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Erntereste. Ziel ist es, diese Reste durch die Anwendung von Ultraschall-Technologie in wertvolle Proteinquellen zu transformieren, wodurch ein innovativer und ökologisch vorteilhafter Rohstoff entsteht,

sustainable business models are needed for the future, new ultra-fast-fashion platforms with aggressive marketing strategies are gaining market shares. Several students shared their experiences with these

News Laborbereich Kunststofftechnik Pressemitteilungen aus dem Jahr 2026 Juni: Hochschule Osnabrück besucht KUTENO/ KPA 2026 Die Gewinner (von links: Liam Nobis, Sven Böse, Arne Hilge und Matthis Lührmann) des diesjährigen KUTENO-Wettbewerbs „Coolste Innovation“ mit ihrer ausgezeichneten Innovation: Laser- & Ätzgravur von der Firma J. & F. Krüth. aus Solingen (Foto: Hochschule Osnabrück) Die Hochschule Osnabrück war in diesem Jahr wieder gemeinsam mit dem WIP-Kunststoffnetzwerk auf der Fachmesse KUTENO – Kunststofftechnik Nord bzw. der KPA – Kunststoff Produkte Aktuell 2026 in Bad Salzuflen vertreten. Die Messe gilt als zentrale Plattformen für die kunststoffverarbeitende Industrie in Norddeutschland und boten ideale Voraussetzungen für den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Am Messestand präsentierte die Hochschule Osnabrück aktuelle Forschungsprojekte, praxisnahe Dienstleistungen sowie ihr Studienangebot im Bereich Kunststofftechnik und angrenzender Ingenieurwissenschaften. Ziel des Messeauftritts war es, den Wissenstransfer zwischen Hochschule und Industrie weiter zu stärken und Kooperationen auszubauen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Thema Additive Fertigung. Unter dem Titel „Additive Fertigung – vom Prototyp bis zur mittleren Serie gibt es kaum Grenzen“ moderierte Thorsten Krumpholz eine Fachveranstaltung, die innovative Entwicklungen in diesem Zukunftsfeld beleuchtete. Im Rahmen des Programms hielt der wissenschaftliche Mitarbeiter Niklas Söll den Vortrag „Simulation und Berechnung des gradierten Werkstoffverhaltens additiv gefertigter Kunststoffbauteile“. Auch der wissenschaftliche Nachwuchs war aktiv eingebunden: Rund 30 Studierende der Hochschule Osnabrück besuchten am zweiten Messetag die Ausstellung mit einer besonderen Aufgabe, sie sollten die „coolste Innovation“ der Messe identifizieren. Nach intensiver Begutachtung zahlreicher Technologien fiel die Wahl auf J. & F. Krüth Laser- & Ätzgravur aus Solingen. Das Unternehmen überzeugte mit einer innovativen Lösung zur Erzeugung besonders sanfter Oberflächen an Spritzgussbauteilen, direkt aus der Form und ohne zusätzliche Nachbearbeitung. Entdeckt wurde die Innovation von den Studierenden Matthis Lührmann, Liam Nobis, Arne Hilge und Sven Böse. Als Anerkennung für ihre Auswahl erhielten sie ein einjähriges kostenloses Abonnement der K-Zeitung. Juni: MINT-Sommerakademie 2026 in der Kunststofftechnik: Schülerinnen und Schüler drucken eigene Ideen Schülerinnen und Schüler bei der MINT-Sommerakademie, in der Verarbeitungshalle der Kunststofftechnik (Foto: Hochschule Osnabrück) Von den Schülerinnen und Schülern selbst entworfene und im 3D-Druckverfahren gefertigte Bauteile. (Foto: Hochschule Osnabrück) Der Fachbereich Kunststoff-CAE der Hochschule Osnabrück unter der Leitung von Prof. Dr. Thorsten Krumpholz beteiligte sich auch in diesem Jahr an der MINT-Sommerakademie Osnabrück. Im Rahmen eines Workshops erhielten Schülerinnen und Schüler der achten Jahrgangsstufe spannende Einblicke in die Welt des 3D-Drucks und dessen Verbindung mit Künstlicher Intelligenz (KI). Unter der Leitung von Raoul Houchangnia starteten die Teilnehmenden nach einer kurzen Einführung direkt mit der praktischen Arbeit. Mithilfe der CAD-Software Fusion 360 entwickelten sie eigene digitale Modelle und setzten ihre kreativen Ideen um. Dabei entstanden unter anderem Aufbewahrungsboxen, Miniaturmöbel, Fanartikel sowie ein kleines Fahrzeug. Nach Abschluss der Konstruktionsphase lernten die Schülerinnen und Schüler, wie digitale Modelle für den 3D-Druck vorbereitet werden und welche Aspekte bei der Fertigung zu beachten sind. Während die Drucker die entworfenen Objekte produzierten, wurden aktuelle Themen der additiven Fertigung diskutiert. Im Fokus standen dabei die Potenziale des 3D-Drucks für mehr Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sowie die Möglichkeiten, Künstliche Intelligenz bei der Erstellung und Optimierung von Druckdateien einzusetzen. Den Abschluss des Workshops bildete eine Besichtigung der Laborräume des Fachbereichs Kunststofftechnik. Dabei erhielten die Teilnehmenden zudem erste Einblicke in den neuen Studiengang „ Nachhaltige Materialtechnologie und Produktentwicklung “. Die MINT-Sommerakademie Osnabrück ist eine gemeinsame Initiative des Schüler-Forschungszentrums (SFZ) Osnabrück, der Hochschule Osnabrück, der Universität Osnabrück sowie zahlreicher Gymnasien der Region. Ziel der Veranstaltung ist es, Schülerinnen und Schüler frühzeitig für Themen aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu begeistern und ihnen praxisnahe Einblicke in entsprechende Studien- und Berufsfelder zu ermöglichen. März: MINT-Tag am Gymnasium Marianum Meppen Hochschulmitarbeiter Henning Korte (1. v.l.) und Raoul Houchangnia (2. v.l.) vermittelten Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Marianum in Meppen praxisnahe Einblicke in die Welt der additiven Fertigung. (Foto: Hochschule Osnabrück) Am Gymnasium Marianum Meppen fand am 20. Februar 2026 erneut ein MINT-Tag statt, der Schülerinnen und Schülern praxisnahe Einblicke in naturwissenschaftlich-technische Themen ermöglichte. Bereits zum zweiten Mal war der Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück vertreten. Die Teilnahme wurde durch den ehemaligen Schüler Henning Korte initiiert. Gemeinsam mit Raoul Houchangnia vermittelte er den Teilnehmenden erste Einblicke in die Welt der additiven Fertigung. Im Mittelpunkt standen moderne 3D-Drucktechnologien sowie deren vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Neben einer fundierten theoretischen Einführung erhielten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, selbst aktiv zu werden: Sie erstellten eigene CAD-Modelle und durchliefen die notwendigen Schritte zur Vorbereitung und Umsetzung im 3D-Druck. Dabei wurden auch zentrale Aspekte wie Datenaufbereitung, geeignete Druckparameter sowie typische Fehlerquellen praxisnah behandelt. Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war die nachhaltige Unterstützung des Gymnasiums: Um die erworbenen Kenntnisse langfristig im Unterricht zu verankern und weiter auszubauen, wurde der Schule ein 3D-Drucker als dauerhafte Leihgabe zur Verfügung gestellt. Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz (Sprecher des Laborbereichs Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück) betonte die Bedeutung dieser Initiative: „Durch die Leihgabe erhalten die Schülerinnen und Schüler künftig die Möglichkeit, das Gelernte direkt anzuwenden, eigene Projekte umzusetzen und innovative Ideen praktisch zu erproben. Vielleicht berücksichtigen sie diese Erfahrungen auch bei ihrer Studienwahl – beispielsweise im Studiengang Nachhaltige Materialtechnologie und Produktentwicklung an der Hochschule Osnabrück.“ Der MINT-Tag unterstreicht die enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Hochschule und zeigt, wie praxisorientierte Bildungsangebote junge Menschen frühzeitig für technische und naturwissenschaftliche Berufsfelder begeistern können. März: Technologietag Hein – auch in diesem Jahr ein voller Erfolg! Das „Team Kunststofftechnik“ der Hochschule Osnabrück zusammen mit Alexander Hein, Geschäftsführer des Ingenieurbüro Hein und Organisator der Veranstaltung (2. v.l.), sowie Berit Bartram (1. v.l.); Koordinatorin des Wissens- und Innovationsnetzwerkes Polymertechnik (WIP), Laborbereichssprecher Kunststofftechnik, Hochschule Osnabrück Prof. Dr. Thorsten Krumpholz (1. v.r.) (Foto: Hochschule Osnabrück / Pia Lienesch) Der Technologietag Hein am 12.03. bot spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Innovationen der Kunststoffbranche. Fachvorträge sowie zahlreiche Aussteller*innen vermittelten einen umfassenden Überblick über den Stand der Technik. Über 50 Studierende der Studiengänge Industrial Product Design und Kunststofftechnik nutzten im Rahmen einer Exkursion diese Möglichkeit, um sich mit aktuellen Themen der Kunststoffindustrie zu beschäftigen und in den fachlichen Austausch mit Vertreter*innen aus Unternehmen der Praxis zu treten. Darüber hinaus präsentierte sich die Hochschule Osnabrück mit einem eigenen Stand, der durch den Fachbereich Kunststofftechnik organisiert wurde. Hier bot sich die Gelegenheit, über aktuelle Forschungsaktivitäten ins Gespräch zu kommen und das Netzwerk zwischen Hochschule und Industrie weiter zu stärken. Ein besonderer Dank gilt dem Konstruktionsbüro Hein für die Einladung zur Veranstaltung sowie die Unterstützung bei der Anreise unserer Studierenden. März: Hochschule Osnabrück auf der KUTENO 2026 vertreten Vom 09. bis 11. Juni 2026 wird der Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück an der KUTENO – Kunststofftechnik Nord teilnehmen. Die Fachmesse zählt zu den bedeutenden Branchentreffen der kunststoffverarbeitenden Industrie in Norddeutschland und bietet eine zentrale Plattform für den Austausch zwischen Unternehmen, Forschung und Nachwuchskräften. Wie in den vergangenen Jahren, ist die Hochschule Osnabrück mit einem eigenen Messestand vertreten. Dort werden aktuelle Forschungsprojekte aus der Kunststofftechnik präsentiert und der Dialog mit Industriepartnerinnen und -partnern gezielt gefördert. Ziel ist es, bestehende Kooperationen weiter auszubauen und neue Impulse für gemeinsame Entwicklungen zu setzen. Mit rund 50 Studierenden aus der Kunststofftechnik sowie dem neuen Studiengang „Nachhaltige Materialtechnologie und Produktentwicklung“ reist die Hochschule Osnabrück zur Messe. Die Exkursion ermöglicht den Studierenden praxisnahe Einblicke in aktuelle Trends, innovative Materialien und moderne Verarbeitungstechnologien. Ein besonderer Programmpunkt ist erneut der Wettbewerb um die „coolste Innovation“: In Kleingruppen erkunden die Studierenden die Messe, analysieren ausgewählte Exponate und bewerten diese im Hinblick auf Innovationsgrad, Nachhaltigkeit und Anwendungsrelevanz. Mit ihrer Teilnahme an der KUTENO 2026 unterstreicht die Hochschule Osnabrück ihre praxisnahe Lehre sowie die enge Verzahnung von Wissenschaft und Industrie im Bereich der Kunststofftechnik. Weitere Informationen hier Februar: Fachveranstaltung zur neuen EU-Pellet Loss Verordnung Teilnahme an der Veranstaltung zur EU-Pellet Loss Verordnung durch Benjamin Donath (Bild: Hochschule Osnabrück) Fachveranstaltung vom WIP und VCI (Bild: Hochschule Osnabrück) Am 24.02.2026 hatte unser Studierender und Kollege Benjamin Donath die Gelegenheit, an einer Fachveranstaltung von WIP und VCI zur neuen EU-Pellet Loss Verordnung zur Vermeidung von Kunststoffgranulat-Verlusten teilzunehmen. Die Diskussion hat gezeigt: Viele Unternehmen beschäftigen sich aktuell mit der Frage, ob und in welchem Umfang sie von den neuen Anforderungen betroffen sind und welche organisatorischen und technischen Maßnahmen erforderlich werden. Als Hochschule bieten wir Unternehmen gerne an, im Nachgang gemeinsam einen strukturierten Fragebogen durchzugehen, um die unternehmensspezifische Betroffenheit systematisch zu analysieren. Darüber hinaus bieten wir Unterstützung im Bereich Life Cycle Assessment (LCA) an. Ansprechpartner für Rückfragen und Austausch: Benjamin C. J. Donath (Benjamin.Donath@hs-osnabrueck.de) Februar: Einladung Info-Tag Praxisverbund-Studium an der HS Osnabrück Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit laden wir Sie seitens der Laborbereiche „Kunststofftechnik“ und „Materialdesign und Werkstoffzuverlässigkeit“ der Hochschule Osnabrück zur Informationsveranstaltung zum Studiengang „Nachhaltige Materialtechnologie und Produktentwicklung im Praxisverbund an der HS Osnabrück“ ein, um über die Vorteile eines Praxisverbund-Studiums für Unternehmen zu informieren. Die Veranstaltung findet am Dienstag, den 24.02.2026 um 14:30 Uhr an der HS Osnabrück (Gebäude SH) statt. Wir möchten Sie umfassend über unser Angebot des Praxisverbund-Studiums im Allgemeinen und insbesondere über die Änderungen und Ergänzungen der Inhalte im Vergleich zum bisherigen Angebot „Kunststofftechnik im Praxisverbund (KPV)“ informieren, darunter der verstärkte Fokus auf die Themenfelder „Nachhaltigkeit“ und „Digitalisierung“. Neben der Vertiefung „Kunststofftechnik“ ist seit dem Wintersemester 2025/2026 dieses Praxisverbund-Studium auch mit der Vertiefung „Metallische Werkstoffe“ möglich. Agendapunkte (vorläufig): · Vorstellung der Laborbereiche · Detaillierte Vorstellung des Studiengangs „Nachhaltige Materialtechnologie und Produktentwicklung im Praxisverbund“ mit den Vertiefungsrichtungen „Kunststofftechnik“ und „Metallische Werkstoffe“ · Erfahrungsbericht aus Unternehmen · Kurzvorstellung: Neuer Mantelstudiengang „Ingenieurwissenschaften“ als Möglichkeit zur Nachwuchsgewinnung · Kurzvorstellung: Projekt „Escape-Room“ Mit der Veranstaltung möchten wir die Chancen, die ein Praxisverbund-Studium bieten kann, vorstellen und mit Ihnen diskutieren. Dabei heißen wir sowohl die Unternehmen willkommen, die bereits seit langem das Praxisverbund-Studium kennen und nutzen als auch jene, die sich diese Art der Ausbildung zukünftig vorstellen könnten. Im direkten Nachgang laden wir Sie herzlich zu „Bier & Würstchen“ ein. Nutzen sie die Gelegenheit, um mit anderen Unternehmensvertreter*innen in Kontakt zu kommen und uns aus den beiden Laborbereichen der HS Osnabrück besser kennenzulernen. Bitte geben Sie uns bis zum 13.02.2026 eine Rückmeldung, ob Sie dabei sein werden, an: m.susoff@hs-osnabrueck.de Wir freuen uns schon jetzt auf Ihr Kommen! Viele Grüße Prof. Dr. Markus Susoff (Studiengangsbeauftragter) Prof. Dr. Javad Mola (Laborbereichssprecher Materialdesign und Werkstoffzuverlässigkeit) Prof. Dr-Ing. Thorsten Krumpholz (Laborbereichssprecher Kunststofftechnik) Januar: Dreifach ausgezeichnet: Studierende der Hochschule Osnabrück werden Bezirks-, Landes- und Bundesbeste Christopher Daldrup, Jonas Kruse und Max Baumtrog haben bei Abschlussprüfungen der Industrie- und Handelskammer Spitzenplätze erreicht (Osnabrück, 29. Januar 2026) Drei Studierende der Hochschule Osnabrück haben in diesem Jahr bei der Abschlussprüfung der Industrie- und Handelskamme (IHK) ihre Ausbildung im Rahmen ihres ausbildungs- bzw. berufsbegleitenden Studiums mit Auszeichnung abgeschlossen. In ihren jeweiligen Fachrichtungen wurden die Studenten Bezirks-, Landes- und Bundesbeste. Christopher Daldrup, Jonas Kruse und Max Baumtrog studieren Nachhaltige Materialtechnologie und Produktentwicklung im Praxisverbund. Der ausbildungs- bzw. berufsbegleitend Studiengang verbindet ein ingenieurwissenschaftliches Studium mit einer betrieblichen Ausbildung. Besonders häufig absolvieren Studierende parallel eine Ausbildung zur oder zum Kunststoff- und Kautschuktechnolog*in, daneben bestehen weitere Möglichkeiten etwa im Technischen Produktdesign oder in der Werkstoffprüfung. Studierende mit Bestleistungen in Ausbildung und Studium Christopher Daldrup, Auszubildender bei der Georg Utz GmbH in Schüttdorf, wurde als bester Kunststoff- und Kautschuktechnologe (Fachrichtung Formteile) im IHK-Bezirk Osnabrück, Emsland und Grafschaft Bentheim ausgezeichnet. Jonas Kruse, der bei der Röchling Industrial SE & Co. KG in Haren (Ems) seine Ausbildung absolviert, erreichte die Bestleistung in Niedersachsen in der Fachrichtung Halbzeuge. Max Baumtrog von der Pöppelmann Kunststoff-Technik GmbH & Co. KG in Lohne wurde bundesweit als bester Kunststoff- und Kautschuktechnologe (Fachrichtung Formteile) geehrt. Damit ist er nicht nur der erste Auszubildene aus dem Unternehmen Pöppelmann, sondern auch der erste Studierende der Hochschule Osnabrück, der diese Auszeichnung auf nationaler Ebene in diesem Fachbereich erhält. „Alle drei Studierenden zeigen nicht nur in der Ausbildung, sondern auch im Studium herausragende Leistungen. Ihre Erfolge unterstreichen die hohe Qualität des ausbildungs- bzw. berufsbegleitenden Studienangebots der Hochschule Osnabrück, das Ausbildung und akademische Ausbildung nahtlos verbindet“, sagt Prof. Dr-Ing. Thorsten Krumpholz, Professor für Kunststofftechnik, insb. CAE und Faserverbundkunststoffe an der Hochschule Osnabrück. Weitere Informationen Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz Hochschule Osnabrück Tel.: +49 541 969 7132 E-Mail: t.krumpholz@hs-osnabrueck.de Gratulation: Die ausgezeichneten Studierenden mit ihren Lehrenden aus dem Laborbereich Kunststofftechnik (v.l) Prof. Dr. Markus Susoff, Christopher Daldrup, Max Baumtrog, Jonas Kruse, Prof. Dr.-Ing. Cathrin Schröder und Prof. Dr-Ing. Thorsten Krumpholz (Foto: Hochschule Osnabrück). Pressemitteilungen aus dem Jahr 2025 Juni: Hochschule Osnabrück besucht KUTENO 2025 Innovation und Vernetzung in der Kunststofftechnik (Osnabrück, 16.06.2025) Die Hochschule Osnabrück besuchte in diesem Jahr erneut die KUTENO - Kunststofftechnik Nord 2025, eine der führenden Fachmessen für die Kunststoffverarbeitende Industrie im norddeutschen Raum. Die Hochschule Osnabrück nutzte die Messe, um aktuelle Forschungsprojekte aus der Kunststofftechnik zu präsentieren und in den Dialog mit den Industriepartner*innen zu treten, um den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu intensivieren. Gemeinsam mit dem wip Kunststoffe Netzwerk präsentierte die Hochschule dazu ihre neusten Entwicklungen an einem eigenen Stand. Ein Schwerpunkt der Messe war der Themenblock „Automatisierung & Robotik in der Kunststoffverarbeitung“, moderiert von Prof. Dr.- Ing. Thorsten Krumpholz von der Hochschule Osnabrück. Hier wurden aktuelle Trends und Technologien thematisiert, die die Effizienz und Präzision in der Kunststoffproduktion steigern. Studierenden-Exkursion und Wettbewerb Eine Exkursion von rund 50 Studierenden der Kunststofftechnik am zweiten Messetag setzte gezielt auf Innovation. In Kleingruppen erkundeten die Studierenden die Messe und bewerteten zahlreiche Exponate im Wettbewerb um die, „Coolste Innovation“. Nach intensiver Diskussion fiel die Wahl auf die OSPHIM App, die durch ihren praktischen Nutzen und Innovationsgrad überzeugte. Die Gewinnergruppe – Anna-Lena Kerst, Liam Nobis, Sven Böse, Marten Bünger und Arne Hilge – präsentierte die App mit einer fachlichen fundierten Begründung und zeigte, wie zukunftsfähig Softwarelösungen den Werkzeugbau revolutionieren können Weitere Informationen . Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz Hochschule Osnabrück Tel.: +49 541 969 7132 E-Mail: t.krumpholz@hs-osnabrueck.de Studierende und Lehrende aus dem Bereich Kunststofftechnik der Hochschule besuchten die Messe für Kunststofftechnik (Foto. Hochschule Osnabrück). Die Gewinnergruppe des Wettbewerbs (v.l.): Marten Bünger, Liam Nobis, Sven Böse, Arne Hilge, Anna-Lena Kerst) (Foto. Hochschule Osnabrück). Mai: MINT-Sommerakademie 2025 in der Kunststofftechnik – Schüler*innen drucken eigene Ideen MINT-Sommerakademie 2025 in der Kunststofftechnik – Schüler*innen drucken eigene Ideen Der Fachbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück war auch in diesem Jahr aktiver Teil der MINT-Sommerakademie Osnabrück. Im Rahmen eines Workshops erhielten Schülerinnen und Schüler der achten Jahrgangsstufe erste Einblicke in die Welt des 3D-Drucks. Nach einer Begrüßung durch Prof. Dr. Thorsten Krumpholz, Professor für Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück, konnten die Teilnehmenden zunächst den Laborbereich erkunden. Ein besonderes Highlight war dabei die Besichtigung eines vollständig 3D-gedruckten Windkanals, der die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten additiver Fertigung auf anschauliche Weise demonstrierte. Angeleitet durch Raoul Houchangnia arbeiteten die Jugendlichen anschließend mit der CAD-Software Fusion 360 und konstruierten eigene 3D-Modelle. Dabei entstanden kreative und vielfältige Objekte, unter anderem eine Gitarre, Fabeltiere und Häuser, die später direkt auf 3D-Druckern produziert wurden. Die fertigen Modelle durften die Teilnehmenden schließlich mit nach Hause nehmen. Neben der technischen Umsetzung stand auch die Nachhaltigkeit im Fokus. Die Jugendlichen erfuhren, wie der 3D-Druck zur Ressourcenschonung beitragen kann, etwa durch die gezielte Herstellung individueller Ersatzteile und eine materialeffiziente Produktion. Die MINT-Sommerakademie Osnabrück ist eine gemeinsame Initiative des Schüler-Forschungszentrums (SFZ) Osnabrück, der Universität und Hochschule Osnabrück sowie zahlreicher Gymnasien aus der Region. Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern frühzeitig Einblicke in naturwissenschaftlich-technische Studiengänge zu ermöglichen und sie für Themen aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT ) zu begeistern. März: Technologietag Hein Der Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück stellt aus. Studierende lernen Kunststoffindustrie persönlich kennen. In der Brandboxx in Hannover-Langenhagen fand der Technologietag Hein statt. Die Veranstaltung ist eine Plattform zur Darstellung aktueller Entwicklungen und Innovationen in der Kunststoffbranche. Zahlreiche Fachvorträge und Messeaussteller*innen gewähren einen umfassenden Einblick in den Stand der Technik. Niklas Söll, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Team von Prof. Krumpholz an der Hochschule Osnabrück, stellte das Forschungsprojekt AMSim vor und erläuterte in einem Fachvortrag die Orthotropie von 3D-gedruckten Bauteilen unter Einbeziehung aktueller Forschungsergebnisse zur additiven Fertigung. Studierende der Studiengänge Industrial Produkt Design, Kunststofftechnik und Angewandte Werkstoffwissenschaften der Hochschule Osnabrück reisten für die Veranstaltung nach Hannover. Ihre Teilnahme ermöglichte einen intensiven fachlichen Austausch zwischen akademischem Nachwuchs und Industrievertreter*innen. Zusätzlich war ein Stand der Hochschule Osnabrück vertreten, der durch den Fachbereich Kunststofftechnik organisiert wurde und den Dialog zwischen Forschung und Praxis förderte. Das Konstruktionsbüro Hein war Organisator der Veranstaltung und hat die Reise der Studierenden finanziell unterstützt. Das „Team Kunststofftechnik“ der Hochschule Osnabrück zusammen mit Alexander Hein, Geschäftsführer des Ingenieurbüro Hein und Organisator der Veranstaltung (1. v.r.), sowie Berit Bartram (2. v.l.); Koordinatorin des Wissens- und Innovationsnetzwerkes Polymertechnik (WIP), Vorstandsvorsitzender des WIP Prof. Dr. Thorsten Krumpholz (1. v.r.) und Niklas Söll (3. v.l.), der den Fachvortrag zum 3D-Druck gehalten hat. Marco Schoemaker (5. v.r.) hat die Busfahrt mit den Studierenden organisiert (Foto: Hochschule Osnabrück / Simona Bednarek) Februar: Besuch der 57. Gartenbauwissenschaftliche Tagung am 28.02. und 01.03.2025 in Essen Die 57. Gartenbauwissenschaftliche Tagung der deutschen Gartenwissenschaftlichen Gesellschaft und des Bundesverbands der Hochschulabsolventen/Ingenieure Gartenbau und Landschaftsarchitektur fand dieses Jahr vom 26.02-01.03.2025 in Essen statt – und wir waren dabei. Die Tagung hatte als Hauptthema Sicherung von qualifizierten Arbeitskräften. Vorträge reichten jedoch von Qualität im geschützten Anbau bis hin zu Innovative Ansätze im Gartenbau. Jannis Lüking und Susanna Herrmann aus dem Projekt HYDROFARM@material, ein Kooperationsprojekt zwischen IuI und AuL, stellten auf der Postersession ihr Poster mit dem Titel „HYDROFARM@material Pflanze-Material Interaktion: Richtlinien für einen innovativen und nachhaltigen Materialeinsatz in hydroponischen Produktionssystemen“ vor. Das Poster regte einen intensiven Austausch an rund um die Thematik vom Kunststoffeinsatz in hydroponischen Systemen und die daran verknüpften Anforderungen und Risiken. Susanna Herrmann und Jannis Lüking auf der 57. Gartenbauwissenschaftlichen Tagung (Foto: Hochschule Osnabrück) Pressemitteilungen aus dem Jahr 2024 November: 34. Materials Day an der Hochschule Osnabrück Kunststofftechnik und metallische Werkstoffe im Fokus der Fachtagung Im November fand der 34. Materials Day an der Hochschule Osnabrück statt. Die gemeinsame Veranstaltung der VDI-Arbeitskreise Werkstofftechnik und Kunststofftechnik, des Technologiezentrums TECHNOS und des wip-Kunststoffe (Wissens- und Innovationsnetzwerks Polymertechnik)richtet sich insbesondere an ehemalige, aktuelle und zukünftige Studierende sowie an Partner*innen aus der Kunststoffindustrie. Mehr als 100 Teilnehmende, darunter zahlreiche Fachleute aus Industrie und Forschung sowie interessierte Studierende haben in diesem Jahr teilgenommen und die Fachtagung als Möglichkeit für den Wissensaustausch und die Vernetzung genutzt. Unternehmen haben die Chanche durch verschiedene Formate wie beispielsweise Vorträge direkt mit interessierten Studierenden in Kontakt zu treten. Studierende können auf der anderen Seite nach Angeboten für Bachelor- oder Masterarbeiten oder Jobmöglichkeiten suchen. Die Veranstaltung startete unter der Moderation von Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz, der die erste Hälfte des Programms leitete. In diesem Abschnitt standen Vorträge aus dem Bereich der Kunststofftechnik im Mittelpunkt. Unter anderem stellte Niklas Söll das Forschungsprojekt AMSim vor, das sich mit innovativen Ansätzen zur Struktursimulation additiv gefertigter Bauteile beschäftigt. Die zweite Hälfte des Materials Day stand moderierte Dr.-Ing. Alexander Giertler, Leiter des VDI-Arbeitskreises Werkstofftechnik. Im Mittelpunkt standen dabei Untersuchungen metallischer Werkstoffe und deren Einsatz in Hightech-Anwendungen. Die Vorträge boten Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse und innovative Entwicklungen, die die zentrale Rolle dieser Werkstoffe in der modernen Industrie unterstrichen. Die Verantwortlichen zeigten sich am Ende der Veranstaltung äußerst zufrieden: Der Materials Day habe sich erneut als wertvolle Plattform für den Austausch zwischen Forschung, Lehre und Praxis bewährt. Ein herzlicher Dank gilt allen Referent*innen und Organisator*innen, deren Engagement maßgeblich zum Erfolg dieser inspirierenden Veranstaltung beigetragen habe, so Krumpholz.Organisiert wird der Materials Day von den Laborbereichen Kunststofftechnik und Materialdesign und Werkstoffzuverlässigkeit der Hochschule Osnabrück.Weitere Informationen zu vergangenen und zukünftigen Veranstaltungen sind auf der Webseite der Hochschule Osnabrück zu finden. Organisatoren, Aussteller und Referenten des 34. VDI Materials Day an der Hochschule Osnabrück v.l.n.r.: Marius Adler, Dr.-Ing. Alexander Giertler, Abdullah Alghafri, Michael Überwasser, Niklas Söll, Matthias Kern, Jörg Frahn, Thorsten Krumpholz August: Einladung zum Techniktag an der Hochschule Osnabrück Multisensorik und Computertomographie in der Kunststofftechnik (Osnabrück, 22. August 2024) Der Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück lädt gemeinsam mit Werth Messtechnik GmbH zum Techniktag rund um die Qualitätssicherung von Kunststoffbauteilen mittels Multisensorik und Computertomographie ein. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 18. September, im Innovation Center Osnabrück (ICO) statt. Fachleute und Interessierte erhalten an diesem Tag umfassende Einblicke in die modernen Möglichkeiten der Multisensorik und Computertomographie in der Kunststofftechnik. Besonders hervorgehoben wird die Anwendung der Computertomographie bei der Vollvermessung sowohl in der Erstabmusterung als auch in der Serienproduktion. Mithilfe digitaler Zwillinge der Bauteile wird eine schnelle und gezielte Optimierung des Spritzguss- Werkzeugs und der Prozessparameter ermöglicht. In der Serienproduktion lassen sich schleichende Abweichungen in der Geometrie oder Fehlstellen wie Lunker umfassend erfassen und frühzeitig vermeiden. Bei nicht erwünschten Schadensfällen unterstützt die Computertomographie in Kombination mit weiteren Analysemethoden bei der zügigen und präzisen Ursachenfindung. Der Techniktag bietet den Teilnehmenden auch die Möglichkeit zu erfahren, welche Messtechnik – ob Multisensorik oder Computertomographie – für den jeweiligen Anwendungsfall in der Qualitätssicherung allgemein und speziell in der Kunststofftechnik am besten geeignet ist. Zudem können Besucher*innen ihre eigenen Kunststoffbauteile mitbringen, die dann direkt vor Ort vermessen werden. So erhalten sie einen ersten individuellen Eindruck von dieser innovativen Messtechnik. Die Hochschule Osnabrück verfügt über einen Computertomographen mit zwei Röhren, die sowohl für Übersichtsmessungen als auch für höchste Auflösungen genutzt werden können, um beispielsweise kleinste Fehlstellen oder Fasern zu erkennen. „Der Techniktag ist eine hervorragende Gelegenheit, die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Computertomographie in der Kunststofftechnik kennenzulernen und davon zu profitieren. Wir freuen uns auf den Austausch mit unseren Gästen und die Vorstellung unserer neuesten technischen Innovationen“, so Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz, Sprecher des Laborbereichs Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück. Programm: 09:30 – 09:45 Begrüßung durch den Gastgeber Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz, Laborbereich Kunststofftechnik, Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik, Hochschule Osnabrück 09:45 – 10:15 Computertomografie (CT) in der Kunststofftechnik – Vollvermessung für Erstabmusterung, Serie, Schadensfall Henning Korte, Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz, Laborbereich Kunststofftechnik, Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik, Hochschule Osnabrück 10:15 – 10:45 Kaffeepause und Austausch 1 0:45 – 11:15 CT-Vermessung des Tellerseparator-Tellers TB AS100E von Hengst Filtration mit dem Werth-TomoScope® XS Martin Kinzler, Teamleiter Qualitätsmanagement Mess- und Prüftechnik, Dr. Klaus Kleinhölter, Team Qualitätsmanagement Mess- und Prüftechnik, Hengst SE, Münster 11:15 – 12:00 Werth Koordinatenmesstechnik mit Multisensorik und CT – Maßstab für schnelle und genaue Messungen Andreas Flechtmann, Vertriebsleiter D/A/CH, Werth Messtechnik GmbH, Gießen 12:30 – 13:15 Mittagspause und Austausch 13:15 – 13:45 Laborrundgang 13:45 – 17:00 Individuelle Beratung unserer Anwender zu Erweiterung und Aufrüstmöglichkeiten von Bestandsgeräten 13:45 – 17:00 Individuelle Testmessungen mit Multisensorik und Computertomografie an Ihren Werkstücken Kontakt und Anmeldung: Für die Anmeldung, Rückfragen oder weitere Informationen wenden Sie sich bitte gerne per Mail an: Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz Hochschule Osnabrück Laborbereich Kunststofftechnik Albrechtstraße 30 49076 Osnabrück Tel.: 0541 969 7132 t.krumpholz@hs-osnabrueck.de Veranstaltungsort: ICO InnovationsCentrum Osnabrück GmbH Raum: Edison Albert-Einstein-Str. 1 49076 Osnabrück (Foto: Hochschule Osnabrück) Juli: Zwei duale Studentinnen der Hochschule Osnabrück mit dem Günter-Schwank-Preis ausgezeichnet Preisträgerinnen Lilly Möllmann (rechts) und Katharina Lüllmann (mitte), Gratulation vom Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück durch Thorsten Krumpholz (Foto: Pro-K Industrieverband langlebige Kunststoffprodukte und Mehrwegsysteme e. V.) Lilly Möllmann und Katharina Lüllmann gehören zu den zehn bundesbesten Absolvent*innen der Ausbildung zur Kunststoff- und Kautschuktechnologen*in. Sie studieren im Rahmen ihrer dualen Ausbildung Kunststofftechnik im Praxisverbund an der Hochschule Osnabrück. Aus über 1.200 Absolvent*innen sind Lilly Möllmann und Katharina Lüllmann zwei der Besten und wurden für ihre Leistung mit dem Günter-Schwank-Preis ausgezeichnet. Im Rahmen ihrer dualen Ausbildung studieren die beiden an der Hochschule Osnabrück den Studiendang „Kunststofftechnik im Praxisverbund (KPV)“ und machen bei dem Unternehmen Pöppelmann gleichzeitig ihre Ausbildung zur Kunststoff- und Kautschuktechnologenin. Der Günter-Schwank-Preis wird jährlich von der K-Messe, der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV), der Industrieverband langlebige Kunststoffprodukte und Mehrwegsysteme (pro-K) und der Fachzeitschrift Kunststoffe verleihen. Seit 2001 werden mit dem Nachwuchspreis jährlich die zehn bundesbesten Absolvent*innen ausgezeichnet. Von Seiten der Hochschule Osnabrück gratulierte Prof. Dr. Thorsten Krumpholz auch im Namen seiner Kolleg*innen aus dem Bereich Kunststofftechnik Prof. Dr. Svea Petersen, Prof. Dr. Cathrin Schröder sowie Prof. Dr. Markus Susoff zu dieser hervorragenden Leistung: „Ich bin wirklich stolz, dass Iso engagierte Studentinnen bei uns im Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück studiert und wir sie auf dem Weg zu diesem großen Erfolg begleiten und unterstützen durften.“ Hintergrund Günter Schwank (* 1. Juni 1931; † 14. August 2019) war ein deutscher Pionier der kunststoffverarbeitenden Industrie. Sein besonderes Augenmerk galt insbesondere der Nachwuchsförderung in der Kunststoffindustrie. In seiner Amtszeit als Präsident des GKV initiierte er 2000, anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Verbandes einen Nachwuchspreis. In Anerkennung und Würdigung seines herausragenden Engagements wurde der Nachwuchspreis 2020 zum Günter-Schwank-Ausbildungspreis umbenannt. Juli: Additive Fertigung als Chance für den Mittelstand Hochschule Osnabrück präsentiert Forschungsprojekt AMSim bei Werkstatt-Gespräch Die Hochschule Osnabrück veranstaltete in Kooperation mit Niedersachsen ADDITIV, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Osnabrücker Land (WIGOS) und der BÖWER GmbHein Werkstatt-Gespräch zum Thema "Additive Fertigung als Chance für den Mittelstand". Das Format bietet interessierten Teilnehmenden die Möglichkeit, sich über die Potenziale und Anwendungsmöglichkeiten der additiven Fertigung zu informieren und auszutauschen. Nach einer Begrüßung durch Andrea Frosch von WIGOS sowie Anja und Stefan Böwer von der BÖWER GmbH folgerten Vorträge verschiedener Referent*innen, eine Podiumsdiskussion mit Expert*innen sowie eine Demonstration von aktuellen 3D-Druck Projekten aus dem Unternehmen BÖWER. Unter den Vortragenden war David Diring, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hochschule Osnabrück. Diring referierte über die aktuellen Untersuchungen und Ergebnisse aus dem laufenden Forschungsprojekt AMSim - Auslegung und Simulation unverstärkter und faserverstärkter Kunststoffbauteile mittels additiver Fertigung. Höhepunkt der Veranstaltung waren eine Podiumsdiskussion mit Stefan Böwer von der BÖWER GmbH, Eduard Siemens von EWOQE GmbH & Co. KG, Nils Pöhler von der JW Verpackungstechnik GmbH aus Georgsmarienhütte und Prof. Dr. Thorsten Krumpholz, von dem Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück. Hierbei wurden unter der leitenden Moderation von Prof. Henning Ahlers von der LZH Laser Akademie GmbH unter anderem Herausforderungen, Anwendungsbereiche und Lösungsansätze in der Praxis des 3D-Drucks thematisiert. Die Gespräche boten den Teilnehmenden wertvolle Einblicke und praxisnahe Informationen darüber, wie additive Fertigung erfolgreich in der Wirtschaft, Industrie und Lehre umgesetzt werden kann. Prof. Dr. Thorsten Krumpholz (rechts) und Wissenschaftlicher Mitarbeiter David Diring(links) vertraten auf der Veranstaltung die Hochschule Osnabrück und den LaborbereichKunststofftechnik (Bild: Heiko Brinkmann, Vacopro GmbH) Unter der Moderation von Prof. Henning Ahlers beantworten die Experten Fragen rundum die additive Fertigung (von links): Nils Pöhler (JW Verpackungstechnik GmbH); EduardSiemens (EWOQE GmbH & Co. KG); Prof. Dr. Thorsten Krumpholz (HochschuleOsnabrück); Stefan Böwer (BÖWER GmbH); Prof. Henning Ahlers (LZH Laser AkademieGmbH) (Bild: David Diring, Hochschule Osnabrück) Juni: Innovative Entwicklungen und nachhaltige Lösungen in der Kunststofftechnik Die 25. Kunststofftagung an der Hochschule Osnabrück nimmt Zukunftsthemen der Branche in den Fokus. Im Juni fand die 25. Fachtagung „Fortschritte in der Kunststofftechnik – Theorie und Praxis“ an der Hochschule Osnabrück statt. Fachleute aus Wirtschaft und Wissenschaft befassten sich dabei mit Fragen, die nicht nur technisch, sondern auch gesellschaftlich hochrelevant sind. Es ging um Strategien und Zukunftstrends vor allem in den Bereichen Kreislaufführung und Nachhaltigkeit. Weitere Themen waren aktuelle Entwicklungen und Innovationen wie zum Beispiel neue Lehrformate zum einfachen Einstieg in das Thema Nachhaltigkeit oder Produktionsplanung mittels Virtual Reality. Kreislaufwirtschaft, Mehrwegsysteme und Biokunststoffe Auch nach 25 Jahren zeigte die jährliche Fachtagung das enorme Zukunftspotenzial der Kunststofftechnik auf. In elf Vorträgen stellten Expert*innen den aktuellen Stand der Technologie in ihren Fachgebieten dar. Dr. Alexander Kronimus von Plastics Europe stellt das Zielbild der Kunststofferzeuger für eine klimaneutrale Kreislaufwirtschaft dar. Weiter wurde über allgemeine Herausforderungen bei der Kreislaufführung und Mehrwegsystemen, die End-of-Life Vehicles Directive sowie die PFAS(Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen)-Debatte und deren Auswirkungen auf die Kunststoffverarbeitung und über beständige Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe für Langzeitanwendungen diskutiert. Die begleitende Fachausstellung bot eine gute Plattform für den fachlichen Austausch in den Pausen. Die Tagungsleiter, Prof. Dr. Svea Petersen und Prof. Dr. Thorsten Krumpholz, freuten sich über das große Interesse an der Veranstaltung. Die etwa 120 Teilnehmenden zeigten sich ausgesprochen zufrieden mit der Auswahl der Themen und der Qualität der Vorträge. Ein Höhepunkt war wie immer der Vorabend der Tagung. In festlichem Rahmen wurde „25 Jahre Kunststofftagung“ gefeiert. Eine spannende Talkrunde mit unterschiedlichen Akteur*innen der Tagung von den Anfängen bis heute sowie der inspirierende Vortrag zum Thema „Entscheiden!“ von dem ehemalige DFB-Schiedsrichter Lutz Wagner lieferten einen hervorragenden Start für den geselligen Abend mit angeregten Diskussionen. Nachfrage nach Fachkräften groß Die Veranstaltung zeigt das große Interesse an der Kunststofftechnik und die Vielfalt der möglichen Tätigkeitsbereiche. Es besteht ein hoher Bedarf an Kunststofftechnik-Fachleuten in der Industrie. Die Hochschule Osnabrück trägt mit den Studiengängen Kunststofftechnik sowie Kunststofftechnik im Praxisverbund dazu bei, Fachkräfte auszubilden, insbesondere in der Region, aber auch weit darüber hinaus. Wer Interesse an einem Ingenieurstudium der Kunststofftechnik mit Bachelorabschluss an der Hochschule Osnabrück hat, kann sich bis zum 15. Juli um einen Studienplatz bewerben. Für Absolvent*innen einschlägiger Bachelorstudiengänge steht der Master „Angewandte Werkstoffwissenschaften“ mit der Vertiefung „Polymerwerkstoffe“ offen. Auch hier ist die Bewerbungsfrist für das kommende Wintersemester der 15. Juli. Weitere Informationen zum Studium und zur Bewerbung sind auf der Webseite der Hochschule zu finden. Weitere Informationen Prof. Dr. Thorsten Krumpholz t.krumpholz@hs-osnabrueck.de +49 541 969 17132 Referent*innen der 25. Kunststofftagung und das Professor*innenteam des Laborbereichs Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück freuten sich über das große Interesse der Gäste an den Zukunftsthemen der Branche (Bild: Hochschule Osnabrück / Angela von Brill) Juni: 33. Materials Day an der Hochschule Osnabrück Innovative Impulse und interdisziplinärer Dialog für die Werkstofftechnik (Osnabrück, 25. Juni 2024) An der Hochschule Osnabrück fand der 33. VDI Materials Day als gemeinsame Veranstaltung des Arbeitskreises Werkstofftechnik und Kunststofftechnik des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI), des Technologiezentrums TECHNOS und des wip-Kunststoffe Wissens- und Innovationsnetzwerks Polymertechnik statt. Die Veranstaltung bot für ehemalige, aktuelle und zukünftige Studierende sowie Kooperationspartner*innen der Hochschule Osnabrück eine Plattform, um sich über die neuesten Entwicklungen und Trends in der Werkstofftechnik auszutauschen. Etwa 70 Teilnehmende nahmen am Materials Dayteill.. Spannenden Vorträgen, die aktuelle Themen der Werkstofftechnik beleuchteten und Einblicke in innovative Forschungsergebnisse und industrielle Anwendungen gaben,boten den Teilnehmenden wertvolle Impulse und förderten den interdisziplinären Dialog zwischen Wissenschaft und Industrie. Zudem bietet die Veranstaltung eine Gelegenheit, um über den Tellerrand hinauszuschauen, neue Kontakte zu knüpfen,, wertvolle Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte zu gewinnen und potenzielle berufliche Perspektiven zu erkunden. Ein herzlicher Dank gilt allen Referent*innen und Organisator*innen, die zum Erfolg dieser Veranstaltung beigetragen haben. Teilnehmende der Hochschule Osnabrück am Materials Day (Foto: Hochschule Osnabrück) Juni: Polymerchemie auf der IdeenExpo Vom 08. bis zum 16.06.2024 fand die IdeenExpo auf dem Messegelände in Hannover statt. Die Jugendmesse für Technik und Naturwissenschaften läuft ganz nach dem Motto „Mach doch einfach mit“ und bietet den Jugendlichen die Möglichkeit an verschiedenen Stationen die Experimente aus verschiedenen MINT- Berufen durchzuführen. Die Hochschulen in Osnabrück hatten die Gelegenheit die Jugendlichen an zwei Ständen von einem Studium zu begeistern. Mit zwei Exponaten waren wir Teil des Standes in der Halle mit dem Titel „Healthy Planet“. Die Exponate sollten einen Einblick in die Herausforderungen von Kunststoffen in der Medizintechnik bieten. Die Plasma- Behandlung ist ein gutes Beispiel, welche Möglichkeiten mit Kunststoffen besonders in der Medizintechnik bieten. So kritisch Kunststoffe für die junge Generation sind, so waren wir uns hier doch alle einig: Kunststoffe sind in der Medizin nicht wegzudenken und sind in diesem Einsatzgebiet ein Material der Zukunft. Da wir als Laborbereich Teil der Lösung und nicht Teil des Problems sein wollen, beschäftigen wir uns über unterschiedliche Wege mit dem Thema Nachhaltigkeit. Sei es das Thema Design for Recycling oder in diesem Fall die Analyse von Recyclaten, wie hier über die Titration. So haben wir gemeinsam mit den Schüler*innen Kunststoffoberflächen mit Atmosphärendruckplasma verändert und mittels Komplexometrischer Titration den Calcium- Gehalt bestimmt. Neben den vielen spannenden Exponaten, boten Stars wie Nico Santos und Cro ein ganz besonderes Ende einzelner Messetage. Plasma-Behandlung von Kunststoffoberflächen am ersten Messetag (Foto: Hochschule Osnabrück) Besuch von Dr. Andreas Philippi, Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung in Niedersachen, an unserem Stand (Foto: Hochschule Osnabrück) Tolle Unterstützung durch unsere Studierenden machte eine erfolgreiche Messe möglich (Foto: Hochschule Osnabrück) Juni: Info-Tag zum dualen Studium Neuer Studiengang im Bereich Kunststofftechnik: Nachhaltige Materialtechnologie und Produktentwicklung (NPV) (Osnabrück, 12. Juni 2024) Die Hochschule Osnabrück aktualisiert ihre dualen Studienangebote und stellte die Änderungen sowie einen neuen Studiengang auf der Informationsveranstaltung „Duales Studium an der HS Osnabrück“ vor. Vertreter*innen von circa 30 Unternehmen aus der Region durfte die Hochschule zur Veranstaltung begrüßen. Die Professor*innen der Studiengänge Kunststofftechnik, Informatik, Werkstofftechnik, Maschinenbau und Elektrotechnik stellten den Unternehmensvertreter*innen zunächst die möglichen dualen Studienmodelle vor. Der Laborbereich Kunststofftechnik stellte in diesem Zuge das Konzept des neu zu akkreditierenden Studiengangs „Nachhaltige Materialtechnologie und Produktentwicklung“ vor. Dieser bietet die Möglichkeit eines Vollzeitstudiums und eines dualen Studiums (NPV). Insbesondere die Schlüsselthemen „Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft“ sowie „Digitalisierung“ werden zukünftig verstärkt ihren Platz im Curriculum des Studiengangs finden. Als langjähriger Partner des früheren Kunststofftechnik im Praxisverbund- Modells, ab 2025 dann NPV, fungiert das Unternehmen Pöppelmann GmbH & Co. KG aus Lohne, das schon seit 20 Jahren aktiv Studierende gemeinsam mit der HS Osnabrück im dualen Studium ausbilden. Reinhold Blömer, Leiter der gewerblichen Ausbildung und des dualen Studiums bei Pöppelmann, konnte durch seine Erfahrung sinnvolle Hinweise aus Unternehmenssicht geben. Besonders zu dem Aspekt Produktentwicklung gab es positives Feedback von Unternehmensseite. Abschließend konnte Prof. Dr. Alexander. Schmehmann als Vizepräsident für Studium und Lehre die gesetzlichen Änderungen aufzeigen und den Weg der Hochschule hin zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit darlegen. Im Nachgang wurden alle Teilnehmer*innen zu kalten Getränken eingeladen, um den informativen Nachmittag in lockerer Atmosphäre bei guten Gesprächen und Sonnenschein ausklingen zu lassen. Tanja Ollermann als Mitarbeiterin des Studiendekanats zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz der regionalen, kunststoffverarbeitenden Industrie. Auch die Organisatoren Prof. Dr. Thorsten Krumpholz als Laborbereichssprecher und Prof. Dr. Markus Susoff als Studiengangsbeauftragter zogen eine durchweg positive Bilanz. „Auf die Unternehmen der Kunststofftechnik ist wie immer Verlass“, sagte Thorsten Krumpholz mit Blick auf das sehr große Interesse und die Teilnehmerzahl aus diesem Bereich. Weitere Informationen zum neuen NPV-Modell erhalten sie bei Prof. Dr. Markus Susoff. BU: Vertreter*innen aus circa 30 Unternehmen nahmen an der Informationsveranstaltung rund um die dualen Angebote der Hochschule teil (Foto: Hochschule Osnabrück). Mai: CampusNight Am 30.05.2024 von 17 bis 20 Uhr fand die CampusNight statt – und der Laborbereich Kunststofftechnik öffnete seine Tore für studieninteressierte Jugendliche. Die neugierigen Schüler*innen konnten ins Studierendenleben hineinschnuppern zum Beispiel im Rahmen von einer Mini-Vorlesung von Prof. Dr. Markus Susoff zum Thema „Wann sind Kunststoffe sinnvoll und wie findet man dies heraus?“. Auch die praktische Anwendung in Form von 3D-Druck sowie der Herstellung von Einkaufschips aus recycelten Flaschendeckeln gab es für die Schüler*innen zu entdecken. Reger Austausch fand auch rund um das Gewinnspiel statt, bei dem die Anzahl von Granulatkörnern in einem Glas geschätzt werden sollten. Auch dabei zeigte sich schon, wie viele verschiedene Ansätze es für diese Frage gibt und wie kreativ die Jugend ist. Am Ende durften wir einen erfolgreichen Abend mit der Krönung von drei stolzen Gewinner*innen abschließen. Vorlesung Thema „Wann sind Kunststoffe sinnvoll und wie findet man dies heraus?“ von Prof. Dr. Markus Susoff (Foto: Hochschule Osnabrück) Versuch Elefantenzahnpasta zog viele Interessierte an (Foto: Hochschule Osnabrück) Gewinner/-innen des Gewinnspiels (Foto: Hochschule Osnabrück Mai: Erfolgreiche Exkursion zur KUTENO 2024 Die Hochschule Osnabrück war in diesem Jahr zum sechsten Mal mit ihrem Laborbereich Kunststofftechnik auf der renommierten Messe Kunststofftechnik Nord (KUTENO) vertreten, die in Rheda-Wiedenbrück stattfand. Die Studierenden aus dem Bereich Kunststofftechnik nutzten die Chance die neuesten Entwicklungen und Innovationen der Branche zu entdecken und besuchten die Messe unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz und Hannelore Schmidt. Ein Highlight dieser Exkursion war ein kreatives Gewinnspiel, bei dem die Studierenden die „beste Innovation der Messe“ finden sollten. Den ersten Platz belegten Pia Linesch und Jonas Döpelheuer mit ihrer Entdeckung eines biobasierten Kunststoffmaterials, das aus Abfallprodukten von Cellulosematerialien hergestellt wird. Diese nachhaltige Innovation hat das Potenzial, einen bedeutenden Beitrag zur Kreislaufwirtschaft zu leisten. Ein weiterer Höhepunkt war die Moderation des Vortragsblocks zum Thema „Automatisierung in der Kunststoffproduktion“ durch Thorsten Krumpholz. Dieses für die Zukunft äußerst wichtige Thema zog viele Interessierte an. Der Dank geht an die Mitarbeitenden des Laborbereichs Kunststofftechnik und das Organisationsteam der KUTENO, die diese Exkursion ermöglicht haben. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden waren durchweg positiv und viele freuen sich bereits auf den nächsten Besuch. Teilnehmenden der Studierendenexkursion zur KUTENO 2024 zusammen mit Lehrenden des Laborbereiches Kunststofftechnik (Foto: Hochschule Osnabrück) Gewinnner*innen des Gewinnspiels zur "besten Innovation der Messe" Pia Linesch und Jonas Döpelheuer (Foto: Hochschule Osnabrück) Mai: Wissenschaftsshow mit Joachim Hecker bringt Schüler*innen und Unternehmen zusammen Spannend und informativ geht es zu, wenn der Science-Entertainer Joachim Hecker in der Wissenschaftsshow „BAM! BOOM! BANG!“ durch knallige und feurige Experimente zeigt, wie beeindruckend Naturwissenschaften und Technik sein können. Auf Einladung des Kunststoffnetzwerks Ems-Achse wird er am Dienstag, 4. Juni 2024, im Nordhorner Konzert- und Theatersaal (Ootmarsumer Weg 14) das Publikum mit seiner Show begeistern. Die Veranstaltung ist kostenfrei und richtet sich an Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte und Interessierte darüber hinaus. Kann es Feuer unter Wasser geben? Kann man Muskeln hörbar machen? Wie funktioniert ein menschlicher Stromkreis und warum tragen Astronauten Windeln? Fragen wie diese beantwortet Dipl.-Ing. Joachim Hecker. Als Wissenschafts-Journalist und Science-Entertainer reist er mit seinen Shows um die ganze Welt und produziert mitunter Beiträge für die „Sendung mit der Maus“. Mit seinen Experimenten ermöglicht er Schülerinnen und Schülern, Naturwissenschaften von ihrer spannenden Seite und als mögliches Berufsfeld kennenzulernen. „Wir möchten zeigen, wie vielseitig Wissenschaft und Technik sind und bei den Jugendlichen Interesse für die Kunststoffbranche wecken“, so Thorsten Heilker, Netzwerkmanager des Kunststoffnetzwerks Ems-Achse. Austausch mit Unternehmen der Kunststoffbranche: Die Show wird begleitet durch Infostände regionaler Unternehmen im Foyer des Konzert- und Theatersaals. Sie informieren über verschiedene Ausbildungsberufe sowie über die guten Perspektiven in der Branche und stehen für Gespräche zur Verfügung. Bereits ab 16 Uhr sind die Türen geöffnet, um schon vor der Show in Kontakt mit den Unternehmen kommen zu können. Weitere Gespräche sind während der Pause möglich. Kunststoffnetzwerk Ems-Achse: Das Kunststoffnetzwerk Ems-Achse ist in der Wirtschaftsförderung des Landkreises Grafschaft Bentheim angesiedelt und ermöglicht einen kostenfreien Besuch der Wissenschaftsshow „BAM! BOOM! BANG!“. Eine vorherige Anmeldung ist bis zum 4. Juni 2024 möglich. Alle Informationen und den Link zur Anmeldung finden Interessierte auf www.starke-kunststoffe.de . Anmeldungen von größeren Gruppen oder Schulklassen nimmt das Kunststoffnetzwerk Ems-Achse per E-Mail an kunststoffnetzwerk@grafschaft.de entgegen. Eine weitere Vorstellung findet am Donnerstag, 30. Mai 2024, im Theater an der Blinke in Leer statt. Wissenschafts-Entertainer Joachim Hecker zeigt am 4. Juni 2024 im Nordhorner Konzert- und Theatersaal, wie unterhaltsam und lehrreich Naturwissenschaften sind. (Foto: Volker Hartmann/ FUNKE Foto Services) Wissenschafts-Entertainer Joachim Hecker (Foto: Juliane Bukowski/ Lichtbildpalast) April: Laborbereich Kunststofftechnik beim 7. Kunststoffforum NordWest Einfach machen! So lautete das Motto des 7. Kunststoffforums NordWest am 25.04.2024 ausgerichtet vom DK Kunststoff-Service auf dem Gelände des UNESCO-Welterbens Zollverein in Essen. Im Rahmen der Tagung tauschen sich Experten aus der Wirtschaft und Wissenschaft zu den neusten Entwicklungen und Trends im Kunststoffbereich aus. Die Fachtagung bot spannende Vorträge und Diskussionen zu Themen vom Upcycling von Regranulaten über Hochleistungscompounds, die Wärme leiten wie Metall, bis hin zum ressourcenschonenden Spritzgießen. Bild v.l.n.r: Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz und Susanna Herrmann (Foto: Hochschule Osnabrück) April: Girls & Boys Day Ein Handystativ aus recyceltem Kunststoff“ – so lautete das diesjährige Thema in der Kunststofftechnik. Die Mädchen erforschten zunächst in den Laboren für Polymerchemie, welche Kunststoffe sich im gelben Sack befinden und wie man Kunststoffe mit einfachen Hilfsmitteln erkennen kann. Mit den „richtigen“ Kunststoffen ausgestattet, konstruierten sie ihre individuelle Handyhalterung. Diese wurden im Labor für Kunststoffverarbeitung im 3D Druck hergestellt. Vor dem Einsatz wurden die Einzelteile noch im Labor für Kunststoffprüfung auf Herz und Nieren geprüft. Die Mädchen waren sehr interessiert und mit Begeisterung in den Workshops, so die diesjährigen Betreuer*innen Dirk Bröker, Lennart Herwing, Hannelore Schmidt und Ralf Schwegmann. Die Mädchen und Ralf Schwegmann an der handbetriebnen Kniehebelmaschine (Foto: Hochschule Osnabrück) Zusammenbau der Handyhalterung und Kennenlernen von Prof. Dr. Cathrin Schröder (Foto: Hochschule Osnabrück) Beginn des Tages im Labor für Polymerchemie unter der Leitung von Hannelore Schmidt (Foto: Hochschule Osnabrück) April: Hochschule Osnabrück ist Wegbereiter für E-Learning in der beruflichen Weiterbildung (Osnabrück, 22. April 2024) Zwei Jahre haben die Projektpartner intensiv gearbeitet. Jetzt werden die Ergebnisse Stück für Stück sichtbar. Im Projekt ZirPOL haben sich Prof. Dr. Thorsten Krumpholz, Professor für Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück, mit seinem Team aus dem Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule und der E-Learning Pionier Tech2Know vorgenommen, ein neues Kapitel für die berufliche Weiterbildung in der Kunststoffbranche aufzuschlagen. Dabei lautete die Kernfrage des Projektes: Welches Knowhow benötigen Konstrukteur*innen, Entwickler*innen, Projektleitungen und Entscheider*innen zukünftig, um nachhaltige und kreislauffähige Produkte entwickeln zu können? Neue Anforderungen an Fachkräfte durch Kreislaufwirtschaft Der Übergang zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft stellt völlig neue Anforderungen an die Vorgehensweisen und Entscheidungen in den Produktentwicklungsprozessen. Alle beteiligten Personen sind gefordert, sich mit neuen Themen auseinanderzusetzen und neues Wissen aufzubauen. Der steigende Fachkräftemangel verschärft die Herausforderungen. Daher war den Projektpartnern bereits zu Beginn klar, dass nur moderne E-Learning Lernformen in der Lage sind, den wachsenden berufsbegleitenden Weiterbildungsbedarf in der Breite effizient zu decken. Insgesamt vier Abschlussarbeiten hat Stephan Krebeck, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Osnabrück, im Rahmen des Projektes betreut. Schließlich gelten die bekannten Konstruktionsregeln für die kunststoffgerechte Konstruktion auch weiterhin, es kommen aber neue Regeln hinzu, wodurch die Komplexität in der Entwicklung steigt. Konstrukteur*innen müssen zukünftig die Entsorgung bereits mitdenken und je nach Produkt entscheiden, welche Lösung nachhaltig und gleichzeitig wirtschaftlich ist. Die Methoden zur Bewertung von Nachhaltigkeit, beispielsweise eine Ökobilanzierung, die CO2-Footprint-Berechnung oder Produkt-Zertifizierungen existieren bereits, sind aber den meisten Fachleuten aus der Kunststofftechnik nicht in der nötigen Tiefe bekannt. Bislang war das ein Thema für Spezialist*innen. Zukünftig wird es zu einem Standard-Werkzeug in der Produktentwicklung. Testphase erfolgreich Die Hochschule Osnabrück hat daher eine umfangreiche Sammlung an Inhalten erstellt, die der E-Learning Spezialist Tech2Know nutzt, um insgesamt fünf neue E-Learning Kurse zu erstellen. Die Prototypen- und Pilot-Phase ist bereits erfolgreich abgeschlossen, in der sowohl Studierende als auch ausgewählte Unternehmen die Kurse testen und Feedback an die Projektpartner geben konnten. Dabei lobten alle Testenden die gewählte Lernform als enorm flexibel und damit hocheffizient in den Arbeitsalltag integrierbar und gleichzeitig die mediale Umsetzung als sehr attraktiv und gelungen. Der Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück nutzt die Projektergebnisse in der Beratung und in bilateralen Projekten mit der Industrie. Auch in die Lehre werden die Ergebnisse einfließen. Detaillierte Informationen zu den neuen Kursen und den geplanten Veröffentlichungsterminen finden Interessierte auf www.tech2know.de . Hintergrund Das Projekt ZirPOL wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Rahmen des Förderprogramms „Innovationsprogramm für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen (IGP)“ gefördert. Weitere Informationen Prof. Dr. Thorsten Krumpholz Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik Kunststofftechnik Telefon: 0541 969 7132 E-Mail: t.krumpholz@hs-osnabrueck.de Die ZirPOL-Projektpartner (v.l.): Dr. Marco Thornagel, Prof. Dr. ThorstenKrumpholz und Stephan Krebeck (Foto: Krebeck). April: Kick-Off Meeting des Projektes HYDROFARM@material Am 16.04.2024 fiel der Startschuss im von der VW-Stiftung zunkunft.niedersachsen geförderten Projekt HYDROFARM@material – Pflanze-Material Interaktion – Richtlinien für einen innovativen und nachhaltigen Materialieneinsatz in hydroponischen Pflanzenproduktionssystemen. Gemeinsam wollen die Arbeitsgruppe Growing Knowledge und der Laborbereich Kunststofftechnik an hochmodernen hydroponischen Pflanzenproduktionssystemen den Einfluss der eingesetzten Kunststoffmaterialien auf den Ertrag und die Qualität der Nahrungspflanzen betrachten. Die Hydroponik als Beispielkultursystem ist ein substratloses Verfahren zur Anzucht von Nahrungs- und Genusspflanzen, welche durch eine Nährlösung versorgt werden. Dazu zusammengefunden haben sich aus der Arbeitsgruppe Growing Knowledge Herr Prof. Dr. Andreas Ulbrich, Herr Sebastian Deck und Herr Jannis Lüking und aus dem Laborbereich Kunststofftechnik Frau Prof. Dr. Svea Petersen, Herr Marius Behnecke und Frau Susanna Herrmann. Bei einem Rundgang durch das Forschungszentrum „Agrarsysteme der Zukunft“ konnten erste Eindrücke beiderseits gesammelt werden zu den verschiedene bestehende hydroponische Anbausysteme in den Indoorfarmen- und Dachgewächshauseinheiten. Gruppenfoto der Projektbeteiligten im Forschungszentrum „Agrarsysteme der Zukunft“ vor hydroponisch kultiviertem Pfeffer - piper nigrum L. – vlnr: Prof. Dr. Andreas Ulbrich, Jannis Lüking, Prof. Dr. Svea Petersen und Susanna Herrmann. (Bild: Hochschule Osnabrück / Sebastian Deck) März: Wissensaustausch und Netzwerken bei TKT Kunststofftechnik in Bad Laer Teilnehmer der Mitgliederversammlung des wip-Kunststoffe Netzwerkes (Foto: Alexander Hein) Die Mitgliederversammlung des Wissens- und Innovationsnetzwerkes wip-Kunststoffe fand im März unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz, dem Laborbereichsleiter Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück und Vorsitzenden des Netzwerkes, bei der TKT Kunststofftechnik in Bad Laer statt. Die rege Teilnahme der Mitglieder trug zu einem wertvollen Wissensaustausch bei, gerade auch zwischen den anwesenden Mitarbeitenden der Hochschule Osnabrück und den Vertreter*innen der Industrie. Diese Vermittlung innovativer Ideen wurde durch drei Fachvorträge vertieft. Josef Ludwig von der LNP Nanopräzision zeigte durch seinen Vortrag „Auftragsmessung an filigranen Dichtungsteilen aus TPE, oder Silikonen zur Bestimmung der Härte nach Shore- und IRHD-Verfahren, sowie E-Moduln und mehr“ effiziente Ansätze der Qualitätssicherung in der Kunststoffproduktion. Falco Götz von Halocline stellte in seinem Vortrag zukünftige Möglichkeiten vor, wie die Planung der Arbeitsumgebung mittels 3D Industrie-Software in die virtuelle Welt verschoben wird und so schon in einem frühen Stadium der Produktentwicklung effizient durchgeführt, validiert und optimiert werden kann. Die Hochschule Osnabrück präsentierte im dritten Vortrag die Ergebnisse des Projektes AMSim, welches unter anderem durch die Vernetzung der Hochschule Osnabrück mit einigen Industriepartnern und Mitgliedern des wip-Netzwerkes ins Leben gerufen wurde. Referent Niklas Söll präsentierte eine Entwicklungskette mit der Kunststoffbauteile optimal für die additive Fertigung ausgelegt werden können, um eine vorgegebene Belastungssituation standhalten zu können und gleichzeitig die Restriktionen der additiven Fertigungsverfahren berücksichtigen. Den Abschluss dieses Netzwerktreffens stellte eine Betriebsbesichtigung des Gastgebers TKT Kunststoffe dar, bei dem die vollständige Fertigung und Montage des Unternehmens durch den Geschäftsführer Peter Brinkmann vorgestellt werden konnte. März: Informieren, Netzwerken und inspirieren – Studierende besuchen den Technologietag Hein 13 Studierende der Laborbereich Kunststofftechnik aus dem Bachelorstudiengang „Kunststofftechnik“ und dem Masterstudiengang „Angewandte Werkstoffwissenschaften“ besuchten den Technologietag Hein. Die Veranstaltung für die kunststoffverarbeitende Industrie legte ihren Fokus auf Produktentwicklung, Formenbau und Produktion in der Kunststoffbranche. Der Technologietag Hein ist eine Plattform für Innovationen, Vorträge und Netzwerkmöglichkeiten. Teil des Programms war außerdem ein Wettbewerb, bei dem die Teilnehmenden Ideen für einen Instagram-Beitrag für die Seite @kunststofftechnik_os entwerfen sollten. Die Gewinner*innen des Wettbewerbs sind die beiden Studierenden Gereon Schmitz und Tingyu Lu. Sie wurden mit ihrer Idee und dem Angebot von TKT Kunststoff-Technik GmbH, eine Betriebsbesichtigung durchzuführen, zu den Sieger*innen gekürt. Als Preis gab es für beide Gewinner*innen ein Jahresabonnement der „K-Zeitung“ Dieses Angebot unterstreicht nicht nur die Kreativität der Studierenden, sondern auch die hohe Wertschätzung seitens der Industrie für die innovative Denkweise junger Talente. Gewinner*innen des Gewinnspiels für den besten Instagram-Beitrag: Tingyu Lu und Gereon Schmitz (Foto: Hochschule Osnabrück). Mitglieder des Laborbereichs Kunststofftechnik und weitere Teilnehmende des Technologietages (v.l.): Tingyu Lu, Gereon Schmitz, Andrej Tempel, Ernst Krüger, Stephan Krebeck, Dario Scherz, Niklas Söll, Prof. Dr. Thorsten Krumpholz, Eric Perniok, Josephine Liebal, Lennart Herwing, Henning Korte, Elisa Abeln, Marco Schoemaker, Berit Bartram und Organisator Alexander Hein (Foto: Simona-Bednarek). März: 3D-Drucker mit Endlosfaserverstärkung für die Hochschule Osnabrück Anisoprint Composer A3 im Laborbereich Kunststofftechnik mit (v.l.n.r.) David Diring, von der Hochschule Osnabrück, Siddharth Yadav von AM Pioneers, Niklas Söll, Annabelle Meyer, Erwin Krist von der Hochschule Osnabrück (Foto: Hochschule Osnabrück). Der Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück hat einen Anisoprint Composer A3 erhalten, mit dem es möglich ist, endlosfaserverstärkte Kunststoffbauteile mit dem Fused Deposition Modeling (FDM) herzustellen. Möglich wurde die Investition im Rahmen des Projektes „AMSim – Auslegung und Simulation unverstärkter und faserverstärkter Kunststoffbauteile mittels additiver Fertigung“ und durch die Förderung von mehreren Industriepartnern. Der 3D-Drucker arbeitet nach dem FDM-Verfahren, das heißt es wird Kunststofffilament aufgeschmolzen und in einem Endlosstrang schichtweise abgelegt. Gearbeitet wird mit thermoplastischen Kunststoffen, wie zum Beispiel Polyamid (PA) oder Polyethylenterephthalat-Glykol (PET-G). Im Gegensatz zu anderen FDM-Druckern bietet der Anisoprint Composer A3 die Möglichkeit, eine Endlosfaser (z. B. Carbon- oder Basaltfaser) in den Strang einzubringen und mitzudrucken. Dafür wird eine Düse verwendet, in der spezielles Matrixmaterial aufgeschmolzen und in einer Kammer gespeichert wird. Die Endlosfaser wird dann durch diese Kammer geführt und mit dem Matrixmaterial ummantelt. Aus der Düse tritt dann die ummantelte Faser aus, die wie ein unverstärkter Filamentstrang abgelegt werden kann. Dies wird als Co-Extrusion bezeichnet. Eine zweite Düse steht zur Verfügung, um unverstärktes Filament zu drucken, sodass innerhalb eines Bauteils bestimmte Bereiche mit Faser und andere Bereiche ohne Faser gedruckt werden können. So lassen sich Bauteile lastpfadgerecht verstärken, um höhere Festigkeiten 3D-gedruckter Bauteile zu erzielen. Auf dem Druckbett von 460 mm x 297 mm x 210 mm (Breite x Tiefe x Höhe) können diverse Bauteile unterschiedlicher Größe hergestellt werden. Hintergrund Im Projekt AMSim soll eine neuartige, ganzheitliche Auslegungsmethodik entwickeln werden, die eine kunststoff- und fertigungsgerechte Auslegung additiv gefertigter, un- und (endlos-)faserverstärkter thermoplastischer Kunststoffbauteile ermöglicht. Dabei wird neben dem AKF-Verfahren das FDM-Verfahren (Fused Deposition Modeling) berücksichtigt, dass sich ebenfalls den Extrusionsverfahren zuordnen lässt. Als drittes Verfahren wird das Pulverbettverfahren SLS (Selective Laser Sintern) berücksichtigt. Weitere Informationen zum Projekt sind auf der Webseite der Hochschule zu finden. Ein herzliches Dankeschön geht an AM Pioneers sowie die folgende Projektpartner des Projektes AMSim: AM Pioneers Deutschland GmbH, Esslingen ARBURG GmbH & Co. KG, Loßburg SIGNATA GmbH, Diepholz Erwin Müller GmbH, Lingen SimpaTec Simulation & Technology Consulting GmbH, Aachen Konstruktionsbüro Hein GmbH, Neustadt am Rübenberge MFD – Kunststofftech GmbH, Neustadt am Rübenberge Februar: Hochschule Osnabrück beim wip-Elastomerforum 2024 Die Organisatoren der Veranstaltung Prof. U. Giese (links) und Prof. Dr. M. L. Susoff (mitte rechts) sowie der Vorstandsvorsitzende des wip e.V. Prof. Dr. T. Krumpholz (rechts) und Vorstandmitglied Dr. J. Lefèvre (mitte links) (Foto: Hochschule Osnabrück) Das wip-Elastomerforum 2024 fand in diesem Jahr unter dem Motto "Knowledge for Future" in den Räumen der Deutschen Bundesstitung Umwelt in Osnabrück stattfand. Expert*innen, Fachkräfte und junge Talente der Elastomer- und Kunststoffbranche tauschten sich über neueste Entwicklungen, Trends und Herausforderungen aus. Die Veranstaltung bot eine Vielzahl von Vorträgen und Diskussionen zu Themen wie Materialentwicklung und Prozessoptimierung. Renommierte Referenten aus Industrie und Forschung lieferten innovative Lösungsansätze. Die Organisatoren Prof. Dr. Ulrich Giese vom Deutsches Institut für Kautschuktechnologie e. V. (DIK e. V.) und Prof. Dr. Markus Lothar Susoff von der Hochschule Osnabrück, zeigten sich äußerst zufrieden mit dem regen Austausch zwischen Teilnehmenden und Referierenden. Besonders erfreulich war die Teilnahme von Nachwuchskräften, die das Forum als Plattform zur Wissenserweiterung und Vernetzung nutzten. Januar: Schülerwettbewerb Make@thon: Mit Kunststoffen in die Zukunft?! Wie passen Nachhaltigkeit und Kunststoff zusammen? Mit dieser Frage beschäftigten sich 42 engagierte Schülerinnen und Schüler aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim. Auf Initiative des Kunststoffnetzwerks Ems-Achse nahmen sie an dem Ideenwettbewerb Make@thon teil. Prof. Thorsten Krumpholz von der Hochschule Osnabrück ist Mitglied des Lenkungskreises der Kunststoff-Ems-Achse und hat zusammen mit seinem Team bei der inhaltlichen Planung unterstützt. Eine Woche lang arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen daran, Mythen und Wahrheiten zum Thema Kunststoff und Nachhaltigkeit aufzuarbeiten und richtigzustellen. Unterstützt wurden sie dabei von regionalen kunststoffverarbeiteten Unternehmen, bei denen sie spannende Einblicke in Produktionsbetriebe erhielten. Neben der intensiven Arbeit an ihren Projekten bekamen die Teilnehmenden faszinierende Einblicke aus der Forschung und Wissenschaft durch inspirierende Vorträge von renommierten Persönlichkeiten wie Fionn Ferreira, dem irischen Erfinder und Umweltschützer und Young Ambasssador der Initiative EndPlasticSoup, und vom Europameister im ScienceSlam, Simon McGowan. Die Ideen und Ansätze präsentierten die Teilnehmenden im Rahmen der Abschlussveranstaltung, die bei Röchling Industrial in Haren stattfand. Alle Gruppen waren sich einig: Kunststoffe, insbesondere in technischen Anwendungsbereichen, seien im Alltag unersetzlich und sinnvoll. Insbesondere die gute Recyclingfähigkeit und Langlebigkeit seien Vorteile gegenüber alternativen Materialien. Eine Herausforderung sahen die Jugendlichen im Umgang mit Verpackungsmaterialien. Um diese zu lösen, lieferten die Schülerinnen und Schüler bereits während der Veranstaltung erste Ansätze. So kam die Idee auf, Additive aus altem Frittierfett herzustellen oder eine App für die Sammlung von Flaschen zu entwickeln. Die besten Ideen wurden von einer Jury mit Preisen im Wert von insgesamt 5.000 Euro ausgezeichnet. Die Siegergruppe kommt sogar von der Schule, an der Herr Krumpholz sein Abitur gemacht hat: Das Franziskus Gymnasium in Lingen. Die Gruppe hat Ihre Idee mit Unterstützung des Unternehmens Baerlocher GmbH, Lingen entwickelt. Die Veranstaltung wurde von der Chemiedidaktik der Universität Osnabrück sowie dem Kunststoffnetzwerk Ems-Achse und der rotarischen Initiative EndPlasticSoup vorbereitet. „Der Make@thon "Mit Kunststoffen in die Zukunft?!" war nicht nur ein Erfolg in Bezug auf innovative Ideen und nachhaltige Ansätze, sondern auch eine tolle Plattform für den Austausch zwischen Schülerinnen und Schülern, Unternehmen und Experten“, betonte Dr. Thorsten Heilker, Netzwerkmanager des Kunststoffnetzwerks Ems-Achse. Es sind für die Zukunft weitere Ausgaben des Make@thons geplant. Die Firma TKT Kunststofftechnik hat durch ihren Geschäftsführer und guten Partner unseres Laborbereichs, Dr. Peter Brinkmann, bereits großes Interesse an einer Zusammenarbeit geäußert. Außerdem sollen nicht nur die Schulen aus dem Raum Ems-Achse angesprochen werden, sondern auch Schülerinnen und Schüler aus dem Raum Osnabrück werden herzlich eingeladen. Gruppenfoto aller Teilnehmerinnen, Teilnehmer und Beteiligten bei der Abschlussveranstaltung bei Röchling (Bildquelle: Röchling Industrial SE & Co. KG) Siegerfoto der Gruppe vom Franziskus Gymnasium, vlnr: Elias Krüßel, Alexandra Greywe, Sebastian Bonhoff, Adrian Singh, Dr. Thorsten Heilker (Kunststoffnetzwerk), Marja Ritterfeld (EndPlasticSoup), Thilo Nannen (Chemiedidaktik Universität Osnabrück) (Bildquelle: Röchling Industrial SE & Co. KG) Prof. Krumpholz erläutert Schülern des Franziskusgymnasiums die Möglichkeiten des Studiums Kunststofftechnik an der HS Osnabrück (Bildquelle: Röchling Industrial SE & Co. KG) Pressemitteilungen aus dem Jahr 2023 November: Professioneller 3D-Drucker für Laborbereich Kunststofftechnik ARBURG freeformer im Laborbereich Kunststofftechnik (von links nach rechts: Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz, Jan Engelmann, Ralf Schwegmann, Annabelle Meyer, Henning Korte, David Diring, Niklas Söll, Tingyu Lu) Der Laborbereich Kunststofftechnik hat einen freeformer der Firma ARBURG GmbH & Co. KG erhalten, mit dem es möglich ist, diverse Materialien mit dem ARBURG-Kunststoff-Freiform-Verfahren (AKF) zu verarbeiten. Möglich wurde die Investition im Rahmen des Projektes AMSim und durch die Förderung von mehreren Industriepartnern. Im Rahmen des Projektes „AMSim – Auslegung und Simulation unverstärkter und faserverstärkter Kunststoffbauteile mittels additiver Fertigung“ hat der Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück einen freeformer der Firma ARBURG GmbH & Co. KG erhalten. Dabei handelt es sich um einen industriellen 3D-Drucker, der nach dem ARBURG-Kunststoff-Freiform-Verfahren (kurz: AKF-Verfahren) arbeitet. Dabei wird handelsübliches Spritzgießgranulat in einer Schnecke aufgeschmolzen und mithilfe einer Austragsdüse mit Piezoaktor tröpfchenförmig auf das Druckbett aufgebracht. Die damit additiv gefertigten Bauteile erreichen eine Festigkeit von bis zu 80 Prozent im Vergleich zu spritzgegossenen Teilen. Damit erzielt das AKF-Verfahren im Vergleich zu anderen additiven Fertigungsverfahren sehr hohe Festigkeiten. Das Gerät des Typs freeformer 300-3X verfügt über einen Bauraum von 234 x 134 x 230 mm (BxTxH) und hat drei Austragsdüsen, die mit unterschiedlichen Materialien bestückt werden können. Da handelsübliche Spritzgießgranulate für das Verfahren verwendet werden können ist die Anzahl der verfügbaren Materialien (Polyamid, Acryl-Butadien-Styrol, Thermoplastische Elastomere, etc.) sehr groß. Das Gerät ermöglicht nicht nur den Druck von Thermoplasten sondern auch von thermoplastischen Elastomeren, sodass 2K-Drucke mit einer Weich- und einer Hartkomponente möglich sind. Im Projekt AMSim soll eine neuartige, ganzheitliche Auslegungsmethodik entwickeln werden, die eine kunststoff- und fertigungsgerechte Auslegung additiv gefertigter, un- und (endlos-)faserverstärkter thermoplastischer Kunststoffbauteile ermöglicht. Dabei wird neben dem AKF-Verfahren das FDM-Verfahren (Fused Deposition Modeling) berücksichtigt, dass sich ebenfalls den Extrusionsverfahren zuordnen lässt. Als drittes Verfahren wird das Pulverbettverfahren SLS (Selective Laser Sintern) berücksichtigt. Vielen Dank an die folgenden Projektpartner, die das Projekt finanziell sowie mit ihrer Fachexpertise großzügig unterstützen: ARBURG GmbH & Co. KG, Loßburg ZF Friedrichshafen AG, Diepholz SIGNATA GmbH, Diepholz Erwin Müller GmbH, Lingen SimpaTec Simulation & Technology Consulting GmbH, Aachen Konstruktionsbüro Hein GmbH, Neustadt am Rübenberge MFD – Kunststofftech GmbH, Neustadt am Rübenberge Oktober: 2. Platz bei der Projektwoche 2023 für die Studierenden aus der Kunststofftechnik Ursprungsbauteil Bild v.l.n.r.: Henning Korte, Tobias Kriege, Ralf Schwegmann, Jan-Luca Schürmann, Anna-Lena Kerst, Stephan Krebeck, Prof. Dr.-Ing Rainer Bourdon CT-Scan eines gedruckten Entwurfs mit Soll-Ist-Vergleich Auch im Jahr 2023 fand an der Hochschule Osnabrück erneut die Projektwoche, bei welcher 56 Projekte von Studierenden verschiedener Fachrichtungen bearbeitet wurden. Am Freitag, dem 28. Oktober 2023, präsentierten 44 Projektgruppen ihre Ergebnisse auf der Projektmesse. Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Rainer Bourdon und Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz führten das Labor für Kunststoffverarbeitung und das Labor für Kunststoff-CAE gemeinsam das Projekt mit dem Titel "DESIGN for RECYCLING - Gestaltung eines nachhaltigen Kunststoffprodukts unter Verwendung von additiver Fertigung und Computertomographie" durch. Die Labormitarbeiter Ralf Schwegmann, Henning Korte und Stephan Krebeck unterstützten die Studierenden bei Fragen und der Handhabung der Laborausstattung. Auf der Projektmesse konnten Anna-Lena Kerst (Kunststofftechnik), Jan Luca Schürmann (Kunststofftechnik) und Tobias Kriege (Fahrzeugtechnik) die Jury von sich und ihren Ergebnissen überzeugen. Die drei Studierenden im 3. Fachsemester hatten sich zum Ziel gesetzt, ein bereits auf dem Markt erhältliches Produkt im Hinblick auf Kreislauffähigkeit und Recycling zu optimieren. Ihre Wahl fiel dabei auf ein Nachtlicht. Dank innovativer Ansätze und ihres Studienwissens gelang es ihnen, Klebe-, Schraub- und unlösbare Steckverbindungen durch Schnappverbindungen zu ersetzen, die sich zerstörungsfrei wieder öffnen lassen. Dabei war es den Studierenden wichtig, die Elektrik der ursprünglichen Lampe weiterzuverwenden und nur eine Kunststoffsorte, anstelle der Zwei im Ursprungsprodukt, zu verwenden. Die Entwürfe wurden im FDM-3D-Druck hergestellt und im Computertomographen auf Maßhaltigkeit untersucht. Das Ergebnis umfasst zwei Designs, wovon eines dem ursprünglichen Produkt nahekommt und das andere eine neue Geometrie aufweist. Durch ihre herausragenden Leistungen gelang es den Studierenden von 44 Ausstellern, den 2. Platz zu belegen, für welchen sie mit einem Preisgeld von 400€ ausgezeichnet wurden. Juni: Hochauflösender Computertomograph (CT) für die Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück Bild v.l.n.r.: Niklas Torbecke (HS OS), Dr.-Ing. Raoul Christoph (Werth Messtechnik GmbH), Annabelle Meyer und Emma Brüggeshemke (beide HS OS), Jelde Toben (Werth Messtechnik GmbH), Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz (HS OS). Der im 1. Quartal 2023 über einen Großgeräteantrag beschaffte Computertomograph (CT) wurde im Rahmen der Fachtagung „Fortschritte in der Kunststofftechnik“ erstmals dem Fachpublikum der Kunststoffbranche vorgestellt. In einem vielbeachteten Vortrag konnte Herr B.Sc. Niklas Torbecke, Mitarbeiter im Team von Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz, dem Publikum die vielfachen Anwendungsmöglichkeiten eines Computertomographen in der Kunststofftechnik eindrucksvoll darstellen. Für das Gelingen des Vortrags waren folgende weitere Autoren verantwortlich: Frau Annabelle Meyer und Frau Brüggeshemke (beide Hochschule Osnabrück), Herr Dr.-Ing. Raoul Christoph (Werth Messtechnik GmbH, Gießen) und Herr Stefan Tux (etis GmbH, Kassel). Mit dem Vortrag einher ging auch das Angebot an die Kunststoffindustrie in zukünftigen Forschungs- und Entwicklungsprojekten auch unter Berücksichtigung des CT zusammenzuarbeiten. Ein kleiner Auszug der vielfältigen Möglichkeiten, ein CT in der Kunststofftechnik einzusetzen sind unter folgendem Link zusammengefasst. Flyer Selbstverständlich stellen wir auch gerne den Vortrag zur Verfügung, dazu bitte einfach eine kurze Mitteilung an t.krumpholz@hs-osnabrueck.de . Im Rahmen der Fachtagung fand dann auch die offizielle Übergabe des CT durch den Executive Vice President, Dr.-Ing. Raoul Christoph von der Werth Messtechnik GmbH statt (siehe Bild). Laut Auskunft von Werth wurde ein solches Gerät in der Kombination Mikrofokus- und Submikrofokus-Röhre weltweit erst zweimal ausgeliefert. Das Team um Prof. Krumpholz ist stolz, dieses Gerät nun in der Forschung gerne auch gemeinsam mit der Industrie intensiv einzusetzen. Juni: 24. Kunststofftagung an der Hochschule Osnabrück nimmt Zukunftsthemen der Branche in den Fokus Referentinnen und Referenten der 23. Kunststofftagung und das Professorenteam des Laborbereichs Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück freuten sich über das große Interesse der Gäste an den Zukunftsthemen der Branche. (Bild: Hochschule Osnabrück / Angela von Brill) Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft tauschen sich an der Hochschule Osnabrück über innovative Entwicklungen und nachhaltige Lösungen in der Kunststofftechnik aus. Rund 120 Gäste der Fachtagung loben die Themenauswahl sowie die Qualität der Vorträge und des Rahmenprogramms. Am 14.-15. Juni fand die 24. Fachtagung „Fortschritte in der Kunststofftechnik – Theorie und Praxis“ an der Hochschule Osnabrück statt. Fachleute aus Wirtschaft und Wissenschaft befassten sich dabei mit Fragen, die nicht nur technisch, sondern auch gesellschaftlich hochrelevant sind. Es ging um Strategien und Zukunftstrends vor allem in den Bereichen Recycling und Nachhaltigkeit. Weitere Themenschwerpunkte waren aktuelle Entwicklungen in der Anwendungstechnik und der Charakterisierung (siehe 24. Kunststofftagung an der Hochschule Osnabrück nimmt Zukunftsthemen der Branche in den Fokus ). Juni: Laborbereich Kunststofftechnik beim wip-Forum Kunststoffpraxis in Hannover Bild: Hochschule Osnabrück (stehend von l.n.r.: Herr Ernst Krüger (Student HS OS); Frau Berit Bartram (WIP), Herr Stephan Krebeck, Frau Marla Ender, Frau Annabelle Meyer (alle wissenschaftliche MitarbeiterInnen HS OS); kniend von l.n.r.: Herr Dr. Jörg Lefèvre (DBU und Tagungsleiter), Frau Katharina Lüllmann (Duale Studentin HS OS), Frau Marie Pesotska (Studentin HS OS), Herr Markus Nolte (Dualer Student HS OS). Am 6. Juni veranstaltete das wip Wissens- und Innovations-Netzwerk Polymertechnik zum ersten Mal erfolgreich das neue Format „wip-Forum Kunststoffpraxis“ unter dem Motto „Erfolgreicher mit Kreislaufführung“. Die Moderation übernahmen Dr. Jörg Lefèvre von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und Prof. Dr. Hans-Josef Endres vom Institut für Kunststoff- und Kreislauftechnik (IKK). Weitere Informationen finden Sie hier Laborbereich Kunststofftechnik beim wip-Forum Kunststoffpraxis in Hannover . Mai: VDI – 30. Materials Day an der Hochschule Osnabrück Der „Materials Day“ als gemeinsame Veranstaltung der VDI-Arbeitskreise Werkstofftechnik und Kunststofftechnik, des Technologiezentrums TECHNOS und des wip-Kunststoffe Wissens- und Innovationsnetzwerks Polymertechnik richtet sich besonders an die ehemaligen, aktuellen und zukünftigen Studierenden sowie an die Kooperationspartner der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik der Hochschule Osnabrück (HS OS). Mit über 50 Teilnehmern war der erste der beiden Materials Days 2023 wieder mal sehr gut besucht. Insbesondere die Studierenden nutzen diesen Tag, um sich auch mal über den Tellerrand zu informieren und vielleicht sogar die ersten Kontakte mit Industrievertretern und Ehemaligen zu knüpfen. Dies freute auch den ein oder anderen Industrievertreter. So äußerte sich z.B. Uwe Becker (DK Kunststoff-Service GmbH): „Es hat mal wieder richtig Spaß gemacht, mit so vielen engagierten und motivierten jungen Menschen zusammen zu sein“. Auch die beiden Verantwortlichen Dr.-Ing. Alexander Giertler (Leiter des VDI Arbeitskreises Werkstofftechnik) und Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz (Laborbereichssprecher Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück) waren sich einig: Das Format „Materials Day“ ist nach wie vor ein Erfolgsmodell. Ein großer Dank geht an dieser Stelle natürlich auch an alle Mitarbeiter der Laborbereiche Materialdesign und Werkstoffzuverlässigkeit sowie Kunststofftechnik , die stets so fleißig mit anpacken. Merken Sie sich auch bereits jetzt den nächsten Materials Day am 30.11.2023 vor. Weitere Infos dazu und auch zu den zurückliegenden Veranstaltungen finden Sie hier . Organisatoren, Aussteller und Referenten des 30. VDI Materials Day an der Hochschule Osnabrückv.l.n.r.: Frank Brüning (Jürgen Emptmeyer GmbH, Dr.-Ing. Alexander Giertler (HS OS); 3. Michael Harwarth (Gestamp Chassis Autotech Engineering Deutschland GmbH); Ulrich Meeuw (Schweißtechnische Lehr und Versuchsanstalt Hannover); Timo Münstermann (SAERTEX multiCom GmbH); Alexander Ostendarp (Mitsubishi Chemical Advanced Materials GmbH); Peter Meyer (HS OS); Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz (HS OS)Bild: Hochschule Osnabrück, Rainer Peters Mai: Große Resonanz beim Info-Event zum dualen Studium „Kunststofftechnik im Praxisverbund“ Am 22. Mai hat der Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück über 20 Unternehmen aus der Region zum Infotag „Duales Studium der Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück“ begrüßt. (Foto: Hochschule Osnabrück) Am 22. Mai hat der Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück über 20 Unternehmen aus der Region zum Infotag „Duales Studium der Kunststofftechnik“ begrüßt. Zunächst stellte das Organisationsteam den Studiengang „Kunststofftechnik im Praxisverbund“ (KPV) vor. Dabei nahmen sie auch die aktuelle Studiengangsentwicklung in den Fokus. Insbesondere die Schlüsselthemen „Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft“ sowie „Digitalisierung“ werden zukünftig verstärkt ihren Platz im Curriculum des Studiengangs finden (siehe Große Resonanz beim Infotag zum dualen Studium „Kunststofftechnik im Praxisverbund“ ). Mai: Besuch auf der KUTENO 2023 Ernst Krüger, Simon Schüürmann, Lukas Eckl und Andrej Tempel (v.l.n.r.) gewannen das diesjährige studentische Gewinnspiel: Sie fanden die "coolste Innovation" der KUTENO 2023. (Foto: Hochschule Osnabrück) Mehr als 30 Studierende der Hochschule Osnabrück besuchten am 10. Mai mit ihren Lehrenden die Messe Kunststofftechnik Nord (KUTENO). (Foto: Hochschule Osnabrück) Bereits zum fünften Mal hat der Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück als Aussteller an der Messe Kunststofftechnik Nord (KUTENO) teilgenommen. Die Messe fand vom 9. bis 11. Mai in Rheda-Wiedenbrück statt. Wie in den letzten Jahren bekamen auch die Studierenden die Möglichkeit, die Messe zu besuchen. Neben vielen angehenden Kunststoff- und Werkstofftechniker*innen waren auch Studierende aus anderen Studiengängen, wie beispielsweise dem Maschinenbau, dabei. Am 10. Mai haben sich die mehr als 30 Studierenden zusammen mit Prof. Svea Petersen, Hannelore Schmidt und Prof. Thorsten Krumpholz aus dem Laborbereich Kunststofftechnik auf den Weg zur Messe gemacht (siehe Studentische Exkursion zur Messe Kunststofftechnik Nord ). April: Kick-Off Meeting des Niederländisch-Deutschen Interreg VI A Projekts Bei diesem Treffen soll es um eine besonders spannende Gruppe von bakteriell erzeugbaren Biopolymeren gehen. Die genaue Bezeichnung des Polymers ist Polyhyroxyalkanoate (PHA) und lässt sich in der Gruppe der Thermoplaste einordnen. Ein Ziel des grenzüberschreitenden Projektes „EMPHATI“ ist die Entwicklung von nachhaltigen und umweltfreundlichen Produkten auf Basis von PHA/PHA-Blends mit Naturfasern in ausgewählten Anwendungen des Spritzgusses und des 3D-Druckes. Ein weiteres Ziel von „EMPHATI“ ist die Entwicklung eines grenzüberschreitenden Clusters entlang der PHA-Werkstoffkette, um Akteure miteinander zu vernetzen und einen Wissenstransfer zu ermöglichen. Das Treffen findet am Mittwoch, den 19.04.2023, von 9:30 bis 15:30 Uhr in den Räumlichkeiten der TKT Kunststofftechnik GmbH in Bad Laer statt. Es gibt viele spannende Vortragsthemen, unter anderem ein Vortrag zur „Nachhaltigen Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück“, welcher von Herrn Prof. Dr. Thorsten Krumpholz gehalten wird und zum Abschluss des Kick-Off Meetings gibt es die Möglichkeit zum Networking. Weitere Vortragsthemen und Information für die Anmeldung sind auf dem Flyer zu finden. Das Projektteam freut sich auf Ihre Teilnahme. Februar: Internationaler Innovationspreis für Forschungsteam der Hochschule Osnabrück Das Forschungsteam der Hochschule Osnabrück freut sich über den begehrten internationalen Innovationspreis: (von links:) David Diring, Philipp Land und Projektleiter Prof. Dr. Thorsten Krumpholz. (Bild: Hochschule Osnabrück / Erik Perniok) Forscher der Hochschule Osnabrück entwickeln eine neuartige Technologie, mit der die Festigkeit von Bauteilen verdoppelt werden kann. Dafür erhielten sie einen Automotive Award der Internationalen Gesellschaft für Kunststofftechnik (siehe Internationaler Innovationspreis für Forschungsteam der Hochschule Osnabrück ). Pressemitteilungen aus dem Jahr 2022 Dezember: SLA-Drucker für den Laborbereich Kunststofftechnik Außenansicht des SLA-Druckers(Quelle: Hochschule Osnabrück, Stephan Krebeck) Druckkammer des SLA-Druckers(Quelle: Hochschule Osnabrück, Stephan Krebeck) Dank einer sehr großzügigen Spende des Unternehmers Anton Abel (Geschäftsführer der LMB-Kunststofftechnik GmbH, Leer ) ist das Labor für Kunststoff-CAE der Hochschule Osnabrück seit neustem im Besitz eines Stereolithographie (SLA) Druckers. Bei dem SLA-Drucker handelt es sich um den Moai 200 Laser Drucker der Marke Peopoly mit einem Druckvolumen von 200 x 200 x 250 mm³. Dieser Drucker arbeitet mit einem hochauflösenden Laser-/Galvo-System und durch die passende Software kann der Druckauftrag im Vorfeld optimal abgestimmt werden. Wir bedanken uns recht herzlich bei und Herrn Anton Abel und dem gesamten Unternehmen LMB-Kunststofftechnik für die großzügige Spende. Weitere technische Daten : Druckvolumen: 200 x 200 x 250 mm³ Festkörperlaser: 150 mW, 405 nm Laserspotgröße: 70 μm Software: Peopoly Asura Beheizte Druckkammer September: Netzwerktreffen der Kunststoff-Lehrenden Professor*innen des Netzwerktreffens (Quelle: Hochschule Osnabrück, Prof. Susoff) Im deutschsprachigen Raum wird die Kunststofftechnik als anspruchsvoll und zugleich als wenig beachtetes Fachgebiet, gemessen an ihrer Relevanz, bezeichnet. Um diesem Gebiet eine Bühne für mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, wurde eine Kooperation von Professorinnen und Professoren aus den Hochschulen der angewandten Wissenschaften und Fachhochschulen des Metiers ins Leben gerufen. Ein erstes Netzwerktreffen und damit ein Anfang, fand Mitte September 2022 am Kunststoff-Institut Lüdenscheid statt (siehe Netzwerktreffen der Kunststoff-Lehrenden ). NEU: Instagramkanal des Laborbereichs Kunststofftechnik Ganz neu ist der Instagramkanal „kunststofftechnik_os“, auf dem Studierende über aktuelle Events und Entwicklungen in der Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück berichten. Es ist ein junger Kanal, von Studierenden für Studierende und Studieninteressierte. Die engagierten Betreiber*innen des Kanals freuen sich sehr über viele Follower und Likes. Der Instagramkanal ist hier zu finden. Juli: Laborbereich vom 02. Juli bis 10. Juli auf der IdeenExpo Aktuell ist der Laborbereich Kunststofftechnik vom 02.07-10.07.2022 auf der IdeenExpo in Hannover vertreten. Unter dem Motto „Mach doch einfach!“ findet Europas größtes Jugend-Event für Technik und Naturwissenschaften live auf dem Messegelände in Hannover statt. Wir beteiligen uns daran mit spannenden Experimenten zum Mitmachen und Ausprobieren (siehe Osnabrücker Hochschulen, SFZ und Niedersachen-Technikum auf IdeenExpo ). Juni: 23. Kunststofftagung an der Hochschule Osnabrück (Bild: Hochschule Osnabrück / Angela von Brill) Am 14.-15. Juni fand die 23. Fachtagung „Fortschritte in der Kunststofftechnik – Theorie und Praxis“ an der Hochschule Osnabrück statt. Fachleute aus Wirtschaft und Wissenschaft befassten sich dabei mit Fragen, die nicht nur technisch, sondern auch gesellschaftlich hochrelevant sind. Es ging um biobasierte Kunststoffe, Recycling und Nachhaltigkeit. Weitere Themenschwerpunkte waren Strategien und Zukunftstrends der Branche sowie aktuelle Entwicklungen in der Anwendungstechnik und der Kunststoffverarbeitung (siehe Smarte und nachhaltige Trends in der Kunststofftechnik ). Mai: Besuch der KUTENO 2022 Der Laborbereich stellte auf der Kunststoffmesse-Nord die Studiengänge Kunststofftechnik sowie Kunststofftechnik im Praxisverbund vor. Auch viele regionale und überregionale Unternehmen der Kunststoffbranche waren mit Ihren Produkten und Dienstleistungen vertreten. Für einen regen Informationsaustausch mit den Unternehmen wurde von Prof. Dr. Thorsten Krumpholz eine Exkursion organisiert, die von zahlreichen Studierenden angenommen wurde (siehe Laborbereich Kunststofftechnik auf der Kuteno-2022 ). März: WIP-Elastomerforum 2022 - Persönlicher Wissensaustausch beschleunigt die Transformation (Bild: Hochschule Osnabrück) 03.03.2022, Osnabrück – Der Austausch von Fachwissen auf akademischer und industrieller Ebene ist unverzichtbar. Die Transformation hin zu Kreislaufwirtschaft und Klimaneutralität muss schnell gehen und fordert von allen Höchstleistungen. Das WIP-Elastomerforum 2022 in Osnabrück bot die geeignete Plattform, sich endlich wieder persönlich auszutauschen. Die ganze Branche muss sich ständig steigenden Anforderungen an moderne polymere Werkstoffe unter technischen Gesichtspunkten und Aspekten der Nachhaltigkeit stellen. Um hier zu bestehen, ist der Austausch von Fachwissen auf akademischer und industrieller Ebene unverzichtbar. In guter Tradition kamen über 40 Personen aus Wissenschaft und Praxis auf dem WIP-Elastomerforum 2022 in Osnabrück zusammen. „Wir freuen uns sehr, dass das Elastomerforum in Präsenz stattfand. Leider konnten wir aufgrund des Hygienekonzepts nicht allen Interessierten eine Teilnahme ermöglichen. Dies holen wir aber beim nächsten Mal nach!“, so Prof. Dr. Markus Susoff, Professor an der Hochschule Osnabrück und zusammen mit Prof. Dr. Ulrich Giese vom DIK e.V., sowie Prof. Dr. Norbert Vennemann der inhaltliche Leiter des Elastomerforums 2022. Erfahrene Experten aus der Automobilindustrie, der Polymerhersteller, aus mittelständischen Unternehmen und der Wissenschaft diskutierten neben grundlegenden Aspekten aktuelle Entwicklungen von PU-Werkstoffen, zu elektrisch leitenden TPE`s oder Elastomeren und zu Sensorik bis hin zum 3D Druck von hochviskosen kautschukbasierten Formteilen. Selbstverständlich fanden auch Beiträge zum Thema „Recycling von Gummi-Elastomeren“ ihren Platz auf dem Programm. Das WIP-Netzwerk lebt von persönlichen Kontakten, deshalb wurde auch für das Elastomerforum trotz aller Widrigkeiten am Präsenz-Meeting festgehalten. Die lebhaften Diskussionen gaben den Organisatoren recht - Persönlich hat Mehrwert, auch wenn weniger in Summe zusammenkommen konnten. WIP-Kunststoffe lädt alle ein, in 2 Jahren selbst Vorort zu sein. WIP-Kunststoffe: Die Transformation hin zu Kreislaufwirtschaft und Klimaneutralität stellt die Wirtschaft vor enorme Herausforderungen. Wissen muss schnell aus der Wissenschaft in die Praxis umgesetzt werden. Dafür steht der WIP-Kunststoffe e.V. Wissens- und Innovations-Netzwerk Polymertechnik. Dem Netzwerk gehören heute über 50 Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen aus der gesamten Wertschöpfungskette, besser aus dem Wertschöpfungskreis, der Kunststofftechnik an. Der Erfahrungsaustausch, gemeinsamer Wissenszuwachs und Produktentwicklung sowie Problemlösung, stehen ebenso im Mittelpunkt der Arbeit wie die effiziente Partner- und Expertensuche - alles unter dem Motto, gemeinsam schneller zum Erfolg! ( www.wip-kunststoffe.de ) Pressemitteilungen aus dem Jahr 2021 Projektwoche 2021: Studentische Projekte in der Kunststofftechnik Acht Studierende haben aus Polypropylen-Flaschendeckeln Recyclate hergestellt und diese dann im Spritzgießverfahren zu Chips für Einkaufswagen wiederverarbeitet. Ihre Arbeit haben sie filmisch dokumentiert. (Bild: Hochschule Osnabrück) Wie in jedem Jahr fand auch in 2021 an der Hochschule Osnabrück wieder die Projektwoche statt, diesmal vom 1. bis 5. November. Studierendengruppen der Semester 2-5 haben in Projekten aktuelle Themen bearbeitet und abschließend auf der Projektmesse am Freitag der Projektwoche präsentiert. Im Laborbereich Kunststofftechnik wurden vier spannende Projekte durchgeführt. Projekt Recycling im Labor für Kunststoffverarbeitung (Prof. Dr. Rainer Bourdon): Unter dem „Überbegriff Recycling von Kunststoffabfällen“ wurden aus Polypropylen-Flaschendeckeln Recyclate hergestellt und diese dann im Spritzgießverfahren anschließend zu Chips für Einkaufswagen wiederverarbeitet. Das Projektteam bestand aus acht Studierenden. Ziel war die Erstellung von drei kleinen Filmbeiträgen für die Social-Media-Kanäle der Hochschule, um insbesondere bei studieninteressierten Schülerinnen und Schülern das Interesse an der Kunststofftechnik zu wecken. Gerade vor dem Hintergrund von Nachhaltigkeit und neuen Recyclingkonzepten ist der Studiengang Kunststofftechnik eine hervorragende Basis für eine vielseitige interessante berufliche Ingenieurkarriere und gleichzeitig die Möglichkeit zu einer umweltgerechten Gestaltung unserer Zukunft. Projektvideo Zartschmelzend – Die Rheologie von Schokolade (Prof. Dr. Markus Susoff): Das Fließverhalten von Schokolade und Schokocremes wurde mittels rheologischer Messungen untersucht. Dabei war von besonderem Interesse, inwieweit sich unterschiedliche Schokoladenarten (klassisch, vegan, weiß, selbstgemacht) oder Schokocremes in ihrem Fließverhalten unterscheiden. Ein Ziel des Projekts war auch die Korrelation zwischen dem subjektiven Empfinden beim Schmelzen von Schokolade im Mund und den objektiven Messergebnissen. Während der Präsentation auf der Projektwoche konnte dann auch jeder und jede Besucher*in verschiedene Schokoladen probieren und mit den gezeigten Messkurven abgleichen. Das für die Kunststofftechnik so wichtige Gebiet der Rheologie konnte somit auf eine besondere Art den Studierenden nähergebracht werden. Die Projektgruppe freute sich besonders über den vierten Platz unter allen Projekten. Mountainbike-Lenker aus naturfaserverstärktem Kunststoff (Prof. Dr. Thorsten Krumpholz) Ziel dieser Projektgruppe war die Konstruktion und Herstellung eines ultraleichten und hochfesten Fahrradlenkers für Mountainbikes. Das dabei verwendete Material bestand aus einem naturfaserverstärkten Kunststoff. Erster Schritt war die Entwicklung und Konstruktion des beanspruchungsgerechten Designs unter Verwendung entsprechender CAD-/CAE-Software. Die erforderlichen Formen zur Herstellung des Lenkers wurden daraufhin mittels 3D-Druck, also additiv gefertigt. Das Endprodukt zeichnete sich durch hervorragende Festigkeit und Steifigkeit bei minimalem Gewicht aus. Exkursion zum Thema Recycling (Prof. Dr. Svea Petersen) Wir alle sortieren den Müll. Was aber passiert mit dem Plastik nach dem gelben Sack? In Exkursionen und im Gespräch mit unterschiedlichen Unternehmen in den Bereichen Abfallentsorgung, Abfallsortierung, Recycling und Kunststoffverarbeitung haben sich die Studierenden in diesem Projekt mit dem Weg des Plastikmülls beschäftigt. Besonders beeindruckend fanden die Studierenden die Exkursionen zur Leichtverpackungssortieranlage der Firma Remondis in Erftstadt und zum Lippe-Werk, in dem unter anderem der sortierte Plastikmüll zu Regranulat verarbeitet wird. Mit Recyclatverarbeitern wurden Chancen und Herausforderungen des derzeitigen Recyclingmarkts sowie alternative Lösungsansätze interdisziplinär diskutiert. Jetzt noch für ein Studium an der Hochschule Osnabrück bewerben Für einige Bachelor- und Masterstudiengänge ist eine Bewerbung noch bis zum 20. September möglich. (Osnabrück, 18. August 2021) Studieninteressierte haben noch bis zum 20. September die Möglichkeit, sich für einige Bachelor- und Masterstudiengänge an der Hochschule zu bewerben. Die verlängerte Bewerbungsfrist gilt für einige ingenieurwissenschaftliche Studiengänge, wie beispielsweise Maschinenbau, Kunststofftechnik oder Werkstofftechnik. Auch für Informatik, Volkswirtschaftslehre sowie Landschaftsbau ist das Bewerbungsportal noch geöffnet. Für einige Masterstudiengänge, wie zum Beispiel Wirtschaftsingenieurwesen oder Management und Technik, endet die Bewerbungsfrist ebenfalls erst am 20. September. Eine Übersicht aller Studiengänge mit verlängerter Bewerbungsfrist sowie das Online-Bewerbungsportal der Hochschule finden Interessierte auf der Bewerbungswebseite unter www.hs-osnabrueck.de/bewerbung . Das Wintersemester startet am 4. Oktober und wird aktuell als Präsenzsemester unter Einhaltung der aktuell geltenden Hygienestandards geplant. Individuelle Studienberatung für Studieninteressierte Individuelle Fragen zu den Voraussetzungen für eine Bewerbung sowie zum Bewerbungsverfahren werden telefonisch unter 0541 969-7100 oder per E-Mail unter beantwortet. Die Zentrale Studienberatung berät zudem per Videokonferenz oder telefonisch rund um das Thema Studienwahl. Weitere Informationen erhalten Sie dazu unter www.zsb-os.de . Weitere Information: ServiceDesk der Hochschule Osnabrück Telefon: 0541 969-7100 E-Mail: Von: Ihr Ziel: Weiterentwicklung von Kunststoffen zu Gunsten der Umwelt Nele Zerhusen, Absolventin der Hochschule Osnabrück, erhielt den Preis der Deutschen Kautschuk-Gesellschaft für herausragende Abschlussarbeiten. „Ich möchte dazu beitragen, Recycling und Kreislaufwirtschaft voranzubringen“, sagt Nele Zerhusen. Die Absolventin der Hochschule Osnabrück hat jetzt für ihre Abschlussarbeit den diesjährigen Preis der Deutschen Kautschuk-Gesellschaft erhalten. Darin vergleicht sie zwei Messmethoden für Kunststoffproben. „Die klassische Computertomographie misst Proben mit Röntgenstrahlung. Die neue Technologie des STRIPP-Sensors misst diese Proben mit ultrakurzen Pulsen im Terahertz-Bereich, also zwischen Mikrowellen und Infrarotstrahlung“, erklärt die 24-Jährige. Welche Vorteile bietet diese neuartige Messtechnologie für den Kunststoffverarbeiter Pöppelmann und wo kann sie am besten eingesetzt werden? – Diese Frage hat Zerhusen in ihrer Bachelorarbeit untersucht, betreut von Prof. Dr. Norbert Vennemann und Manfred Bremer, Diplomingenieur beim Familienunternehmen mit Sitz in Lohne. „Besonders interessant an dem Thema war und ist bis heute, dass es sich um eine Neuentwicklung handelt“, so die ausgezeichnete Absolventin. Auch nach dem Bachelorabschluss ist sie sowohl der Hochschule Osnabrück als auch dem Unternehmen in ihrem Heimatort treu geblieben. Sie nahm das Masterstudium der „Angewandten Werkstoffwissenschaften“ auf und arbeitet zugleich in Teilzeit im Labor bei Pöpplemann. Aktuell schreibt sie ihre Masterarbeit, daraus resultieren ihre aktuellen Aufgaben beim Kunststoffverarbeiter: Sie beschäftigt sich mit Materialentwicklung und -analyse und untersucht Bauteile. „Am meisten interessiert mich das Material aus der Kreislaufwirtschaft: Ich möchte dazu betragen, Recycling und Kreislaufwirtschaft bei Pöppelmann voranzubringen“, so die erfolgreiche Studentin. Was ist für sie das Spannende an der Kreislaufwirtschaft? – Nele Zerhusen muss nicht lange überlegen: „Verschiedenste Materialien aus dem gelben Sack werden zusammen recycelt und weisen ganz unterschiedliche Eigenschaften auf, die es noch zu erforschen gibt. Ich glaube, dass es sich beim Thema Kreislaufwirtschaft um die Zukunft der Kunststofftechnik handelt. Das Ziel ist, dass immer mehr Kunststoff wiederverwertet wird und auf diese Weise Treibhausgase und Abfall reduziert werden können.“ Schon im Abitur hat sich die heutige Masterstudentin für die Naturwissenschaften interessiert, besonders für Chemie. Nach ihrem Praktikum in einem Labor für Kunststoffprüfung machte ein Freund sie auf seinen Studiengang aufmerksam: Kunststofftechnik im Praxisverbund an der Hochschule Osnabrück. Nele Zerhusen nahm das duale Studium auf und hat es nicht bereut: „Gut geeignet ist der Studiengang für alle, die sich für Naturwissenschaften und ingenieurwissenschaftliches Arbeiten interessieren. Es wäre schön, wenn der Studiengang im Zuge des zunehmenden Umweltbewusstseins mehr Interesse bekommt. Denn gerade wegen der Kritik am Kunststoff sollten sich mehr Menschen mit Kreislaufwirtschaft oder auch mit der Weiterentwicklung von Kunststoffen zu Gunsten der Umwelt zu beschäftigen.“ Ihren Preis nahm die erfolgreiche Absolventin vor wenigen Tagen auf der diesjährigen Kunststofftagung der Hochschule Osnabrück entgegen. Neben ihr wurden zwei jetzige duale Studierende der Kunststofftechnik ausgezeichnet: Tina Kuhn und Niklas Heilemann. Sie haben vor Kurzem ihre Ausbildung in der Verfahrensmechanik als Landesbeste in Nordrhein-Westfalen beendet. Noch bis zum 31. Juli können sich Interessierte für das Studium der Kunststofftechnik bzw. der „Kunststofftechnik im Praxisverbund (dual)“ bewerben. Bewerbungen für den Master „Angewandte Werkstoffwissenschaften“ können bis 15. Juli online eingereicht werden. Informationen stehen unter www.hs-osnabrueck.de – Studium sowie www.hs-osnabrueck.de/studienorientierung-iui/ bereit. Kontakt für die Medien: Kunststofftechnik, Kunststofftechnik im Praxisverbund: Prof. Dr. Rainer Bourdon, Studiengangsbeauftragter Tel.: 0541 969-2186 E-Mail: Angewandte Werkstoffwissenschaften: Prof. Dr. Svea Petersen, Studiengangsbeauftragte Tel.: 0541 969 3182 E-Mail: Von: 22. Kunststofftagung an der Hochschule Osnabrück: Kreislaufwirtschaft und Additive Fertigung im Fokus Kreislaufwirtschaft und Additive Fertigung für Kunststoffe: Das sind die Themen der diesjährigen digitalen Fachtagung „Fortschritte in der Kunststofftechnik“ an der Hochschule Osnabrück. Seit über zwei Jahrzehnten freut sich der Veranstalter, Laborbereich Kunststofftechnik, über großes Interesse des Fachpublikums. Die Kombination der Vorträge aus der Praxis und der Fachausstellung neuester Produkte hat sich seit über zwei Jahrzehnten bewährt. Daran hält auch das diesjährige Organisationsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Thorsten Krumpholz und Prof. Dr. Svea Petersen fest – auch wenn diese Tagung im Online-Format stattfindet. Kreislaufwirtschaft als Nachhaltigkeitsstrategie „Kreislaufwirtschaft ist Eine der wichtigsten Nachhaltigkeitsstrategien für Kunststoffe“, sagt Thorsten Krumpholz. Die Herausforderung bestehe darin, die einzelnen Kreisläufe durch das Einbinden aller Partner zu schließen und dabei die Qualität der Kunststoffe auf dem notwendigen hohen Niveau zu halten. „Hier gibt es schon viele gute Beispiele, vor allem auch bei den innovativen kleinen und mittleren Verarbeitern der Kunststoffbranche“, so der Professor für Kunststofftechnik. Er freut sich, dass sechs renommierte Fachleute aus Deutschland und Japan als Ideengeber ihre Best-Practice-Beispiele präsentieren. Additive Fertigung als Wachstumstreiber „Die additive Fertigung von Kunststoffbauteilen gerät aufgrund ihrer konstruktiven und fertigungsbedingten Vorteilen immer mehr in den Fokus von Wissenschaft und Industrie“, weiß Svea Petersen. Die Professorin für Chemie und Oberflächenmodifikation polymerer Biomaterialien nennt beeindruckende Zahlen: „Für das Jahr 2025 wird ein jährliches Marktwachstum der additiven Fertigung auf rund 24 Prozent geschätzt und ihr Gesamtvolumen – auf etwa 4,5 Milliarden US-Dollar.“ Somit sei sie einer der größten Wachstumstreiber der Kunststoffverarbeitung in der aktuellen Zeit. Namhafte Player der Szene präsentieren auf der Kunststofftagung den aktuellen Stand der Technik und die Richtungen für die Zukunft. Kombiveranstaltung mit dem Wissens- und Innovationsnetzwerk Polymere Gemeinsam mit dem Wissens- und Innovationsnetzwerk Polymere (WIP) findet an zwei aufeinander folgenden Tagen (16. und 17. Juni) eine Kombiveranstaltung inklusive der Abendveranstaltung statt, die sich beide mit den oben genannten Themen befassen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich in kurzer Zeit und mit erheblichem Rabatt über den aktuellen Stand der Technik und deren Zukunftsperspektiven zu informieren. Das Programm sowie die Informationen zur Anmeldung und Fachausstellung stehen online bereit. Studium der Kunststofftechnik: Bewerbung bis Mitte bzw. Ende Juli möglich Wer sich für das extrem vielseitige Berufsfeld der Kunststofftechnik interessiert, kann sich für einen Studienplatz an der Hochschule Osnabrück bewerben. Zur Auswahl stehen die Bachelor-Studiengänge Kunststofftechnik, Kunststofftechnik im Praxisverbund (dual), Werkstofftechnik sowie der Masterstudiengang Angewandte Werkstoffwissenschaften. Die Bewerbungsfrist für die Bachelor-Studiengänge ist der 31. Juli, für den Master-Studiengang – der 15. Juli. Alle wichtigen Informationen zum Studium und zur Bewerbung Von: Nach der Berufsschule Kunststofftechnik studieren Infoveranstaltungen des Laborbereichs Kunststofftechnik für die BBS Brinkstraße in Osnabrück und die Berufsbildende Schule in Nordhorn Am 15. Februar und 09. März fanden Infoveranstaltungen für interessierte Berufsschülerinnen und Berufsschüler der BBS Brinkstraße in Osnabrück und der Berufsbildenden Schule in Nordhorn. Die Veranstaltungen boten allen Interessierten die Möglichkeit, im Onlineformat Fragen zum Studium und zu den anschließenden Berufsmöglichkeiten stellen. Die Schülerinnen und Schüler befinden sich im dritten Lehrjahr und stehen somit kurz vor der Abschlussprüfung. Mit Stefan Krebeck nahm auch ein Masterstudent der Kunststofftechnik teil, um Fragen aus der Sicht der Studierenden zu beantworten. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde gaben die Professorin Svea Petersen sowie die Professoren Thorsten Krumpholz und Rainer Bourdon einen Überblick über die Studienmöglichkeiten in der Kunststofftechnik. Die Hochschule bietet ihren Studierenden ein durchweg praxisorientiertes Studium, um sie optimal auf das Berufsleben vorzubereiten. Auch die Möglichkeit eines Auslandaufenthaltes an einer der vielen Partneruniversitäten der Hochschule Osnabrück steht den Studierenden offen. „Das Besondere am Studiengang ist die familiäre Atmosphäre“, berichtete Stefan Krebeck: "Durch die kleinen Gruppen lernt man sich schnell kennen, und die Lehrenden können so individuell auf die Fragen der Studierenden eingehen", so der Student der Angewandten Werkstoffwissenschaften. Von: März 2021: Zwei duale Studierende der Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück als Landesbeste ausgezeichnet Studiengangsleiter Prof. Rainer Bourdon (links) und Laborbereichssprecher Prof. Thorsten Krumpholz (rechts) gratulieren Niklas Heilemann und Tina Kuhn zu ihrer Auszeichnung. (Bild: Hochschule Osnabrück / Dirk Bröker) Gleich zwei duale Studierende der „Kunststofftechnik im Praxisverbund“ an der Hochschule Osnabrück beenden ihre studienbegleitende Ausbildung in nordrhein-westfälischen Unternehmen als Landesbeste. Gleich zwei duale Studierende der „Kunststofftechnik im Praxisverbund“ an der Hochschule Osnabrück erzielten jetzt einen großen Erfolg: Tina Kuhn und Niklas Heilemann beendeten ihre Ausbildung in der Verfahrensmechanik als Landesbeste in Nordrhein-Westfalen. Die IHK Nord Westfalen zeichnete die ehemaligen Azubis für die besten Abschlüsse in den Fachrichtungen „Formteile“ beziehungsweise „Halbzeuge“ im gesamten Bundesland aus. Tina Kuhn absolvierte in ihrem dualen Studium eine Ausbildung beim Münsteraner Filterhersteller Hengst Filtration, ihr Kommilitone Niklas Heilemann – beim Unternehmen Bischof + Klein aus Lengerich, dem Spezialisten für flexible Kunststoffverpackungen und technische Folien. Verkürzte Ausbildung mit Bravour bestanden Seit dem Wintersemester 2017 sind die beiden dualen Studierenden an der Hochschule Osnabrück eingeschrieben. Das erste Semester verbrachten sie komplett auf dem Campus. Danach ging es für drei Tage die Woche in die Ausbildungsbetriebe; an den beiden anderen Tagen besuchten sie Vorlesungen und machten Praktika in den Hochschullaboren des Bereichs Kunststofftechnik. Ihre Gesellenprüfungen im Rahmen einer verkürzten Ausbildung haben die beiden Azubis nun mit Bravour bestanden. „Herausfordernd“ und zugleich „toll“: Mix aus Theorie und Praxis im dualen Studium Die Entscheidung für das Studium der „Kunststofftechnik im Praxisverbund“ an der Hochschule Osnabrück würden sie jederzeit wieder treffen, so die beiden Studierenden. „Die ersten beiden Semester sind eine Herausforderung, danach hat man sich eingefunden,“ sagt Tina Kuhn. Die Abiturientin hat ihren Weg ins Studium über das Niedersachsen-Technikum gefunden: Dieses gemeinsame Programm der niedersächsischen Hochschulen und Unternehmen kombiniert Schnupperstudium mit Industriepraktika und gibt (Fach-)Abiturientinnen so Orientierung in technischen Berufen. Dank der erfolgreichen Teilnahme daran bekam die ehemalige „Technikantin“ ihr erstes Fach schon zu Beginn des Studiums angerechnet. Niklas Heilemann hat vor dem Start seines dualen Studiums bereits eine andere Ausbildung gemacht – zum Industriemechaniker, ebenfalls bei Bischof + Klein. Danach wollte er sich weiterbilden: „Das Tolle am dualen Studium ist der Mix aus Theorie und Praxis – viele theoretische Inhalte lassen sich direkt mit der Anwendung verknüpfen“, so der 24-Jährige aus Hörstel-Riesenbeck in Nordrhein-Westfalen. Herausragende Leistungen – in der Ausbildung wie im Studium Prof. Thorsten Krumpholz, Sprecher des Laborbereichs Kunststofftechnik, ist stolz auf die Leistungen von Tina Kuhn und Niklas Heilemann: „Ich freue mich auch, dass wir an der Hochschule einen wichtigen Beitrag zu ihrem herausragenden Erfolg leisten konnten.“ Der Studiengangsleiter Prof. Rainer Bourdon ergänzt: „Bereits jetzt ist absehbar, dass die beiden Studierenden in Kürze einen exzellenten Studienabschluss erzielen werden.“ Niklas Heilemann wird danach in seinem Lehrbetrieb tätig sein. Seine Kommilitonin Tina Kuhn plant im Anschluss ein Masterstudium der „Angewandten Wissenschaften“ an der Hochschule Osnabrück – „natürlich in Richtung Kunststofftechnik“, so die 22-jährige Osnabrückerin. von IuI März 2021: Online-Infomationsveranstaltung für BerufsschülerInnen Am 15.02 und am 09.03. fanden Infoveranstaltungen für interessierte BerufsschülerInnen der BBS Brinkstrasse in Osnabrück und der Berufsbildenden Schule in Nordhorn. Die SchülerInnen hatten die Möglichkeit, im Onlineformat Fragen zum Studium und zu den anschließenden Berufsmöglichkeiten stellen. Die teilnehmenden SchülerInnen sind überwiegend im dritten Lehrjahr und stehen somit kurz vor der Abschlussprüfung. Mit Stefan Krebeck nahm auch ein Masterstudent der Kunststofftechnik teil, um Fragen aus der Sicht der Studierenden zu beantworten. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde gaben die Professoren Frau Petersen, Herr Krumpholz und Herr Bourdon einen Überblick über die Studienmöglichkeiten in der Kunststofftechnik. Die Hochschule bietet ihren Studierenden ein durchweg praxisorientiertes Studium, um Sie optimal auf das Berufsleben vorzubereiten. Auch die Möglichkeit eines Auslandaufenthaltes an einer der vielen Partneruniversitäten der Hochschule Osnabrück steht den Studierenden offen. „Das Besondere am Studiengang ist die familiäre Atmosphäre. Durch die kleinen Gruppen lernt man sich schnell kennen und die Professoren können individuell auf die Fragen der Studierenden eingehen“ berichtet Stefan Krebeck. von IuI Pressemitteilungen aus dem Jahr 2020 November 2020: Statuskonferenz im Forschungsschwerpunkt LightConnect Der wissenschaftliche Mitarbeiter Philipp Land berichtete von der erfolgreichen Inbetriebnahme der neuen Spritzgussmaschine, die im Juni 2020 an der Hochschule aufgestellt wurde. (Foto: Hochschule Osnabrück / Anne Hesselink) Am 26. November fand an der Hochschule Osnabrück das jährliche Statusseminar des Forschungsprojekts „LightConnect“ statt – corona-bedingt zum ersten Mal im Online-Modus. Die Veranstaltung wurde aus dem Labor für Kunststoffverarbeitung an die Partner übertragen. Nach der Begrüßung gab Prof. Dr. Thorsten Krumpholz einen kurzen Überblick zum Projektstand und stellte die neuen Mitarbeitenden vor: Anne Hesselink, die das Projekt in organisatorischen Belangen unterstützt, und Stefan Kerkenberg, der die Arbeiten von Philipp Land fortführen wird. Anschließend präsentierte das Projektteam die Ergebnisse aus den jeweiligen Teilprojekten. So berichtete Philipp Land von der erfolgreichen Inbetriebnahme der neuen Spritzgussmaschine, die im Juni 2020 an der Hochschule aufgestellt wurde. Die Konstruktion eines Werkzeugs für ein Demonstratorbauteil erfolgte mit Unterstützung des Projektpartners BOGE Elastmetall. Zum Stand des Meetings konnte bereits eine Vielzahl an Demonstratorbauteilen gespritzt werden, an denen umfangreiche Untersuchungen durchgeführt wurden. Die mechanischen Versuche, durchgeführt und ausgewertet von Jan-Marc Tiemann und Alexander Pluznikow, zeigten vielversprechende Ergebnisse: Die mechanischen Eigenschaften und die Betriebsfestigkeit des CFK-Bauteils sind durchaus vergleichbar mit denen der konventionellen Federbeinaufnahme. In einigen Versuchen bewies das Bauteil aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) sogar bessere mechanische Eigenschaften. So ließen sich durch Substitution des konventionellen Aluminiumbauteils rund 30 Prozent an Gewicht einsparen. In der anschließenden Diskussion zeigten sich die Projektpartner sehr zufrieden und beeindruckt von den bisherigen Ergebnissen. Insgesamt blickt das Projektteam auf ein erfolgreiches Jahr zurück, in dem es trotz Corona kaum Verzögerungen gab. Alle Beteiligten freuen sich schon auf das Abschlussjahr 2021. Von Anne Hesselink November 2020: Laborbereich Kunststofftechnik gestaltet die hochschulweite Projektwoche 2020 aktiv mit! Viele Kosmetikartikel enthalten Mikroplastik. Dieses sind oft gar nicht so leicht zu erkennen. (Foto: Hochschule Osnabrück) Die Studierenden haben für das Balanceboard zunächst ein Designkonzept erstellt und es anschließend aus Faserverstärktem Kunststoff selbst hergestellt (Foto:Hochschule Osnabrück) Der Laborbereich Kunststofftechnik beteiligte sich auch dieses Jahr wieder mit insgesamt vier interessanten Themen an der hochschulweiten Projektwoche vom 09.-13. November 2020. Im Labor für CAE und Faserverbundwerkstoffe von Prof. Dr. Thorsten Krumpholz war das Ziel des Projekts „Entwicklung und Herstellung eines Balanceboards aus Faserverstärkten Kunststoff“ die Konstruktion und Auslegung eines möglichst leichten Balanceboards aus faserverstärktem Kunststoff. Die Studierenden haben unter Berücksichtigung verschiedener Leichtbauaspekte unter Anleitung von Frau Stephanie Hölzen und Herrn Finn Wichelhaus (wiss. Mitarbeiter(in) im Team von Herrn Krumpholz) ein Designkonzept sowie eine belastungsgerechte Konstruktion für zwei verschiedene Varianten entwickelt, welche praktisch im Labor für Faserverbundkunststoffe umgesetzt worden sind. Dabei sind zunächst zwei Werkzeuge gebaut worden, welche die unterschiedlichen Formen der Balanceboards abbilden. Mittels Vakuuminfusion haben die Studierenden dann eine sehr leichte Variante aus Kohlenstofffasern und eine nachhaltigere biobasierte Variante aus Flachsfasern hergestellt und im Anschluss erfolgreich selbst testen können. Das Thema „ Nachhaltigkeit bei Lebensmittelverpackungen aus Kunststoff im Supermarkt – was geht , was muss , was kann? “ wurde mit Prof. Dr. Rainer Bourdon und Herrn Ralf Schwegmann vom Labor für Kunststoffverarbeitung bearbeitet. Dabei ging es zunächst um eine umfassende Bestandsaufnahme der verwendeten Kunststoffe für Lebensmittelverpackungen und deren Anforderungen. Dies führte dann auch zu einer differenzierten Analyse des Einsatzes von unterschiedlichen Verpackungstypen, wie beispielsweise Mehrschicht- und Verbundfolien. Nach einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema von möglichen Alternativwerkstoffen für Lebensmittelverpackungen wurden Lösungs- und Verbesserungsvorschläge erarbeitet. In der fakultätsübergreifenden „Projektwerkstatt – WIR in der Gesellschaft“ befassen sich Studierende mit gesellschaftspolitischen Fragestellungen. Der Laborbereich Kunststofftechnik war dieses Jahr mit zwei Projekten aus dem Bereich „Nachhaltigkeit“ in dieser Projektwerkstatt vertreten. So entwickelten beispielsweise Studierende aus verschiedensten Fachbereichen in dem Projekt „ Wege aus der Plastikkrise “ mit Prof. Dr. Svea Petersen, Professorin für Chemie und Oberflächenmodifikation polymerer Biomaterialien, und Frau Hannelore Schmidt Ideen, wie Wege aus der Plastikkrise aussehen können. Was können Verbraucher also tun, um bewusster mit Verpackungsmüll umzugehen? Was muss die Politik regeln, um das Leben plastikfreier zu gestalten? Was gibt es an werkstofflichen Alternativen? Das sind Fragen, mit denen sich die Studierenden dem Weg aus der Plastikkrise näherten. „Für mich ist es total spannend, sich mit dem Thema Plastikmüll stärker zu befassen, dass uns alle im Alltag betrifft und mit dem wir uns mehr beschäftigen sollten“, erzählt Jessica Bernhold, Studentin der Sozialen Arbeit. Das Labor für Kunststoffprüfung und Polymerphysik stellte im Rahmen der Projektwerkstatt die Frage „ Muss das sein? Kunststoffe in Kosmetik- und Hygieneartikeln “. In der einwöchigen Projektwoche bearbeiteten zehn Studierende zusammen mit Prof. Dr. Markus Susoff und Herrn Dirk Bröker dieses Thema in vielfältiger Weise; so wurden einerseits wissenschaftliche Fakten zu diesem Thema gesammelt und aufgearbeitet, andererseits wurden in einer „Do-it-youself“-Gruppe eine Vielzahl von Kosmetikartikeln, wie beispielsweise ein Duschpeeling oder eine Mascara selbst hergestellt und im Selbstversuch getestet und bewertet. Diese Produkte konnten dann noch punktuell im Labor auf Ihre Eigenschaften untersucht und mit kommerziellen Produkten verglichen werden. von: Fakultät IuI November 2020: Der Laborbereich stellt seine Angebote für die regionale Wirtschaft vor Die Online-Veranstaltung wurde aus dem Technikum des Labors für Kunststoffverarbeitung übertragen. Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz eröffnet das mit insgesamt 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr gut besuchte Meeting. (Foto: Hochschule Osnabrück) Zusammen mit dem Kunststoffnetzwerk Ems-Achse hat der Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück seine Angebote für die regionale Kunststoff-Industrie dargestellt und für das duale Studium „Kunststofftechnik im Praxisverbund (KPV)“ in Osnabrück geworben. Die Online-Veranstaltung ist auf großes Interesse der Wirtschaft gestoßen. Unter Federführung von Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz (Laborbereichsleiter Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück) und Dr. Thorsten Heilker (Netzwerkmanager Kunststoffnetzwerk Ems-Achse) wurde die Online-Leistungsshow der Hochschule Osnabrück im Bereich der Kunststofftechnik initiiert. Mit exakt 70 Teilnehmern war die Veranstaltung hervorragend besucht. Die digitale Leistungsshow wurde aus dem Technikum des Labors für Kunststoffverarbeitung übertragen. Nach einer Einführung durch Dr. Thorsten Heilker und Prof. Krumpholz wurde zunächst allgemein der Laborbereich Kunststofftechnik und dann im Detail das duale Studium „Kunststofftechnik im Praxisverbund (KPV)” vorgestellt. In Osnabrück werden gleichzeitig bis zu 80 Studierende im Bereich Kunststofftechnik ausgebildet. Die KPV-Studierenden streben dabei in den Unternehmen oftmals die Ausbildung als Verfahrensmechaniker oder -mechanikerin für Kunststoff- und Kautschuktechnik an. Im dualen Studium sind zudem Ausbildungsgänge in weiteren Berufsfeldern möglich, beispielsweise in dem Technischen Produktdesign, der Werkstoffprüfung sowie als Chemielaborantin oder Chemielaborant. Im nächsten Block der Veranstaltung stand die Vorstellung der sechs Labore auf dem Programm: Die Professorin Svea Petersen und ihre Kollegen, Prof. Rainer Bourdon, Prof. Thorsten Krumpholz und Prof. Markus Susoff, berichteten dabei über ihre Forschungstätigkeiten und erörterten Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit der Industrie in verschiedenen Bereichen: Von der Kunststoffprüfung , -CAE und -verarbeitung über Organische Chemie und Polymerchemie bis hin zu Faserverbundkunststoffen , Oberflächenmodifikation und Polymerphysik. Im Laborbereich Kunststofftechnik sind in den vergangenen Jahren Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit einem Volumen von mehr als 4 Mio. Euro bearbeitet worden. Für die Zukunft sind aktuell Projekte mit einem Volumen von über 2,5 Mio. Euro in Planung. Dabei werden die Projekte fast durchgängig auch im Rahmen von Kooperationen mit der Wirtschaft durchgeführt. Auch die umfangreiche gerätetechnische und maschinelle Ausstattung der Labore ist für die regionale Industrie jederzeit nutzbar. Die Veranstaltung wurde abgerundet durch Stimmen der Industrie und aktueller Studierender. Dabei wurde sowohl die Kooperation im Rahmen von Forschungsprojekten als auch das Studium Kunststofftechnik im Praxisverbund gelobt. Die gelungene Kombination aus praktischer Ausbildung und angemessener theoretischer Tiefe für das Verständnis der Kunststoffe ist hier ein wichtiges Markenzeichen. Die kunststofftechnischen Studiengänge der größten Fachhochschule Niedersachsens, insbesondere Kunststofftechnik im Praxisverbund (KPV), sind zur Sicherstellung von qualifiziertem Nachwuchs für die regionale Kunststoffindustrie unverzichtbar. – Darin sind sich Wirtschaft und Wissenschaft einig. Die im Rahmen der Veranstaltung gezeigte Präsentation ist auf Wunsch erhältlich. Weitere Informationen: Hochschule Osnabrück Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz Tel.: 0541 969-7132 E-Mail: t.krumpholz@hs-osnabrueck.de Von: Fakultät IuI Oktober 2020: Prof. Dr. Svea Petersen ist zu Gast beim Podcast "Hochschulstimmen" Prof. Dr. rer. nat. habil. Svea Petersen spricht im Podcast u.A. über Chemie im Alltag (Foto: Hochschule Osnabrück) Prof. Dr. Svea Petersen ist Professorin für Chemie und Oberflächenmodifikation polymerer Biomaterialien. Im Podcast "Hochschulstimmen" spricht Sie mit Julia Gravenstein und Prof. Dr. Karsten Morisse darüber wie uns Chemie im Alltag alle betrifft, aber denoch für viele zunächst abschreckend ist und warum wir zwar in einer Kunststoffkrise stecken, aber das Thema aktueller denn je ist. Hören Sie hier die ganze Folge Von : Fakultät IuI August 2020: Dr. Markus Susoff übernimmt die Professur für Polymerphysik und Kunststoffprüfung Prof. Dr. Markus Susoff ist neuer Professor für Kunststoffprüfung und Polymerphysik an der Hochschule Osnabrück. (Bild: Hochschule Osnabrück) Prof. Dr. rer. nat. Markus Susoff ist neuer Professor für Kunststoffprüfung und Polymerphysik an der Hochschule Osnabrück und Leiter des gleichnamigen Labors im Laborbereich Kunststofftechnik. Der Nachfolger von Prof. Dr. Norbert Vennemann will die Forschungskompetenz des Labors zielgerichtet erweitern und setzt dabei auf enge Zusammenarbeit mit Unternehmen. Prof. Dr. Markus Susoff, Jahrgang 1978, absolvierte sein Diplomstudium in Physikalischer Chemie an der TU Clausthal, wo er auch im Bereich Polymerphysik 2009 promovierte. Nach einer Post-Doc-Zeit an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften trat er in die BASF Polyurethanes ein. Dort leitete er innerhalb der globalen Polyurethanforschung für mehr als sechs Jahre das Labor für Polymerphysik. Im Anschluss war er als Gruppenleiter Materialwissenschaften für das Pharma- und Medizintechnikunternehmen B. Braun Melsungen in der Sparte Hospital Care mit dem Schwerpunkt auf medizinischen Einmalprodukten aus Kunststoffen aktiv. Arbeitsschwerpunkte seines Labors für Kunststoffprüfung und Polymerphysik liegen im Bereich der elastomeren Materialien, insbesondere der thermoplastischen Elastomere (TPE), und deren Prüfung, Charakterisierung und Erarbeitung von Struktur-Eigenschaftsbeziehungen. Damit knüpft Susoff an die bestehende Kompetenz des Labors an und wird diese weiterführen und zielgerichtet erweitern. Speziell Polyurethane sollen zukünftig eine größere Rolle in Forschung und Lehre einnehmen. „Neben innovativen Materiallösungen für technische Anwendungen werden wir in enger Partnerschaft mit Unternehmen zukünftig auch Aspekte der Kreislaufwirtschaft untersuchen – insbesondere für elastomere Materialien“, so der Osnabrücker Professor. Von Susoffs Expertise und Forschungsaktivitäten werden auch Studierende der Kunststofftechnik und des Masters „Angewandte Werkstoffwissenschaften“ profitieren. Neben Vorlesungen gehören für sie auch Praktika, Projekte und Abschlussarbeiten im Labor für Kunststoffprüfung und Polymerphysik zum Studienprogramm. Kontakt: Hochschule Osnabrück Prof. Dr. Markus Susoff Tel.: 0541 969-2940 E-Mail: m.susoff@hs-osnabrueck.de Von: Fakultät IuI Juli 2020: Neue Spritzgießmaschine von Arburg an der Hochschule in Osnabrück Neue Spritzgießmaschine von Arburg wird nun für Lehre und Forschung im Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück eingesetzt. Darüber freuen sich (von rechts:) Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz; Michael Sperling; M. Sc. Philipp Land; Ralf Schwegmann; Dipl.-Ing. Holger Plegge; Prof. Dr.-Ing. Rainer Bourdon. (Foto: Hochschule Osnabrück / Dirk Bröker) Osnabrück, 23.07.2020 Dem Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück steht ab sofort eine weitere Spritzgießmaschine der Firma Arburg aus Loßburg, für Lehr- und Forschungszwecke zur Verfügung. Im Juni übernahmen die beiden Professoren der Hochschule Osnabrück, Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz (Leiter des Laborbereichs Kunststofftechnik) und Prof. Dr.-Ing. Rainer Bourdon (Leiter des Labors für Kunststoffverarbeitung) den „Allrounder 570 H“ von den Vertretern des Loßburger Unternehmens Arburg, Dipl.-Ing. Holger Plegge (Gebietsverkaufsleiter) und Michael Sperling (Verkaufsberater). Damit wird die seit Jahren hervorragende Zusammenarbeit zwischen einem der Weltmarktführer für Spritzgießmaschinen und der Hochschule Osnabrück unter optimierten Rahmenbedingungen fortgeführt. In der praxisorientierten Lehre werden die Studierenden direkt an den Maschinen ausgebildet, unter anderem vom Laboringenieur Ralf Schwegmann . Von den Laborpraktika auf dem neuesten Stand der Technik profitieren Studierende des regulären Bachelorstudiengangs Kunststofftechnik und seiner dualen Variante „Kunststofftechnik im Praxisverbund“ sowie des Masters „Angewandte Werkstoffwissenschaften“ . „Dies ist ein enormer Vorteil insbesondere für die Kunststoffindustrie der Umgebung, die die direkt in der Praxis einsetzbaren Absolventinnen und Absolventen der Hochschule Osnabrück sehr zu schätzten weiß“, betont Krumpholz. Gerade in der aktuellen Lage braucht es gut ausgebildete Köpfe, die zukunftsorientiert denken und sich den Herausforderungen um den Werkstoff Kunststoff stellen. – Darin sind sich Arburg und die Hochschule Osnabrück einig. Die neue Spritzgießmaschine wird neben der Lehre aber auch in der Forschung eingesetzt. Hier ist neben vielen weiteren Themen insbesondere der Hochschul-Forschungsschwerpunkt „Light Connect“ zu nennen. Partner der Kunststoffindustrie, Ems Chemie und Boge Elastmetall, entwickeln zusammen mit Volkswagen und der Hochschule Osnabrück einen Prototyp, um zukünftig besonders hochbelastete Strukturbauteile aus dem Bereich Automotive im Kunststoff-Spritzguss großserientechnisch als Alternative zu Stahl und Aluminium zu realisieren. Dabei spielt das Thema Anisotropie aufgrund der einzusetzenden Faserverstärkung eine erhebliche Rolle. Unter der Leitung von Prof. Krumpholz arbeitet Philipp Land als wissenschaftlicher Mitarbeiter mit dem Ziel der Promotion in diesem Forschungsschwerpunkt daran, das Verhalten anisotroper Kunststoffe auch simulativ mittels Finite Elemente Methode vorherzusagen – beispielsweise für die Bereiche Crash und Lebensdauer. An einem Demonstrator für Federbeindome konnten hier schon sehr vielversprechende Ergebnisse erzielt werden. Dieser Demonstrator wird aktuell auf der neuen Spritzgießmaschine zur Validierung der Forschungsergebnisse produziert. Weitere Informationen: Hochschule Osnabrück Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz Tel.: 0541 969-7132 E-Mail: t.krumpholz@hs-osnabrueck.de Februar 2020: Studierende zu Gast bei BOGE - Wie stelle ich einen Flummi her? Teilnehmer der Exkursion zur Firma BOGE in Damme (Foto: BOGE Rubber & Plastics) Osnabrück, 07.02.2020 15 Studierende, die an der Hochschule Osnabrück den Master of Science in den Angewandten Werkstoffwissenschaften (M.Sc.) anstreben, waren am Mittwoch (5. Februar) zu Gast bei der Firma BOGE in Damme. Im Rahmen ihres Praktikums zur Vorlesung „Elastomerwerkstoffe in der Fahrwerktechnik“ präsentierten die Studierenden die Ergebnisse ihrer Arbeit „Herstellung eines Flummis von der Mischungs-Rezeptur über die Industrialisierung bis zur Marketingstrategie“. Zudem hielt Dr. Thomas Wagner vom Unternehmen Kraiburg einen Vortrag zum Thema „Innovative Produkte mit thermoplastischen Elastomeren“. Neben traditionellen Produkten, wie technischen Gummimischungen und Gummi für die Reifenrunderneuerung, stellt Kraiburg eine Vielzahl von Produkten aus Gummi her und gehört zu den führenden Anbietern von Thermoplastischen Elastomere. Abgerundet wurde der Besuch mit einer Unternehmenspräsentation von BOGE und einer Werksführung, die von Ralf Scheibelhut und Dr. Matthias König durchgeführt wurde. Pressemitteilungen aus dem Jahr 2019 Dezember 2019: 25. Materials Day und Statuskonferenz Forschungsschwerpunkt LightConnect V.l.n.r: Dipl.-Ing. (FH) Alexander Giertler (Hochschule Osnabrück); Robin Bappert (RWTH Aachen University, Institut für Eisenhüttenkunde); Heinrich von Lintel (Hochschule Osnabrück); Jan-Marc Tiemann (Hochschule Osnabrück); Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz (Hochschule Osnabrück); Philipp Land (Hochschule Osnabrück); Alexander Pluznikov (Hochschule Osnabrück); Thomas Graf (Ems Chemie AG, Domat/Ems, CH) Osnabrück, 04.12.2019 Am 21. November 2019 fand der 25. Materials Day als gemeinsame Veranstaltung von VDI, WIP e.V. und TECHNOS e.V. statt. Mehr als 100 Studierende und Fachleuten aus der Industrie und Forschung sowie Technik-Interessierte folgten der Einladung in die KME Academy. Die Verantwortlichen zeigten sich äußerst zufrieden mit dem Interesse an den diesjährigen Themen. Unter der Leitung von Prof. Dr. Thorsten Krumpholz wurden in dem ersten Teil hauptsächlich Ergebnisse des Forschungsschwerpunktes LightConnect präsentiert. Dipl.-Ing. Alexander Giertler, moderierte als Leiter des VDI Arbeitskreises Werkstofftechnik die Themen Additive Fertigung und Fügetechnik, wobei es sich um Ergebnisse aus Masterarbeiten handelte. Weitere Informationen finden Sie hier . November 2019: Prof. Dr.-Ing. Krumpholz übernimmt den Vorsitz im WIP-Kunststoffe v.l.n.r.: WIP-Vorstand - Wilhelm Korte-Dirxen, Röchling; Prof. Dr. Hans-Josef Endres, Professor am IKK der Leibniz Universität; Prof. Dr. Thorsten Krumpholz, Professor im IuI an der Hochschule Osnabrück und neuer Vorsitzender; Werner Ternka, TPK Kunststofftechnik und stellv. Vorsitzender; Prof. Dr. Norbert Vennemann, Professor i.R. des IuI an der Hochschule Osnabrück und eheml. Vorsitzender; Alexander Hein, Konstruktionsbüro Hein Osnabrück, 26.11.2019 Die Mitgliederversammlung des WIP-Kunststoffe wählte Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz zum neuen Vorsitzenden. Er löst Prof. Dr. Norbert Vennemann ab, der nach sechs Jahren erfolgreicher Arbeit an der Spitze des WIP-Netzwerks in den Ruhestand geht. Alle weiteren Vorstandsmitglieder wurden von den Mitgliedern bestätigt. Der Fokus auf die Zirkuläre Wirtschaft wurde noch einmal geschärft. Weitere Informationen finden Sie hier . November 2019: Ankündigung: Fachvortrag zum Thema „Werkzeugsystem mit drehendem Kern“ auf dem International Symposium on Plastics Technology am 10.03.2020 in Aachen Graphische Darstellung des Werkzeuges zum drehenden Kern inklusive der Funktionsweise Osnabrück, 25.11.2019 Im März des kommenden Jahres findet erstmal das International Symposium on Plastics Technology im Vorfeld des 30. IKV-Kolloquiums in Aachen statt. Auf dieser Konferenz werden von Philipp Land und Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz unter dem Titel „Targeted manipulation of fibre orientation through relative movement in an injection mould“ aktuelle Forschungsergebnisse zum Werkzeugsystem mit drehendem Kern präsentiert. Auf dem Symposium am 10.03.2020 werden wissenschaftliche Ergebnisse in sechs Sessions zu den thematischen Schwerpunkten Kreislaufwirtschaft, Extrusion, hybride Materialien und additive Fertigung, Spritzgießen, Leichtbautechnologien sowie Simulation und Digitalisierung vorgestellt. Bei Fragen zu dem kommenden Vortrag oder dem Werkzeugsystem mit drehendem Kern können Sie uns gerne kontaktieren: Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz Labor für Kunststoff-CAE und Faserverbundkunststoffe E-Mail: t.krumpholz@hs-osnabrueck.de Tel.: +49 (0)541 969 7132 November 2019: Seminar „Spritzgießen in Theorie und Praxis“ Teilnehmer des Industrieseminars „Spritzgießen in Theorie und Praxis“ (Foto: Hochschule Osnabrück) Osnabrück, 25.11.2019 Auch im Wintersemester 2019 fand in den Monaten September bis November das Industrieseminar „Spritzgießen in Theorie und Praxis“ statt. Diese jährlich ein- bis zweimal stattfindende Veranstaltung vermittelt an drei Lehrgangsteilen mit jeweils zweieinhalb Tagen in kompakter Form Prozesswissen im Bereich des Spritzgießens. Dazu gehören die Verarbeitungseigenschaften wichtiger thermoplastischer Kunststoffe, Maschinen- und Werkzeugtechnik, mögliche Spritzgießfehler und deren Behebung sowie die komplexen Zusammenhänge der die Formteilqualität beeinflussenden Prozessparameter. Zum Abschluss wird das erlernte Wissen der Teilnehmer in einer schriftlichen Prüfung abgefragt. Das Seminar beinhaltet theoretische Teile sowie praktische Übungsteile an der Spritzgießmaschine und an Prüfgeräten. Zur Zielgruppe gehören Experten aus der Industrie, die mehr über dieses Themenfeld erfahren möchten, z.B. aus Produktion, Qualitätssicherung, Konstruktion, Projektmanagement, aber auch aus Kalkulation und Controlling. Angeboten und durchgeführt wird das Seminar von der Professional School der Hochschule Osnabrück und dem Labor für Kunststoffverarbeitung . Ansprechpartner: Prof. Dr. Bourdon R. Schwegmann November 2019: Internationaler Besuch im Laborbereich Kunststofftechnik Frau Natalia Coppi Manica aus Brasilien und Frau Rawiporn Promsung aus Thailand (Foto: Prof. Dr. rer. nat. habil. Claudia Kummerlöwe) Osnabrück, 21.11.2019 Das Labor für Polymerchemie der Hochschule Osnabrück hat dieses Jahr die Ehre zwei Gaststudentinnen betreuen zu dürfen. Natalia Coppi Manica studiert Chemie in Brasilien und nimmt dieses Semester im internationalen Austauschprogramm UAS7 teil. Rawiporn Promsung kommt aus Thailand und führt im Rahmen ihre Doktorarbeit Forschungsarbeiten unter Betreuung von Prof. Dr. rer. nat. habil. Claudia Kummerlöwe und Prof. Dr. rer. nat. Norbert Vennemann durch. Frau Promsung untersucht eine neue Vernetzungsreaktion für Naturkautschuk-Latex, die es ermöglicht Naturkautschuk schon bei Raumtemperatur zu vulkanisieren. Frau Manica untersucht die thermischen Eigenschaften der von Rawiporn hergestellten Naturkautschukproben. Obwohl beide Studentinnen erst Ende September nach Deutschland gekommen sind, haben sie bereits an vielen Exkursionen teilnehmen dürfen. Dazu zählen unter anderem die Exkursion nach Dresden, die Kunststoff-Messe in Düsseldorf oder die Werksbesichtigung bei Evonik. Damit der interkulturelle Austausch nicht in den Hintergrund gerät, werden viele verschiedene Aktivitäten außerhalb der Hochschule organisiert. Somit hatten die Damen bereits die Möglichkeit auf dem Oktoberfest zu tanzen sowie Berlins bekannteste Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. November 2019: Modernisierung der servohydraulischen Prüfmaschine Servohydraulischen Prüfmaschine der Firma ZwickRoell GmbH & Co. KG (Quelle: https://www.zwickroell.com/de-de/servohydraulische-pruefmaschinen/ha-ermuedungspruefmaschine) Osnabrück, 06.11.2019 Aktuell wird im Labor für Kunststoff-CAE und Faserverbundkunststoffe eine servohydraulische Prüfmaschine der Firma ZwickRoell GmbH & Co. KG modernisiert. Mit der Anlage können Dauerschwingversuche im Lastbereich bis 100 kN durchgeführt werden, die zur Charakterisierung der Werkstoffermüdung unter wechselnder mechanischer Belastung dienen. Üblicherweise werden hierbei Probekörper, ausgehend von deren statischen Festigkeiten, unter zyklischer Belastung bei verschiedenen Lastniveaus geprüft, bis Versagen eintritt oder eine definierte Anzahl an Zyklen durchgelaufen ist. Mit den Prüfergebnissen können Wöhlerkurven erstellt werden, die zur Auslegung und Simulation von zyklisch beanspruchten Bauteilen dienen. Kennwerte können mit dieser Anlage über Zug-, Druck- und Wechsellastversuche ermittelt werden. Folgende Versuche können aktuell mit der servohydraulischen Prüfmaschine durchgeführt werden: Zugprüfungen 3-Punkt-Biegung 4-Punkt-Biegung Prüfungen zur interlaminaren Scherfestigkeit von Composite-Materialien Durch hohen Maximalkräfte eignet sich die Anlage neben Standardversuchen auch für individuelle Komponenten- oder Bauteilversuche. Es wurden beispielsweise im Rahmen eines Forschungsprojektes zu einer Bio-Composites-Bridge bereits Dauerschwingversuche an Verbindungselementen durchgeführt. Zusätzlich zu der Modernisierung der Prüfmaschine wird zeitnah eine Temperierkammer installiert, die Prüfungen im Temperaturbereich von - 40 °C bis 150 °C ermöglicht. Hiermit sollen im Forschungsschwerpunkt LightConnect Dauerschwingversuche bei verschiedenen Temperaturen an einem langkohlefaserverstärkten Polyamid durchgeführt werden. Die Versuche dienen zur Auslegung einer Kunststofffederbeinaufnahme eines PKWs, die im Rahmen des Forschungsprojektes gemeinsam mit u.a. EMS Chemie, Volkswagen Osnabrück und BOGE Elastmetall entwickelt wird. Falls Interesse an Versuchen oder Forschungsprojekten im Bereich von Dauerschwingversuchen von Kunststoffen oder Kunststoffkomponenten und deren Auslegung besteht, können Sie uns gerne kontaktieren: Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz Labor für Kunststoff-CAE und Faserverbundkunststoffe E-Mail: t.krumpholz@hs-osnabrueck.de Tel.: +49 (0)541 969 7132 November 2019: Neue dynamische Prüfmaschine für Hochgeschwindigkeitsprüfungen an Kunststoffen mit bis zu 20 m/s Hochgeschwindigkeitsprüfmaschine der Firma ZwickRoell GmbH & Co. KG (Foto: Hochschule Osnabrück / Philipp Land) Osnabrück, 06.10.2019 An der Hochschule Osnabrück wurde eine neue Hochgeschwindigkeitsprüfmaschine in Betrieb genommen. Mit der Anlage von ZwickRoell GmbH & Co. KG, Ulm, können Zug-, Druck- und Durchstoßversuche im Geschwindigkeitsbereich von 0,1 m/s bis 20 m/s durchgeführt werden. Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erfolgt eine gemeinsame Nutzung von den Laborbereichen Kunststofftechnik, Materialdesign und Werkstoffzuverlässigkeit sowie der Fahrzeugtechnik. Die neue Maschine weist folgende Spezifikationen auf: Lastbereich bis 50 kN 250 mm Kolbennutzhub Prüfgeschwindigkeiten von 0,1 bis 20 m/s Dehnungsauswertung über Hochgeschwindigkeitskamera Die Auswertung der Dehnung erfolgt durch Grauwertkorrelation an Proben, die vorher mit einem stochastischen Muster präpariert wurden. Um bei der Dehnungsmessung den hohen Prüfungsgeschwindigkeiten und Dehnraten gerecht zu werden, kann die Kamera in Abhängigkeit der Bildgröße bis zu 480.000 Bilder pro Sekunde aufnehmen. Mit der Schnellzerreißmaschine können viele wissenschaftliche und technische Fragestellungen gelöst werden. Zum einen kann eine allgemeine Materialcharakterisierung von u.a. Kunststoffen, Klebe- und Schweißverbindungen bei hohen Dehnraten erfolgen, was vor allem für die Bereiche der Automobiltechnik und Luftfahrt von großem Interesse sind. Zum anderen ermöglichen diese Versuche die Generierung von dehnratenabhängigen Materialkarten für die Finite-Elemente-Crash-Simulation. Ferner kann mit Durchstoßversuchen nach ISO 6603-2 das Impactverhaltens von beispielsweise Sandwichstrukturen erfasst werden. Dies bietet u.a. die Möglichkeit zur Auswahl von geeigneten Materialien um Bauteilanforderungen an Steinschlag im Automobilbereich gerecht zu werden. Anwendung findet die Prüfmaschine bereits im Forschungsschwerpunkt LightConnect . Hier wird ein langkohlefaserverstärktes Polyamid charakterisiert, um Materialkarten für die Crashsimulation zu generieren. Die Prüfung erfolgt hierbei an Zugprobekörpern, die in 0 und 90° zur Fließrichtung aus spritzgegossenen Platten präpariert werden. Dies ermöglicht die Berücksichtigung der durch die Faserorientierung bedingten Anisotropie bei der Materialcharakterisierung und Struktursimulation. Das Labor für Kunststoff-CAE und Faserverbundkunststoffe hat seinen Forschungsschwerpunkt im Bereich der Struktursimulation von faserverstärkten Kunststoffen, in dem sich durch die Hochgeschwindigkeitsprüfmaschine neue Möglichkeiten im Bereich der Crashsimulation ergeben. Falls Sie als mögliche Kooperationspartner Interesse an Forschungsprojekten in diesem Bereich haben, können Sie uns gerne kontaktieren: Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz Labor für Kunststoff-CAE und Faserverbundkunststoffe E-Mail: t.krumpholz@hs-osnabrueck.de Tel.: +49 (0)541 969 7132 Oktober 2019: Besuch der K Messe in Düsseldorf Blasfolienanlage von W&H (Foto: WINDMÖLLER & HÖLSCHER KG) Osnabrück, 26.10.2019 Die Kunststoffmesse K2019 ist die Leitmesse für Kunststofftechnik weltweit. Unsere Exkursion vom 21.bis 24. Oktober stand ganz unter dem Motto: Nachhaltige Kunststofftechnik und Recycling. Mit 37 Teilnehmer*innen besuchten wir auf dem Weg nach Düsseldorf zunächst die Firma EMSA in Emsdetten. Nach Einführung in das Produktportfolio der Firmengruppe und einer ausgedehnten Werksbesichtigung wurden in der Abschlussdiskussion u.a. mögliche Aufgabenstellungen für Bachelor und Masterarbeiten sowie Tätigkeitsfelder angehender Berufsanfänger vorgestellt. Während des zweitägigen Messebesuchs auf der K2019 bearbeiteten 20 Studierende ihre Aufgaben zu den verschiedenen Themen im Rahmen der Projektwoche. Im weiteren Programm gab es einige sehr interessante Standführungen bei Firmen wie Arburg, BASF, Bruckner und Windmöller & Hölscher. Nach ereignisreichen Tagen und Nächten ;) in Düsseldorf, nahmen wir auf der Rückfahrt eine Einladung der Firma Evonik wahr. In kleinen Gruppen wurden wir hier durch den Chemiepark Marl geführt und konnten u.a. Polymerisationsanlagen, Prüflabore und das Labor der Anwendungstechnik besichtigen. Beim anschließenden Imbiss entstanden auch hier schnell Gespräche über mögliche Aufgabenfelder unserer Absolvent*innen im Unternehmen Evonik. Juli 2019: 21. Kunststofftagung an der Hochschule Osnabrück Referentinnen und Referenten der diesjährigen Kunststofftagung an der Hochschule Osnabrück (Foto: Arne von Brill / Hochschule Osnabrück) Osnabrück, 10.07.2019 Im Mittelpunkt der 21. Kunststofftagung an der Hochschule Osnabrück standen in diesem Jahr Klimawandel und Mobilität der Zukunft. Die Tagungsleiter Prof. Dr. habil. Claudia Kummerlöwe und Prof. Dr. Norbert Vennemann freuten sich über großes Interesse aus Wirtschaft und Wissenschaft: Rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen nach Osnabrück, um über neue Entwicklungen der Branche zu diskutieren und die begleitende Fachausstellung zu besuchen. Weitere Informationen zu der Kunststofftagung können Sie der Seite der Fachtagung "Fortschritte in der Kunststofftechnik" und den Nachrichten der Hochschule Onsabrück entnehmen. Juni 2019: Deutsch-französisches Studenten-Austauschprogramm mit der Universität Valenciennes / Frankreich im Bereich Kunststofftechnik Studierende und Betreuer der Besuchergruppe aus Valenciennes/Frankreich an der Hochschule Osnabrück im Bereich Kunststofftechnik (Foto: Hochschule Osnabrück) Osnabrück, 13.06.2019 Vom 13.05.-17.05.2019 waren wieder acht Studierende der Kunststofftechnik von unserer Partnerhochschule Valenciennes/Frankreich zu Gast im gleichnamigen Laborbereich an der Fakultät IuI . Auf dem Programm standen diverse Versuche und Führungen in den Laboren der Kunststofftechnik sowie eine Exkursion zur Fa. BOGE in Damme, einem führenden Automobil-Systemlieferanten in der Region. Außer den fachlichen Inhalten rundeten ein Willkommensempfang und der Besuch der Maiwoche das Programm ab und trugen zum interkulturellen Austausch bei. Die französischen Gäste waren begeistert vom vielseitigen und interessanten Programm der Besuchswoche sowie vom hohen Niveau der akademischen Lehre und den Forschungsaktivitäten im Kunststoffbereich. Beeindruckt und begeistert zugleich zeigten sie sich ebenfalls von der Stadt Osnabrück als attraktivem Hochschulstandort. Dank geht an alle Beteiligten des Laborbereiches Kunststofftechnik und an die beteiligten Studierenden für ihr Engagement, die tolle Unterstützung bzw. Vorbereitung. Ein Gegenbesuch unserer Studenten an der Partnerhochschule in Valenciennes ist wegen der in der Projektwoche 2019 geplanten Exkursion zur weltgrößten Kunststoffmesse, der K-2019 in Düsseldorf , wieder für die Projektwoche im Oktober 2020 geplant. Ansprechpartner an der Hochschule Osnabrück Prof. Dr.-Ing. Rainer Bourdon Juni 2019: Herr Döppenschmitt wurde Jahrgangsbester im Bereich DVW an der Hochschule Osnabrück Torben Döppenschmitt wurde Jahrgangsbester im Bereich DVW an der Hochschule Osnabrück Osnabrück, 13.06.2019 Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu könne, dass Herr Döppenschmitt Jahrgangsbester im Bereich DVW an der Hochschule Osnabrück werden konnte. Die Bachelorarbeit zum Thema „Untersuchungen zu additiv gefertigten Formen für die Herstellung endlosfaserverstärkter Kunststoffbauteile sowie zur strukturellen Auslegung am Beispiel eines Rennradrahmens“ wurde von Herrn Prof. Dr.-Ing. Krumpholz und Herrn Prof. Dr.-Ing. Jochen Forstmann begleitet. Sein Abitur absolvierte Herr Döppenschmitt im Jahr 2013 an der Angelaschule Osnabrück. Durch ein Praktikum bei der ONYX composites GmbH erhielt er erste Einblicke in die Faserverbundwerkstoffe. Zum Sommersemester 2015 begann er sein Studium mit der Fachrichtung Werkstofftechnik an der HS Osnabrück. Neben dem Studium arbeitete er im Bereich der Herstellung und Reparatur von Faserverbundbauteilen in einem Motorsportteam und konnte dort sein Wissen zum Thema Faserverbundwerkstoffe intensiv vertiefen. Neben der Begeisterung für Faserverbundwerkstoffe ist Herr Döppenschmitt auch seit acht Jahren begeisterter Radsportler. Diese beiden Interessen führten zu der Idee, die Bachelorarbeit der Entwicklung eines Rennradrahmens zu widmen. Es wurde im wissenschaftlichen Praxisprojekt und der Bachelorarbeit die Produktentwicklungskette von der Idee, über erste Skizzen, der Konstruktion in Catia, der Herstellung eines geometrischen Prototypen, bis zur strukturellen Auslegung und ersten Fertigungsversuchen durchlaufen. Die Besonderheit des Rahmens ist die Verwendung von 3D gedruckten Kunststoffformen zur Herstellung der kohlefaserverstärkten Bauteile (CFK). Ermöglicht werden konnte das Projekt dank der Unterstützung und des Netzwerks von Herrn Prof. Dr.-Ing. Krumpholz und Herrn Prof. Dr. Forstmann, deren Mitarbeitern sowie die Möglichkeit der Nutzung der Hochschuleinrichtungen. Herr Döppenschmitt plant nun bis zum Beginn seines Masterstudiums im kommenden Jahr verschiedene Praktika im Gebiet der Faserverbundwerkstoffe und angrenzenden Bereichen, sowohl im Handwerk, als auch in der Entwicklung zu absolvieren. Während seines Masters wird er die Inhalte der Bachelorarbeit bis zur vollständigen Umsetzung des Rennradrahmens weiterführen. Wir, der Laborbereich Kunststofftechnik , gratulieren Herrn Döppenschmitt ganz herzlich zu seinen Leistungen im Studium und seinem Bachelorabschluss! April 2019: Vorstellung des Laborbereiches Kunststofftechnik auf der KUTENO Quelle: www.kuteno.de Osnabrück, 09.04.2019 Wir, der Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück, werden uns vom 07. bis zum 09. Mai 2019 auf der KUTENO präsentieren. Sie finden uns im Festsaal am Stand Z22. Die Hochschule Osnabrück ist die größte und leistungsstärkste Hochschule für angewandte Wissenschaften in Niedersachsen. Mit etwa 100 Studiengängen ist das Lehrangebot im Bachelor-, Master- und Weiterbildungsbereich umfassend. Die 1971 gegründete Hochschule hat mit mehr als 13.500 Studierenden mittlerweile eine beachtliche Größe erreicht, trotzdem hat sie den Charakter eines vertrauten und persönlichen Lehr- und Lernortes gepflegt und erhalten. Der Laborbereich Kunststofftechnik besteht aus einem Team von fünf Professorinnen und Professoren, fünf festen Mitarbeitern sowie etwa zehn wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und mehr als fünfzehn studentischen Hilfskräften. Dazu kommt stets eine Vielzahl von Studierenden, die im Rahmen der aktuellen Forschungsprojekte in Bereich Kunststofftechnik ihre Abschlussarbeiten schreiben. Pro Jahr akquiriert der Laborbereich Kunststofftechnik fast 1 Mio. Euro öffentliche Fördergelder, die in Forschungsprojekte insbesondere gemeinsam mit den kmU aus der Region investiert werden. Jedes Jahr bringt der Bereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück etwa 25 Bachelor- und 15 Master- Absolventinnen und Absolventen mit Kunststoffexpertise hervor. Folgende Studiengänge bietet die Hochschule Osnabrück im Bereich Kunststofftechnik an: Bachelor of Science: Kunststofftechnik Duales Studium: Kunststofftechnik im Praxisverbund Master of Science: Angewandte Werkstoffwissenschaften Folgende Labore gehören zum Laborbreich Kunststofftechik der Hochschule Osnabrück: Prof. Dr. Rainer Bourdon : Kunststoffverarbeitung Prof. Dr. Thorsten Krumpholz : Kunststoffkonstruktion und CAE, Faserverbundkunststoffe Prof. Dr. Svea Petersen : Chemie und Oberflächenmodifikation Prof. Dr. Claudia Kummerlöwe : Polymerchemie und -analytik Prof. Dr. Norbert Vennemann : Kunststoffprüfung und Elastomertechnologie März 2019: Nachfolge für Professor Vennemann gesucht Prof. Dr. Norbert Vennemann (Foto: Hochschule Osnabrück) Osnabrück, 20.03.2019 Noch in diesem Jahr wird unser geschätzter Kollege Prof. Vennemann in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Selbstverständlich werden wir die diesjährige Fachtagung nutzen, um seine Verdienste für unseren Fachbereich und insbesondere auch für die Kunststoffindustrie zu würdigen. Die Ausschreibung für seine Nachfolge läuft noch bis zum 22.03.2019. Weitere Infos dazu finden Sie hier . März 2019: VDI und VDE Osnabrück-Emsland prämieren Abschlussarbeiten der Hochschule Osnabrück VDE und VDI Osnabrück-Emsland zeichnen technischen Nachwuchs aus: Andreas Fidorra, Niklas Gehrenbeck, Kristin Gödecke, Hendrik Oudehinken und Nicolas Sumkötter erhielten Förderpreise für ihre herausragenden Abschlussarbeiten an der Hochschule Osnabrück. Zu den ersten Gratulanten gehörten neben den beiden Vorstandsvorsitzenden auch die Betreuer der ausgezeichneten Bachelor- und Masterarbeiten. (Foto: VDI Osnabrück-Emsland/ Christiane Adam) Osnabrück, 12.03.2019 Herr Oudehinken war bis Mitte 2018 als Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe von Prof. Krumpholz tätig. Dort hat er entscheidend zum Erfolg des Projektes „Drehender Kern“ beigetragen. Aus diesem Projekt heraus ist auch seine Masterarbeit entstanden, die mit dem VDI-Preis des Bezirksvereins Osnabrück-Emsland für hervorragende Abschlussarbeiten ausgezeichnet wurde. Details dazu finden Sie hier . März 2019: Projektwoche Kunststofftechnik: Von den BBS Brinkstraße in den Laborbereich Kunststofftechnik Fünf Berufsschülerinnen und sieben Berufsschüler der BBS Brinkstraße absolvierten lernten während der Projektwoche an der Hochschule Osnabrück Verarbeitungsmethoden der Kunststofftechnik kennen. (Foto: Hochschule Osnabrück/ Dirk Bröker) Osnabrück, 04.03.2019 Campus statt Berufsschule: Eine Woche lang ging es für zwölf Berufsschülerinnen und -schüler der BBS Brinkstraße in den Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück. Fünf junge Frauen und sieben junge Männer absolvierten dort eine Projektwoche und lernten Verarbeitungsmethoden der Kunststofftechnik kennen. Weitere Informationen finden Sie hier . Februar 2019: Projekt „IN-BIOPOL“ - Funktionalisierung von 3D-gedruckten Zahnimplantatkomponenten Vorstellung des Projektes „IN-BIOPOL“ von Prof. Dr. rer. nat. habil. Svea Petersen (Foto: Hochschule Osnabrück) Osnabrück, 19.02.2019 Neues Jahr, neue Projekte! Das Projekt „IN-BIOPOL“, an dem auch das Labor für Chemie und Oberflächenmodifikation von Prof. Dr. Petersen beteiligt ist, startete am 08.02.2019 mit einem Kick-Off-Meeting beim Projektpartner Champions Implants in Flonheim im schönen Rheinhessen. In diesem, vom BMBF geförderten, Projekt, soll an neuen Wegen zur Funktionalisierung von 3D-gedruckten Zahnimplantatkomponenten aus Polyetheretherketon (PEEK) geforscht werden. Dafür werden die Implantate während des Drucks mit einem Wirkstofffreisetzungssystem ausgestattet, welches nach dem Einsetzen des Implantats durch die lokale Abgabe des Wirkstoffes z.B. das Wachstum von Bakterien verlangsamt. Um dies umzusetzen, sind unter Leitung des VDI Projektteilnehmer entlang der gesamten Wertschöpfungskette beteiligt: Vom Grundmaterial, entwickelt von der Evonik Resource Efficiency GmbH, über den Druck bei der Apium Additive Technologies GmbH, die Analyse und Prozessoptimierung mithilfe des iba e.V. Heiligenstadt und der Hochschule Osnabrück, bis hin zum Design und Vertrieb der Implantate durch Champions Implants. Wir freuen uns auf spannende Fragestellungen und eine konstruktive Zusammenarbeit mit unseren Projektpartnern in den kommenden Jahren. Februar 2019: Neue Anlagen zur chromatographischen Analyse von Polymeren Prof. Dr. rer. nat. habil. Svea Petersen (Foto: Hochschule Osnabrück) Osnabrück, 07.02.2019 Neues Jahr, neue Analysen! Wir, das Labor für Chemie und Oberflächenmodifikation der Hochschule Osnabrück, freuen uns bekannt geben zu können, dass wir zwei neue Anlagen zur chromatographischen Analyse erhalten werden. Dabei handelt es sich um einen Hochleistungsflüssigkeitschromatographen mit gekoppelten Massenspektrometer (LC/MS) sowie um einen Gaschromatographen mit gekoppelten Massenspektrometer und vorgeschalteter Thermogravimetrischer Analyse (TGA-GC/MS). Die Finanzierung der Anlagen ist uns ermöglicht worden durch die Förderung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Durch diese Analysegeräte wird es uns möglich sein einen genauen Blick in das Innere der Kunststoffe zu werfen. Mögliche Fragestellungen könnten lauten: Welche Bestandteile sind in einem Polymer enthalten? Wie verhält sich die Struktur eines Polymers bei Lagerung in bestimmten Medien? Werden Bestandteile des Polymers durch Medien gelöst und wenn ja, welche und wie viel? Lösen sich Monomere im Lagermedium und wenn ja, welche und wie viel? Wie verhält sich die Struktur eines Polymers bezüglich seiner Verarbeitungsschritte? Welchen Einfluss hat eine thermische oder chemische Behandlung (z.B. Sterilisation) auf die Struktur eines Polymers? Wie verhält sich die Struktur im Laufe der Degradation eines bioabbaubaren Polymers? Welche Degradationsprodukte entstehen zu welchem Zeitpunkt? Wie verhält sich ein Polymer bei thermischer Degradation? Welche Bestandteile lösen sich zu welchem Zeitpunkt aus dem Polymer? Kann ein Polymer als Wirkstoffträger fungieren? In welchem Zeitraum wird wie viel eines Wirkstoffes frei gegeben? Als Labor mit neuen Möglichkeiten sind wir aktuell auf der Suche nach Kooperationspartner aus der Industrie für die Generierung innovativer Forschungsprojekte im Gebiet der Polymere. Forschungsschwerpunkte könnten neben der Strukturaufklärung von Polymeren auch auf Biopolymere, biodegradierbare Polymere, Polymere in der Medizintechnik, Polymere als Implantatmaterial und polymerbasierten Wirkstofffreisetzungssystemen liegen. Bei Interesse können Sie uns gerne kontaktieren: Prof. Dr. rer. nat. habil. Svea Petersen Labor für Chemie und Oberflächenmodifikation Albrechtstraße 30 49076 Osnabrück E-Mail: s.petersen@hs-osnabrueck.de Tel.: +49 (0)541 969-3182 Eva Berghaus, M.Sc Labor für Chemie und Oberflächenmodifikation Albrechtstraße 30 49076 Osnabrück E-Mail: e.berghaus@hs-osnabrueck.de Tel.: +49 (0)541 969-2908 Pressemitteilungen aus dem Jahr 2018 Oktober 2018: Projektwoche „Konstruktion eines RTM-Plattenwerkzeuges“ Teilnehmer des Projektes „Konstruktion eines RTM-Plattenwerkzeuges“ (Foto: Hochschule Osnabrück) Konstruktionsergebnis des RTM-Plattenwerkzeuges (Foto: Hochschule Osnabrück) Osnabrück, 26.10.2018 Vom 22.10.2018 bis zum 26.10.2018 fand im Rahmen der Projektwoche der Hochschule Osnabrück das Projekt „Konstruktion eines RTM-Plattenwerkzeuges“ statt. Das Team erreichte Dank einer herausragenden Leistung den 5. Platz. Das Resin Transfer Moulding (RTM) ist ein Verfahren zur Herstellung von Leichtbauteilen aus Faserverbundkunststoffen, wie sie aktuell z.B. für das Elektrofahrzeug i3 von BMW eingesetzt werden. Mittels des zu konstruierenden Werkzeuges sollen Platten in einer vereinfachten Version des Verfahrens hergestellt werden. Mit diesen Platten ist es möglich das mechanische Verhalten auch neuer nachhaltiger Werkstoffkombinationen u.a. mit Naturfasern zu bestimmen. Zu diesem Thema läuft in meiner Arbeitsgruppe aktuell ein öffentlich gefördertes Forschungsprojekt. Das Ziel des Projektes bestand nun darin, ein Konzept für eine solches RTM-Werkzeug zu erarbeiten und diesen Entwurf daraufhin im vollen Umfang konstruktiv auszuarbeiten. Dazu haben sich die Teilnehmenden des Projektes zunächst vollkommen selbstständig in einem Projektteam organisiert und eine Teamleitung bestimmt. Das Projekt wurde daraufhin entlang der klassischen vier Phasen der Konstruktion bearbeitet. In der Planungsphase wurden anhand der Anforderungen für das RTM-Plattenwerkzeugs klare Arbeitspakete und Aufgaben definiert, die in einem strukturierten Projektplan terminiert und den Projektteammitgliedern zugewiesen wurden. Als weitere Projektphasen wurden eine Konzeptionsphase, in der Teillösungen erarbeitet und bewertet wurden, sowie schließlich die Konstruktionsphase, in der das Gesamtkonzept detailliert wurde, durchgeführt. Im Labor für Faserverbundkunststoffe werden u.a. Prüfplatten mit und ohne Faserverstärkung hergestellt. Dafür soll ein RTM-Werkzeug realisiert werden, mit dem die Prozessbedingungen genau gesteuert und überwacht werden können. Da es nur noch weniger Schritte bedarf die Fertigung des Werkzeuges zu starten, wurde das im Rahmen der Projektwoche gesetzte Ziel sogar übertroffen. Es ist geplant auch diese Schritte noch gemeinsam mit der Projektgruppe zu gehen und das Werkzeug real zu fertigen. Insgesamt kann ich sagen, dass wir eine äußerst engagierte und sehr motivierte Gruppe betreuen durften. Jeder hat sehr schnell seine Rolle im Team gefunden und ich konnte bei den Zwischenmeetings und vor allem bei der Abschlusspräsentation echte Begeisterung und auch ein wenig Stolz bei den Teilnehmern erkennen. Stolz konnte die Gruppe zurecht sein, denn das Ergebnis hat das gesteckte Ziel deutlich übertroffen, sodass wir das Konstruktionsergebnis (siehe Bild) auch real umsetzen werden. Insofern schlage ich hiermit das o.g. Projekt für den Preis der Stiftung Hartwig und Maria-Theresia Piepenbrock vor. Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz Oktober 2018: Industrieeinrichterseminar „Spritzgießen in Theorie und Praxis“ Osnabrück, 14.10 2018 Seit mittlerweile mehr als fünfzehn Jahren veranstaltet das Labor für Kunststoffverarbeitung (Prof. Dr.-Ing. R. Bourdon, R. Schwegmann) zweimal im Jahr ein Seminar zum Spritzgießen für Experten und Praktiker aus der Industrie. An drei Terminen mit jeweils drei Tagen werden neben Kunststoffkunde und kunststoffspezifischen Prüfverfahren insbesondere die verfahrenstechnischen Besonderheiten des Spritzgießens behandelt. Besonderer Schwerpunkt wird u.a. auf die komplexen Zusammenhänge zwischen Einstellparametern an der Spritzgießmaschine und Formteilqualität gelegt. Inhalte sind Materialkunde, Orientierungen und Eigenschaften der Schmelze, Eigenspannungen, Maßgenauigkeit, Arbeitsvorbereitung und Rüsten, Aufbau von Spritzgießwerkzeugen, Einstellgrößen an der Spritzgießmaschine, Düsen und Schneckenaufbau sowie die Auswirkungen der vielfältigen Einflussgrößen auf innere Formteileigenschaften und Maßnahmen zur Fehlerbehebung bzw. –prävention. Das Seminar richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus der Industrie, z.B. aus den Bereichen Einkauf, Verkauf, Entwicklung, Produktion, Qualitätssicherung bzw. –optimierung. In Ergänzung zu den Theorieteilen werden umfassende Praxisübungen im Labor durchgeführt. Das Seminar schließt am Ende des dritten Seminarteils mit einer schriftlichen Prüfung ab. Der Herbst-Lehrgang startete im September und endete im November 2018. Die Termine für 2019 werden in Kürze auf den Seiten der Professional School der Hochschule Osnabrück veröffentlicht, ps@hs-osnabrueck.de . Prof. Dr. R. Bourdon Oktober 2018: Deutsch-französisches Studenten-Austauschprogramm mit der Universität Valenciennes / Frankreich im Bereich Kunststofftechnik Teilnehmer der Exkursion 2018 (Foto: Hochschule Osnabrück) Valenciennes, 24.10.2018 Wie im vergangenen Jahr fand wieder im Rahmen der Projektwoche das Studentenaustausch-Programm mit dem IUT (Institut Universitaire de Technologie) an der Partnerhochschule in Valenciennes statt. Eine Gruppe von Studierenden der Kunststofftechnik unserer Hochschule besuchte den Kunststoffbereich des Institutes vom 21.10-24.10.2018. Im Vordergrund stand der fachliche Austausch, aber insbesondere auch multikulturelle Aspekte, z.B. das Kennenlernen anderer Arbeitsweisen und kultureller Besonderheiten waren wichtige Punkte. So besuchten unsere Studierenden Vorlesungen sowie Workshops und bearbeiteten kleinere Aufgabenstellungen gemeinsam in Projektteams mit Studierenden aus Frankreich, Ghana und Mexiko. Eine Exkursion zu einem französischen Unternehmen der Kunststoffverarbeitung rundete den fachlichen Teil ab. Zur weiteren Förderung multikultureller Aspekte organisierten die französischen Gastgeber ferner ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für alle internationalen Studierende. Kontaktperson an der Hochschule Osnabrück Prof. Dr.-Ing. Rainer Bourdon University of Applied Sciences Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik Kunststofftechnik und -verarbeitung Kontaktperson am IUT der Universität Valenciennes: Professor El Hadj Dogheche Universite Valenciennes IUT - Institut Universitaire de Technologie Le Mont Houy 59313 Valenciennes cedex 9 France September 2018: Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz – neues Mitglied des Vorstandes im WIP (Wissens- und Innovationsnetzwerk Polymertechnik) Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz ist neues Mitglied des Vorstandes des Wissens- und Innovationsnetzwerks Polymertechnik (WIP). (Foto: Hochschule Osnabrück) Osnabrück, 25.09.2018 Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz von der Hochschule Osnabrück ist neues Mitglied im Vorstand des WIP (Wissens- und Innovationsnetzwerk Polymertechnik). Im WIP-Vorstand vertritt Prof. Krumpholz die Themen Computer Aided Engineering (CAE) für Kunststofftechnik und Leichtbau auf Basis von Faserverbundkunststoffen. Dies beinhaltet neben den endlosfaserverstärkten Kunststoffen insbesondere auch die kurz- und langfaserverstärkten Formmassen. Dabei steht neben den klassischen Verarbeitungsverfahren für endlosfaserverstärkte Kunststoffe insbesondere das Spritzgießen im Fokus. Der Professor für Kunststofftechnik lehrt in den Studiengängen Industrial Design, Kunststofftechnik sowie im dualen Studiengang Kunststofftechnik im Praxisverbund, in dem Studierende neben einem Bachelorabschluss eine Ausbildung zum Verfahrensmechaniker Kunststoff- und Kautschuktechnik absolvieren. Dieses Erfolgsmodell der Hochschule Osnabrück mit rund 20 kooperierenden Unternehmen der Region sichert auch den Mitgliedern des WIP den Nachwuchs an Fachkräften im Bereich der Kunststofftechnik. Als weiterer Vertreter der Hochschule Osnabrück im WIP-Vorstand unterstützt Prof. Krumpholz seinen Kollegen und langjährigen Vorstandvorsitzenden, Prof. Dr. Norbert Vennemann. WIP - Wissens- und Innovationsnetzwerk Polymertechnik Die Kunststoffindustrie in Norddeutschland hat einen hohen wirtschaftlichen und sozialen Stellenwert. Deshalb ist es von großer Bedeutung, die Innovationsfähigkeit der kleinen und mittelständischen Unternehmen der Polymerbranche zu stärken und weiter auszubauen. Vor diesem Hintergrund haben niedersächsische Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen im Jahre 2001 das WIP - Wissens- und Innovationsnetzwerk Polymertechnik gegründet. Dem Netzwerk gehören heute über 50 Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen aus der gesamten Wertschöpfungskette der Kunststofftechnik an. Pressemitteilungen aus dem Jahr 2025

Projekte Auswahl aktueller Projekte „Licht als Managementfaktor im Putenstall mittels Angebot von Wahlmöglichkeiten für Puten (Stall/Außenklima) zum Verzicht auf Schnabelkürzen“ Anschlussprojekt der Konzeptionierungsphase Projektleitung: Dr. Kathrin Toppel, Prof. Dr. Inga Tiemann Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Benedikt Bügener Projektdauer: 01.08.2025 – 31.12.2027 Finanzierung: Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg Kontakt: K.Toppel@hs-osnabrueck.de Projektbeschreibung Im Rahmen des Forschungsprojektes soll unter Praxisbedingungen den Puten die Möglichkeit gegeben werden, zwischen verschiedenen Stallbereichen mit unterschiedlichen Beleuchtungsstärken je nach Bedürfnis wählen zu können. Die Haltungsumwelt ist bestmöglich definiert, ein regelmäßiges Monitoring und Controlling verschiedener Parameter soll Risikobereiche in der Haltung identifizieren, die einen Einfluss auf das Verhalten und somit auch Fehlverhalten der Puten haben können. Übergeordnetes Ziel ist, ein Verzicht auf das Schnabelkürzen in der Putenhaltung zu erreichen, wobei eine Lichtstrukturierung unter Angebot eines großflächigen Ruhebereichs einen potenziellen Ansatz darstellen kann. Nach Abschluss des Vorhabens besteht die Möglichkeit, eine Aussage zur Haltung schnabelgekürzter sowie schnabelungekürzter Putenhähne in modifizierten Praxisställen mit strukturiert-angereicherter Haltungsumwelt in Verbindung mit definierten Lichtverhältnissen zu treffen. Innovative Wege der regionalen nachhaltigen Nutzung tiergerechter Ressourcen beim Haushuhn (RegioHuhn) Projektleitung Prof. Dr. Inga Tiemann Wissenschaftliche Mitarbeiterin Sonja Hillemacher Laufzeit (01.03.2020) 01.01.2025 - 29.02.2028 Finanzierung Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Projektpartner Friedrich-Löffler-Institut, Institut für Nutztiergenetik Universität Kassel, Fachbereich für ökologische Agrarwissenschaften Öko-Beratungsgesellschaft mbH, Fachberatung für Naturland Projektbeschreibung Das Projekt RegioHuhn zielt auf die Erschließung eines alternativen Ansatzes in der Geflügelproduktion ab, der einerseits den Interessen des ökologischen Landbaus an einer breiten Produktvielfalt mit Regionalbezug Rechnung trägt und andererseits die Erhaltung der genetischen Vielfalt beim Haushuhn unterstützt. Das Konzept basiert auf der Nutzung der Kreuzungszucht lokaler Hühnerrassen mit Hochleistungstieren der Wirtschaftsgeflügelzucht der Lege- sowie der Mastrichtung. Damit soll eine Kombination aus der Robustheit und Anpassungsfähigkeit lokaler Rassen und dem Leistungspotenzial der Wirtschaftsgeflügelzucht erreicht werden. Die Auswahl der lokalen Hühnerrassen berücksichtigt Aspekte der Regionalität, ihrer potentiellen Eignung für die landwirtschaftliche Nutzung sowie die Verfügbarkeit reinrassiger Tiere. Das Erweiterungsprojekt fokussiert auf die züchterische Weiterentwicklung der Nukleusherden von drei im Projektverlauf als geeignet bewerteter regionaler Hühnerrassen in Kombination mit einer Kreuzungszucht mit leistungsfähigen Genetiken als Basis für eine nachhaltige, regionale Lebensmittelproduktion in der Geflügelwirtschaft. Von besonderer Bedeutung ist der unmittelbare Praxisbezug zum ökologischen Landbau, um die Gebrauchskreuzungen in der landwirtschaftlichen Produktion zu etablieren. Nur damit kann sichergestellt werden, dass die Zielsetzung einer Verstetigung des Ansatzes erfolgreich ist. Daher setzt das Projekt neben der züchterischen Verbesserung der lokalen Rassen als eine Elternseite der Gebrauchskreuzungen einen weiteren Schwerpunkt auf den Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten. Links https://www.naturland.de/de/erzeuger/praxisforschung/regiohuhn.html https://www.oekolandbau.de/bio-in-der-praxis/oekologische-landwirtschaft/oekologische-tierhaltung/oekologische-gefluegelhaltung/zweinutzungshuhn/regiohuhn-und-oekogen-steffen-weigend-und-inga-tiemann/ Zukunft durch Wandel: Nachhaltigkeitstransformation in der Agrar- und Ernährungswirtschaft in Niedersachsen“ (agri:change) Projektleitung: Prof. Dr. Nana Zubek Prof. Dr. Inga Tiemann Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in: Dr. Kathrin Toppel, N.N. Laufzeit: 01.07.2025 - 30.06.2030 Projektpartner: Uni Göttingen (Lead), TiHo Hannover, Uni Vechta, Uni Osnabrück Finanzierung: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) Kontakt: i.tiemann@hs-osnabrueck.de Projektbeschreibung Die Transformation der Agrarwirtschaft ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Ökologisches, nach-haltiges Handeln muss nicht nur gesellschaftliche und soziale Anerkennung finden, sondern auch in betriebs- und volkswirtschaftlichen Erfolg umgesetzt werden. Dabei kann und darf die Landwirtschaft nicht alleingelassen werden“ (Zukunftskommission Landwirtschaft 2021). Das Verbundvorhaben "Zukunft durch Wandel: Nachhaltigkeitstransformation in der Agrar- und Ernährungswirtschaft in Niedersachsen“ (agri:change) adressiert die notwendige Nachhaltigkeitstransformation des Niedersächsischen Agrar- und Ernährungssektors (AuE) und zielt darauf ab, ein zukunftsfähiges, resilientes System aktiv zu gestalten und voranzutreiben – angepasst an die Spezifika Niedersachsens. Resilienz wird dabei gleichsam verstanden als Ökosystem schützend und soziale Verantwortung und wirtschaftliche Tragfähigkeit erhaltend. Antragsteller und Koordinator des Vorhabens ist die Georg-August-Universität Göttingen, unterstützt in der transdiziplinären Koordination, Governanceund dem Wissestransfer durch den Verbund Transformationsforschung agrar Niedersachsen (trafo:agrar). Das auf fünf Jahre angelegte Vorhaben befasst sich mit entscheidenden Hebeln für eine Nachhaltigkeitstransformation intransdisziplinär organisierten, praxisorientierten Reallaboren (agri:labs) und hat sich folgende Ziele zur Förderung der Resilienz des Agrar- und Ernährungssystems gesetzt: Ziel 1: Transformationsprozesse verstehen und gestalten, Nachhaltigkeitsinnovationen in Wertschöpfungssystemen managen Ziel 2: Ressourcen kreislauforientiert nutzen, Tierhaltung im Kontext von natur-, umwelt- und ressourcenschonender Kreislaufwirtschaft und ganzheitlichem Stoff- und Nebenstrommanagement gestalten Ziel 3: Tierwohl verbessern, Nutztieren optimale Haltungsbedingungen bieten Ziel 4: Innovative AuE-Geschäftsfelder erschließen. Entwicklung und Erprobung innovativer Geschäftsfelder für neue Einkommensquellen im Agrar- und Ernährungssektors (AuE) Ziel 5: Akzeptanz und Nachhaltigkeitskompetenzen fördern, Bildung und Partizipation vorantreiben. Links www.hs-osnabrueck.de/forschung/recherche/forschungsdatenbank/az-item/agrichange-zukunft-durch-wandel-nachhaltigkeitstransformation-der-agrar-und-ernaehrungswirtschaft-in-niedersachsen/ SingleTier - KI-gestütztes Einzeltiermonitoring in der Geflügelmast Projektleitung: Prof. Dr. Inga Tiemann Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in: N.N. Laufzeit: 02.06.2026 - 30.06.2029 Finanzierung: Europäische Innovationspartnerschaft für landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit (EIP Agri) Projektpartner: Fraunhofer IGD Rostock Teepker GbR, Handrup Projektbeschreibung Das Projekt „SingleTier“ verfolgt das Ziel, ein KI-gestütztes Echtzeit-Monitoringsystem zur objektiven und kontinuierlichen Bewertung des Tierwohls in der Geflügelmast zu entwickeln. Grundlage ist das kamerabasierte „ChickenWatcher“-System, mit dem Bild- und Gewichtsdaten einzelner Masthühner im Stall automatisiert erfasst werden. Mithilfe moderner Methoden der Computer Vision und des Deep Learning werden daraus Modelle entwickelt, die das Körpergewicht kontaktlos schätzen sowie Schäden am Integument – insbesondere Hautverletzungen, Fußballenläsionen und Federverluste – erkennen und bewerten. Diese Parameter dienen als zentrale Tierwohlindikatoren und ermöglichen die Ableitung belastbarer Tierwohlkennzahlen über die gesamte Mastperiode. Projektziele sind die Entwicklung und Validierung eines Systems zur automatischen Einzeltiererkennung, die KI-gestützte Analyse von Gesundheits- und Perfomanceindikatoren sowie die Integration der Ergebnisse in ein praxisnahes Frühwarnsystem. Dieses soll Landwirt:innen frühzeitig auf Abweichungen aufmerksam machen und ein präventives, datenbasiertes Management unterstützen. Dadurch können Probleme erkannt werden, bevor klinische Symptome oder Bestandsprobleme entstehen. „SingleTier“ schließt zentrale Lücken in der bisherigen Tierwohlüberwachung, die bislang stark auf Stichproben, manuelle Bewertungen und Gruppenanalysen angewiesen ist. Das Projekt ermöglicht eine kontinuierliche, objektive und tierindividuelle Datenerhebung ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand. Für die landwirtschaftliche Praxis bedeutet dies auf ein Frühwarnsystem zurückgreifen zu können, um das Tierwohl in der Haltungsumwelt sicher zu stellen. Gleichzeitig stärkt das System Transparenz und Nachvollziehbarkeit in der Tierhaltung, was das Vertrauen der Verbraucher:innen in eine verantwortungsvolle Landwirtschaft erhöht. Damit leistet „SingleTier“ einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung und nachhaltigen Weiterentwicklung der Nutztierhaltung. Links: www.hs-osnabrueck.de/forschung/recherche/forschungsdatenbank/az-item/singletier-smart-integrated-next-gen-livestock-environment-tierwohl-evaluation-in-real-time/ SexID – Zeitliche Entwicklung der Schmerzwahrnehmung bei Hühnerembryonen Projektleitung Prof. Dr. Inga Tiemann Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in N.N. Laufzeit 01.11.2022 - 31.03.2026 Finanzierung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Projektpartner Prof. Dr. Jan-Hendrik Haunert & Dorian Baltzer, Institut für Geodäsie und Geoinformation, Universität Bonn Prof. Dr. Youness Dehbi, Computational Methods, HafenCity Universität Hamburg Kontakt i.tiemann@hs-osnabrueck.de Projektbeschreibung Seit 2022 ist das Töten männlicher Eintagsküken in Deutschland verboten. Damit gewinnt die in-ovo-Geschlechtsbestimmung für jährlich rund 60 Millionen Embryonen insbesondere in der Legehennenvermehrung an zentraler Bedeutung. Die derzeit eingesetzten Verfahren erfolgen überwiegend zwischen dem 9. und 13. Bruttag. Vor diesem Hintergrund ist entscheidend zu klären, bis zu welchem Inkubationstag ein Abbruch der Entwicklung erfolgen kann, ohne nozizeptive Prozesse und potenziell schmerzrelevante zerebrale Aktivität auszulösen. Bislang fehlen belastbare experimentelle Daten zur funktionellen Entwicklung der Schmerzverarbeitung beim Hühnerembryo. Ziel des Projekts ist es daher, die ontogenetische Entwicklung nozizeptiver Strukturen und Funktionen systematisch zu untersuchen. Die Kombination morphologischer, neurophysiologischer und molekulargenetischer Daten erlaubt eine evidenzbasierte Einordnung des Entwicklungszeitpunkts, ab dem von einer funktionellen Schmerzverarbeitung auszugehen ist. Damit liefert SexID eine wissenschaftliche Grundlage für tierschutzrechtliche Bewertungen und regulatorische Entscheidungen im Kontext der in-ovo-Geschlechtsbestimmung. Auswahl abgeschlossener Projekte Aktualität: absteigend Zukunftslabore Digitalisierung – Teilvorhaben: Zukunftslabor Agrar (ZLA) Teilprojekt 2: Praxisorientierte Autonomisierung landwirtschaftlicher Verfahren Beschreibung: Teilprojekt 2: Praxisorientierte Autonomisierung landwirtschaftlicher Verfahren Bisherige Forschungs- und Entwicklungsarbeiten für zukunftsfähige, nachhaltige automatisierte und autonome Technologien in der Landwirtschaft fokussieren sich überwiegend auf zentrale landwirtschaftliche Prozesse sowie auf Maschinen-zentrierte Umsetzungstechnologien und -verfahren. Beispiele dafür sind Saat, Pflanzenschutz oder Ernte im Ackerbau, Weidehaltung oder Fütterung in der Tierhaltung. Die Integration autonomer Systeme in der Landwirtschaft stellt jedoch einen Paradigmenwechsel dar, der neue Verfahren im Sinne einer digitalen Transformation erfordert. Das betrifft z.B. die Konfiguration der Arbeitsprozesse, der Zusammenstellung von Maschinen, der Feldlogistik, der Transportlogistik, der Interaktion zwischen Nutztieren und technischen Systemen oder verschiedene Sicherheits- und Zulassungsfragen. Beim Übergang vom Stand der Technik zur Autonomie spielen Daten eine maßgebliche Rolle, vom Austausch über die Interpretation bis hin zum Nutzen und zur Dokumentation. In TP2 werden diese Punkte im Rahmen einer „adaptiven Autonomie“ adressiert, bei der die Kooperation von Mensch und digitalem System eine zentrale Rolle einnimmt. Dabei reicht die Interaktion von Assistenztechnologien in modernen Landmaschinen bis hin zu Remote-Farming-Konzepten für zukünftige autonome robotische Systemlösungen. Der Mehrwert und Nutzen der Integration informationstechnischer Systeme betrifft daher maßgeblich die Kombination ökologischer und ökonomischer Zielgrößen unter Integration des Menschen in die digitalen Prozesse. Entsprechend sind die zentralen ZLA Fragestellungen der Geschützten Transparenz und der Nachhaltigkeit wesentliche Aspekte bei der Konzepterstellung zur adaptiven Autonomie. Weitere Informationen: https://www.zdin.de/zukunftslabore/agrar VisioChick - Mixed Reality im Hühnerstall als Türöffner für Wissenstransfer und Tierwohl Projektleitung: Prof. Dr. Inga Tiemann Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in) Dr. Falko Kaufmann Projektdauer: 01.11.2022 - 31.10.2025 Finanzierung: Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BLE) Projektpartner (extern): Institut für Geodäsie und Geoinformation, Uni Bonn; Institu für Landtrchnik, Uni Bonn Kontakt: f.kaufmann@hs-osnabrueck.de Projektbeschreibung: Tierschutz und Tierwohl aus der Perspektive des Tieres sehen – so lautet der Ansatz des Projektes VisioChick. Als ersten Schritt werden die physiologischen Grundeigenschaften des Geflügels „übersetzt“, um ein Verständnis für das Tier und damit die Grundlage für die Anpassung der Umwelt an die Bedürfnisse des Tieres zu ermöglichen. Auf der Basis moderner Virtual-Reality-Brillen (VR-Brillen) soll ein Perspektivenwechsel geschaffen werden, um theoretische Lerninhalte mit der Praxis zu verknüpfen. VisioChick erprobt die Eignung der Mixed Reality (MR) zum Transfer von Wissen an potentielle Multiplikator*innen von Tierschutz und Tierwohl in der Nutztierhaltung. Hierzu werden zusätzlich Methoden der Positionsbestimmung (Tracking) genutzt, um einen nachhaltigen Output zu erzeugen, der sowohl in der Lehre als auch in der tatsächlichen Optimierung der Haltungsverfahren eingesetzt werden kann. Die Entwicklung einer MR-Brille und entsprechender Software als innovatives Konzept für Methoden und Materialien in der Lehre hat den Vorteil, das Thema Tierschutz und Tierwohl bei den Zielgruppen attraktiver und moderner zu gestalten. Angestrebt wird ein Mixed-Reality-System, welches aus einer Virtual-RealityBrille und mehreren damit fest verbundenen Kameras bzw. Sensoren besteht. Die Kamera-Bilder sollen noch im Stall mit positionsgenauen Informationen (tags) angereichert werden, die dann als Managementhilfe und Lehrinstrument auch außerhalb des Stalles verwendet werden können. Zusätzlich können die Videoaufnahmen so gefiltert werden, dass die (überwiegend visuelle) Wahrnehmung des Huhns simuliert wird. Die Wahl der Medien-Methode MR eignet sich für alle Lehreinrichtungen, die jeweils zielgruppengerecht vorhandene Module ergänzen bzw. neue Themen adressieren können. Das Gesamtziel des Vorhabens VisioChick ist der Informationstransfer zwischen Huhn, Haltungsumweltund Management, parallel zum integrativen Wissenstransfer entlang dieser praxis- und systemrelevanten Einzelkomponenten. Digitalisierung der Nutzgeflügelhaltung Projektleitung Prof. Dr. R. Andersson, Dr. Kathrin Toppel Projektdauer: 01.09.2022 – 31.08.2025 Finanzierung: ML Niedersachsen, Sondervermögen Digitalisierung Kontakt: k.toppel@hs-osnabrueck.de Beschreibung: Die Haltungssysteme in der Nutzgeflügelhaltung verfügen in der Praxis bereits über verschiedene sensorgestützte Systeme, wobei der Grad der Digitalisierung sehr heterogen ist. Generell erfolgt eine Klimasteuerung anhand der Parameter Luftfeuchte und Temperatur digital. Weitere Parameter wie Schadgase oder auch das Tierverhalten, wie die Bewegungsaktivität als Indikator der Frequentierung verschiedener Bereiche, wurden bislang nicht bzw. kaum herangezogen. Die Bedeutung der genannten Parameter für die Steuerung im Sinne der Früherkennung notwendiger Maßnahmenänderungen bzw. –einleitungen ist hinreichend untersucht und bestätigt, jedoch fehlt die Praxiserfahrung bei der Arbeit mit den gewonnenen Daten. Hier besteht eine hohe Notwendigkeit zur Installation in der Praxis sowie der wiss. Begleitung und dem „verständlichen“ Transfer in die Praxis. Die Hochschule Osnabrück ist u.a. mit dem Fachgebiet „Tierhaltung und Produkte“, Prof. Andersson, in das durch das Land Niedersachsen finanzierte Projekt „Zukunftslabor Agrar“ (ZLA) involviert. Die gewonnenen Ergebnisse aus dem DigiNuG-Projekt werden für die Lehre und Praxis nutzbar aufbereitet. Die Hochschule nutzt blended-learning Techniken, so dass sowohl digital als auch in Präsenz Lehr- und Schulungsangebote ausgearbeitet und aufbereitet werden. Geflügeleinstreu - Praxisreife neuer Verfahren zur Verbesserung der Fußballengesundheit und Stallluft Projektleitung: Prof. Dr. R. Andersson, Dr. Kathrin Toppel Projektdauer: 2023-2024 Finanzierung: Wirtschaft Kontakt: k.toppel@hs-osnabrueck.de Biosecurity beim Wirtschaftsgeflügel, Untersuchungen zur Hygienesituation in geflügelhaltenden Betrieben, Konzeptentwicklung zur Ausbildung und Begleitung beratender Personen mit Schwerpunkt Biosecurity Projektleitung Prof. Dr. R. Andersson, Dr. L. Klambeck Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in) NN Projektdauer Februar 2020 - Juni 2024 Finanzierung Landwirtschaftskammer NRW, Tierseuchenkasse NRW Kontakt l.klambeck@hs-osnabrueck.de Beschreibung: Die „Biosicherheit“ im Geflügelstall gewinnt vor dem Hintergrund der Tierseuchenprävention und des Verbraucherschutzes zunehmend an Bedeutung. Das übergeordnete Ziel des Projektes ist die Unterstützung der Tierhalter in Maßnahmen zur risikoorientierten Tierseuchenprävention. Im Rahmen des Projektes soll ein Zertifikatskurs mit Schwerpunktthema „Biosicherheit“ für Personen „geflügelnaher Berufe“ entwickelt und etabliert werden. Zu Beginn des Projektes erfolgen Untersuchungen zur hygienischen Situation geflügelhaltender Betriebe (Legehennen, Broiler, Puten) und zur derzeitigen Akzeptanz von Hygienemaßnahmen. Die Ergebnisse der Untersuchungen sollen die Inhalte des Zertifikatskurses sinnvoll ergänzen. Die Absolventen des Kurses können ihre erworbene Expertise zur Hygiene-Beratung geflügelhaltender Betriebe anbieten. Der Kurs soll den Blick auf betriebsindividuelle Kritische Kontrollpunkte (CCP critical control point) schulen. Betriebsindividuelle hygienische Schwachstellen sollen langfristig erkannt, nach Priorität und Risikopotential bewertet und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet bzw. angeregt werden. Der Zertifikatskurs „Biosicherheit“ soll als Bestandteil der „Osnabrücker Poultry Academy“ interessierten Personen der „Wertschöpfungskette Geflügel“ langfristig als Zusatzqualifikation zur Verfügung stehen. Nationales Tierwohl-Monitoring (NaTiMon) Projektleitung Prof. Dr. R. Andersson Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in) Dr. A. Redantz, Dr. K. Toppel Kooperationspartner: siehe unten * Projektdauer: Dez. 2018 bis Jun. 2023 Finanzierung Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Kontakt a.redantz@hs-osnabrueck.de Beschreibung: Im Rahmen des interdisziplinären Projektes „Nationales Tierwohl-Monitoring“ sollen die Grundlagen für eine Berichterstattung zum Status quo und zur Entwicklung des Tierwohls in der Nutztierhaltung entwickelt werden. Die Tiergerechtheit der Nutztierhaltung ist in Deutschland ein kontrovers diskutiertes Thema. Auf Bundesebene gibt es bislang noch keine fundierte Berichterstattung über den Status quo und die Entwicklung des Tierwohls. Damit sich dies ändern kann, werden im Projekt NaTiMon die Grundlagen für solch ein Tierwohl-Monitoring geschaffen. Dadurch kann nicht nur eine verlässliche Grundlage für politische Entscheidungen entstehen, sondern auch die Praxis profitieren: Tierhalter*innen können auf dieser Basis die Situation Ihres Betriebes im Vergleich zur Grundgesamtheit der Nutztierhaltung einschätzen. Zudem dient ein Monitoring der Allgemeinheit, um sich mit objektiven Informationen ein Bild über das Wohl der Nutztiere in Deutschland machen zu können. Ziel des Gesamtprojektes NaTiMon ist das Erarbeiten der Grundlagen für ein regelmäßiges, indikatorengestütztes Monitoring und eine Berichterstattung über den Status und die Entwicklung des Tierwohls in der Nutztierhaltung in Deutschland. An der Hochschule Osnabrück wird der Bereich der Geflügelhaltung im Rahmen dieses Projektes begleitet. Im Projekt werden Tierwohl-Indikatoren für Schweine, Rinder, Geflügel, Schaf & Ziege und die Aquakultur (Regenbogenforelle und Karpfen) bearbeitet, die die Lebensabschnitte Haltung, Transport und Schlachtung abdecken. Die Ergebnisse dieses Teilprojektes fließen zusammen mit den Ergebnissen aus den anderen Teilprojekten in den Monitoring-Bericht ein. * Das Projekt wird mit rund 3 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen des Bundesprogramms Nutztierhaltung gefördert. Zum Projektkonsortium gehören neben der Hochschule Osnabrück die Thünen-Fachinstitute für Betriebswirtschaft, Fischereiökologie und Ökologischen Landbau sowie die Tierärztliche Hochschule Hannover (Abteilung Fischkrankheiten und Fischhaltung), das Statistische Bundesamt, das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft, das Friedrich-Loeffler-Institut für Tierhaltung und Tierschutz, die Universität Kiel (Institut für Tierzucht und Tierhaltung) und die Humboldt-Universität zu Berlin (Lebenswissenschaftliche Fakultät). Die Projektträgerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Konzeptionierungsphase „Licht als Managementfaktor im Putenstall mittels Angebot von Wahlmöglichkeiten für Puten (Stall/Außenklima) zum Verzicht auf Schnabelkürzen“ Projektleitung Prof. Dr. R. Andersson, Dr. Kathrin Toppel Projektmitarbeiter Louisa Reimers (M.Sc.) Projektdauer 01.01.2023-30.06.2023 Kontakt k.toppel@hs-osnabrueck.de Tierwohl orientiertes Lichtmanagement Puten - LiMa-Puten Projektleitung Prof. Dr. R. Andersson, Dr. Kathrin Toppel Projektmitarbeiter Louisa Reimers (M.Sc.) Projektdauer 17.05.2020-30.03.2022 Kontakt k.toppel@hs-osnabrueck.de Link zur Homepage des Projektes (inkl. Abschlussbericht) Geflügeleinstreu - Praxistauglichkeit neuer Verfahren zur Verbesserung der Fußballengesundheit und Stallluft Projektleitung Prof. Dr. R. Andersson, Dr. Kathrin Toppel Kooperationspartner Wirtschaft Projektdauer 2020 - 2023 Finanzierung Wirtschaft Kontakt k.toppel@hs-osnabrueck.de Beschreibung: Aufbauend auf der Entwicklung und Erprobung des neuen Einstreuverfahrens „ImproBed“ erfolgt im Projektzeitraum die Umsetzung und Anerkennung der Indoor-Emissionsmaßnahme im Rahmen des DLG Prüfrahmens. Link zum Prüfbericht Hyg-MobiLe: Mobilstallhaltung von Legehennen - Innovationen zur Umsetzung eines gesetzeskonformen Hygienemanagements in der Praxis Projektleitung Prof. Dr. N. Kemper, Stiftung Tierärztlichen Hochschule Hannover (übergeordnete Projektleitung) Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in) Dr. Falko Kaufmann; NN Teilprojektkoordinator Prof. Dr. R. Andersson Kooperationspartner Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, Hochschule Osnabrück, Landwirtschaftskammer aus Niedersachen und Nordrhein-Westfalen, Hühnermobil Stallbau Weiland GmbH & Co KG Projektdauer November 2018 bis Oktober 2021 Finanzierung Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung, Landwirtschaftliche Rentenbank Kontakt f.kaufmann@hs-osnabrueck.de Beschreibung: Die Haltung von Legehennen in mobilen Ställen stellt eine tier- und umweltgerechte Alternative zu standortgebundenen Systemen dar. Allerdings bestehen in der Praxis bei der Umsetzung von allgemeinen Hygienemaßnahmen wie der Reinigung und Desinfektion in derzeit eingesetzten Mobilställen noch deutliche Defizite und Unsicherheiten. Dies trifft insbesondere auch auf die vorbeugende Absicherung der Geflügelbestände gegen Tierseuchen, sowie die gesetzlich geforderten Maßnahmen im konkreten Seuchenfall, beispielsweise die Aufstallungspflicht zu. Ziel dieses Projektes ist es, ein Konzept bestehend aus einem modifizierten Mobilstall beziehungsweise Elementen zur Nachrüstung von bereits vorhandenen Ställen und einem Managementpaket mit Fokus auf allgemeinen und speziellen Hygienemaßnahmen zu entwickeln. Dieses Konzept soll sowohl den aktuellen seuchenhygienischen Vorschriften als auch dem Tier- und Umweltschutz Rechnung tragen. Hierzu erfolgen an zwei praxisnahen Versuchsstandorten Erhebungen zur Tiergesundheit, zum Tierverhalten, sowie zur Tier- und Umwelthygiene, auch unter den simulierten Bedingungen einer Aufstallungspflicht. So wird eine Bewertung und kontinuierliche Weiterentwicklung des Konzeptes bereits während des Projektes gewährleistet. Der Ansatz greift somit bestehende Herausforderungen bei der Haltung von Legehennen in Mobilställen auf, um ein nachhaltiges, gesetzeskonformes Hygienemanagement unter besonderer Berücksichtigung des Tier- und Umweltschutzes zu erarbeiten und in der Praxis zu etablieren. Automatisiertes Erfassungssystem zur Bewertung des Tierwohls auf dem landwirtschaftlichen Betrieb am Beispiel von Masthühnern – „Animal welfare early warning and controlling in broiler breeding“ – AniWeb Projektleitung Prof. Dr. R. Andersson Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in) Sandra Terletzki Projektdauer Februar 2020 - April 2023 Finanzierung EIP – Netzwerk Agrar & Innovation Niedersachsen Kontakt s.terletzki@hs-osnabrueck.de Beschreibung: Durch stetig wachsende Betriebe ist es für Landwirte nur erschwert möglich, einzelne Tiere zu kontrollieren und frühzeitig Veränderungen im Bestand zu erkennen. Das Projekt „AniWeb“ zielt darauf ab, den geflügelhaltenden Landwirt bei der täglichen Tierkontrolle durch ein neu entwickeltes Tool kontinuierlich im Tagesablauf zu unterstützen und frühzeitig, noch vor der Ausbreitung der Problematik im Bestand, Veränderungen zu erkennen. Insbesondere wird eine Überwachungstechnik eingesetzt, die das Aktivitäts-, Erkundungs- und Fortbewegungsverhalten von Masthühnern in Bezug auf ihren Lahmheitsgrad (Gangwerte) sowie die Beeinträchtigung der Funktionskreise misst. Hierzu werden Kameras, Mikrofone sowie bereits vorhandene Sensorsysteme (wie z.B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit etc.) verwendet, um Veränderungen des Verhaltens bis hin zu Verhaltensstörungen automatisch und kontinuierlich zu erfassen. Durch die Verwendung der künstlichen Intelligenz/ neuronaler Netze wird somit ein Frühwarnsystem entwickelt, welches den Landwirt bei Auffälligkeiten benachrichtigt und folgend eine verkürzte Reaktionszeit bezüglich des Handelns bei Problematiken ermöglicht. Eine Optimierung des präventiven Gesundheitsmanagements sowie des Tierwohls könnte somit ermöglicht werden. In Kooperation mit dem Projektpartner „MonitorFish GmbH“ werden die Kameras und Sensoren in einem konventionellen Masthähnchenstall installiert und die Software auf die Erkennung verhaltensspezifischer Informationen der Masthühner trainiert. Die Hochschule Osnabrück unterstützt dieses Projekt für die Sicherstellung der fachlichen Expertise. Dies gewährleistet eine Betreuung des Projektes auf Fachebene, welche regelmäßige Bestandsbesuche, Bonituren und die Beratung bezüglich der technischen Entwicklung auf Tierebene beinhaltet. Die Begleitung der Auswertung von Befunden und Interpretationen sowie die Bewertung der erfassten Bilder und weiterer Daten sind ebenso relevant für einen praxistauglichen Prototypen eines Frühwarnsystems in der Geflügelhaltung und werden ebenso von der Hochschule durchgeführt. Geflügeleinstreu - Erprobung neuer Verfahren zur Verbesserung der Fußballengesundheit und Stallluft Projektleitung Prof. Dr. R. Andersson Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in) K. Toppel (M.Sc.) Projektkoordinator K. Toppel (M.Sc.) Kooperationspartner Wirtschaft Projektdauer 2016 - 2020 Finanzierung Wirtschaft Kontakt K.Toppel@hs-osnabrueck.de Beschreibung: Die Einstreu in Mastgeflügelställen wurde als Haupteinflussfaktor auf Veränderungen an Fußballen von Masthühnern und Mastputen erforscht und vielfach bestätigt. Eine besondere Rolle kommt dabei dem Einstreufeuchtegehalt zu. Die Gesundheit der Fußballen steht im Fokus der deutschen Mastgeflügelhaltung, Veränderungen an den Fußballen sind sowohl in der Masthühner- als auch in der Putenhaltung zu erheben und zu bewerten. Die zurzeit etablierten Maßnahmen im Zusammenhang mit der Einstreu sind das Nachstreuen und Durcharbeiten des Kot-Einstreugemisches. Zwischen den Durchgängen wird alternativ ein Wechsel der Einstreumaterialien vorgenommen um positive Eigenschaften auf die Fußballengesundheit zu erproben. In der vorliegenden Studie werden neue Ansätze zu Einstreuverfahren überprüft. Neben der möglichen positiven Beeinflussung der Fußballengesundheit über die Veränderung der Einstreuqualität wird in der Studie ein Effekt auf die Stallluft in Form verringerter Ammoniakwerte überprüft. „Intelligent lichtsysteem – Intelligentes Lichtsystem“ Projektleitung T. Timmermann (LED Factory BV) Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in) I. Krüwel, Dr. L. Klambeck Projektkoordinator Prof. Dr. R. Andersson Kooperationspartner: LED Factory BV, FLI Friedrich-Loeffler-Institut, Institut für Tierschutz und Tierhaltung, COSMONIO IMAGING B.V. Projektdauer: 1.7.2019-30.6.2022 Finanzierung Interreg V A Kontakt r.andersson@hs-osnabrueck.de Beschreibung: In allen Bereichen der Geflügelhaltung, einschließlich der Haltung unter ökologischen Bedingungen und im Freiland, kann Federpicken und Kannibalismus jederzeit auftreten. Die Ursachen sind multifaktoriell, wobei sich Licht (Lichtspektrum, Lichtintensität, Frequenz) zunehmend als relevante Einflussgröße herauskristallisiert hat. Federpicken und Kannibalismus können sich innerhalb kürzester Zeit zu einem tierschutzrelevanten und wirtschaftlichen Problem entwickeln, so dass es notwendig ist, zeitnah und automatisch auf dieses Problem durch eine automatische Anpassung der Beleuchtung zu reagieren. Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer Ansteuerung der Lichtsysteme mittels künstlicher Intelligenz. Voraussetzung dafür ist zunächst eine Untersuchung unter kontrollierten Bedingungen, um die Systeme mit Grunddaten zu versorgen und „anzulernen“. Grundlage hierfür ist die Datenerhebung und Auswertung zum Tierverhalten, den Tierleistungen und der Tiergesundheit. In einem Vorgängerprojekt wurden bereits geeignete LED-Leuchten entwickelt, die dem Sehvermögen von Geflügeltieren angepasst wurden. Federführender Projektpartner ist die LEDfactory aus Leeuwarden. Die Niederländer arbeiten im Projekt unter anderem zusammen mit der Hochschule Osnabrück, dem Institut für Tierschutz und Tierhaltung am Friedrich-Loeffler-Institut in Celle und den KI-Experten von COSMONiO aus Groningen. Das Gesamtinvestitionsvolumen des Projektes beträgt 1,15 Millionen Euro. Davon werden etwa 427.000 Euro aus dem INTERREG V A-Förderprogramm zur Verfügung gestellt. AgriCareerNet - Netzwerk für Agrarkarrieren – Teilvorhaben: "Netzwerk für Agrarkarrieren in der Offenen Hochschule Osnabrück" Projektleitung Prof. Dr. H. Grygo Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in): Teilprojekt 1 Teilprojekt 3.1 Dr. F. Kaufmann, L. Klambeck (TÄ), I. Goy (Dipl. Ing) Dr. F. Kaufmann Projektkoordinator: Teilprojekt 1 Teilprojekt 3.1 Prof. Dr. R. Andersson Prof. Dr. H. Grygo Kooperationspartner Universität Göttingen Projektdauer 01.08.2014 – 07 2020 Finanzierung BMBF Kontakt F.Kaufmann@hs-osnabrueck.de Beschreibung: Die Fakultät für Agrarwissenschaften der Georg-August-Universität Göttingen und die Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur der Hochschule Osnabrück haben sich zu dem Verbund „Netzwerk Agrarkarrieren“ zusammengeschlossen, um gemeinsam wissenschaftliche Weiterbildungsangebote für die besonders in Niedersachsen, aber auch deutschlandweit wichtige Branche der Agrar- und Ernährungswirtschaft zu entwickeln. Das Ziel des Projektes ist es, weiteren Personengruppen den Zugang zur Bildung an den Hochschulen zu ermöglichen: Personen mit Berufsausbildung und Berufserfahrung, Erwerbstätigen, die sich weiter qualifizieren wollen, Arbeitslosen und Personen nach einer Unterbrechung der Erwerbstätigkeit und solchen, die aus einer Erwerbstätigkeit heraus ihr Wissen aktualisieren und ergänzen wollen, allgemein Personen, die dauerhaft oder zeitweise in Teilzeit studieren wollen (Berufstätige, Personen mit Familienpflichten). Die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung soll u.a. durch Anerkennung beruflich erworbener Kompetenzen in agrar- und ernährungswirtschaftlichen und agrartechnischen Profilen verbessert werden. Diese Angebote erweitern die Kompetenzprofile der Beschäftigten in den Agrarunternehmen aktuell und bedarfsgerecht auf akademischem Niveau. Damit stärken sie die Unternehmen auf dem dynamischen, zunehmend globalen Markt und die Arbeitnehmer in der dauerhaften Sicherung ihrer Beschäftigungsfähigkeit. Die zu entwickelnden Studiengänge und Zertifikatskurse decken ein breites Spektrum vom Einstieg in ein berufsbegleitendes Bachelorstudium über einen berufsbegleitenden und einen weiterbildenden Master bis zu Wiedereinstiegs- und Umorientierungsmodulen ab. Das Projekt konzentriert sich auf Handlungsfelder an ausgewählten interdisziplinären Schnittstellen, die eine hohe Aktualität in der Agrar- und Ernährungswirtschaft haben und in denen ein größerer akademischer Kompetenzbedarf besteht: Das sind zum einen die fachwissenschaftlichen Schnittstellen zwischen 1. Nutztierproduktion und Tierwohl/Ethik 2. Agrarwissenschaften und Markt 3. Technologieanwendung und Management In diesen Bereichen gibt es neue Herausforderungen in den Unternehmen, für die neue oder ergänzende Kompetenzprofile benötigt werden. Hierzu sollen die zu entwickelnden Studiengänge und Zertifikatsprogramme im Projekt einen Beitrag leisten. Darüber hinaus werden integrativ im Projekt Entwicklungen in der Hochschuldidaktik und im Hochschulmanagement an zwei weiteren Schnittstellen vorangebracht: 4. E-Learning bzw. Blended Learning und akademische Kompetenzvermittlung (Didaktik) 5. Profilentwicklung Offene Hochschule und Hochschulmanagement Durch den Zusammenschluss einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften und einer Universität mit klarer Forschungsorientierung wird es möglich, von einer gemeinsamen technologischen und institutionellen Plattform aus unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen und innovative Themenfelder zu erschließen. Die Kooperation deckt mit den geplanten Entwicklungsprojekten die Bandbreite möglicher Angebotsformen ab und erprobt neue Formen der Zusammenarbeit zwischen den Hochschultypen. Die Weiterbildungsangebote sollen nah am Bedarf und im Austausch mit den Zielgruppen entwickelt werden. Dafür soll am Anfang des Projekts ermittelt werden, welche besonderen Bedarfe die verschiedenen Zielgruppen und die Unternehmen speziell in der Agrar- und Ernährungswirtschaft haben und wie die Bildungsangebote strukturiert sein müssen, damit funktionierende Lerngruppen gebildet und von der Hochschule mit vertretbarem Ressourcenaufwand begleitet werden können. Das geplante Projekt ist in Teilprojekte gegliedert, die jeweils von einem der Verbundpartner verantwortlich geleitet und durchgeführt werden. In diesen Teilprojekten werden einerseits die geplanten Weiterbildungsangebote konzipiert, entwickelt und gegebenenfalls erprobt (TP 1 bis 3 OS, TP 1 bis 3 GÖ) und andererseits die übergreifenden Aufgaben wie Bedarfsanalysen, E-Learning-Konzeption und Umsetzung, Didaktik und Entwicklung von Managementstrukturen bearbeitet (TP 4 und 5 OS, TP 4 und 5 GÖ). Die letztgenannten Teilprojekte stützen die übrigen Teilprojekte und fördern insgesamt die Integration der Bildungsformen und –angebote in die Hochschule. Das Teilprojekt 5 GÖ arbeitet zusammen mit dem Teilprojekt 5 OS, TP 4 GÖ steht in engem fachlichem Austausch mit dem entsprechenden Teilprojekt 4 OS; über diese besonders enge Zusammenarbeit hinaus gibt es Kooperationen zwischen allen Teilprojekten in Arbeitsgruppen sowie Workshops. Die Projektleitung und Projektkoordination sowie das Projektmanagement an den beiden Standorten organisieren die Kooperation und sind verantwortlich für Controlling und Evaluationen sowie für die Öffentlichkeitsarbeit. Zur Aufgabe der Projektkoordination gehört es außerdem, die Bearbeitung der übergreifenden Themen Qualitätssicherung, Zulassung und Anrechnung sowie Gender und Diversity zu koordinieren und zu strukturieren. Eine Arbeitsgruppe Verbund gewährleistet in regelmäßigen Treffen den produktiven Austausch und die inhaltliche Abstimmung der Partner auf Managementebene. In Arbeitsgruppen der fachlich zusammenarbeitenden Projektbeteiligten werden die Konzepte abgestimmt und gemeinsame Ergebnisse erarbeitet. Das Projekt soll begleitet werden von einem Beirat, dem führende Unternehmen und Verbände der Agrar- und Ernährungsbranche angehören. Evaluierung der Empfehlungen zur Verhinderung von Federpicken und Kannibalismus bei Jung- und Legehennen vor dem Hintergrund des Aufbaus und Betriebs eines Risiko orientierten Herdenmanagement (RoHm) Projektleitung Prof. Dr. R. Andersson Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in) I. Funke (M. Sc.) K. Häffelin (TÄ) L. Klambeck (TÄ) T. Weseloh (B. Sc.) Projektkoordinator Prof. Dr. R. Andersson Kooperationspartner Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover Niedersächsischer Geflügelwirtschaft Landesverband e.V. Landwirtschaftskammer Niedersachsen Projektdauer 07.03.2017 bis 31.03.2020 Finanzierung Land Niedersachsen Kontakt rohm@hs-osnabrueck.de Beschreibung: Seit August 2016 verzichtet die Geflügelwirtschaft auf die bisher in der Praxis übliche prophylaktische Kürzung der Schnäbel bei Legehennenküken, basierend auf der Vereinbarung der Geflügelwirtschaft mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Seit Januar 2017 sieht der Erlass in Nie-dersachsen den finalen Verzicht auf die Schnabelkürzung vor. Grund dafür ist, dass es sich gemäß Tierschutzgesetz um eine Amputation handelt, die dem Tier Schmerzen und Leiden zufügt, da der Schnabel ein besonders empfindliches Sinnesorgan mit nervalen Einrichtungen bis in seine Spitze ist. Der Verzicht auf die Schnabelkürzung erhöht jedoch generell auf allen Betrieben das Risiko des Auftre-tens schwerwiegender Folgen von Verhaltensstörungen in Form von Federpicken und Kannibalismus. Zur Erleichterung des Umstiegs auf die Haltung schnabelungekürzter Tiere wurden im Rahmen des Tier-schutzplans Niedersachsen „Empfehlungen zur Verhinderung von Federpicken und Kannibalismus bei Jung- und Legehennen“ (Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbrau-cherschutz, 2017) erarbeitet und den Betrieben zur Verfügung gestellt. Vor diesem Hintergrund soll von 2017 bis 2019 evaluiert werden, inwieweit die erarbeiteten Empfehlun-gen erfolgversprechend in der Praxis umgesetzt werden können und welche Anpassungen notwendig sind. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Website: www.tieger-rohm.de Aufzeichnungen der Webinare "Risiko orientiertes Herdenmanagement bei Jung- und Legehennen mit intaktem Schnabel Teil 1 bis 6" sind hier abrufbar. Entwicklung und Erprobung eines externen Standards zur Vereinheitlichung der Erhebung und Bewertung von Fußballenveränderungen bei Mastputen am Schlachthof II Projektleitung Prof. Dr. R. Andersson Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in) Dr. S. Döhring K. Toppel (M.Sc.) Projektkoordinatorin K. Toppel (M.Sc.) Kooperationspartner Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung CLK GmbH Projektdauer 01.01.2019 - 10.01.2020 Finanzierung Land Niedersachsen - Tierschutzplan Kontakt k.toppel@hs-osnabrueck.de Zusammenfassung: Fußballengesundheit wird als geeigneter Indikator ausgewiesen, um einen Hinweis auf die Tiergesundheit und das Tierwohl zu erhalten. Anzeichen für den Erfolg des Managements im Betrieb können hieraus abgeleitet werden. Zum aktuellen Zeitpunkt erfolgt die Bewertung des Sohlenballens von Puten und Masthühnern am Schlachthof sowohl manuell als auch mittels automatisierter bildgebender Unterstützung. Das Kamerasystem bietet, im Vergleich zur manuellen Fußballenbewertung, die Möglichkeit einer objektiven Bewertung. Die Hauptstudie des Projekts „Entwicklung und Erprobung eines externen Standards zur Vereinheitlichung der Erhebung und Bewertung von Fußballenveränderungen bei Mastputen am Schlachthof“ knüpft an die Ergebnisse der Vorstudie an. Ziel der Hauptstudie war die Entwicklung und Erprobung einer sogenannten Physikalischen Platte zur Kalibrierung und erweiterten Validierung der Kamerasysteme zur Bewertung der Fußballen auf Puten-Schlachthöfen. Zusätzlich wurde eine überarbeitete Version der Putenfuß-Dummys (siehe Vorstudie) erprobt, die in ihrer Grundfarbe und der Farbe der veränderten Areale (entspricht Fußballenveränderungen) den originalen Putenfüßen weiter angepasst wurde. Die Physikalische Platte und die Putenfuß-Dummys konnten im Rahmen der Erprobung als sinnvolle Ergänzung zur Erhöhung der Ergebnisgenauigkeit der Kamerasysteme bestätigt werden. Die Nutzung der Physikalischen Platte ist für die Schlachthöfe an die Installation einer dazugehörigen Software gekoppelt. Eine wissenschaftliche Begleitung und engmaschige Kontrolle der Systeme, insbesondere zu Beginn einer Praxisnutzung, ist aufgrund der noch nicht vollständigen Praxisreife empfehlenswert. Verbundprojekt: Automatisierte Erfassung von Tierwohlindikatoren bei Geflügel "AutoWohl" Automatic measurement of animal welfare indicators in poultry ("Autowohl") Teilprojektleitung Prof. Dr. R. Andersson Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in) Dr. S. Döhring Teilprojektkoordinatorin Dr. S. Döhring Kooperationspartner Tierärztlichen Hochschule Hannover (übergeordnete Projektleitung), Universität Kassel, LMU München, Firma CLK in Altenberge, Unternehmen aus den vor- und nachgelagerten Bereichen Projektdauer April 2017 – Dezember 2019 Finanzierung Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL) Kontakt s.doehring@hs-osnabrueck.de Zusammenfassung: Ziel des Verbundprojektes zur automatisierten Erfassung von Tierwohlindikatoren bei Geflügel („AutoWohl“) war die Entwicklung und Validierung verbesserter und neuer Messsysteme zur automatisierten bildgestützten Erfassung von Tierwohlindikatoren am Schlachthof und im Bestand bei Legehennen, Masthühnern und Puten um die Standardisierung, Objektivierung und Zeiteffizienz der Befunderhebung zu erhöhen. Im Rahmen des Verbundprojektes wurde ein Kamerasystem zur Detektion von Gefiederschäden bei Legehennen im Bestand entwickelt und erprobt. Der Gefiederstatus erlaubt u.a. Rückschlüsse auf die Haltungs- und Managementbedingungen und gilt als ein geeigneter Indikator zur Einschätzung des Tierwohls. Produktionsbegleitende Bonituren des Gefieders erfolgen bislang manuell, jedoch weder flächendeckend noch nach einem einheitlichen Schema. Der hier entwickelte Prototyp eignet sich zur automatisierten Erfassung des Gefiederstatus brauner Hennen. Die prozentuale Fläche veränderter Areale (fehlende Deckfedern/unbefiederte Bereiche) wird vom Kamerasystem mit Bezug zum 100%-Bereich (Fläche aller Hennen im Bild) ausgewiesen. Die Erlangung einer Praxisreife des Systems bedarf weiterer Entwicklungsarbeiten. Der Gefiederstatus weißer Genetiken erfordert beispielsweise die Integration unterstützender Technik, da das System Deckgefieder und Dunenfederkleid mittels Kontrast- bzw. Farbunterschiede detektiert. In ersten Untersuchungen erwies sich Wärmebildtechnik als geeignet, Gefiederschäden -unabhängig von der Farbe des Deckgefieders- anzuzeigen. Areale, die in ihrer Befiederung reduziert sind, können mit Hilfe der Wärmebildtechnik durch die herabgesetzte Isolierung lokalisiert werden. Die Wärmebildtechnik erhöht außerdem das Potential des Systems zur Früherkennung von Gefiederschäden. Befinden sich erste Gefiederschäden im Bereich des Rückens, werden sie von den Flügeln ggf. überdeckt. Diese Areale sind jedoch herabgesetzt wärmeisoliert und könnten somit detektiert werden. Datenblatt Autowohl Entwicklung und Erprobung eines externen Standards zur Vereinheitlichung der Erhebung und Bewertung von Fußballenveränderungen bei Mastputen am Schlachthof Projektleitung Prof. Dr. R. Andersson Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in) Dr. S. Döhring K. Toppel (M.Sc.) Projektkoordinator Prof. Dr. R. Andersson Kooperationspartner Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung CLK GmbH Projektdauer 1.11.2016 - 30.04.2017 Finanzierung Land Niedersachsen - Tierschutzplan Kontakt s.doehring@hs-osnabrueck.de Zusammenfassung: Fußballengesundheit wird als geeigneter Indikator ausgewiesen, um einen Hinweis auf die Tiergesundheit und das Tierwohl zu erhalten. Anzeichen für den Erfolg des Managements im Betrieb können hieraus abgeleitet werden. Zum aktuellen Zeitpunkt erfolgt die Bewertung des Sohlenballens von Puten und Masthühnern am Schlachthof sowohl manuell als auch mittels automatisierter bildgebender Unterstützung. Das Kamerasystem bietet, im Vergleich zur manuellen Fußballenbewertung, die Möglichkeit einer objektiven Bewertung. Ziel des Projektes war die Entwicklung und Erprobung eines externen Standards für die Fußballenbewertung bei Puten. Der externe Standard (Dummy) soll zum einen der Vereinheitlichung bei der manuellen Bonitur der Fußballen dienen, zum anderen stellt der Dummy ein weiteres Validierungstool für die Kamerasysteme der Schlachthöfe dar. So lässt sich mittels des externen Standards das System auf Präzision und Richtigkeit überprüfen (Validierung) und ermöglicht bei Abweichungen ein frühzeitiges Eingreifen bzw. eine schnellstmögliche Behebung von Fehlern. Um die Generierung valider und reproduzierbarer Ergebnisse mittels Kamerasystem zu fördern, wurden im Rahmen des Projektes Putenfüße mit Veränderungen unterschiedlicher Ausprägung nachgebildet, die durch das Einhängen in die Schlachtkette das Kamerasystem passieren und eine Bewertung auslösen können. Diese sogenannten Dummys wurden aus einem silikonähnlichen Material hergestellt und können -ohne Beeinträchtigung ihrer Farbe und Form- gereinigt und desinfiziert werden. Die Anwendung der Putenfuß-Dummys erwies sich innerhalb dieser Vorstudie als praktikabel. Um die Putenfuß-Dummies jedoch zukünftig als externe Standards für die Validierung der Kamerasysteme nutzen zu können, bedarf es der Erfüllung mehrerer Voraussetzungen (insbesondere Anpassungen der Dummyfarbe, Verbesserung der Kompatibilität mit der Technik durch technische Erweiterungen und Anpassungen…). Zur Erfüllung dieser Voraussetzungen ist der Anschluss einer Hauptstudie an diese Vorstudie sinnvoll. Erhöhung der Eigewichte einer Dual-Genetik als Legehennen für die ökologische Legehennenhaltung Projektleitung Prof. Dr. R. Andersson Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in): Dr. F. Kaufmann Projektkoordinator: Dr. F. Kaufmann Kooperationspartner Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung Projektdauer 30.09.2016 – 30.09.2017 Finanzierung Land Niedersachsen Kontakt F.Kaufmann@hs-osnabrueck.de Beschreibung: Aufgrund des geänderten Stellenwertes des Tierschutz in Europa und der damit einhergehenden Veränderungen hinsichtlich Moral und Ethik haben sich die agierenden Zuchtunternehmen intensiv mit der Weiterentwicklung sogenannter ‚Dual Purpose‘ – Genetiken auseinandergesetzt und die Leistungen der Hähne (Fleischansatz, Wachstumsraten) und Hennen (Eizahl/Henne, Persistenz) nochmals verbessert. Vor dem Hintergrund der vergleichsweise höheren Produktionskosten, vor allem verursacht durch eine schlechtere Futterverwertung und höhere Stallplatzkosten in mobilen Haltungssystemen, spielt die Verbraucherakzeptanz und somit die Vermarktung eine entscheidende Rolle in solchen Produktionssystemen. Aus eigenen Erfahrungen heraus lässt sich jedoch folgern, dass die vergleichsweise kleineren Eier der Dual-Genetik, eine zum Teil erheblich geringe Akzeptanz beim Verbraucher finden und dadurch die Vermarktung über Hofladen, Verkaufsstellen und LEH erschwert ist. Dieser Effekt wird verstärkt, wenn zeitgleich Produktalternativen zur Verfügung stehen und die Eier der Dual-Genetiken substituierbar sind. Aufgrund der höheren Produktionskosten ist eine Erhöhung der Akzeptanz durch eine ‚angepasste Preispolitik‘ nicht möglich und auch mit den ideellen Rahmenbedingungen nicht vereinbar (Aufzucht der Hähne etc.). Es ist bekannt, dass die Eigröße von verschieden Faktoren abhängig ist (Alter, Klima, Körpergewichtsentwicklung, Uniformität, Fütterung etc.) und entsprechend im gewissen Rahmen beeinflussbar ist (COON, 2002; OKAZAKI et al., 1995; LUI et al., 2004; ZHANG and COON, 1994; SUMMER and LEESSON, 1993; SCHÄUBLIN, 2005; DAMME und HILDEBRAND, 2002). Als wesentlicher Faktor kristallisiert sich die Fütterung, hier im Besonderen die Gehalte an Linolsäure (n-6-essentielle Fettsäure) und Methionin, heraus. Insbesondere durch eine Anreicherung des Futters mit Linolsäure (auf 2,4 – 4 %) konnten in verschieden Studien die Einzeleigewichte signifikant erhöht werden (SCHÄUBLIN et al., 2005; WHITEHEAD, 1981; HOYLE and GARLICH, 1987; SCAGG et al., 1987, GROBAS et al., 2001, HALLE, 1998; LOHMANN, 2009). In Abhängigkeit des Zeitpunktes und der Höhe der Supplementierung werden Erhöhungen der Einzeleigewichte bis zu 4,5 g diskutiert (GONZALEZ-MUNOZ et al., 2009). Hierfür entscheidend ist bereits eine optimale Aufzucht hinsichtlich der Körpergewichtsentwicklung und Uniformität der Herde. Bereits in der Aufzucht wirkt sich eine Anreicherung des Futters mit Linolsäure positiv auf die späteren Eigewichte, insbesondere in der Startphase, aus, da sich diese im Abdominalfett anreichert und dann zu Produktionsbeginn zur Verfügung steht (HALLE, 1998). Im vorliegenden Versuch soll eine Beeinflussung und Optimierung (Erhöhung) der Eigewichte einer Dual-Genetik durch Anreichung von Linolsäure im Futter untersucht werden. Geplant ist eine gesexte Aufstallung von insgesamt N = 900 Tieren, davon n=450 Hähne in Hühnermobil 1 und n = 450 Hennen in Hühnermobil 2. Die Hähne in Hühnermobil 1 werden dann ab Lebenstag 70 bis 84 geschlachtet, sodass nach einer kurzen Serviceperiode im Mobilstall 1 die Hennen auf beide Mobile gleichmäßig verteilt werden (n = 225 je Mobilstall). Ab der 13. Lebenswoche wird der Linolsäureanteil im Futter der Hennen aus der Versuchsgruppe sukzessive auf 3 % angehoben, während in der Kontrollgruppe ein klassisches Fütterungsregime angewendet wird. Zum Anheben des Linolsäuregehalts wird das Futter mit Sonnenblumenöl in Ökoqualität angereichert. Bis zum Eintritt in die Legereife wird dieser Anteil beibehalten und mit der Futterumstellung auf ‚Legemehl 1‘ nochmals auf 3,5 % erhöht. In Abhängigkeit der Entwicklung der Tiergewichte sowie der quantitativen und qualitativen Legeleistung (u.a. Eigewichte) wird der Anteil an Linolsäure mit der Umstellung auf ‚Legemehl 2‘ entweder a) reduziert auf 2,2 % oder b) die Supplementierung eingestellt, der weitere Verlauf der Legeleistung aber weiterhin verfolgt. Im Verlauf des Versuchs werden sämtliche Leistungsparameter der Hähne und Hennen erhoben, wobei der Fokus auf der quantitativen und qualitativen Legeleistung der Hennen in der Versuchs- und Kontrollgruppe liegt. Bewertung der Leistungs- und Gesundheitsdaten: Aufzucht und Legephase In-Ovo geschlechtsbestimmter Tiere Projektleitung Prof. Dr. R. Andersson Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in): Dr. S. Döhring Projektkoordinatorin: Prof. Dr. A. Einspanier (Uni Leipzig) Kooperationspartner Universität Leipzig Projektdauer 12.07.2016 bis 14.03.2017 Finanzierung Physiologisch-chemisches Institut, Universität Leipzig Kontakt s.doehring@hs-osnabrueck.de Zusammenfassung: Eine Alternative zur umstrittenen, derzeit gängigen Praxis des Tötens männlicher Eintagsküken ist die „In-ovo“-Geschlechtsbestimmung bebrüteter Eier. Die Arbeitsgruppe am Veterinär-Physiologisch-Chemischen Institut (VPCI) hat unter der Leitung von Prof. Dr. Almuth Einspanier ein Verfahren zur technisierten, endokrinologischen „In-ovo“-Geschlechtsbestimmung entwickelt. Um die „In-ovo-gesexten“ Tiere mit Tieren aus konventioneller Herkunft bezüglich ihrer Entwicklung, ihrer Leistung und ihres Verhaltens vergleichen zu können, erfolgte eine unabhängige Aufzucht- und Leistungsprüfung an der Hochschule Osnabrück. Die Tiere der Kontrollgruppe stammten von derselben Elterntierherde. Die Aufzucht- und Leistungsprüfung beinhaltete die Erfassung von Entwicklungsparametern und Leistungsparametern sowie Parametern, die als Hinweisgeber für Verhaltensstörungen (Federpicken, Kannibalismus) gelten. Zwischen den beiden Gruppen (in-ovo / Kontrolle-Standardschlupf) konnten keine relevanten Unterschiede bezüglich Entwicklungs-, Leistungs- und Gesundheitsparameter nachgewiesen werden. Die Erfolgsquote der Geschlechtsbestimmung in der IO-Gruppe lag bei 100%, alle Tiere wiesen den Phänotyp einer Henne auf. Geflügeleinstreu - Verfahrensvergleich Projektleitung Prof. Dr. R. Andersson Wissenschaftliche Mitarbeiterin K. Toppel (M.Sc.) Projektkoordinator Prof. Dr. R. Andersson Kooperationspartner Wirtschaftsunternehmen Projektdauer 2016-2018 Finanzierung Wirtschaft Kontakt k.toppel@hs-osnabrueck.de Beschreibung: Die Einstreu in Mastgeflügelställen wurde als Haupteinflussfaktor auf Veränderungen an Fußballen von Masthühnern und Mastputen erforscht und vielfach bestätigt. Eine besondere Rolle kommt dabei dem Einstreufeuchtegehalt zu. Die Gesundheit der Fußballen steht im Fokus der deutschen Mastgeflügelhaltung, Veränderungen an den Fußballen sind sowohl in der Masthühner- als auch in der Putenhaltung zu erheben und zu bewerten. Die zurzeit etablierten Maßnahmen in Zusammenhang mit der Einstreu sind das Nachstreuen und Durcharbeiten des Kot-Einstreugemisches. Zwischen den Durchgängen wird alternativ ein Wechsel der Einstreumaterialien vorgenommen um positive Eigenschaften auf die Fußballengesundheit zu erproben. In der vorliegenden Studie werden neue Ansätze zu Einstreuverfahren überprüft. Neben der möglichen positiven Beeinflussung der Fußballengesundheit über die Veränderung der Einstreuqualität wird in der Studie ein Effekt auf die Stallluft in Form verringerter Ammoniakwerte überprüft. Tageslicht im Stall – Anforderungen an das Spektrum von Lichtquellen bei Geflügel Projektleitung Prof. Dr. R. Andersson Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in) J. D. Kämmerling (Dipl. Ing. FH) Projektkoordinator J. D. Kämmerling (Dipl. Ing. FH), C. Arndt (TÄ), Dr. S. Döhring Kooperationspartner Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung Projektdauer 2015-2017 Finanzierung Land Niedersachsen Kontakt r.andersson@hs-osnabrueck.de Zusammenfassung Der Gesetzgeber fordert, dass Kunstlicht in Geflügelställen dem natürlichen Licht so weit wie möglich entsprechen muss (§ 13 Abs. 3 bzw. § 18 Abs. 5; Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung). Diese Forderung wirft die Frage auf, wie natürliches Licht definiert ist und wie Vögel ihre Umwelt wahrnehmen. Das Vogelauge unterscheidet sich von dem des Menschen in seiner spektralen Empfindlichkeit. Der gesamte human sichtbare Bereich schließt, im Gegensatz zum Vogel, den UV-A-Bereich aus. Ultraviolette Wellenlängenbereiche tragen beim Vogel zum Hellempfinden bei. Es ist anzunehmen, dass natürliches Tageslicht den Ansprüchen der Vögel am ehesten entspricht. Daher wurde anhand spektralradiometrischer Messungen die Zusammensetzung des Tageslichtes im Tages- und Jahresverlauf an verschiedenen Standorten (freier Himmel oder unter einem Blätterdach) ermittelt und mit spektralradiometrischen Messergebnissen aus einem Legehennenstall verglichen. Die Messungen im Stall ermöglichen eine erste Charakterisierung der spektralen Zusammensetzung des Stalllichtes und machen Unterschiede in einzelnen Stallbereichen deutlich, die auf Vorkommen oder Abwesenheit von natürlichen Lichtquellen zurückzuführen sind. Unter Einfluss von Tageslicht ähneln die Spektren denen unter freiem Himmel. Die „Outdoor“-Messungen zeigen, dass sich das Tageslicht sehr gut charakterisieren lässt, das Spektrum jedoch je nach Standort und in Abhängigkeit der Filtereigenschaften der Vegetation variiert. Die natürlichen Habitate der Nutzgeflügelarten unterscheiden sich. Während Hühner ursprünglich in tropischen und subtropischen Wäldern Südostasiens beheimatet sind, kann bei der Ausgangsform der Pute vom südmexikanischen Truthuhn ausgegangen werden, dessen natürliches Habitat Steppen, Waldränder und lichte Wälder umfasst. Mutmaßlich haben Tiere, die ein Habitat mit Blätterdach bevorzugen, andere Anforderungen an Lichtquellen als Tiere, die bevorzugt „unter freiem Himmel“ leben. Demnach sollte eine speziesdifferenzierte Ausleuchtung des Stalles, wahrscheinlich sogar differenziert nach Funktionsbereichen, erfolgen. Die vorliegenden Ergebnisse der Tageslichtmessung können zur Entwicklung von Leuchtmitteln, die ein tageslichtähnliches Spektrum für Nutzgeflügel erfüllen, herangezogen werden. Die Überprüfung der These bezüglich der differenzierten Ansprüche der Tiere an die Ausleuchtung ihrer Umwelt bedarf weiterer Studien. Reduzierung der Fußballenveränderung durch Einstreuzusatz Projektleitung Prof. Dr. R. Andersson Wissenschaftliche Mitarbeiterin K. Toppel (M.Sc.) Projektkoordinator K. Toppel (M.Sc.) Kooperationspartner Wirtschaft Projektdauer 2015 Finanzierung Wirtschaft Kontakt K.Toppel@hs-osnabrueck.de Beschreibung: Im Projekt wird geprüft ob durch den Zusatz eines Einstreugranulats die Fußballengesundheit von Mastgeflügel positiv beeinflusst werden kann. Im ersten Schritt werden die bestehende Literatur und die Studienergebnisse zum Einsatz des Zusatzes im internationalen sowie nationalen Raum geprüft. Zudem wird die Anwendung des Einstreuzusatzes erprobt. Anschließend wird unter Praxisbedingungen überprüft welchen Effekt das Einstreugranulat auf die Fußballengesundheit hat. Neben den üblichen biologischen Parametern werden ebenfalls Stallklimadaten und Einstreuparameter während des Durchgangs erhoben und bewertet. Erprobung von Legehennengenetiken im Kontext „Ausstieg aus dem Schnabelkürzen“ sowie „Alternativen zur Tötung männlicher Legehybriden“ Projektleitung Prof. Dr. R. Andersson Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in): Dr. F. Kaufmann T. Weseloh (B.Sc.) C. Gutsch (B.Sc.) Projektkoordinator: Prof. Dr. R. Andersson Kooperationspartner Wirtschaft Projektdauer 1.4.2013 – 31.12.2016 Kontakt r.andersson@hs-osnabrueck.de Zusammenfassung: Die Legehennenhaltung in Deutschland unterliegt aktuell starken Diskussionen, da sie hinsichtlich verschiedener Tierschutzaspekte kritisch gesehen wird. Zwei wesentliche Diskussionspunkte stellen die Schnabelkürzung der Legehennen, sowie die Tötung der männlichen Eintagsküken nach Schlupf dar (beides Gegenstand des Tierschutzplan Nds.). Mit dem beschlossenen Ausstieg aus der Schnabelkürzung in 2016 sind jedoch weiterhin Probleme verbunden, da die Kürzung des Schnabels bislang als ‚unerlässlich‘ galt um die Folgen der Verhaltensstörung Federpicken und/oder Kannibalismus zu minimieren. Da die Verhaltensstörung Federpicken und/oder Kannibalismus multifaktoriell begründet ist, sind mit der Haltung von Legehennen mit intaktem Schnabel künftig erhöhte Anforderungen, respektive Herausforderungen an das Herdenmanagement, der Tier-Umwelt-Interaktion und der Genotypen verbunden. Im Rahmen des vorliegenden Projekts wird diese Thematik systematisch adressiert. Am Versuchsbetrieb ‚Waldhof‘ der Hochschule Osnabrück sind seit 2013 Legehennen mit intaktem Schnabel vom Genotyp Lohmann Sandy (2 verschiedene Linien) in einer Leistungsprüfung aufgestallt. Untersucht wird, neben der Entwicklung klassischer Leistungsparameter (quantitative und qualitative Legeleistung, Futterverwertung, Körpergewichtsentwicklung, etc.), das Verhalten der Legehennen unter verschiedenen Lichtquellen und Beleuchtungsspektren, sowie Beschäftigungsmaterialien. Durch ein eigens hierfür konzipiertes Managementprogramm durchliefen beide Versuchsgruppen im Dezember 2015 die 2. künstlich induzierte Legepause. Hierdurch wurde die Nutzungsdauer der Legehennen verlängert, was zum einen nachhaltig ist und zum anderen die notwendige Bereitstellung von Junghennen vermindert und somit einen positiven Einfluss auf die Problematik ‚Tötung männlicher Eintagsküken‘ hat. Ausgründend aus dem Versuch am Waldhof wurde in 10/2015 parallel begonnen, die gewonnen Erkenntnisse in die Praxis zu übertragen und hierfür eine Herde schnabelintakter Lohmann Sandy Hennen auf einem kooperierenden Praxisbetrieb aufgestallt. Die Brüder dieser Legehennen werden im Rahmen dieses Projektes ebenfalls genutzt und im Rahmen einer Pilotstudie unter praxisrelevanten Bedingungen aufgezogen und deren Mast- und Schlachtleistungen systematisch erfasst. Erfassung der Entwicklung der Paddelgesundheit von Pekingmastenten (Anas platyrhynchos f. d.) im Verlauf von Aufzucht- und Mastphase Projektleitung Prof. Dr. R. Andersson Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in) L. Klambeck (TÄ) Projektdauer 12/2015 bis 12/2016 Finanzierung Land Niedersachsen - Tierschutzplan Kontakt L.Klambeck@hs-osnabrueck.de Zusammenfassung: Nach der dritten Änderung des Tierschutzgesetztes sind Tierhalter aufgefordert die Erfüllung von § 2 durch betriebliche Eigenkontrollen zu gewährleisten. Zur Bewertung des Wohlergehens der gehaltenen Tiere sind tierbezogene Merkmale und Indikatoren zu erheben und zu bewerten (siehe TierSchG (2013) §11 (8)). Die Fußballengesundheit scheint sich im Bereich der Masthähnchen- und Putenhaltung als ein geeigneter Indikator zur Beurteilung des Haltungssystems und Managements herauszustellen. Derzeit existieren im Bereich der Entenhaltung nur wenige Erhebungen und Veröffentlichungen, welche ‚Welfare-Standards‘ auf Betriebsebene beschreiben, oder Faktoren mit negativem Einfluss klar nachweisen. Der Bedarf eines optimalen Managements der Haltungsumwelt wird dennoch klar formuliert. Gemäß der, Europaratsempfehlungen in Bezug auf Pekingenten´ (1999) muss nach Artikel 11, Nr. 2 Pekingmastenten Badewasser zum Ausleben von Komfortverhalten angeboten werden. Zusätzlich zu den Nippeltränken vorhandene Wasserangebote erhöhen jedoch das Risiko für die Bildung von Ammoniak durch einen steigenden Feuchtegehalt in Einstreu und Stallluft. Es kommt nachweislich zu einer Verschlechterung der Tier- und Paddelgesundheit durch diese Faktoren. Die Datenerhebung im Rahmen des Projektes findet auf zwei Betrieben mit Pekingentenmast statt. Pro Betrieb und Durchgang werden die Paddel von n= 200 Tieren pro Herde und Besuchstermin in Anlehnung an das durch S. Kudinov modifizierte Boniturschema von HOCKING et al. (2008) bonitiert (Score 0 - keine Veränderungen, bis Score 4 - bis hochgradige Veränderungen) mittels eines modifizierten Boniturschemas nach Hocking et al. (2008) in Absprache mit S. Kudinov (LAVES) Durch eine Modifikation des Boniturschemas werden die Lokalisationen der Veränderungen detailliert dokumentiert. Die Erhebungen sind während vier Mastdurchgängen (jeweils zwei Durchgänge im Winter- sowie zwei Durchgänge im Sommerhalbjahr) geplant. Ab dem dritten Lebenstag der Tiere erfolgt die Bonitur in wöchentlichen Abständen während der gesamten Aufzucht- und Mastphase, um Veränderungen der Paddel zeitnah erfassen und den Verlauf dokumentieren zu können. Parallel werden an jedem Boniturtermin die Paddel bezogenen Parameter des Managements wie Einstreumaterial, die Einstreumenge, -häufigkeit, etc. erfasst. Des Weiteren werden das Stallklima und die biologischen Leistungen dokumentiert. Ziel des Projekts ist die Darstellung des Status-Quo bezüglich der Paddelgesundheit, sowie die Ermittlung von Zeitfenstern des ersten Auftretens von Läsionen der Paddel. Es soll geprüft werden, ob klinische Veränderungen der Paddel als Indikator für Tierschutz, Tiergesundheit und das Management fungieren und somit ein Controlling-Instrument darstellen können. Um das Boniturschema standardisieren zu können, ist geplant, Gestaltplastinate von Paddeln jedes Scores anfertigen zu lassen. Etablierung eines Gesundheitskontrollprogramms (GKP) für Mastputen Projektleitung Prof. Dr. R. Andersson Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in) P. Willmes (Dipl. Ing. agr.) Projektkoordinator Hochschule Osnabrück: Prof. Dr. R. Andersson Verband deutscher Putenerzeuger: Dr. D. Höppner Kooperationspartner Dr. H. Schön, Hochschule Osnabrück Projektdauer 1.1.2014-30.6.2016 Finanzierung VDP Kontakt R.Andersson@hs-osnabrueck.de Zusammenfassung: Im Jahr 2013 wurden die überarbeiteten „Bundeseinheitlichen Eckwerte für eine freiwillige Vereinbarung zur Haltung von Mastputen“ (VDP 2013) veröffentlicht. Dort wurde festgelegt, dass ein Gesundheitskontrollprogramm (GKP) etabliert wird. Für Betriebe, die sich verbindlich am GKP beteiligen, wird eine zulässige Besatzdichte von 52 bzw. 58 kg/m² (Henne bzw. Hahn) festgeschrieben. Die Hochschule Osnabrück (Arbeitsgruppe Andersson) begleitete die 1-jährige bundesweite Pilotphase des Gesundheitskontrollprogramms, von Januar bis einschl. Dezember 2014 sowie die Praxisphase, von Januar bis einschließlich Dezember 2015. Das Ziel der Pilotphase war, die in einer Arbeitsgruppe vorgeschlagenen Parameter auf Eignung als Indikator zu prüfen. Nach der Pilotphase 2014 des Gesundheitskontrollprogramms wurden folgende Indikatoren festgelegt: „Mortalität Mast“, „Transporttote“ („Federtote“), „verworfene Tiere“, „verworfene Teilstücke“, „Fußballenveränderungen“ (Kategorie C) und „Brusthautveränderungen“ bei Hähnen. Zusätzlich wurde das durchschnittliche Einzeltiergewicht sowie der dazugehörige Variationskoeffizient beziehungsweise die Uniformität festgelegt, um die Erfüllung der Eigenkontrolle gemäß §11 (8) TSchG (2013) zu gewährleisten. Mit Beginn der verpflichtenden Umsetzung in der Praxis zum 1.1.2015 erfolgte durch die Hochschule weiterhin eine Auswertung der als Indikator geeignet befundenen Parameter. So wurde eine Vereinheitlichung der Erhebungsmethoden vorangebracht. Die kameragestützte Fußballenbewertung wurde weiter vereinheitlicht und der Auswertungszeitraum für ein schlachthofinternes betriebliches Benchmark festgelegt. „Einfluss von Lichtmodifikationen (UV-Licht) auf das Auftreten von Federpicken und Kannibalismus von Jung- und Legehennen in Praxisbetrieben“ Projektleitung Prof. Dr. R. Andersson Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in) C. Arndt (TA) T. Weseloh (B.Sc.) Projektkoordinator Prof. Dr. R. Andersson Dr. B. Spindler (Stiftung Tierärztliche Hochschule) Kooperationspartner Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung Tierärztliche Hochschule Projektdauer 06/14 - 03/16 Finanzierung Land Niedersachsen Kontakt R.Andersson@hs-osnabrueck.de Zusammenfassung: Vor dem Hintergrund, dass ab 2017 in Niedersachsen Jung- und Legehennen mit intaktem Schnabel gehalten werden, gilt es Lösungen zur Reduktion von Verhaltensstörungen, wie Federpicken und Kannibalismus zu finden. Ziel ist die Weiterentwicklung bestehender Haltungssysteme, die den Bedürfnissen der Tiere weitestgehend entgegenkommen und somit zur Reduktion von Verhaltensstörungen führen. Die AG-Legehennen des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat in den sogenannten „Empfehlungen“ (Empfehlungen zur Verhinderung von Federpicken und Kannibalismus zum Verzicht auf Schnabelkürzen bei Jung- und Legehennen –Stand: 30.03.2013) die aktuellen Erkenntnisse zusammengestellt, die bekanntermaßen einen Einfluss auf das Auftreten von Federpicken und Kannibalismus haben und Managementempfehlungen erarbeitet, um das Auftreten dieser Verhaltensstörungen zu verhindern bzw. um bei bereits aufgetretenem Federpicken und Kannibalismus zu intervenieren („Notfallplan“). In diesem Projekt wurde der Einfluss von Lichtmodifikation (UV-Licht) auf das Auftreten von Federpicken und Kannibalismus untersucht, bei gleichzeitiger Umsetzung der wesentlichen Punkte der „Empfehlungen“. Des Weiteren erfolgte eine ökonomische Bewertung der einzelnen Haltungsmodifikationen und durchgeführten Managementmaßnahmen. Die Modellbetriebe hielten dafür ca. 100.000 Hennen der Genetik Lohmann Brown auf 20 (Aufzucht) bzw. 40 (Legestall) Herden verteilt. Die eine Hälfte der Hennen wurde unter den praxisüblichen Lichtverhältnissen gehalten, die andere Hälfte befand sich in einem Stall, der zusätzlich mit UV-Lampen ausgestattet war. Die Hennen wurden bis zur 70. Lebenswoche wissenschaftlich begleitet. Bei der Umstallung wurde sichergestellt, dass die Hennen im Legestall die jeweils aus dem Junghennenstall bekannten Lichtverhältnisse vorfanden. Beide unterschiedlich ausgeleuchteten Ställe hatten das gleiche Angebot an Beschäftigungsmaterial (Körner in der Einstreu, Pickblöcke bzw. Pickblöcke in Kombination mit Körnern oder Luzerneheuballen) mit jeweils einer Wiederholung, so dass die Bedeutung des Faktors „Licht“ ermittelt werden konnte. Die Lichtmessungen beinhalten die Erfassung der Helligkeit sowie qualitative Untersuchungen mittels Spektrometer. Der angestrebte UV-Anteil am Gesamtspektrum von ca. 4 % (entspricht der Situation unter freiem Himmel) konnte mit zusätzlichen Leuchtmitteln realisiert werden. Managementmaßnahmen zur Lichtreduktion, aufgrund beginnenden Federpickens und Kannibalismus während der Legephase, zogen die Anpassungen der UV-Lichteinstellungen nach sich sowie ein Wechsel des UV-Leuchtmittels mit geringerer Emission. Aufgrund eines akuten Kannibalismusgeschehens wurde das UV-Licht in der 47/48 Lebenswoche ausgeschaltet. Die Zusammensetzung des Lichtes wurde durch die Lichtquelle erheblich beeinflusst. Bei Messungen im Bereich von Fenstern dominierte Licht der Wellenlänge 628 – 780 nm (rot) während unter reinen Kunstlichtbedingungen der Wellenlängenbereich 590 – 627 nm (orange) dominierte. Die Einstellung der Helligkeit in Geflügelställen erfolgt üblicherweise in Prozent und wird über den Stallcomputer gesteuert und ist somit relativ. Die Einstellung der Helligkeit am Stall-PC erfolgte mit Hilfe eines Luxmeters, um allen Herden die gleiche Helligkeit anbieten zu können. Innerhalb der Abteile schwankte die Helligkeit aufgrund der Strukturierung durch die Stalleinrichtung sowie aufgrund An- und Abwesenheit von Tageslicht stark. Während zu Beginn der Untersuchungen im Legestall ca. 60 lx gemessen wurden, sank die Helligkeit durch die schrittweise Reduktion des Lichtes, als Reaktion auf Federpicken und Kannibalismus, bis zum Juni 2015 auf ca. 2 lx. Für die Beurteilung der Helligkeit im Stall muss das Sehvermögen des Vogels berücksichtigt werden. UV-Licht trägt hier zum Hellempfinden bei. Mittels Spektrometer konnten, unter Einbeziehen der Werte für die radiometrische Bestrahlungsstärke im UV-Bereich, zusätzlich Gallilux-Werte ermittelt werden. Im Vergleich der Ställe in Bereichen ohne Tageslichteinfluss konnte im Stall mit UV-Licht bis zu 2,1 % höhere Gallilux-Werte ermittelt werden, als im Stall ohne UV-Licht. Im Stall mit UV-Licht war der Gefiederzustand in der Legeperiode schlechter als im Stall ohne UV-Licht (+11,5 % Gefiederschäden insgesamt). Die Hennen im Stall mit UV-Licht waren außerdem stärker von oberflächlichen Verletzungen und Kannibalismusverletzungen betroffen als im Stall ohne UV-Licht (+36,5 % Verletzungen insgesamt). Ab der 40. Lebenswoche trat im Stall mit UV-Licht vermehrt Kannibalismus auf. Ohne zusätzliches UV-Licht begann das Problem 2 Wochen später. Unter beiden Lichtbedingungen waren die Gruppen mit Luzerneheuballen als Beschäftigung am geringsten von Federpicken betroffen. Außerdem konnte hier das geringste Kannibalismusgeschehen verzeichnet werden. Die Durchführung des Notfallplans mit zusätzlicher Gabe von Beschäftigungsmaterial und die Absenkung der Helligkeit konnten das Kannibalismusgeschehen eindämmen, Federpicken und Federverlust konnten hingegen lediglich im Fortschreiten verlangsamt werden. Abschlussbericht Ordnungsgemäßes Töten und Schlachten von Nutzgeflügel Projektleitung Prof. Dr. R. Andersson Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in) L. Klambeck (TÄ) J. D. Kämmerling (Dipl. Ing. FH) Projektkoordinator L. Klambeck (TA) Kooperationspartner Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, BSi Schwarzenbek, NGW-Niedersächsische Geflügelwirtschaft Landesverband e.V., Hochschule Osnabrück Projektdauer 01.12.2013 – 30.04.2016 Finanzierung EFRE Kontakt L.Klambeck@hs-osnabrueck.de Zusammenfassung: Das Tierschutzgesetz bildet in Deutschland die rechtliche Grundlage für den Umgang mit Tieren. „Schmerzen, Leiden und Schäden“ dürfen einem Tier nicht „ohne vernünftigen Grund“ zugefügt werden (§ 1 TierSchG). Die Verordnung (EG) 1099/2009 über den Schutz von Tieren zum Zeitpunkt der Tötung und die Tierschutzschlachtverordnung bilden den für Deutschland geltenden rechtlichen Rahmen über die Kenntnisse und Fähigkeiten von Personen, die die Betreuung, Ruhigstellung, Betäubung, Schlachtung oder Tötung von Tieren durchführen. Im Rahmen des Projektes wurde ein Schulungskonzept (Erarbeitung eines didaktischen Konzepts, Erstellung von Schulungs- und Prüfungsunterlagen) erstellt. Die Schulung nimmt Bezug auf § 4 der Tierschutz-Schlachtverordnung mit dem Ziel, den Teilnehmern theoretische Kenntnisse im Themenkomplex ‚Töten und Schlachten von Geflügel‘ zu vermitteln und sie in Bezug auf Überwachung der Wirksamkeit der Betäubung, des Fehlens von Lebenszeichen und das Wahrnehmungs- und Empfindungsvermögen von Nutzgeflügel zu sensibilisieren. Die Teilnehmer verfügen nach der Schulung über Grundlagenwissen, um Geflügel ordnungsgemäß betäuben, töten und schlachten zu können (§ 1 TierSchG und § 4 TSchlV). Durch die vermittelten Kenntnisse sind Teilnehmer in der Lage, den Betäubungsprozess auf Wirksamkeit zu überwachen und Risikofaktoren im Prozess erkennen um ggfs. Gegenmaßnahmen und Optimierungsprozesse rechtzeitig einzuleiten. Der Teilnehmer kennt wesentliche Erkrankungen des Tieres, kann diese differenzieren und verfügt über die notwendigen Kenntnisse um eine Nottötung vorzunehmen. In 2015 wurde bereits die 3. Schulung vorgenommen. Die Anerkennung als gleichwertige Qualifikation durch das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erlaubt die Ausstellung eines entsprechenden Zertifikats bei erfolgreicher Teilnahme an der Schulung. „Umsetzung des Tierschutzes in der Legehennenhaltung“ Projektleitung Prof. Dr. R. Andersson Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in) Dr. F. Kaufmann Prof. Dr. H. Grygo Projektkoordinator Dr. F. Kaufmann Kooperationspartner Projektdauer 09/2014 – 02/2015 Finanzierung Wirtschaft Kontakt F.Kaufmann@hs-osnabrueck.de Zusammenfassung: Im Rahmen des Ausstiegs aus der Schnabelbehandlung bei Legehennen wurde eine Fortbildung mit dem Titel „Tierschutz orientierte Legehennenhaltung“ mit Fokus „Verzicht auf Schnabelkürzung“ konzipiert und durchgeführt. Hierfür wurden verschiedene Module und Lerneinheiten inklusive Schulungsunterlagen konzipiert. An 4 Fortbildungstagen nahmen insgesamt 2 Teilnehmergruppen mit jeweils einem spezifischen Modul, bestehend aus jeweils 5 Unterrichtseinheiten zu je 45 – 60 Minuten, teil. Die Teilnehmer und Adressaten waren Multiplikatoren / Fortbildungsbeauftragte in Legehennenhaltenden Unternehmen und wurden nach dem ‚Train the Trainer‘ Ansatz geschult. In 2015 erfolgte die Anerkennung seitens des ML Niedersachsens als Schulungsveranstaltung für Tierhalter im Sinne des Rd.Erl. vom 03.06.2015. 2-Nutzungslinie für die ökologische Legehennenhaltung mit ökologischer Hahnenmast im Mobilstall Projektleitung Prof. Dr. R. Andersson Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in) Dr. F. Kaufmann Projektkoordinator Dr. F. Kaufmann Kooperationspartner Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, Lohmann Tierzucht GmbH Projektdauer 04/2014 – 04/2016 Finanzierung Land Niedersachsen Kontakt F.Kaufmann@hs-osnabruck.de Zusammenfassung: Ziel des vorliegenden Versuches war, die Eignung und Leistung von Hähnen und Hennen von 2-Nutzenlinien in Mobilställen der Fa. Weiland (‚Hümo 225‘) unter Beachtung der Vorgaben der ökologischen Tierhaltung zu überprüfen. Hierfür sollten sowohl die Wachstumsleistungen und Schlachtkörperzusammensetzungen der Hähne als auch die Legeleistung der Hennen erhoben und im Kontext des Haltungssystems evaluiert werden. Für den Versuch wurden 2-Zweinutzungslinien (Lohmann Dual vs. Lohmann Dualexperimental) aufgestallt und, hinsichtlich genannter Parameter, miteinander verglichen. Die Lohmann Tierzucht GmbH stellte für das Projekt entspechend 509 LD und 505 LDex ungesexte Eintagsküken zur Verfügung. Die ungesexten Tiere einer Genetik wurden in jeweils ein Hühnermobil gemischt-geschlechtlich aufgestallt. Die Haltung der Tiere sowie das Management erfolgte nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus. (Verordnung (EG) 834/2007, 889/2008). Die gemischtgeschlechtlichen Herden wurden bis zur Schlachtung der Hähne (Tag 70, 80 und 85) gemeinsam aufgezogen. Die Hennen verblieben für die Legeperiode im jeweiligen Mobilstall. Über den erwähnten Zeitraum hinweg wiesen die Hähne der Herkunft LD mittlere tägliche Zunahmen von 34,6 g und die Hähne der Herkunft LDex von 29,7 g auf (Abb. 2). Bezogen auf die Mastwochen waren die mittleren Zunahmen in diesem Zeitraum 242,4 bzw. 207,8 g. Die LD Hähne wiesen zu jedem Schlachttermin ein höheres Schlachtgewicht auf als die LDex. Das mittlere Schlachtgewicht der LD betrug am 85. Masttag 1786 g (SD: 185,3) wohingegen die LDex mit einem Schlachtgewicht von 1449 g (SD: 179,3) im Mittel 337 g leichter waren. Auch bei den Gewichten und den prozentualen Anteilen der wertvollen Teilstücke (Brustfilets, Keulen) war die Herkunft LD der Herkunft LDex entsprechend überlegen. Die Ausschlachtung variierte zwischen den einzelnen Terminen und Genetiken zwischen 65 und 68 %. Die Hennen beider Genetiken begannen in der 18. Lebenswoche mit der Eiablage, den Status ‚Legehennen‘ erhielten die Tiere am Ende der 21. (LDex) bzw. 22. Lebenswoche. Zum Zeitpunkt der ersten Eiablage (18. Lebenswoche) wogen die LD Hennen im Mittel 1740 g (SD: 263,5); die LDex Hennen 1490 g (SD: 202,4). Den Status ‚Legehenne‘ erhielten die Hennen am Ende der 21. (LDex) bzw. 22. (LD) Lebenswoche. Zu diesem Zeitpunkt wiesen die Hennen ein mittleres Gewicht von 1666 bzw. 1841 g (SD: 154,9 bzw. 223,7) auf. Das mittlere Lebendgewicht zum Ende des Versuchszeitraumes (95. LW) betrug 2061 g bei den LD Hennen bzw. 1840 g bei den LDex (SD: 240,1 bzw. 211,4). Die LDex Hennen hatten in der 24. LW erstmalig eine Legeleistung > 80% erreicht, bei der LD Herde war der Anstieg deutlich flacher und erreichte erst in der 28. LW die 80 %. Die höchste Legeleistung war bei den LDex mit 86,5% in der 26. LW erreicht, der Peak in der LD Herde war mit 82,8 % in der 30 LW erreicht. Ab der 32. (LD) bzw. 33 LW. (LDex) war ein Rückgang in der Legeleistung zu verzeichnen. Eine LDex Durchschnittshenne produzierte im Versuchszeitraum 1kg mehr Eimasse als eine LD Henne (18,8 kg vs. 17,8 kg). Über diesen Zeitraum (68 Wochen) lag die durchschnittliche Legeleistung bei 66,9 % (LDex) bzw. 62,2 % (LD). Bezogen auf eine Produktionsperiode von 52 Wochen produzierte eine LDex Durchschnittshenne 250 Eier. Die im Mittel ca. 200 g schwereren LD Hennen hatten eine tägliche Futteraufnahme von ca. 110 g, die LDex Hennen lagen hier noch drunter, produzierten jedoch mehr Eimasse, sodass die Futterverwertung der LDex Hennen mit 1:2,4 deutlich besser war als die der LD Hennen. Vor dem Hintergrund der Tötung männlicher Eintagsküken kann in der Nutzung von Dual-Genetiken eine erfolgversprechende Alternative gesehen werden. Die Hähne und auch Hennen bieten einen, im Vergleich zu den Tieren der Legerichtung, deutlich fleischigeren Schlachtkörper, dennoch besteht das Problem, dass die Legeleistung unter gegebenen Marktbedingungen unzureichend ist. Auswertung einer bei Pekingenten durchgeführten Paddelbonitur Projektleitung Prof. Dr. Robby Andersson Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in) Lea Klambeck Projektdauer 01.04.2014 - 30.06.2014 Finanzierung Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Kontakt l.klambeck@hs-osnabrueck.de Zusammenfassung: Gegenstand der Untersuchung war ein vorhandener und der Arbeitsgruppe vorliegender Datensatz, bereitgestellt vom LAVES, Niedersachsen. Im Rahmen dieser Erhebung wurden im Zeitraum von drei Jahren von zwei verschiedenen Schlachthöfen sukzessive Paddelboniturdaten gesammelt. Von den geschlachteten Kohorten standen jeweils 100 bzw. 200 bonitierte Paddel zur Verfügung. Zu jeder Herde lagen zudem, über einen Fragebogen ermittelte, Informationen zum Haltungssystem, respektive der Haltungsumwelt vor. Ziel der Aufbereitung und Auswertung der Daten und Informationen ist es, zu prüfen, ob der Grad der Paddelveränderung Rückschlüsse auf Defizite im Management auf Stallebene zulässt. In Abhängigkeit vom Detaillierungsgrad und der Vollständigkeit der Daten und Informationen scheint es möglich, diesen Zusammenhang auch für einzelne, ausgewählte Aspekte (z.B. Art der Einstreu, Art der Tränkewasserversorgung) vornehmen zu können. Das Ziel ist es, den Status-Quo bzgl. der Paddelgesundheit sowie eine Risikoorientierte Darstellung von Faktoren, die Einfluss auf die Paddelgesundheit von Pekingenten haben. Bewertung der Auswirkungen des zusätzlichen Wasserangebots während der Mast auf Tiergesundheit, Verhalten und Hygiene Projektleitung Prof. Dr. Robby Andersson Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in) Lea Klambeck Projektdauer 01.05.2013 - 01.06.2014 Finanzierung Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Kontakt l.klambeck@hs-osnabrueck.de Zusammenfassung: Nach den Europaratsempfehlungen (Art. 11 Nr. 2) ist der Zugang zu einem Auslauf und zu Badewasser notwendig, „damit die Enten als Wasservögel ihre biologischen Erfordernisse erfüllen können. Wo ein solcher Zugang nicht möglich ist, müssen die Enten mit Wasservorrichtungen in ausreichender Zahl versorgt werden, die so ausgelegt sein müssen, dass das Wasser den Kopf bedeckt und mit dem Schnabel aufgenommen werden kann, sodass sich die Enten problemlos Wasser über edn Kopf schütten können. Die Enten sollen die Möglichkeit haben, mit dem Kopf unter Wasser zu tauchen.“ Das Ziel des Vorhabens lag darin, die Bewertung der Auswirkungen eines zusätzlichen Wasserangebots während der Mast auf Tiergesundheit, Verhalten und Hygiene zu prüfen. Identifizierung und Erprobung von Parametern zur Indikatorbildung und als Instrument des Controllings - mit Fokus auf Mortalität, Fußballengesundheit , Arzneimitteleinsatz (Putencontrolling) Projektleitung Prof. Dr. R. Andersson Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in) K. Toppel (M.Sc.) P. Willmes (Dipl.-Ing. agr.) Projektkoordinator K. Toppel (M.Sc.) Kooperationspartner Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, Hochschule Osnabrück, Prof. Dr. agr. habil. G. Recke Projektdauer 1.03.2013-15.12.2014 Finanzierung Land Niedersachsen - Tierschutzplan Kontakt K.Toppel@hs-osnabrueck.de Zusammenfassung: Erfassung und Analyse der IST-Situation von Managementmaßnahmen im Hinblick auf Mortalität, Fußballengesundheit und Arzneimitteleinsatz Putenhaltender Betriebe. Die Daten wurden retrospektiv (z.B. am Schlachthof) erhoben. Anschließend folgte ein Soll-Ist-Vergleich (Controlling System): Mithilfe der erhobenen Indikatoren wurden frühzeitig Abweichungen von Sollwerten identifiziert und Korrekturmaßnahmen hinsichtlich Erfolg/ Kosten-Nutzen-Aspekten bewertet, um ein betriebsindividuell modifizierbares Frühwarnsystem zu entwickeln. Abschließend wurden bewährte Maßnahmen auf einer Plattform abgebildet und somit ein intra- und interdisziplinärer Wissenstransfer ermöglicht. Abschlussbericht Erprobung eines zusätzlichen Wasserangebotes für Pekingenten Projektleitung Prof. Dr. R. Andersson Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in) Lea Klambeck (TÄ) Kooperationspartner Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung Landwirtschaftskammer Niedersachsen Landwirte Projektdauer 01.11.2012 – 15.12.2014 Finanzierung Land Niedersachsen- Tierschutzplan Kontakt L.Klambeck@hs-osnabrueck.de Zusammenfassung: Nach Art. 11, Nr. 2 der Europaratsempfehlungen in Bezug auf Pekingenten (Ständiger Ausschuss des europäischen Übereinkommens zum Schutz von Tieren in landwirtschaftlichen Tierhaltungen, T-AP; 22. Juni 1999) muss Enten Zugang zu Badewasser gewährt werden. Ist dies nicht möglich, müssen Wasservorrichtungen zur Verfügung gestellt werden, die die Möglichkeit bieten, den Kopf mit Wasser zu bedecken sowie Wasser mit dem Schnabel aufzunehmen, um sich problemlos Wasser über den Körper schütten zu können. Den Enten muss die Möglichkeit gegeben sein, mit ihrem Kopf unter Wasser zu tauchen. Im Rahmen dieses Projektes sollte bewertet werden, welche Auswirkungen zusätzliche Wasserangebote auf den Gesundheitsstatus von konventionell gehaltenen Pekingmastenten und die Keimbelastung der Wasserangebote haben; weiterhin erfolgte eine ökonomische Bewertung, sowie die Evaluierung der Einstreufeuchte (Landwirtschaftskammer Niedersachsen). Im Rahmen des ML-Projektes „Zusätzliches Wasserangebot für Pekingenten“ (Tierschutzplan Niedersachsen) wurden auf zwei pekingentenhaltenden Betrieben in fünf Durchgängen Daten zum klinischen Erscheinungsbild der Tiere erhoben, um die Auswirkungen der zusätzlichen Wasserangebote auf die entsprechenden Parameter erfassen und bewerten zu können. Hierzu wurden den Tieren zusätzlich zu den herkömmlichen Nippeltränken zwei verschiedene Formen von zusätzlichen Wasserangeboten angeboten: Der Prototyp einer trichterförmigen Schalentränke als auch eine sogenannte Komfortzone mit Flachbecken wurden im Rahmen des Versuchs eingesetzt. Die grundsätzliche Eignung des Prototyps einer trichterförmigen Schalentränke nach Artikel 11, Nr. 2 der Europaratsempfehlungen in Bezug auf Pekingenten wurde unter kontrollierten Bedingungen im Rahmen einer Vorstudie an der Hochschule Osnabrück bestätigt. Auf zwei pekingentenhaltenden Betrieben, die mit zusätzlichen Wasserangeboten ausgestattet waren, wurden in fünf Durchgängen Daten zum klinischen Erscheinungsbild der Paddel, der Augen und Nasenlöcher sowie der Gefiederverschmutzung erhoben. Ziel waren die Erfassung und Auswertung der Auswirkungen der zusätzlichen Wasserangebote auf die entsprechenden Parameter. In jedem Durchgang fanden drei Betriebsbesuche statt, jeweils am Anfang, Mitte und Ende des Mastdurchgangs. Die Datengrundlage beläuft sich auf Daten von insgesamt 6.000 bonitierten Tieren. Zusätzlich wurden an jedem Boniturtermin Wasserproben aus allen Wasserangeboten entnommen. In einem externen Labor erfolgte eine mikrobiologische Untersuchung der Proben in Bezug auf die aerobe Gesamtkeimzahl sowie den Gehalt an E. coli. Die Wasserverbräuche an den jeweiligen Wasserangeboten wurden erfasst. Außerdem erfolgte eine Dokumentation der Futterverbräuche und der Verluste in jedem Durchgang. Das Management der Schalentränken (Abstand zwischen Boden und Trichter der Schalentränke, Füllhöhe des Steigrohrs sowie Füllhöhe der Tränkeschale) wurde im vierten und fünften Durchgang an jedem Boniturtermin erfasst. Die Frequentierung der Komfortzonen mit Flachbecken wurde während zwei Durchgängen durch Blaufärbung des Wassers am 35. Lebenstag der Tiere erhoben. Abschlussbericht Bedarfsorientierte Weiterbildung zum Nachweis und Erhalt aktueller Kenntnisse und Fähigkeiten für Fach und Führungskräfte in der niedersächsischen Geflügelwirtschaft-BeWeGe Projektleitung Prof. Dr. R. Andersson Prof. Dr. H. Grygo Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in) Dr. F. Kaufmann L. Klambeck (TÄ) Projektkoordinator Dr. F. Kaufmann Kooperationspartner Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, BSi Schwarzenbek, NGW-Niedersächsische Geflügelwirtschaft Landesverband e.V., Hochschule Osnabrück Projektdauer 01.07.2011 – 31.10.2014 Finanzierung EFRE, NBank Kontakt F.Kaufmann@hs-osnabrueck.de Zusammenfassung: Ein systematisches, praxisorientiertes Fort- und Weiterbildungsangebot für Firmen der Geflügelbranche ist am Markt bislang nicht existent. Die Etablierung eines solchen Systems ist nach erfolgreichem Abschluss des EFRE-Projektes ‚BeWeGe‘ (Bedarfsorientierte Weiterbildung von Fach- und Führungskräften in der Niedersächsischen Geflügelwirtschaft) die Zielsetzung der Hochschule Osnabrück, angesiedelt im Bereich „Studienschwerpunkt angewandte Geflügelwissenschaften – StanGe/ Offene Hochschule“. Sowohl in der Anzahl der Betriebe, der Hennenhaltungsplätze, als auch in der Anzahl der produzierten Eier befindet sich Niedersachsen im Bundesvergleich auf Produktionsplatz Nr. 1. Eine noch bedeutendere Rolle kommt Niedersachsen in der Geflügelfleischproduktion zu. Niedersachsen ist das Bundesland, in dem die meisten Hühner, Enten und Puten gehalten werden. Bei dieser hohen Viehdichte muss man sich in Niedersachsen nicht nur der erhöhten Seuchenrisiken und nachhaltigen Umweltauswirkungen (Umweltschutz), sondern auch einer besonderen Verantwortung gegenüber dem einzelnen Tier (Tierschutz) bewusst sein und entsprechende Konzepte entwickeln. Die Anforderungen an die landwirtschaftliche Produktion sind in den letzten Jahren höher, umfangreicher und differenzierter geworden um den gesellschaftlichen, rechtlichen und wirtschaftlichen Ansprüchen gerecht werden zu können. Insgesamt konnte die Qualität der Produkte, die Lebensmittelsicherheit, der Verbraucherschutz und die Tiergerechtheit deutlich verbessert werden. Um diese Qualitäten erhalten und weiter verbessern zu können, sind hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte sowie Mitarbeiter notwendig, die dauerhaft der Komplexität und Dynamik des Marktes gerecht werden. Neben der Aus-, Fort- und Weiterbildung aus persönlicher Motivation sieht der Gesetzgeber auch den Erwerb und Erhalt von definierten Kenntnissen und Fähigkeiten vor. Demnach ist der Qualifizierungsbedarf der derzeitigen Fach- und Führungskräfte vielfältig. Von den im Beruf stehenden Agraringenieuren werden zunehmend nicht nur produktionstechnische Kenntnisse und Fähigkeiten erwartet, sondern Mitarbeiterführung, Qualitäts- /Prozesssicherung sowie Produkthaftung gewinnen in der arbeitsteiligen Betriebsführung an Bedeutung. Das Projekt BeWeGe berücksichtigte neben den oben genannten Aspekten bei der Entwicklung von Kursen/ Kursstrukturen: - den Bedarf von Firmen/ Führungskräften/ Mitarbeitern - neueste rechtliche Rahmenbedingungen - im Tierschutzplan Niedersachsen verankerte Zielsetzungen - gesellschaftliche Entwicklungen und Anforderungen. Ergebnis ist das Konzept eines Fort- und Weiterbildungssystems mit Fortbildungslehrgängen in Abhängigkeit der Zielgruppen und entsprechender Bedarfe (z.T. beides gesetzlich vorgegeben): - BEPS Kurse (Basic Education in Poultry Science) - CEPS Kurse (Continuing Education in Poultry Science) Das modulare BeWeGe Fort- und Weiterbildungskonzept (vgl. Abbildung) mit seinen Fortbildungspunkten soll in ähnlicher Weise funktionieren, wie das der Human- und Veterinärmedizin (CME bzw. ATF). Jedoch basiert es in verschiedenen Bereichen zunächst auf der Grundlage einer freiwilligen Teilnahme und Etablierung am Markt. Eine Qualitätssicherung der Kurse durch externe Gremien wird auch in Zukunft erfolgen. Im Rahmen des Projektes wurde eine Weiterbildungsstruktur geschaffen, die es ermöglicht, alle Varianten/Arten an Kursen zu berücksichtigen und mit dem zukünftigen Ziel ‚berufsintergierender Master‘, zu verknüpfen. Das Gesamtkonzept ermöglicht die Kopplung von Lehre mit Fort- und Weiterbildung mit dem Ziel der Vermittlung von bescheinigten Kenntnissen und Fähigkeiten entweder als Fortbildungsnachweis und/oder durch Verknüpfung mehrerer Module, respektive Fortbildungseinheiten zu einem Hochschulabschluss (Offene Hochschule). Das Konzept des berufsintegrierenden Masterstudienganges (Arbeitstitel „Geflügelmanagement) ist erfolgreich von den Gremien der Hochschule geprüft und bestätigt worden. Noch vor Projektende wurde vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur die grundsätzliche Zustimmung zur Einleitung eines Akkreditierungsverfahrens erteilt und die Vereinbarkeit mit der Hochschulplanung des Landes als gegeben angesehen. Mast männlicher Legehybriden und Junghennenaufzucht in gemischt-geschlechtlicher Herde Projektleitung Prof. Dr. R. Andersson Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in) Dr. F. Kaufmann Projektkoordinator Dr. F. Kaufmann Kooperationspartner Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung Lohmann Tierzucht GmbH Hans-Peter Engels (Tatort Engels) Projektdauer 15.03.2012 – 31.12.2012 Finanzierung Land Niedersachsen Kontakt F.Kaufmann@hs-osnabrueck.de Zusammenfassung: Im Zuge der Weiterentwicklung des Tierschutzes in der Geflügelproduktion ist die Merzung der männlichen Legehybriden als Eintagsküken im Rahmen der Reproduktion von Legehennen aus ethischer Sicht kaum vertretbar. Da die Aufzucht jeder Legehenne mit dem Schlupf der gleichen Anzahl männlicher Legehybriden einhergeht, betrifft dieses Problem in Deutschland aktuell ca. 45 Mio. männliche Legehybriden. Davon fallen ca. 2 Mio. Tiere aufgrund der Aufstallung in der Ökologischen Landwirtschaft an. Die Geschlechtsbestimmung in-ovo und vor allem pre-incubationem ist zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund aufwendiger Techniken und Analyseverfahren und der notwendigen Manipulationen am Ei, die die Schlupf- und Überlebensrate der Embryos nachhaltig negativ beeinflussen, nicht praktikabel. Ein vielversprechenderer Ansatz zur Lösung des Dilemmas zwischen Ethik und Wirtschaftlichkeit kann die Etablierung eines Nischenmarktes für hochwertiges Hühnerfleisch darstellen, der auf einer Mast langsam wachsender männlicher Legehybriden basiert. Aus diesem Grund wurde die Mast männlicher Legehybriden in Mobilställen unter ökologischen Bedingungen als potentieller Lösungsansatz untersucht. Für den Versuch wurden im ersten Durchgang 3 Herden als Eintagsküken wie folgt aufgestallt: • Mobilstall 1: 515 Lohmann Brown classic (LB) Hähne • Mobilstall 2: 257 LB-Hennen und 258 LB-Hähne als Mischherde • Feststall: 174 LB Hähne als Vergleichsgruppe Die Mast erfolgte über 70 Tage unter einem 2-phasigen Fütterungsregime (ökologisch). In einem zweiten Durchgang (eine weitere ‚Feststallgruppe‘ mit anderer Genetik; nur Hähne) wurde zur Steigerung des Schlachtgewichts die Mastdauer auf 80 Tage verlängert. Nach 70-tägiger Mast wiesen die Tiere über die Versuchsgruppen hinweg ein mittleres Schlachtgewicht von 766 g auf. Durch eine 10-tägige Verlängerung der Mast in Durchgang 2 konnten die Schlachtgewichte auf 994 g gesteigert werden. Vor dem Hintergrund der vorzüglicheren Fleischqualität (im Vergleich zu ‚konventionellen‘, schnell wachsenden Broilern) ist mit einer solchen Konfektionierung der langsam wachsenden Tiere die Möglichkeit gegeben ein Qualitätsprodukt in einem Nischenmarkt zu positionieren. Erste Vermarktungskonzepte über die ‚gehobene‘ Gastronomie bestätigen dies. Eignung männlicher Leghybriden zur Mast Projektleitung Prof. Dr. R. Andersson Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in) Dr. F. Kaufmann Projektkoordinator Dr. F. Kaufmann Kooperationspartner Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung Lohmann Tierzucht GmbH Hans Peter Engels (Tatort Engels) Projektdauer 15.09.2011 – 31.12.2011 Finanzierung Land Niedersachsen Kontakt F.Kaufmann@hs-osnabrueck.de Zusammenfassung: Das Ziel des Projektes bestand darin, die Eignung männlicher Legehybriden zur Mast, unter den Bedingungen der Ökologischen Landwirtschaft, zu untersuchen. Dafür wurden 256 Lohmann Brown (LB) und 254 Lohmann Brown plus (LB+) als Eintagsküken und als Mischherde in einem modifizierten Mobilstall für Legehennen („Hümo 225“, Weiland) nach ökologischen Richtlinien aufgestallt und 70 Tage unter intensiver Nutzung eines Grünauslaufes gemästet. Die LB+ Tiere wurden bei Einstallung mittels Flügelmarke markiert. Die Tiere erhielten Zugang zu Futter und Wasser ad libitum. Während der Mastperiode erfolgte wöchentlich eine Wägung von 120 zufällig ausgewählten Tieren / Herkunft. Weiterhin wurde durch Ein- und Auswaage des Futters der Futterverbrauch ermittelt. Die gesamte Kohorte wurde nach 70-tägiger Mast geschlachtet und je 30 zufällig ausgewählte Tiere / Genetik einer Zerlegung zugeführt. Während des Prozesses erfolgte die Erfassung der Schlachtgewichte sowie der Gewichte und Anteile der Teilstücke. Die intakten Schlachtkörper wurden zum Abschluss im Rahmen eines 7-Gänge Menüs in der gehobenen Gastronomie verköstigt, um die Qualität und die sensorischen Eigenschaften des Fleisches und das Potential der männlichen Legehybriden zur Vermarktung als Delikatesse in einem Nischenmarkt zu überprüfen. Die Herkünfte LB und LB+ zeigten, über die gesamte Mastperiode hinweg, eine ähnliche Gewichtsentwicklung, wobei die Herkunft LB+ in der Tendenz und an drei Terminen signifikant (p ≤ 0,05; ANOVA) höhere Körpergewichte aufwiesen. Das mittlere Lebendgewicht der LB+ bzw. LB betrug am 49. Tag 752 bzw. 734 g (p = 0,0270), am 60. Tag 1082 bzw. 1074 g (p = 0,0301) und zum Ende der Mast (Tag 70) 1357 bzw. 1328 g (p = 0,0082). Über den 10-wöchigen Versuchszeitraum hinweg wiesen die Tiere der Herkunft LB+ mittlere tägliche Zunahme von 18,9 g und die Tiere der Herkunft LB von 18,4 g auf. Die LB+ Tiere wiesen ein etwas höheres Schlachtgewicht auf als die Herkunft LB (816 vs. 793 g). Auch bei den Gewichten und den prozentualen Anteilen der wertvollen Teilstücke (Brustfilets, Keulen) hinsichtlich der Schlachtkörperzusammensetzung war die Herkunft LB+ der Herkunft LB, in der Tendenz, überlegen. Eine ökonomische Betrachtung (Vollkostenrechnung) zeigte, dass das Kilogramm Schlachtkörper für ca. 10 Euro produziert werden kann. Wesentliche Mehrkosten verursachen die erhöhten Futterkosten aufgrund einer schlechten Futterverwertung und die hohen Investitionskosten pro Mastplatz für den Mobilstall. Der notwendige Preisaufschlag, um die gegenüber einer konventionellen Masthähnchenproduktion erhöhten Produktionskosten (Faktor 5) zu decken, kann vermutlich nur über eine direkte Vermarktung erzielt werden. Hier gilt es zwingend die regionale, ökologische Produktionsweise in Kombination mit dem Tierschutzaspekt, als Gesamtkonzept mit dem Verbraucher bzw. potentiellen Kunden zu kommunizieren.

weakening of bonds in water molecules as possible cause of ultra-low oxygen evolution potential. Small 23, 10655 doi:10.1002/smll.202310665 Ulbrich, N., Hanschen, F. S., Frieman, A., Daum, D., Rohn

weakening of bonds in water molecules as possible cause of ultra-low oxygen evolution potential. Small 23, 10655 doi:10.1002/smll.202310665 Ulbrich, N., Hanschen, F. S., Frieman, A., Daum, D., Rohn