"Autopia - Menschen. Maschinen. Probleme" gibt Denkanstöße Montag, 10. Februar 2020

In der Inszenierung “Autopia – Menschen. Maschinen. Probleme” werden die Gefahren von selbstfahrenden Autos der Zukunft aufgezeigt. Foto: Hochschule Osnabrück

Theaterstück visualisiert interdisziplinäres Forschungsprojekt zum autonomen Fahren

„Das setzt sich nicht durch!“ – Mit diesem Satz wurde schon so manche neue Technologie abgetan, sei es die Dampfmaschine, das Internet oder eben autonom fahrende Autos. Im Theaterstück "Autopia - Menschen. Maschinen. Probleme" soll genau dieser Technologie eine Bühne geboten werden.

Entstanden ist das Stück als Teil des Forschungsprojektes „Deframe“ (Demokratie des Fahrens) der Hochschule Osnabrück. Es handelt sich hierbei um ein interdisziplinäres Projekt der Fakultäten Management Kultur und Technik (MKT) am Campus Lingen und Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (WiSo) unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Dominik Halstrup (WiSo), Prof. Dr. Volker Lüdemann (WiSo) sowie Prof. Dr. Bernd Ruping (MKT) und soll die Technologie und Komplexität des autonomen Fahrens visualisieren.

„Wir wollen einen Raum bieten, um über Technologien zu sprechen, die unser Leben verändern können“, so Marlene Schriever, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Forschungsprojekts. Ziel sei es nicht, Lösungen zu präsentieren, sondern vielmehr Denkanstöße zu geben.

Hier kommt das Theaterstück ins Spiel: Ein Team aus drei Schauspieler*innen zeigt auf der Bühne, was hinter einer Fahrt mit einem autonomen Auto steckt und gehen dabei auf technische wie auch moralische Fragen ein. Dabei werden künstliche Intelligenz und die Funktionsweise von Algorithmen nicht nur erklärt, sondern auch schauspielerisch dargestellt.

Besonderes Augenmerk des Stücks liegt auf der ethischen Komplexität des Themas. Es werden schwierige Fragen aufgeworfen wie: Was passiert, wenn eine Kollision bevorsteht? Soll das Auto in eine Gruppe Erwachsener fahren oder in ein einziges Kind? Soll eine Schwangere überfahren werden oder eine Mutter mit Säugling? Und wer soll in diesen Situationen entscheiden? Der Fahrer, der Algorithmus oder der Zufall? So können sich die Besucher des Theaterstücks grundlegende ethische Gedanken zu dem Thema machen.

„Das Stück hat auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt und auch schwierige Themen angesprochen“, so eine Zuschauerin. Die eigene Meinung zu den ethischen Dilemmata, die mit der Technologie des autonomen Fahrens verknüpft sind, können Theaterbesucher sowohl persönlich reflektieren als auch im Rahmen eines Fragebogens beantworten. Als Teil des Forschungsprojektes „Deframe“ wurde dieser vor und nach der Vorführung ausgefüllt, um zu überprüfen, ob sich die Ansichten der Zuschauer*innen änderten. Die Ergebnisse der Fragebögen werden im Anschluss an die Vorführungen ausgewertet und analysiert.

Aufgeführt wurde das Stück bereits dreimal im Burgtheater in Lingen und zeimal im Osnabrücker emma-theater. Weitere Termine sind am 28. Februar im emma-theater. Zudem wird es im Rahmen der "Freien Schichten 5", das vom 3. bis zum 6. Juni 2020 stattfindet, noch einmal im Burgtheater aufgeführt.

 

Von: Meike Maurer

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