Von Sydney bis Arusha: Wissenschaftler*innen der Hochschule Osnabrück forschen im Ausland Mittwoch, 30. September 2026

Frau steht vor dem Schil der University of Sydney.
Prof. Dr. Gesa Brinkraut verbrachte ihr Forschungssemester an der University of Sydney in Australien (Foto: Gesa Birnkraut).

Neue Perspektiven für Lehre und Wissenschaft

Wie bereichern internationale Aufenthalte die Lehre und Wissenschaft? Und welche Chancen bieten Forschungsaufenthalt im Ausland für die persönliche und akademische Entwicklung? Zwei Forschende der Hochschule Osnabrück berichten von ihren Erfahrungen in Tansania und Australien, die nicht nur ihre eigene Arbeit, sondern auch die internationale Vernetzung der Hochschule stärken.

Nachhaltigkeit in australischen Museen

Von Januar bis Juli 2026 verbrachte Prof. Dr. Gesa Birnkraut, Professorin für Strategisches Management in Nonprofit-Organisationen an der Hochschule Osnabrück, ein Forschungssemester an der University of Sydney. Im Fokus stand die Frage, wie Museen die Themen Nachhaltigkeit und Klimawandel in ihre Ausstellungen integrieren und welche Wirkung dies auf Besucher*innen hat. In 18 Interviews mit Kurator*innen und Direktor*innen verschiedener Museen in Australien sammelte sie Daten, die in eine Publikation einfließen werden. 

Besonders beeindruckt hat Gesa Birnkraut das akademische und soziale Leben in Sydney und an der University of Sydney: „Hier habe ich das erste Mal in meinem Leben eine traditionelle Graduation mitmachen dürfen und durfte in einer eigenen Robe mit den anderen Professor*innen in die eindrucksvolle Great Hall der Universität einlaufen“, so die Professorin. 

Biodiversitätsmonitoring und Brandfrüherkennung in Tansania

Prof. Dr. Clemens Westerkamp, Professor für Informatik an der Hochschule Osnabrück, nutzte sein Forschungssemester, um eine Lehr- und Forschungskooperation mit dem Nelson Mandela African Institution of Science and Technology (NM-AIST) in Arusha in Tansania aufzubauen. Dort beschäftigte er sich mit Sensorik und Weitverkehrsnetzwerken für Biodiversitätsmonitoring und Brandfrüherkennung. „Die Studierende des NM-AIST arbeiten auf hohem Niveau und konnten direkt in Forschungsprojekte eingebunden werden“, sagt Westerkamp. 

Außerdem wurden mit Lehrenden aus Arusha gemeinsame Module entwickelt, für ein Wahlfach, das zukünftig sowohl in Osnabrück als auch in Tansania angeboten werden soll.

Persönlicher und akademischer Gewinn 

„Der Aufwand, für einige Zeit ins Ausland zu gehen, ist hoch – organisatorisch, emotional und finanziell. Aber all das bekommt man vielfach durch die gewonnenen Erfahrungen und die intensiven kulturellen und akademischen Momente zurück“, fasst Clemens Westerkamp sein Forschungssemester zusammen. 

Die Hochschule Osnabrück fördert daher internationale Forschungskooperationen und ermöglicht Professor*innen, ein Forschungssemester im Ausland zu verbringen. Diese Freistellung von Lehr- und Verwaltungsaufgaben bietet die Chance, neue wissenschaftliche Netzwerke aufzubauen, Forschungsprojekte voranzutreiben und interkulturelle Erfahrungen zu sammeln. 

„Für einige Monate in eine andere Kultur und akademische Welt eintauchen, ist gewinnbringend für die eigene Persönlichkeit, aber auch für Lehre und Forschung im eigenen Land“, sagt Gesa Birnkraut.

Von: Justine Prüne

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