Neuigkeiten an der Hochschule Osnabrück https://www.hs-osnabrueck.de/ de_DE Hochschule Osnabrück Tue, 18 Jun 2019 00:00:16 +0200 Tue, 18 Jun 2019 00:00:16 +0200 TYPO3 EXT:news news-6852 Fri, 14 Jun 2019 12:12:45 +0200 Turmbau zu Osnabrück: Technische Methoden im Einsatz / Spitzenpositionen im CHE-Ranking https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/turmbau-zu-osnabrueck-technische-methoden-im-einsatz-spitzenpositionen-im-che-ranking/ Gleich zu Beginn des technischen Studiums erlernen Studierende der Hochschule Osnabrück ingenieurmäßiges Arbeiten in Theorie und Praxis. Zugleich machen sie sich schon in den ersten Semestern mit ihren künftigen Berufsfeldern vertraut. Das Fach „Orientierung und Methoden“ ist nur ein Beispiel für die gute Unterstützung der Studierenden in der Startphase. In dieser und weiteren Kategorien erreicht die Hochschule Osnabrück eine Spitzenposition im aktuellen Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE). Welches Team baut aus einer Rolle Alufolie den höchsten Turm? – Dieser Herausforderung haben sich jetzt rund 160 Studierende des Maschinenbaus und der Fahrzeugtechnik an der Hochschule Osnabrück gestellt. Die 41 Teams haben dafür eine Stunde Zeit. Sie arbeiten konzentriert und genau. Die Folie wird gedreht, gefaltet, zu Stäben, Kreisen, Zylindern, Netzen oder Pyramiden geformt. Baupläne werden präzisiert, es wird geflucht und gelacht.


Neues Fach vermittelt wissenschaftliche Methoden und gibt Berufsorientierung

Was sich nach Spiel und Spaß anhört, habe einen ernsten Hintergrund, erklärt der Studiendekan Prof. Dr. Norbert Bahlmann: „Gleich zu Beginn des Studiums wollen wir das Verständnis dafür wecken, wie wichtig technische Methoden für den Beruf einer Informatikerin oder eines Ingenieurs sind.“ Deshalb steht neben der Mathematik und anderen Grundlagenfächern neuerdings das Fach „Orientierung und Methoden“ auf dem Stundenplan aller Erst- und Zweitsemester der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik. Einerseits lernen Studierende, in welchen Branchen und Arbeitsfeldern sie später tätig sein können. Firmenbesuche und Vorträge von Gästen aus der Praxis stoßen dabei auf besonders großes Interesse. Andererseits geht es darum, unterschiedliche wissenschaftliche Methoden kennenzulernen und praktisch anzuwenden. Im zweiten Semester erhalten Studierende eine spannende Aufgabe und zeigen, was sie alles über Projektmanagement, ingenieurmäßiges Arbeiten und wirkungsvolles Präsentieren gelernt haben.

Kreatives Arbeiten im Team zeigt gute Ergebnisse

Die Professoren des Studienbereichs Maschinenbau Norbert Austerhoff, Norbert Bahlmann und Matthias Reckzügel haben sich für den Turmbau-Wettbewerb entschieden. Nach einer Stunde gibt es für sie viel zu bestaunen: 41 Türme unterschiedlichster Konstruktion sind in einem Hörsaal und im Foyer des SL-Neubaus verteilt. Die „kleineren“ Exemplare sind bis 1,5 m hoch, andere haben die Marke von vier bis fünf Metern erreicht oder gar überschritten. Der Turm des Siegerteams ist stolze 5,85 m hoch und steht direkt vor einer Treppe – das ist praktisch für den Studiendekan Prof. Bahlmann, der zur Messung eine Etage hochgehen muss. Jan Niklas Kaufmann, Alwin Keibel, Thomas Meyer und René Nauber freuen sich über ihren Erfolg: „Wir haben uns vor einigen Wochen ein Konzept überlegt und es erst einzeln, dann gemeinsam ausprobiert. Dass der Turm am Ende so hoch wird, damit hätten wir nicht gerechnet.“

Frühe Vernetzung hilft während des gesamten Studiums

Der Wettbewerb habe ihnen viel Freude bereitet und sie noch mehr zusammengebracht, erzählen die Teammitglieder. „Es war ein toller Einstieg ins Studium“, sagt Alwin Keibel. Einen großen Vorteil des neuen Fachs sieht er darin, sich schon früh zu vernetzen und einander während des gesamten Studiums zu unterstützen. Die vier Kommilitonen haben gleich im ersten Semester eine Lerngruppe gebildet und bereiten sich gemeinsam auf Prüfungen vor. Drei von ihnen haben zuvor Fachausbildungen zum Feinwerkmechaniker, technischen Modellbauer oder Konstruktionsmechaniker absolviert, der vierte – ein Gymnasium. Deshalb profitiert die ganze Gruppe von unterschiedlichen Fachkenntnissen ihrer Mitglieder. Mit ihrer Studienwahl sind die Maschinenbau-Studenten sehr zufrieden: „Wir kommen alle aus der Gegend. Die Hochschule Osnabrück hat einen tollen Ruf und ist direkt um die Ecke – darum haben wir uns hier beworben und die Entscheidung keinen Moment bereut“, erzählt René Nauber, seine Kommilitonen nicken zustimmend.

Auch für Prof. Bahlmann ist das gemeinsame Lernen ein Schlüssel zum Erfolg: „Das technische Studium empfinden viele gerade zu Beginn als sehr anspruchsvoll. Grundlagenfächer wie Mathematik oder Mechanik sind kein Spaziergang und zugleich unentbehrlich, um weiterzukommen. Um den Anschluss nicht zu verpassen, hilft es den meisten, in einem Team zu lernen.“

Die Hochschule Osnabrück bietet zudem einen ganzen Strauß an Hilfen zu Studienstart an – beispielsweise Studienvorbereitungskurse, um Fachkenntnisse aufzufrischen und sich am neuen Studienort zurechtzufinden. Beliebt sind auch Tutorien und Mentoring-Programme, die von älteren Mitstudierenden geleitet werden. Dank der „flexiblen Studieneingangsphase“ können Studierende den Lernstoff des ersten Studienjahres auf drei Semester strecken, um mehr Zeit für Übungen in Kleingruppen zu gewinnen. Das LearningCenter der Hochschule unterstützt Studierende in Einzelgesprächen, Gruppenberatungen und Seminaren darin, sich mit eigenen Zielen auseinanderzusetzen und das Studium strategisch zu organisieren.

CHE-Ranking: Hochschule Osnabrück bietet sehr gute Unterstützung zu Studienbeginn

So viel Starthilfe kommt bei den Studierenden sehr gut an: Davon zeugt das aktuelle Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE), das in diesem Jahr technische Fächer bewertet hat. Die Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik der Hochschule Osnabrück erreicht dabei eine  Spitzenposition gleich in mehreren Kategorien: Unterstützung am Studienanfang, Raumausstattung, IT-Struktur, Ausstattung der Praktikumslabore und Kontakte zur Berufspraxis. Gelobt wird zudem, dass die Abschlüsse meist in angemessener Zeit erreicht werden. Auch die Verzahnung der Lernorte im dualen Studium wird positiv bewertet. Prof. Dr. Alexander Schmehmann, Dekan der Fakultät und zugleich Vizepräsident für Studium und Lehre, freut sich über die sehr guten Ergebnisse: „Das Urteil der Studierenden zeigt uns, dass unsere passgenauen Angebote zu Studienanfang Früchte tragen. Auch die sehr guten Bewertungen für die Labor- und IT-Infrastruktur sowie für Kontakte zur Berufspraxis sind ein wertvoller Beweis, dass wir unseren Auftrag in praxisorientierter Lehre sehr ernst nehmen.“

Bewerbungsphase läuft bis 15. Juli

Wer sich für ein Studium an der größten und beliebtesten Fachhochschule Niedersachsens interessiert, kann sich ab jetzt im Online-Bewerbungsportal der Hochschule Osnabrück um einen Studienplatz bewerben. An den beiden Standorten Osnabrück und Lingen werden insgesamt rund 3.760 Studienplätze vergeben. Studieninteressierte können aus über 100 verschiedenen Bachelor- und Master-Studiengängen wählen. Neben Agrar-, Ernährungs-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften gibt es unter anderem Angebote aus den Bereichen Gesundheit, Soziales, Informatik, Landschaftsarchitektur, Musik, Theater, Medien und Design. Bis zum 15. Juli ist eine Bewerbung möglich.

 

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Nachrichten und Veranstaltungen Fakultäten IuI hochschulweit Nachricht Pressemitteilung Ausprägung Studium
news-6837 Thu, 06 Jun 2019 14:33:00 +0200 Grünes Licht für Neubau des Agro-Technicums der Hochschule Osnabrück am Campus Westerberg https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/gruenes-licht-fuer-neubau-des-agro-technicums-der-hochschule-osnabrueck-am-campus-westerberg/ Die Hochschule Osnabrück kann mit dem Bau eines neuen Agro-Technicum beginnen. Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, überreichte der Hochschule die entsprechenden Förderbescheide. „Ich freue mich, dass das Ministerium die notwendigen Mittel für den Neubau freigeben kann“, sagte Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, beim Termin in Osnabrück. „Die Hochschule Osnabrück erhält einen multifunktionalen Forschungsbau zur Weiterentwicklung moderner Landmaschinen, die sich immer öfter in High-Tech-Produkte verwandeln. Osnabrück ist ein Hot-Spot der Forschung zu Sensortechnologien, Datenmanagement und mechatronischen Systemen. Diese Forschungsausrichtung beflügelt den für den Standort Osnabrück mit seiner Vielzahl an Landmaschinenherstellern so wichtigen Technologietransfer“, betonte der Minister den hohen Stellenwert dieses Wissenschaftsbereiches an der Hochschule Osnabrück.

 

Finanzierung aus EFRE-Mittel, Landeszuschüssen und Eigenmitteln der Hochschule

Insgesamt wird das Agro-Technicum rund 3,9 Millionen Euro kosten. Davon stammen rund zwei Millionen Euro aus EFRE-Mitteln (Förderrichtlinie „Innovation durch Hochschulen und Forschungseinrichtungen“), das Land übernimmt rund 1,4 Millionen Euro, und 534.000 wer-den als Eigenmittel aufgebracht.

„Wir freuen uns sehr über die Wertschätzung des Landes Niedersachsen für unsere vielfälti-gen Forschungsaktivitäten innovativer Agrarsysteme und -prozesse, z.B. in den Bereichen Sensorik und Feldrobotik“, freute sich Hochschulpräsident Prof. Dr. Andreas Bertram. „Die Entwürfe für die Neubauten sind äußerst vielversprechend. Sie spiegeln die Dynamik unseres Hochschulstandortes am Westerberg wider und die Umsetzung ist sehr wichtig für die weitere Entwicklung unserer Innovationsfähigkeit für Wirtschaft und Gesellschaft“, erläuterte Bertram.

Beim Agro-Technicum handelt es sich um ein Laborgebäude mit Werkhalle mit einer Nutzfläche von 972 Quadratmeter. In dem Gebäude werden vor allem die Forschungsaktivitäten des Comeptence Center for Applied Agricultural Engineering (COALA) zusammengeführt, das derzeit über den Campus verteilt untergebracht ist. Im ersten Bauabschnitt, indem die Abrissarbeiten der Altbestände kürzlich begonnen haben, werden  ein neues Laborgebäude sowie eine Multifunktionshalle errichtet. Ein drittes Gebäude wird folgen, sobald die ersten beiden Gebäude fertig sind und der restliche Altbestand an Gebäuden abgerissen werden kann.

Der Vizepräsident für Forschung, Transfer und Nachwuchsförderung betonte die interdisziplinäre Verknüpfung: „Gerade hier im agrartechnischen Forschungsverbund sieht man die enge Zusammenarbeit von Ingenieurwissenschaften, Informatik und Agrarwissenschaft. Unsere Hochschule hat viele Potenziale, die wir in die Thematik einbringen können.“

Auch Prof. Dr. Arno Ruckelshausen freut sich über den Baubeginn und die endgültige Mittel-zuweisung aus Hannover: „In unseren vielfältigen Forschungsaktivitäten z.B. in den Bereichen Sensorik und Feldrobotik benötigen wir zum Einen gute Laborbedingungen, aber auch gleichzeitig Testflächen, die reale Bedingungen bieten. Mit den Neubauten bekommen wir  hervorragende Optionen für die Forschung und Entwicklung zur digitalen Transformation in der Landwirtschaft.“ Ruckelshausen betonte die Relevanz für die Unternehmen im Agrarsektor der Region und darüber hinaus: „Der Bedarf der Unternehmen an Forschungspartnern ist groß. In unserem Bereich ist gerade Grundlagenforschung immer anwenderorientiert.“

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news-6839 Thu, 06 Jun 2019 13:33:00 +0200 Ideen und Wissen in die Region transferieren https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/ideen-und-wissen-in-die-region-transferieren/ Mit dem neuen Verbundprojekt PROACTOS wollen Hochschule und Universität Osnabrück ihre Ideen und ihr Wissen proaktiv in die Region transferieren. Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler überreichte am 6. Juni in Osnabrück den Förderbescheid. Forschungsergebnisse aus der Wissenschaft in Wirtschaft und Gesellschaft bringen: Das ist das Ziel der Ausschreibung „Transfer in Niedersachsen: Starke Strukturen für innovative Projekte“. Im vergangenen Jahr hatte das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) die Hochschulen im Land aufgefordert, sich mit individuellen Konzepten zu bewerben, die den Wissenstransfer in den verschiedenen Regionen Niedersachsens stärken sollen. Fünf Projekte konnten die unabhängige Gutachterkommission überzeugen, darunter das Projekt PROACTOS der Osnabrücker Hochschulen. Die Projekte haben alle eine Laufzeit von fünf Jahren. Darüber hinaus wird die Fördermaßnahme von einem Begleitforschungsprojekt flankiert, das die Beziehungen zwischen Hochschulen und Gesellschaft in Niedersachsen untersucht und mit dem Stand auf Bundesebene vergleicht. Das beantragte Fördervolumen beläuft sich insgesamt auf knapp 12,4 Millionen Euro. Unter dem Projekttitel PROACTOS – Proaktive Optimierung des regionalen Innovationssystems durch Stärkung der gemeinsamen Transferstrukturen der Hochschule Osnabrück und Universität Osnabrück – gelang es den Partnerinnen, die Zusage für rund 1,5 Millionen Euro an Fördergeldern zu erhalten. Die Mittel für das Förderprogramm werden aus dem Niedersächsischen Vorab der Volkswagenstiftung zur Verfügung gestellt.

„Als Landesregierung haben wir uns vorgenommen, den Transfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft strukturell und institutionell zu verbessern. Damit aus wissenschaftlichen Entdeckungen erfolgreiche Innovationen werden, die die Lebensqualität verbessern, die Wirtschaft fördern und Arbeitsplätze schaffen, müssen die Forschungsergebnisse in Wirtschaft und Gesellschaft ankommen“, sagte Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, in Osnabrück. „Wir wollen helfen, regionale Innovationsräume im Zusammenspiel von Hochschulen, Kommunen und regionalen Wirtschaftsförderungen zu schaffen, um so das Innovationspotenzial der Hochschulen intensiver zu nutzen. Die Idee dabei ist, insbesondere hochschulübergreifende Aktivitäten zu fördern, die Synergien schaffen und dem Standort als Ganzes zu Gute kommen.“

„Das hohe Potential von Innovationen unserer Region und des Wirtschaftsraums Osnabrück ist bekannt. Wir freuen uns, dass wir dies nun gemeinsam mit der Universität Osnabrück im Rahmen einer strukturierten und innovativen Transferstrategie nachhaltig erschließen werden. Mit dem Verbundvorhaben PROACTOS werden wir die strukturellen Voraussetzungen für innovative Austauschformate zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft schaffen können“, freute sich Hochschulpräsident Prof. Dr. Andreas Bertram bei der Entgegennahme des Bescheides.

"Ziel des Verbundvorhabens PROACTOS ist es, die Ideen und das generierte Wissen der beiden Hochschulen nachhaltig für die Region Osnabrück nutzbar zu machen", so Prof. Dr. Susanne Menzel, Vizepräsidentin für Forschung und Nachwuchsförderung der Universität Osnabrück. „Dabei ergänzen sich die Profile der Universität und Hochschule hervorragend und stärken die Innovationsfähigkeit der viertstärksten Mittelstandsregion Deutschlands."

Das Projekt hat eine geplante Laufzeit bis zum Jahr 2024 und umfasst vier Vollzeitstellen für das Transfer- und Innovationsmanagement der Osnabrücker Hochschulen.
Hochschule Osnabrück und Universität Osnabrück sind im Themenfeld Wissens- und Technologietransfer eng verbunden. Mit der neu geschaffenen Organisationseinheit Technologie- und Innovationsmanagement (TIM) soll das Projekt PROACTOS organisiert und vorangetrieben werden.

Weitere Informationen für die Medien:
Dr. Christoph Gringmuth
Leiter Transfer- und Innovationsmanagement (TIM)
der Universität und der Hochschule Osnabrück
Albert-Einstein-Str. 1, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 3073
Mobil: +49 173 961 9334
Email: c.gringmuth@hs-osnabrueck.de  
Internet: https://www.tim-osnabrueck.de

 

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Nachrichten und Veranstaltungen Fakultäten hochschulweit Nachricht Pressemitteilung Forschung
news-6825 Wed, 05 Jun 2019 19:33:00 +0200 Wie die Dächer der Hochschule Osnabrück die Biodiversität fördern https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-daecher-der-hochschule-osnabrueck-die-biodiversitaet-foerdern/ Ein Forschungsteam der Hochschule untersucht an der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur, welche heimischen Wildpflanzen sich für Dachbegrünungen eignen. Für den Kleinen Vogelfuß wird es zunehmend enger. Genauso für das Berg-Sandglöckchen, die Platterbsen-Wicke oder die Heide-Nelke. Der Lebensraum dieser
Wildpflanzen, der Sandmagerrasen in Nordwestdeutschland, schrumpft. „Die Arten sind unter anderem durch städtische Verdichtung und durch die Umwandlung von Flächen in Ackerland bedroht“, erläutert Prof. Dr. Kathrin Kiehl von der Hochschule Osnabrück. Deshalb forscht sie mit Dr. Roland Schröder und Daniel Jeschke daran, für die gebietseigenen Wildpflanzen neue Räume zu schaffen – und zwar auf Dächern. „Wir werden allein mit dem Projekt RooBi - Roofs for Biodiversity das Artensterben nicht aufhalten können. Aber es ist ein Baustein“, sagt Schröder.

Tatsächlich ist das Potenzial von Dachbegrünungen beachtlich. Nach Zahlen der European Federation Green Roofs & Walls gab es allein in Deutschland im Jahr 2014 insgesamt 86 Millionen Quadratmeter begrünter Dachflächen. Jährlich kommen laut der Publikation acht Millionen Quadratmeter hinzu.

54 Versuchsflächen blühen auf 500 Quadratmetern

Die Vorteile eines begrünten Daches sind vielfältig. Es reguliert die Temperatur, puffert im Sommer die Hitze ab und im Winter die Kälte. Bei Starkregen kann es die Wassermengen zurückhalten. Zudem wird die Lebensdauer von Dächern durch eine Begrünung deutlich verlängert. Grüne Dächer bereichern darüber hinaus das Stadtbild, binden Luftschadstoffe und bieten Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Allerdings: „Der Wert artenarmer, extensiver Dachbegrünungen ist für die Förderung der regionaltypischen Biodiversität nur gering“, betont das Forschungsteam. Extensiv bedeutet, dass die Dachbegrünungen mit vergleichsweise
geringem Aufwand betrieben werden.

„Konventionelle extensive Dachbegrünungen bestehen in der Regel aus gebietsfremden, gezüchteten Pflanzenarten. Das sind vor allem verschiedene Sedum-Arten und -Sorten aus der Familie der Dickblattgewächse“, erklärt Jeschke. Lebensraum, etwa für die mehr als 350 niedersächsischen Wildbienenarten, bieten sie kaum. „Gerade die gefährdeten Arten haben sehr spezifische Präferenzen in Bezug auf die Pollenpflanzen.“

Welche Pflanzenarten halten extremen Bedingungen stand?

Auf dem Dach des Bibliotheks- und Hörsaalgebäudes der Hochschule am Campus Haste hat das Forschungsteam im September 2018 insgesamt 54 quadratische Versuchsflächen auf etwa 500 Quadratmetern Fläche angelegt. In ihren Untersuchungen wollen Kiehl, Schröder und Jeschke zahlreiche Fragen beantworten. Etwa diese: Welche Saatmischungen aus gebietseigenen Wildpflanzen nordwestdeutscher Sandtrockenrasen eignen sich für die Dachbegrünungen? Welche Pflanzenarten halten den extremen Bedingungen stand?

Dass das Team ausschließlich auf gebietseigene Wildpflanzenmischungen setzt, ist eine Besonderheit. Laut Bundesnaturschutzgesetz muss bei Begrünungsmaßnahmen in der freien Landschaft ab dem kommenden Jahr gebietseigenes Wildpflanzenmaterial eingesetzt werden. „Für Dachbegrünungen ist das aber nicht verpflichtend. Trotzdem orientieren wir uns daran“, sagt Schröder.

„Deutschland ist in 22 Herkunftsregionen von Wildpflanzen eingeteilt“, erläutert der Wissenschaftler die Hintergründe. „Innerhalb dieser Regionen wird Saatgut aus Naturbeständen gesammelt, vermehrt und in der jeweiligen Region für Begrünungsmaßnahmen eingesetzt. Diese Vorgehensweise fördert sowohl die regionaltypische Artenvielfalt als auch die genetische Vielfalt der Wildpflanzen.“ Die Einteilung bildet die Grundlage für die marktfähigen Saatmischungen, die im Projekt entwickelt werden sollen.

Mit Pilzkulturen Bodenleben einhauchen

Auch die Entwicklung neuer Vegetationssubstrate ist Teil von RooBi. Die Dachtraglast ist begrenzt. Deshalb benötigen die Pflanzen Tragschichten, die leicht sind und Wasser speichern können. Naturbaustoffe wie Lava, Bims und Tuff, aber auch Recycling-Materialien wie etwa Ziegelbruch werden in verschiedenen Zusammensetzungen erprobt.

„Im Vergleich zu einem Magerrasen oder einem Gartenboden ist in den Substraten jedoch nur wenig Leben. Deshalb wollen wir dem Ganzen durch Mykorrhiza-Pilzkulturen Bodenleben einhauchen“, benennt Jeschke einen weiteren Forschungsgegenstand. Die Mykorrhiza-Präparate könnten das Pflanzenwachstum und die Trockenheitsresistenz verbessern. Durch die Pilzkulturen verbessert sich das Bodengefüge. Wasser kann so effizienter genutzt werden, die Pflanzen erhalten mehr Nährstoffe und geben dafür Kohlenstoffprodukte an den Pilz ab – eine klassische Symbiose.

Unter dem Strich steht Folgendes: Drei verschiedene Wildpflanzensaatmischungen mit jeweils mehr als 40 gebietseigenen Arten werden auf 54 Versuchsflächen mit verschiedenen Substratkompositionen getestet, bei denen zum Teil Mykorrhiza-Präparate zum Einsatz kommen. Auch die unterschiedlichen Standortbedingungen der Versuchsflächen (sonnig, halbschattig, schattig) sind wichtiger Bestandteil der Erprobung der Saatmischungen.

In der Fachzeitschrift „Stadt+Grün“ formulierten Kiehl und Schröder in einem Beitrag bereits 2016 diese Sätze: „Die Forderung nach urbaner grüner Infrastruktur zur Förderung der Biodiversität und Anpassung urbaner Lebensräume an den Klimawandel ist allgegenwärtig. Dachbegrünungen mit gebietseigenen Wildpflanzen bieten hier ein Potenzial, das bei Weitem noch nicht ausgeschöpft ist.“


Hintergrund: Das Projekt „RooBi - Roofs for Biodiversity | Entwicklung innovativer Verfahren für die Anlage multifunktionaler extensiver Dachbegrünungen“ wird vom Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) mit knapp 250.000 Euro gefördert. Es läuft seit Januar 2017 bis Dezember 2019. Projektpartner sind die ZinCo GmbH, Matthies Landwirtschaft, das Institut für Pflanzenkultur sowie der Bundesverband Gebäudegrün e.V. Weiterführende Informationen zum Projekt finden Sie im
Internet unter der Adresse www.hs-osnabrueck.de/roobi


Weitere Informationen
Prof. Dr. Kathrin Kiehl
Professorin für Vegetationsökologie und Botanik
Tel.: 0541 969-5042
E-Mail: k.kiehl@hs-osnabrueck.de

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Nachrichten und Veranstaltungen Fakultäten AuL hochschulweit Nachricht Pressemitteilung Ausprägung Forschung
news-6845 Wed, 05 Jun 2019 17:14:00 +0200 Diversity-Slam der Hochschule Osnabrück und der Universität Osnabrück war voller Erfolg https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/diversity-slam-der-hochschule-osnabrueck-und-der-universitaet-osnabrueck-war-voller-erfolg/ Elf Studierende unterschiedlicher Herkunft präsentierten Ende Mai beim Diversity Slam im SL-Gebäude auf dem Campus Westerberg vor 150 Zuschauenden ihre Gedanken zur Vielfalt und Diskriminierung. Der Poetry Slam zum Thema Vielfalt wurde organisiert von der Hochschule Osnabrück und der Universität Osnabrück. Reimend, singend und mit einem Augenzwinkern erzählten die deutschen und internationalen Studierenden von den Schwierigkeiten sich integrieren zu müssen, von Klischees und Geschlechterstereotypen und dem Umgang damit. Das Besondere: Alle nahmen zum ersten Mal an einem Slam teil. Das sichtlich begeisterte Publikum belohnte die sehr persönlichen, nachdenklichen und lustigen Texte mit frenetischem Applaus.

„Es gab zahlreiche Einblicke in unterschiedliche Lebenswelten und Hintergründe der Studierenden, die auch mit Blick auf die Gestaltung von Lehre von Relevanz sein können, um Potenziale zu fördern und Diskriminierungen zu vermeiden“, betont Patricia Gozalbez Cantó aus dem LearningCenter der Hochschule Osnabrück. „Die Vortragenden haben heute ein starkes Zeichen für eine vielfältige Hochschule gesetzt und gezeigt, dass ihre Stimmen und Erfahrungen gehört werden müssen“, lobt Melora Felsch, Diversity-Koordinatorin im Gleichstellungsbüro der Universität Osnabrück, die Vortragenden.

Am Ende gingen alle Teilnehmenden mit einem Gewinn nach Hause: Das Publikum würdigte ihre Texte durch handgeschriebene Kommentare, die die Moderatorin Laura Sherin Rebecca sammelte und anschließend vortrug. Außerdem bekamen alle ein gemeinschaftliches Präsent von Hochschule und Universität.

Fünf der elf Teilnehmenden besuchten vor dem Diversity Slam das Sprachcoaching des Sprachenzentrums der Universität Osnabrück. Dort wurden die internationalen Studierenden aus der Türkei, aus Syrien und China darin unterstützt, eine Sprachperformance in der Fremdsprache Deutsch zu gestalten. Musikalisch untermalt wurde der Abend von dem Trio Malaika. Der Bandname bedeutet auf Swahili „Guter Geist“ und als solcher trugen Malaika mit einer Mischung aus Pop, Jazz und Folklore-Liedern durch den Abend.

Im LearningCenter der Hochschule Osnabrück gibt es seit Längerem einen Arbeitsbereich zum Thema „Diversität und Lehre“, der individualisierte Unterstützungsangebote für eine heterogene Studierendenschaft weiterentwickelt. Mit der Veranstaltung unterstützten Universität und Hochschule den 7. Deutschen Diversity-Tag, einen bundesweiten Aktionstag auf Initiative des Vereins Charta der Vielfalt e.V. Die Universität Osnabrück hat die Charta der Vielfalt 2018 unterzeichnet.

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Nachrichten und Veranstaltungen hochschulweit Veranstaltung Aufführung Nachricht Pressemitteilung
news-6820 Tue, 04 Jun 2019 09:58:51 +0200 Wie die Hochschule Osnabrück ihren CO2-Fußabdruck um fast 70 Prozent verkleinert hat https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/ Erstmals hat die Hochschule einen Klimaschutzbericht veröffentlicht. Die Hochschule Osnabrück hat ihren CO2-Fußabdruck in den vergangenen zehn Jahren um 69 Prozent verkleinert. Das ist eine der Kernaussagen des Klima-schutzberichts 2019, den die Hochschule im Mai erstmals veröffentlicht hat. „Wir freuen uns sehr, dass wir diesen 5. Juni, den Internationalen Tag der Umwelt, auch zum Anlass nehmen können, einer breiten Öffentlichkeit unser Engagement für den Klimaschutz zu veranschaulichen“, sagt Dr. Kai Handel, hauptberuflicher Vizepräsident der Hochschule Osnabrück. „Auf 20 Seiten wird mit Grafiken, Texten und Bildern nachvollziehbar und attraktiv dargestellt, wo wir als Hochschule ansetzen, um unseren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.“
 

Regenerative Erdwärme am Campus Lingen

Der Bericht führt die bisher erreichten Erfolge in der CO2-Einsparung und Energiereduktion aus den Bereichen Wärme- und Stromversorgung auf. Zu den dargestellten Maßnahmen zählen der Betrieb von Fotovoltaik-Anlagen auf dem Campus Westerberg sowie von Holzhackschnitzel-Heizungen am Caprivi-Campus und auf dem Campus Haste. Am Standort Lingen der Hochschule Osnabrück sorgen zudem seit 2012 zwei Wärmepumpen dafür, dass der Campus mit regenerativer Erdwärme versorgt wird.  

Auch die vielfältigen bestehenden und geplanten Angebote im Bereich Mobilität werden aufgelistet. Dazu zählt, dass die Hochschule Osnabrück und die Universität Osnabrück 2017 und 2018 ein gemeinsames Mobilitätskonzept für den Campus Westerberg erarbeitet haben. Beide Hochschulen wollen ein fußgänger- und fahrradfreundliches Gelände schaffen. Der möglichst autofreie Campus soll auch eine gesteigerte Aufenthaltsqualität bieten.  
 

In der deutschen Hochschullandschaft außergewöhnlich

Die Erfolge, die die Hochschule Osnabrück im Klimaschutzbericht präsentieren kann, sind hausgemacht: Im September 2016 hat die Hochschule mit Sabine Adamaschek und Eduard Strauss eine Klimaschutzmanagerin und einen Klimaschutzmanager eingestellt. Dass sich gleich zwei Personen diesem Thema widmen, ist in der deutschen Hochschullandschaft außergewöhnlich.  

„Die Hochschule hat im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundes ein Förderprogramm beantragt, um das Klimaschutzmanagement zu schaffen“, erläutert Projektleiterin Prof. Dr. Sandra Rosenberger die Hintergründe. „Da unser Konzept sowohl bauliche und technische als auch CO2-Einsparpotenziale durch Verhaltensänderungen umfasste, lag es im Grunde auf der Hand, zwei Personalstellen zu beantragen.“ 2016 erhielt die Hochschule den positiven Zuwendungsbescheid.  

Das über Jahre gewachsene und von zahlreichen Mitstreiterinnen und Mitstreitern getragene Engagement für den Klimaschutz erhielt so weiteren Schub. Die Motivation ist groß: „Ich halte den Klimawandel für die größte globale Herausforderung, die gleichzeitig sowohl globale als auch dezentrale Lösungen erfordert“, sagt Rosenberger. „Unsere Hochschule trägt durch ihre Größe wesentlich zur Klimabilanz Osnabrücks bei. Wir wollen hier als Bildungseinrichtung eine deutliche Vorreiterrolle einnehmen.“  

 

Hintergrund: Der Klimaschutzbericht kann auf der Internetseite der Hochschule heruntergeladen werden:
www.hs-osnabrueck.de/klimaschutz-hsos. Wer Interesse an einem gedruckten Exemplar hat, kann eine E-Mail an die Adresse klimaschutz@hs-osnabrueck.de schreiben. Weiterführende Informationen zum Klimaschutzmanagement an der Hochschule Osnabrück erhalten Sie auch im Journal der Hochschule Osnabrück, Ausgabe 15 (Seiten 12/13).

 

Weitere Informationen

Sabine Adamaschek | Eduard Strauss
Klimaschutzmanagement Hochschule Osnabrück
Tel.: 0541 969-7045
E-Mail: klimaschutz@hs-osnabrueck.de

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Nachrichten und Veranstaltungen hochschulweit Nachricht Pressemitteilung
news-6816 Wed, 29 May 2019 09:35:00 +0200 Ein Zeichen für die Zukunft des Gartenbaus https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/05/ein-zeichen-fuer-die-zukunft-des-gartenbaus/ Mehr als 80 Studierende kommen beim ersten Bundesstudierendentreffen des Gartenbaus an der Hochschule Osnabrück zusammen (Osnabrück, 29. Mai 2019) Eine bundesweite Vernetzung schaffen und sich gemeinsam über Zukunftsfragen der grünen Branche austauschen: Das stand im Vordergrund des ersten Bundesstudierendentreffens des Gartenbaus, das jetzt an der Hochschule Osnabrück stattfand. Dafür kamen mehr als 80 Studierende und Promovierende von Hochschulen aus ganz Deutschland für drei Tage an den Campus Haste.

Ein Höhepunkt der dreitägigen Veranstaltung war die Führung über das Campusgelände, bei dem die verschiedenen Forschungsprojekte vorgestellt wurden. Besonders interessant: der Einsatz von LED-Belichtung beim Anbau der Pflanzengattung Helleborus, den Jan Heuger, Student an der Hochschule Osnabrück, präsentierte. Acht weitere innovative Forschungsprojekte aus den Fachgebieten Technik im Gartenbau und Pflanzenernährung sowie aus den Anbaufächern Gemüse-, Obst- und Zierpflanzenbau sowie Baumschule führten zu angeregten Diskussionen bei den Teilnehmenden.

Vier junge Absolventinnen und Absolventen stellten sich außerdem den Fragen der Studierenden zum Thema Berufseinstieg, Jobsuche, Bewerbungsgespräche und Gehaltsverhandlungen und berichteten aus ihrem Berufsalltag. Die studierte Landschaftsarchitektin Marie Henze nutzt die Begeisterung von jungen Städtern für Urban Jungles. Die Gründerin des Berliner Startups Bosque verkauft online die bei Instagram beliebtesten Zimmerpflanzen. Sie erklärte, wie sie die Pflanzen zum Beispiel durch eine Aufwertung mit Tontöpfen oder modernem Marketing im hochpreisigen Segment verkaufen kann.

Felix Thiel, Absolvent der Hochschule Osnabrück, berichtete von seiner Tätigkeit als Doktorand und wissenschaftlicher Berater am International Water Management Institute auf Sri Lanka. Fokus seiner Arbeit ist das Schließen von Stoffkreisläufen zwischen urbanen und ländlichen Gegenden. Er betonte die Wichtigkeit des Gartenbaus bei den großen Umweltfragen der Zukunft. „Die Absolventen haben uns einen guten Einblick gegeben, welche vielfältigen Möglichkeiten die grüne Branche zu bieten hat“, findet Maximilian Münch, Student der Beuth Hochschule.

Neben der Vernetzung untereinander gab es auch die Möglichkeit, Kontakte zu Vertreterinnen und Vertretern aus der Praxis zu knüpfen. Unternehmen wie Lorenz von Ehren, Baum Gartenbau, Landgard, RAM Gewächshaustechnik, Klasmann-Deilmann, Volmary, Neurather Gärtner, toom Baumarkt, die Gartenbauversicherung sowie die Verbände Freundeskreis der Hochschule Osnabrück Gartenbau und Landschaftsarchitektur und der Bundesverband der Hochschulabsolventen Gartenbau und Landschaftsarchitektur (BHGL) stellten sich auf dem Bundesstudierendentreffen vor. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch ein Bubblesoccer- und Kickerturnier sowie einer Führung vom Unternehmensgründer Tom Kuipers durch das Unternehmen Emsflower in Emsbüren.

Initiiert und organisiert wurde das Bundesstudierendentreffen des Gartenbaus von den sechs Studierenden und Absolvierenden der Hochschule Osnabrück Inse Rosenbusch, Andreas Theisen, Stephan Hülsmann, Dominik Baum, Henrike Albers und Martin Braun. Rosenbusch, Doktorandin und Gründerin des Blogs Green Perspective, ist zufrieden mit dem Verlauf: „Wir freuen uns über die Vielzahl der Teilnehmer, die für das erste Bundesstudierendentreffen zusammengekommen sind, und vor allem, dass sich die Studierenden der unterschiedlichen Standorte so gut miteinander vernetzt und ausgetauscht haben.“

BHGL-Präsident Marc-Guido Megies resümiert: „Mit dem Bundesstudierendentreffen ist den Veranstaltern eine erstklassige Vernetzung gelungen und sie haben damit ein Zeichen für die Zukunft des Gartenbaus gesetzt.“ Deshalb steht fest: Die Wiederholung gibt es im nächsten Jahr an der Beuth Hochschule in Berlin.
 

Weitere Informationen

Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur
Inse Rosenbusch
Telefon: 0541 969-5334
E-Mail: i.rosenbusch@hs-osnabrueck.de

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Nachrichten und Veranstaltungen Fakultäten AuL hochschulweit Nachricht Pressemitteilung Ausprägung Studium
news-6803 Tue, 28 May 2019 11:04:53 +0200 Die Zukunft der Landwirtschaft ist digital: Die Hochschule Osnabrück beteiligt sich am Forschungsprojekt DAKIS https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/05/die-zukunft-der-landwirtschaft-ist-digital-die-hochschule-osnabrueck-beteiligt-sich-am-forschungspro/ Wie soll in Zeiten des Klimawandels und der wachsenden Weltbevölkerung die Landwirtschaft der Zukunft aussehen? Wie kann auf immer weniger fruchtbarem Boden immer mehr geerntet werden? Und kann die Agrarwirtschaft mit weniger Chemie, Wasser und Energie auskommen, um noch effizienter und nachhaltiger zu werden? – Diese Fragen stehen im Fokus des neuen Forschungsprojekts „Agrarsystem der Zukunft: DAKIS ‒ Digitales Wissens- und Informationssystem für die Landwirtschaft“, an dem die Hochschule Osnabrück zusammen mit neun weiteren Forschungseinrichtungen beteiligt ist. Koordiniert wird das Vorhaben vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. Für fünf Jahre stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 7,4 Millionen Euro bereit. Das Teilprojekt der Hochschule Osnabrück, geleitet von Prof. Dr. Karsten Morisse, wird mit rund 320.000 Euro gefördert. Für den Osnabrücker Professor für Medieninformatik und das gesamte Forschungsteam steht eines schon heute außer Frage: Die Zukunft der Landwirtschaft ist digital. Deshalb arbeiten Fachleute aus der Agrartechnik, Informatik, Elektrotechnik und Biowirtschaft gemeinsam an einem digitalen Informations- und Entscheidungssystem für die Praxis. Es soll Anbausysteme mithilfe von Robotik, Sensorik und Computermodellen effizienter und gleichzeitig nachhaltiger machen.

Wie genau das geht? „Wir wollen ein weltweit neuartiges Informations- und Managementsystem für kleine landwirtschaftliche Anbauflächen entwickeln, das sich an die jeweilige Landschaft anpassen lässt“, erklärt Prof. Morisse das Projektziel. Das Besondere: Ein solches System würde die Produktionsoptimierung mit dem Umweltschutz verbinden. Ermöglicht werde diese Innovation erst dank der Digitalisierung – denn das geplante „Entscheidungsunterstützungssystem“ kombiniere Echtzeitdaten mit Simulation, gesellschaftlichen Bedarfen und betriebsökonomischen Faktoren, so der Forscher der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik.

Zwei Landwirtschaftstypen – zwei Testregionen
In zwei landwirtschaftlich sehr unterschiedlichen Testregionen, im Bayerischen Passau und in der Uckermark in Brandenburg, soll die Anwendung entwickelt und erprobt werden. Zunächst wird ein Status quo der beiden Regionen ermittelt: Erfasst werden die aktuellen Leistungen der Landwirtschaft; Tier- und Pflanzenarten und deren Lebensbedingungen sowie Umweltbildungs- und touristische Aspekte. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Frage „Welche Auswirkungen haben Anbaumaßnahmen auf die Artenvielfalt und die Leistungen, die von der Landschaft zum Wohle des Menschen bereitgestellt werden?“ In einem nächsten Schritt kommt die regionale Nachfrage nach diesen Ökosystemleistungen in der Gesellschaft auf den Prüfstand. Aus ihren Erkenntnissen leiten die Forschenden dann ab, wie ein zentrales Management- und Informationssystem diese Nachfrage in konkrete Landnutzungsstrategien und Handlungsempfehlungen für die Landwirtschaft überführen kann.

Sensoren und Roboter im Einsatz
Parallel wird in beiden Testregionen ein drahtloses Sensornetzwerk aufgebaut, das wichtige Landschaftsparameter erfasst – etwa Bodenbeschaffenheit, Pflanzenbestand und meteorologische Daten. Bestehen soll das Netzwerk aus statischen Sensoren und teils autonom agierenden Robotern. Veränderungen in der Landschaft können so beobachtet und in das Entscheidungssystem eingespeist werden.

Computermodelle berechnen den idealen landwirtschaftlichen Betrieb
Mithilfe dieser Daten berechnen Computermodelle den auf die Region angepassten „idealen landwirtschaftlichen Betrieb“. Dieses Ideal berücksichtigt auch die gesellschaftlichen Anforderungen an die Landwirtschaft, um das Spannungsverhältnis zwischen Produktionsmaximierung, Ökosystemleistungen und technischer Umsetzbarkeit auszubalancieren. Die Modelle berücksichtigen auch betriebsökonomische Faktoren: Schließlich soll das neue DAKIS-System auch die Planung von langfristigen Investitionen unterstützen – beispielsweise Anschaffung von Landmaschinen. Gleichzeitig werden die Anbausysteme auf Wirtschaftlichkeit untersucht. Der Einsatz von Ressourcen, wie Wasser, Dünger und Pestiziden, wird dabei auf ein Minimum reduziert. Gleichzeitig soll das System kleinflächige Bewirtschaftung ermöglichen. Das Motto lautet: „Weg von immer größeren Feldern mit Monokulturen und tonnenschweren Landmaschinen hin zu kleineren und vielfältigen Feldeinheiten.“ Dank der betriebsübergreifenden Vernetzung eröffnet DAKIS hier neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Arbeitsteilung. Am Ende soll das System sowohl landwirtschaftliche Erträge als auch Ökosystemleistungen in Echtzeit simulieren können.

Beitrag der Hochschule Osnabrück: Vom Ideal in die Realität
An dieser Stelle kommt der Einsatz für Prof. Morisse und sein Team: „In unserem Teilprojekt werden wir alle Datenströme auf einer intuitiven Benutzeroberfläche zusammenführen, zu Handlungsempfehlungen verdichten und für die Praxisanwendung visualisieren“, so der Forscher. Die Ergebnisse der Landschaftsbeobachtung und der Simulationen werden in der DAKIS-Schnittstelle mit rechtlichen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gekoppelt. Auch agrarwissenschaftliches Wissen wird als Baustein im DAKIS hinterlegt. Danach wird das System in den beiden Testregionen mit Blick auf zwei typische Nutzungsarten, Grün- und Ackerland, getestet und weiterentwickelt.

 

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news-6801 Mon, 27 May 2019 16:40:37 +0200 Osnabrücker Hochschulen zeigen Studieninteressierten ihre ganze Bandbreite https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/05/osnabruecker-hochschulen-zeigen-studieninteressierten-ihre-ganze-bandbreite/ Mehr als 200 Veranstaltungen beim Hochschulinformationstag (HIT). Die Osnabrücker Hochschulen laden am 4. Juni zum Hochschulinformationstag (HIT) ein. Der HIT richtet sich an Schülerinnen und Schüler, Abiturientinnen und Abiturienten sowie an Schulabsolventinnen und -absolventen, die sich zum Beispiel in Orientierungsphasen und Freiwilligendiensten befinden. Aber auch für Studierende, die Zweifel am gewählten Fach haben, oder für Berufstätige mit Studienwunsch ist der HIT die richtige Veranstaltung, um sich umfassend zu informieren.

Veranstaltungsorte sind das Schloss und weitere Gebäude in der Osnabrücker Innenstadt, der Campus Westerberg sowie der Caprivi-Campus. Hier stellen beide Hochschulen aus dem großen Angebot von rund 280 verschiedenen Studiengängen insbesondere ihre Bachelorstudiengänge vor, die Studieninteressierten als Erststudium offenstehen. Aber auch zu übergreifenden Themen wie der Studienwahl, der Finanzierung eines Studiums oder der Hochschulzulassung beantworten Fachleute vor Ort die Fragen. Zwischen den drei Standorten pendeln zwischen 8.30 und 15 Uhr kostenlose Shuttlebusse mit der Anzeige „Sonderfahrt HIT Hochschulen“.  

Im Gebäude 66, Raum E33 (Barbarastraße 12) begrüßt Hochschulpräsident Prof. Dr. Andreas Bertram die Besucherinnen und Besucher um 8.30 Uhr. Zur selben Zeit begrüßt in der Aula der Universität (Neuer Graben 29) die Vizepräsidentin Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke die Gäste.

Im Anschluss geben Professorinnen und Professoren sowie Studierende und Beschäftigte Auskunft über das Studium an den Hochschulen in Osnabrück und auf dem Campus Lingen der Hochschule Osnabrück. Insgesamt bietet der von der Zentralen Studienberatung Osnabrück organisierte HIT mehr als 200 Einzelveranstaltungen wie Vorträge und Führungen durch Labore und Bibliotheken an. Auf zwei Infomärkten stellen sich Studiengänge, Fakultäten sowie Service- und Beratungseinrichtungen vor. 

 

Weitere Informationen:
Alex Markgraf
Zentrale Studienberatung Osnabrück
Tel.: 0541 969-4137
E-Mail: alex.markgraf@zsb-os.de
Internet: www.zsb-os.de/hit (Dort kann das gesamte Programm eingesehen und heruntergeladen werden.)
 

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news-6794 Thu, 23 May 2019 16:05:00 +0200 Es geht los: Baubeginn für das neue Gebäude des Instituts für Musik der Hochschule Osnabrück https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/05/es-geht-los-baubeginn-fuer-das-neue-gebaeude-des-instituts-fuer-musik-der-hochschule-osnabrueck/ Im Architektenwettbewerb 2017 überzeugte mit dem Büro Ahrens & Pörtner ein Team aus der Hochschulregion Osnabrück mit seinen Entwürfen. Nun, knapp zwei Jahre später, beginnt nach aufwändiger EU-weiter Ausschreibung die Bauphase an der Caprivistraße. Für Hochschule, Stifter Dieter Fuchs Stiftung und die Stadt Osnabrück ein besonderer Tag. (Osnabrück, 23.05.2019) Strahlende Gesichter beim Eindringen der ersten Spaten ins Erd-reich: beim symbolischen Spatenstich zum neuen Erweiterungsbau des Institut für Musik (IfM) an der Caprivistraße kann man die Vorfreude aller Beteiligten förmlich spüren. „Wir freuen uns sehr, dass die Planungsphase abgeschlossen ist und der Neubau am Institut für Musik der Hochschule nun in die spannende Bauphase geht. Mit diesem modernen und aufregenden Bau werten wir den Hochschulstandort Osnabrück weiter auf“, freut sich Hochschulpräsident Prof. Dr. Andreas Bertram. „Die in Osnabrück verstreuten Standorte der Musik werden nun bald an einem Standort gebündelt sein“, so der Präsident.

Der Bau hat ein Volumen von rund 10 Millionen Euro. Genau 1.25 Millionen Euro stiftet die Dieter Fuchs Stiftung. „Für die Dieter Fuchs Stiftung ist diese Zuwendung eine Herzensangelegenheit. Unser Stiftungsgründer hat sich immer für Musik begeistert. Deshalb unterstützen wir das Bauprojekt gern, damit die Studierenden noch bessere Bedingungen für das Musikstudium haben werden“, unterstreicht Vorstand Josef Diekmann das Anliegen der Stiftung anlässlich des Baubeginns.

„Der Neubau besteht aus drei Gebäudekomplexen, die durch einen gläsernen Innenhof ver-bunden sind: dem Probenhaus mit optimalen Probebedingungen für Jazz und Pop, dem Bewegungshaus mit großen Tanzsälen für Musical und Elementare Musikpädagogik, und dem Bühnenhaus mit einen Saal für 200 Zuschauer“, erläutert Institutsleiter Prof. Sascha Wienhausen den Neubau. Mit neun Meter Höhe bietet das Bühnenhaus genug Raum für das Sinfonieorchester des IfM, für Musicalaufführungen oder größerformatige Pop- und Jazzkonzerte. Gleichzeitig ist dort ein großes Tonstudio untergebracht, das mit dem Saal verbunden ist. Somit kann man künftig auch größeren Ensembles Tonaufnahmen anbieten.

Im Jahr 2017 fand ein umfangreicher Architektenwettbewerb statt. Mit dem Architekturbüro Ahrens & Pörtner aus Hilter erhielt ein Unternehmen aus der Hochschulregion Osnabrück den Auftrag zur Umsetzung. Nach EU-weiter Ausschreibung und der Abklärung zahlreicher Abläufe beginnt die Firma Lühn-Bau aus Lingen nun mit dem Rohbau.

Der Entwurf besteht aus einem zweigeschossige Gebäude mit Teilunterkellerung, welches aufgeteilt ist in drei Gebäudeteile, sogenannten Plektren: dem genannten Bühnenhaus, Bewegungshaus und Probenhaus. Diese sind verbunden durch eine zweigeschossige Passage. Das Bühnenhaus hat einen zweigeschossigen Saal für Proben und Prüfungen, das erwähnte Tonstudio und Nebenräume. Im Bewegungshaus werden drei Tanz- und Bewegungsräume sowie Umkleiden und Sanitärräume errichtet. Im Probenhaus sind insgesamt zehn Einzel- und Ensembleproberäume angesiedelt. In allen Untergeschossen sind Technik- und Sanitär-räume geplant. Die Nettoraumfläche beträgt 2.320 Quadratmeter bei einem Bruttorauminhalt von rund 14.180 Kubikmetern. Mit der Fertigstellung wird Ende des Jahres 2020 im Dezember gerechnet. Die Übergabe ist zum Sommersemester 2021 geplant. Dann wird die Hochschule Osnabrück 50 Jahre alt.

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news-6787 Wed, 22 May 2019 11:19:00 +0200 Delegationsbesuch aus Thailand zu Gast an der Hochschule https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/05/delegationsbesuch-aus-thailand-zu-gast-an-der-hochschule/ Aktualisierter Kooperationsvertrag zwischen der Hochschule Osnabrück und der Prince of Songkla University unterzeichnet. Vom 13. bis zum 18. Mai 2019 war der Präsident der Prince of Songkla University (PSU, Thailand), Dr. Niwat Keawpradub, zusammen mit mehreren Vizepräsidenten und Dekanen zu Besuch an der Hochschule Osnabrück. Die beiden Hochschulen verbindet eine freundschaftliche zehnjährige Partnerschaft, die wesentlich geprägt ist durch die enge Forschungszusammenarbeit im Bereich Rubber Technology. In diesem Forschungsbereich sind 14 gemeinsame Promotionen und 6 Masterarbeiten betreut worden und mehr als 40 Publikationen entstanden. 2017 erhielt Prof. Dr. Norbert Vennemann in Anerkennung seiner Verdienste um diese Zusammenarbeit in Forschung und Lehre die Ehrendoktorwürde der Prince of Songkla University. Mittlerweile erstreckt sich die Kooperation auf weitere Fachgebiete nicht nur im Ingenieurbereich, sondern auch in den Wirtschaftswissenschaften.

Der Aufenthalt in Osnabrück wurde genutzt, um die bestehende Zusammenarbeit zu vertiefen und weitere Anknüpfungspunkte, z.B. zu den Agrarwissenschaften und der Landschaftsarchitektur zu identifizieren. Die Gäste aus Thailand bekamen einen umfassenden Eindruck von der Zusammenarbeit der Hochschule mit Unternehmen in der Region. Gleichzeitig bot sich die Gelegenheit, den Kooperationsvertrag zu aktualisieren, der jetzt den zusätzlichen Rahmen für verschiedene Formate des Austausches und der Zusammenarbeit bietet.

 

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news-6782 Wed, 22 May 2019 09:49:15 +0200 Über die Zukunft Europas entscheiden wir https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/05/ueber-die-zukunft-europas-entscheiden-wir/ (Osnabrück, 22. Mai 2019) An diesem Sonntag werden die 751 Abgeordneten des Europäischen Parlaments neu gewählt, eine Chance für jeden Wahlberechtigten über die Zukunft Europas mitzuentscheiden. Aber was macht die EU überhaupt und wieso ist es sinnvoll wählen zu gehen? Diese und viele weitere Fragen beantworte Silvia Bojinova, Referentin der Europäischen Kommission (2.v.l.), während einer Veranstaltungsreihe mit Workshops und Vorträgen im Mai an der Hochschule Osnabrück. Initiiert worden war der Besuch Bojinovas von Carol Hogg, Lehrkraft für besondere Aufgaben (3.v.l.). „Wir entscheiden nur mit, wohin die Reise geht, wenn wir an der Wahl teilnehmen“, appellierte Hogg an die Anwesenden. Detailreich und versiert informierte Bojinova Hochschulangehörige sowie Schülerinnen und Schüler der Oberstufe über Aufgaben und Arbeitsweise der EU, thematisierte den Brexit und berichtete über die EU-Forschungs- und Innovationspolitik.

Die Hochschule Osnabrück unterstützt die gemeinsame Kampagne der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und des Deutschen Studentenwerks (DSW) „Grenzenlos studieren. Europa wählen!, #students4foreurope“.

Was Studierende und Angehörige der Hochschule Osnabrück über Europa und die Parlamentswahlen denken, lesen Sie ab sofort täglich auf Twitter: twitter.com/HS_Osnabrueck, oder auf Facebook: www.facebook.com/hs.osnabrueck

Weitere Informationen:

Carol Hogg
Lehrkraft für besondere Aufgaben
Telefon: 0541 969-3486
E-Mail: c.hogg@hs-osnabrueck.de

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news-6769 Wed, 15 May 2019 10:34:00 +0200 Videoanimationen auf der Bühne – Design-Studierende entwickeln innovatives Theatererlebnis https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/05/videoanimationen-auf-der-buehne-design-studierende-entwickeln-innovatives-theatererlebnis/ Mithilfe von Videoprojektionen gestalten Studierende des Studiengangs Media & Interaction Design an der Hochschule Osnabrück ein innovatives Theatererlebnis für junge Zuschauerinnen und Zuschauer. Im Rahmen einer Kooperation mit dem Theater Osnabrück haben fünf Design-Studierende für das Stück „Natives – Ureinwohner“ Videoanimationen entworfen und realisiert. Betreut wurde das Semesterprojekt von Henrik Arndt, Professor für Interaktive Medien. Um drei Heranwachsende geht es in der neuen Produktion des Theaters Osnabrück „Natives – Ureinwohner". Sie leben auf verschiedenen Kontinenten und haben im realen Leben keine Berührungspunkte. Was sie eint? Sie werden gleichzeitig 14 – und sie sind sogenannte „Digital Natives“, geboren und aufgewachsen in einer Welt, in der Smartphone und Internet allgegenwärtig sind. Das vom britischen Journalisten und Dramatiker Glenn Waldron verfasste Drei-Personen-Stück wendet sich an Jugendliche und thematisiert sehr direkt Auswirkungen der Nutzung aktueller Social Media-Angebote.

Hauptbestandteil des ansonsten sehr reduzierten Bühnenbilds sind Projektionen von Videoanimationen, entworfen und realisiert von fünf Studierenden des Media & Interaction Designs an der Hochschule Osnabrück. Mit Animations- und Projektionstechnik ein zielgruppenadäquates Theatererlebnis in der von der Bühnenbildnerin Christine Bertl entwickelten Szenerie zu gestalten und dabei Inhalte und Emotionen des Dramas zu vermitteln – darin bestand die Aufgabe von Annika Kerski, Runa Marold, Maleen Schaper, Stefanie Sparensmeyer und Jonas Unland.

„Besonders im Finale der Inszenierung wird deutlich, wie mit dem Einsatz von Videoprojektionen die Wirkung einer ohnehin schon ausdrucksvollen Schauspielleistung noch verstärkt werden kann“, berichtet Prof. Henrik Arndt, der das Kooperationsprojekt von Seiten der Hochschule betreut hat. Während die Rufe der drei Akteure lauter und verzweifelter werden, verwandelt sich die gesamte Theaterbühne in einen immer schneller werdenden Strudel aus geometrischen Lichtformen, der Schauspielerinnen und Schauspieler zu verschlucken scheint. Anstatt die Handlung des Stücks lediglich mit Filmsequenzen zu ergänzen, wurden abstrakte Animationen in Schwarz-Weiß entworfen, die sensibel auf jede Szene abgestimmt sind. Sie erzeugen mal sanfte Schwingungen im Hintergrund, mal füllen sie die Bühne vollständig mit rasenden Mustern aus. Dabei konkurrieren die Projektionen zu keiner Zeit mit dem schauspielerischen Ausdruck, sondern ergänzen ihn zusammen mit der Musik zu einer Einheit.

Sowohl für die Theaterschaffenden als auch für die Design-Studierenden war die Zusammenarbeit mit der jeweils anderen Disziplin völliges Neuland. Mit dem Ausgang des Experiments zeigen sich alle höchst zufrieden. „Regisseur Pascal Wieandt und Dramaturgin Karin Nissen-Rizvani sind beeindruckt von dem Mehrwert, den die Zusammenarbeit gebracht hat. Die Schauspielerinnen und Schauspieler sind glücklich darüber, wie sie durch die Animationen unterstützt werden, und wir Studierenden haben einen komplett neuen Bereich kennengelernt“, fasst Runa Marold die Reaktionen nach der erfolgreichen Premiere zusammen.

Auch Prof. Henrik Arndt überzeugt das Projektergebnis: „Dank der Bereitschaft der Studierenden, sich unbekanntes Terrain zu erschließen und dank der Offenheit aller Beteiligten auf Seiten des Theaters Osnabrück für die Arbeitsweise von Designerinnen und Designern ist ein Theatererlebnis entstanden, das zeigt, wie junge Menschen für das Schauspiel begeistert werden können.“

Das Stück „Natives – Ureinwohner“ wird auf der Bühne des emma-theaters gezeigt. In der aktuellen Spielzeit bis Ende Juni finden 25 Aufführungen statt, insgesamt sind ca. 100 Vorstellungen geplant.

Der Studiengang Media & Interaction Design verbindet ein grundständiges Design-Studium mit Grundlagen der Informationstechnologie, Psychologie und Kommunikationstheorie. Absolventinnen und Absolventen kennen sich mit dem Design interaktiver Anwendungen und Produkte, den technologischen Grundlagen und den Prinzipien der menschlichen Wahrnehmung aus. Nach dem Studium bieten IT-Firmen, New Media- und Web-Agenturen, Werbe- und Eventagenturen oder die Spieleindustrie attraktive Arbeitsplätze. Noch bis zum 31. Mai können sich Studieninteressierte mit einer Mappe bewerben. Informationen zur Bewerbung

 

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news-6750 Wed, 08 May 2019 10:21:03 +0200 Neues Dialogzentrum Leben im Alter https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/05/neues-dialogzentrum-leben-im-alter/ Hochschule Osnabrück fördert Wissensaustausch zwischen Forschung und pflegerischer Praxis (Osnabrück, 8. Mai 2019) Mit dem am 1. April dieses Jahres neu gegründeten „Dialogzentrum Leben im Alter (DZLA)“ möchte die Hochschule Osnabrück die Wissenszirkulation zwischen Forschung und pflegerischer Praxis im Arbeitsfeld der gerontopsychiatrischen Pflege fördern.

„Wissenszirkulation bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Pflegende und Forschende voneinander lernen müssen. Nach wie vor ist es häufig so, dass Forschung die Bedürfnisse der Pflegepraktiker selten trifft und relevante Forschungsergebnisse wenig Beachtung in der Pflegepraxis finden“, erläutert Prof. Dr. Andreas Büscher die Idee des Dialogzentrums. Büscher ist Leiter des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP), unter dessen Dach das DZLA angesiedelt ist.

Zudem seien Pflegende immer mehr darauf angewiesen, ihr Handeln wissensbasiert begründen zu können. „Umgekehrt muss sich öffentlich finanzierte Forschung auch an ihrer Praxisrelevanz messen lassen“, so Detlef Rüsing.

Mit Detlef Rüsing und Christian Müller-Hergl konnten für das DLZA zwei Experten gewonnen werden, die sich seit vielen Jahren um den Wissenstransfer im Arbeitsfeld Gerontopsychiatrie in Forschung und Praxis verdient gemacht haben.

Zu den Aufgaben des DLZA zählt unter anderen über kostenlose Informationsdienste, traditionelle sowie digitale Medien einen Wissenstransfer zu erzeugen. Interessierte können sich in Kürze über diverse Social-Media-Kanäle, wie Facebook, YouTube und einen eigenen Blog, über die Tätigkeiten des DZLAs informieren.

Weitere Informationen zum Dialogzentrum Leben im Alter erhalten Besucher in der Caprivistraße 30A in Osnabrück, telefonisch unter: 0541 969-3233 oder per E-Mail: dzla@hs-osnabrueck.de.

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news-6739 Tue, 07 May 2019 09:24:24 +0200 Wissenschaftspreis für IuI-Absolventen https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/05/wissenschaftspreis-fuer-iui-absolventen/ Michael Timpe, Absolvent des Masterstudiengangs Entwicklung und Produktion, erhielt jetzt den prostep ivip Scientific Award für die beste Masterarbeit im Jahr 2018.

Der Preisträger hat seine Masterarbeit beim Landmaschinenhersteller Claas in Harsewinkel verfasst. Darin beschreibt er die Entwicklung und Einführung eines technischen Exzellenz-Systems ("Engineering Excellence System") in einem internationalen Landmaschinenkonzern mit dezentralen Entwicklungsstandorten. Ziel dieses Systems ist, die Effizienz in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung zu steigern. Dafür hat Michael Timpe eine Plattform geschaffen, die zur Kommunikation und dem Datenaustausch dient. Betreut wurde die Arbeit vom Professor für Ingenieurinformatik und Produktdatenmanagement Dr. Thomas Mechlinski und Martin Hawlas, Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Claas KGaA mbH.

Überreicht wurde der Award auf dem diesjährigen prostep ivip-Symposium in Stuttgart. Der Wissenschaftspreis wird jährlich vom Vorstand des prostep ivip-Vereins vergeben und ist mit 1.000 Euro dotiert. Der international aktive Verein mit Sitz in Darmstadt hat sich der Entwicklung von zukunftsweisenden Lösungsansätzen und Standards für das Produktdatenmanagement und die virtuelle Produktentstehung verschrieben. Herzlichen Glückwunsch an den ausgezeichneten Absolventen und seine Betreuer!

Im Master-Studiengang „Entwicklung und Produktion“ erlernen Studierende Konzepte, Methoden und Techniken in einem weiten Umfeld der Entwicklung und Produktion. Noch bis zum 15. Juli können sich Studieninteressierte online bewerben.

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news-6726 Tue, 30 Apr 2019 11:19:40 +0200 Hochschule Osnabrück öffnet Bewerbungsportal: 3.760 Studienplätze zu vergeben https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/04/hochschule-osnabrueck-oeffnet-bewerbungsportal-3760-studienplaetze-zu-vergeben/ Zum Wintersemester 2019/20 erstmals berufsbegleitender Master Wirtschaftsinformatik im Studienangebot (Osnabrück, 30. April 2019) Das Online-Bewerbungsportal der Hochschule Osnabrück ist ab jetzt für Bewerbungen zum Wintersemester 2019/20 geöffnet. An den beiden Standorten Osnabrück und Lingen werden insgesamt rund 3.760 Studienplätze vergeben. Studieninteressierte können aus über 100 verschiedenen Bachelor- und Master-Studiengängen wählen. Neben Agrar-, Ernährungs-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften gibt es unter anderem Angebote aus den Bereichen Gesundheit, Soziales, Informatik, Landschaftsarchitektur, Musik, Theater, Medien und Design. Bis zum 15. Juli ist eine Bewerbung möglich.

Neuer berufsbegleitender Master-Studiengang Wirtschaftsinformatik (M.Sc.)

Für das kommende Wintersemester hat die Hochschule ihr Angebot um den Master-Studiengang „Wirtschaftsinformatik“ erweitert. Der berufsbegleitende Studiengang bereitet die Studierenden auf die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung in Unternehmen vor. Ziel des Studiengangs ist die Ausbildung von Fach- und Führungskräften, die die Potenziale moderner Informationstechnologien erkennen und durch Digitalisierungsentscheidungen aktiv umsetzen. Die Studierenden qualifizieren sich für IT-Berufsfelder, die von Software-Engineering über die analytische Erschließung großvolumiger Datenbestände wie Big Data oder Data Science bis hin zum professionellen Management moderner IT-Lösungen reichen. Einen besonderen Schwerpunkt des Studiums bildet das projektorientierte Lernen, das intensiv mit der beruflichen Tätigkeit verknüpft werden kann.

Neu Angebote in Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur

Seit einem Jahr neu angeboten wird der Bachelor-Studiengang „Wirtschaftsingenieurwesen Agrar/Lebensmittel“. Er vermittelt wirtschaftliches und technologisches Know-how gepaart mit fundierten Produktkenntnissen der Agrar- und Lebensmittelbranche.

In die zweite Bewerbungsrunde startet zudem der Master-Studiengang „Angewandte Nutztier- und Pflanzenwissenschaften“. Hier stehen die Vermittlung angewandter Forschungs- und Entwicklungskompetenzen in den agrarwissenschaftlichen Bereichen Nutztiere, landwirtschaftlicher Pflanzenbau, Gartenbau, Pflanzen- und Biotechnologie sowie naturwissenschaftliche Aspekte der Rasenkultur im Vordergrund.

Seit dem vergangenen Wintersemester wird im Bachelor-Studiengang „Angewandte Pflanzenbiologie – Gartenbau, Pflanzentechnologie“ die Vertiefung „Pflanzentechnologie“ als zweite Vertiefung neben „Gartenbau“ neu angeboten. Sie thematisiert die vielfältigen und nutzbringenden Eigenschaften von Kulturpflanzen sowie umweltschonende und nachhaltige Produktionsprozesse.

Master-Studiengang für Angehörige von Gesundheitsberufen

Mit dem Vollzeit-Masterstudiengang „HELPP (Hebammenwesen, Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie und Pflege) – Versorgungsforschung und -gestaltung“ bietet  die Hochschule Osnabrück seit einem Jahr für Angehörige der Gesundheitsberufe einen Studiengang an, der sie befähigt, eine tragende Rolle in der Gestaltung von Versorgungsprozessen zu übernehmen und forschungsbasiert Antworten auf wichtige Fragen der Gesundheitsversorgung geben zu können.

Studiengangsnavigator und Zentrale Studienberatung bieten Überblick und Beratung über das Studienangebot

Die Zentrale Studienberatung (ZSB) bietet zudem persönliche Beratungsgespräche für Studieninteressierte an. Bei Fragen zum Bewerbungsverfahren und zu Zulassungsvoraussetzungen hilft das Studierendensekretariat der Hochschule Osnabrück unter Telefon: 0541 969-7100 oder per Mail unter servicedesk@hs-osnabrueck.de weiter.

Wer noch nicht genau weiß, welcher Studiengang der richtige ist, kann den Studiengangsnavigator zur Orientierung nutzen. Auf dieser Seite sind auch alle Studiengänge zu finden, die im Wintersemester 2019/20 neue Studierende aufnehmen. Außerdem erfahren Studieninteressierte online alles über Zulassungsvoraussetzungen und gegebenenfalls abweichende Bewerbungsfristen einzelner Studiengänge.

Weitere Informationen:

Studierendensekretariat der Hochschule Osnabrück
Telefon: 0541 969-7100
E-Mail: servicedesk@hs-osnabrueck.de

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news-6722 Tue, 30 Apr 2019 09:20:39 +0200 Prof. Dr. Friederike zu Sayn-Wittgenstein neue Sprecherin der Fachhochschulen im Vorstand des Wissenschaftsrates https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/04/prof-dr-friederike-zu-sayn-wittgenstein-neue-sprecherin-der-fachhochschulen-im-vorstand-des-wissen/ (Osnabrück, 30. April 2019) Prof. Dr. Friederike zu Sayn-Wittgenstein, seit 2015 Mitglied in der Wissenschaftlichen Kommission des nationalen Wissenschaftsrates, hat im März dieses Jahres, im wichtigsten wissenschaftlichen Beratungsgremium der Bundesrepublik, die Funktion als Sprecherin für die Fachhochschulen übernommen.

„Die Interessen von über 200 Fachhochschulen im Vorstand des Wissenschaftsrates als einzige Vertreterin dieses Hochschultyps zu vertreten, ist vielschichtig und herausfordernd“, so die Pflege- und Hebammenwissenschaftlerin.

Der Wissenschaftsrat berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder in Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung. Die Vollversammlung des Wissenschaftsrats besteht aus zwei gleichberechtigten Kommissionen. Die Wissenschaftliche Kommission setzt sich aus 24 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie acht Repräsentanten des öffentlichen Lebens zusammen. Die Verwaltungskommission besteht aus je einem entsandten Vertreter der sechzehn Länder und sechs Vertretern des Bundes, wobei letztere jedoch 16 Stimmen besitzen, so dass auch die Verwaltungskommission auf 32 Stimmen kommt.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Friederike zu Sayn-Wittgenstein
Telefon: 0541 969-2024
E-Mail: f.wittgenstein@hs-osnabrueck.de

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news-6568 Tue, 12 Mar 2019 08:56:26 +0100 VDI und VDE Osnabrück-Emsland prämieren Abschlussarbeiten der Hochschule Osnabrück https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/03/vdi-und-vde-osnabrueck-emsland-praemieren-abschlussarbeiten-der-hochschule-osnabrueck/ Vom digitalen Zwilling bis zur Verblockung in Klärwerken: Ausgezeichnete Abschlussarbeiten befassen sich mit aktuellen technischen Fragestellungen auf hohem wissenschaftlichem Niveau. Eine Absolventin und vier Absolventen der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik der Hochschule Osnabrück erhielten jetzt Auszeichnungen für ihre herausragenden Abschlussarbeiten. Der örtliche Verein Deutscher Ingenieure VDI hat vier Arbeiten prämiert, vom Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik VDE Osnabrück-Emsland gab es einen Förderpreis.

Der VDI-Vorsitzende Professor Dr. Nils Fölster und der VDE-Vorsitzende Diplom-Ingenieur Olaf Reichling führten durch die Feier im Osnabrücker Museum Industriekultur. „Die ausgezeichneten Nachwuchstalente gehören einer Generation an, der viele berufliche Wege offenstehen. Umso höher ist es daher zu bewerten, wenn sich jemand so zielstrebig einem Thema widmet“, so Reichling. Er überreichte den VDE-Preis an Niklas Gehrenbeck aus Melle-Wellingholzhausen. Der Absolvent hatte sich mit der „Konzeption und Realisierung eines digitalen Zwillings zur virtuellen Inbetriebnahme einer Verpackungsmaschine“ auseinandergesetzt. Der Preisträger erläuterte dem Publikum das Spannungsfeld, in dem sich ein solcher digitale Zwilling bewegt: Während die weitestmögliche Einbeziehung des virtuellen Testumfeldes größere Kosten und Risiken durch Simulation verhindere, müsse auf der anderen Seite dessen Einrichtungsaufwand dennoch in Relation zu den Kosten und Nutzen stehen. Betreut hatte diese Arbeit Professor Dr. Clemens Westerkamp.

Professor Dr. Eberhard Wißerodt, stellvertretender VDI-Vorsitzender und langjähriges Mitglied der Prämierungskommission, freute sich darüber, dass in diesem Jahr erstmalig zehn Vorschläge für Abschlussarbeiten vorgelegen hatten. „Alle Arbeiten haben eine Eins verdient. Normalerweise verleihen wir drei Preise, aber in diesem Jahr haben wir uns auf vier Preise geeinigt“, kündigte er an.

Einen dritten Preis erhielt Nicolas Sumkötter für seine Erkenntnisse über „Messtechnische Verblockungsdetektion an getauchten Membranmodulen“. Der aus dem westfälischen Diestedde stammende Masterabsolvent hatte sich mit biologischer Abwasserreinigung befasst. Ihm ging es darum, wie man Verblockungen, die den Reinigungsprozess in Kläranlagen behindern, messen und bedarfsgerecht beseitigen kann. „Mir hat bei dieser Arbeit besonders gefallen, dass verschiedene Disziplinen der Ingenieurwissenschaften zum Einsatz kamen“, betonte Professor Dr. Reiner Kreßmann, Betreuer der Abschlussarbeit.

Andreas Fidorra, Träger des anderen dritten Preises, hatte den „Potentiellen Nutzen einer Anlage zur additiven Fertigung für ein Planungs- und Konstruktionsbüro“ ermittelt. Der Osnabrücker sieht seine Arbeit geeignet als Leitfaden für Konstruktionsbüros – eine Einschätzung, die sein Betreuer, Professor Wißerodt, aufgrund des systematischen Aufbaus teilt.

Nicht nur für seine Masterarbeit „Untersuchung des Einflusses eines drehenden Kerns im Spritzgießwerkzeug zur Optimierung mechanischer Bauteileigenschaften“ ist Hendrik Oudehinken gelobt worden. Der Träger des zweiten VDI-Förderpreises leiste einen wichtigen Beitrag im Kunststofftechnik-Team der Hochschule, betonte Professor Dr. Thorsten Krumpholz: „Er ist ein Macher“, so sein Betreuer über den Absolventen aus dem hessischen Michelstadt.

Der erste VDI-Förderpreis ging an Kristin Gödecke aus Osnabrück. Die Bachelorabsolventin verfasste ihre Arbeit über die „Charakterisierung von Niobkarbonitriden und Untersuchung der Feinkornstabilität von mikrolegierten Einsatzstählen“ in der GMH Gruppe aus Georgsmarienhütte. Ihr Korreferent Jan Florian war deshalb auch Gastredner auf dem Festabend im Museum Industriekultur und widmete sich in seiner Rede neuartigen Stählen. „Die Bachelorarbeit von Kristin Gödecke ist auf dem Niveau einer Masterarbeit abgeliefert worden“, so das Urteil des Praktikers. Mit dem Betreuer Professor Dr. Ulrich Krupp sei er sich sofort einig gewesen, dass die Arbeit eine runde Eins verdient habe.

„Das Schöne an dieser Veranstaltung ist, dass man immer etwas dazu lernt: Die Palette der technischen Fächer ist extrem breit und ständig kommen neue Erkenntnisse und Entwicklungen hinzu“, so das Schlusswort des VDI-Vorsitzenden Prof. Fölster. Zur schönen Atmosphäre trugen auch Dieter Teuber mit der Gitarre und René Fauck mit dem Fagott bei.

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