IfM | Systemische Beratung und mein ungenutztes Potenzial als Musiker*in Samstag, 12. Dezember 2026, 11:00 Uhr
| Beginn: | 12.12.2026, 11:00 Uhr |
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| Ende: | 12.12.2026, 13:30 Uhr |
Veranstaltungsort:
Institut für Musik
Raum FA 0129
Caprivistr. 1
49076 Osnabrück
Systemische Beratung und mein ungenutztes Potenzial als Musiker*in
Ein Musikstudium ist oft ein Traumziel - das Hobby zum Beruf machen, den ganzen Tag üben und das tun, was man bisher am liebsten gemacht hat. Jan Monazahian hat in seiner Zeit als Student am IfM und als langjähriger Projektleiter bei der Deutschen Jazzunion tiefe Einblicke in die Strukturen der europäischen Jazzszene bekommen und musste immer wieder feststellen, dass nicht nur die Skills am Instrument und möglichst viele Konzerte über ein erfülltes Studium und später Arbeitsleben als Musiker*in entscheiden. Mentale Gesundheit, Selbstreflexion und Konfliktfähigkeit sind im Musiker*innenalltag mindestens genauso wichtig. Die Quote von psychischen Erkrankungen ist in Musik-Berufen drei bis vier Mal höher als in anderen Berufen und mehr als 70% der Musiker*innen berichten von mentalen Problemen. Üben und Konzerte spielen kann dabei schnell zur großen Hürde werden, obwohl man Musik machen ja grundsätzlich liebt.
Was erwartet dich im Workshop?
Wir beschäftigen uns mit systemischen Zusammenhängen im Musiker*innenalltag (der Begriff Systemik kommt aus der Familientherapie, wird heute aber vor allem in Arbeitskontexten und Coachings eingesetzt). Gemeinsam untersuchen wir, wo dein persönliches Potenzial neben der Musik liegt und wie unterschiedliche Rollenerwartungen dein Handeln prägen. Mit praktischen Übungen erkunden wir persönliche Ressourcen, Bedürfnisse und lösungsorientierte Handlungsmöglichkeiten bei Problemen, z.B. im Bandkontext oder bei Lampenfieber.
Jan Monazahian ist Musiker, Jazzvermittler und systemischer Berater in Weiterbildung. Er schloß, nach einem Master in Visueller Anthropologie an der Georg-August-Universität Göttingen, ein Jazzpädagogik-Studium am Institut für Musik an der Hochschule Osnabrück ab und forschte zu Improvisation im Alltag und Jazzpädagogik in Deutschland. Heute arbeitet er bundesweit in verschiedenen Jazzvermittlungsprojekten (z.B. Jazzfest Berlin, jazzahead!, Bujazzo, u.v.m) und leitet für die Deutsche Jazzunion das Projekt „Jazzpilot*innen“, mit dem er den Deutschen Jazzpreis 2025 in der Kategorie „Musikvermittlung und Teilhabe“ gewonnen hat.
Eintritt frei. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.