Über den Umgang mit Pflegekindern mit Behinderung Mittwoch, 25. Oktober 2017

Die Ringvorlesung „Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege“ des Niedersächsischen Landesamtes für Soziales, Jugend und Familie und der Stiftung Universität Hildesheim, machte zum zweiten Mal in Folge Station an der Hochschule Osnabrück. Vizepräsidentin und Dekanin Prof. Dr. Sabine Eggers (2.von l.) und Prof. Dr. Christof Radewagen (3.v.l.) begrüßten die Organisatoren Joachim Glaum vom Landessozialamt und Anke Kuhls von der Universität Hildesheim (rechts, hinten). Es referierten (v.l.): Dirk Schäfer, Anne Mäusbacher und Kerstin Held.

Ringvorlesung an der Hochschule Osnabrück thematisiert Inklusion in der Vollzeitpflege

(Osnabrück, 25. Oktober 2017) Auch Kinder und Jugendliche mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen, die nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können, sollen in einer Pflegefamilie aufwachsen dürfen. Sie sollen und dürfen also nicht schlechter gestellt werden, als Kinder und Jugendliche ohne Behinderung.

Über den Stand der Dinge, die notwendige professionelle Beratung, Begleitung und Unterstützung solcher Pflegeverhältnisse sowie die strukturellen und konzeptionellen Entwicklungen auf diesem Gebiet, tauschten sich die Teilnehmenden der 4. Ringvorlesung „Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege“ zum Monatsende in der Hochschule Osnabrück aus.

„Wie gestaltet sich das Leben als Pflegefamilie aus Innensicht?“, lautete eine der Fragen, denen sich die Referierenden stellten. Kerstin Held vom Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. unterstrich mit plastischen Beispielen aus ihrem Pflegefamilienalltag auf eindrückliche Weise die besonderen Herausforderungen, denen sich Pflegeeltern mit behinderten Kindern täglich stellen. Dipl. Päd. Dirk Schäfer von der Perspektive gGmbH – Institut für sozialpädagogische Praxisforschung und -entwicklung und Mitglied der Forschungsgruppe Pflegekinder der Universität Siegen, präsentierte Ergebnisse und Empfehlungen aus zwei aktuell veröffentlichten Untersuchungen.

Zum Thema Vormundschaften bei Pflegekindern mit Behinderungen, sprach Anne Mäusbacher von der Stadt Ibbenbüren. Sie unterstrich eine grundsätzlich an den individuellen Bedürfnissen der Kinder orientierte Interpretation dieser wichtigen Tätigkeit und die Notwendigkeit für spezifische Fort- und Weiterbildungen.

„Die Pflegekinderhilfe ist ein Feld der Kinder- und Jugendhilfe in der Inklusion praktisch
täglich umgesetzt werden könnte, würden die Rahmenbedingungen für alle Beteiligten stimmen“, unterstrich Prof. Dr. Christof Radewagen von der Hochschule Osnabrück die Bedeutung der Pflegefamilien.

Die hochschulübergreifende Ringvorlesung machte auf seine Initiative hin zum zweiten Mal in Folge Halt an der Hochschule Osnabrück.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Christof Radewagen
Telefon: 0541 969-3963
E-Mail: c.radewagen@hs-osnabrueck.de

Von: Isabelle Diekmann

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