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Projektlaufzeit:
02.06.2026 - 29.05.2029
Antragsteller/in:
Prof. Dr. Heiner Westendarp
Drittmittelgeber/Förderlinie:
EIP Agri
Fakultät:
Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur (AuL)
Fördersumme:
121.242,28 €
Projektpartner extern:
Hof Ögens, Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik e. V. (DIL), Agravis
Projektzusammenfassung:

Die globale Landwirtschaft steht unter hohem Druck: Eine wachsende Weltbevölkerung trifft auf begrenzte Ackerflächen, während zugleich die Anforderungen an Klima und Umweltverträglichkeit steigen. In Niedersachsen macht Dauergrünland rund 28 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche aus und leistet einen wesentlichen Beitrag zum Schutz von Boden, Wasser, Klima und Biodiversität. In viehschwachen Regionen bleibt oft nur die Produktion von Heu oder Heulage, die häufig lediglich kostendeckend ist und daher keine verlässliche Perspektive bietet. Gleichzeitig basiert die Proteinversorgung in der Broilerfütterung überwiegend auf importiertem Sojaextraktionsschrot, dessen Anbau mit Entwaldung und Landnutzungsänderungen einhergeht. Da die Nährstoffe nicht an die Erzeugungsorte zurückgeführt werden, bleiben die Kreisläufe unvollständig, wodurch Ökosysteme und das Grundwasser belastet werden. Dauergründland braucht verlässliche wirtschaftliche Perspektiven und die Proteinversorgung muss regionaler und umweltvertraglicher werden.

Durch den Einsatz von Grünlandprotein in der Broilerfütterung wird das Potenzial von Dauergründland als Proteinquelle genutzt, ohne dass es in Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion steht. In aufgeschlossener Form ist es für Monogastrier verdaulich und weist eine günstige Aminosäurezusammensetzung auf. Wir begleiten die gesamte Prozesskette von der Grünlandbewirtschaftung bis zur Schlachtung und bewerten ökonomische wie ökologische Effekte.

Ziel ist es. den Landwirten in Niedersachsen eine fundierte Einschätzung darüber zu geben, ob Grünlandprotein eine tragfähige Alternative zu importiertem Sojaextraktionsschrot darstellt. So entstehen wirtschaftliche Anreize, die regionale Proteinversorgung wird gestärkt und Nährstoffkreisläufe werden geschlossen. Somit wird auch ein Beitrag zu einer umweltverträglicheren Landwirtschaft geleistet und klimarelevantes Dauergrünland bleibt erhalten.

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