Neuigkeiten an der Hochschule Osnabrück https://www.hs-osnabrueck.de/ de-DE Hochschule Osnabrück Wed, 22 Mar 2023 00:16:33 +0100 Wed, 22 Mar 2023 00:16:33 +0100 TYPO3 EXT:news news-10468 Tue, 14 Mar 2023 10:41:44 +0100 200 Euro Einmalzahlung für Studierende (Energiepreispauschale) https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2023/03/200-euro-einmalzahlung-fuer-studierende-energiepreispauschale/ Mit dem Gesetz zur Zahlung einer einmaligen Energiepreispauschale für Studierende, Fachschüler*innen sowie Berufsfachschüler*innen (EPPSG) entlastet die Bundesregierung Menschen in Ausbildung. Auf Antrag erhalten anspruchsberechtigte Personen eine einmalige Energiepreispauschale in Höhe von 200 Euro.

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hochschulweit Nachricht Studium
news-10460 Fri, 10 Mar 2023 08:50:59 +0100 Lebensmittel in Niedersachsen fair verteilen statt verschwenden https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2023/03/lebensmittel-in-niedersachsen-fair-verteilen-statt-verschwenden/ Forschungsprojekt der Hochschule Osnabrück zeigt Herausforderungen und Lösungswege auf, um Obst, Gemüse und Milchprodukte großflächig zu retten - erstmals empirische Daten zur Situation der Tafeln (Osnabrück, 10. März 2023) Wie lassen sich in Niedersachsen weniger Lebensmittel verschwenden und welche Rolle können die Tafeln dabei einnehmen? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich das Forschungsprojekt „Lebensmittel fairteilen statt verschwenden“ (LeMiFair) an der Hochschule Osnabrück. Im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) läuft dieses Projekt seit Januar 2022. „Ich bin überzeugt, dass wir in Niedersachsen mit diesem Projekt endlich aussagekräftige Zahlen zur Lebensmittelverschwendung erhalten“, so Dr. Michael Marahrens, Staatssekretär im ML. „Besonders freut mich die Kooperation mit den Tafeln, da hier die Schnittstelle Wissenschaft und Praxis im aktuellen Zeitgeschehen ineinandergreift.“ Das Forschungsprojekt „LeMiFair“ beleuchtet niedersachsenweit insgesamt drei Bereiche: Die Situation der Tafeln, Möglichkeiten zur großflächigen Weiterverteilung von bislang weggeworfenen Lebensmitteln sowie die Nutzung des Gelben Bandes, das die Ernte von öffentlichen und privaten Obstwiesen ermöglicht. Nun liegen erste Erkenntnisse vor. Diese wurden den Praxispartnerinnen und -partnern aus dem Handel, der Produktion, den Tafeln in Niedersachsen, verschiedenen Lebensmittelverbänden und Institutionen jetzt bei einer Beiratssitzung an der Hochschule Osnabrück vorgestellt. 

Kapazitätsgrenze erreicht: Tafeln in Niedersachsen kämpfen mit hoher Nachfrage nach Lebensmitteln und weniger Spenden

Die Ergebnisse der Interviews von Tafelvorständen und Gruppendiskussionen mit Ehrenamtlichen sind eindeutig, meint Prof. Dr. Melanie Speck, Professorin für Sozioökonomie in Haushalt und Betrieb: „Durch die aktuellen Krisen, wie den Krieg in der Ukraine und gestiegene Lebensmittelpreise, nutzen immer mehr Kundinnen und Kunden die Tafeln. Die Nachfrage nach mehr Lebensmitteln kann kaum bewältigt werden. Ehrenamtliche Tafel-Mitarbeitende kommen an ihre Kapazitätsgrenzen.“ Zugleich gehe die Anzahl an Lebensmittelspenden aus dem Einzelhandel zurück. Der Ansatz des Projektes ist deshalb nun zu schauen, worüber weitere Lebensmittel bezogen werden können. Uwe Lampe, Vorsitzender der Niedersächsischen Tafeln und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat, unterstreicht die Wichtigkeit der empirischen Daten: „Von den Ergebnissen profitieren nicht nur die niedersächsischen Tafeln, sondern alle Tafeln bundesweit. Wir
erhoffen uns von der Veröffentlichung der Ergebnisse mehr Wertschätzung aus Politik und Gesellschaft für die ehrenamtliche Arbeit in dieser herausfordernden Situation. Außerdem ist es für uns sehr hilfreich zu schauen, woher wir weitere Lebensmittel beziehen können und wie wir uns besser vernetzen können.“

Obst, Gemüse und Milchprodukte bereits im Produktionsprozess retten und verteilen 

Hier setzt das zweiten Arbeitspaket an: Ursachen für Lebensmittelverschwendung finden und Lösungsansätze aufzeigen, wie diese Produkte gerettet werden könnten. Dazu beleuchtet das Forschungsteam den Prozess von der Produktion über den Handel bis hin zum Haushalt. Prof. Dr. Sabine Bornkessel, Professorin für Lebensmittelverarbeitung und Verpflegung, erläutert: „Wir fokussieren uns auf Obst, Gemüse sowie Milch und Milchprodukte und sehen beispielsweise durch eine erste Datenerhebung große Potenziale bei der Primärproduktion und der Logistik. Zum Teil stecken Lebensmittel in der Logistik fest und können so nachträglich nicht in den regulären Handel aufgenommen werden, sie werden bei der Produktion falsch etikettiert oder es fallen Reste an, die es nicht in den Handel schaffen, aber für den Verzehr geeignet sind. Hier möchten wir Netzwerke bilden, um beispielsweise durch Verteilzentren diese Produkte an Tafel-Kundinnen und -kunden weiterzugeben.“ Dafür werden nun Betriebsabläufe und rechtliche Hürden analysiert und Lösungswege aufgezeigt. 

Eine weitere Möglichkeit speziell mehr Obst in Niedersachsen zu retten ist das vom Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen (ZEHN) initiierte Ernteprojekt „Gelbes Band“. Hier kann Obst von gekennzeichneten Bäumen auf Streuobstwiesen oder städtischen Grünflächen geerntet und zuhause verarbeitet werden. „Im dritten Projekt-Baustein wollen wir herausfinden, wer dieses Angebot nutzt, wieviel geerntet wird und wie das Obst genutzt wird. Dient es als Alternative zum wöchentlichen Obsteinkauf oder nur als Ergänzung für einen Apfelkuchen?“, so Prof. Dr. Dorothee Straka, Professorin für Ernährungskommunikation. Die wichtigste Phase dieses Teilprojekts, die direkte Befragungen von Nutzerinnen und Nutzern, wird im Herbst 2023 starten. 

Partizipative Beteiligung des Beirats für praxistaugliche Lösungen 

Bei der Beiratssitzung des Forschungsprojekts wurden nicht nur die ersten Erkenntnisse geteilt und die nächsten Schritte innerhalb des Projekts aufgezeigt. Straka betont: „Uns ist der partizipative Ansatz des Projekts sehr wichtig, um Lösungen aufzuzeigen, die in der Praxis wirklich umsetzbar sind. Die Mitglieder des Beirats können das Forschungsprojekt weiter mitgestalten. Außerdem zeigt sich bereits jetzt, wie wertvoll dieses Netzwerk für alle Beteiligten ist.“ Das Forschungsprojekt läuft noch bis Ende 2023. Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz fördert die Hochschule mit rund 665.000 Euro.


Weitere Informationen:

Prof. Dr. Melanie Speck | Professorin für Sozioökonomie in Haushalt und Betrieb
Tel: 0541 969-5090 | E-Mail: m.speck@hs-osnabrueck.de 

Prof. Dr. Dorothee Straka | Professorin für Ernährungskommunikation
Tel: 0541 969-5255 | E-Mail: d.straka@hs-osnabrueck.de 

Prof. Dr. Sabine Bornkessel | Professorin für Lebensmittelverarbeitung und Verpflegung
Tel: 0541 969-5277 | E-Mail: Tel: 0541 969-5255 | E-Mail: s.bornkessel@hs-osnabrueck.de 

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AuL hochschulweit Pressemitteilung Forschung
news-10459 Fri, 10 Mar 2023 08:41:41 +0100 Neuartiges Wasserstoff-Energie-System im Land: Hochschule Osnabrück Teil eines Pilotprojektes https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2023/03/neuartiges-wasserstoff-energie-system-im-land-hochschule-osnabrueck-teil-eines-pilotprojektes/ Insgesamt fließen mehr als 2,9 Millionen Euro an Fördermitteln im Zuge der grünen Wasserstoffstrategie, davon knapp 230.000 Euro an die Hochschule Die Hochschule Osnabrück ist Verbundpartner in der Entwicklung eines innovativen Energiesystems, in dem erneuerbare Energien in Form von Wasserstoff gespeichert werden. Das Projekt vereint Solarenergie und Wasserstofftechnologie und soll eine CO2-neutrale und energieautarke Gebäudeversorgung ermöglichen. Aus den Händen des niedersächsischen Klimaschutz-, Energie- und Umweltministers Christian Meyer erhielten jetzt Prof. Dr. -Ing. Matthias Reckzügel, Professor für innovative Energiesysteme an der Hochschule, und Timo Schrand, Geschäftsführer der schrand.energy GmbH & Co. KG, die Förderbescheide.

Das in Essen im Oldenburger Münsterland ansässige Unternehmen beschreibt das Vorhaben wie folgt: „Die Schrand Energy Plant nutzt eine Photovoltaikanlage, um den jeweiligen Firmenstandort mit Erneuerbarer Energie versorgen zu können.“ Überschüssige Energie werde dabei in einer PEM-Elektrolyseeinheit verwendet, um Wasser in Wasser- und Sauerstoff zu spalten, diese Gase in Druckgastanks zwischenzuspeichern und dann bei Bedarf in einer Wasserstoffbrennstoffzelle in elektrischen Strom und Wärme umzuwandeln. So soll ein Gesamtsystem aus Energiespeicher, Elektrolyseur, Brennstoffzelle und Wasserstofftank zum Einsatz kommen, das an den jeweiligen Verbraucher angepasst werden kann.


Konzept vereint Solarenergie und Wasserstofftechnologie und soll variabel einsetzbar sein

„Wir freuen uns, dass wir vonseiten der Hochschule Osnabrück unser Know-how in die Entwicklung und den Bau einer Pilotanlage einbringen können“, erklärt Reckzügel. Das Konzept wird von Beginn an als modulare, reproduzierbare und skalierbare, also in der Größenordnung veränderbare, Gesamtlösung entwickelt. Auf diese Weise kann das System auf andere Gebäude übertragen werden und – so die Hoffnung der Projektpartner und Förderer – weite Verbreitung finden.

„Erneuerbare Energien sind unerlässlich, wenn wir das Klima schützen wollen. Manchmal haben wir jedoch große Mengen, ohne sie speichern zu können“, zitiert das Ministerium Meyer in der offiziellen Pressemitteilung zur Übergabe der Förderbescheide. Das Projekt schlage zwei Fliegen mit einer Klatsche, indem es Solarenergie und Wasserstofftechnologie vereine.

Die offizielle Pressemitteilung des Ministeriums lesen Sie hier: https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/pi-23-forderbescheid-schrand-energy-plant-220338.html

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Nachrichten und Veranstaltungen Fakultäten IuI hochschulweit News Pressemitteilung Nachricht Ausprägung Forschung
news-10442 Tue, 07 Mar 2023 14:53:21 +0100 Niedersachsen-Technikum begeistert junge Frauen für MINT https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2023/03/niedersachsen-technikum-begeistert-junge-frauen-fuer-mint/ Mit einem feierlichen Abschluss verabschiedeten die Hochschule sowie die Universität Osnabrück am 27. Februar die 12. Kohorte des erfolgreichen Berufsorientierungsprogramms Niedersachsen-Technikum. Die 21 Teilnehmerinnen (Technikantinnen) stellten auf beeindruckende Art und Weise vor, was sie in dem sechsmonati-gen Programm an den beiden Hochschulen sowie in ihren Prakti-kumsunternehmen im Themenbereich MINT gelernt und erarbeitet haben. Die offizielle Zertifikatsübergabe erfolgte durch Prof. Dr. Alexander Schmehmann, Vizepräsident für Studium und Lehre der Hochschule, und Prof. Dr. Jochen Oltmer, Vizepräsident für Studium und Lehre der Universität. Beide Vizepräsidenten unterstrichen die Wichtigkeit des Programms gerade im Hinblick auf den aktuellen Fachkräftemangel.

Luca und Rebecca sind zwei der 21 Technikantinnen, die in diesem Durchgang in einem von 19 Kooperationsunternehmen am Niedersachsen-Technikum in Osnabrück teilgenommen haben. „Nach meinem Abitur wusste ich noch nicht genau, was ich anschließend machen möchte. Als ich von dem Niedersachsen-Technikum erfahren habe, war für mich klar, dass das die Chance ist, ganz viele Eindrücke und Erfahrungen in der Technik in sehr kurzer Zeit zu sammeln“, erzählt Luca, die ihr Praktikum bei der Symbic GmbH absolviert hat, wo sie unter anderem selbstständig an eigenen Projekten programmiert hat.

Rebeccas hat ihr Technikum bei der ebm GmbH & Co. KG gemacht. Ihr Interesse liegt im Bereich Elektrotechnik: „Ich wollte einen möglichst vielfältigen Einblick in die Elektrotechnik erlangen. Die ebm elektro-bau-montage realisiert und plant fast alle Aspekte elektrotechnischer Großprojekte. Somit bot mir das Unternehmen die ideale Möglichkeit, mich in fast allen Facetten der Elektrotechnik auszuprobieren.“

Weiterempfehlen möchten beide das Programm. „Mir hat das Technikum sehr viel bei meiner späteren beruflichen Richtung geholfen und ich wünsche auch allen anderen Mädels, dass sie mithilfe des Technikums ihrer Berufsentscheidung näherkommen“, so Luca.

Das Niedersachsen-Technikum ist ein erfolgreiches praxisintegriertes Konzept für Schulabsolventinnen mit Interesse an Mathematik, Ingenieurwesen, Naturwissenschaften oder Technik (MINT), die sich noch nicht für ein konkretes Studienfach oder eine spezifische Ausbildung entscheiden können. An vier Tagen in der Woche sind die Teilnehmerinnen als Praktikantinnen in einem Unternehmen, am fünften Tag besuchen sie Vorlesungen an Hochschule und Universität. 9 von 10 Absolventinnen des Programms entscheiden sich im Anschluss für ein Studium oder eine Ausbildung im MINT-Bereich.

 

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Nachrichten und Veranstaltungen IuI hochschulweit
news-10416 Mon, 06 Mar 2023 14:14:41 +0100 46 Studierende der Hochschule Osnabrück erhalten StudyUp-Award https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2023/03/46-studierende-der-hochschule-osnabrueck-erhalten-studyup-award/ Insgesamt 26 Unternehmen, Organisationen, Verbände und Stiftungen zeichnen Absolventinnen und Absolventen aus. (Osnabrück, 6. März 2023) Wie kann der Nutri-Score beim Einkauf helfen? Warum ist es wichtig zu wissen, ob Fledermäuse im Winter aktiv sind und wie sieht ein geeignetes Notfallmanagement im Krankenhaus eigentlich aus? Unter anderem mit diesen Fragen beschäftigten sich Studierende der Hochschule Osnabrück, die nun bei den StudyUp-Awards ausgezeichnet wurden. Die Abschlussarbeiten stehen beispielhaft für die große thematische Bandbreite, die Praxisnähe sowie die gesellschaftliche Relevanz der geehrten Arbeiten. Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am Campus Haste der Hochschule Osnabrück übergaben die Stifterinnen und Stifter ihre Auszeichnungen an die jeweiligen Gewinnerinnen und Gewinner. Hochschulpräsident Andreas Bertram dankte allen Beteiligten: „Zum einen gratuliere ich den Studierenden, die mit tollen Arbeiten verdientermaßen einen Award erhalten haben. Gleichzeitig danke ich auch unseren Stifterinnen und Stiftern, die es unseren Studierenden ermöglichen, schon sehr früh praxisnahe Themen zu bearbeiten. Das zeichnet uns als Hochschule für angewandte Wissenschaften aus. Wir sind froh, dass wir schon seit Jahren viele bekannte Gesichter hier sehen und freuen uns natürlich gleichzeitig über die neuen Stifterinnen und Stifter.“

Nutri-Score als Einkaufshilfe im Alltag

„Ich war gerade dabei, meinen Tannenbaum abzuschmücken, als ich von meinem Award erfahren habe. Es war in dem Moment unerwartet, aber ich habe mich natürlich sehr darüber gefreut,“ erläutert Anna Boortz, die für ihre Bachelorarbeit mit dem Thema „Die Gesundheits- und Ernährungskompetenz von jungen Menschen mit einer leichten geistigen Behinderung“ im Studiengang Soziale Arbeit ausgezeichnet wurde. Boortz hat einen zum Teil standardisierten quantitativen Fragebogen genutzt und 40 junge Menschen mit einer leichten geistigen Behinderung befragt. „Bei meinen Befragungen hatte ich eine Flipspackung dabei, weil hier der Nutri-Score abgebildet ist. Ich konnte unter anderem herausfinden, dass diese Farbskala für die Befragten eine gute Orientierungshilfe ist.“ Laut Bootz zeigen die Ergebnisse dieser Arbeit, dass eine Assistenz und Begleitung in einigen Bereich der Gesundheits- und Ernährungskompetenz unerlässlich seien.
Der Nutri-Score ist eine 5-stufige Farbskala, die direkt auf Lebensmittelverpackungen aufgedruckt ist. Hierdurch lässt sich der Nährwert von Lebensmitteln einer Produktkategorie auf einen Blick vergleichen.

Winteraktivität von Fledermäusen nachgewiesen 

Jan Felix Rennack, Masterabsolvent der Landschaftsarchitektur, beschäftigte sich in seiner Masterarbeit mit der Zwergfledermaus. Dabei untersuchte er die Winteraktivität der häufigsten und weit verbreiteten Fledermausart in Deutschland und daraus resultierende Möglichkeiten zur Bestandserfassung. Fledermäuse verstecken sich gerne in Fassaden, sodass sie bei Gebäudesanierungen oder Abrissen gefährdet sind. Normalerweise sollten Behörden im Vorhinein prüfen lassen, ob sich Fledermäuse in den Gebäuden verstecken. Das ist insbesondere im Winter wichtig, wenn Fledermäuse hierzulande Winterschlaf halten und daher noch schlechter in der Lage sind, die Flucht zu ergreifen. Ein Nachweis über Spuren wie Kot ist zu dieser Jahreszeit aber schwierig, da die Tiere dann kaum fressen. „Bislang ist man davon ausgegangen, dass sich Überwinterungsplätze der Zwergfledermaus am besten im Spätsommer feststellen lassen, wenn die Tiere vor geeigneten Quartieren auf und ab schwärmen. Durch eine Methode, die ich in Osnabrück erprobt und weiterentwickelt habe, konnte ich aber bestätigen, dass die Zwergfledermäuse auch im Winter so ein Verhalten zeigen.“ Rennack hatte zuvor bereits durch eine Online-Umfrage ermittelt, dass die Mitarbeitenden von Naturschutzbehörden nicht immer über die Quartiere von Zwergfledermäusen Bescheid wissen. Hier muss aus seiner Sicht bessere Aufklärung geschaffen werden.

Verbesserungspotenziale beim Notfallmanagement im Krankenhaus aufgedeckt

„Ich habe die Daten von Patienten, die im Krankenhaus reanimiert wurden, analysiert und zudem eine darauf zugeschnittene Befragung von Mitarbeitenden mittels Fragebögen durchgeführt“, erläutert Matthias Bünte, der für seine Masterarbeit „Notfallmanagement im Krankenhaus“ ausgezeichnet wurde. Er konnte ermitteln, dass eine Vielzahl an Patientinnen und Patienten zu spät aufgefunden und reanimiert wurden, sodass die Reanimation scheiterte. „Die Befragungen haben unter anderem ergeben, dass teilweise Unsicherheit bei der Einschätzung des Gesundheitszustandes der Betroffenen herrschte. Außerdem auch beim Umgang mit geeigneten Notfallutensilien. Ich konnte in meiner Masterarbeit Lösungsansätze entwickeln, um dies zukünftig zu vermeiden“, sagt Bünte, der seinen Master Versorgungsforschung und -gestaltung erfolgreich an der Hochschule Osnabrück abgeschlossen hat.

Stifterinnen und Stifter aus verschiedensten Branchen unterstreichen thematische Bandbreite

Zu den Stifterinnen und Stiftern gehören Bauunternehmen, Verbände und Institutionen aus dem sozialen Bereich oder privatwirtschaftliche Unternehmen und Stiftungen, wie zum Beispiel der Bund deutscher Landschaftsarchitekten, die Dieter Fuchs Stiftung oder die Gauselmann Group. Zudem gibt es noch Awards, die von einem Zusammenschluss unterschiedlicher regionaler Kommunen vergeben werden. Eine Besonderheit sind die Auszeichnungen für Künstlerinnen und Künstler vom Institut für Musik. Sie wurden dabei nicht für eine Abschlussarbeit ausgezeichnet, sondern für ihre Leistungen auf der Bühne.
„Bei den StudyUp-Awards gibt es keine Rangliste, weil die Abschlussarbeiten thematisch überhaupt nicht miteinander zu vergleichen sind. Unser Ziel ist es vielmehr, dass nach den Awards der Austausch zwischen Studierenden und Stifterinnen und Stiftern bestehen bleibt – viele Beispiele aus den letzten Jahren haben gezeigt, dass uns das gelingt“, erklärt Jan Lukaßen, Leiter Hochschulförderung der Hochschule Osnabrück.

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Fakultäten AuL IuI MKT WiSo hochschulweit Pressemitteilung Vernetzung WIR Studium
news-10403 Thu, 02 Mar 2023 08:12:00 +0100 Verstärkung für Lehre und Forschung an der Hochschule Osnabrück https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2023/03/verstaerkung-fuer-lehre-und-forschung-an-der-hochschule-osnabrueck/ Begrüßung der neuen Professorinnen und Professoren an Niedersachsens größter Hochschule für Angewandte Wissenschaften Vier neue Professorinnen und Professoren treten zum Start des Sommersemesters ihr Amt an der Hochschule Osnabrück an. „Ich lade Sie dazu ein, die Entwicklung unserer Hochschule in Lehre und Forschung weiter voranzutreiben. Nutzen Sie die Gestaltungsfreiheit Ihrer Professur, um gemeinsam mit den Studierenden die Wissenschaft und Gesellschaft von morgen aktiv mitzugestalten”, begrüßt der Hochschul-Präsident Prof. Dr. Andreas Bertram den neuen Zuwachs im Kollegium.
 

An der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften starten zwei neue Professoren. Prof. Dr. Jan-David Liebe wird dort künftig im Bereich „Digital Society“ und Dr. Enno Ruppert im Bereich „Öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaften“ lehren und forschen. Neu am Standort Lingen ist Prof. Dr. Michael Schuricht, der als Professor für „Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Unternehmensführung in digitalisierten Arbeitswelten“ an der Fakultät Management, Kultur und Technik beginnt. Prof. Dr. Stephanie Hoy wird als Professorin für „Bildung und Beratung im Kontext der Nachhaltigkeit“ das Team der Ökotrophologie an der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur verstärken. „Ich freue mich darauf, meine Herzensthemen an die Studierenden weiterzugeben. Ich möchte sie dazu ermutigen und befähigen, in Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs mutig und neugierig zu sein, eine eigene Haltung zu entwickeln und zu vertreten“, so Hoy.
 

Mit Ende des Wintersemesters 2022/23 sind außerdem elf Professorinnen und Professoren in den Ruhestand gegangen. Verabschiedet wurden Prof. Irmgard Brockmann (Musiktheorie und Gehörbildung), Prof. Dr. Eberhard Wißerodt (Konstruktion, Maschinenelemente und Materialfluss), Prof. Dr. Bernd Ruping (Theaterpädagogik und Darstellende Kommunikation), Prof. Dr. Ralf Westerbusch (Produktionstechnik und produktionsorientierte Managementsysteme), Prof. Dr. Bernhard Adams (Umformtechnik und Werkzeugmaschinen), Prof. Dr. Helmut Meuser (Bodensanierung und Bodenschutz), Prof. Dr. Eckart Buckow (Hochspannungstechnik und elektrische Energieanlagen), Prof. Dr. Henning Schacht (Baumschule und Gehölzkunde), Prof. Dr. Norbert Tonner (Steuerrecht und Wirtschaftsprivatrecht), Prof. Dr. Shirley Aunert-Micus (Wirtschaftsrecht, insbesondere Privat-, Handels- und Gesellschaftsrecht) und Prof. Dr. Ursula-Eva Wiese (Wirtschaftsprivatrecht, insbesondere Arbeitsrecht). „Ergreifen Sie die Chance, durch Forschung die Lehre weiterzuentwickeln und nutzen Sie Kooperationen, um das erlangte Wissen in der Praxis anzuwenden“, übergibt Wiese ihr Amt an die Nachfolge.

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WiSo hochschulweit News Pressemitteilung WIR Forschung
news-10397 Tue, 28 Feb 2023 13:39:36 +0100 Professorin der Hochschule Osnabrück ist neue VDI-Vorsitzende des Bezirksvereins Osnabrück-Emsland https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2023/02/professorin-der-hochschule-osnabrueck-ist-neue-vdi-vorsitzende-des-bezirksvereins-osnabrueck-emsland/ Prof. Dr. Angela Hamann-Steinmeier, Professorin für Bioverfahrenstechnik an der Hochschule Osnabrück, ist die neue Vorstandsvorsitzende des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) im Bezirksverein Osnabrück-Emsland. Für ihre dreijährige Amtszeit hat sie sich drei anspruchsvolle Ziele gesetzt. Der regionale Verein Deutscher Ingenieure (VDI) hat jetzt Angela Hamann-Steinmeier zu seiner Vorstandsvorsitzenden gewählt. Die Professorin für Bioverfahrenstechnik an der Hochschule Osnabrück leitet nun den VDI-Bezirksverein Osnabrück-Emsland mit seinen rund 1.850 Mitgliedern und 18 Arbeitskreisen.

 

Erste VDI-Station – Gründung des Kinderclubs VDIni

Seit 2012 ist die promovierte Mikrobiologin Mitglied im Bezirksverein. Damals gründete sie zusammen mit Andreas Meiners (IHK) den „VDIni-Club“, den sie heute noch mitleitet – zusammen mit Ulrike Starmann, die sich in diesem Club und im VDI stark engagiert. Der VDI-Kinderclub bietet in Osnabrück und Umgebung regelmäßig Veranstaltungen zum Thema Technik an und zählt rund 150 Mitglieder zwischen vier und zwölf Jahren. „Die Arbeit mit jungen Menschen macht mir viel Freude“, sagt die frischgewählte VDI-Vorsitzende: „Es schön zu sehen, wie die VDIni-Kinder spielerisch Spaß an der Technik entdecken, wie ihre Augen bei einem Aha-Effekt strahlen.“

 

Vernetzung mit Schulen ein großes Anliegen

Für ihre 3-jährige Amtszeit hat sich Hamann-Steinmeier mehr Vernetzung mit Schulen auf die Fahnen geschrieben. Ihr Ziel ist, mehr Schülerinnen und Schüler zu erreichen, deren Eltern aus nicht technischen Berufen kommen. Konkrete Arbeit fängt jetzt schon an: Im kommenden Jahr feiert der regionale VDI sein 100-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum im Mai 2024 soll es in den Emslandhallen und auf dem Campus Lingen der Hochschule Osnabrück ein großes Event für Familien und Schulen geben. Dort werden zahlreiche technische Schulprojekte vorgestellt. Der VDI fördert sie mit jeweils bis zu 2.500 Euro.

 

Nachhaltigkeit als wichtiges Thema für alle Ingenieurinnen und Ingenieure

In ihrem Beruf hat die Professorin der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik mit jungem technischem Nachwuchs zu tun: „Ich freue mich immer wieder darüber, welche Reifung bei den Studierenden in den wenigen Jahren stattfindet. Wichtig finde ich, dass sie nicht nur technische Zusammenhänge in Theorie und Praxis erlernen, sondern auch die gesellschaftliche Relevanz ihres Berufs durchschauen.“ Hamann-Steinmeier ist Leiterin des Studiengangs „Energie-, Umwelt- und Verfahrenstechnik“. Gemeinsam mit anderen Lehrenden will sie Ingenieurinnen und Ingenieure ausbilden, die später technische Lösungen gegen den Klimawandel entwickeln. Nachhaltigkeit, Recycling, Luft- und Wasserreinigung, Regenerative Energieanlagen – das alles sind wichtige Themen im Studium. „Jungen engagierten Menschen in der Umweltbewegung sage ich: Wollt ihr etwas für unser Klima tun, müsst ihr Verfahrenstechnik studieren“, sagt die Bioverfahrenstechnikerin augenzwinkernd. Denn ihre Aussage gilt auch für andere Ingenieurstudiengänge: „Ohne Technik können wir das Klima nicht retten – und es ist höchste Zeit, dass Nachhaltigkeit in allen technischen Berufen mitgedacht und als wichtiges Kriterium eingesetzt wird.“ Das zweite große Ziel der neuen VDI-Vorsitzenden ist deshalb, das Thema Nachhaltigkeit fest im Verein zu verankern.

 

Junge Menschen für den Verein gewinnen

Der dritte Vorsatz von Angela Hamann-Steinmeier ist, den Verein weiter zu verjüngen: „Wenn wir unsere Gesellschaft zukunftsfähig machen wollen, sind wir nicht nur auf Erfahrung ‚alter Hasen und Häsinnen‘, sondern auch auf neue Köpfe und frische Ideen angewiesen.“ Wichtig dabei sei auch, Jugendliche und junge Erwachsene zu eigenem, kritischem Denken zu ermächtigen, ihren Blick auf Informationen und ihre Fähigkeit zu selbstständiger Recherche zu schärfen. „Neue Technologien werden oft mit Skepsis oder gar Angst betrachtet – aktuelle Beispiele sind Diskussionen rund um Corona oder den neuen Chatbot ChatGPT. Wir alle, die wir in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen arbeiten, müssen uns unserer Verantwortung für die Gesellschaft bewusst sein und uns auch bei unbequemen Fragen dem Dialog stellen.“ Diese Bereitschaft, sich ehrenamtlich einzubringen, sei das, was VDI-Mitglieder auszeichnet und was der neuen Vorsitzenden so wichtig ist: „Denn Gesellschaft sind wir alle und soziale Fragen gehen uns alle an.“

 

 

Zur Person:

Prof. Dr. Angela Hamann-Steinmeier kam 1999 als Verwaltungsprofessorin an die Hochschule Osnabrück. Seit 2002 hat die promovierte Mikrobiologin die Professur für Bioverfahrenstechnik inne. Sie ist Beauftragte des Studiengangs „Energie-, Umwelt- und Verfahrenstechnik“. Die Professorin der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik hat für ihre Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Beschichtung von Stahloberflächen den renommierten Konrad Albert Schäfer-Innovationspreis erhalten. Gemeinsam mit ihrem Team und verschiedenen Kooperationspartnern hat sie beispielsweise einen ressourcenschonenden Korrosionsschutz für Anlagen der alternativen Energieerzeugung entwickelt. Ihr weiteres Forschungsinteresse gilt Nanopartikeln. Mit diesen Kleinstteilchen lassen sich etwa Gleitlacksysteme für den Verschleißschutz hochbelasteter Anwendungen verbessern. Auch in der Medizin können sie eingesetzt werden – derzeit untersucht Prof. Hamann-Steinmeier, ob mit den Nanopartikeln-Markern die Lebensfähigkeit von den Dauersporen des Kartoffelkrebserregers Synchytrium endobioticum identifiziert werden können. Im neuen Forschungsprojekt, gemeinsam mit dem Julius Kühn Institut, werden Verfahren zur Bekämpfung dieses hartnäckigen Pilzes entwickelt und erprobt. Ein Schnelltest würde die Testung auf Überlebensfähigkeit im Biotest, der Wochen in Anspruch nimmt, ergänzen oder sogar ersetzen können.

 

Kontakt für die Medien:

Hochschule Osnabrück
Prof. Dr. Angela Hamann-Steinmeier
Tel.: 0541 969-2902, E-Mail: a.hamann@hs-osnabrueck.de

 

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Nachrichten und Veranstaltungen Fakultäten IuI hochschulweit Pressemitteilung Vernetzung Studium Forschung
news-10378 Wed, 22 Feb 2023 18:50:31 +0100 Vizepräsident*innen der Hochschule Osnabrück wiedergewählt https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2023/02/vizepraesidentinnen-der-hochschule-osnabrueck-wiedergewaehlt/ Personell unverändert und mit Kontinuität in den Ressorts startet das Präsidium der Hochschule Osnabrück in die neue Amtszeit. Das Präsidium der Hochschule Osnabrück startet in diesen Tagen in seine neue Amtszeit. Als Vizepräsidentin wiedergewählt wurde Prof. Dr. Andrea Braun von Reinersdorff, Dekanin der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Ebenfalls im Amt bestätigt wurden die Vizepräsidenten Prof. Dr. Ingmar Ickerott, Dekan der Fakultät Management, Kultur und Technik am Campus Lingen, und Prof. Dr. Bernd Lehmann, Dekan der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur. „Wir freuen uns sehr, mit Kontinuität im Präsidium und somit mit Andrea Braun von Reinersdorff, Bernd Lehmann und Ingmar Ickerott als Präsidiums-Team unseren landes- und bundesweiten Platz in der Spitzengruppe der HAWs zu festigen und weiter auszubauen“, betont Hochschulpräsident Prof. Dr. Andreas Bertram. „Mit den Ressorts Digitalisierung sowie Internationalisierung werden wir die beiden Megazukunftstrends ‚KI und Digitalisierung‘ und ‚Einwanderung und Sicherstellung des Fachkräftebedarfs‘ gezielt in den Blick nehmen. Die Kernaufgabe im Ressort Forschung, Transfer und Nachwuchsförderung wird es sein, eine geeignete Form für das eigenständige Promotionsrecht für HAWs gemeinsam mit dem MWK zu erarbeiten. Wir freuen uns, dass der Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Bundesländern nun angegangen wird. Die Hochschule Osnabrück plädiert hier für mutige Lösungen“, erläutert der Hochschul-Präsident.    

Unveränderter Zuschnitt der Ressorts
Die Zuschnitte der Ressorts der gewählten Vizepräsidenten bleiben bestehen. Prof. Dr. An-drea Braun von Reinersdorff wird weiterhin neben ihrer Fakultät den Bereich Internationalisierung verantworten. Prof. Dr. Ingmar Ickerott leitet neben seiner Fakultät das Ressort Digitalisierung und Prof. Dr. Bernd Lehmann ist für das Ressort Forschung, Transfer und Nachwuchsförderung zuständig.
Das Präsidium komplettieren neben Präsident Prof. Dr. Andreas Bertram noch der hauptberufliche Vizepräsident Dr. Lars Kulke (Organisation und Management) und Prof. Dr. Alexander Schmehmann, Dekan der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik sowie Vizepräsident für den Bereich Studium und Lehre. Die Amtszeit der wiedergewählten Vizepräsidenten beträgt vier Jahre.

Zur Person: Prof. Dr. Andrea Braun von Reinersdorff
Andrea Braun von Reinersdorff, Jahrgang 1966, studierte Wirtschaftspädagogik an den Universitäten Mannheim und Nürnberg. Sie promovierte 2001 auf dem Gebiet des strategischen Krankenhausmanagements an der Universität Bayreuth zum Dr. rer. pol.. Im Zeitraum 1993 bis 2001 war sie beruflich tätig als Geschäftsführende Assistentin am Betriebswirtschaftlichen Institut (BWI) der FAU Erlangen-Nürnberg sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bayreuth. 1999 übernahm sie die Verwaltungsprofessur und 2001 die Vollprofessur für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Krankenhausmanagement, insbesondere Personalmanagement an der Hochschule Osnabrück. Seit 2019 ist Prof. Dr. Braun von Reinersdorff Dekanin der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Vizepräsidentin für Internationales. Sie ist an vielen weiteren Hochschulen als Gastwissenschaftlerin erfolgreich tätig. So lehrte sie unter anderem an der Universität Hamburg und der Wirtschaftsuniversität Wien. Sie ist zudem wissenschaftliche Leiterin des Gesundheitscampus Osnabrück. Ihre wissenschaftliche Expertise ist in vielen Institutionen und Einrichtungen gefragt. So ist Prof. Braun von Reinersdorff Aufsichtsratsmitglied von DIOS - Diakonie Osnabrück Stadt und Land, Vorstand des Kompetenzzentrums Gesundheitswirtschaft e.V. (GewiNet), Mitglied der Ständigen Kommission der LandesHochschulKonferenz (LHK) Niedersachsen für Internationales, Mitglied der Ständigen Kommission der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) für Medizin und Gesundheitswissenschaften und auch Mitglied des Vorstands der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte e.V. Ihre Forschung konzentriert sich auf den Bereich Gesundheitswirtschaft, indem sie auch international als Gutachterin in verschiedensten Vorhaben tätig ist.

Zur Person: Prof. Dr. Bernd Lehmann
Bernd Lehmann, Jahrgang 1960, studierte Agrarwissenschaften an der TU München. Dort promovierte er am Standort Weihenstephan der TU mit dem Thema „Einfluss der Gruppenhaltung mit Abruffütterung auf das Verhalten von Sauen im Vergleich zu Einzelhaltung und Gruppenhaltung mit Einzelfressständen“ zum Dr. agr.. Anschließend war er insgesamt acht Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bayerischen Landesanstalt für Landtechnik in Freising – Weihenstephan sowie am Fachgebiet Agrartechnik der Universität Gesamthochschule Kassel – Witzenhausen tätig. Seit 1995 ist er Professor für Landtechnik an der Hochschule Osnabrück und seit 2011 Dekan der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur sowie Vizepräsident der Hochschule Osnabrück (Forschung, Transfer und Nachwuchsförderung). Bernd Lehmann ist Gutachter im Rahmen von Evaluationen und Akkreditierungen (auch international) und zudem Mitglied in diversen landwirtschaftlichen und landtechnischen Vereinigungen (DLG, KTBL, VDI-MEG, ALB).

Zur Person: Prof. Dr. Ingmar Ickerott
Ingmar Ickerott, Jahrgang 1976, studierte Betriebswirtschaftslehre mit Studienrichtung Wirtschaftsinformatik an der Universität Osnabrück. Anschließend absolvierte er erfolgreich ein Promotionsstudium der Betriebswirtschaftslehre und promovierte 2007 am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Osnabrück zum Dr. rer. pol. mit dem Thema Agentenbasierte Simulation für das Supply Chain Management. Bis 2010 war Ickerott in unterschiedlichen Positionen tätig. Er war Unternehmensberater der accenture GmbH, Kronberg i. Ts., Senior Project Manager in der arvato distribution GmbH | technology, Versmold sowie Leiter Solution Design bei der Bertelsmann AG. Seit dem Jahr 2010 hat er die Professur für Betriebswirtschaftslehre insb. Logistikmanagement an der Hochschule Osnabrück inne. Seit 2019 ist er Dekan der Fakultät Management, Kultur und Technik am Standort Lingen und Vizepräsident der Hochschule für Digitalisierung. Prof. Ingmar Ickerott ist Vorstandsmitglied im Wirtschaftsverband Emsland e.V. und dem ELAN e.V., Mitglied in der Wirtschafsvereinigung Grafschaft Bentheim sowie bereits seit 2004 Mitglied der Bundesvereinigung Logistik (BVL). Seine Forschung konzentriert sich auf die Bereiche Logistikmanagement und Produktionsmanagement.

 

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WiSo hochschulweit Pressemitteilung WIR
news-10363 Fri, 17 Feb 2023 11:30:04 +0100 Wegweisende Projekte: Interaktive Karten zeigen Radfahrerinnen und Radfahrern sichere Strecken https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2023/02/projektmesse-zeigt-praxisnahes-studieren/ Informatik, Elektrotechnik und Mechatronik: Bei der Projektmesse „Lösungen für die Welt von morgen“ präsentieren 114 Studierende der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik hochinnovative Ergebnisse ihrer Semesterarbeiten. Eine App, die über den Zustand von Radwegen informiert; ein System, das auf Straßenkarten anzeigt, in welchem Abstand Radfahrerinnen und Radfahrer von Fahrzeugen überholt wurden; und ein PC-Spiel, das gesundheitsfördernde Bewegung in den Büroalltag bringen soll: 114 Studierende der Studiengänge Informatik, Elektrotechnik und Mechatronik an der Hochschule Osnabrück präsentierten jetzt ihre Semesterarbeiten während der Projektmesse „Lösungen für die Welt von morgen“.

„Insgesamt haben heute 14 studentische Teams ihre Projekte vorgestellt“, freute sich Prof. Dr. Frank Thiesing, der die Messe an der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik gemeinsam mit Prof. Dr. Winfried Gehrke organisiert. Was Thiesing dabei besonders hervorhebt: „Die Arbeiten zeigen, wie praxisnah und auch innovationsfördernd ein technisches Studium an der Hochschule Osnabrück ist.“
 

Eine App hilft, den Zustand von Radwegen zu beurteilen

Die App „listroots“ (aus dem Englischen: „list“ für Liste und „roots“ für Wurzeln) ist dafür ein anschauliches Beispiel. Mithilfe der mobilen Anwendung, entwickelt von Studierenden der Medieninformatik, können Nutzerinnen und Nutzer Schäden an Radwegen, vor allem durch Wurzeln, dokumentieren. Diese Informationen werden dann mit einer freien interaktiven Straßenkarte verknüpft. So können Radfahrerinnen und Radfahrer sehen, in welchem Zustand sich ein Radweg befindet.

Eine andere Facette des Radfahr-Alltags nahm eine Gruppe von Elektrotechnik- und Medieninformatik-Studierenden in den Blick. „Es kommt immer wieder vor, dass man beim Radfahren von Autos mit zu geringem Abstand überholt wird“, schildert Projektleiter Marcel Lammerskitten. Die Projektgruppe hat deshalb ein zum bereits existierenden OpenBikeSensor (OBS | www.openbikesensor.org) kompatibles System entwickelt, das sich am Lenker und unter dem Sattel befestigen lässt und den Abstand zu überholenden Fahrzeugen misst. Die Ergebnisse werden an eine App übermittelt, welche die Messungen auswertet und mit der interaktiven OBS-Straßenkarte verknüpft. „Mithilfe der Karte ist es möglich, Stellen, an denen häufig zu nahe überholt wird, zu identifizieren“, erklärt Lammerskitten.
 

Studierende stehen auch Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort

„Diese Beispiele zeigen, wie sehr sich ein technisches Studium an der Hochschule Osnabrück an relevanten, praktischen Fragestellungen orientiert“, stellt Prof. Dr. Alexander Schmehmann fest, Dekan der Fakultät und Vizepräsident für Studium und Lehre an der Hochschule Osnabrück. Am Campus Westerberg von Niedersachsens größter Hochschule für Angewandte Wissenschaften sind mehr als 1.000 Studierende in den Studiengängen Elektrotechnik, Mechatronik und Informatik (im Bachelor in den Studiengängen Medieninformatik und Technische Informatik) eingeschrieben.

„Die Projektmesse ist immer wieder eine eindrucksvolle Leistungsschau“, sagt Schmehmann. „Besonders freut mich, dass sich vor Ort auch zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Region informieren und dabei auch sehen, wie eng die Studierenden mit regionalen Unternehmen zusammenarbeiten.“ Auch vor diesem Hintergrund wird die Projektmesse von der Fördergesellschaft der Hochschule Osnabrück und dem iuk Unternehmensnetzwerk Osnabrück unterstützt.

Im Projekt „Exergaming“ (zusammengesetzt aus „exercise“ für Übung/Bewegung und „gaming“ für Spielen) kooperierten Informatikstudierende mit der Osnabrücker Agentur „Die Etagen“. Gemeinsam entwickelten sie ein PC-Spiel, bei dem dank modernster Kameratechnik die Spielenden mit ihren Bewegungen in Echtzeit in das Spiel eingebunden werden. „Wir glauben, dass Spiele eine großartige Möglichkeit sind, um Menschen im Büroalltag dazu zu bringen, ihre Körperhaltung zu verbessern und sich während des Tages aktiver zu bewegen", erklärt Medieninformatik-Student Tim Cirksena.
 

Weitere Informationen: Detaillierte Informationen zu allen präsentierten Projekten, inklusive zahlreicher Videos und Fotos, finden Sie unter www.hs-osnabrueck.de/loesungen-fuer-morgen. Auch Fragestellungen zum Laden von Elektroautos waren ein prägendes Thema der Messe. 

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Nachrichten und Veranstaltungen Fakultäten IuI hochschulweit News Pressemitteilung Nachricht Studium
news-10358 Tue, 14 Feb 2023 11:46:29 +0100 Internationaler Innovationspreis für Forschungsteam der Hochschule Osnabrück https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2023/02/internationaler-innovationspreis-kt/ Forscher der Hochschule Osnabrück entwickeln eine neuartige Technologie, mit der die Festigkeit von Bauteilen verdoppelt werden kann. Dafür erhielten sie einen Automotive Award der Internationalen Gesellschaft für Kunststofftechnik. Die Mobilität von heute und morgen ist ohne innovative Kunststoffteile im Fahrzeugbau undenkbar. Um besonders zukunftsweisende Entwicklungen zu würdigen, vergibt die Internationale Gesellschaft für Kunststofftechnik SPE seit über 20 Jahren ihren renommierten „SPE Automotive Award“.

Trotz eines Einreichungsrekords von 45 Bauteilen hat ein Forschungsteam der Hochschule Osnabrück bei der letzten Preisverleihung eine der begehrten Auszeichnungen gewonnen: Prof. Dr. Thorsten Krumpholz, David Diring und Philipp Land erhielten mit ihren Projektpartnern einen Innovationspreis. Geehrt wurden die Forscher und ihre Kooperationspartner, die Ingenium Tooling S.A., die Akro-Plastic GmbH, die Werkzeugbau H. Sundermeier GmbH,  in der Kategorie „Enabler Technology“ (zu Deutsch: „Ermöglichende Technologie“).

Innovatives Verfahren verdoppelt die Festigkeit von Fahrzeugbauteilen

In ihrem Projekt „Werkzeugsystem mit drehendem Kern“ haben die Osnabrücker Wissenschaftler ein spezielles Verfahren entwickelt. Es ermöglicht, die Faser- und Molekülorientierung in spritzgegossenen Kunststoffbauteilen gezielt zu beeinflussen. „Dank unserer neuartigen Technologie ist es möglich, die Festigkeiten der Kunststoff-Bauteile im Vergleich zu üblichen Verfahren zu verdoppeln“, erklärt der Projektleiter Krumpholz und benennt einen weiteren Vorteil: „Unsere Entwicklung verhindert eine Schwächung der Bauteile – denn sie kommt ohne Bindenähte aus, die bisher unverzichtbar waren.“

 

Internationaler Preis gleich im ersten Forschungsprojekt

Der wissenschaftliche Mitarbeiter David Diring freut sich – wie das gesamte Team – über die renommierte Auszeichnung. Für ihn ist es eine besondere Ehre, denn es ist sein erstes Forschungsprojekt. Nach dem Bachelorstudium der Kunststofftechnik ist Diring an der Hochschule Osnabrück geblieben und absolviert zurzeit den Master „Angewandte Werkstoffwissenschaften“. Dabei kombiniert er sein Studium mit der Forschungsarbeit. „Durch diese Verknüpfung kann ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter erste praktische Erfahrungen in der Forschung sammeln und auch durch Projektpartner Kontakte zur Industrie herstellen“, freut sich der Masterstudent: „Dazu bekomme ich tiefere Einblicke in die Laborbereiche und habe die Möglichkeit, gelerntes Wissen direkt anzuwenden und zu vertiefen.“


„Flexibles Masterstudium“ – ein attraktiver Einstieg in die Forschung

Für Prof. Dr. Alexander Schmehmann ist die Auszeichnung des Projektteams Grund zur doppelten Freude: „Der Innovationspreis einer internationalen Fachgesellschaft verdeutlicht: Die Forschungsarbeit an der Hochschule Osnabrück entspricht nicht nur den höchsten wissenschaftlichen Standards, sondern ist auch in der Praxis stark nachgefragt“, so der Dekan der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik (IuI) und Vizepräsident für Studium und Lehre: „Dass diese Auszeichnung auch einem Studenten zuteilwird, bescheinigt unseren anwendungsorientierten Studiengängen – wie dem Master ‚Angewandte Werkstoffwissenschaften‘ – eine hohe Qualität.“

Seit rund zwanzig Jahren gibt es an der Fakultät IuI mit dem "flexiblen Masterstudium" die Möglichkeit, das Studium mit Forschungsarbeit in den 47 Fakultätslaboren oder der Berufstätigkeit in einem Unternehmen zu kombinieren. Bis zur Hälfte aller Masterstudierenden ergreifen diese Chance, einen guten Einstieg in die Forschungs- oder auch Unternehmenspraxis zu erhalten und zugleich im Studium Geld zu verdienen.
 

Bewerbung für einen Studienplatz bis Ende Februar möglich

Bis zum 28. Februar können sich Interessierte für einen Studienplatz im Master „Angewandte Werkstoffwissenschaften“ bewerben. Er bietet den Studierenden eine wissenschaftlich fundierte, interdisziplinär angelegte und praxisorientierte Ausbildung in verschiedenen Teilgebieten moderner Werkstoffwissenschaften. Weitere Informationen zur Bewerbung und zu Studieninhalten finden sich unter

www.hs-osnabrueck.de/bewerbung.

 

Kontakt für die Medien:

Prof. Dr. Thorsten Krumpholz
Sprecher des Laborbereichs „Kunststofftechnik“
Leiter des Forschungsprojekts „Werkzeugsystem mit drehendem Kern“
Tel.: 0541 969-7132, E-Mail: t.krumpholz@hs-osnabrueck.de

 

Dank:

Die zugrundeliegenden Untersuchungen wurden auf einer vom Unternehmen Arburg GmbH + Co. KG (Loßburg) zur Verfügung gestellten Spritzgießmaschine durchgeführt. Die untersuchten Kunststoffe wurden von folgenden Unternehmen zur Verfügung gestellt: RIA-Polymers GmbH (Zimmern o.R), TechnoCompound GmbH (Bad Sobernheim), EMS-Chemie AG (Domat/Ems Schweiz), Akro-Plastics GmbH (Niederzissen).

Das Projektteam dankt den genannten Unternehmen sowie den direkten Kooperationspartner*innen Oliver Seeburger und Katrin Sundermeier (H. Sundermeier GmbH), Uwe Becker (Ingenium Tooling S.A.), Timo Schuler (Ria Polymers GmbH), Thilo Stier, Frank Budde und Cyprian Golebiewski (Akro-Plastic) sowie Holger Plegge und Michael Sperling (Arburg) für die Unterstützung der Forschungsarbeiten.

 

Mehr Informationen zum Forschungsprojekt

Mehr Informationen zum Preis

Masterstudiengang „Angewandte Werkstoffwissenschaften“

 

 

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Nachrichten und Veranstaltungen Fakultäten IuI hochschulweit Pressemitteilung Studium Forschung
news-10314 Wed, 01 Feb 2023 07:19:00 +0100 Testumgebung für KI und Agrarrobotik: Hochschule Osnabrück im Zentrum von europaweiter Förderinitiative agrifoodTEF https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2023/02/agrifoodtef/ Osnabrück gilt längst als Größe bei der Digitalisierung der Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion. Jetzt ist es dem Dreigestirn aus Hochschule Osnabrück, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und Agrotech Valley Forum gelungen, diese Position weiter zu festigen. Mit der Förderinitiative agrifoodTEF mit einem Gesamtvolumen von bis zu 50 Millionen Euro entsteht in Europa in aktuell drei Ländern jeweils ein Knoten aus Testumgebungen für KI und Agrarrobotik. In Deutschland laufen die Fäden in Osnabrück zusammen. Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen aus ganz Europa können in der Region Osnabrück, Niedersachsen, künftig experimentieren und KI-Komponenten in Prototypen validieren, die es zur Marktreife schaffen sollen. Die Osnabrücker spezialisieren sich mit bis zu 10 Millionen Euro auf Agrartechnik im Ackerbau.

Nebel im norddeutschen Tiefland oder der Einsatz an Hängen in den Weinbergen im Trentino fordern autonome Helfer in der Landwirtschaft auf unterschiedliche Weise heraus. Die Fragen, die beantwortet werden müssen, damit die Technik für die jeweiligen Anwendungen zum Einsatz kommen kann, werden in Deutschland, Italien und Frankreich fortan in sogenannten „Test and Experimentation Facilities for the Agri-Food Domain” bearbeitet. Mit der europaweiten Förderinitiative agrifoodTEF stellen die Europäische Union (EU) und beteiligte Mitgliedsländer führenden Institutionen in den nächsten fünf Jahren bis zu 50 Millionen Euro zur Verfügung, um diese zu betreiben. Neben den drei Ländern mit einer Finanzierung von je bis zu 10 Millionen Euro sind Österreich, Polen, Schweden und Belgien mit einem Fördervolumen von jeweils bis zu 5 Millionen Euro beteiligt. In Deutschland wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) unterstützt.

Jedes der Länder widmet sich seit dem 1. Januar 2023 einem Thema aus Landwirtschaft und Technologie. In dem Rahmen bauen sie die Infrastruktur auf, die man bei der Entwicklung von funktionstüchtigen Produkten benötigt: Beratung, Datensätze, Software, Hardware und Maschinen, Referenzimplementierungen zur Zertifizierung sowie Versuchsräume in Instituten und auf landwirtschaftlichen Betrieben.

Agro-Technicum an der Hochschule Osnabrück ideale Testumgebung für KI und Agrarrobotik

An der Hochschule ist das Agro-Technicum angesiedelt. Dabei handelt es sich um eine mehr als 500 Quadratmeter große Halle mit großem Laborbereich und angrenzendem Versuchsfeld. Innerhalb von zwei Minuten können dort Landmaschinen und Agrarroboter nach draußen gefahren werden, um sie unter realistischen Bedingungen zu testen. Auch Langzeit-Versuche autonomer Systeme sind möglich. Prof. Dr. Stefan Stiene von der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik erläutert: „In den vergangenen Jahren sind in Osnabrück, auch durch die gute Kooperation zwischen Hochschule, DFKI, Agrotech Valley Forum und dem Land Niedersachsen, erstklassige Bedingungen für die Arbeit an intelligenten Agrarsystemen entstanden. Dass aus unserer Forschung reale Produkte entstehen, die dem Landwirt einen wirklichen Nutzen bringen, war immer ein großes Thema. Jetzt werden wir die vorhandene Infrastruktur erweitern und bekommen noch mehr Möglichkeiten, KI und Robotik in Anwendungen zu überführen."
 

„Die Grundlagen sind weit erforscht. In agrifoodTEF betrachten wir den letzten wichtigen Schritt in der Transferkette der Technologie hin zu KI-basierter Agri-Food-Technik in der Praxis", erklärt Prof. Dr. Joachim Hertzberg, Leiter des Forschungsbereichs Planbasierte Robotersteuerung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) am Standort Niedersachsen. „Maschinen und deren Komponenten können bei uns in der echten Welt, auf dem Feld, mit allem, was dort auf sie einwirkt, getestet und gehärtet werden. Ich freue mich darüber, dass das DFKI einer der deutschen Partner in agrifoodTEF ist. Damit stärken wir die Entwicklung von digitalisierter Landtechnik und Agrarrobotik in ganz Europa.

Unternehmen können mit Ideen auf die drei Osnabrücker Partner zukommen

Firmen und Forschende können mit eigenen Ideen auf die drei Osnabrücker Partner zukommen und die für sie passenden Umgebungen gestalten oder auf existierende Infrastruktur in Osnabrück zurückgreifen. Das DFKI und die Hochschule Osnabrück gehen in einem laufenden Projekt beispielsweise der Frage nach, wie autonome Landmaschinen ihre Umgebung zuverlässig erfassen können. Dafür haben sie auf einem Gutshof ein Testfeld aufgebaut. Mit einem Schienensystem, einem beweglichen Schlitten und Testdummies im Maisfeld suchen Forschende nach der besten Sensorkonfiguration und testen die Güte von KI-Algorithmen. Ein solcher Aufbau kann als Benchmark dienen, um andere Systeme zu prüfen.

Der Bedarf in der Wirtschaft nach KI- und Robotik-Lösungen für die Land- und Ernährungswirtschaft sei groß, erklärt Dr. Henning Müller. Er ist Vorsitzender des Agrotech Valley Forum e.V., einem Netzwerk, in dem sich der Agrartechnik-Mittelstand der Region zwischen Oldenburg und Münster versammelt: „Hersteller von Agrarsystemtechnik möchten loslegen und können das bald. Wir haben bereits erste Anfragen zur Nutzung des agrifoodTEF-Angebots erhalten. Diese Unternehmen sind sehr erfolgreich, in dem was sie tun. Gleichzeitig brauchen sie auch künftig den Erfolg in den neuen Themenfeldern Sensorsysteme, KI und Robotik. Sie müssen Maschinen und Dienstleistungen anbieten, die nachhaltig, funktionssicher, effizient und kostengünstig sind.“

agrifoodTEF kann dazu beitragen, KI-gestützte Agrartechnik in Deutschland und Europa zu verbessern

Ohne KI in den Produkten werde es in Zukunft immer schwieriger werden, die vielen Anforderungen zu erfüllen, die Kunden, Gesellschaft und Politik, zum Beispiel in Form des EU-Green-Deals, an sie stellen. „Auch in der Tierproduktion und der Lebensmittelverarbeitung wird das Interesse an KI steigen. agrifoodTEF erleichtert den notwendigen Zugriff auf Daten und Kompetenzen und kann so dazu beitragen, KI-gestützte Agrartechnik in Deutschland und Europa zu verbessern oder neue entstehen zu lassen. "

Heute, am 01.02.2023, findet in Trient, Italien, das erste Treffen aller europäischen Partner statt.

Webseite agrifoodTEF: https://www.agrifoodtef.eu/
Webseite Agro-Technicum: www.hs-osnabrueck.de/agro-technicum

Gefördert von der Europäischen Union. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind ausschließlich die des Autors/der Autoren und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder der nationalen Fördermittelgeber wider. Weder die Europäische Union noch die Fördermittelgeber können für sie verantwortlich gemacht werden.

 

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Über die Hochschule Osnabrück: Die Hochschule Osnabrück ist mit mehr als 13.000 Studierenden Niedersachsens größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Die praxisorientierte Forschung prägt die Hochschule. Der Forschungsbereich „Agrarsysteme und -technologien“ zählt zu ihren Forschungsschwerpunkten. Im engen Zusammenspiel mit der Region ist die Hochschule eine zentrale Impulsgeberin und Schnittstelle von Theorie und Praxis beim Einsatz von KI in der Landwirtschafft. Mit dem Agro-Technicum ist an der Hochschule Osnabrück eine der bundesweit modernsten Forschungsinfrastrukturen zur digitalen Transformation in der Landwirtschaft angesiedelt. Am Projekt agrifoodTEF sind die Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Julius Schöning, Prof. Dr. Heiko Tapken und Prof. Dr. Stefan Stiene beteiligt.

 

Über das DFKI: Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) wurde 1988 als gemeinnützige Public-Private Partnership (PPP) gegründet. Es unterhält Standorte in Kaiserslautern, Saarbrücken, Bremen, Niedersachsen, Labore in Berlin und Darmstadt sowie Außenstellen in Lübeck und Trier. Das DFKI ist auf dem Gebiet innovativer Softwaretechnologien auf der Basis von Methoden der Künstlichen Intelligenz die führende wirtschaftsnahe Forschungseinrichtung Deutschlands. Der DFKI-Standort Niedersachsen besteht aus Niederlassungen in Osnabrück und Oldenburg mit jeweils zwei Forschungsbereichen. Der von Hertzberg geleitete Forschungsbereich „Planbasierte Robotersteuerung“ in Osnabrück hat sich auf KI und Robotik im Anwendungsfeld Agrar spezialisiert.

 

Über das Agrotech Valley Forum: Der Agrotech Valley Forum e.V. ist eine Initiative der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Gebietskörperschaften im Nordwesten Deutschlands. Als führendes Netzwerk der Agrarsystemtechnik setzt sich der Verein für die Belange der Branche und der Region ein. Eines der Hauptziele ist die Stärkung des Wissenstransfers zwischen Entwicklern und Anwendern sowie das Heben der Vernetzungspotenziale über die gesamte bioökonomische Wertschöpfungskette.

 

Bildmaterial für Medien:

Unter https://cloud.dfki.de/owncloud/index.php/s/dwAB3ZB6nQKW7BM finden Sie Bilder aus Projekten und von der Infrastruktur der Partner in Osnabrück. Sie können diese gern für Ihre Presseveröffentlichung nutzen. Bitte beachten Sie die hinterlegten Angaben zu Quellenverweisen und Bildunterschriften.

 

 

Ansprechpartner agrifoodTEF in Deutschland:

Prof. Dr. Stefan Stiene
Hochschule Osnabrück

Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik

Telefon: +49 541 541 969-2190
E-Mail: s.stiene@hs-osnabrueck.de

 

Ansprechpartner agrifoodTEF in der EU:

Raffaele Giaffreda
Fondazione Bruno Kessler - Digital Agriculture

OpenIoT Research Area

Telefon: (+39) 0461 312454
E-Mail: rgiaffreda@fbk.eu

 

Pressekontakte:

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)
Unternehmenskommunikation Standort Niedersachsen

Telefon: +49 541 3860507088
E-Mail: uk-ni@dfki.de

 

Hochschule Osnabrück

Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik | Kommunikation
Telefon: +49 541 9692175
E-Mail: h.schleper@hs-osnabrueck.de

 

Agrotech Valley Forum e.V.

Geschäftsführung Clustermanagement
Telefon: +49 170 5540582
E-Mail: everwand@agrotech-valley.de

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Nachrichten und Veranstaltungen Fakultäten IuI hochschulweit News Pressemitteilung Ausprägung Forschung
news-10312 Thu, 26 Jan 2023 13:19:42 +0100 Die Hochschule Osnabrück ist Niedersachsens am besten bewertete Hochschule https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2023/01/die-hochschule-osnabrueck-ist-niedersachsens-am-besten-bewertete-hochschule-1/ Das Bewertungsportal StudyCheck zeichnet die Hochschule als „Top Hochschule 2023“ aus. Die Hochschule Osnabrück ist bundesweit eine der beliebtesten Hochschulen – sogar die be-liebteste unter den Hochschulen und Universitäten Niedersachsens. Dafür wurde sie nun von dem Hochschulbewertungsportal StudyCheck als „Top Hochschule 2023“ ausgezeichnet.

95 Prozent Weiterempfehlungsrate

Studierende und Absolvent*innen haben auf StudyCheck die Möglichkeit, ihre Hochschule und ihr Studium zu bewerten. Es können individuelle Erfahrungsberichte verfasst und verschiedene Kategorien, wie Studieninhalte, Lehrende, Lehrveranstaltungen, Ausstattung, Organisation, Bibliothek und digitales Studieren anhand von Sternen benotet werden. Dabei gilt: Je mehr Sterne, desto besser. Außerdem können die Nutzer*innen ihre Hochschule weiterempfehlen. Ein Studium an der Hochschule Osnabrück haben 95 Prozent der Studierenden weiterempfoh-len.

Auf Basis dieser Bewertungen erstellt das Portal StudyCheck ein Ranking aller Hochschulen. Für die Hochschule Osnabrück wurden im vergangenen Kalenderjahr 388 Erfahrungsberichte mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,1 Sternen abgegeben. Von besonders vielen Nutzer*innen wurden an der Hochschule Osnabrück die Bibliotheken, die Ausstattung und die Studieninhalte gelobt.

Zum Hochschulranking: www.studycheck.de/hochschulranking

 

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