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Sie möchten die leckeren Gerichte, die Sie während einer Veranstaltung im WABE-Zentrum genossen haben, zu Hause nachkochen?! Wir stellen Ihnen die entsprechenden Rezepte gern zum Download zur Verfügung.
Berichte
Veranstaltungsberichte ab jetzt im Blog Oec
Berichte zu Veranstaltungen und Aktionen im WABE-Zentrum finden Sie ab jetzt im Blog Oec.
Die Teilnehmer*innen des Workshops „Mit Herz und Hacke“, der im Rahmen der Verbraucherwoche „Wissen in Aktion – EssAlltag nachhaltig gestalten“ stattfand, erlebten einen informativen und abwechslungsreichen Nachmittag. Das Projekt wurde in Kooperation mit dem WABE-Zentrum Klaus Bahlsen durchgeführt und bot vielfältige Einblicke in die Themen Boden, Anbauplanung und nachhaltige Anbauweisen.
Ein Teil des Workshops fand im Gewächshaus des WABE-Zentrums statt – einem Ort, der seit vielen Jahren vom Studiengang Ökotrophologie als Lernraum für die unterschiedlichsten Aktionen im Rahmen der Ernährungsbildung dient.
Der thematische Einstieg widmete sich zunächst dem Boden. Gemeinsam wurde erarbeitet, welche natürlichen Bodenfunktionen für das Wachstum von Pflanzen entscheidend sind, wie Bodendegradation entsteht (als Bodendegradation bezeichnet man die Verschlechterung der Ökosystemdienstleistungen des Bodens bis hin zu deren völligem Verlust) und welche Maßnahmen zum Bodenschutz beitragen können. Verschiedene Bodenarten sowie die Bedeutung von Nährstoffen wurden anschaulich erläutert und intensiv besprochen.
Darauf aufbauend folgte der Bereich Anbauplanung. Die Gruppe tauschte sich über wichtige Vorüberlegungen aus – etwa Standortwahl, Fruchtfolgen und sinnvolle Pflanzenkombinationen.
Kurze Aufenthalte im Außenbereich dienten vor allem der Veranschaulichung einzelner Aspekte. Statt eines ausgedehnten praktischen Arbeitsteils stand der Austausch im Mittelpunkt: Erfahrungen wurden geteilt, Ideen diskutiert, und viele Fragen rund um nachhaltiges Gärtnern fanden Raum.
Am Ende des Workshops waren sich die Teilnehmenden einig: Der Nachmittag bot fundiertes Wissen, praxisnahe Einblicke und wertvolle Anregungen für den eigenen Alltag. Ein gelungenes Format – mit Herz, mit Hacke und mit vielen neuen Perspektiven.
Zum Auftakt der diesjährigen Wissen-in-Aktion-Woche fand im WABE-Zentrum am 3. November ein Hybrid-Vortrag mit dem Titel „Gesundheit³ – Digital und KI-gestützt gut beraten?“ statt. Interessierte konnten die Veranstaltung sowohl vor Ort als auch online über Zoom verfolgen.
Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Chancen und Potenziale der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und digitalen Tools in der Gesundheitsberatung und -förderung für Verbraucher*innen bietet – und wo zugleich Risiken und Grenzen liegen. Moderatorin Kathi Bode führte dabei über 1,5 Stunden durch ein spannendes Gespräch mit drei Expertinnen der Hochschule Osnabrück aus unterschiedlichen Gesundheitsbereichen.
Annika Griefahn, Physiotherapeutin und Promovendin, betonte die großen Chancen digitaler Versorgungsangebote. Digitale Tools könnten die physiotherapeutische Arbeit zielgerichtet unterstützen, etwa indem sie Fortschritte besser sichtbar machen oder Übungen begleiten.
Christine Schilke, Beraterin und Trainerin im Bereich mentale Gesundheit, hob vor allem den Datenschutz als kritischen Punkt hervor. Während KI-Systeme sensible Gesundheitsdaten speichern und verarbeiten, unterliegen Therapeut*innen einer strikten Schweigepflicht – ein Spannungsfeld, das gut reguliert und transparent gestaltet werden müsse.
Auch im Bereich Ernährung zeigte sich eine Herausforderung: Dorothee Straka (Professorin für Ernährungskommunikation) machte deutlich, dass die Quellenlage zu Lebensmitteldatenbanken und aus Ernährungsprotokollen abgeleiteten, häufig KI-generierten Ernährungsempfehlungen selten offengelegt wird. Für Verbraucher*innen sei es daher schwer zu erkennen, wie fundiert und evidenzbasiert z.B. Ernährungs-App basierte Empfehlungen tatsächlich sind.
Trotz dieser Risiken waren sich alle Sprecherinnen einig: KI kann ein wertvolles ergänzendes Werkzeug in der Gesundheitsförderung sein – zur Unterstützung, Vor- und Nachbereitung, zur Strukturierung von Beratung oder zur Entlastung von Fachkräften. Entscheidend bleibe jedoch, dass KI die therapeutische Arbeit ergänzt, nicht ersetzt.
Der Vortrag bot viele spannende Impulse, neue Perspektiven und einen lebendigen Austausch zwischen Expertinnen und Publikum – ein gelungener Start in die Wissen-in-Aktion-Woche.
Die Schülerinnen und Schüler einer 4. Klasse der Schule in der Dodesheide hatten das Vergnügen, einen aufregenden Tag im WABE-Zentrum zu erleben. Schon bei der Ankunft war klar, das ein buntes Programm rund um das Thema Kartoffeln auf dem Plan stand. Nach einer herzlichen Begrüßung wurden die Kinder in vier Gruppen eingeteilt, von denen jede ein eigenes Kartoffelrezept zubereitete. Zur Auswahl standen unter anderem ein leckeres Kartoffelfladenbrot oder ein leckerer Kartoffelkuchen. Eifrig und mit viel Spaß machten sich die Gruppen ans Werk, und schließlich landeten alle Kreationen im Backofen. Während die Gerichte langsam garten, nutzten die Kinder die Zeit für ein gemeinsames Frühstück. Frisch gestärkt ging es dann auf den Acker, um die Kartoffeln zu ernten, die die Kinder bereits im April gepflanzt hatten. Ein Traktor rodete die entsprechende Reihe, und die Kinder sammelten begeistert die frischen Kartoffeln ein. Zurück im WABE-Zentrum wurden die geernteten Kartoffeln sorgfältig auf Säcke verteilt, sodass jedes Kind am Ende des Tages einen Sack mit 5 kg Kartoffeln mit nach Hause nehmen konnte. Der krönende Abschluss des Tages war die Verkostung der selbstgemachten Kartoffelgerichte - alle waren sich einig: Einfach lecker! Die Kinder lernten viel über die Herkunft unserer Lebensmittel und hatten dabei großen Spaß. Ein rundum gelungener Tag!
Am Mittwoch, den 21. Mai 2025 empfing das WABE-Zentrum Klaus-Bahlsen in Lechtingen einen besonderen Besuch: Der Bürgermeister der Gemeinde Wallenhorst begrüßte gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Hochschule eine Delegation aus der polnischen Partnergemeinde Stawiguda. Unter den Gästen befanden sich neben dem Bürgermeister auch Ratsmitglieder sowie Schulleiterinnen und Schulleiter.
Im Rahmen des Besuchs erhielten die Gäste zunächst einen Einblick in die Geschichte und die Schwerpunkte des WABE-Zentrums. Vorgestellt wurden unter anderem vergangene Projekte, aktuelle Forschungsvorhaben wie das GROWTH-Projekt und es wurde ein Ausblick auf künftige Themenfelder gegeben. Dabei wurde deutlich, wie das Zentrum als Ort für Bildung, Forschung und Begegnung wirkt.
Ein besonderes Highlight stellte der Austausch kulturübergreifender Gemeinsamkeiten dar – beispielsweise rund um das Thema Hülsenfrüchte. Während man in Deutschland gerne sagt: „Das interessiert mich nicht die Bohne“, heißt es in Polen: „Wirf doch die Erbsen gegen die Wand“. Solche kleinen Sprachvergleiche sorgten für lustige Momente und stärkten das gegenseitige Verständnis.
Im Anschluss konnten sich die Besucherinnen und Besucher während eines Rundgangs durch das WABE-Zentrum ein Bild von dem vielseitigen Angebote vor Ort machen und den Sinnespfad erkunden.
Ein gemeinsamer Imbiss - liebevoll im WABE-Zentrum zubereitete regionale und saisonale Speisen - rundete das Programm ab.
Neben dem lebendigen Austausch wurden auch Potenziale für eine künftige Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Wallenhorst, der Partnergemeinde Stawiguda und der Hochschule ausgelotet. Der Besuch war ein gelungenes Beispiel für gelebte Partnerschaft, Austausch und Vernetzung über Ländergrenzen hinweg.
Insgesamt 14 wissenschaftliche Mitarbeitende sowie Lehrkräfte für besondere Aufgaben haben das hochschuldidaktische Zertifikatsprogramm WIMHOS erfolgreich abgeschlossen.
„Wir waren eine super wertschätzende Gruppe und konnten dank der verschiedenen Erfahrungen viel voneinander lernen – ich habe mich auf jeden Termin gefreut!“ berichtet die Programmteilnehmende Sigrun Baldes während der Abschlussveranstaltung. Bei dem hochschuldidaktischen Zertifikatsprogramm WIMHOS kommen wissenschaftliche Mitarbeitende, die in der Lehre eingebunden sind, und Lehrkräfte für besondere Aufgaben zusammen, um ihre Lehre zu verbessern sowie ihre eigene Lehrpersönlichkeit weiterzuentwickeln. Der mittlerweile 9. Durchgang des Programms fand seinen Abschluss im naturgelegenen WABE-Zentrum, wo die 14 Teilnehmenden gemeinsam mit ihren Coaches auf das gemeinsame Jahr zurückblickten. Sie erhielten ihr Zertifikat und feierten den gelungenen Abschluss.
Text und Foto: Ida Franziska Groß
Doppelte Transformation- Herausforderungen von heute in Chancen für morgen verwandeln?!
Am 21. März ging es beim Kamingespräch im WABE -Zentrum in Osnabrück genau um diese Fragen.
Ist die Doppelte Transformation eine Vision für die Zukunft, oder schon heute umsetzbar? Welche menschlichen, technischen und organisatorischen Aspekte sollten dabei berücksichtigt werden? Wie kann eine konkrete Roadmap für Wertschöpfungsketten der Agrar-, Forst- und Ernährungswirtschaft aussehen, um schneller nachhaltiger, digitaler und resilienter zu werden?
Die in ihren sehr unterschiedlichen Arbeitsfeldern mit der Thematik vertrauten Teilnehmer und Teilnehmerinnen am Kamingespräch gaben hierzu praxisnahe Einblicke und tauschten ihre persönlichen Erfahrungen aus. Alle sehen die Notwendigkeit des Wandels, einige zögern jedoch noch Veränderungen im Umfeld des eigenen Unternehmens jetzt schon umzusetzen.
Bei der lebhaften Diskussion sind vor allem fünf Vorteile für Unternehmen genannt worden. Sie gelten für jene, die heute schon aktiv agieren statt zu zögern.
- Wettbewerbsvorteile: Unternehmen, die Gestaltungswillen bei der Doppelten Transformation zeigen, sind häufig auch Vorreiter in Sachen Innovationen. Ein Beispiel sind die Landwirte, die an einer für sie maßgeschneiderten >> AgrarCloud mitarbeiten. Wer frühzeitig auf nachhaltige Technologien und Prozesse setzt, verschafft sich Wettbewerbsvorteile, indem er effizienter arbeitet, Kosten senkt und neue Marktsegmente erschließt.
- Kundenzufriedenheit: Marktpartner in der Wertschöpfungskette legen zunehmend Wert auf nachhaltige und ethische Produkte. Sie integrieren das Qualitätsmerkmal Nachhaltigkeit in ihre Marketingstrategie, bauen Vertrauen bei Verbrauchern auf und das Gefühl, durch den Einkauf Positives zu bewirken.
- Langfristige Resilienz: In Digitalisierung und Nachhaltigkeit investierende Unternehmen entlang von Wertschöpfungsketten sind besser gewappnet gegen Risiken durch Umweltveränderungen, Pandemien, neuen regulatorischen Vorgaben und gesellschaftlichen Erwartungen. Sie haben erkannt, dass die Doppelte Transformation eine Gemeinschaftsleistung der gesamten Kette ist. Mit Investitionen in gemeinsame digitale Ökosysteme können sie auf Krisensituationen schneller reagieren und sichern sich ihre Resilienz und damit ihre langfristige Stabilität.
- Attraktivität als Arbeitgeber: Junge Leute an Hochschulen und in der Berufsausbildung streben sinnvolle Karrieren an. Von ihren zukünftigen Arbeitgebern erwarten sie Innovationskraft und die Umsetzung der wichtigsten Nachhaltigkeitsziele. Agrarorganisationen und Unternehmen regionaler Wertschöpfungspartnerschaften mit klarer Nachhaltigkeitsagenda ziehen nicht nur talentierte Nachwuchskräfte an, sondern beteiligen sich heute schon am >> lebenslangen Lernen Konzept der EQAsce.
- Zugang zu Kapital: Nachhaltige Unternehmen und Wertschöpfungsketten profitieren vom besseren Zugang zu Banken und Investoren. Denn diese legen heute immer mehr Wert auf ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung). Somit erhöhen sich die Chancen auf Finanzierungen von neuen Technologien, Prozessen, Infrastruktur und Weiterbildungsmaßnahmen.
Alle Teilnehmenden waren sich darin einig, noch in diesem Jahr weitere Kamingespräche im Rahmen von Team Leadership Camps zu organisieren und durchzuführen.
Und dies aus drei guten Gründen:
- Relevanz des Themas Doppelte Transformation
- Richtiger Zeitpunkt, gerade jetzt Wettbewerbsvorteile zu nutzen
- Führungskompetenz ist dringend gefragt bei der Umwandlung ökologischer, ökonomischer und sozialer Herausforderungen in Chancen für die Agrar-, Forst- und Ernährungswirtschaft
(Text: Education and Qualification Alliance SCE [EQAsce])
(Osnabrück, 24. Oktober 2024) Das WABE-Zentrum Klaus Bahlsen, der Lehr- und Versuchsbetrieb des Studienbereichs Ökotrophologie an der Hochschule Osnabrück, hat mit einem Festakt das 20-jährige Bestehen gefeiert. Zahlreiche Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter, die das Entstehen des WABE-Zentrums Klaus Bahlsen ermöglicht hatten, waren der Einladung von Prof. Dr. Dorothee Straka, Versuchsbetriebsbeauftragte des WABE-Zentrums, gefolgt.
Verschiedene aktuelle und ehemalige Professorinnen gaben Einblicke in ihre Verbindung zum Lehr- und Versuchsbetrieb. Außerdem hielt Dr. Stefan Storcksdieck genannt Bonsmann, Kommissarischer Leiter des Instituts für Ernährungsverhalten am Max Rubner-Institut, einen Festvortrag. Er referierte zum hochaktuellen Thema Ernährungskompetenzen, was auch am WABE-Zentrum eine zentrale Rolle spielt. Den Abschluss bildete die Preisverleihung des Klaus-Bahlsen Preises 2024. Drei Studentinnen aus unterschiedlichen Studiengängen wurden hierbei für ihre Bachelorarbeiten ausgezeichnet.
Gesellschaftlich relevantes Thema Ernährung vorantreiben
In drei kurzen Grußworten gratulierten Prof. Dr. Bernd Lehmann, Dekan der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur, Prof. Dr. Dorothee Straka, Professorin für Ernährungskommunikation und Versuchsbetriebsbeauftragte sowie Dr. Sabine Schopp, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung. Aus verschiedenen Perspektiven beleuchteten sie ihre Sichtweise auf die letzten 20 Jahre und freuten sich über die gelungene Etablierung zu einem Leuchtturm der nachhaltigen Lebensmittelproduktion und -zubereitung sowie der Ernährungs- und Verbraucherbildung.
Stellvertretend für die Klaus- und Rut Bahlsen Stiftung war Dr. Sabine Schopp vor Ort. Neben der Finanzierung des Baus wurden seit 2004 viele weitere Projekte im Hochschulbetrieb durch Stiftungsmittel gefördert. Schopp lobte die inhaltlich wichtige Arbeit, die seit Beginn im WABE-Zentrum Klaus Bahlsen von den Lehrenden, Mitarbeitenden und Studierenden geleistet wird: „Bei der Gründung war das Ziel, optimale Lehr- und Forschungsbedingungen zu ermöglichen - das ist gelungen. Gleichzeitig profitieren seit jeher auch die Studierenden von diesen sehr guten Voraussetzungen. Die Hilfe aller Beteiligten war und ist notwendig, um die vielseitige und gesellschaftlich relevante Ernährungs- und Verbraucherbildung mit ihren Bezügen zu Nachhaltigkeit und Lebensmittelproduktion voranzutreiben.“
Dass hier weiterhin großer Bedarf besteht, zeigte der Festvortag „Bildung nachhaltig genießen“ von Dr. Stefan Storcksdieck genannt Bonsmann. Er gab insbesondere vertiefte Einblicke in eine Studie aus dem Jahr 2020, indem die Ernährungskompetenz der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland beleuchtet wurde. Ein Fazit lautete, dass eine soziale Ungleichheit im Ernährungsverhalten sichtbar ist. Insbesondere junge Menschen haben demnach einen besonders hohen Anteil an unzureichender Ernährungskompetenz.
Im Anschluss blickten zwei ehemalige Professorinnen auf die Entstehungsgeschichte und die weitere Entwicklung des WABE-Zentrums zurück. Anschließend entwarfen drei aktuelle Professorinnen Zukunftsszenarien für den Lehr- und Versuchsbetrieb. Prof. Dr. Dorothee Straka, die durch das Programm führte, konnte dabei sowohl auf die Vergangenheit zurückblicken als auch ihre Zukunftsideen aufzeigen. Straka ist seit 2012 Versuchsbetriebsbeauftragte und hat die jüngere Vergangenheit mitgestaltet: „Das WABE-Zentrum Klaus Bahlsen ist dank der Unterstützung durch die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung und die Hochschule ein wichtiger Ort für Wissenschaftskommunikation für die Region Osnabrück und darüber hinaus. Dies zu gestalten, soll zukünftig noch stärker auch für unsere Studierenden erfahrbar sein.“
Gewinnerinnen des Klaus Bahlsen Preises decken grüne Wertschöpfungskette ab
Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung fand auch die Preisverleihung des Klaus-Bahlsen-Preises 2024 statt. Drei Studentinnen aus den Studiengängen „Wirtschaftsingenieurwesen Agrar/Lebensmittel“, „Angewandte Pflanzenbiologie“ und „Ökotrophologie“ wurden für ihre jeweilige Bachelorarbeit ausgezeichnet.
Den ersten Platz belegte Lena Kuschel, die in ihrer Abschlussarbeit ihr eigene Geschäftsidee „RAWRY“ evaluierte. Kuschel skizzierte die Herstellung der veganen, glutenfreien und zuckerfreien "RAW Cakes im Glas" und analysierte zudem das Marktpotential.
Carina Hartfiel konnte mit ihrer Bachelorarbeit aus dem Studiengang „Ökotrophologie“ den zweiten Platz erzielen. Sie entwickelte zwei verschiedene Molkedrinks und führte Befragungen zur Beliebtheit und Akzeptanz durch. Es zeigte sich, dass beide Drinks grundsätzlich gut angenommen werden. Der Molkedrink, der mit Erdbeeren und weiteren Früchten hergestellt wird, wurde insgesamt positiver bewertet als der Molkedrink, der unter anderem mit Spinat und Ingwer zubereitet wurde.
Den dritten Platz belegte Lea Maria Barbara Wittmann aus dem Studiengang „Angewandte Pflanzenbiologie“. Wittman untersuchte, welche Faktoren die Hohlstrunkigkeit bei Brokkoli beeinflussen und legte den Fokus hierbei vor allem auf die Höhe und Verteilung des Stickstoffangebots.
Thematisch bildeten die drei Absolventinnen mit ihren Abschlussarbeiten die Wertschöpfungskette der Lebensmittel aus ihrer jeweiligen besonderen Fachperspektive ab und überzeugten durch eine hohe Qualität. „Es freut mich, dass wir erneut drei hervorragende Abschlussarbeiten prämieren konnten. Die Arbeiten haben einen sehr hohen Praxisbezug und liefern wichtige Erkenntnisse, an denen weiter geforscht werden kann“, erklärt Prof. Dr. Dorothee Straka.
Abschließend konnten sich die Gäste bei einem Poster-Walk einen Eindruck von der Historie des WABE-Zentrums machen und mehr über aktuelle Projekte erfahren. Darüber hinaus wurden das Studierendenprojekt „WABE-Schichtkäse“ und die Software zur Digitalisierung des Qualitätsmanagements im WABE-Zentrum vorgestellt.
Hintergrund Klaus Bahlsen Preis
Seit 2004 prämiert die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung herausragende Studienarbeiten an der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur der Hochschule Osnabrück sowie aus dem Masterstudiengang Nachhaltige Dienstleistungs- und Ernährungswirtschaft an der FH Münster mit dem Klaus Bahlsen Preis. Die Auszeichnung fördert studentische Einzel- oder Gruppenleistungen, die sich mit Aspekten der Nachhaltigkeit in Ernährungs- und Verbraucherbildung, Lebensmittelproduktion oder regionaler Entwicklung beschäftigen.
WABE-Zentrum und Studiengang Ökotrophologie unterstützen Caféte – Bistro im Park
In der Woche von Montag, 10.06.2024 bis Freitag, 14.06.2024 wurden auf dem Campus in Haste verschiedene Nutzungserweiterungen erprobt unter dem Motto: Was kann – sollte – darf - muss ein Hochschulcampus heute alles sein? Ein Ort war die Caféte – Bistro im Park (HE0006). Wer nach der Vorlesung Lust auf ein paar Snacks und Drinks hatte oder eine Stärkung zwischen den Lernsessions oder einfach nur in geselliger Atmosphäre den schönen Campus genießen wollte, war im Bistro im Aquarium genau richtig. Jeden Tag nach Mensaschluss von 16 bis 20 Uhr, mit tatkräftiger Unterstützung des WABE-Zentrums, des Studiengangs Ökotrophologie und des Fachgebiets Gemüseproduktion und -verarbeitung, wurden Speisen und Getränke angeboten. Ein besonderes Highlight war das allabendliche gemeinsame Abendessen um 18:30 Uhr an einer langen Tafel im Park.
Die interaktive Wanderausstellung war vom 9. bis 20. Juni 2024 zu sehen
Vom 9. bis 20. Juni 2024 hat die interaktive Wanderausstellung „Klimagourmet Wuppertal“ im WABE-Zentrum Klaus Bahlsen gastieren.
Ziel der Ausstellung ist es, auf die Zusammenhänge von Ernährung und Klimawandel hinzuweisen und für klimafreundliche und gesunde Gerichte mit möglichst regionalen Bioprodukten zu werben.
An zehn Stationen werden unterschiedliche Aspekte einer klimafreundlichen Ernährung behandelt: So geht es u. a. um den CO2-Fußabdruck unterschiedlicher Lebensmittel und Lebensmittelverpackungen, die Auswirkungen der Faktoren Transport, Saisonalität und Anbauweise auf das Klima, das Thema Greenwashing sowie praktische Alltagstipps zum energieeffizienten Kochen und nachhaltigen Konsum. Klimagourmet ist eine interaktive Ausstellung, die in Frankfurt am Main entwickelt und von der Deutschen UNESCO-Kommission mehrfach ausgezeichnet wurde. Die Stadt Wuppertal hat die erfolgreiche Initiative aufgegriffen und die Ausstellung in Anlehnung an das Frankfurter Original als Klimagourmet Wuppertal neu aufgelegt.
Rezepturentwicklung in der Käserei im WABE-Zentrum
Im Rahmen eines vom Food Future Lab geförderten Projektes ist eine Rezeptur für einen Haster Campusbierkäse von Josephina Scherbanjow (Mitarbeiterin in der Käserei des WABE-Zentrums) und Alessa Voelskow (Masterstudierende im Studiengang Agrar- und Lebensmittelwirtschaft) entwickelt worden. Dieser ist beim Wettbewerb Kasermandl mit einer Silbermedaille prämiert worden. Alessa Voelskow schreibt zur Entwicklung gerade ihre Masterarbeit unter der Betreuung von Prof. Dr. Sabine Bornkessel und Dorothee Frickhofen.
Übergabe des DGQ-Zertifikats zum Quality Manager Junior an Ökotrophologie-Studierende übergeben
Die Deutsche Gesellschaft für Qualität (DGQ) war zu Gast an der Hochschule Osnabrück im WABE-Zentrum Klaus Bahlsen, dem Versuchsbetrieb des Studienbereichs Ökotrophologie an der Fakultät AuL. Mit vielen interessanten Insights: Worauf kommt es bei der Verarbeitung von Tee und Milch an? Wie arbeitet die amtliche Lebensmittelüberwachung? Und wie hält das QM mit dem starken Wachstum eines innovativen Tiefkühl-Backwaren-Spezialisten Schritt?
Prof. Dr. Krieger-Güss, Professorin für Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung in der Lebensmittelkette, hat die Organisation des Fachnachmittags mit vielen spannenden Impulsen übernommen. Es war gleichzeitig auch ein toller Rahmen für die Studierenden. Die ersten Studierenden haben das DGQ-Zertifikat zum "QualityManagerJunior" erhalten. Die frischen DGQ-Zertifikats-Inhaberinnen Alexandra Richter und Vanessa Stroh präsentierten ihre Abschlussarbeiten. Die Hochschule Osnabrück ist Partnerhochschule der DGQ. Damit kann sie diese wertvolle Zusatzqualifikation den Studierenden anbieten und spannende Perspektiven für den Berufseinstieg eröffnen.
Vielen Dank an die Referent*innen: Maike Bürse-Hanning, Dr. Marcus Krapp, Sabine Mohr und Oliver Girod, Lebensmittelkontrolleur beim Veterinärdienst für Stadt und Landkreis Osnabrück
(Osnabrück, 19. März 2024) Wie vielfältig und gleichzeitig aktuell die Themen der Ökotrophologie sind, zeigte sich bei der Verleihung des Klaus Bahlsen Preises an der Hochschule Osnabrück. Insgesamt drei Absolventinnen wurden für ihre jeweilige Abschlussarbeit ausgezeichnet. Dabei befassten sie sich mit der Analyse von Kochvideos, einer neuen Art der Kostenrechnung von Speisen sowie veränderten Bewertungsmöglichkeiten für Kantinen und Mensen für ein biodiversitätsschonendes Speiseangebot. Die Ehrung der Preisträgerinnen und Preisträger fand im Rahmen einer Preisverleihung im WABE-Zentrum – Klaus Bahlsen, dem Versuchsbetrieb der Ökotrophologie, statt. Die Rut- und Klaus-Bahlsen-
Stiftung würdigte das Engagement der drei Nachwuchswissenschaftlerinnen mit einem Preisgeld von insgesamt 2500 Euro.
Praxisnahe Themen fördern und fordern Studierende
Dr. Sabine Schopp, geschäftsführender Vorstand der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung aus Hannover, überreichte zusammen mit Prof. Dr. Dorothee Straka, Jury-Vorsitzende von der Hochschule Osnabrück, die Urkunden an die Preisträgerinnen. Sie lobte die Qualität der eingereichten Arbeiten: „Klaus Bahlsen war seiner Zeit voraus, als er bereits 1972 das Thema Nachhaltigkeit in die Satzung der Stiftung aufnahm. Daher ist es nur konsequent, hervorragende Arbeiten auf diesem Gebiet mit dem Klaus-Bahlsen-Preis zu würdigen. Wir gratulieren den Preisträgerinnen sehr herzlich.“
Hannah Marie Wagner, Bachelor Ökotrophologie, analysierte im Rahmen einer explorativen Studie selbst von Verbraucherinnern und Verbrauchern erstellte Kochvideos, die dokumentierten, wie kompetent sie Mahlzeiten nach vorgegebenen gesundheitsfördernden, nachhaltigeren Rezepten zubereiten. Hier zeigt sich, dass Kochkenntnisse sich durch persönliche wie auch online durchgeführte Demonstrationen vermitteln lassen und zu einer Verbesserung der Culinary Practices führen.
Des Weiteren wurde eine Absolventin des gemeinsamen Masterprogramms der Fachhochschule Münster und der Hochschule Osnabrück für ihre Abschlussarbeit ausgezeichnet. Emma Buhl untersuchte mittels einer neuen Art der Kostenrechnung wie teuer tatsächlich Speisen der Mensen, Kantinen und Co sein müssten, wenn man Kosten von negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft, Umwelt und die Gesundheit mitberücksichtigen würde. Es konnte gezeigt werden, dass zum Beispiel der „wahre“ Preis für eine traditionelle Rinder-Bolognese 11% höher angesetzt werden müsste – für die vegetarische Variante dagegen nur 5% und für die vegane Variante 2,3%.
Sarah Niedergesäß ist Absolventin des Masterprogramms Lehramt an berufsbildenden Schulen – Teilstudiengang Ökotrophologie der Hochschule und Universität Osnabrück. Sie entwickelte Bewertungsmöglichkeiten für Kantinen und Mensen, damit hier ein biodiversitätsschonenderes Speisenangebot zusammengestellt werden kann und dies für die Verpflegungsteilnehmenden auch sichtbar wird. So ließ sich insbesondere in den ersten beiden Tagen des getesteten Speisenangebotes ein verändertes Verhalten der Mensabesucherinnen und Mensabesucher zeigen, die dann häufiger biodiversitätsschonende Speisen auswählten.
Prof. Dr. Dorothee Straka freute sich über die praxisnahen Themen der Abschlussarbeiten: „Als Hochschule für angewandte Wissenschaften ist es unser Anliegen, die Studierenden praxisnah auszubilden. Dadurch sind die Studierenden zwar sehr gefordert, gleichzeitig fördern wir sie und bereiten sie optimal für die nächsten beruflichen Schritte vor. Die drei Absolventinnen haben eindrucksvoll gezeigt, wie sich Lösungen für komplexe Fragestellungen zur Gestaltung des Essalltags und der Essumgebung entwickeln lassen.“
Im Anschluss an die Preisverleihung feierten die Absolventinnen zusammen mit der Jury, ihren Gutachterinnen und Gutachtern sowie Familienangehörigen ihren ausgezeichneten Hochschulabschluss.
Hintergrund Klaus Bahlsen Preis
Seit 2004 prämiert die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung herausragende Studienarbeiten an der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur der Hochschule Osnabrück sowie aus dem Masterstudiengang Nachhaltige Dienstleistungs- und Ernährungswirtschaft an der FH Münster mit dem Klaus Bahlsen Preis. Die Auszeichnung fördert studentische Einzel- oder Gruppenleistungen, die sich mit Aspekten der Nachhaltigkeit in Ernährungs- und Verbraucherbildung, Lebensmittelproduktion oder regionaler Entwicklung beschäftigen.
Am 4. Juli 2023 hat das Carolinum Osnabrück mit einer Projektgruppe zum Thema „Nachhaltigkeit und Ernährung“ das WABE-Zentrum besucht. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich während des Workshops mit unterschiedlichen Aspekten der Planetary Health Diet. Zum einen schauten sie, was jeder einzelne zu einer nachhaltigeren Ernährung und damit zur Schutz der Erde und des Klimas beitragen kann. Zum anderen wurde auch der menschliche Bedarf an Nährstoffen, und mit welchen Lebensmitteln er gedeckt werden kann, unter die Lupe genommen. Zum Schluss konnten die Schülerinnen und Schüler bei der Zubereitung von leckeren Gerichten mit Linsen, Champignons, Möhren und Erdbeeren ihre hauswirtschaftlichen Fähigkeiten unter Beweis stellen.
Die Rezepte zu den leckeren Gerichten, die während des Workshops gekocht und natürlich auch verzehrt wurden, stehen hier zum Download bereit.
Der BoGeTi-Tag im Zoo Osnabrück steht für Aktivitäten rund um die Themen Botanik, Gesundheit und Tiere. In diesem Jahr konnten Erwachsene und Kinder ihr Wissen und ihre Geschicklichkeit an 40 Aktionsstationen testen. Der BoGeTi-Tag wird im Zweijahresrhythmus von den Hauptpartnern „Gesunde Stunde“, „Grüne Schule“ (Botanischer Garten der Universität Osnabrück) und dem Zoo Osnabrück durchgeführt. Unterstützung erhielten die Einrichtungen u. a. auch wieder vom WABE-Zentrum. Studierende der Ökotrophologie wollten an der WABE-Aktivitätsstation beispielsweise von den Teilnehmenden wissen, welches Tier wie viel Wasser pro Tag benötigt.