Mini-Kläranlage für das Eigenheim und Wohnen auf kleinstem Raum Mittwoch, 30. Oktober 2019

Die vier Siegerteams der Projektwerkstatt „WIR in der Gesellschaft“ haben ihre Mitstudierenden mit ihren Ideen für ein nachhaltiges Leben überzeugt.

Studierende der Hochschule Osnabrück erarbeiten eine Woche lang in interdisziplinären Teams Ideen für ein nachhaltiges Leben

(Osnabrück, 30. Oktober 2019) Rund 200 Studierende aus verschiedensten Studiengängen haben sich in der Projektwerkstatt „WIR in der Gesellschaft“ mit den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen beschäftigt. In neun Teams haben sie Ideen für eine nachhaltige Lebensweise erarbeitet. Ihre Ergebnisse haben die Studierenden nun in der Caprivi-Lounge am Campus Westerberg präsentiert. In einer der Veranstaltungen der Projektwerkstatt ging es zum Beispiel um Wasserrecycling. „Wir haben unter anderem ein Konzept für eine Mini-Kläranlage für das Eigenheim entwickelt und uns angeschaut, wie aus Abwasser Trinkwasser gewonnen werden kann“, berichtet Verfahrenstechnik-Studentin Eva Stertenbrink.

Im Projekt „Tiny Houses“ (Minihäuser) entwickelten die Studierenden Ideen zum nachhaltigen Wohnen. „Dabei haben wir uns überlegt, wie ein Tiny House aussehen könnte, das den begrenzten Platz optimal ausnutzt, sodass auf möglichst nichts verzichtet werden muss. Dazu haben wir ein fiktives Unternehmen gegründet, um auch zu überprüfen, wie wirtschaftlich das Ganze umsetzbar ist“, erklärt Media und Interaction Design-Student Max Grochowiak. Besonders gefallen habe ihm dabei, mit Studierenden verschiedener Studiengänge zusammenzuarbeiten. „Daraus hat sich eine spannende Gruppendynamik ergeben, in der das Vorwissen aus den verschiedenen Studieninhalten gut ineinandergegriffen hat.“

Datenbank für frei verfügbare Bildungsmaterialien

Die Ziele nachhaltiger Entwicklung der Vereinten Nationen umfassen auch das Thema Bildung. Im Hinblick darauf setzten sich Studierende im Projekt “Schlag den Prof - auf der Suche nach den besten Materialien für deine Veranstaltungen“ mit „Open Educational Resources“ auseinander. Darunter sind Bildungsmaterialien zu verstehen, die unter einer öffentlichen Lizenz bereitgestellt werden und somit kostenlos von Studierenden genutzt werden können. „Wir haben eine Datenbank mit über 200 Einträgen erstellt. Diese bietet den Studierenden eine Übersicht, zu welchen Materialien sie Zugang haben. Sie können zum Beispiel schauen, welche Videos und Fotos sie in ihre Vorträge einbauen können“, so der Medieninformatik-Student Maxim Zitnikowski. Im Anschluss an die Präsentationen durften die Studierenden selbst abstimmen, welche Projekte am meisten überzeugt haben. Der mit 1.500 Euro dotierte Hauptpreis für den ersten Platz ging an die Konzeptentwicklung „Tiny Houses“.

Studierende leiten zum ersten Mal selbst eine Projektgruppe

Die Gruppe „Osnabrück von morgen – ein gutes Leben für alle?“ kann sich über den zweiten Platz in Höhe von 1.250 Euro freuen. Die Studierenden überzeugten mit der Ergänzung einer interaktiven Karte, über die nun nachhaltige Orte, Initiativen und Unternehmen in Osnabrück abrufbar sind (https://kartevonmorgen.org/). Eine weitere Besonderheit dieser Projektgruppe: Sie wurde von Studierenden der Hochschulinitiative NEO (Nachhaltiges Engagement Osnabrück) initiiert und ist damit das erste Projektwochen-Angebot von Studierenden für Studierende. Rang drei und vier belegen die Gruppen „Wir bauen Zukunft“ und „Africa’s future“. Der dritte Preis ist mit 750 Euro und der vierte mit 500 Euro dotiert. Die von der Fördergesellschaft der Hochschule zur Verfügung gestellten Preisgelder werden für gemeinsame Gruppenaktivitäten verwendet.

Ausgerichtet wurde die interdisziplinäre Projektwerkstatt vom Projekt „Gesellschaftliches Engagement“ der Hochschule. „Wir möchten mit unserem Angebot die Studierenden dazu anregen, sich mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinanderzusetzen, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und sich einmal mit Themengebieten zu beschäftigen, mit denen sie sonst in ihrem Studienalltag eher nicht in Berührung kommen“, sagt Koordinator Marek Löhr. Löhr und sein Kollege Christian Müller freuen sich besonders über das große Interesse seitens der Studierenden. „Rund 200 Studierende hatten sich für die neun Veranstaltungen angemeldet. Das zeigt, dass nachhaltige Entwicklung ein sehr facettenreiches und aktuelles Thema ist, das viele bewegt“, so Müller.

 

Weitere Informationen:
Marek Löhr und Christian Müller
Projekt „Gesellschaftliches Engagement“
E-Mail: m.loehr@hs-osnabrueck.de
Telefon: 0541 969-7191

Von: Julia Ludger

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