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            <title>Neuigkeiten an der Hochschule Osnabrück</title>
            <link>https://www.hs-osnabrueck.de/</link>
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                <copyright>Hochschule Osnabrück</copyright>
            
            
            <pubDate>Tue, 03 Nov 2026 00:10:05 +0100</pubDate>
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                        <pubDate>Thu, 29 Oct 2026 07:00:00 +0100</pubDate>
                        <title>Mehr als nur ein Pflegegrad: Begutachtung zur Pflegebedürftigkeit wird weiterentwickelt </title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2026/10/mehr-als-nur-ein-pflegegrad-begutachtung-zur-pflegebeduerftigkeit-wird-weiterentwickelt/</link>
                        <description>Die Hochschule Osnabrück arbeitet mit der Interdisziplinäre Care Forschung gGmbH, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und dem Medizinischen Dienst Bund im Projekt MEET an einem zukunftsträchtigeren, effizienteren und bedarfsgerechteren Begutachtungsverfahren.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>5,69 Millionen Pflegebedürftige gab es 2023 in Deutschland laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Aufgrund der Alterung der Gesellschaft wird ihre Zahl in Zukunft weiter steigen, allein bis 2035 um 14 Prozent.&nbsp;</p>
<p>Als pflegebedürftig gilt, wer durch gesundheitliche Beeinträchtigungen seiner Selbständigkeit in wesentlichen Aktivitäten und Lebensbereichen Hilfe durch andere benötigt. Ob eine Person pflegebedürftig ist und welcher Unterstützungsbedarf besteht, wird über eine Begutachtung ermittelt. Dabei wird das Ausmaß der Beeinträchtigung der Selbständigkeit ermittelt und darüber der Pflegegrad bestimmt. Jährlich werden mehr als 2 Millionen Begutachtungen zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit von den Medizinischen Diensten oder medicproof, der Organisation der privaten Pflegeversicherung, durchgeführt. Dabei übersteigt die Zahl der Anträge oft die vorhandenen Kapazitäten.&nbsp;</p>
<p>Daher haben sich die Hochschule Osnabrück, die Interdisziplinäre Care Forschung gGmbH, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg sowie die Medizinischen Dienste in den Bundesländern unter der Leitung des Medizinischen Dienstes Bund zusammengeschlossen, um das Begutachtungsverfahren zukunftsfähig, effizienter und bedarfsgerechter zu gestalten. Im Projekt „MEET - Modellprojekt zur Weiterentwicklung des Verfahrens zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit nach §§ 18a, 18b SGB X1“ wollen sie die Begutachtung zur Pflegebedürftigkeit so weiterentwickeln, dass sie nicht nur den Pflegegrad feststellt, sondern auch eine nachhaltige Versorgungsplanung ermöglicht, die häusliche Pflege stärkt und praxistaugliche Handlungsempfehlungen liefert.<br>&nbsp;</p>
<h4>Daten besser nutzen</h4>
<p>„Die Begutachtung zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit ist ein zentraler Baustein im deutschen Pflegesystem. Allerdings stoßen die vorhandenen Kapazitäten an Grenzen und zugleich bietet das Verfahren ungenutztes Potenzial“, sagt Prof. Dr. Andreas Büscher, Professor für Pflegewissenschaft an der Hochschule Osnabrück.&nbsp;</p>
<p>Durch die Einbindung von Pflegefachpersonen könnten die Medizinischen Dienste entlastet werden. Sie haben die nötige Expertise für die Beurteilung und stehen häufig sowieso schon in Kontakt zu den pflegebedürftigen Menschen. Doch Pflegende sind bereits jetzt überlastet. Das Projekt untersucht daher, unter welchen Bedingungen eine Einbindung gelingen kann und wie hoch die Akzeptanz unter den Fachkräften ist.</p>
<p>Außerdem könnte man die Begutachtungsdaten besser nutzen. „Bisher dient die Begutachtung vor allem der Feststellung des Pflegegrads. Doch die gewonnenen Informationen könnten frühzeitig für Beratung und passgenaue Angebote genutzt werden: Etwa für Angehörige, die überfordert sind, oder für Haushalte in prekären Situationen. Hier geht es darum, den Kontext der Pflegebedürftigkeit stärker in den Blick zu nehmen und präventiv zu handeln“, so Büscher.&nbsp;</p>
<p>Besonders herausfordern ist dabei die Abwägung zwischen Massentauglichkeit und Einzelfallgerechtigkeit. Wie lässt sich das Verfahren so gestalten, dass es 2 bis 3 Millionen Begutachtungen pro Jahr bewältigt und gleichzeitig individuelle Bedarfe berücksichtigt?<br>&nbsp;</p>
<h4>Häusliche Pflege stärken&nbsp;</h4>
<p>Bis 2028 sollen konkrete Handlungsempfehlungen erarbeitet werden, die in die Praxis überführt werden können. Das Projektteam möchte dafür die Begutachtung zur Pflegebedürftigkeit so weiterzuentwickeln, dass sie die Weichen für eine nachhaltige Versorgungsplanung stellt.&nbsp;</p>
<p>Andreas Büscher liegt dabei besonders die Stärkung der häuslichen Pflege am Herzen: „85 Prozent der Menschen in der Pflegeversicherung in Deutschland werden zu Hause versorgt. Häusliche Pflege ist die Grundlage für unser Pflegesystem und auch der Grund, warum das System überhaupt funktioniert. Deshalb möchte ich dazu beizutragen, die häusliche Pflege zu stärken und damit bereits in der Begutachtung beginnen.“&nbsp;<br>&nbsp;</p>
<h4>Hintergrund&nbsp;</h4>
<p>Das Projekt MEET läuft noch bis zum 31.03.2028 und wird vom Bundesamt für soziale Sicherung über den Medizinischer Dienst Bund gefördert.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong><br>Prof. Dr. Andreas Büscher<br>Hochschule Osnabrück<br>Telefon: 0541 969 3591<br>Mail: a.buescher@hs-osnabrueck.de<br>Web:&nbsp;<a href="http://www.hs-osnabrueck.de/" target="_blank">www.hs-osnabrueck.de/</a></p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 22 Oct 2026 08:50:43 +0200</pubDate>
                        <title>Hochschule Osnabrück und ukrainische Mykolajiwer Nationale Agraruniversität bauen ihre Zusammenarbeit aus</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2026/10/hochschule-osnabrueck-und-ukrainische-mykolajiwer-nationale-agraruniversitaet-bauen-ihre-zusammenarbeit-aus/</link>
                        <description>Im Mittelpunkt des dreitägigen Besuchs der ukrainischen Delegation in Osnabrück standen der Austausch über Lehre und Forschung, die akademische Mobilität sowie die Entwicklung gemeinsamer internationaler Projekte. Die Kooperation ist Teil der Solidaritätspartnerschaft zwischen dem Land Niedersachsen und der ukrainischen Oblast Mykolajiw.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Vom 7. bis 9. Oktober waren Prorektorin Prof. Dr. Antonina Drobіtko, Dekanin der Wirtschaftsfakultät Prof. Dr. Olena Schebanina und Vitalii Karbaschewskyj vom Internationalen Büro der ukrainischen Hochschule zu Gast auf den Campussen Westerberg und Haste.</p>
<p><strong>Technische Lehre und interdisziplinäre Forschung im Fokus</strong></p>
<p>An der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik stellte Prof. Dr. Julius Schöning im Agro-Technicum das technische Studienangebot sowie die Labore und Forschungsschwerpunkte der Hochschule im MINT-Bereich vor. Im Fokus standen die Verbindung von Ingenieurwesen, Künstlicher Intelligenz, Computer Vision und intelligenten Technologien sowie der Transfer zwischen Hochschule und Industrie. Diskutiert wurden auch Anknüpfungspunkte zwischen den agrarwissenschaftlichen Schwerpunkten der MNAU und den technologischen Kompetenzen der Hochschule Osnabrück. Beide Seiten haben verabredet, Möglichkeiten für gemeinsame Projekte im Rahmen von Horizont Europa, Fördermöglichkeiten über den DAAD und hochschulinterne Programme weiter zu prüfen.</p>
<p><strong>Vielfältige Einblicke in die Arbeit der „grünen“ Fakultät</strong></p>
<p>An der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur (AuL) gab Karolin Boom aus dem International Faculty Office gemeinsam mit den Studierenden Mira Wichmann und Luca-Elias Walter Einblicke in den Campus, die Studienangebote und das studentische Leben. Die Führung durch Grünanlagen, Gärten, Gewächshäuser und Forschungsflächen veranschaulichte die praxisorientierte Ausbildung und Forschung der Fakultät. Der Besuch fand am Tag der offenen Tür statt und bot der ukrainischen Delegation zugleich Einblicke darin, wie Studieninteressierte und ihre Familien über Studienangebote und berufliche Perspektiven informiert werden. Im Gespräch mit Studiendekanin Prof. Dr. Stephanie Krieger-Güss ging es um die weitere Zusammenarbeit, gemeinsame Bildungsinitiativen und internationale Fördermöglichkeiten.</p>
<p>Mit Kateryna Poberezhna, der wissenschaftlichen Mitarbeiterin im Bereich Agribusiness Management, tauschten sich die Gäste über Forschungsteams, Projektentwicklung und praxisnahe Forschungsansätze für aktuelle Herausforderungen des Agrarsektors aus. Dabei wurden mögliche Themen für künftige gemeinsame Forschungsinitiativen identifiziert. Zum Programm gehörte außerdem der Besuch des WABE-Zentrums und des Lehr- und Versuchsbetriebs Waldhof. &nbsp;Josefina Tralle Scherbanjow und Hubertus Wallenhorst zeigten den Gästen praxisnahe Ansätze zur Verbindung von Landwirtschaft, Lebensmitteltechnologie, Lehre und regionaler Wertschöpfung.</p>
<p><strong>Akademische Mobilität weiter ausbauen</strong></p>
<p>Mit Gunhild Grünanger, Leiterin des Center for International Mobility, erörterte die Delegation die Weiterentwicklung der Partnerschaft mit der MNAU, die akademische Mobilität von Studierenden und Lehrenden sowie gemeinsame Forschungs- und Drittmittelprojekte. Beide Seiten bekräftigten ihr Interesse, die bestehende Zusammenarbeit auszubauen und konkrete gemeinsame Vorhaben zu entwickeln. Zurzeit absolvieren zwei Studentinnen der MNAU ein Gastsemester an der Hochschule Osnabrück, gefördert aus Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur im Rahmen der Solidaritätspartnerschaft des Landes mit der Region Mykolajiw. Auch für das Jahr 2028 sollen wieder entsprechende Anträge gestellt werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zum Hintergrund</strong></p>
<p>Die Zusammenarbeit steht auch im Kontext der seit 2024 bestehenden Solidaritätspartnerschaft zwischen dem Land Niedersachsen und der ukrainischen Oblast Mykolajiw. Ziel der Partnerschaft ist es, die Region angesichts des russischen Angriffskrieges zu unterstützen und zugleich langfristige Perspektiven für Wiederaufbau und Entwicklung zu schaffen. Die Hochschule Osnabrück leistet mit ihren internationalen Hochschulpartnerschaften einen Beitrag dazu, wissenschaftliche Kooperationen, Wissenstransfer und Zukunftsperspektiven für die Region zu stärken. Erst vor wenigen Tagen hat die Hochschule einen Kooperationsvertrag mit der Nationalen Universität für Schiffbau „Admiral Makarov“ – ebenfalls aus Mykolajiw – abgeschlossen.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 19 Oct 2026 14:43:41 +0200</pubDate>
                        <title>Ausgezeichnete Professorin </title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2026/10/ausgezeichnete-professorin/</link>
                        <description>Hayat Chaoui erhält Kunst- und Kulturpreis der Springmann-Stiftung</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Am Sonntag, den 11. Oktober wurde die Osnabrücker Professorin für Klassischen Gesang und Vokalpädagogik mit dem hoch dotierten Kunst- und Kulturpreis der Wuppertaler Springmann-Stiftung geehrt. Damit erhielt Chaoui eine Auszeichnung für ihre Verdienste rund um ihr künstlerisch-pädagogisches Engagement in der interkulturellen Begegnung. Seit 10 Jahren leitet die Professorin den interkulturellen Frauenchor „WoW-Women of Wuppertal“ der Bergischen Musikschule, wo derzeit 80 Frauen mit und ohne internationaler Familiengeschichte aus verschiedenen sozialen Milieus und Altersstrukturen einmal wöchentlich gemeinsam auf unterschiedlichsten Sprachen singen. Die Sängerinnen verstehen sich als Botschafterin für eine friedvolle und kulturell reiche Welt und schafften es bereits neben zahlreichen Auszeichnungen und Ehrungen auch zu einer Nominierung für den Integrationspreis der Bundeskanzlerin Angela Merkel, die mit einer Einladung ins Bundeskanzleramt verbunden war. Antje Valentin, Generalsekretärin des Deutschen Musikrates, hielt die Laudatio auf Hayat Chaoui und ihren Chor bei der 27. Preisverleihung des Springmann-Preises in der Historischen Stadthalle Wuppertal und würdigte damit ebenfalls den interkulturellen pädagogischen Ansatz.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 14 Oct 2026 10:00:00 +0200</pubDate>
                        <title>15 Jahre Deutschlandstipendium an der Hochschule Osnabrück</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2026/10/15-jahre-deutschlandstipendium-an-der-hochschule-osnabrueck/</link>
                        <description>Zum feierlichen Jubiläum begrüßte der Hochschulpräsident Prof. Dr. Alexander Schmehmann die 186 Stipendiat*innen und die Vertreter*innen der dazugehörenden 74 Förderorganisationen im Alando Ballhaus bei der Verleihung der Deutschlandstipendien der Hochschule Osnabrück. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Seit 2011 vergibt die Hochschule Osnabrück gemeinsam mit bislang 218 Förderorganisationen <a href="/deutschlandstipendium/">Deutschlandstipendien</a> an ihre Studierenden. Insgesamt konnten dadurch 2.612 Stipendien vergeben werden. Auch in diesem Jahr kam erneut eine hohe Anzahl von Stipendien zustande. „Wir sind stolz auf die 186 Stipendien von 74 unterschiedlichen Förderorganisationen – das ist ein absoluter Spitzenwert in Deutschland“ sagte Schmehmann in seinen einleitenden Worten.&nbsp;</p>
<p>Großer Dank gilt den fördernden Organisationen. Dazu zählen Unternehmen, Stiftungen, Verbände, Vereine, andere nichtstaatliche Institutionen, oder auch Einzelpersonen. Als herausragendes Beispiel nannte der Hochschulpräsident die neu hinzugekommene Adelheid Windmöller Stiftung, die in diesem Jahr gleich 13 Stipendien ermöglichte.&nbsp;</p>
<p>Ein Stipendium umfasst eine finanzielle Unterstützung von 300 Euro im Monat und kann durch eine ideelle Förderung ergänzt werden. Die Fördernden übernehmen 150 Euro, die vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) auf 300 Euro verdoppelt werden. In dem diesjährigen Förderjahr ergibt sich eine Fördersumme von knapp 670.000 Euro. Die ideelle Förderung entwickelt sich ganz individuell im Austausch zwischen den Stipendiat*innen und den Förderorganisationen. So können beispielsweise Praktika, Projekt- und Abschlussarbeiten oder individuelles Mentoring entstehen.&nbsp;</p>
<p><strong>Ein Abend zum Kennenlernen, Austauschen und Feiern</strong></p>
<p>Die Verleihungsfeier bot den Stipendiat*innen und Fördernden die Gelegenheit, sich erstmals persönlich kennenzulernen und mögliche Formen der Zusammenarbeit auszuloten.&nbsp;</p>
<p>Dass aus einem Deutschlandstipendium eine langfristige Verbindung entstehen kann, zeigten der ehemalige Stipendiat Felix Stadler und Ines Bandelin vom fördernden Unternehmen Windmöller &amp; Hölscher SE &amp; Co. KG. Sie blickten anlässlich des Jubiläums auf die gemeinsame Geschichte zurück. Stadler ist ein Vorzeigebeispiel für die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Stipendiat*innen: Auch nach dem Ende seiner Förderung blieb er mit dem Unternehmen in Kontakt, schrieb dort seine Masterarbeit und ist inzwischen seit zehn Jahren bei Windmöller &amp; Hölscher tätig – heute in leitender Funktion.</p>
<p><strong>Ein abwechslungsreiches Programm mit vielfältigen Impulsen</strong></p>
<p>Die beiden Moderator*innen Katharina Bode und Benjamin Häring führten durch ein buntes Programm. So wurden neben der möglichen Zusammenarbeit zwischen Stipendiat*innen und Förderorganisationen weitere Themen beleuchtet, die mit dem Deutschlandstipendium in Zusammenhang stehen.&nbsp;</p>
<p>Auch die Förderung gesellschaftlichen Engagements ist ein wichtiges Ziel des Deutschlandstipendiums. Rebecca Portuné, derzeitige Stipendiatin der Hochschule Osnabrück, berichtete, dass sie dank ihres Stipendiums mehr Zeit für ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten aufbringen kann.</p>
<p>Um dem Gedanken der Solidarität Raum zu geben, griffen weitere Programmpunkte gesellschaftliche Herausforderungen und die Bedeutung des demokratischen Zusammenhalts auf. Die Beiträge von Prof. Dr. Johannes Hirata, Professor für Volkswirtschaftslehre, und Prof. Dr. Sara Marquard, Professorin für Pflegewissenschaft, verdeutlichten, wie Forschung dazu beitragen kann, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu unterstützen.</p>
<p>Im Rahmen der diesjährigen Verleihungsfeier wurden außerdem erneut zwei StudyUp-Awards vergeben. Elfi Geling und Johanna Schepers wurden für ihre herausragenden Abschlussarbeiten ausgezeichnet. Beide erhielten jeweils 1.000 Euro vom Verein der Freunde des Steuerrechts. Für das musikalische Programm sorgten vier Stipendiat*innen des Instituts für Musik, die zwei Songs aus dem Musicalbereich präsentierten. Kulinarische Angebote und eine Fotostation rundeten den Abend ab.</p>
<p><strong>Ein starkes Netzwerk für die Zukunft</strong></p>
<p>Dass ein solcher Abend nur auf den Schultern eines guten Teams und Netzwerks gestemmt werden kann, verdeutlichte Ralf Garten, neuer Leiter der Hochschulförderung. Er bedankte sich bei seinem neu hinzugewonnen Team, das die Vergabe der Stipendien und die Feier seit Jahren organisiert, sowie der Fördergesellschaft, die die Veranstaltung finanziell unterstützt und damit diesen festlichen Rahmen ermöglicht.</p>
<p>Zum Abschluss richtete sich der Blick nach vorn: Weitere Netzwerktreffen sollen die persönlichen Kontakte zwischen den Stipendiat*innen und Fördernden vertiefen. Damit ist das Deutschlandstipendium auch künftig weit mehr als eine finanzielle Unterstützung. Es bringt Menschen zusammen, eröffnet neue Perspektiven, stärkt gesellschaftliches Engagement und schafft Verbindungen, die über das Studium hinaus Bestand haben.</p>
<p><br><strong>Ansprechpartner Hochschulförderung</strong><br>Ralf Garten<br>Telefon: 0541 969-2177<br>E-Mail: <a href="mailto:r.garten@hs-osnabrueck.de" class="mail">r.garten@hs-osnabrueck.de</a>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 09 Oct 2026 09:10:32 +0200</pubDate>
                        <title>VDI zeichnet herausragende Abschlussarbeiten der Hochschule Osnabrück aus</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2026/10/vdi-zeichnet-herausragende-abschlussarbeiten-der-hochschule-osnabrueck-aus/</link>
                        <description>Kartoffelkrebs, Simulations-Software, Diabetes-Sensorik und neue Blicke auf Geschichte: Fünf Studierende erhalten Förderpreise des VDI-Bezirksvereins Osnabrück-Emsland.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Der VDI-Bezirksverein Osnabrück-Emsland hat vier herausragende Abschlussarbeiten der Hochschule Osnabrück ausgezeichnet. „Ob die Rettung der landwirtschaftlichen Produktion, die Modernisierung der Lehre, die Verbesserung der medizinischen Versorgung oder das Aufbrechen veralteter Geschichtsbilder – diese Arbeiten beweisen eindrucksvoll, wie praxisnah und zukunftsorientiert das Studium an der Hochschule Osnabrück ist“, betonte die VDI-Vorstandsvorsitzende Prof. Angela Hamann-Steinmeier bei der Preisverleihung.</p>
<p><strong>Beste Masterarbeit: Beitrag zur Lösung eines jahrhundertealten Agrarproblems</strong></p>
<p>Achmed El‑Etri, Absolvent des Masterstudiengangs <a href="/studium/studienangebot/master/angewandte-nutztier-und-pflanzenwissenschaften-msc/">Angewandte Nutztier- und Pflanzenwissenschaften</a>, erhielt den VDI‑Preis für die beste Masterarbeit. Darin hat er sich mit der Bekämpfung der Quarantäneerkrankung Kartoffelkrebs auseinandergesetzt. Dieser wird durch einen hartnäckigen Pilz ausgelöst, dessen Sporen jahrzehntelang im Boden überleben.</p>
<p>Die Arbeit war eingebunden in das Forschungsprojekt „SYNergie“ der Hochschule Osnabrück und des renommierten Julius-Kühn-Instituts. Das Projektteam entwickelte ein neues Verfahren, das die mit Pilzsporen belastete Kartoffelerde mithilfe von Branntkalk desinfiziert. Im Fokus der Masterarbeit stand die konkrete Optimierung dieses Prozesses unter realen Praxisbedingungen. El-Etri untersuchte dafür präzise, wie Wassergehalt der zu behandelnden Erden, Mischintensität und organische Anteile den Kalkbedarf beeinflussen. Die Ergebnisse des ausgezeichneten Absolventen liefern ein praxistaugliches Modell, das die Kosten der Erdreinigung von 40 Euro auf unter zwei Euro pro Tonne senkt.</p>
<p>Mit Biotests und neu entwickelten, hochpräzisen Gen-Analysen (sogenannten qPCR-Tests) hat das Julius-Kühn-Institut bestätigt, dass die behandelten Sporen nicht mehr ansteckend sind. Damit steht der Praxis eine umweltfreundliche und zugleich preiswerte Lösung für ein jahrhundertealtes Problem zur Verfügung, um die Kartoffelproduktion abzusichern.</p>
<p><strong>Beste Bachelorarbeit: Erweiterte Simulations-Software für die Ingenieurausbildung</strong></p>
<p>Der erste Preis für herausragende Bachelorarbeiten ging an Daniel Mendricks. Der <a href="/studium/studienangebot/bachelor/maschinenbau-bsc/">Maschinenbau</a>-Absolvent hat das Lehrprogramm namens „Exp*FEM“ für die Ingenieurausbildung umfassend weiterentwickelt. Das Programm vermittelt Studierenden die Finite-Elemente-Methode – ein Verfahren, mit dem sich das Verhalten von Bauteilen unter Belastung berechnen lässt. Die Arbeit erweitert das Programm um die realitätsnähere Darstellung veränderlicher Belastungen sowie unterschiedlicher Lagerungs- und Verbindungssituationen.&nbsp;</p>
<p>Der Absolvent hat die neuen Funktionen sorgfältig überprüft und mit einem kommerziellen Berechnungsprogramm verglichen. Mendricks‘ Erweiterungen bilden nun die Basis des Lehrprogramms.</p>
<p><strong>Zweiter Preis: Smarter Sensor zur Unterstützung von Menschen mit Diabetes</strong></p>
<p>Moritz Kampe, ebenfalls Absolvent des Maschinenbaus, erhielt den zweiten Förderpreis. Er entwickelte eine kostengünstige, mit Sensoren ausgestattete Schuheinlage, die fortlaufend den Fußdruck von Menschen mit Diabetes misst. Da es auf dem Markt keinen passenden Sensor gab, entwarf und baute der angehende Ingenieur den biegsamen Drucksensor einfach selbst. Er stimmte ihn genau auf das Gewicht eines menschlichen Fußes ab und webte ihn direkt in den Stoff der Einlegesohle ein. Ergänzt wird das System durch eine winzige, selbst entwickelte Elektronik-Platine und ein Computerprogramm, das die Messwerte sofort auswertet und auf einem Bildschirm anzeigt.</p>
<p>Für dieses Projekt hat Kampe tiefes Fachwissen aus der Textiltechnik, Elektronik, Informatik und Materialwissenschaft kombiniert – ein Paradebeispiel für moderne, fachübergreifende Ingenieurarbeit. Die smarte Einlegesohle hat das Interesse von Arztpraxen und dem Osnabrücker Healthcare Accelerator (OHA) geweckt; erste Gespräche über die Gründung eines eigenen Start-ups laufen bereits.</p>
<p><strong>Dritter Preis: Vergessene weibliche Perspektiven historisch sichtbar machen</strong></p>
<p>Stina Föhrder und Marie Thiele erhielten eine Auszeichnung für ihre gemeinsame Bachelorarbeit. Die beiden Absolventinnen des Studiengangs <a href="/studium/studienangebot/bachelor/media-interaction-design-ba/">Media &amp; Interaction Design</a> haben ein interaktives Ausstellungsexponat entwickelt, das Museumsgästen einen völlig neuen Blick auf die Geschichte ermöglicht.&nbsp;</p>
<p>Ihr Projekt „Die Welt germanischer Frauen“ hinterfragt die klassische, oft sehr männlich geprägte Geschichtsschreibung. Da es nur wenige direkte Funde oder Berichte über germanische Frauen gibt, haben die beiden Designerinnen historische, archäologische und medienwissenschaftliche Erkenntnisse geschickt miteinander verknüpft. Sie untersuchten alte Rollenbilder und machten die Lücken in der Geschichtsforschung sichtbar. Durch ihr interaktives Exponat kann das Publikum die Lebenswelt der Germaninnen neu erleben und Vorurteile kritisch hinterfragen – ein gelungenes Beispiel dafür, wie interdisziplinär geprägtes Interaction Design gesellschaftliche Debatten anstoßen kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zum Hintergrund</strong></p>
<p>Der VDI-Förderpreis wird jährlich an besonders innovative und praxisrelevante&nbsp; Abschlussarbeiten der Absolvent*innen der Hochschule Osnabrück im technischen Bereich vergeben. Ziel ist es, talentierte Nachwuchskräfte zu fördern und deren Leistungen einer breiten Öffentlichkeit sichtbar zu machen.<strong>&nbsp;</strong></p>
<p><strong>Weitere Informationen&nbsp;</strong></p>
<p>Prof. Dr. Angela Hamann-Steinmeier<br>Vorstandsvorsitzende des VDI-Bezirksvereins Osnabrück-Emsland&nbsp;<br>Professorin für Bioverfahrenstechnik der Hochschule Osnabrück<br>Telefon: +49(0)541 969-2902<br>E-Mail: <a href="mailto:a.hamann@hs-osnabrueck.de" class="mail">a.hamann@hs-osnabrueck.de</a>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 30 Sep 2026 14:40:32 +0200</pubDate>
                        <title>Von Sydney bis Arusha: Wissenschaftler*innen der Hochschule Osnabrück forschen im Ausland</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2026/09/von-sydney-bis-arusha-wissenschaftlerinne-der-hochschule-osnabrueck-forschen-im-ausland/</link>
                        <description>Neue Perspektiven für Lehre und Wissenschaft</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Wie bereichern internationale Aufenthalte die Lehre und Wissenschaft? Und welche Chancen bieten Forschungsaufenthalt im Ausland für die persönliche und akademische Entwicklung? Zwei Forschende der Hochschule Osnabrück berichten von ihren Erfahrungen in Tansania und Australien, die nicht nur ihre eigene Arbeit, sondern auch die internationale Vernetzung der Hochschule stärken.</p>
<h4>Nachhaltigkeit in australischen Museen</h4>
<p>Von Januar bis Juli 2026 verbrachte Prof. Dr. Gesa Birnkraut, Professorin für Strategisches Management in Nonprofit-Organisationen an der Hochschule Osnabrück, ein Forschungssemester an der University of Sydney. Im Fokus stand die Frage, wie Museen die Themen Nachhaltigkeit und Klimawandel in ihre Ausstellungen integrieren und welche Wirkung dies auf Besucher*innen hat. In 18 Interviews mit Kurator*innen und Direktor*innen verschiedener Museen in Australien sammelte sie Daten, die in eine Publikation einfließen werden.&nbsp;</p>
<p>Besonders beeindruckt hat Gesa Birnkraut das akademische und soziale Leben in Sydney und an der University of Sydney: „Hier habe ich das erste Mal in meinem Leben eine traditionelle Graduation mitmachen dürfen und durfte in einer eigenen Robe mit den anderen Professor*innen in die eindrucksvolle Great Hall der Universität einlaufen“, so die Professorin.&nbsp;</p>
<h4>Biodiversitätsmonitoring und Brandfrüherkennung in Tansania</h4>
<p>Prof. Dr. Clemens Westerkamp, Professor für Informatik an der Hochschule Osnabrück, nutzte sein Forschungssemester, um eine Lehr- und Forschungskooperation mit dem Nelson Mandela African Institution of Science and Technology (NM-AIST) in Arusha in Tansania aufzubauen. Dort beschäftigte er sich mit Sensorik und Weitverkehrsnetzwerken für Biodiversitätsmonitoring und Brandfrüherkennung. „Die Studierende des NM-AIST arbeiten auf hohem Niveau und konnten direkt in Forschungsprojekte eingebunden werden“, sagt Westerkamp.&nbsp;</p>
<p>Außerdem wurden mit Lehrenden aus Arusha gemeinsame Module entwickelt, für ein Wahlfach, das zukünftig sowohl in Osnabrück als auch in Tansania angeboten werden soll.</p>
<h4>Persönlicher und akademischer Gewinn&nbsp;</h4>
<p>„Der Aufwand, für einige Zeit ins Ausland zu gehen, ist hoch – organisatorisch, emotional und finanziell. Aber all das bekommt man vielfach durch die gewonnenen Erfahrungen und die intensiven kulturellen und akademischen Momente zurück“, fasst Clemens Westerkamp sein Forschungssemester zusammen.&nbsp;</p>
<p>Die Hochschule Osnabrück fördert daher internationale Forschungskooperationen und ermöglicht Professor*innen, ein Forschungssemester im Ausland zu verbringen. Diese Freistellung von Lehr- und Verwaltungsaufgaben bietet die Chance, neue wissenschaftliche Netzwerke aufzubauen, Forschungsprojekte voranzutreiben und interkulturelle Erfahrungen zu sammeln.&nbsp;</p>
<p>„Für einige Monate in eine andere Kultur und akademische Welt eintauchen, ist gewinnbringend für die eigene Persönlichkeit, aber auch für Lehre und Forschung im eigenen Land“, sagt Gesa Birnkraut.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                                <category>Pressemitteilung</category>
                            
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                        <pubDate>Wed, 30 Sep 2026 08:29:22 +0200</pubDate>
                        <title>Hochschule bündelt Forschungskraft erstmals in drei Forschungszentren</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2026/09/hochschule-buendelt-forschungskraft-erstmals-in-drei-forschungszentren/</link>
                        <description>Neue Strukturen führen Forschungsexpertise zusammen, schaffen Sichtbarkeit und stärken die Hochschule als Standort für angewandte Forschung</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Mit drei neuen Forschungszentren stellt die Hochschule Osnabrück ihre Forschung ab Oktober noch stärker auf: Erstmals werden ausgewählte Forschungskompetenzen in zentralen Zukunftsthemen institutionell gebündelt und über Fakultätsgrenzen hinweg zusammengeführt. So entstehen neue Strukturen für innovative Forschung, Kooperationen und eine stärkere Sichtbarkeit der Hochschule. In ihren Themenfeldern sollen die Zentren Leuchtturmcharakter für die angewandte Forschung entwickeln.</p>
<p>„Die Einrichtung der Forschungszentren ist ein wichtiger Schritt: Sie fokussieren nachhaltig wesentliche Säulen unserer Forschung und bauen dabei auf den Erfolgen unserer drei Forschungsschwerpunkte auf. Dabei verbinden sie wissenschaftliche Erkenntnisse mit konkreten Herausforderungen aus Gesellschaft, Gesundheitsversorgung, Kultur und Wirtschaft und stärken damit die seit vielen Jahren starke wissenschaftliche Position unserer Hochschule in den angewandten Wissenschaften,“ betont Prof. Dr. Bernd Lehmann, Vizepräsident für Forschung, Transfer und wissenschaftliche Qualifizierung.</p>
<p><strong>Forschung, die im Alltag wirkt</strong></p>
<p>Die drei Forschungszentren, die jeweils 15 bis 20 Wissenschaftler*innen umfassen, widmen sich Fragen, die viele Menschen unmittelbar betreffen und wirken damit in den Alltag: Wie können reale Gesundheitsdaten zu einer besseren Versorgung beitragen? Wie können Unternehmen neue Technologien nutzen, um nachhaltiger und krisenfester zu werden? Und wie bleiben darstellende Künstler*innen gesund und leistungsfähig?</p>
<p><strong>InDEED Health: Gesundheitsdaten auswerten – für eine bessere Versorgung</strong></p>
<p>In Krankenhäusern und Arztpraxen, in Pflegeeinrichtungen oder Krankenkassen entstehen täglich große Mengen an Informationen in Form von Daten – etwa über Diagnosen, Behandlungen, Medikamente und Krankheitsverläufe. Werden diese Daten systematisch ausgewertet, können sie zum Beispiel zeigen, welche Behandlung unter welchen Bedingungen besonders erfolgreich ist.</p>
<p>Das Forschungszentrum „Innovative Data and EvidEnce Driven Healthcare“ (inDEED Health) nutzt diese digitalen Gesundheitsdaten, um neue Erkenntnisse für eine bessere Versorgung, Prävention und Ausbildung zu gewinnen. Diesen Ansatz nennt man „practice-based evidence“: Wissenschaftliche Evidenz entsteht direkt aus Daten der realen Gesundheitsversorgung, etwa aus elektronischen Patientenakten, Registern oder Abrechnungen. Der Vorteil: Solche Erkenntnisse können schneller in die Praxis zurückfließen. Außerdem werden Versorgungsprobleme sichtbar, die im Alltag bislang nur schwer zu erkennen sind.</p>
<p>Beteiligt sind neben neu akademisierten Gesundheitsberufen wie Pflege, Hebammenwissenschaft und Physiotherapie auch Gesundheitsmanagement und Gesundheitsinformatik. Gemeinsam bringen sie die Perspektiven von Versorgungspraxis und Datenwissenschaft zusammen.&nbsp;<br><br>Das Sprecherkollektiv bilden Pflegeexperte Prof. Dr. Dr. Andreas Büscher, Gesundheitsinformatikerin Prof. Dr. Ursula H. Hübner und Physiotherapeutin Prof. Dr. Susan Armijo-Olivo von der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.</p>
<p><strong>Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammenführen – für resilientere Unternehmen</strong></p>
<p>Das Forschungszentrum „Digital AI-Driven Sustainable Value Chains“ (DAISI) beschäftigt sich mit der sogenannten doppelten Transformation: Der Verbindung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit und fokussiert dabei die Bedarfe kleinerer und mittlerer Unternehmen. Gerade diese brauchen technologische Lösungen, die im Betriebsalltag funktionieren, statt dem Trend blind zu folgen.</p>
<p>Damit begegnet das Zentrum zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Dekarbonisierung, Fachkräftemangel und Klimaschutz. Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz, Robotik und Digitalen Zwillingen werden gemeinsam mit Unternehmen Produktionsabläufe analysiert und Szenarien virtuell durchgespielt, um zu ermitteln, wie Ressourcen gespart, Wertschöpfungsketten effizienter gestaltet und insgesamt nachhaltiger und krisenfester gewirtschaftet werden kann.&nbsp;</p>
<p>DAISI betrachtet die digitale und nachhaltige Transformation ganzheitlich: Im Mittelpunkt stehen nicht nur Technologien, sondern ihr Zusammenspiel mit Menschen, Arbeitsprozessen und dem Unternehmen als Organisation. Untersucht wird, wie digitale Technologien so eingesetzt werden können, dass sie Beschäftigte unterstützen, Zusammenarbeit verbessern und tragfähige Geschäftsmodelle fördern.</p>
<p>Für diesen ganzheitlichen Blick auf industrielle Wertschöpfung arbeiten Forschende aus den Disziplinen Wirtschaft, Informatik, Automatisierung, Mechatronik, Energiemanagement, Kommunikation und Psychologie mit den Unternehmen eng zusammen und verbinden exzellente Forschung aus Technik, Wirtschaft und Gesellschaft.</p>
<p>Sprecher ist Wirtschaftsinformatiker Prof. Dr. Ralf Buschermöhle von der Fakultät Management, Kultur und Technik am Campus Lingen.</p>
<p><strong>Künstler*innengesundheit: Damit die Bühne nicht zur Belastungsprobe wird</strong></p>
<p>Eine Tänzerin oder ein Sänger trainiert täglich viele Stunden. Bestimmte Bewegungsabläufe oder eine zu hohe Belastung können dabei langfristig zu Verletzungen führen. Um einer solchen Entwicklung vorzubeugen, müssen zum Beispiel Training, Proben, Auftritte und Erholungszeiten besser aufeinander abgestimmt werden.&nbsp;<br><br>Das Forschungszentrum „Performing Arts Physiotherapy“ (PAPy) widmet sich der Gesundheit von Sänger*innen, Tänzer*innen und Instrumentalist*innen – einem international bislang wenig untersuchten Forschungsfeld. Die Disziplinen Physiotherapie, Musik, Tanz, Gesang und Informatik werden dafür verbunden. Mittels Bewegungsanalysen und mit Hilfe künstlicher Intelligenz und klinischer Forschung werden neue Ansätze für Prävention, Versorgung und Leistungsfähigkeit entwickelt.</p>
<p>Damit soll zugleich eine neue wissenschaftliche Subdisziplin entstehen: Die Performing Arts Physiotherapy. Im Mittelpunkt steht auch eine Frage von gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Bedeutung: Wie können Künstler*innen langfristig gesund und leistungsfähig bleiben? Und wie kann kulturelle Wertschöpfung langfristig gesichert werden? Das Zentrum entwickelt wissenschaftliche Grundlagen, um Belastungen besser zu verstehen und Ausbildungs-, Proben- und Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern.&nbsp;</p>
<p>Sprecher ist Musikermediziner Prof. Dr. Christoff Zalpour, von der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.</p>
<p><strong>Anschub für eine neue Forschungslandschaft</strong></p>
<p>Jedes der drei Forschungszentren erhält für drei Jahre eine Anschubfinanzierung von jährlich 160.000 Euro sowie eine Post-Doc-Stelle und Stellen für Wissenschaftliche Mitarbeitende. Darüber hinaus haben die Forschungszentren künftig eine wichtige Rolle inne, wenn nach Inkrafttreten der neuen Novelle des NHG den Hochschulen für Angewandte Wissenschaft das eigenständige Promotionsrecht zuerkannt werden soll. Für internationale Forschende wird zudem das Welcome Center ausgebaut.</p>
<p>Die Einrichtung der Forschungszentren ist Teil des Strukturprojekts TExAS – Transformation through Excellence in Applied Sciences, für das die Hochschule bis 2030 16,25 Millionen Euro aus dem Förderprogramm zukunft.niedersachsen, Förderlinie “Potenziale strategisch entfalten”, des Landes Niedersachsen erhält. Damit wird die Weiterentwicklung der Hochschule in Forschung, Transfer, Studium, Lehre und Verwaltung unterstützt sowie ein Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung geleistet.</p>
<p><strong>Weitere Informationen</strong></p>
<p><i>Sprecher*innen Forschungszentrum inDEED Health:</i><br>Prof.in Susan Armijo-Olivo<br>E-Mail: <a href="mailto:s.armijo-olivo@hs-osnabrueck.de">s.armijo-olivo@hs-osnabrueck.de</a>&nbsp;<br><br>Prof. Dr. Dr. Andreas Büscher<br>E-Mail: <a href="mailto:a.büscher@hs-osnabrueck.de">a.büscher@hs-osnabrueck.de</a></p>
<p>Prof.in Dr. Ursula Hübner<br>E-Mail: <a href="mailto:u.huebner@hs-osnabrueck.de">u.huebner@hs-osnabrueck.de</a></p>
<p><i>Sprecher Forschungszentrum DAISI</i><br>Prof. Dr. Ralf Buschermöhle<br>E-Mail:<a href="https://www.hs-osnabrueck.de/personensuche/?az=" target="_blank">r.buschermoehle@hs-osnabrueck.de</a></p>
<p><i>Sprecher Forschungszentrum PAPy</i><br>Prof. Dr. Christoff Zalpour<br>E-Mail: <a href="mailto:c.zalpour@hs-osnabrueck.de">c.zalpour@hs-osnabrueck.de</a>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Nachrichten und Veranstaltungen</category>
                            
                                <category>MKT</category>
                            
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                        <pubDate>Mon, 28 Sep 2026 10:59:35 +0200</pubDate>
                        <title>Wenn gutes Design Pflegenden und Pflegebedürftigen den Alltag erleichtert </title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2026/09/wenn-gutes-design-pflegenden-und-pflegebeduerftigen-den-alltag-erleichtert/</link>
                        <description>Studierende der Hochschule Osnabrück entwickeln innovative Hilfsmittel für die Pflege </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Studierende des Studiengangs Industrial Product Design der Hochschule Osnabrück haben im Rahmen einer Kooperation mit dem Diakonie Kolleg der Diakonie Osnabrück Stadt und Land und dem Lernenden Wohnbereich (Hermann-Bonnus-Haus) innovative Lösungen für alltägliche Hilfsmittel entwickelt, um den Alltag von Pflegenden und Pflegebedürftigen zu erleichtern. Im Fokus standen dabei Selbstständigkeit, Sicherheit und Komfort im Alter.&nbsp;</p>
<h4>Praktische Ergonomie und Empathie im Mittelpunkt</h4>
<p>Die angehenden Produktdesigner*innen analysierten dafür zunächst Abläufe und Herausforderungen des Pflegealltags. In mehreren Hospitationen beobachteten sie Engstellen und Probleme, immer im Austausch mit den Bewohner*innen und den Mitarbeiter*innen des Lernenden Wohnbereichs (LeWo). Dabei hatten die Studierenden drei Schwerpunkte: Essen und Trinken, Orientierung und Sicherheit, Betreuung und Spiele.</p>
<p>„In meinen Vorlesungen möchte ich den Studierenden früh die Möglichkeit geben, Ergonomie praktisch zu erleben und eigene Usability-Analysen durchzuführen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Auseinandersetzung mit den Herausforderungen spezieller Nutzer*innengruppen und dem Potenzial der Produktgestaltung im Sinne des DESIGN FOR ALL-Ansatzes“, sagte Thomas Hofmann, Professor für Produktdesign (Ergonomie und Usability) an der Hochschule Osnabrück.</p>
<p>Die Studierenden entwickelten so nicht nur ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse der Bewohner*innen, sondern auch empathische und kreative Lösungsansätze. Diese präsentierten sie vor den Mitarbeitenden und Auszubildenden des LeWo der Leitung des Hermann-Bonnus-Haus und Mitarbeitenden des Diakonie Kollegs.</p>
<p>„Die Zusammenarbeit mit der Hochschule Osnabrück war für uns in der Diakonie eine große Bereicherung. Die Studierenden haben die Hilfsmittel und Spiele mit viel Engagement, Offenheit und Sorgfalt getestet und wertvolle Rückmeldungen eingebracht. Es war spannend zu erleben, dass andere Professionen an zukünftigen Lösungen zur Steigerung der Lebensqualität pflegebedürftiger Menschen arbeiten. Erste Verbesserungsvorschläge zu einem Trinkbecher, Orientierungshilfen um den Aufzug zu finden oder ein optimiertes „Mensch ärgere dich nicht“ inklusive Würfelturm lösten richtige Begeisterungsstürme aus“, sagt Ayla Vogt, Pflegepädagogin des Lernenden Wohnbereichs.&nbsp;</p>
<p>Bei dem Projekt handelte es sich um die initale Phase einer praxisorientierten Zusammenarbeit mit der Diakonie. Im nächsten Schritt sollen die Erkenntnisse als Basis für konkrete Produktentwicklungen und Systemlösungen stehen in enger Kooperation mit den zukünftigen Nutzer*innen.</p>
<h4>Der Studiengang Industrial Product Design</h4>
<p>Im <a href="/studium/studienangebot/bachelor/industrial-product-design-ba/">Studiengang Industrial Product Design</a> bildet die Hochschule Osnabrück Designer*innen dazu aus, die Produkte menschlicher, emotionaler und funktionaler gestalten. Dabei werden Designtheorie, technische Kompetenz und praktische Anwendung in vier Schwerpunkten: Technologie &amp; Konstruktion, Entwurf &amp; Realisierung, Ergonomie &amp; Usability sowie Geschichte &amp; Gesellschaft miteinander verbunden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Weitere Informationen&nbsp;</h4>
<p>Prof. Thomas Hofmann&nbsp;<br>Hochschule Osnabrück&nbsp;<br>Telefon: 0541 969 – 2984<br>E-Mail:&nbsp;t.hofmann@hs-osnabrueck.de</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 21 Sep 2026 13:32:00 +0200</pubDate>
                        <title>Bundesverdienstkreuz für ehemalige Pflege-Professorin der Hochschule Osnabrück</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2026/09/bundesverdienstkreuz-fuer-ehemalige-pflege-professorin-der-hochschule-osnabrueck/</link>
                        <description>Prof. Dr. Doris Schiemann ist für ihre jahrzehntelange Pionierarbeit in der Pflegewissenschaft mit der höchsten staatlichen Auszeichnung geehrt worden</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>(Osnabrück, 21.09.2026) Ehrung für ihr Lebenswerk: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Prof. Dr. Doris Schiemann (i.R.) das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (kurz Bundesverdienstkreuz) verliehen. Für ihr jahrzehntelanges Engagement in der Pflegewissenschaft ist sie mit der höchsten Anerkennung ausgezeichnet worden, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Damit würdigt das Land ihre wissenschaftliche Pionierarbeit, die bis in die Gegenwart hineinwirkt. Bei einer Feierstunde im Osnabrücker Rathaus überreichte Oberbürgermeisterin Katharina Pötter der ehemaligen Professorin der Hochschule Osnabrück die Medaille sowie die Verleihungsurkunde.</p>
<p><strong>„Gute Pflege darf nicht an der Kassenlage scheitern“</strong></p>
<p>„Wissenschaft wird für die Menschen vor allem dort lebendig, wo sie unser konkretes Leben berührt – wo sie Probleme anpackt und wo sie den Alltag spürbar besser und menschlicher macht.“ Doris Schiemann sei das personifizierte Vorbild für diesen Anspruch, so die Oberbürgermeisterin. Zudem betonte Pötter, dass es Schiemann bei der Standardisierung von Pflege nie zuvorderst um Effizienz oder Kostenreduktion gegangen sei, sondern vielmehr um die Würde des Menschen: „Gute Pflege darf nicht an der Kassenlage scheitern“, fasste Pötter Schiemanns Haltung zusammen. Die Oberbürgermeisterin dankte der Wissenschaftlerin für ihren langjährigen Einsatz als Mahnerin und Beraterin in bundesweiten Expertengremien sowie auf regionaler Ebene.</p>
<p><strong>Pionierin bei der Entwicklung der ersten Pflegestudiengänge in Deutschland</strong></p>
<p>„Prof. Dr. Doris Schiemann hat mit ihrer Pionierarbeit Maßstäbe bei der Akademisierung der Pflege in Deutschland gesetzt“, so Hochschul-Präsident Prof. Dr. Alexander Schmehmann. „Sie hat maßgeblich die Entwicklung und Umsetzung der bundesweit ersten Pflegestudiengänge an der Hochschule Osnabrück vorangetrieben. Mit ihrem unermüdlichen Engagement, wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis zu bringen, hat sie nicht nur für unsere Hochschule einen unschätzbaren Beitrag geleistet. Sie hat auch bundesweit einen großen Beitrag zur Professionalisierung und Qualitätssteigerung der Pflege geleistet. Ich gratuliere herzlich zu dieser bedeutsamen und sehr verdienten Auszeichnung.“</p>
<p>Doris Schiemann zeigte sich über die Auszeichnung im Kreis geladener Gäste im Rathaus tief bewegt. „Während meiner Berufspraxis in der Universitätsmedizin Anfang der Siebzigerjahre war ich erschüttert von teils menschenverachtenden Praktiken in der Gynäkologie, Geburtshilfe und der Herzchirurgie. Die Pflege mit ihrem damaligen Bildungsstand hatte dem wenig entgegenzusetzen. Außer den Ärzten gab es noch keinen weiteren Gesundheitsberuf mit einer akademischen Qualifizierung und daher auch keine interkollegiale Kontrolle in der Gesundheitsversorgung. Das war mein Antrieb“, erinnerte sie sich und fuhr fort: „Ich sehe mich heute auch stellvertretend für meine Kolleginnen und Kollegen an der Hochschule Osnabrück geehrt, die mit mir über drei Jahrzehnte mit viel Sachverstand und Engagement den Stein für die Akademisierung und Professionalisierung der Pflege ins Rollen gebracht haben.“<br><br>Bereits 1981 begann Schiemann als wissenschaftliche Mitarbeiterin mit der curricularen Entwicklung des Faches Pflegewissenschaft für die Studienprogramme „Pflegedienstleitung im Krankenhaus“, „Krankenpflegemanagement“ und „Pflegewissenschaft“ an der damaligen Fachhochschule Osnabrück. „Als ich damals die Stelle antrat, hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können, welche Entfaltungsmöglichkeiten ich für die Pflege im damaligen Fachbereich Wirtschaft an der Fachhochschule Osnabrück bekommen würde“, sagte die ehemalige Pflege-Professorin in ihrer Dankesrede.<br><br><strong>Gründerin des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP)</strong><br><br>Von 1992 bis 2012 war Schiemann als Professorin für Pflegewissenschaft an der Hochschule Osnabrück tätig. 1992 wurde sie als deutsche Vertreterin in den Lenkungsausschuss des Europäischen Netzwerks für Qualitätssicherung in der Pflege (EuroQUAN) berufen. Im selben Jahr begann sie mit dem Aufbau des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) an der Hochschule Osnabrück und leitete das Netzwerk bis zu ihrer Emeritierung 2012.&nbsp;<br><br>Ende der Neunzigerjahre startete sie im DNQP mit der Entwicklung der ersten evidenzbasierten Expertenstandards in Kooperation mit dem Deutschen Pflegerat und finanzieller Unterstützung des Bundesgesundheitsministeriums. Bis 2012 konnten sieben Expertenstandards auf den Weg gebracht werden zu Themen, die ein besonders großes Qualitätsrisiko in der Pflege darstellen, wie unter anderem zu Dekubitalgeschwüren (sogenanntem Wundliegen), Stürzen, Schmerzzuständen und chronischen Wunden. Das DNQP ist bis heute bundesweit der wichtigste Motor für die Professionalisierung der Pflegepraxis.<br><br><strong>Gefragte Expertin auf nationaler sowie internationaler Bühne</strong><br><br>Schiemann war zudem Mitglied im Ethikrat des Bundesministeriums für Gesundheit (1999-2002) sowie in zahlreichen weiteren nationalen wie auch internationalen Beiräten, Expert*innengruppen und Gremien tätig, wie dem wissenschaftlichen Beirat des deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (2001-2004). Außerdem arbeitete sie als Beraterin und Berichterstatterin der Weltgesundheitsorganisation WHO sowie als Kommissionsmitglied beim Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF).<br>2005 wurde die Osnabrücker Pflegewissenschaftlerin mit der Agnes Karll Medaille des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK) ausgezeichnet. 2007 erhielt sie den Deutschen Pflegepreis vom Deutschen Pflegerat (DPR).</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 11 Sep 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
                        <title>Bundesweite Studie zur Qualität und Akzeptanz der Kita- und Schulverpflegung gestartet</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2026/09/bundesweite-studie-zur-qualitaet-und-akzeptanz-der-kita-und-schulverpflegung-gestartet/</link>
                        <description>Wie die Qualität und Akzeptanz der Kita- und Schulverpflegung in Deutschland erfasst und langfristig verbessert werden können, untersucht eine gemeinsame Studie der Hochschule Osnabrück, der Universität Konstanz und der Universität Göttingen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Osnabrück/Konstanz/Göttingen, 10. September 2026. Rund sechs Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland essen täglich in Kitas und Schulen. Mit dem Ausbau der Ganztagsbetreuung wird die Gemeinschaftsverpflegung weiter an Bedeutung gewinnen. Doch ein aus-gewogener Speiseplan allein reicht nicht aus, wenn das Essen am Ende nicht gegessen wird. Wie Verpflegungsangebote gestaltet sein müssen, damit sie gesundheitlichen und fachlichen Anforderungen entsprechen und zugleich von Kindern und Jugendlichen gerne angenommen werden, untersucht nun das bundesweite Forschungsprojekt KiSMo - Kita- und Schulverpflegungsmonitoring.</p>
<p>Das Verbundprojekt wird von der Hochschule Osnabrück geleitet; Partner sind die Universität Konstanz und die Georg-August-Universität Göttingen. Gefördert wird KiSMo vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) über den Projektträger Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Das Projekt läuft von September 2026 bis August 2028. Die Ergebnisse sollen eine aktuelle und belastbare Grundlage schaffen, um die Kita- und Schulverpflegung in Deutschland datenbasiert weiterzuentwickeln.</p>
<p><br>„Kita- und Schulessen begleitet Millionen Kinder durch ihren Alltag. Umso wichtiger ist es, verlässlich zu wissen, was gut funktioniert und wo Verbesserungen nötig sind. Dafür brau-chen wir aktuelle bundesweite Daten“, sagt Prof. Dr. Melanie Speck, Professorin für Sozio-ökonomie in Haushalt und Betrieb an der Hochschule Osnabrück und Leitung des Verbundprojekts.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was entscheidet, ob Kinder und Jugendliche das Essen annehmen?</strong></p>
<p>Ein besonderer Schwerpunkt von KiSMo liegt auf der Akzeptanz und Nutzung der Verpfle-gung. Dafür werden alle Beteiligten befragt: von Schülerinnen und Schülern sowie Eltern über die Leitungen der Kitas und Schulen bis hin zu den Verpflegungsverantwortlichen. So lassen sich die unterschiedlichen Perspektiven auf Angebot, Nutzung, Zufriedenheit, Kosten und organisatorische Rahmenbedingungen für jede Einrichtung miteinander verknüpfen.</p>
<p>„Ob Kinder und Jugendliche das Angebot in Kita und Schule nutzen, hängt nicht allein davon ab, was auf dem Teller liegt. Entscheidend ist die gesamte Ernährungsumgebung: Wie ist die Essenssituation gestaltet, was kostet das Essen, wie läuft die Organisation - und welche Alternativen gibt es auf dem Schulweg oder um die Ecke? Mit KiSMo wollen wir diese Umgebung erstmals bundesweit systematisch erfassen und verstehen, unter welchen Bedingungen Schulverpflegung eine echte Chance hat“, erklärt Prof. Dr. Britta Renner, Professorin für Psychologische Diagnostik und Gesundheitspsychologie an der Universität Konstanz.</p>
<p>Die Universität Konstanz bringt im Verbund insbesondere ihre Expertise in die schulbezogenen Befragungen ein und verantwortet die Analyse der schulischen Ernährungsumgebung. Dabei werden Befragungsdaten zur Nutzung und Akzeptanz der Schulverpflegung mit Daten zur schulischen Ernährungsumgebung verknüpft.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehrstufiges Design für belastbare Daten</strong></p>
<p>Um möglichst belastbare Aussagen für Deutschland treffen zu können, ist KiSMo mehrstufig angelegt. Zunächst entsteht eine bundesweite Übersicht aller Kitas, Kitaträger und allge-meinbildenden Schulen. Darauf aufbauend erfasst ein digitales Kurzscreening zentrale Fak-toren - etwa, ob das Essen vor Ort zubereitet oder aus einer Zentralküche angeliefert wird und wie viele Kinder mitessen. Diese Informationen bilden die Grundlage für die Auswahl re-präsentativ angelegter Stichproben für die vertiefenden Befragungen.<br><br>„Wir streben an, mit mehreren aufeinander abgestimmten Befragungen an Kitas und Schulen ein möglichst verlässliches Bild für ganz Deutschland zu gewinnen. Nur so können praxisnahe und belastbare Empfehlungen für die Kita- und Schulverpflegung abgeleitet werden“, sagt Prof. Dr. Achim Spiller, Professor für Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte an der Georg-August-Universität Göttingen.<br>Die Erhebungsinstrumente für Kitas und Schulen werden gemeinsam im Verbund entwickelt und abgestimmt. Die Universität Göttingen bringt dabei insbesondere Expertise zur Erfassung zielgruppenspezifischer Akzeptanzfaktoren, zur Fragebogenentwicklung und zur me-thodischen Vergleichbarkeit der Befragungen ein.<br><br>Die Hochschule Osnabrück verantwortet neben der Gesamtleitung die Erhebungen in den Kitas sowie die vertiefenden Analysen in ausgewählten Einrichtungen. Durch die langjährige Arbeit im Bereich der indikatorbasierten Nachhaltigkeitsbewertung kann das entsprechende Wissen in diesem Feld eingebracht werden. Das Forschungsteam untersucht Speisepläne, Rezepturen, Portionsgrößen und, soweit verfügbar, Betriebs- und Warenwirtschaftsdaten. Dabei geht es unter anderem darum, inwieweit die Qualitätsstandards der Deutschen Gesell-schaft für Ernährung (DGE) umgesetzt werden. Neben der Nährstoffzusammensetzung wer-den auch Nachhaltigkeitsaspekte und Kosten berücksichtigt. So verbindet KiSMo die Frage, was auf den Teller kommt, mit der Frage, unter welchen Bedingungen das Angebot von Kin-dern und Jugendlichen tatsächlich angenommen und genutzt wird.<br>Monitoring für die Zukunft<br><br>KiSMo soll nicht nur eine Momentaufnahme liefern. Auf Grundlage der bundesweiten Erhe-bungen entwickelt das Forschungsteam ein standardisiertes Monitoring-Konzept. Damit soll es künftig möglich werden, zentrale Kennzahlen zur Kita- und Schulverpflegung - etwa Nut-zung, Angebotsqualität, Nachhaltigkeit und Ernährungsumgebung - regelmäßig, vergleichbar und mit vertretbarem Aufwand zu erfassen. Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Stefan Stiene, Professor für Intelligente Agrarsysteme an der Hochschule Osnabrück, bringt dafür Expertise zu Datenstrukturierung und KI-gestützten Verfahren ein.<br><br>Die Ergebnisse des Projekts sollen in den 16. DGE-Ernährungsbericht einfließen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Weitere Informationen</strong></p>
<p><strong>Prof. Dr. Melanie Speck&nbsp;</strong><br>Professur Sozioökonomie in Haushalt und Betrieb Arbeitsgruppe Transformative Ernährungs- und Konsumsysteme Hochschule Osnabrück 0541 969-5090 <a href="mailto:m.speck@hs-osnabrueck.de">m.speck@hs-osnabrueck.de</a></p>
<p><strong>Prof. Dr. Britta Renner&nbsp;</strong><br>Professorin für Psychologische Diagnostik und Gesundheitspsychologie Universität Konstanz<br>07531 88-4679 <a href="mailto:britta.renner@uni-konstanz.de">britta.renner@uni-konstanz.de</a>&nbsp;</p>
<p><strong>Prof. Dr. Achim Spiller&nbsp;</strong><br>Professur für Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte Georg-August-Universität Göttingen</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 01 Sep 2026 15:32:17 +0200</pubDate>
                        <title>Willkommen und Abschied an der Hochschule Osnabrück</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2026/09/willkommen-und-abschied-an-der-hochschule-osnabrueck/</link>
                        <description>Niedersachsens größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften heißt neue Professor*innen willkommen und verabschiedet langjährige Lehrende in den Ruhestand</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Insgesamt begrüßt die Hochschule zehn neue Professor*innen und sechs Verwalter*innen einer Professur, die ihre Arbeit im Laufe des Sommersemesters aufgenommen haben oder dies nun passend zu Beginn des Wintersemesters tun werden. Diese Verstärkung bereichert nicht nur Lehre, Forschung und Transfer, sondern unterstreicht zugleich die zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Hochschule. „Unsere neuen Kolleginnen und Kollegen bringen wertvolle Expertise und neue Perspektiven mit. Mit ihren profilprägenden Fachgebieten stärken sie unsere Hochschule in wichtigen Zukunftsfeldern. Ihr Eigenengagement und ihre Kreativität sowie die Motivation der Studierenden sind die Zutaten für eine erfolgreiche Hochschule“, so Hochschulpräsident Prof. Dr. Alexander Schmehmann.</p>
<p><strong>Zuwachs an allen Fakultäten&nbsp;</strong></p>
<p>Die Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur darf sich über zwei neue Kolleginnen freuen: Prof. Dr.-Ing. Nina Altensell startet als Professorin für „Wasserwirtschaft und Wasserbau“ und Prof. Dr. Linda Kleemann wird auf die Professur „Governance in Global Land Use Transformation“ berufen.&nbsp;</p>
<p>An der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik besetzt Prof. Dr. Wolf-Georg Klöckner seit dem Sommersemester die Professur „Chemie- und Umwelttechnik“. Mathias Heiker wird zudem von nun an die Professur „Innovative Energiesysteme“ verwalten.&nbsp;</p>
<p>Die Fakultät Management, Kultur und Technik hat ebenfalls bereits im März Verstärkung erhalten: Prof. Dr. Janis Brinkmann wurde als Professor für „Digitale und interaktive Medien“ und Prof. Dr. Ninette Florschütz als Professorin für „Strategische Kommunikation“ ernannt. Mit Start zum September nehmen zudem Prof. Dr. Christoph Lutz-Scheurle, „Theaterpädagogische Praxisfelder“, und Prof. Dr. Julius Schnieders, „Angewandte Mathematik, insbesondere quantitative Methoden“, ihre Tätigkeiten an der Fakultät auf.&nbsp;</p>
<p>Den größten Zuwachs verzeichnet die Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Bereits gestartet sind Prof. Dr. Eva-Gabriele Brauer mit der Denomination „Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt sozialräumliche Kinder- und Jugendhilfe“ sowie Prof. Dr. Alexander Golland mit der Denomination „Recht der Informationsgesellschaft, insbesondere gewerblicher Rechtsschutz und Datenschutz“. Prof. Dr. Anne Fahsold wird nun die Professur „Pflegewissenschaft / Nursing Science“ antreten.</p>
<p>Darüber hinaus freut sich die Fakultät seit März über fünf neue Verwalterinnen einer Professur. Die Denomination „Methoden und Konzepte der Sozialen Arbeit“ verwalten Dr. Stefanie Albus und Dr. Anne-Christin Kunstleben, die Professur für „Business Data Science“ Dr. Sarah Eggleston und den Bereich „Soziale Arbeit im Kontext gesellschaftlicher Diversität“ Dr. Sandra Holtgreve sowie Dr. Araththy Logeswaran. „Für mich ist es etwas ganz Besonderes, die Verwaltungsprofessur anzutreten, weil ich an der Hochschule Osnabrück auch meinen Master in ‚Soziale Arbeit: Lokale Gestaltung sozialer Teilhabe‘ absolviert habe“, freut sich Logeswaran über die Rückkehr an die Hochschule. &nbsp;</p>
<p><strong>Verabschiedung in den Ruhestand</strong></p>
<p>Neben der Begrüßung neuer Kolleg*innen verabschiedet die Hochschule Osnabrück auch acht verdienstvolle Professor*innen in den Ruhestand:<br>Prof. Dr. Werner Dierend und Prof. Dr. Dr.-Ing. Jens Seedorf von der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur verabschieden sich nach ihrer Tätigkeit als Professor für „Obstbau und Obstverwertung“ sowie als Professor für „Tierhygiene und Lebensmittelsicherheit“. An der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik gehen Prof. Dr. Norbert Emeis, „Bauelemente der Elektronik, Mikrosystemtechnik“, und Prof. Dr. Christoph Hermann Richter, „Mechanik und Konstruktion“, in den Ruhestand. An der Fakultät Management, Kultur und Technik heißt es Abschied nehmen von Prof. Dr. Margareta Bloom-Schinnerl, Professorin für „Medien und Journalismus“ sowie Prof. Dr. Reinhold Fuhrberg, Professor für „Kommunikationsmanagement“. Auch die Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften verabschiedet zwei langjährige Kollegen: Prof. Dr. Harald Trabold lehrte im Bereich „Volkswirtschaftslehre“ und Prof Dr. Herman Josef Maria von Piekartz im Bereich „Physiotherapie“.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 09 Jul 2026 07:54:00 +0200</pubDate>
                        <title>Grünland statt Soja? Hochschule Osnabrück erforscht neue Eiweißquelle für die Hähnchenfütterung</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2026/07/neues-eip-agri-projekt-bewilligt-grashaehnchen-eroeffnet-neue-perspektiven-fuer-dauergruenland/</link>
                        <description>Forschungsprojekt eröffnet wirtschaftliche Möglichkeiten für Grünland   </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>(Osnabrück, 9. Juli 2026) Dauergrünland prägt viele Regionen Niedersachsens. Wiesen und Weiden gehören zum Landschaftsbild, bieten Lebensraum für Tiere und Pflanzen, schützen Böden vor Erosion, speichern Kohlenstoff und helfen dabei, Wasser in der Landschaft zu halten. Damit diese Flächen jedoch langfristig erhalten bleiben, benötigen sie nicht nur ökologische Wertschätzung. Sie benötigen auch eine wirtschaftliche Perspektive. Genau hier setzt das neue Forschungsprojekt „Grashähnchen“ an. Die Arbeitsgruppe Tierernährung der Hochschule Osnabrück unter der Leitung von Prof. Dr. Heiner Westendarp koordiniert seit dem 1. Juli 2026 in enger Kooperation mit Prof. Dr. Kemal Aganovic und seinem Team vom Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) e. V. in Quakenbrück das auf drei Jahre angelegte Projekt. Konkret wird der Einsatz von Grünlandprotein in der Broilerfütterung untersucht. Das Ziel besteht darin, ein alternatives, regionales Verwertungskonzept für Dauergrünland zu entwickeln und dessen ökologische und wirtschaftliche Effekte entlang der Prozesskette zu bewerten. Das Vorhaben wird mit 483.272 Euro aus Mitteln der Europäischen Union gefördert.&nbsp;</p>
<p><strong>Grünlandprotein für die Broilerfütterung</strong></p>
<p>Für eine bedarfsgerechte Fütterung von Broilern, der Fachbegriff für Hähnchen, sind gut verwertbare Proteinquellen entscheidend. Bisher stammt ein großer Teil dieser Eiweißversorgung aus importiertem Soja. Gleichzeitig wächst auf niedersächsischen Grünlandflächen eine Ressource, die bislang vor allem in der Rinderfütterung genutzt wird. Broiler können diese faserreichen Grünlandpflanzen jedoch nicht direkt verwerten. Sie müssen zunächst so aufgeschlossen werden, dass die enthaltenen Proteine für die Tiere nutzbar werden. Das daraus gewonnene Proteinkonzentrat kann aufgrund seiner Aminosäurezusammensetzung eine interessante Alternative zu Soja darstellen. Genau hier setzt der Lösungsansatz des Projekts an.</p>
<p>Der Prozess beginnt mit der Ernte der Grünlandpflanzen. Die Pflanzen werden gepresst, wodurch ein eiweißreicher Pflanzensaft und ein faserreicher Presskuchen entstehen. Der Pflanzensaft wird anschließend weiter aufbereitet und getrocknet, sodass ein Proteinextrakt entsteht, der dem Futter beigemischt werden kann. Auch der Presskuchen bleibt als Koppelprodukt erhalten und kann regional weiterverwertet werden. So wird die Pflanze möglichst umfassend genutzt.<br>Im Projekt wird unter Praxisbedingungen untersucht, ob und in welchem Umfang das gewonnene Grünlandprotein Soja in der Broilerfütterung ersetzen kann. Das Projekt „Grashähnchen“ begleitet dafür die gesamte Prozesskette – von der Bewirtschaftung des Dauergrünlands über die Verarbeitung bis hin zur Bewertung des Endprodukts. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob sich Grünlandprotein unter praktischen Bedingungen sinnvoll in der Broilerfütterung nutzen lässt.</p>
<p><strong>Regionale Kreislaufwirtschaft stärken</strong></p>
<p>Das Projekt „Grashähnchen“ verfolgt über die Fütterung hinaus das Ziel, die regionale Kreislaufwirtschaft zu stärken. Wenn Protein aus niedersächsischem Dauergrünland gewonnen und in der Region eingesetzt wird, können Transportwege verkürzt und die Abhängigkeit von internationalen Rohstoffmärkten verringert werden. Gleichzeitig bleiben Nährstoffe dort, wo sie entstehen und gebraucht werden. Nebenprodukte werden weitergenutzt und die anfallenden Nährstoffe können wieder auf landwirtschaftliche Flächen zurückgeführt werden.</p>
<p>So wird Dauergrünland nicht nur erhalten, sondern aktiver Teil einer regionalen Wertschöpfungskette. Das Projekt „Grashähnchen“ steht damit für einen Perspektivwechsel: Dauergrünland wird nicht nur als Landschaftselement oder als Futter für Rinder betrachtet, sondern auch als mögliche Eiweißquelle für Tiere, die Grünlandpflanzen normalerweise nicht direkt verwerten können. Wenn sich dieser Ansatz bewährt, könnte Grünlandprotein dazu beitragen, die Broilerfütterung regionaler und ressourcenschonender zu gestalten und dem Dauergrünland eine zusätzliche produktive Funktion zu verleihen. Entscheidend ist dabei, ob ökologische Vorteile und wirtschaftliche Tragfähigkeit zusammenkommen.</p>
<p><strong>Forschung, Praxis und Verarbeitung arbeiten Hand in Hand</strong></p>
<p>Das Projekt bringt Partner aus Wissenschaft, Landwirtschaft und Wirtschaft in Niedersachsen zusammen. Die Hochschule Osnabrück übernimmt die wissenschaftliche Koordination und untersucht unter anderem Fütterung, Tierwohl, Leistung sowie ökologische und ökonomische Effekte.&nbsp;<br>Das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik e. V. (DIL) in Quakenbrück bringt seine langjährige Expertise in der Verarbeitung von Grünlandpflanzen und der Gewinnung pflanzlicher Proteine ein. Darüber hinaus bewertet das Institut die Fleischqualität und ergänzt damit die wissenschaftliche Betrachtung entlang der gesamten Prozesskette.<br>Der landwirtschaftliche Betrieb Ögens in Nordenham bringt Dauergrünland, praktische Erfahrung und Anknüpfungspunkte aus früheren Arbeiten zur Gewinnung von Grünlandprotein ein. Die AGRAVIS AG unterstützt die Rationsoptimierung und steuert ihre Expertise aus der praktischen Tierernährung bei.</p>
<p>So werden landwirtschaftliche Praxis, Lebensmitteltechnologie, Tierernährung und wissenschaftliche Forschung eng miteinander verzahnt. Ziel ist nicht nur die Entwicklung eines neuen Futtermittels, sondern eines praxistauglichen Nutzungskonzepts, das neue Perspektiven für die Landwirtschaft in Niedersachsen eröffnen kann.</p>
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                                <category>hochschulweit</category>
                            
                                <category>Pressemitteilung</category>
                            
                                <category>Forschung</category>
                            
                        
                        
                            
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