Staatssekretär Muhle besucht Kompetenzzentrum Industrie 4.0 an der Hochschule Osnabrück Donnerstag, 10. Oktober 2019

(von links) Prof. Dr. Walter Colombo (Hochschule Emden/Leer) mit Jens Gehring (Amazon Web Service), Roland Essmann (Honeywell), Prof. Dr. Clemens Westerkamp (Hochschule Osnabrück), Staatssekretär Stefan Muhle sowie Prof. Dr. Alexander Schmehmann, Dekan der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik an der Hochschule Osnabrück und Ivan Zaytsev (Amazon Web Service).

5G-Netzausbau in Niedersachsen, Smart Factory und Industrie 4.0: Das waren Themen, die bei der Veranstaltung „Vom Kompetenzzentrum zum Innovation Hub“ des Kompetenzzentrums Industrie 4.0 der Hochschule Osnabrück mit Stefan Muhle, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, diskutiert wurden.

„Smart Factory“, die intelligente und vernetzte Fabrik, steht aktuell im Fokus des Kompetenzzentrums Industrie 4.0 (I4os) der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik an der Hochschule Osnabrück. Hier verbinden mittlerweile rund 16 Professorinnen und Professoren sowie 40 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unterschiedlichen Disziplinen ihre Expertise, um gemeinsam an innovativen Ideen für den regionalen Mittelstand zu arbeiten. Jetzt besuchte Stefan Muhle, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, das Kompetenzzentrum Industrie 4.0 in Osnabrück. Anlass war der Auftakt zum gemeinsamen „Innovation Hub“ der Hochschule Osnabrück und der Hochschule Emden/Leer. Prof. Dr. Clemens Westerkamp, Professor für Informatik und Sprecher des I4os, beschreibt die zukünftige Zusammenarbeit der beiden niedersächsischen Hochschulen als „regionalen Digital Innovation Hub Nordwest“. Unter einem Innovation Hub versteht sich die Zusammenarbeit verschiedener Akteure aus Wissenschaft und Praxis mit dem gemeinsamen Ziel, zukunftsweisende Technologien und Geschäftsmodelle zu entwickeln. Muhle selbst veröffentlichte nach dem Besuch in Osnabrück über den Kurznachrichtendienst Twitter: „Unser gemeinsames Ziel: ein regionaler Digital Innovation Hub der EU.“

Industrie 4.0 zeichnet Region aus

„Wir wollen die Industrie 4.0 sichtbarer machen“, stellt Muhle heraus. Dazu sei Vernetzung ein elementarer Bestandteil. Dafür ist die zukünftig hochschulübergreifende Zusammenarbeit der Hochschule Osnabrück und der Hochschule Emden/Leer beispielhaft, die regionale Betriebe über die Möglichkeiten von Industrie 4.0-Lösungen informieren. Diese Art des Transfers von der Wissenschaft in die Wirtschaft sei ein Kennzeichen der Region, so Muhle weiter. „Industrie 4.0. ist etwas Niedersächsisches.“ Muhle selbst ist für den Ausbau der digitalen Infrastruktur in Niedersachsen zuständig. Nach der bisherigen Evaluation der digitalen Lücken im Land sollen im nächsten Schritt unter anderem sogenannte regionale Campusnetzwerke aufgebaut werden, die die Bürgerinnen und Bürger mit einer 5G-Kommunikationstechnologie versorgen.

Neben Muhle gab Westerkamp einen Überblick über die Arbeit des Kompetenzzentrums. Prof. Dr. Walter Colombo von der Hochschule Emden/Leer stellte Ideen zu Co-Innovationen für die Region, Europa und die Welt vor, die insbesondere im geplanten „Innovation Hub“ zum Tragen kommen sollen. Die große Praxisnähe des Kompetenzzentrums zeigte sich auch durch die Anwesenheit verschiedener Experten aus der Wirtschaft. So stellte etwa Ivan Zaytsev vom Amazon Web Service Cloudlösungen von Amazon vor und Roland Essmann, Head of Production Intelligence, veranschaulichte die konkrete Umsetzung der Smart Factory im Konzern Honeywell.

 

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Clemens Westerkamp
Telefon: 0541 969-3649
E-Mail: c.westerkamp@hs-osnabrueck.de

 

Von: Jasmin Schulte

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