.

Dass es in der Gesangspädagogik unverzichtbar ist, sich mit den aktuellen Methoden moderner Gesangstechniken zu befassen, weiß auch Professor Sascha Wienhausen, Dekan und Gesangsprofessor am IfM und Dozent in Trossingen: „Insbesondere all jene, die mit Kinder- und Jugendstimmen arbeiten, bewegt die Frage, wie man verantwortungsvoll und professionell mit der heute herrschenden Vielfalt an Gesangsstilen umgehen kann. Schulen, Musikschulen, Chöre, AGs und der Gesangsunterricht im Allgemeinen können letztendlich vom Trossinger Lehrgang profitieren.“

Neben den praktischen Erfahrungen im Umgang mit der eigenen Stimme stellt der Lehrgang „Popgesang – Contemporary Non Classical Styles“ vor allem die Vermittlung stimmbildnerischer und gesangstechnischer Kompetenzen für die vokalpraktische Arbeit in den Mittelpunkt. Er ermöglicht zudem fundierte Einblicke in stimmtechnische Konzepte auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Forschung.

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hochschulweit Fachtagung IfM Pop Fachtagung
news-6568 Tue, 12 Mar 2019 08:56:26 +0100 VDI und VDE Osnabrück-Emsland prämieren Abschlussarbeiten der Hochschule Osnabrück https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/03/vdi-und-vde-osnabrueck-emsland-praemieren-abschlussarbeiten-der-hochschule-osnabrueck/ Vom digitalen Zwilling bis zur Verblockung in Klärwerken: Ausgezeichnete Abschlussarbeiten befassen sich mit aktuellen technischen Fragestellungen auf hohem wissenschaftlichem Niveau. Eine Absolventin und vier Absolventen der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik der Hochschule Osnabrück erhielten jetzt Auszeichnungen für ihre herausragenden Abschlussarbeiten. Der örtliche Verein Deutscher Ingenieure VDI hat vier Arbeiten prämiert, vom Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik VDE Osnabrück-Emsland gab es einen Förderpreis.

Der VDI-Vorsitzende Professor Dr. Nils Fölster und der VDE-Vorsitzende Diplom-Ingenieur Olaf Reichling führten durch die Feier im Osnabrücker Museum Industriekultur. „Die ausgezeichneten Nachwuchstalente gehören einer Generation an, der viele berufliche Wege offenstehen. Umso höher ist es daher zu bewerten, wenn sich jemand so zielstrebig einem Thema widmet“, so Reichling. Er überreichte den VDE-Preis an Niklas Gehrenbeck aus Melle-Wellingholzhausen. Der Absolvent hatte sich mit der „Konzeption und Realisierung eines digitalen Zwillings zur virtuellen Inbetriebnahme einer Verpackungsmaschine“ auseinandergesetzt. Der Preisträger erläuterte dem Publikum das Spannungsfeld, in dem sich ein solcher digitale Zwilling bewegt: Während die weitestmögliche Einbeziehung des virtuellen Testumfeldes größere Kosten und Risiken durch Simulation verhindere, müsse auf der anderen Seite dessen Einrichtungsaufwand dennoch in Relation zu den Kosten und Nutzen stehen. Betreut hatte diese Arbeit Professor Dr. Clemens Westerkamp.

Professor Dr. Eberhard Wißerodt, stellvertretender VDI-Vorsitzender und langjähriges Mitglied der Prämierungskommission, freute sich darüber, dass in diesem Jahr erstmalig zehn Vorschläge für Abschlussarbeiten vorgelegen hatten. „Alle Arbeiten haben eine Eins verdient. Normalerweise verleihen wir drei Preise, aber in diesem Jahr haben wir uns auf vier Preise geeinigt“, kündigte er an.

Einen dritten Preis erhielt Nicolas Sumkötter für seine Erkenntnisse über „Messtechnische Verblockungsdetektion an getauchten Membranmodulen“. Der aus dem westfälischen Diestedde stammende Masterabsolvent hatte sich mit biologischer Abwasserreinigung befasst. Ihm ging es darum, wie man Verblockungen, die den Reinigungsprozess in Kläranlagen behindern, messen und bedarfsgerecht beseitigen kann. „Mir hat bei dieser Arbeit besonders gefallen, dass verschiedene Disziplinen der Ingenieurwissenschaften zum Einsatz kamen“, betonte Professor Dr. Reiner Kreßmann, Betreuer der Abschlussarbeit.

Andreas Fidorra, Träger des anderen dritten Preises, hatte den „Potentiellen Nutzen einer Anlage zur additiven Fertigung für ein Planungs- und Konstruktionsbüro“ ermittelt. Der Osnabrücker sieht seine Arbeit geeignet als Leitfaden für Konstruktionsbüros – eine Einschätzung, die sein Betreuer, Professor Wißerodt, aufgrund des systematischen Aufbaus teilt.

Nicht nur für seine Masterarbeit „Untersuchung des Einflusses eines drehenden Kerns im Spritzgießwerkzeug zur Optimierung mechanischer Bauteileigenschaften“ ist Hendrik Oudehinken gelobt worden. Der Träger des zweiten VDI-Förderpreises leiste einen wichtigen Beitrag im Kunststofftechnik-Team der Hochschule, betonte Professor Dr. Thorsten Krumpholz: „Er ist ein Macher“, so sein Betreuer über den Absolventen aus dem hessischen Michelstadt.

Der erste VDI-Förderpreis ging an Kristin Gödecke aus Osnabrück. Die Bachelorabsolventin verfasste ihre Arbeit über die „Charakterisierung von Niobkarbonitriden und Untersuchung der Feinkornstabilität von mikrolegierten Einsatzstählen“ in der GMH Gruppe aus Georgsmarienhütte. Ihr Korreferent Jan Florian war deshalb auch Gastredner auf dem Festabend im Museum Industriekultur und widmete sich in seiner Rede neuartigen Stählen. „Die Bachelorarbeit von Kristin Gödecke ist auf dem Niveau einer Masterarbeit abgeliefert worden“, so das Urteil des Praktikers. Mit dem Betreuer Professor Dr. Ulrich Krupp sei er sich sofort einig gewesen, dass die Arbeit eine runde Eins verdient habe.

„Das Schöne an dieser Veranstaltung ist, dass man immer etwas dazu lernt: Die Palette der technischen Fächer ist extrem breit und ständig kommen neue Erkenntnisse und Entwicklungen hinzu“, so das Schlusswort des VDI-Vorsitzenden Prof. Fölster. Zur schönen Atmosphäre trugen auch Dieter Teuber mit der Gitarre und René Fauck mit dem Fagott bei.

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news-6569 Thu, 07 Mar 2019 08:58:00 +0100 Studentische Lösungen für die Welt von morgen https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/03/studentische-loesungen-fuer-die-welt-von-morgen/ App zur Parkplatzsuche, CO2-Kompass, hörbarer Raum und Messgerät Marke „Eigenbau“: Diese und andere Ideen für die Welt von morgen präsentierten jetzt Studierende der Hochschule Osnabrück auf ihrer traditionellen Projektmesse. Kann eine App die Suche nach einem Parkplatz erleichtern? Können Elektroautos beim Aufladen systematisch mit erneuerbarer Energie versorgt werden? Können Räume „hörbar“ gemacht werden, damit sich Blinde darin besser orientieren können? Und kann ein veraltetes Messgerät in einem Hochschullabor kostengünstig durch eine eigene, verbesserte Lösung ersetzt werden? – Mit diesen und anderen pragmatischen Fragen befassten sich im vergangenen Semester 63 Studierende der Studiengänge Elektrotechnik, Elektrotechnik im Praxisverbund, Mechatronic Systems Engineering, Medieninformatik und Technische Informatik der Hochschule Osnabrück. Entstanden sind – teils in Kooperation mit Unternehmen – innovative „Lösungen für die Welt von morgen“, die die Studierenden Ende Februar auf der gleichnamigen Projektmesse vorgestellt haben. Rund 100 Gäste informierten sich an den Projektständen und in Vorträgen.

Der Parkplatzmangel kostet Stadtbewohner und Pendler viel Zeit und Nerven. Dieses Problem wollen Studierende der Medieninformatik mithilfe von Smartphones lösen. Sie entwickelten eine App, die Parkplatzbesitzer mit Parkplatzsuchenden verbindet. Der Name der App „Share a lot“ ist gut gewählt – er lässt sich mit „Teile viel“ und „Teile einen Parkplatz“ übersetzen. Die App bietet den Nutzern die Möglichkeit, ihre eigenen Privatparkplätze zu vermieten und woanders freie Parkplätze zu suchen. Der vom Inserierer bestimmte Preis wird dabei vom Guthaben des Buchers abgezogen und dem Besitzer gutgeschrieben. „Auf diese Weise können Parkplatzbesitzer mit kleinstem Aufwand Geld verdienen und sind motiviert, ihren Parkplatz zu teilen“, erklären die Ideengeber Ákos Determann und Christopher Deutz. Sie studieren International Business and Management an der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und entwickelten ihr App-Konzept letztes Jahr, als sie ein Projekt zum Thema „Firmengründung“ bearbeiteten. Um ihre Idee praktisch umzusetzen, wandten sich die künftigen Betriebswirte an den Informatik-Dozenten Björn Plutka, der acht Studierende für das Thema begeistern konnte und das Projekt betreute. Sowohl er als auch die „Auftraggeber“ sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen. „Dahinter stecken Herz und Erfahrung, das Team hat immer wieder Top-Ideen eingebracht und erfolgreich umgesetzt“, so Plutka. Nun laufen weitere Tests, und die Studenten Determann und Deutz sind zuversichtlich, die App „Share a lot“ demnächst auf den Markt bringen zu können. Dazu lassen sich die angehenden Unternehmer bereits im Gründungsservice der Osnabrücker Hochschulen beraten.

Elektrofahrzeuge und deren Beladung mit grüner Energie standen im Fokus eines anderen Informatik-Projekts namens CO2-Kompass. „Um die Vorteile der regenerativen Energien stärker nutzen zu können, ist es notwendig, elektrische Verbraucher an die Zeiten ‚grüner‘ Energieerzeugung anzupassen“, erklärt der Teamsprecher Nico Stadie. „Dazu greifen wir öffentlich verfügbare Produktionsdaten der einzelnen Energieversorger in Europa ab und speichern sie auf einem Server. Danach folgen eine detaillierte Auswertung sowie die Berechnung mittels eines Algorithmus zur Ermittlung des CO2-Ausstoßes jeder einzelnen Produktionsart“, so der Student der Technischen Informatik weiter. Nun können die Mikrocontroller der Ladesäulen für Elektrofahrzeuge auf den Server zugreifen, den CO2-Ausstoß des aktuellen Strommixes erfragen und bei günstigen Voraussetzungen den Ladeprozess starten. Der Projektbetreuer, Prof. Dr. Hans-Jürgen Pfisterer, betont die Aktualität des Projekts: „Deutschland produziert oft mehr Strom aus erneuerbaren Energien, als gerade benötigt wird – zum Beispiel an windstarken Tagen. In diesem Fall bekommen unsere Nachbarn sogar Geld dafür, wenn sie überschüssigen deutschen Strom nehmen – zurzeit rund 10 Euro pro Megawattstunde. Wenn wir wiederum Strom aus dem Ausland brauchen, zahlen wir noch einmal etwa das Sechsfache. Da liegt es nahe, zur Zwischenspeicherung von erneuerbarer Energie Ladesäulen für E-Autos als ‚Batterie‘ zu nutzen.“ An ähnlichen Projekten arbeitet der Professor für Elektrische Antriebe und Grundlagen und Leiter des Kompetenzzentrums Elektronik und Antriebstechnik (KEA) mit seinen Kooperationspartnern. Das Projektmanagement und die Resultate seiner Gruppe findet er „hervorragend und vielversprechend“. Das Team habe einen vorzeigbaren Beitrag zur Nutzung regenerativer Energien geleistet.

Im Vordergrund des Projekts „Hörbarer Raum“ stand ein weiteres aktuelles Gesellschaftsthema – Inklusion. „Unser Ziel lautete: ‚Jeder Raum soll für eine Person, die an einer akuten Sehbehinderung leidet oder blind ist, akustisch wahrnehmbar werden‘“, berichtet Student der Medieninformatik Niklas Debbrecht. Sein fünfköpfiges Team um die Sprecherin Hannah Kluske hat dafür die ausgefeilte Technik der Microsoft HoloLens genutzt, die per Infrarot die Umgebung des Nutzers abtastet. So kann jeder Raum zuverlässig und detailliert gescannt werden. Die Studierenden entwickelten Algorithmen, mit denen die gewonnene Tiefen-Information in korrelierende Schallwellen umgewandelt werden kann. Über ein Headset können Sehbehinderte die Räume dadurch „erhören“. „Dies gleicht einem Sonar, wie es beispielsweise Fledermäuse haben, um sich im Dunkeln zurechtzufinden: Nahe Wände oder Gegenstände klingen dann zum Beispiel lauter und der Nutzer wird gewarnt, bevor er sich an irgendetwas stößt“, so Niklas Debbrecht. Mit der Software lassen sich verschiedene Optionen wählen, mit denen man auf unterschiedliche Weise den Raum mit den Ohren erfahren kann – ganz ohne etwas sehen zu müssen. „Das menschliche Sehen deckt einen sehr großen Wahrnehmungsbereich ab, es technisch abzubilden und durch das Hören zu ersetzen war schon eine echte Herausforderung. Die Gruppe hat sie gut gemeistert“, lobt der Projektbetreuer Prof. Dr. Heinz-Josef Eikerling. Der Kooperationspartner und Ideengeber des Projekts ist Andree Josef, Geschäftsführer der Osnabrücker Werbeagentur Die Etagen: „Die Studierenden haben nicht nur praktische Aufgaben umgesetzt, sondern auch viele grundlegende Fragen bearbeitet: ‚Wie generiere ich Geräusche?‘, ‚Wie gestalte ich eine Schallquelle?‘ Die Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen.“ Josef, dessen Firma dem Verein iuk Unternehmensnetzwerk Osnabrück angehört, lobt zudem die enge Zusammenarbeit der Hochschule Osnabrück mit der regionalen IT- und Telekommunikationsbranche: „Projekte sind für die rund 70 Unternehmen des iuk-Netzwerks eine hervorragende Möglichkeit, in Kontakt mit Studierenden zu treten und zugleich Ideen umzusetzen, die sich im Alltagsgeschäft nicht ausprobieren lassen.“

Dass die Zusammenarbeit in Projekten nicht nur mit Unternehmen, sondern auch innerhalb der Hochschule gut funktioniert, bewiesen sechs angehende Elektrotechniker. Sie entwickelten ein neues Messgerät für das Labor für Lebensmitteltechnik der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur in Haste. Dortige Studierende ermitteln in Laborpraktika die Wasseraktivität von Lebensmitteln, die das Wachstum von Mikroorganismen und somit die Haltbarkeit von Lebensmitteln beeinflusst. Bestimmt wird die Wasseraktivität über die Messung der Luftfeuchtigkeit einer Lebensmittelprobe in einem abgeschlossenen Behälter. „Bisher mussten Studierende die Messwerte in festgelegten zeitlichen Abständen von den Displays der Probenbehälter abschreiben, aus Platzgründen konnten dabei nur wenige Proben gleichzeitig untersucht werden“, schildert der Laboringenieur Andreas Schwartz. „Außerdem war unser System Marke ‚Eigenbau‘ in die Jahre gekommen und arbeitete nicht mehr zuverlässig.“ Da ein Ersatz mit kommerziellen Messgeräten den Budgetrahmen gesprengt hätte, entstand die Idee, ein neues System im Rahmen eines Projektes im Studiengang Elektrotechnik zu entwickeln. Sechs Studenten nahmen die Herausforderung an und entwickelten ein verbessertes Messsystem. Dafür haben sie Schaltpläne gezeichnet, Platinen bestückt, Gehäuse entwickelt und im 3D-Druckverfahren gedruckt sowie Software für Mikrocontroller und Rechner programmiert. „Unser System besteht aus einem Trägermodul, an das bis zu zehn Probenbehälter angeschlossen werden können“, berichtet der studentische Projektleiter Patrick Flacke. Die Messwerte werden drahtlos an einen Rechner übertragen und können dort angezeigt und auch für eine spätere Auswertung abgespeichert werden. Neben der PC-Anbindung war die Vergrößerung der Probenanzahl zu einem moderaten Preis eine wichtige Anforderung. „Durch das Konzept eines zentralen Trägermoduls anstelle von zehn einzelnen Messgeräten konnten die Kosten deutlich gesenkt werden“, so der Student des dualen Programms Elektrotechnik im Praxisverbund weiter. Ein einzelnes Glas mit Sensor kostet nun weniger als 15 Euro und kann im Fall eines Defekts einfach und kostengünstig ausgetauscht werden; das gesamte System kostet nur wenige hundert Euro. Laboringenieur Schwartz freut sich über das erfolgreich umgesetzte Projekt: „Im Vergleich zu unserem alten System ist es ein Quantensprung. Die Lösung des Teams ermöglicht uns eine digitale Datenerfassung und die Vergrößerung der Probenanzahl – und das zu einem moderaten Preis.“

Auch weitere Projektteams stellten ihre Kreativität unter Beweis. Sie entwickelten Land- und Gartentechnik-Roboter, befassten sich in Zusammenarbeit mit der Osnabrücker Sievers-Group mit Technologien der Gesichtserkennung und bauten vollinstrumentalisierte Gehhilfen samt zugehöriger App, die das auf dem verletzten Bein lastende Gewicht misst und visualisiert sowie den Nutzer bei Überbelastung warnt. Ein weiteres Team nutzte die Zukunftstechnologie Augmented Reality, um Ökosysteme visuell ansprechend und interaktiv zu simulieren und so Gästen des Naturparks Tiergarten Schloss Raesfeld die Auswirkungen menschlichen Handelns mit Hilfe von Tablets spielerisch darzustellen. Ein Höhepunkt der Ausstellung war das autonom fahrende Modellfahrzeug im Maßstab 1:10 namens OsCar. Sieben Studenten der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik haben damit beim studentischen Wettbewerb Carolo Cup an der TU Braunschweig Anfang Februar neun Teams aus vier Ländern auf die Plätze verwiesen.

„Projektarbeit in Teams gehört zum Alltag in allen technischen Berufen. Deshalb sind Projekte ein wichtiger Bestandteil des Studiums an unserer Hochschule“, betont der Organisator der Messe, Studiendekan für Elektrotechnik und Informatik Prof. Dr. Frank M. Thiesing. Kurz bevor die Bachelor-Studierenden ihre Abschlussarbeiten in der Industrie anfertigen, bekommen sie deshalb im 5. Semester die Gelegenheit, ein komplettes Projekt in Teams umzusetzen. „Auch sehen wir in Projekten eine gute Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen – nicht nur als künftigen Arbeitgebern für unsere Studierenden, sondern auch aus unserer gesellschaftlichen Verantwortung als eine regional verankerte Bildungseinrichtung und zugleich die größte Fachhochschule Niedersachsens“, so Prof. Thiesing.

 

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news-6558 Tue, 05 Mar 2019 14:08:30 +0100 Hochschulmarketing auf neuen Wegen https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/03/hochschulmarketing-auf-neuen-wegen/ Wie gelingt erfolgreiches Hochschulmarketing? Das 16. Osnabrücker Kolloquium zum Hochschul- und Wissenschaftsmanagement lieferte einige Antworten (Osnabrück, 6. März 2019) Im Wettbewerb um Studierende, Professorinnen und Professoren, Mitarbeitende und Drittmittelgeber müssen Hochschulen ihr jeweils eigenes Profil schärfen und dieses auch kommunizieren. Darin waren sich die Teilnehmenden des Kolloquiums Hochschul- und Wissenschaftsmanagement „Quo Vadis Hochschulmarketing?“ an der Hochschule Osnabrück einig.

Mit voranschreitender Globalisierung stünden Hochschulen überdies auch in einem weltweiten Bildungswettbewerb, außerdem veränderten Digitalisierung und der permanente Zugang zu sozialen Medien das Informations- und Kommunikationsverhalten der Zielgruppen nachhaltig. Für das Hochschulmarketing berge dies Chancen und Herausforderungen gleichermaßen, so der Tenor der Expertinnen und Experten aus Theorie und Praxis. Die vielen medialen Kanäle, insbesondere auch die Sozialen Medien zielgruppengerecht und innovativ zu bespielen, erfordere eine durchdachte Strategie.

Deutlich wurde aber auch, dass es ein komplexes Unterfangen ist, eine Hochschule, als Organisation mit einem heterogenen Angebot in Forschung und Lehre, auf eine gemeinsame, authentische und glaubwürdige Markenidentität zu verpflichten und auf dieser eine schlüssige Markenstrategie aufzubauen.

Anhand vieler Einzelbeispiele und Good Practices veranschaulichten Referentinnen und Referenten in Vorträgen und Workshops, wie sich eine Hochschule schrittweise mit ihrer Kernkompetenz positionieren und neue mediale Möglichkeiten für sich nutzen kann.

So folgt die Goethe-Universität Frankfurt in Marketing und Profilbildung dem Konzept der Bürger-Uni und besinnt sich damit seit einigen Jahren auf ihre Wurzeln als Stiftungsuniversität, als die sie 1914 von der Frankfurter Bürgerschaft gegründet worden war. Das Bild einer Universität, die Wissenschaft für die Gesellschaft macht, ist seitdem das Leitmotiv auch im Marketing.

Beispiele aus dem digitalen und internationalen Marketing der Universität zu Köln zeigten, wie das Instrumentarium der eigenen Website aber auch das der Sozialen Medien genutzt werden kann, um ganz zielgruppen- und themenspezifisch zum Beispiel Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland zu werben.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Frank Ziegele
Telefon: 0541 969-3743
E-Mail: f.ziegele@hs-osnabrueck.de

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news-6548 Mon, 04 Mar 2019 11:34:51 +0100 Wie entwickle ich eine App? – Elf Schülerinnen und drei Schüler des Gymnasiums Oesede absolvieren ein zweitägiges MINT-Projekt an der Fakultät IuI https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/03/wie-entwickle-ich-eine-app-elf-schuelerinnen-und-drei-schueler-des-gymnasiums-oesede-absolvieren-ei/ Ende Januar öffneten zwei Labore der Hochschule Osnabrück ihre Türen für 14 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Oesede. Im Labor für Softwaretechnik und im Interaction Design Labor absolvierten die Technikfreund*innen aus dem 11. Jahrgang ein zweitägiges MINT-Projekt zur Berufswahlorientierung. Am Montag, 28. Januar, begrüßte der Studiendekan für Elektrotechnik und Informatik, Prof. Dr. Frank Thiesing, die jungen Gäste. Er stellte ihnen das breite Studiengangspektrum der Fakultät vor.

Danach ging es direkt zur Praxis: Im Labor für Softwaretechnik wurden die elf Schülerinnen und vier Schüler von Prof. Dr. Heinz-Josef Eikerling und dem wissenschaftliche Mitarbeiter Kevin Haves in die Geheimnisse der App-Programmierung eingeführt.

Das übergeordnete Thema war die Entwicklung und Test einer Android App. Der Informatiker Kevin Haves berichtet: „Die Idee, eine eigene App zu entwickeln, ist auf großes Interesse gestoßen. Dafür haben wir die Online-Programmierumgebung namens App Inventor (AI) genutzt. Damit kann eine grafische Oberfläche mit vorbereiteten grafischen Elementen erstellt werden. Zusätzlich hat man Zugriff auf alle möglichen Features, die ein Android Smartphone bietet, beispielsweise die Kamera, Sensoren, Web-Funktionen und Anbindung an Social Media.“

Die eigentliche „Magie“, die Logik des Programms, wird laut Haves über einen Block-Editor implementiert. Diese Blöcke bilden Elemente der Programmiersprache ab. Wie bei einem Puzzle, passen die Blöcke ineinander und können so logisch kombiniert werden. Über eine dazugehörige App kann das Programm dann direkt auf das eigene Smartphone übertragen und getestet werden. Änderungen in der Logik oder am Design werden dabei sofort auf das Smartphone übertragen und die Entwicklerinnen und Entwickler sehen direkt das Resultat ihrer Änderung.
 
„Das Hauptziel war, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, mit dem Editor selber eine App zu bauen“, erzählt der wissenschaftliche Mitarbeiter. Am Anfang des Workshops nutzten seine Gäste ein Tutorial, später konnten sie eigene Ideen umsetzen und dabei die gängigen Schritte der Entwicklung kennen lernen: Was will ich genau umsetzen (Analyse)? Wie kann ich meine formulierte Idee in Code bzw. Blöcke übersetzen (Konzeption)? Wie setze ich mein Konzept um (Implementierung)? Im Anschluss wurden die Apps getestet und Fehler mussten gefunden und beseitigt werden (Test), was ein typisches Vorgehen bei der Entwicklung ist.

Informationen für die eigenen Ideen sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eigenständig recherchieren. „Dabei war mir die Förderung der Eigenständigkeit wichtig und dass die Schülerinnen und Schüler lernen, dass Software wirklich entwickelt werden muss. Am Ende waren sie extrem begeistert, als ihre Idee Form annahm und die App das machte, was sie wollten. Dieser letzte Moment war mir am wichtigsten“, so das Fazit von Kevin Haves am Ende des ersten Projekttages.

Am nächsten Tag ging es im Interaction Design Labor weiter. Unter Anleitung von Prof. Henrik Arndt,  Prof. Dr. Frank Ollermann und der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Ulrike Niesse entwarfen die Projektteilnehmenden eine Smartphone-App zum Thema „Musik“ in Form eines interaktiven Prototyps. Unterstützt wurden sie dabei von Jim Brummer und Suzin Prozesky, die im 3. Semester Media & Interaction Design studieren.

Zunächst haben alle überlegt, welche Anforderungen ihre App haben sollte, und dann ihre Ideen in Skizzen festgehalten. Anschließend lernten die Schülerinnen und Schüler das Grafikprogramm „Sketch“ kennen, in dem sie dann ihre eigens konzipierten Apps in ersten Ansätzen gestalterisch umsetzten. „Die Interaktionselemente der erstellten App-Screens wurden in dem Entwurfsprogramm miteinander verbunden, sodass ein klickbarer Prototyp entstanden ist“, erklärt Ulrike Niesse. „Mit Spannung probierten die Schülerinnen und Schüler dann ihre Ergebnisse auf einem iPhone aus.“

Im Anschluss wurde ihnen die Eye-Tracking-Brille vorgestellt, mit der die Augenbewegung einer Testperson aufgezeichnet werden kann. Eine der konzipierten und gestalteten Apps wurde ausgewählt und von einer Schülerin verwendet, während sie die Brille trug. Der Blickverlauf der Schülerin wurde dabei aufgezeichnet und im Anschluss mit der Visualisierungsmethode Gazeplots und speziellen Visualisierungsdiagrammen (Heatmaps) dargestellt. Somit erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen kleinen Einblick in das Vorgehen bei der Methode Eye-Tracking, mit der festgestellt werden kann, an welchen Stellen sich der App-Entwurf noch verbessern lässt.

Prof. Arndt zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen: „Das Format hat die Schülerinnen und Schüler motiviert, sich mit Enthusiasmus und vielfältigen Ideen bei der Entwicklung der App-Entwürfe zu engagieren. Die Projekttage sind besonders geeignet, um Inhalte und Charakteristik des Studiengangs Media & Interaction Design zu vermitteln.“

Schülerin Isabell: „Ich fand die Projekttage an der Hochschule richtig gut. Das Angebot hat mein Interesse an der App-Programmierung geweckt.“

Die Organisation der MINT-Projekttage an der Hochschule Osnabrück übernahm Anca-Gabriela Hübner, die an der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik Schulaktivitäten koordiniert: „Die Nachfrage nach dem Angebot der Hochschule war sehr hoch. Um genügend Arbeitsplätze und gute Betreuung für alle anzubieten, haben die Labore die Teilnehmerzahl begrenzt. Wir, als Projektbeteiligte haben uns über das große Interesse der Schülerinnen und Schüler gefreut – und auch über ihr motiviertes Arbeiten und Interesse an unseren Studiengängen“, so die Organisatorin der Projekttage.

Die Studentinnen Sandra Gall und Milena Jäger begleiteten die Schülergruppe während der beiden Projekttage. Sie zeigten ihren Gästen den modernen Campus Westerberg und gaben ihnen erste Einblicke in studentisches Leben.


Kontakt:

Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik
Anca-Gabriela Hübner, Koordinatorin Schulkontakte/Schulaktivitäten
Telefon: 0541-969-3878
E-Mail: a.huebner@hs-osnabrueck.de

 

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news-6547 Mon, 04 Mar 2019 11:28:37 +0100 Projektwoche Kunststofftechnik: Von den BBS Brinkstraße in den Laborbereich Kunststofftechnik https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/03/projektwoche-kunststofftechnik-von-den-bbs-brinkstrasse-in-den-laborbereich-kunststofftechnik/ Campus statt Berufsschule: Eine Woche lang ging es für zwölf Berufsschülerinnen und -schüler der BBS Brinkstraße in den Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück. Fünf junge Frauen und sieben junge Männer absolvierten dort eine Projektwoche und lernten Verarbeitungsmethoden der Kunststofftechnik kennen. Am Montag, 21. Januar, begrüßte der Studiendekan des Studienbereichs Dentaltechnologie, Verfahrenstechnik und Werkstoffwissenschaften, Prof. Dr. Rainer Bourdon, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Projektwoche. Er gab ihnen einen ersten Überblick über vielfältige Arbeitsfelder in der Kunststofftechnik und stellte die Studiengänge der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik vor. Danach stand eine Campusführung mit der Bibliotheksbesichtigung auf dem Programm. Die Studentin Verena Domagalla beantwortete dabei auch zahlreiche Fragen der Hochschulgäste und gab ihnen erste Einblicke in studentisches Leben.

Anschließend ging es in den Laboren Kunststoff-CAE und Kunststoffverarbeitung mit praktischer Arbeit weiter. Aufgeteilt in zwei Gruppen, bearbeiteten die angehenden technischen Produktdesignerinnen und -designer eigene Projekte. Unterstützt wurden sie dabei vom Laborleiter Prof. Dr. Thorsten Krumpholz, dem Laboringenieur Ralf Schwegmann sowie den wissenschaftlichen Mitarbeitern Philipp Land und Finn Wichelhaus. Am Freitag präsentierten die Projektteams dann ihre Ergebnisse. Es folgten Führungen durch weitere drei Labore aus dem Studienbereich DVW: das Labor für Mechanik und Messtechnik geleitet vom Prof. Dr. Viktor Prediger, das Labor für Faserverbundkunststoffe, geleitet von Prof. Krumpholz und das Labor für Kunststoffprüfung und Elastomere, geleitet von Prof. Vennemann.

Die Mitarbeiter der Hochschule Osnabrück ziehen ein positives Fazit: „In der Projektwoche konnten wir den Berufsschülerinnen und -schülern in praktischen Versuchen verschiedene Verfahren der Kunststoffverarbeitung nahebringen – darunter Folienextrusion und Kunststoffspritzguss. Der Fokus der Projektwoche lag hierbei auf dem Vergleich zwischen praktischen Versuchen und der Spritzgießsimulation. Bei der Letzteren wird die Formfüllung virtuell abgebildet, und Bauteileigenschaften können prognostiziert werden. Diese wurden im Rahmen der Projektwoche mit verschiedenen praktischen Versuchen verglichen", so Philipp Land und Finn Wichelhaus.

Die Berufsschülerinnen Jennifer und Lisa sind ebenfalls zufrieden: „In unseren Ausbildungsfirmen haben wir bislang mit Holz oder Metall gearbeitet. Der Einblick in die Verarbeitung von Kunststoffen war für uns daher sehr interessant. Den Einführungstag mit Campusführung und Bibliotheksbesichtigung fanden wir hilfreich, so konnten wir uns besser auf dem Campus orientieren.“

 

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news-6539 Thu, 28 Feb 2019 10:42:49 +0100 Niedersachsen-Technikum bestärkt immer mehr junge Frauen bei der MINT-Berufswahl https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/02/niedersachsen-technikum-bestaerkt-immer-mehr-junge-frauen-bei-der-mint-berufswahl-1/ Auf der Abschlussveranstaltung des Niedersachsen-Technikums im Osnabrücker Schloss präsentierten am 26. Februar die Teilnehmerinnen des Berufsorientierungsprojektes dem interessierten Publikum auf beeindruckende Art und Weise, was sie in den vergangenen sechs Monaten an der Hochschule und Universität Osnabrück sowie in ihren Praktikumsunternehmen zum Thema MINT erlernt haben. Die meisten der 22 "Technikantinnen" sind sich sicher, dass ein naturwissenschaftliches beziehungsweise technisches Studium für sie genau das richtige ist. „Das Niedersachsen-Technikum ist ein besonders erfolgreiches Konzept zur praxisintegrierten Berufsorientierung für junge Frauen mit Abitur oder Fachabitur“, erläutert die Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke. Es richtet sich an Schulabsolventinnen mit Interesse an Mathematik, Ingenieurwesen, Naturwissenschaften oder Technik, die sich naturwissenschaftlich-technische Anteile in ihrem späteren Beruf vorstellen können, die über ein breites Interessensspektrum verfügen und sich noch nicht für ein konkretes Studienfach oder eine spezifische Ausbildung entscheiden können.

Nachdem das Niedersachsen-Technikum 2012 an neun Standorten in ganz Niedersachsen etabliert werden konnte, haben mehr als 650 „Technikantinnen“ an der Berufsorientierung für junge Frauen an Hochschulen und in Unternehmen teilgenommen. „Das ist ein Erfolgskonzept“, berichtet Prof. Barbara Schwarze, Leiterin der Zentralen Koordinierungsstelle des Niedersachsen-Technikums. „Neun von zehn Technikantinnen haben sich im Anschluss für ein MINT-Studium oder eine MINT-Ausbildung entschieden.“

Die "Technikantinnen" stellten den mehr als 130 Gästen in der Schlossaula ihre Projekte vor, die sie in ihren Betrieben selbstständig bearbeitet haben. Das Spektrum der in den Betrieben erlernten Fähigkeiten reicht dabei von der Programmierung über das Schweißen bis zum Konstruieren und Planen. An der Hochschule und der Universität haben sie Vorlesungen in der Elektrotechnik, dem Maschinenbau, der Werkstofftechnik, der Physik, der Informatik und der Wirtschaftsinformatik besucht und erste Prüfungen ablegt.

Was macht das Konzept so erfolgreich? Yara Engeln muss nicht lange überlegen. Sie war Teilnehmerin des Technikums an der Universität Osnabrück, hörte eine Einführungsvorlesung in der Physik und arbeitete gleichzeitig bei der Deutschen Telekom Technik GmbH in Osnabrück. „Das Niedersachsen-Technikum bot mir neben dem Kennenlernen des MINT-Bereichs und des Hochschullebens die tolle Möglichkeit, über einen verhältnismäßig langen Zeitraum Erfahrungen im Arbeitsalltag zu sammeln und mich persönlich vor allem im Hinblick auf meine beruflichen Ziele weiterzuentwickeln.“ Im Betrieb hat sie einen Leitfaden für die Bearbeitung von unterirdischen Störungen entwickelt. Nach dem Technikum will die 17-jährige Abiturientin zunächst einen Freiwilligendienst absolvieren und dann ein Studium beginnen.

„Wir als Telekom begrüßen die Initiative Niedersachsen-Technikum in seinen Zielen sowie der Struktur und Organisation“, erklärt Jan-Philip Günther von der Osnabrücker Niederlassung der Deutschen Telekom Technik GmbH. „Gerne geben wir auch künftig jungen Menschen Orientierung, Impulse und Fördermöglichkeiten in Berufsbildern mit technischem Hintergrund innerhalb unseres Unternehmens.“

Lena Terhardt absolvierte das Technikum an der Hochschule Osnabrück. „Das war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte. Zum einen habe ich einen Einblick ins Berufsleben und zum anderen einen Einblick ins Studentenleben bekommen und konnte daraufhin meine Entscheidung festigen, im Wintersemester an der Hochschule Osnabrück Maschinenbau zu studieren.“

Sie arbeitete das halbe Jahr bei der Salzgitter Automotive Engineering in Georgsmarienhütte und schrieb eine Betriebsanleitung, die jetzt zur Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingesetzt wird. „Ich beschäftigte mich mit Maschinenrichtlinien, Risikoanalysen und dem Aufbau und der Funktion einer neuen Maschine“, berichtet die 20-Jährige. „Bei der Inbetriebnahme der Maschine durfte ich dann dabei sein.“

Für das Niedersachsen-Technikum 2019/2020, das im September 2019 startet, haben sich bereits frühzeitig zahlreiche junge Frauen in Osnabrück angemeldet. Weitere Interessentinnen für das Programm sind herzlich willkommen. Kontakt: Elke Turner, Niedersachsen-Technikum, Tel. 0541 969-2183, E-Mail: e.turner@hs-osnabrueck.de

 

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news-6498 Fri, 08 Feb 2019 12:41:46 +0100 Sieg für OSCAR: Modellauto der Hochschule Osnabrück fährt der Konkurrenz davon https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/02/sieg-fuer-oscar-modellauto-der-hochschule-osnabrueck-faehrt-der-konkurrenz-davon/ Studierende der Hochschule Osnabrück belegen den ersten Platz in der Einsteigerklasse beim internationalen studentischen Wettbewerb Carolo-Cup der TU Braunschweig. Ihr autonomes Modellauto OSCAR hat neun Teams aus vier Ländern auf die Plätze verwiesen. Autonomes Fahren ist eine der wichtigsten technischen Innovationen der letzten Jahre. Viele Autohersteller arbeiten heute an intelligenten Systemen, die das Fahren einfacher und sicherer machen sollen. Mit diesem Zukunftsthema befassen sich auch sieben Studenten der Hochschule Osnabrück – und das mit großem Erfolg: Ihr selbstfahrendes Modellfahrzeug namens OSCAR hat sich beim diesjährigen studentischen Wettbewerb Carolo-Cup der TU Braunschweig gegen neun Teams aus China, Deutschland, Polen und der Schweiz durchgesetzt.

 

In der Einsteigerklasse fuhr OSCAR der Konkurrenz davon: Sowohl bei der Präsentation des Konzeptes vor einer 15-köpfigen Expertenjury als auch bei den beiden praktischen Disziplinen "autonomes Fahren und Parken" sowie "autonomes Fahren im Hindernisparcours" erreichten die Osnabrücker die beste Bewertung aller Teams. Mit insgesamt 808 von 900 möglichen Punkten war OSCAR der Sieg nicht mehr zu nehmen. Das Team freut sich nicht nur über den ersten Platz, sondern auch über 2.000 Euro Preisgeld.

 

Ein verdienter Lohn für ein engagiertes Team: Rund 3.000 Arbeitsstunden haben Simon Balzer, Dennis Buchberger, Marcel Flottmann, Malte Hillmann, Malte Hülsebus, Leander Nordmann und Simonas Simenas in ihre Entwicklung investiert. Wöchentlich haben sie sich auf dem Campus in ihrem Projektraum mit einer Teststrecke getroffen, um einzelne Schritte zu besprechen. Die Hochschule hat sämtliche Kosten für die Hardware übernommen; weitere finanzielle Unterstützung kam von der ZF Friedrichshafen AG.

 

Anfang Februar war es nun soweit: Vollgestopft mit Elektronik, Software und intelligenten Algorithmen, konnte OSCAR sicher Fahrspuren erkennen, eigenständig lenken und je nach Fahrsituation Gas geben oder bremsen. Zudem war es in der Lage, autonom Parklücken zu erkennen und selbständig ein- und auszuparken. Aber auch mögliche Hindernisse auf der Fahrbahn stellten kein Problem dar: Das Fahrzeug erkannte die potentielle Gefahr und führte gezielt entsprechende Ausweich- oder Überholmanöver durch.

 

„Nach dem dritten Platz im letzten Jahr haben wir unser Auto noch stark verbessert“, erzählt Marcel Flottmann. „Als wir aber auf dem Cup die Leistung der Konkurrenz gesehen haben, wurde es doch nochmal sehr spannend – andere Teams haben auch nicht geschlafen.“ Dennoch konnte sich das Osnabrücker Modellauto an die Spitze setzen. „Wir waren sehr aufgeregt, und es war einfach großartig, als unser Teamname endlich auf der Leinwand als Sieger erschien“, so der angehende Informatiker.

 

Sein Temkollege Dennis Buchberger beschreibt, was er und seine Mitstreiter im Projekt gelernt haben: „Teamarbeit und effiziente Kommunikation mit Kollegen übt man am besten in einem langfristigen Projekt wie diesem.“ Auch fachlich haben die Studierenden profitiert: „In der Vorlesung erlernen wir die Grundlagen und schreiben einfachere Programme. Für unser Modellauto haben wir hingegen eine größere Software mit mehreren Abstraktionsebenen auf die Beine gestellt und sind definitiv sicherer im Umgang mit technischen Systemen, Programmierung und dem ‚Autobau‘ geworden.“ Ein weiterer wichtiger Aspekt ist für den Studenten der Elektrotechnik im Praxisverbund das ingenieurmäßige Arbeiten: „Wir haben eine komplexe Aufgabe so in handliche Stücke zerteilt, dass wir sie alle erfolgreich lösen und zum Gesamtkonzept zusammensetzen konnten.“

 

Der Projektbetreuer Prof. Dr. Winfried Gehrke lobt die Leistung seiner Studenten: „Bemerkenswert ist, dass alle praktischen Aufgaben – anders als bei vielen Konkurrenzteams – gänzlich ohne manuellen Eingriff absolviert wurden.“ Vor fünf Jahren hat er den Wettbewerb Carolo-Cup seinen Studierenden vorgestellt. Seitdem arbeiten jährlich wechselnde Teams der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik an der Entwicklung von Modellautos. „Als wir 2015 zum ersten Mal in Braunschweig waren, war das Ziel: 'Nur nicht Letzter werden‘. Dass wir eines Tages einen ersten Platz erreichen würden, dachte damals niemand – nicht einmal im Traum“, erinnert sich Prof. Gehrke. Doch nun ist es soweit: „Ich freue mich sehr und bin auch stolz, dass unsere Hochschule Studierende hat, die dieses Ziel erreichen konnten“, so der Professor für Mikrorechnertechnik und Digitale Systeme. Einer der Erfolgsgründe liegt für ihn darin, dass alle OSCAR-Teams ihre Erkenntnisse mit den nachfolgenden Gruppen geteilt haben. So konnten die Studierenden dank ihrem „vorbildlichen Wissensmanagement“ ihre Leistung Jahr für Jahr steigern.

 

Wer das preisgekrönte Modellauto live erleben möchte, ist herzlich zur studentischen Projektmesse „Lösungen für die Welt von morgen“ am 21. Februar eingeladen. Sie findet von 15 bis 18 Uhr im SI-Gebäude der Hochschule Osnabrück in der Barbarastraße 16 statt und zeigt Ergebnisse von neun studentischen Projekten des letzten Semesters.

 

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