Sexuelle Vielfalt in der Gesellschaft Donnerstag, 1. November 2018

(v.l.): Eröffneten gemeinsam die Poster-Ausstellung „Ach, so ist das!?“ im Caprivi-Bistro der Hochschule Osnabrück (v.l.): Janine Tratzki, Alexander Kampsen, Judith Conrads (Forschungsstelle Geschlechterforschung der Universität Osnabrück), Jörg zur Oven, Prof. Dr. Sabine Eggers und Dr. Marina Granzow. Im Hintergrund die LGBTI*-Netzwerk-Karte für die Stadt Osnabrück, die alle Einrichtungen und Beratungsstellen in Osnabrück für Mitglieder der LGBTI*-Community zeigt.

Poster-Ausstellung „Ach, so ist das!?“ zu geschlechtlich-identitärer Vielfalt im Caprivi-Bistro der Hochschule Osnabrück

(Osnabrück, 1. November 2018) Wer mit offenen Augen durch das Bistro auf dem Caprivi-Campus der Hochschule Osnabrück geht, wird eine kleine aber feine Veränderung feststellen. An den Wänden hängen Poster mit Comicreportagen, die verschiedenste Geschichten von Menschen der LGBTI*-Community erzählen. Zusammen bilden die sechzehn Reportagen die Poster-Ausstellung „Ach, so ist das!?“. Die anonymisierten aber biografischen Comicreportagen zeichnete die Künstlerin Martina Schradi, nach zahlreichen Interviews mit Mitgliedern der LGBTI*-Community. Der Studiengang Soziale Arbeit der Hochschule Osnabrück erwarb die Poster für die Ausstellung.

Lesen und ansehen kann man da zum Beispiel die Geschichte der Figur Sasha. Sasha bezeichnet sich selbst zwar als neutrois und intersexuell, doch in allererster Linie ist Sasha ein Mensch. „Ähnlich wie bei Sasha geht es bei der Ausstellung nicht nur um das Infragestellen von Kategorien. „Vor allem geht es darum, die Menschen hinter den Geschichten zu sehen“, erklärt Dr. Marina Granzow, Verwaltungs-Professorin im Studiengang Soziale Arbeit. Janine Tratzki, Mitarbeiterin im Gleichstellungsbüro, erläutert, „wir erleben in unserem Beratungsalltag auch Anfragen von Personen, die um Unterstützung im Zusammenhang mit ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer sexuellen Identität bitten. Mit der Ausstellung möchten wir zu einer weiteren Enttabuisierung des Themas LGBTI* in der Gesellschaft und an der Hochschule beitragen.“ Granzow und Tratzki sind die beiden Initiatorinnen der Poster-Ausstellung.

Zusammen mit dem Studentenwerk Osnabrück entstand die Idee, den Themen der sexuellen Orientierung und der geschlechtlichen Identität Raum zu geben. Und so soll die Poster-Ausstellung Wissen vermitteln und zu offenen Gesprächen anregen.

In ihrer Rede zur Ausstellungseröffnung betonte Vizepräsidentin und Dekanin Prof. Dr. Sabine Eggers, „die Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und die Hochschule Osnabrück insgesamt sind sehr heterogen, nicht nur mit Blick auf das Studienangebot. Hier kommen jeden Tag ganz unterschiedliche Menschen zusammen, die diese Vielfalt leben“.

„Dem Studentenwerk sind alle Menschen herzlich willkommen. Das spiegelt auch diese Ausstellung wieder, denn sie ist ein Zeichen für Toleranz und Miteinander“, unterstrich Jörg zur Oven, stellvertretender Geschäftsführer des Studentenwerks Osnabrück.

Neben den biografischen Comicpostern sind auch ein Glossar mit verschiedenen szenetypischen Begriffen der LGBTI*-Community und eine Netzwerk-Karte mit allen Osnabrücker Einrichtungen, die zum Thema sexueller und geschlechtlicher Orientierung arbeiten, Teil der Ausstellung. Die Netzwerk-Karte ist das Ergebnis der gemeinsamen Bachelorarbeit der Absolventen Victoria Quebe und Alexander Kampsen.

„Das Thema der sexuellen und geschlechtlichen Orientierung ist sowohl in der Sozialen Arbeit als auch in der Lehre noch ein Randthema. Deswegen haben wir uns damit beschäftigt, welche Einrichtungen Angebote für Mitglieder der LGBTI*-Community haben und ob und wie diese zusammenarbeiten. Beispielsweise ist das Thema Coming Out für viele nach wie vor schwierig. Da ist es hilfreich, wenn die Einrichtungen wissen, welche Angebote und Beratungsstellen es gibt und sich leichter miteinander vernetzen können“, erklärt Kampsen. Die LGBTI*-Netzwerk-Karte können soziale Einrichtungen und Beratungsstellen bei der Hochschule Osnabrück zum Selbstkostenpreis erwerben.

Die Ausstellung ist noch bis zum 6. November für alle Interessierten im Bistro auf dem Caprivi-Campus der Hochschule Osnabrück, in der Caprivistraße 30A, zu sehen. Das Bistro ist montags bis donnerstags von 7.45 bis 16.20 Uhr geöffnet und freitags von 9.30 bis 13.45 Uhr.

Weitere Informationen:

Dr. Marina Granzow
Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Telefon: 0541 969-3385
E-Mail: m.granzow@hs-osnabrueck.de

Janine Tratzki
Gleichstellungsbüro
Telefon: 0541 969-3542
E-Mail: j.tratzki@hs-osnabrueck.de

Von: Laura Klünder

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