Forschungsdatenbank
der Hochschule Osnabrück
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Fakultät
Drittmittelgeber
Forschungsschwerpunkte
Laufzeit
- Projektlaufzeit:
- 23.02.2026 - 17.05.2027
- Antragsteller/in:
- Prof. Dr. Hans-Jürgen Pfisterer
- Drittmittelgeber/Förderlinie:
- DBU Deutsche Bundesstiftung Umwelt
- Fakultät:
- Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik (IuI)
- Fördersumme:
- 73.126,00 €
- Projektpartner extern:
- TU Braunschweig, Institut für mobile Maschinen und Nutzfahrzeuge, Prof. Dr. Ludger Frerichs
- Projektzusammenfassung:
Landwirtschaftliche Betriebe tragen durch die Bereitstellung erneuerbarer Energie über ihre Photovoltaik-, Biogas- und Windkraftanlagen sowie durch den aufkommenden Einsatz alternativer Energieträger in den landwirtschaftlichen Maschinen (elektrische Hoflader, Futtermischwagen, …) wesentlich zum Erreichen der Klimaziele der Europäischen Union bei. Die zunehmende, aber unregelmäßige Einspeisung regenerativer Energie ins öffentliche Stromnetz und der volatile Eigenenergieverbrauch führt jedoch auch zu einer Belastung des Netzes. Allerdings lässt sich auf vielen landwirtschaftlichen Betrieben ein Potenzial sogenannten netzdienlichen Verhaltens finden. Im Rahmen des hier vorgeschlagenen Vorhabens soll dieses ermittelt und bewertet werden. Dazu wird zunächst der Status Quo an einem Beispielbetrieb in der Viehhaltung untersucht. Das Ziel dieser Arbeiten ist die Identifikation aller Energieflüsse, die täglich und im Jahresverlauf auftreten, wenn der Betrieb weitestgehend auf alternative Energieträger umgestellt würde. Die folgende Quantifizierung der Energieflüsse auf der Verbraucherseite (unter Berücksichtigung der betrieblichen Infrastruktur und Anlagen sowie landwirtschaftliche Maschinen) wird mit der am Institut für mobile Maschinen und Nutzfahrzeuge entwickelten Landwirtschaftlichen Verfahrenssimulation umgesetzt. Parallel wird die Angebotsseite durch die Hochschule Osnabrück untersucht. Mit einem Abgleich von Angebot und Nachfrage soll ein lokales Gleichgewicht durch Lastverschiebung möglich gemacht werden. Dabei werden außer durch Einflussnahme auf die klassischen Verbraucher auch Möglichkeiten einer Direktvermarktung von beispielsweise „E-Fahrzeugstrom“ und Speicherung von elektrischer Energie in Betracht gezogen. Neben der lokalen Optimierung wird die Teilnahme an der übergeordneten Primär- und Sekundärregelung des elektrischen Netzes untersucht. Auf Basis der Erzeuger- und Verbrauchersimulation wird evaluiert, welche technischen Gegebenheiten nötig wären, um im Falle eines Netzausfalls den Betrieb aufrechterhalten zu können sowie darüber hinaus eine dezentrale Unterstützung von Kräften der kritischen Infrastruktur sicherstellen zu können.
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