Radikalen Hoffnung: Mit der Kraft des Councils gegen die Klima-Angst Mittwoch, 8. April 2026
Nachhaltigkeit beginnt im Herzen
Im Modul „Nachhaltigkeit in Konsum und Produktion“ lernten Studierende des vierten Semesters bei Frau Prof. Hoy die Methode Council kennen – eine achtsame Dialogform, bei der Teilnehmende im Kreis sitzend aus dem Herzen sprechen und einander empathisch zuhören, um Gemeinschaft und tiefere Verbindung zu fördern. Statt Zahlen, Daten, Fakten stand bei dieser Methode die emotionale Rückbesinnung auf die Natur/Umwelt im Fokus. Über die Übung „3 Minuten Wurzeln“ suchten die Teilnehmenden zunächst in ihrem inneren Fotoalbum nach einem Bild der Freude in der Natur. Ziel war es, diese Gefühle ins Hier und Jetzt zu holen und sich auf Herzensebene damit zu verbinden. Im Folgenden lernten die Studierenden verschiedenen Council-Formen (Basic, Poesie, Web) kennen und tauschten sich über folgenden „Intent“ aus: „Welches kleine Naturwunder – ein Käfer, ein Baumloch, das Glitzern im Schnee – war in deiner Kindheit deine ganze Welt?“ Die Studierenden teilten nicht nur prägende Naturerfahrungen und Bilder aus ihrem inneren Fotoalbum miteinander, sondern auch eigens geschriebene kleine Gedichte (sog. Klima-Elfchen). Dieses Teilen von alltäglichen Naturwundern und -schönheiten ist kein Ignorieren der Klimakrise, sondern ein Akt der „Radikalen Hoffnung“. Denn wenn wir uns auf unsere Naturverbundenheit zurückbesinnen, wandelt sich Klimaschutz von einer Pflichtaufgabe zur intrinsischen Motivation. Diese positive Resonanz stärkt die psychologische Resilienz und wirkt der „Climate Anxiety“ (Klima-Angst) entgegen. Wer die Verbundenheit zur Natur spürt, entwickelt die Kraft, sie langfristig zu schützen.