Über Googles Interesse an Autos und die Ansprüche der Generation Z an Arbeitgeber Mittwoch, 30. Oktober 2019

Referenten der Hochschule Osnabrück mit Marco Graf, IHK-Hauptgeschäftsführer (4. v. links), und Hochschulpräsident Prof. Dr. Andreas Bertram (4. v. rechts).

Dies sind nur zwei der Themen, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule Osnabrück jetzt beim Veranstaltungsformat Wissensvorsprung vorstellten. Der Abend unter dem Motto „Wirtschaft trifft Wissenschaft“ zeigt, wie wichtig ein enger Austausch zwischen regionaler Wirtschaft und Forschung ist.

Knapp 100 Interessierte aus Wissenschaft und Wirtschaft sind in diesem Jahr zum Wissensvorsprung auf dem Caprivi-Campus der Hochschule Osnabrück zusammengekommen. Hier stellten acht Professorinnen und Professoren in zehnminütigen Vorträgen aktuelle Forschungsthemen dar. Eingeladen hatten die Hochschule Osnabrück, die Fördergesellschaft der Hochschule Osnabrück sowie die Industrie- und Handelskammer (IHK) Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim.

Prof. Dr. jur. Volker Lüdemann eröffnete mit dem Vortrag „Warum interessieren sich Google, Apple & Co. plötzlich für Autos?“ den Abend. Die Idee des selbstfahrenden Autos und damit einer Mobilität, die erstmalig unabhängig vom Menschen funktioniert, sei in den USA bereits eine lukrative Geschäftsidee. Dabei komme es vor allem auf die Software an, das Gehirn des Fahrzeugs. Mit dieser werde es möglich, dass Autos selbstständig Einkaufen fahren oder Kinder mit Robotertaxen zur Schule gebracht werden. Firmen wie Google und Apple wollen die Daten nutzen und damit Gewinne in Milliardenhöhe erzielen. Sie setzen darauf, dass das Geld in Zukunft nicht mehr mit dem Auto erwirtschaftet wird, sondern mit digitalen Diensten in und um das Auto herum. In Zukunft könnte so die wichtigste Wertschöpfung des Autos darin bestehen, den Menschen digitale Serviceangebote zu unterbreiten und sie zu Orten zu befördern, an denen sie ihr Geld ausgeben können. „Das Auto steht damit vor einem fundamentalen Bedeutungswandel“, fasst Lüdemann zusammen.

Dritte Auflage des Wissensvorsprungs ist ein großer Erfolg
 

Prof. Dr. Nicole Böhmer griff die verschiedenen Erwartungen durch die Generationen X, Y und Z in Unternehmen auf. Darüber hinaus betonte sie die Bedeutung von sich ändernden Prioritäten im Karriereverlauf. Das richtige Maß an Herausforderung, die Frage, wie authentisch der oder die Beschäftigte am Arbeitsplatz sein kann, sowie die richtige Balance von Berufs- und Privatleben spielten generationsübergreifend zusammen. Daraus erwachse eine hohe Bedeutung der Selbstführung, die von Führungskräften unterstützt werden könne. Auf dieser Grundlage könnten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre Potenziale voll entfalten.

Hochschulpräsident Prof. Dr. Andreas Bertram freut sich, dass auch die dritte Auflage des Wissensvorsprungs so gut angenommen wurde: „Hier wird lebenslanges Lernen zelebriert.“ „Der Wissensvorsprung schafft Begegnung, aus dem Interesse und Kooperationen entstehen können“, fasst Marco Graf, IHK-Hauptgeschäftsführer, die Idee des Wissensvorsprungs zusammen. Hon.-Prof. Dr. Stephan Rolfes, Vorsitzender der Fördergesellschaft, ergänzt: „Genau das ist es, was die Fördergesellschaft möchte. Ein Engagement zahlt sich für die Unternehmen in jedem Fall aus.“


Zum Hintergrund:

Die Veranstaltung Wissensvorsprung wird jährlich von der Hochschule Osnabrück, der Industrie- und Handelskammer Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim sowie erstmalig der Fördergesellschaft der Hochschule Osnabrück e.V. organisiert. In diesem Jahr referierten folgende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

  • Prof. Dr. jur. Volker Lüdemann: Warum interessieren sich Google, Apple & Co. plötzlich für Autos?
  • Prof. Dr. Karin Schnitker: Wer macht in einer agilen Organisation was?
  • Prof. Dr. Nicole Böhmer: Generation XYZ – (zu) viele verschiedene Erwartungen im Unternehmen?
  • Prof. Dr. Matthias Kussin: Wie lassen sich kritische Themen und gesellschaftliche Verantwortung kommunizieren?
  • Prof. Dr. Ulrich Enneking: Für ein gutes Gewissen beim Einkauf: Darf es auch etwas mehr kosten?
  • Prof. Dr. Ralf Stegmaier: Kann Achtsamkeit auch für das Change-Management bedeutsam sein?
  • Prof. Dr. Ursula H. Hübner: Wie gelingt die Einführung von Informations- und Kommunikationstechnologien im Gesundheitswesen?
  • Prof. Hubertus von Dressler: Wie tragen „Grüne Finger“ zur klimaresilienten Stadt bei?

Eine Auswahl der Vorträge finden Sie im Video-Format auf dem YouTube-Kanal der Hochschule Osnabrück.

 

Weitere Informationen:
Jan Lukaßen
Telefon: 0541 969-3254
E-Mail: j.lukassen@hs-osnabrueck.de

 

Von: Jasmin Schulte

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