Maschinenbaustudentin Alicia Alberti erhält MINT-Stipendium des Zonta-Clubs Westfälischer Friede Dienstag, 3. November 2026

Die Maschinenbaustudentin der Hochschule Osnabrück Alicia Alberti hat diesjähriges MINT-Stipendium des Zonta-Clubs Westfälischer Friede erhalten. Foto: Zonta-Club Westfälischer Friede
Die Stipendiatin Alicia Alberti und die MINT-Talente Amelie Maya Mühlmeyer und Jule Menkhaus erhielten ihre Auszeichnung auf der Feierstunde des Zonta-Clubs Westfälischer Friede in den Räumen der VME-Stiftung. Foto: Zonta-Club Westfälischer Friede

Hervorragende Studienleistungen und vorbildliches gesellschaftliches Engagement zeichnen die Stipendiatin aus. Nach ihrem Studium möchte sie als Ingenieurin zu einer nachhaltigeren Zukunft beitragen. / Neben der Stipendiatin hat der Club acht Studentinnen der Hochschule Osnabrück und der Universität Osnabrück als „MINT-Talente“ geehrt.

Das mit 1.000 Euro dotierte MINT-Stipendium des Zonta-Clubs Westfälischer Friede Osnabrück geht in diesem Jahr an Alicia Alberti. Mit dem Stipendium fördert der Club erfolgreiche Studentinnen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT), die sich gesellschaftlich engagieren. 

Engagement für Gesellschaft und Technik

Die diesjährige Stipendiatin ist ein Paradebeispiel dafür. Sie studiert im vierten Semester Maschinenbau an der Hochschule Osnabrück und unterstützt andere Studierende als Tutorin. Zuvor hat sie bereits erfolgreich eine Ausbildung zur Industriemechanikerin absolviert.

Die 23-Jährige überzeugte die Jury nicht nur mit ihrem technisch-naturwissenschaftlich geprägten Werdegang, sondern auch mit ihrem Einsatz für die Gesellschaft. Bei den Messdienern Rulle ist sie als Jugendgruppenleiterin aktiv. Gemeinsam mit ihrem Team organisiert sie die wöchentlichen Gruppentreffen, das Zeltlager und Ausflüge und übernimmt dabei Verantwortung für die Jugendlichen.

Mit Praxiswissen zur nachhaltigen Industrie

Ihr technisches Interesse entwickelte sich bereits in der Schule durch die naturwissenschaftlichen Fächer. In ihrer Ausbildung sammelte Alicia Alberti dann praxisnahes Wissen über industrielle Prozesse und Fertigungsabläufe. Diese Erfahrungen helfen ihr heute, technische Fragestellungen auch mit Blick auf ihre praktische Umsetzbarkeit und mögliche Optimierungen zu betrachten.

Nach dem Studium möchte Alberti zu einer nachhaltigeren Zukunft beitragen. „Meine Entscheidung für das Studium habe ich aus der Motivation heraus getroffen, dass die Industrie  ressourceneffizienter und CO2-neutraler werden kann und sollte“, sagt sie. In den kommenden Semestern plant sie deshalb, sich im Bereich Energie- und Umwelttechnik zu vertiefen.

MINT-Wege für Mädchen aufzeigen

Auch mehr Frauen für technische Studiengänge und Berufe zu begeistern, ist ihr ein Anliegen. „Ingenieursberufe sind essenziell für die Gesellschaft. Dadurch bekommt man die Möglichkeit, die Zukunft mitzugestalten“, sagt die Stipendiatin. Sie ist überzeugt, dass Frauen mit ihren unterschiedlichen Perspektiven wichtige Impulse für neue Lösungen geben können.

Diese Haltung möchte Alberti auch an Kinder und Jugendliche weitergeben. In den von ihr betreuten Mädchengruppen spricht sie deshalb ganz selbstverständlich über Ausbildungs- und Berufswege im MINT-Bereich. „Ich möchte den Mädchen zeigen, dass technische Berufe nicht nur für Männer sind. Frauen können im gleichen Maße gesellschaftliche Teilhabe durch einen solchen Beruf erreichen“, erklärt sie.

Gemeinsam für mehr Frauen in MINT

Die feierliche Übergabe des MINT-Stipendiums fand in den Räumen der VME-Stiftung Osnabrück-Emsland statt. Die Stiftung engagiert sich ebenfalls für die Förderung von MINT-Nachwuchs und bietet schon seit Jahren den passenden Rahmen für die Auszeichnung. „Wir sind sehr gerne Gastgeberin für dieses Event“, sagt die Geschäftsführerin der VME-Stiftung Sabine Stöhr: „Wir freuen uns sehr, wenn junge Frauen ihre Stärken in dem MINT-Bereich entdecken und später in technischen Berufen aktiv werden. Davon brauchen wir mehr!“

Die Präsidentin des Zonta-Clubs Westfälischer Friede Maaike Luttik betont: „Seit sechs Jahren verleihen wir schon MINT-Stipendien. Wir finden es wichtig, talentierte und engagierte MINT-Studentinnen zu unterstützen. Damit wollen wir sowohl ihren Einsatz für unsere Gesellschaft wertschätzen als auch die Bedeutung von Frauen in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen verdeutlichen.“

Rekord bei den Bewerbungen – und bei den „MINT-Talenten“

Achtzehn Bewerbungen hat das MINT-Komitee des Zonta-Clubs in diesem Jahr erhalten – ein Rekord. „Viele der Bewerberinnen schaffen es auf hervorragende Weise, ein anspruchsvolles MINT-Studium mit einem beispielhaften Engagement in unterschiedlichen Bereichen zu verbinden“, fanden Jonna Gartmann, Claudia Voicu, Ulrike Wagner und Lidia Wübbelmann. Deshalb haben sie entschieden, in diesem Jahr neben der MINT-Stipendiatin auch acht weitere engagierte MINT-Studentinnen zu würdigen – so viele wie nie zuvor. 

Die Auszeichnung „MINT-Talente“ geht in diesem Jahr an die Hochschul-Studentinnen Lisa Holm (Maschinenbau), Jana Sabelhaus (Media & Interaction Design), Laura Sauermilch (Elektrotechnik) und Louisa Willms (Industrial Product Design) sowie die Uni-Studentinnen Amelie Maya Mühlmeyer (Bildung, Erziehung, Unterricht), Jule Menkhaus (Lehramt Mathematik und Geographie), Maja Torbecke (Lehramt Mathematik und Französisch) sowie Carolin Rehm (Umweltsystemwissenschaft). Sie erhalten neben einer Urkunde einen Sachpreis und werden auf dem Instagramkanal des Clubs einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

 

Zum Hintergrund:

Der Osnabrücker Zonta-Club Westfälischer Friede ist Teil der internationalen Menschenrechts-organisation Zonta und setzt sich lokal und international für eine bessere Zukunft von Frauen und Mädchen ein. Zu den Aktivitäten des Clubs gehören neben der Förderung von MINT-Studentinnen vor allem monatliche Themenabende sowie zahlreiche Aktionen gegen Gewalt an Frauen, Events und Netzwerkarbeit – sowohl vor Ort in Osnabrück als auch international – immer nach dem Clubmotto: „MACHT FRAUEN STARK“.

Mehr Informationen: www.zonta-westfaelischer-friede.de 

 

 

 

Von: Lidia Wübbelmann

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