Öffentliche Verwaltung 4.0: Weniger Bürokratie im Rathaus dank neuer Informationstechnologien Dienstag, 9. Oktober 2018

Geballte Expertise im Bereich des Verwaltungsmanagements: Die Referentinnen und Referenten der Tagung zusammen mit dem Organisationsteam. Von links: Michael Beiderwellen, Andrea Stertz, Prof. Dr. Andreas Lasar, Sarah Uhlenbusch, Prof. Dr. Wolfgang Hufnagel, Berta Stuckenberg, Dr. Thomas Hauser und Prof. Dr. Dietmar Schön.

Mehr als 80 Fachleute aus den Kommunen und der Wissenschaft haben sich bei einer Fachtagung an der Hochschule Osnabrück über aktuelle Themen und Zukunftstrends im Verwaltungsmanagement ausgetauscht.

Wer kennt das nicht: Der Antrag ist gestellt, doch die Antwort vom Rathaus lässt Monate auf sich warten. Dank neuer digitaler Technologien und Prozesse soll die öffentliche Verwaltung in Zukunft unbürokratischer und schneller arbeiten können. Über aktuelle Trends im Verwaltungsmanagement haben sich jetzt Fachleute aus dem Finanzbereich und der Wissenschaft bei der 9. Fachkonferenz des Kompetenzzentrums für Verwaltungsmanagement an der Hochschule Osnabrück ausgetauscht.

„Es gibt schon heute Bereiche, in denen wir komplett von Papier auf Elektronik umsteigen könnten. Ein aktuelles Beispiel ist etwa die E-Rechnung“, sagte Matthias Hauschild, Referent beim Deutschen Landkreistag. „Die neue Technologie lohnt sich auch rein rechnerisch. Denn je mehr Rechnungen verarbeitet werden müssen, desto höher sind die zu erzielenden Einsparungen.“ Über weitere typische Bereiche und Prozesse, die in Zukunft von der Digitalisierung betroffen sein könnten, informierte Prof. Dr. Dietmar Schön von der Fachhochschule Dortmund. Am Beispiel von Business-Intelligence-gestütztem Controlling und Big Data machte er deutlich, wie Informationen für Zwecke der Verwaltungssteuerung schneller, kostengünstiger und effektiver eingesetzt werden können.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Beginn an in den Prozess einbinden

Dass beim Thema Digitalisierung allerdings nicht nur Technologien, sondern auch die Akzeptanz bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine entscheidende Rolle spielt, darauf verwies Michael Beiderwellen, Projektmanager beim Landkreis Göttingen. „Schließlich sind es die Fachkräfte, die mit den neuen Systemen arbeiten müssen.“ Wer digitalisieren wolle, der müsse seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Beginn an in den Prozess einbinden.

Tagungsleiter Prof. Dr. Andreas Lasar hob den wichtigen Beitrag hervor, den die Hochschule Osnabrück mit ihrem Studien- und Weiterbildungsangebot leiste, um Verwaltungsfachkräfte bestmöglich auf die neuen Anforderungen einzustellen. „Wir entwickeln unser Seminarangebot und unsere Studiengänge laufend weiter, um auch kurzfristig auf aktuelle Veränderungen reagieren zu können.“ Im Bereich des Verwaltungsmanagements bietet die Hochschule den Bachelorstudiengang Öffentliche Verwaltung und den berufsbegleitenden Masterstudiengang Public Management an. Das Kompetenzzentrum für Verwaltungsmanagement richtet darüber hinaus verschiedene Seminare im Bereich der Weiterbildung aus.

Weitere Themen der Tagung waren das „interne Kontrollsystem in der Kommunalverwaltung“ (Berta Stuckenberg und Prof. Dr. Wolfgang Hufnagel), die „wirkungsorientierte Steuerung“ (Dr. Thomas Hauser) und das „effiziente Zins- und Schuldenmanagement“ (Andrea Stertz).


Weitere Informationen
Prof. Dr. Andreas Lasar
Leiter des Kompetenzzentrums für Verwaltungsmanagement
Telefon: 0541 969-3474
E-Mail: a.lasar@hs-osnabrueck.de 

Von: Prof. Dr. Andreas Lasar / Manuel Sielemann

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