Neuigkeiten und Veranstaltungen

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Unsere Innovationsorte (Innovation!Roots-Orte)

Nikolausmarkt am Hafen

So schmeckt Wissenschaft

Eine Aktion zum Mitmachen.
Der Selstar-Apfel enthält besonders viel Selen.
Für Gäste gab es nicht nur Wissen über Ernährung sondern auch die praktische Umsetzung.

(Osnabrück, 06.12.2023) Kekse essen im Namen der Wissenschaft: Der Nikolausmarkt am Osnabrücker Hafen bescherte Besuchern kulinarische wie intellektuelle Highlights. Die Veranstaltung lockte mit ihrem abwechslungsreichen Programm zahlreiche Gäste an. Zwischen Ständen von Wabe-Zentrum, Campusbier und kreativer Handwerkskunst kreierte das Teilvorhaben 3 des Projekts GROWTH eine gelungene Kombination aus süßen Leckereien und den passenden Wissenshappen.

Bei einer Kochaktion durften die Gäste selbst aktiv werden: Aus Mehl, Pflanzendrink und Äpfeln entstanden direkt vor Ort leckere Apfelküchlein. Die duftenden Leckereien sorgten nicht nur für viel Genuss, sondern ermöglichten durch die aktive Teilnahme auch eine praktische Lebensmittelbildung vor Ort. Zudem informierten sich die Besucher*innen am Stand nebenan über den Selstar-Apfel - einen Apfel, der besonders viel Selen enthält und so zu einer natürlichen Selenversorgung beitragen kann. Er entstand aus einem Projekt der Hochschule. Auch hier gab es neben vielen Informationen zudem die Gelegenheit, den Apfel zu verkosten.

Noch mehr Austausch gab es bei "S(ch)nacken mit Profs". Besucher*innen bekamen die Gelegenheit, Fragen mit Prof. Dr. Ulrich Enneking und Prof. Dr. Dorothee Straka zu klären. Von Äpfeln über Ernährung bis hin zu Vitaminmangel - in lockerer Atmosphäre entstanden spannende Gespräche.

Insgesamt zeichnete sich der Nikolausmarkt durch eine gelungene Kombination aus kulinarischem Genuss, Wissensaustausch und unterhaltsamen Aktivitäten aus. Die Besucher konnten nicht nur Süßes verkosten, sondern auch ihr Wissen erweitern und gleichzeitig die festliche Atmosphäre des Nikolausmarktes genießen.

GROWTH Convention

Zwischen Hightech und Natürlichkeit: die Zukunft der Ernährung

Die GROWTH Convention im Coppenrath Innovation Center.

(Osnabrück, 03.11.2023) Fleischersatz, neue Lebensmittel und nachhaltige Kantinen: Auf der ersten GROWTH Convention der Hochschule Osnabrück diskutierten rund 120 Gäste über die Zukunft der Ernährungswirtschaft.

Im neu eröffneten Innovatorium des Coppenrath Innovation Centers in Osnabrück brachten nicht nur Wissenschaftler*innen der Hochschule, sondern auch Vertreter*innen aus regionalen Unternehmen, Start-ups und Verbänden ihre Perspektiven ein.

„Der Wandel kommt und wir sind schon mittendrin“, beschrieb Hanni Rützler den Status quo der Ernährungsbranche. In ihrer Keynote auf der GROWTH Convention zeigte die Branchenexpertin auf, wie sich Trends entwickeln und auf die Wirtschaft auswirken. Dabei sticht ein Trend heraus: die Suche nach Alternativen zu Fleisch, Milch, Käse und inzwischen auch Lachs oder Ei. Ersatzprodukte aus Soja, aber auch aus Pilzen oder Präzisionsfermentation liegen schon in den Regalen. Der nächste große Coup: kultiviertes Fleisch. Als eine der ersten verkostete Rützler bereits 2013 einen Burger aus In-Vitro-Fleisch. Die ersten Zulassungen in Singapur und den USA gibt es heute bereits. Wann es in Deutschland soweit ist? „Das Rennen ist eröffnet“, so Rützler.

Erfahren Sie mehr.

 

 

Wie geht Resilienz im Ackerbau?

GROWTH startet mit erstem partizipativen Feldversuch

Traktor mit Direktsaatmaschine © Hochschule Osnabrück
Direktsaatmaschine im Einsatz ©Hochschule Osnabrück
Detailaufnahme der Direktsaatmaschine ©Hochschule Osnabrück

(Osnabrück, 12. Juli 2023) Mal ist es heiß und der Boden trocken, mal folgt ein Starkregen auf die Saat und schwemmt wertvollen Boden ab. Immer häufiger wird es schwierig, im Sommer nach der Getreideernte eine Zwischenfrucht erfolgreich zu etablieren. Ein Landwirt aus Lechtingen probiert nun eine neue Technik aus: die Direktsaat ohne jede Bodenbearbeitung, um so die Wasservorräte im Boden zu erhalten und das stabile Bodengefüge nicht zu stören.

Unterstützt wird er dabei durch die Hochschule Osnabrück, die im Teilvorhaben 3 „(Denk-) Räume für Innovationen“ gemeinsam mit Landwirten aus der Region innovative Lösungen zur Gestaltung von resilienten Agrarsystemen entwickeln möchte.

Unter optimalen Bedingungen wurde am Mittwoch den 12.07.2023 auf einem Feld in Lechtingen eine bunte Zwischenfruchtmischung aus Phazelia, Öllein, Sonnenblume, Kresse, Klee und vielen anderen Arten mit einer Direktsaatmaschine gesät. An dem offenen Transferformat nahmen 20 interessierte Landwirt*innen aus der Region, sowie Mitarbeitende aus dem Handel und der Landwirtschaftskammer teil.

Zum Vergleich wird daneben das betriebsübliche Verfahren zu sehen sein: Nach einer zweimaligen Stoppelbearbeitung mit dem Grubber soll die Zwischenfruchtmischung in zwei Wochen mit einer herkömmlichen Sämaschine eingesät werden.

Neben der technischen Fragestellung, ob die Direktsaatmaschine auch auf den steinigen Böden des Betriebes gute Ergebnisse erzielt, stehen Fragen zur Biomassebildung der Zwischenfrucht im Fokus. Denn umso besser sich die Zwischenfrucht entwickelt, umso mehr Nährstoffe werden aufgenommen und damit vor Auswaschung geschützt. Gleichzeitig kann dadurch mehr Humus gebildet und Bodenleben und Bodenstruktur positiv beeinflusst werden. Bis zum Ende der Vegetationsperiode sollen die beiden Verfahren miteinander verglichen werden.