Management im Gesundheitswesen (M.A.)
Weg zum Erfolg: Studium, Karriere und Netzwerk
Weg zum Erfolg: Studium, Karriere und Netzwerk
Studienerfolg ist immer individuell. Er ist gebunden an die individuellen Ziele, die Studierende mit ihrem Studium verbinden, und an die Voraussetzungen, die sie in ihr Studium mitbringen. Eine Übersicht über die Beratungs- und Unterstützungsangebote der Hochschule finden MIG-Studierende im digitalen Studienbegleiter im Intranet.
Franka und Joschua sind seit dem Wintersemester 2024 Studierende des Masters Management im Gesundheitswesen und berichten über ihre Motivation und Erfahrungen im Hinblick auf ihr Masterstudium.
Franka Bach
„Zukunftsperspektiven im Gesundheitswesen durch praxisnahe Lehre und individuelle Schwerpunkte"
Warum hast du dich für das Studium entschieden?
Ich habe mich für den MIG entschieden, da er die Möglichkeit gibt den allgemeinen Bereich BWL mit der Branche Gesundheitswesen zu verbinden. So hat man die Möglichkeit sich Wissen zum Beispiel für eine Tätigkeit in Krankenhäusern anzueignen, aber auch Grundlagen aus dem Management und Recht zu erhalten.
Überzeugt hat mich daran die Chance, trotz der Branchenfokussierung, Schwerpunkte wie z.B. im Personalmanagement zu setzen.
Was war die Motivation noch MIG zu studieren?
Meine Motivation war, mir nach meinem allgemeinen BWL-Studium Wissen in einer zukunftsrelevanten Branche wie dem Gesundheitswesen anzueignen.
Wie kann man sich die Lehre im Studiengang MIG vorstellen?
Neben Vorlesungen gibt es Praxisprojekte und die Möglichkeit in Prüfungsleistungen praxisnahe Fälle zu bearbeiten. Die Prüfungsleistungen sind dabei sehr abwechslungsreich - neben klassischen Klausuren, werden Hausarbeiten geschrieben, alleine oder in Gruppen Referate/Präsentationen vorbereitet und Fall-/Planbeispiele erarbeitet.
Was gefällt dir besonders gut am Studium?
Mir gefällt die Arbeit an praxisnahen Aufgaben und die Gelegenheit in Praxisprojekten an Themen zu arbeiten, die aktuelle Herausforderungen z.B. in Krankenhäusern darstellen. Durch Gruppenarbeiten kann Wissen mit unterschiedlichen Studienhintergründen miteinander verbunden werden.
Außerdem kann man das Studium durch einen Wahlschwerpunkt im Personalmanagement, Controlling, Digitalisierung oder Consulting auf die eigenen Interessen zuschneiden.
Welche Voraussetzungen sollte man für das Studium mitbringen?
Voraussetzung ist auf jeden Fall Team- und Kommunikationsfähigkeit, da in vielen Modulen Gruppenarbeiten im Vordergrund stehen. Zudem werden Praxisfälle bearbeitet, für die es nicht die eine Lösung gibt, sodass das Interesse Probleme zu identifizieren und auf eine Lösung zu kommen, relevant ist. Durch Prüfungsleistungen auch innerhalb des Semesters ist eine gute Selbstorganisation hilfreich.
Was spricht für den Studienstandort Osnabrück?
Osnabrück ist eine schöne Stadt mit vielen Cafés und Kneipen. Osnabrücker Arbeitgeber aus dem Gesundheitswesen, wie Krankenhäuser und Krankenkassen, ermöglichen neben dem Studium zu arbeiten. Dafür schafft die Hochschule die notwendigen Voraussetzungen mit bis zu zwei freien Tagen in der Woche, die zum Beispiel für eine Werkstudententätigkeiten genutzt werden können.
Joschua Fröhlich
„Gemeinschaftlich Gutes bewirken durch interdisziplinäre Lehre und praxisnahe Erfahrungen“
Wieso hast du dich für Management im Gesundheitswesen (MIG) an der Hochschule Osnabrück entschieden?
Meine Motivation entstand durch erste berufliche Berührungspunkte mit dem Gesundheitswesen, wo mich die solidarische Zusammenarbeit und die gemeinsame Bereitschaft, Gutes zu tun, beeindruckt haben – damit kann ich mich stark identifizieren.
Wie kann man sich die Lehre im Studiengang MIG vorstellen?
Die Lehre im MIG zeichnet sich durch die vielseitige Interdisziplinarität der Dozierenden aus, die praxisnahe Erfahrungen einbringen und stets einen starken Bezug zur praktischen Anwendung haben.
Wodurch zeichnet sich der Studiengang aus?
Das dritte Semester steht ganz im Zeichen zahlreicher praktischer Projekte und Kooperationen mit Praxispartnern. Diese enge Zusammenarbeit macht nicht nur Spaß, sondern bietet auch wertvolle Einblicke in die Abläufe, wodurch Theorie und Praxis miteinander verbunden werden und man optimal auf die Zeit nach dem Studium vorbereitet wird.
Welche Voraussetzungen sollten für das Studium mitgebracht werden?
Auf jeden Fall Freude an Projekten und Gruppenarbeiten, da der der Anteil von klassischen Klausuren eher gering ist.
So vielfältig die Disziplinen des Managements sind, so vielfältig sind auch die Berufsperspektiven und realisierten Karrierewege der Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs. Hier einige spannende Beispiele:
Vier Fragen an ...
... ANNEGRET BALTERS - GESCHÄFTSFÜHRUNG PARACELSUS KLINIKEN BAD ESSEN
1. Was ist Ihre jetzige Position?
Ich bin aktuell Geschäftsführerin der Paracelsus Kliniken Bad Essen GmbH, die drei Rehabilitationskliniken sowie eine Adaptionseinrichtung umfasst.
In meiner Position trage ich die wirtschaftliche und organisatorische Gesamtverantwortung und kümmere mich um die strategische Ausrichtung sowie die Repräsentation des Standortes.
2. Wie war Ihr Weg dorthin?
Bereits während des Studiums war mir klar, dass ich beruflich in die Richtung Klinik-/Krankenhausmanagement gehen möchte. Kurz nach dem Abschluss des Masterstudiums begann ich deshalb das Traineeprogramm bei den MEDIAN Kliniken, dem größten Rehabilitationsanbieter Deutschlands. Hier lernte ich an unterschiedlichen Kliniken und Standorten in Deutschland das operative Klinikgeschäft von der Pike auf kennen. Dabei lag der Fokus auf den Bereichen: Personal- und Projektmanagement, Controlling und Qualitätsmanagement.
Neben den praktischen Einsätzen in den Kliniken, ging es im Traineeprogramm auch um die Persönlichkeitsentwicklung. In unterschiedlichen Coachings und Seminaren konnte ich meine Softskills ausbauen und mich als Führungskraft weiterentwickeln.
Noch während meiner Traineezeit bekam ich dann eine Stelle als Verwaltungsleiterin von zwei Kliniken angeboten und trat meine erste Führungsposition an. Seitdem habe ich deutschlandweit unterschiedliche Kliniken bei unterschiedlichen Klinikträgern verantwortet und bin seit Anfang des Jahres 2023 Geschäftsführerin in Bad Essen.
3. Welchen Nutzen hatte hierfür das Masterstudium?
Die theoretischen Inhalte des Masterstudiengangs „Management im Gesundheitwesen“ an der Hochschule Osnabrück haben mich gut auf meinen Werdegang in der Gesundheitsbranche vorbereitet. Am meisten profitiert habe ich persönlich von den praxisnahen Vorlesungen und Veranstaltungen. Es war toll von Menschen zu lernen, die langjährige praktische Erfahrungen im Bereich des Klinikmanagements gesammelt haben.
4. Welche ist die „entscheidendste Kompetenz“, die Sie aus dem Studium mitgenommen haben?
Im Rahmen des Studiums werden Themen aus vielen Bereichen (z.B. Ökonomie, Recht, Medizin) gelehrt. Das Gesundheitswesen wird also aus sehr unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und bewertet. Dieser differenzierte, aber trotzdem ganzheitliche Ansatz Sachverhalte zu betrachten, hilft mir noch heute bei der Lösung von Problemen oder der Optimierung von Prozessen.
Vier Fragen an ...
... DR. MORITZ ESDAR - REFERENT FÜR DIGITALISIERUNG UND E-HEALTH BEI DER DEUTSCHEN KRANKENHAUSGESELLSCHAFT
1. Was ist Ihre jetzige Position?
Derzeit arbeite ich als Referent für Digitalisierung und eHealth bei der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) in Berlin. In meiner Position geht es vor allem um die Einflussnahme auf die Gestaltung von Digitalgesetzgebungen der Bundesregierung und der EU sowie um die aktive Politikgestaltung im Sinne der Verhandlung von Vereinbarungen zu entsprechenden Themen mit den Partnern der Selbstverwaltung, insbesondere dem GKV-Spitzenverband.
2. Wie war Ihr Weg dorthin?
Nach einer betriebswirtschaftlich orientierten Bachelorausbildung und ersten Tätigkeiten im Controlling und Projektmanagement verschiedener Krankenhäuser habe ich im Rahmen meines Masterstudiums in Osnabrück und Auckland zunehmend Interesse an der Forschung und dem Thema Digitalisierung gefunden. Dadurch fand ich nach meinem Masterstudium direkt Anschluss als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe Informatik im Gesundheitswesen von Prof. Dr. Ursula Hübner. Hier habe ich vor allem zu digitalen Reifegradmodellen und zum Thema Innovationsmanagement im Krankenhaus geforscht und in Kooperation mit der Universität Osnabrück promoviert.
Parallel habe ich an der HS Osnabrück in den Bereichen Statistik und Digitalisierung gelehrt und ab 2020 eine Verwaltungsprofessur für Digital Health übernommen, in deren Rahmen ich auch die wissenschaftlich-fachliche Leitung des Studiengangs MIG übernehmen durfte und an der Weiterentwicklung des Curriculums gearbeitet habe.
Nicht zuletzt im Rahmen meiner Forschungstätigkeit ist mir zunehmend bewusst geworden, wie wichtig die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Digitalisierung, aber auch für die Qualität und Effizienz des Gesundheitswesens insgesamt sind. Das hat mich letztlich dazu bewogen, in meine jetzige Position zu wechseln.
3. Welchen Nutzen hatte hierfür das Masterstudium?
Es gibt nur wenige Studiengänge, die mich auf meine recht spezifische Tätigkeit an der Schnittstelle von Digitalisierung, Gesundheitsökonomie, Betriebswirtschaft, Forschung und Politik hätten vorbereiten können. Der MIG hat dies durch das breite fachliche Spektrum und vor allem durch die erfahrenen und kompetenten Lehrenden sehr gut leisten können.
Während des Studiums entwickelt man ein tiefes Verständnis dafür, wie Gesundheitsorganisationen funktionieren und wie sie in einem komplexen Umfeld gemanagt werden kann - immer auch im Hinblick auf die Kooperation und Kommunikation mit unterschiedlichen Professionen, was insbesondere auch durch die vielfältige Zusammenarbeit mit den Kommiliton*innen kultiviert wird.
Fachlich profitiere ich in meiner Tätigkeit insbesondere von den forschungsorientierten Lehrinhalten, den Digitalisierungsthemen und den rechtlichen Ausbildungsanteilen im MIG.
4. Welche ist die „entscheidendste Kompetenz“, die Sie aus dem Studium mitgenommen haben?
Entscheidend war meines Erachtens vor allem die Ausbildung der Fähigkeit Steuerungsansätze (seien sie politischer oder betriebswirtschaftlicher Natur) kritisch reflektieren und mit adäquaten methodischen Herangehensweisen bewerten und aktiv gestalten zu können. Aber auch die Ausbildung eines ganzheitlichen Verständnisses des Gesundheits- und Krankenhauswesens mit seinen gesundheitsökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen bzw. Anreizstrukturen habe ich als sehr hilfreich empfunden.
Vier Fragen an ...
... SASKIA KAUNE - PROKURISTIN & KAUFM. LEITUNG VITOS KASSEL
1. Was ist Ihre jetzige Position?
Derzeit arbeite ich als Prokuristin / kaufmännische Leitung und in Personalunion als Personalleitung bei Vitos Orthopädische Klinik Kassel und Vitos Kurhessen. Mein Aufgabenspektrum reicht von der Führung der mir unterstellten Teams (Personalteam, Unternehmenskommunikation, Unternehmensentwicklung, Qualitätsmanagement etc.) über die Mitentwicklung von strategischen Maßnahmen bis zur Organisation und Umsetzung von operative Vorgängen, Prozessen und Projekten sowohl in der Verwaltung als auch in berufsgruppenübergreifenden Themengebieten. Derzeit begleite ich aktiv einen Verschmelzungsprozess der beiden Einrichtungen mit.
2. Wie war Ihr Weg dorthin?
Nach dem Abitur absolvierte ich zahlreiche Praktika in der Gesundheitsbranche und entschied mich dann für das Bachelorstudium "Betriebswirtschaft im Gesundheitswesen" an der Hochschule Osnabrück. Darauf folgte das Masterstudium "Management im Gesundheitswesen", welches ich sowohl an der Hochschule Osnabrück als auch an der University of Auckland absolvierte. Nach dem Studium entschied ich mich, die internationale Ausrichtung und den Gesundheitsschwerpunkt beizubehalten und ging als Junior Beraterin zu ICME nach Berlin. Um das operative Krankenhausgeschäft noch besser kennenzulernen und mich als Nachwuchsführungskraft weiterzuentwickeln, entschied ich mich nach kurzer Zeit, ein Trainee-Programm bei der AGAPLESION gAG zu absolvieren. Hier hatte ich die Möglichkeit, an verschiedenen Standorten in Deutschland sowohl den Wohn- und Pflegebereich als auch den Krankenhausbereich kennenzulernen. Um das strategische Handeln und die Konzernpolitik zu vertiefen, bekam ich zudem die Möglichkeit als Vorstandsassistentin zu arbeiten. Ein Schwerpunkt als Vorstandsassistentin war u.a. die Organisation von zahlreichen Veranstaltungen zu verschiedenen Themen mit unterschiedlichen Zielgruppen (von Ärztlichen Direktoren über Führungskräfte aus verschiedenen Berufsgruppen des Gesundheitswesens bis zur Management-Ebene aus anderen Branchen). Während dieser Zeit absolvierte ich weiterhin Nachwuchsführungsprogramme, wie u.a. das Mentoring-Programm von B. Braun oder die Fortbildung zur Krankenhausmanagerin des mibeg-Instituts. Den Wunsch, als Führungskraft tätig zu werden, konnte ich danach realisieren und trat meine Stelle als Verwaltungsdirektorin der AGAPLESION DIAKONIE KLINIKEN KASSEL an. Durch das vorhandene Netzwerk wurde mir dann meine jetzige spannende Stelle, als Kaufmännische Leitung / Prokuristin und Personalleitung, bei Vitos angeboten.
3. Welchen Nutzen hatte hierfür das Masterstudium?
Das Masterstudium "Management im Gesundheitswesen" an der Hochschule Osnabrück vermittelte mir zum einen die notwendigen fachlichen Inhalte, die ich tagtäglich für meine Arbeit nutze – gerade in Bezug auf die operativen Themen. Zudem erlernte ich durch das Studium schon die ersten Methoden, Softskills und Fähigkeiten, die mir nun als Instrumentarium in meiner Führungsrolle dienen. Durch das Studium lernte ich darüber hinaus anhand von Projekten und durch die Zusammenarbeit mit Krankenhäusern und den Professoren, die auch viel Erfahrung in der Praxis hatten, den Transfer von Theorie und Wissenschaft in die Praxis.
4. Welche ist die „entscheidendste Kompetenz“, die Sie aus dem Studium mitgenommen haben?
Die entscheidendste Kompetenz ist, Theorien und wissenschaftliche Themen so zu übersetzen und zu adaptieren, dass sie gut in der Praxis umgesetzt werden können. Auch betriebswirtschaftliche Herausforderungen zu erkennen und dafür kreative Lösungen zu entwickeln wurde durch das Studium und die verschiedenen Projekte gefördert.
Vier Fragen an ...
... JULIA SWIENTY - KAUFMÄNNISCHE DIREKTORIN MARIA FRIEDEN TELGTE
1. Was ist Ihre jetzige Position?
Ich bin als kaufmännische Direktorin für die Rehabilitationsklink Maria Frieden in Telgte, eine Einrichtung der St. Franziskus Stiftung Münster, verantwortlich. In dieser Position bin ich verantwortlich für die mir unterstellten Abteilungen sowie für die strategische und wirtschaftliche Ausrichtung der Klinik.
2. Wie war Ihr Weg dorthin?
Nach Fertigstellung meiner Masterarbeit habe ich ein kaufmännisches Traineeprogramm in der St. Franziskus Stiftung Münster absolviert. Im ersten halben Jahr wurde ich am Niederrhein in einem Krankenhaus eingesetzt. Dort habe ich die Bereiche Controlling, QM, Projektmanagement und Personal im alltäglichen Doing kennen gelernt. Mein zweiter Einsatz war in der Klinik Maria Frieden Telgte, in der ich auch bis heute bin. Hier bin ich als Assistentin des Verwaltungsdirektors eingestiegen und habe meine ersten eigenen Projekte betreut. Nachdem ich mein Traineeprogramm beendet hatte, wurde ich von der Klinik als Assistentin der Geschäftsführung übernommen. Darüber hinaus habe ich vermehrt Controlling-Aufgaben übernommen, sodass ich nach einem Jahr für den Bereich Kosten- und Erlöscontrolling verantwortlich war. Seit dem 01.10.2019 bin ich – nach Ausscheiden meines Chefs – seine Nachfolge angetreten und kaufmännische Direktorin.
3. Welchen Nutzen hatte hierfür das Masterstudium?
Im Master habe ich die wesentlichen Grundlagen für meinen beruflichen Alltag gelernt. Ich hatte die Möglichkeit, durch mein Hintergrundwissen in Thematiken schnell einzusteigen. Durch die verschiedenen Projektarbeiten, die wir im Studium erstellt haben, konnte ich die dort erworbenen Fähigkeiten in operativen Projekten gut anwenden.
4. Welche ist die „entscheidendste Kompetenz“, die Sie aus dem Studium mitgenommen haben?
Eine „entscheidendste Kompetenz“ kann ich gar nicht genau definieren. Ich kann aber sagen, dass ich mich durch mein Studium und die vermittelten Studieninhalte sehr gut auf das Berufsleben vorbereitet gefühlt habe. Durch unser Studium sind wir sehr breit aufgestellt und haben von Personalthemen, über Medizinrecht, Controlling und Finanzierung viele essentielle Bereiche im Gesundheitswesen kennen gelernt. Durch den Aufbau des Studienganges hat man die Möglichkeit, Schwerpunkte zu setzen und in die Themen noch tiefer einzusteigen.
Vier Fragen an ...
... STEFFEN ZUKUNFT - GESCHÄFTSFÜHRUNG PFLEGETEAM AM SCHLOSS
1. Was ist Ihre jetzige Position?
Ich bin Mitglied der Geschäftsführung im Pflegeteam am Schloss und des Sanatorium Kassen. Das Pflegeteam am Schloss betreibt einen ambulanten Pflegedienst, zwei Tagespflegeeinrichtungen sowie eine Kindertagesstätte für unsere Mitarbeitenden. Das Sanatorium Kassen ist eine Einrichtung der Eingliederungshilfe und bietet Menschen mit einer psychischen Behinderung ein Zuhause. Hierzu gehört eine stationäre Wohnform sowie eine ambulante Unterstützung für das eigenständige Wohnen.
2. Wie war Ihr Weg dorthin?
Sicherlich nicht ganz gradlinig. Ich habe meine Ausbildung nicht in der Gesundheits- sondern in der Finanzbranche begonnen. Den Grundstock legte ich mit einer Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Commerzbank in Osnabrück. Nach meiner Ausbildung bot mir die Bank an, in Hamburg zu arbeiten und gleichzeitig dort zu studieren. Aus diesem Grund zog es mich als „Landei“ zunächst in die Großstadt. Dort absolvierte ich ein BWL Bachelorstudium und durfte währenddessen die unterschiedlichsten Abteilungen der Commerzbank kennenlernen. Im Anschluss an das Studium wurde ich im Rahmen eines Traineeprogramms zu einem sogenannten Unternehmerkundenbetreuer ausgebildet und war danach auch genau in dieser Position bei der Commerzbank tätig.
Nach insgesamt 8 Jahren in der Bank bemerkte ich allerdings, dass meine Lernkurve zunehmend langsamer wurde, da mir vieles bereits vertraut war. So stand ich vor der Entscheidung, entweder mein Wissen in der Bank weiter zu vertiefen und mich in Richtung eines Spezialisten zu entwickeln oder mich einer völlig neuen Herausforderung zu stellen. Mit 26 Jahren war ich zu diesem Zeitpunkt noch relativ jung, weshalb ich mich entschloss, ein neues Feld zu betreten, das mir mehr Potenzial zur Weiterentwicklung bot. Bereits während meines BWL-Bachelorstudiums hatte ich ein Praktikum in einer Klinik absolviert, was mein Interesse an der Gesundheitsbranche geweckt hatte. Aus diesem Grund entschloss ich mich, meinen Master in „Management im Gesundheitswesen“ in meiner alten Heimat Osnabrück zu beginnen. Die Gesundheitswelt versprach mir nicht nur neue fachliche Herausforderungen, sondern auch die Möglichkeit, mich in einem Bereich zu engagieren, in dem ich einen direkten Beitrag zum Wohl von Menschen leisten konnte.
Über eine Werkstudententätigkeit bin ich letztendlich im Sanatorium Kassen gelandet. Das von der Familie Kassen geführte Unternehmen befindet sich inmitten der Generationsübergabe, bei der die Unternehmensverantwortung von den Eheleuten Kassen an ihre Tochter, Lena Kassen von Holdt, übergeht. Da im Jahr 2021 auch das Pflegeteam am Schloss erworben wurde, suchte Frau Kassen von Holdt noch jemanden, der gemeinsam mit ihr die Verantwortung für beide Unternehmen übernehmen würde – wodurch ich ins Spiel kam.
3. Welchen Nutzen hatte hierfür das Masterstudium?
Der Studiengang verschaffte mir das notwendige theoretische Fundament, um meinen jetzigen Job ausüben zu können. Zudem profitierte ich besonders davon, dass viele Dozenten direkt aus der Praxis kamen und uns regelmäßig mit aktuellen Fragestellungen und realen Szenarien aus Ihrem Berufsalltag konfrontierten.
4. Welche ist die „entscheidendste Kompetenz“, die Sie aus dem Studium mitgenommen haben?
Die entscheidendste Kompetenz, die ich aus meinem Studium mitgenommen habe, ist die Fähigkeit, Probleme systematisch und analytisch zu bearbeiten. Ich habe gelernt, dass es wichtig ist, ein Problem zunächst klar zu definieren und aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. Nur durch eine gründliche Analyse des Ist-Zustands lässt sich eine fundierte Lösung entwickeln. So werden übereilte Entscheidungen vermieden, die langfristig möglicherweise mehr Aufwand oder Korrekturen erfordern.
Die Hochschule Osnabrück bietet ihren Studierenden eine durchgehende akademische Ausbildungskarriere vom Bachelor über den Master bis zur Promotion.
Weitere Informationen zur Möglichkeit einer wissenschaftlichen Weiterqualifizierung.
Es gibt einen Platz im Netz, an dem sich die Studierenden und Absolvent*innen des Masterstudiengangs Management im Gesundheitswesen/Management in der Gesundheitsversorgung treffen können. Das soziale Netzwerk LinkedIn bietet die Möglichkeit, Kontakte leichter herzustellen und sich über Neuigkeiten auszutauschen.
In der Gruppe "Studiengang MIG der Hochschule Osnabrück" werden bspw. Veranstaltungstermine bekannt gegeben und Stellenanzeigen eingestellt. Jede Absolventin, jeder Absolvent und jeder MIG-Studierende wird auf Wunsch in das Online-Netzwerk eingeladen.