The Beergame Donnerstag, 15. Oktober 2015

Studierende der Vertiefung Logistik simulieren im "Beergame" den Bullwhip-Effekt – hohe Bestände auf der einen Seite und Lieferabrisse auf der anderen.

Logistik-Studierende simulieren das Verhalten von Supply Chains

(Osnabrück, 15. Oktober 2015) Die hohen Bestände sind im Lager der Brauerei kaum mehr unterzubringen, gleichzeitig wartet beim Einzelhändler eine ganze Reihe von Kunden auf Auslieferung des gewünschten Gerstensaftes. "Rechtzeitig bestellt haben wir", so die beiden Geschäftsführer des Einzelhandelsunternehmens, "aber der Großhandel kommt mit seinen Lieferungen nicht nach."

Diese ungleichgewichtige Situation trat so im Rahmen des "Beergame" auf, mit dem jetzt die Studierenden der Vertiefungsrichtung Logistik, experimentierten. Deutlich wurde hier das typische Muster von Supply Chains, der sogenannte Bullwhip-Effekt, der von hohen Beständen auf der einen Seite und Lieferabrissen auf der anderen geprägt ist.

Das Beergame ist ein Rollenspiel, mit dem eine Lieferkette simuliert werden kann, in der die Beteiligten die verschiedenen Positionen einer Supply Chain einnehmen, vom Einzelhändler über den Großhändler und ein Regionallager bis zur Brauerei. Die Dynamik von Supply Chains und deren systemisch bedingtes Verhalten werden für die Studierenden so erleb- und erfahrbar.

Durchgeführt wurde das Experiment im Lehrmodul Logistikmanagement unter Begleitung von Prof. Dr. Sabine Bruns-Vietor, Dipl. Kfm. (FH) Axel Jacob, M.A. und Dipl. Kfm. Thomas Temme, M.A. "Bisher haben wir diese Simulation ausschließlich mit Hilfe einer Software durchgeführt. Vor kurzem, und aus Studienqualitätsmitteln finanziert, hat die Fachgruppe Logistik eine haptische Variante dieser Simulationsumgebung beschafft. Diese wollen wir heute testen und mit der softwarebasierten Variante vergleichen", so Bruns-Vietor.

Aus dem Vergleich der beiden Beergame-Varianten lassen sich Schlüsse auf die jeweiligen Stärken der beiden didaktischen Formen ableiten. Ziel ist insgesamt eine Steigerung der Qualität der Lehre durch den Einsatz unterschiedlicher Lehrformen zur Vermittlung der fachlichen Lern- und Lehrinhalte.

Welche Möglichkeiten es gibt, den Bullwhip-Effekt zu mindern, erarbeiteten die Studierenden im weiteren Verlauf. Und so zeigte sich im zweiten per Software durchgeführten Durchlauf des Beergame, dass die (simulierten) Kunden auf ihr Bier nicht länger zu warten brauchten.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Sabine Bruns-Vietor
E-Mail: s.bruns-vietor@hs-osnabrueck.de

Von: Sabine Bruns-Vietor

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