Internationaler Wettbewerb: Osnabrücker Feldroboter beim Navigieren unschlagbar Dienstag, 27. August 2013

Stolz über ihren großen Erfolg im Jubiläumswettbewerb: Das Team der Hochschule Osnabrück nimmt seit 10 Jahren am internationalen Field Robot Event teil und hat beim diesjährigen Wettbewerb drei Medaillen in verschiedenen Kategorien gewonnen.

Seit 10 Jahren beteiligen sich Teams der Hochschule Osnabrück am internationalen „Field Robot Event“. Beim diesjährigen Wettbewerb in Prag holte der autonome Feldroboter aus Osnabrück gleich drei Medaillen – in der Kategorie „Advanced Field Navigation“ erzielte der Roboter namens „Optomaize Prime“ Platz eins.

Das Team der Hochschule Osnabrück mit sieben Studenten und deren Betreuern – Prof. Dr. Arno Ruckelshausen und den wissenschaftlichen Mitarbeitern Andreas Trabhardt, Andreas Linz und Fritz Matthäus – nahmen am „International Field Robot Event“in Prag teil. Dort kamen in diesem Jahr 20 internationale Teams zusammen, um sich in verschiedenen Disziplinen zu messen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Drei Medaillen (Gold, Silber und Bronze) und Platz vier in der Gesamtwertung.

„Zum 10. Mal nehmen wir am internationalen Field Robot Event teil, und der diesjährige Wettbewerb war einer unserer größten Erfolge“, freut sich Prof. Ruckelshausen. Dabei haben die Osnabrücker Roboterentwickler von Anfang an vorne mitgespielt:  Seit der ersten Teilnahme im Jahr 2004 im niederländischen Wageningen haben sie bei allen Wettbewerben zumindest eine Medaille nach Osnabrück mitnehmen können. 2008 holten sie den Field Robot Event dann in die Stadt an der Hase – es wurde ein vielbeachtetes Ereignis und erhielt eine Auszeichnung der Initiative „365 Orte im Land der Ideen“.

„Beim International Field Robot Event konkurrieren Teams mit ihren unbemannten Landmaschinen um den Pokal für den präzisesten autonomen Feldroboter“, erklärt Ruckelshausen die Idee des Wettbewerbs. Diese Hightech-Geräte müssen eine Vielzahl von Aufgaben erfüllen, wie etwa Navigation zwischen Pflanzenreihen oder Wende am Ende des Ackers. „Was für Landwirte eine leichte Übung ist, setzt bei den Feldrobotern monatelange Entwicklung voraus“, so der Professor für Physik und Sensorik. Dabei dürfen die Maschinen nicht ferngesteuert werden, sondern müssen, einmal in Gang gesetzt, ihren Weg selbstständig finden. Und das hat jetzt in Prag hervorragend geklappt – jedoch nicht ganz ohne Startschwierigkeiten.

„Wir hatten zunächst – wie auch andere Teams – unvorhergesehene Probleme mit der Hardware“, berichtet der Teamkapitän Andreas Trabhardt. „Durch eine herausragende Teamleistung und hohen Einsatz konnten wir unseren Feldroboter ‚Optomaize Prime‘ jedoch rechtzeitig zum Start der einzelnen Wettbewerbe fit machen.“  Lediglich das Team der TU Kaiserslautern hatte wenig Probleme und konnte über fast alle Wettbewerbe die besten Ergebnisse erzielen. Bei einer der schwierigsten Aufgaben, der komplexen Feldnavigation („Advanced Field Navigation“), lief der „Optomaize Prime“ jedoch zur Höchstform auf und gewann den Wettbewerb. Dabei mussten die Feldroboter eigenständig in verschiedene – kurz vorher bekanntgegebene – Pflanzenreihen navigieren und bei einem Fehler wieder von vorne starten. Beim „Freestyle“-Wettbewerb hatte sich das Team eine interessante Kombination zwischen Feldroboter und einem sogenannten „Quadrocopter“ – also einem Mini-Hubschrauber mit vier Propellern – ausgedacht: Eine Entwicklung, die die Jury mit einer Bronzemedaille honorierte.  Beim Wettbewerb „Kooperation“ mussten jeweils zwei Teams gemeinsam eine Aufgabe lösen – hier erreichten die TU Kaiserslautern und die Hochschule Osnabrück einen zweiten Platz.

Im nächsten Semester werden die Studenten Kevin Bilges, Marc-Alexandre Favier, Daniel Schmunkamp, Marco Schulz, Heiko Wilms, Linus Witschen und auch der amerikanische Gaststudent Mike Destyas von der St. Cloud State University in Minnesota um einige Erfahrungen in Sachen Roboterentwicklung und Teamarbeit reicher sein – und auch um ein paar Medaillen.

Neben dem Hauptsponsor Amazonen-Werke und der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik der Hochschule Osnabrück wurde das Team von folgenden Unternehmen unterstützt: Sick, EXSYS, Werma Signaltechnik und Parrot.

Von: Lidia Uffmann

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