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Projektlaufzeit:
01.09.2026 - 31.08.2028
Antragsteller/in:
Prof. Dr. Melanie Speck
Drittmittelgeber/Förderlinie:
BMLE
Fakultät:
Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur
Fördersumme:
350.419,58 €
Projektpartner intern:
Prof. Dr. Stefan Stiene
Projektpartner extern:
Universität Konstanz, Universität Göttingen
Projektzusammenfassung:

Im Rahmen des Forschungsvorhabens wird die Qualität der Verpflegung in Kindertagesstätten (Kitas) und Schulen bundesweit und möglichst repräsentativ erhoben. Da täglich rund 6 Millionen Kinder und Jugendliche an der Gemeinschaftsverpflegung in Kitas und Schulen teilnehmen und eine gesundheitsförderliche sowie ausgewogene Ernährung für ihre körperliche, kognitive und soziale Entwicklung von besonderer Bedeutung ist, sollen die gewonnenen Erkenntnisse dazu beitragen, die Verpflegungsangebote in Deutschland datenbasiert weiterzuentwickeln.
Im Zentrum des Vorhabens steht die Erhebung der Akzeptanz der Verpflegungsangebote beiden relevanten Zielgruppen, darunter Kinder und Jugendliche, Erziehungsberechtigte, Leitungs- und Trägerebene sowie Verpflegungsverantwortliche. Akzeptanz ist eine zentrale Voraussetzung für die Wirksamkeit von Verpflegungsangeboten, denn nur genutzte Angebote können ihre gesundheitsförderlichen, sozialen und nachhaltigkeitsbezogenen Potenziale realisie-
ren. Flächendeckend werden strukturelle und finanzielle Rahmenbedingungen der Einrichtungen sowie die externe Ernährungsumgebung erhoben. Das methodische Vorgehen kombiniert bundesweite Screening- und Befragungsansätze mit vertiefenden Analysen in ausgewählten Einrichtungen innerhalb einer Validierungsstichprobe. Der Umsetzungsgrad der DGE-Qualitätsstandards (DGE-QST), einschließlich Analysen von Nährwertprofilen (via DGExpert) und Nachhaltigkeitsindikatoren (via openLCA, unterstützt u. a. durch Datenbanken wie ecoinvent oder Agribalyse) wird anhand von Speisenplänen und Rezepturen in ausgewählten Einrichtungen unter Berücksichtigung betrieblicher Daten (z. B. Warenwirtschaftssysteme) untersucht.
Im gesamten Vorhaben werden KI-gestützte Verfahren, etwa zur Aufbereitung öffentlich verfügbarer Daten und zur Unterstützung standardisierter Analyseprozesse, geprüft und eingesetzt. Während des gesamten Projektverlaufs wird ein standardisiertes, kosteneffizientes und idealerweise langfristig wiederholbares Monitoring-Konzept für die Kita- und Schulverpflegung in Deutschland mitgedacht und entwickelt. Durch diese Tätigkeiten geht das Projekt über den Stand der aktuellen Forschung hinaus. Das zu entwickelnde Dashboardkonzept soll zentrale Ergebnisse und Datenstrukturen sichtbar machen und perspektivisch eine bundesweit ver-
gleichbare Fortschreibung des Monitorings der Verpflegungssituation in Kita und Schule in Deutschland unterstützen. Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens werden im 16. DGE-Ernährungsbericht veröffentlicht.

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