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News Laborbereich Kunststofftechnik Pressemitteilungen aus dem Jahr 2026 Juni: Hochschule Osnabrück besucht KUTENO/ KPA 2026 Die Gewinner (von links: Liam Nobis, Sven Böse, Arne Hilge und Matthis Lührmann) des diesjährigen KUTENO-Wettbewerbs „Coolste Innovation“ mit ihrer ausgezeichneten Innovation: Laser- & Ätzgravur von der Firma J. & F. Krüth. aus Solingen (Foto: Hochschule Osnabrück) Die Hochschule Osnabrück war in diesem Jahr wieder gemeinsam mit dem WIP-Kunststoffnetzwerk auf der Fachmesse KUTENO – Kunststofftechnik Nord bzw. der KPA – Kunststoff Produkte Aktuell 2026 in Bad Salzuflen vertreten. Die Messe gilt als zentrale Plattformen für die kunststoffverarbeitende Industrie in Norddeutschland und boten ideale Voraussetzungen für den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Am Messestand präsentierte die Hochschule Osnabrück aktuelle Forschungsprojekte, praxisnahe Dienstleistungen sowie ihr Studienangebot im Bereich Kunststofftechnik und angrenzender Ingenieurwissenschaften. Ziel des Messeauftritts war es, den Wissenstransfer zwischen Hochschule und Industrie weiter zu stärken und Kooperationen auszubauen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Thema Additive Fertigung. Unter dem Titel „Additive Fertigung – vom Prototyp bis zur mittleren Serie gibt es kaum Grenzen“ moderierte Thorsten Krumpholz eine Fachveranstaltung, die innovative Entwicklungen in diesem Zukunftsfeld beleuchtete. Im Rahmen des Programms hielt der wissenschaftliche Mitarbeiter Niklas Söll den Vortrag „Simulation und Berechnung des gradierten Werkstoffverhaltens additiv gefertigter Kunststoffbauteile“. Auch der wissenschaftliche Nachwuchs war aktiv eingebunden: Rund 30 Studierende der Hochschule Osnabrück besuchten am zweiten Messetag die Ausstellung mit einer besonderen Aufgabe, sie sollten die „coolste Innovation“ der Messe identifizieren. Nach intensiver Begutachtung zahlreicher Technologien fiel die Wahl auf J. & F. Krüth Laser- & Ätzgravur aus Solingen. Das Unternehmen überzeugte mit einer innovativen Lösung zur Erzeugung besonders sanfter Oberflächen an Spritzgussbauteilen, direkt aus der Form und ohne zusätzliche Nachbearbeitung. Entdeckt wurde die Innovation von den Studierenden Matthis Lührmann, Liam Nobis, Arne Hilge und Sven Böse. Als Anerkennung für ihre Auswahl erhielten sie ein einjähriges kostenloses Abonnement der K-Zeitung. Juni: MINT-Sommerakademie 2026 in der Kunststofftechnik: Schülerinnen und Schüler drucken eigene Ideen Schülerinnen und Schüler bei der MINT-Sommerakademie, in der Verarbeitungshalle der Kunststofftechnik (Foto: Hochschule Osnabrück) Von den Schülerinnen und Schülern selbst entworfene und im 3D-Druckverfahren gefertigte Bauteile. (Foto: Hochschule Osnabrück) Der Fachbereich Kunststoff-CAE der Hochschule Osnabrück unter der Leitung von Prof. Dr. Thorsten Krumpholz beteiligte sich auch in diesem Jahr an der MINT-Sommerakademie Osnabrück. Im Rahmen eines Workshops erhielten Schülerinnen und Schüler der achten Jahrgangsstufe spannende Einblicke in die Welt des 3D-Drucks und dessen Verbindung mit Künstlicher Intelligenz (KI). Unter der Leitung von Raoul Houchangnia starteten die Teilnehmenden nach einer kurzen Einführung direkt mit der praktischen Arbeit. Mithilfe der CAD-Software Fusion 360 entwickelten sie eigene digitale Modelle und setzten ihre kreativen Ideen um. Dabei entstanden unter anderem Aufbewahrungsboxen, Miniaturmöbel, Fanartikel sowie ein kleines Fahrzeug. Nach Abschluss der Konstruktionsphase lernten die Schülerinnen und Schüler, wie digitale Modelle für den 3D-Druck vorbereitet werden und welche Aspekte bei der Fertigung zu beachten sind. Während die Drucker die entworfenen Objekte produzierten, wurden aktuelle Themen der additiven Fertigung diskutiert. Im Fokus standen dabei die Potenziale des 3D-Drucks für mehr Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sowie die Möglichkeiten, Künstliche Intelligenz bei der Erstellung und Optimierung von Druckdateien einzusetzen. Den Abschluss des Workshops bildete eine Besichtigung der Laborräume des Fachbereichs Kunststofftechnik. Dabei erhielten die Teilnehmenden zudem erste Einblicke in den neuen Studiengang „ Nachhaltige Materialtechnologie und Produktentwicklung “. Die MINT-Sommerakademie Osnabrück ist eine gemeinsame Initiative des Schüler-Forschungszentrums (SFZ) Osnabrück, der Hochschule Osnabrück, der Universität Osnabrück sowie zahlreicher Gymnasien der Region. Ziel der Veranstaltung ist es, Schülerinnen und Schüler frühzeitig für Themen aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu begeistern und ihnen praxisnahe Einblicke in entsprechende Studien- und Berufsfelder zu ermöglichen. März: MINT-Tag am Gymnasium Marianum Meppen Hochschulmitarbeiter Henning Korte (1. v.l.) und Raoul Houchangnia (2. v.l.) vermittelten Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Marianum in Meppen praxisnahe Einblicke in die Welt der additiven Fertigung. (Foto: Hochschule Osnabrück) Am Gymnasium Marianum Meppen fand am 20. Februar 2026 erneut ein MINT-Tag statt, der Schülerinnen und Schülern praxisnahe Einblicke in naturwissenschaftlich-technische Themen ermöglichte. Bereits zum zweiten Mal war der Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück vertreten. Die Teilnahme wurde durch den ehemaligen Schüler Henning Korte initiiert. Gemeinsam mit Raoul Houchangnia vermittelte er den Teilnehmenden erste Einblicke in die Welt der additiven Fertigung. Im Mittelpunkt standen moderne 3D-Drucktechnologien sowie deren vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Neben einer fundierten theoretischen Einführung erhielten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, selbst aktiv zu werden: Sie erstellten eigene CAD-Modelle und durchliefen die notwendigen Schritte zur Vorbereitung und Umsetzung im 3D-Druck. Dabei wurden auch zentrale Aspekte wie Datenaufbereitung, geeignete Druckparameter sowie typische Fehlerquellen praxisnah behandelt. Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war die nachhaltige Unterstützung des Gymnasiums: Um die erworbenen Kenntnisse langfristig im Unterricht zu verankern und weiter auszubauen, wurde der Schule ein 3D-Drucker als dauerhafte Leihgabe zur Verfügung gestellt. Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz (Sprecher des Laborbereichs Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück) betonte die Bedeutung dieser Initiative: „Durch die Leihgabe erhalten die Schülerinnen und Schüler künftig die Möglichkeit, das Gelernte direkt anzuwenden, eigene Projekte umzusetzen und innovative Ideen praktisch zu erproben. Vielleicht berücksichtigen sie diese Erfahrungen auch bei ihrer Studienwahl – beispielsweise im Studiengang Nachhaltige Materialtechnologie und Produktentwicklung an der Hochschule Osnabrück.“ Der MINT-Tag unterstreicht die enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Hochschule und zeigt, wie praxisorientierte Bildungsangebote junge Menschen frühzeitig für technische und naturwissenschaftliche Berufsfelder begeistern können. März: Technologietag Hein – auch in diesem Jahr ein voller Erfolg! Das „Team Kunststofftechnik“ der Hochschule Osnabrück zusammen mit Alexander Hein, Geschäftsführer des Ingenieurbüro Hein und Organisator der Veranstaltung (2. v.l.), sowie Berit Bartram (1. v.l.); Koordinatorin des Wissens- und Innovationsnetzwerkes Polymertechnik (WIP), Laborbereichssprecher Kunststofftechnik, Hochschule Osnabrück Prof. Dr. Thorsten Krumpholz (1. v.r.) (Foto: Hochschule Osnabrück / Pia Lienesch) Der Technologietag Hein am 12.03. bot spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Innovationen der Kunststoffbranche. Fachvorträge sowie zahlreiche Aussteller*innen vermittelten einen umfassenden Überblick über den Stand der Technik. Über 50 Studierende der Studiengänge Industrial Product Design und Kunststofftechnik nutzten im Rahmen einer Exkursion diese Möglichkeit, um sich mit aktuellen Themen der Kunststoffindustrie zu beschäftigen und in den fachlichen Austausch mit Vertreter*innen aus Unternehmen der Praxis zu treten. Darüber hinaus präsentierte sich die Hochschule Osnabrück mit einem eigenen Stand, der durch den Fachbereich Kunststofftechnik organisiert wurde. Hier bot sich die Gelegenheit, über aktuelle Forschungsaktivitäten ins Gespräch zu kommen und das Netzwerk zwischen Hochschule und Industrie weiter zu stärken. Ein besonderer Dank gilt dem Konstruktionsbüro Hein für die Einladung zur Veranstaltung sowie die Unterstützung bei der Anreise unserer Studierenden. März: Hochschule Osnabrück auf der KUTENO 2026 vertreten Vom 09. bis 11. Juni 2026 wird der Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück an der KUTENO – Kunststofftechnik Nord teilnehmen. Die Fachmesse zählt zu den bedeutenden Branchentreffen der kunststoffverarbeitenden Industrie in Norddeutschland und bietet eine zentrale Plattform für den Austausch zwischen Unternehmen, Forschung und Nachwuchskräften. Wie in den vergangenen Jahren, ist die Hochschule Osnabrück mit einem eigenen Messestand vertreten. Dort werden aktuelle Forschungsprojekte aus der Kunststofftechnik präsentiert und der Dialog mit Industriepartnerinnen und -partnern gezielt gefördert. Ziel ist es, bestehende Kooperationen weiter auszubauen und neue Impulse für gemeinsame Entwicklungen zu setzen. Mit rund 50 Studierenden aus der Kunststofftechnik sowie dem neuen Studiengang „Nachhaltige Materialtechnologie und Produktentwicklung“ reist die Hochschule Osnabrück zur Messe. Die Exkursion ermöglicht den Studierenden praxisnahe Einblicke in aktuelle Trends, innovative Materialien und moderne Verarbeitungstechnologien. Ein besonderer Programmpunkt ist erneut der Wettbewerb um die „coolste Innovation“: In Kleingruppen erkunden die Studierenden die Messe, analysieren ausgewählte Exponate und bewerten diese im Hinblick auf Innovationsgrad, Nachhaltigkeit und Anwendungsrelevanz. Mit ihrer Teilnahme an der KUTENO 2026 unterstreicht die Hochschule Osnabrück ihre praxisnahe Lehre sowie die enge Verzahnung von Wissenschaft und Industrie im Bereich der Kunststofftechnik. Weitere Informationen hier Februar: Fachveranstaltung zur neuen EU-Pellet Loss Verordnung Teilnahme an der Veranstaltung zur EU-Pellet Loss Verordnung durch Benjamin Donath (Bild: Hochschule Osnabrück) Fachveranstaltung vom WIP und VCI (Bild: Hochschule Osnabrück) Am 24.02.2026 hatte unser Studierender und Kollege Benjamin Donath die Gelegenheit, an einer Fachveranstaltung von WIP und VCI zur neuen EU-Pellet Loss Verordnung zur Vermeidung von Kunststoffgranulat-Verlusten teilzunehmen. Die Diskussion hat gezeigt: Viele Unternehmen beschäftigen sich aktuell mit der Frage, ob und in welchem Umfang sie von den neuen Anforderungen betroffen sind und welche organisatorischen und technischen Maßnahmen erforderlich werden. Als Hochschule bieten wir Unternehmen gerne an, im Nachgang gemeinsam einen strukturierten Fragebogen durchzugehen, um die unternehmensspezifische Betroffenheit systematisch zu analysieren. Darüber hinaus bieten wir Unterstützung im Bereich Life Cycle Assessment (LCA) an. Ansprechpartner für Rückfragen und Austausch: Benjamin C. J. Donath (Benjamin.Donath@hs-osnabrueck.de) Februar: Einladung Info-Tag Praxisverbund-Studium an der HS Osnabrück Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit laden wir Sie seitens der Laborbereiche „Kunststofftechnik“ und „Materialdesign und Werkstoffzuverlässigkeit“ der Hochschule Osnabrück zur Informationsveranstaltung zum Studiengang „Nachhaltige Materialtechnologie und Produktentwicklung im Praxisverbund an der HS Osnabrück“ ein, um über die Vorteile eines Praxisverbund-Studiums für Unternehmen zu informieren. Die Veranstaltung findet am Dienstag, den 24.02.2026 um 14:30 Uhr an der HS Osnabrück (Gebäude SH) statt. Wir möchten Sie umfassend über unser Angebot des Praxisverbund-Studiums im Allgemeinen und insbesondere über die Änderungen und Ergänzungen der Inhalte im Vergleich zum bisherigen Angebot „Kunststofftechnik im Praxisverbund (KPV)“ informieren, darunter der verstärkte Fokus auf die Themenfelder „Nachhaltigkeit“ und „Digitalisierung“. Neben der Vertiefung „Kunststofftechnik“ ist seit dem Wintersemester 2025/2026 dieses Praxisverbund-Studium auch mit der Vertiefung „Metallische Werkstoffe“ möglich. Agendapunkte (vorläufig): · Vorstellung der Laborbereiche · Detaillierte Vorstellung des Studiengangs „Nachhaltige Materialtechnologie und Produktentwicklung im Praxisverbund“ mit den Vertiefungsrichtungen „Kunststofftechnik“ und „Metallische Werkstoffe“ · Erfahrungsbericht aus Unternehmen · Kurzvorstellung: Neuer Mantelstudiengang „Ingenieurwissenschaften“ als Möglichkeit zur Nachwuchsgewinnung · Kurzvorstellung: Projekt „Escape-Room“ Mit der Veranstaltung möchten wir die Chancen, die ein Praxisverbund-Studium bieten kann, vorstellen und mit Ihnen diskutieren. Dabei heißen wir sowohl die Unternehmen willkommen, die bereits seit langem das Praxisverbund-Studium kennen und nutzen als auch jene, die sich diese Art der Ausbildung zukünftig vorstellen könnten. Im direkten Nachgang laden wir Sie herzlich zu „Bier & Würstchen“ ein. Nutzen sie die Gelegenheit, um mit anderen Unternehmensvertreter*innen in Kontakt zu kommen und uns aus den beiden Laborbereichen der HS Osnabrück besser kennenzulernen. Bitte geben Sie uns bis zum 13.02.2026 eine Rückmeldung, ob Sie dabei sein werden, an: m.susoff@hs-osnabrueck.de Wir freuen uns schon jetzt auf Ihr Kommen! Viele Grüße Prof. Dr. Markus Susoff (Studiengangsbeauftragter) Prof. Dr. Javad Mola (Laborbereichssprecher Materialdesign und Werkstoffzuverlässigkeit) Prof. Dr-Ing. Thorsten Krumpholz (Laborbereichssprecher Kunststofftechnik) Januar: Dreifach ausgezeichnet: Studierende der Hochschule Osnabrück werden Bezirks-, Landes- und Bundesbeste Christopher Daldrup, Jonas Kruse und Max Baumtrog haben bei Abschlussprüfungen der Industrie- und Handelskammer Spitzenplätze erreicht (Osnabrück, 29. Januar 2026) Drei Studierende der Hochschule Osnabrück haben in diesem Jahr bei der Abschlussprüfung der Industrie- und Handelskamme (IHK) ihre Ausbildung im Rahmen ihres ausbildungs- bzw. berufsbegleitenden Studiums mit Auszeichnung abgeschlossen. In ihren jeweiligen Fachrichtungen wurden die Studenten Bezirks-, Landes- und Bundesbeste. Christopher Daldrup, Jonas Kruse und Max Baumtrog studieren Nachhaltige Materialtechnologie und Produktentwicklung im Praxisverbund. Der ausbildungs- bzw. berufsbegleitend Studiengang verbindet ein ingenieurwissenschaftliches Studium mit einer betrieblichen Ausbildung. Besonders häufig absolvieren Studierende parallel eine Ausbildung zur oder zum Kunststoff- und Kautschuktechnolog*in, daneben bestehen weitere Möglichkeiten etwa im Technischen Produktdesign oder in der Werkstoffprüfung. Studierende mit Bestleistungen in Ausbildung und Studium Christopher Daldrup, Auszubildender bei der Georg Utz GmbH in Schüttdorf, wurde als bester Kunststoff- und Kautschuktechnologe (Fachrichtung Formteile) im IHK-Bezirk Osnabrück, Emsland und Grafschaft Bentheim ausgezeichnet. Jonas Kruse, der bei der Röchling Industrial SE & Co. KG in Haren (Ems) seine Ausbildung absolviert, erreichte die Bestleistung in Niedersachsen in der Fachrichtung Halbzeuge. Max Baumtrog von der Pöppelmann Kunststoff-Technik GmbH & Co. KG in Lohne wurde bundesweit als bester Kunststoff- und Kautschuktechnologe (Fachrichtung Formteile) geehrt. Damit ist er nicht nur der erste Auszubildene aus dem Unternehmen Pöppelmann, sondern auch der erste Studierende der Hochschule Osnabrück, der diese Auszeichnung auf nationaler Ebene in diesem Fachbereich erhält. „Alle drei Studierenden zeigen nicht nur in der Ausbildung, sondern auch im Studium herausragende Leistungen. Ihre Erfolge unterstreichen die hohe Qualität des ausbildungs- bzw. berufsbegleitenden Studienangebots der Hochschule Osnabrück, das Ausbildung und akademische Ausbildung nahtlos verbindet“, sagt Prof. Dr-Ing. Thorsten Krumpholz, Professor für Kunststofftechnik, insb. CAE und Faserverbundkunststoffe an der Hochschule Osnabrück. Weitere Informationen Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz Hochschule Osnabrück Tel.: +49 541 969 7132 E-Mail: t.krumpholz@hs-osnabrueck.de Gratulation: Die ausgezeichneten Studierenden mit ihren Lehrenden aus dem Laborbereich Kunststofftechnik (v.l) Prof. Dr. Markus Susoff, Christopher Daldrup, Max Baumtrog, Jonas Kruse, Prof. Dr.-Ing. Cathrin Schröder und Prof. Dr-Ing. Thorsten Krumpholz (Foto: Hochschule Osnabrück). Pressemitteilungen aus dem Jahr 2025 Juni: Hochschule Osnabrück besucht KUTENO 2025 Innovation und Vernetzung in der Kunststofftechnik (Osnabrück, 16.06.2025) Die Hochschule Osnabrück besuchte in diesem Jahr erneut die KUTENO - Kunststofftechnik Nord 2025, eine der führenden Fachmessen für die Kunststoffverarbeitende Industrie im norddeutschen Raum. Die Hochschule Osnabrück nutzte die Messe, um aktuelle Forschungsprojekte aus der Kunststofftechnik zu präsentieren und in den Dialog mit den Industriepartner*innen zu treten, um den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu intensivieren. Gemeinsam mit dem wip Kunststoffe Netzwerk präsentierte die Hochschule dazu ihre neusten Entwicklungen an einem eigenen Stand. Ein Schwerpunkt der Messe war der Themenblock „Automatisierung & Robotik in der Kunststoffverarbeitung“, moderiert von Prof. Dr.- Ing. Thorsten Krumpholz von der Hochschule Osnabrück. Hier wurden aktuelle Trends und Technologien thematisiert, die die Effizienz und Präzision in der Kunststoffproduktion steigern. Studierenden-Exkursion und Wettbewerb Eine Exkursion von rund 50 Studierenden der Kunststofftechnik am zweiten Messetag setzte gezielt auf Innovation. In Kleingruppen erkundeten die Studierenden die Messe und bewerteten zahlreiche Exponate im Wettbewerb um die, „Coolste Innovation“. Nach intensiver Diskussion fiel die Wahl auf die OSPHIM App, die durch ihren praktischen Nutzen und Innovationsgrad überzeugte. Die Gewinnergruppe – Anna-Lena Kerst, Liam Nobis, Sven Böse, Marten Bünger und Arne Hilge – präsentierte die App mit einer fachlichen fundierten Begründung und zeigte, wie zukunftsfähig Softwarelösungen den Werkzeugbau revolutionieren können Weitere Informationen . Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz Hochschule Osnabrück Tel.: +49 541 969 7132 E-Mail: t.krumpholz@hs-osnabrueck.de Studierende und Lehrende aus dem Bereich Kunststofftechnik der Hochschule besuchten die Messe für Kunststofftechnik (Foto. Hochschule Osnabrück). Die Gewinnergruppe des Wettbewerbs (v.l.): Marten Bünger, Liam Nobis, Sven Böse, Arne Hilge, Anna-Lena Kerst) (Foto. Hochschule Osnabrück). Mai: MINT-Sommerakademie 2025 in der Kunststofftechnik – Schüler*innen drucken eigene Ideen MINT-Sommerakademie 2025 in der Kunststofftechnik – Schüler*innen drucken eigene Ideen Der Fachbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück war auch in diesem Jahr aktiver Teil der MINT-Sommerakademie Osnabrück. Im Rahmen eines Workshops erhielten Schülerinnen und Schüler der achten Jahrgangsstufe erste Einblicke in die Welt des 3D-Drucks. Nach einer Begrüßung durch Prof. Dr. Thorsten Krumpholz, Professor für Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück, konnten die Teilnehmenden zunächst den Laborbereich erkunden. Ein besonderes Highlight war dabei die Besichtigung eines vollständig 3D-gedruckten Windkanals, der die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten additiver Fertigung auf anschauliche Weise demonstrierte. Angeleitet durch Raoul Houchangnia arbeiteten die Jugendlichen anschließend mit der CAD-Software Fusion 360 und konstruierten eigene 3D-Modelle. Dabei entstanden kreative und vielfältige Objekte, unter anderem eine Gitarre, Fabeltiere und Häuser, die später direkt auf 3D-Druckern produziert wurden. Die fertigen Modelle durften die Teilnehmenden schließlich mit nach Hause nehmen. Neben der technischen Umsetzung stand auch die Nachhaltigkeit im Fokus. Die Jugendlichen erfuhren, wie der 3D-Druck zur Ressourcenschonung beitragen kann, etwa durch die gezielte Herstellung individueller Ersatzteile und eine materialeffiziente Produktion. Die MINT-Sommerakademie Osnabrück ist eine gemeinsame Initiative des Schüler-Forschungszentrums (SFZ) Osnabrück, der Universität und Hochschule Osnabrück sowie zahlreicher Gymnasien aus der Region. Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern frühzeitig Einblicke in naturwissenschaftlich-technische Studiengänge zu ermöglichen und sie für Themen aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT ) zu begeistern. März: Technologietag Hein Der Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück stellt aus. Studierende lernen Kunststoffindustrie persönlich kennen. In der Brandboxx in Hannover-Langenhagen fand der Technologietag Hein statt. Die Veranstaltung ist eine Plattform zur Darstellung aktueller Entwicklungen und Innovationen in der Kunststoffbranche. Zahlreiche Fachvorträge und Messeaussteller*innen gewähren einen umfassenden Einblick in den Stand der Technik. Niklas Söll, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Team von Prof. Krumpholz an der Hochschule Osnabrück, stellte das Forschungsprojekt AMSim vor und erläuterte in einem Fachvortrag die Orthotropie von 3D-gedruckten Bauteilen unter Einbeziehung aktueller Forschungsergebnisse zur additiven Fertigung. Studierende der Studiengänge Industrial Produkt Design, Kunststofftechnik und Angewandte Werkstoffwissenschaften der Hochschule Osnabrück reisten für die Veranstaltung nach Hannover. Ihre Teilnahme ermöglichte einen intensiven fachlichen Austausch zwischen akademischem Nachwuchs und Industrievertreter*innen. Zusätzlich war ein Stand der Hochschule Osnabrück vertreten, der durch den Fachbereich Kunststofftechnik organisiert wurde und den Dialog zwischen Forschung und Praxis förderte. Das Konstruktionsbüro Hein war Organisator der Veranstaltung und hat die Reise der Studierenden finanziell unterstützt. Das „Team Kunststofftechnik“ der Hochschule Osnabrück zusammen mit Alexander Hein, Geschäftsführer des Ingenieurbüro Hein und Organisator der Veranstaltung (1. v.r.), sowie Berit Bartram (2. v.l.); Koordinatorin des Wissens- und Innovationsnetzwerkes Polymertechnik (WIP), Vorstandsvorsitzender des WIP Prof. Dr. Thorsten Krumpholz (1. v.r.) und Niklas Söll (3. v.l.), der den Fachvortrag zum 3D-Druck gehalten hat. Marco Schoemaker (5. v.r.) hat die Busfahrt mit den Studierenden organisiert (Foto: Hochschule Osnabrück / Simona Bednarek) Februar: Besuch der 57. Gartenbauwissenschaftliche Tagung am 28.02. und 01.03.2025 in Essen Die 57. Gartenbauwissenschaftliche Tagung der deutschen Gartenwissenschaftlichen Gesellschaft und des Bundesverbands der Hochschulabsolventen/Ingenieure Gartenbau und Landschaftsarchitektur fand dieses Jahr vom 26.02-01.03.2025 in Essen statt – und wir waren dabei. Die Tagung hatte als Hauptthema Sicherung von qualifizierten Arbeitskräften. Vorträge reichten jedoch von Qualität im geschützten Anbau bis hin zu Innovative Ansätze im Gartenbau. Jannis Lüking und Susanna Herrmann aus dem Projekt HYDROFARM@material, ein Kooperationsprojekt zwischen IuI und AuL, stellten auf der Postersession ihr Poster mit dem Titel „HYDROFARM@material Pflanze-Material Interaktion: Richtlinien für einen innovativen und nachhaltigen Materialeinsatz in hydroponischen Produktionssystemen“ vor. Das Poster regte einen intensiven Austausch an rund um die Thematik vom Kunststoffeinsatz in hydroponischen Systemen und die daran verknüpften Anforderungen und Risiken. Susanna Herrmann und Jannis Lüking auf der 57. Gartenbauwissenschaftlichen Tagung (Foto: Hochschule Osnabrück) Pressemitteilungen aus dem Jahr 2024 November: 34. Materials Day an der Hochschule Osnabrück Kunststofftechnik und metallische Werkstoffe im Fokus der Fachtagung Im November fand der 34. Materials Day an der Hochschule Osnabrück statt. Die gemeinsame Veranstaltung der VDI-Arbeitskreise Werkstofftechnik und Kunststofftechnik, des Technologiezentrums TECHNOS und des wip-Kunststoffe (Wissens- und Innovationsnetzwerks Polymertechnik)richtet sich insbesondere an ehemalige, aktuelle und zukünftige Studierende sowie an Partner*innen aus der Kunststoffindustrie. Mehr als 100 Teilnehmende, darunter zahlreiche Fachleute aus Industrie und Forschung sowie interessierte Studierende haben in diesem Jahr teilgenommen und die Fachtagung als Möglichkeit für den Wissensaustausch und die Vernetzung genutzt. Unternehmen haben die Chanche durch verschiedene Formate wie beispielsweise Vorträge direkt mit interessierten Studierenden in Kontakt zu treten. Studierende können auf der anderen Seite nach Angeboten für Bachelor- oder Masterarbeiten oder Jobmöglichkeiten suchen. Die Veranstaltung startete unter der Moderation von Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz, der die erste Hälfte des Programms leitete. In diesem Abschnitt standen Vorträge aus dem Bereich der Kunststofftechnik im Mittelpunkt. Unter anderem stellte Niklas Söll das Forschungsprojekt AMSim vor, das sich mit innovativen Ansätzen zur Struktursimulation additiv gefertigter Bauteile beschäftigt. Die zweite Hälfte des Materials Day stand moderierte Dr.-Ing. Alexander Giertler, Leiter des VDI-Arbeitskreises Werkstofftechnik. Im Mittelpunkt standen dabei Untersuchungen metallischer Werkstoffe und deren Einsatz in Hightech-Anwendungen. Die Vorträge boten Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse und innovative Entwicklungen, die die zentrale Rolle dieser Werkstoffe in der modernen Industrie unterstrichen. Die Verantwortlichen zeigten sich am Ende der Veranstaltung äußerst zufrieden: Der Materials Day habe sich erneut als wertvolle Plattform für den Austausch zwischen Forschung, Lehre und Praxis bewährt. Ein herzlicher Dank gilt allen Referent*innen und Organisator*innen, deren Engagement maßgeblich zum Erfolg dieser inspirierenden Veranstaltung beigetragen habe, so Krumpholz.Organisiert wird der Materials Day von den Laborbereichen Kunststofftechnik und Materialdesign und Werkstoffzuverlässigkeit der Hochschule Osnabrück.Weitere Informationen zu vergangenen und zukünftigen Veranstaltungen sind auf der Webseite der Hochschule Osnabrück zu finden. Organisatoren, Aussteller und Referenten des 34. VDI Materials Day an der Hochschule Osnabrück v.l.n.r.: Marius Adler, Dr.-Ing. Alexander Giertler, Abdullah Alghafri, Michael Überwasser, Niklas Söll, Matthias Kern, Jörg Frahn, Thorsten Krumpholz August: Einladung zum Techniktag an der Hochschule Osnabrück Multisensorik und Computertomographie in der Kunststofftechnik (Osnabrück, 22. August 2024) Der Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück lädt gemeinsam mit Werth Messtechnik GmbH zum Techniktag rund um die Qualitätssicherung von Kunststoffbauteilen mittels Multisensorik und Computertomographie ein. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 18. September, im Innovation Center Osnabrück (ICO) statt. Fachleute und Interessierte erhalten an diesem Tag umfassende Einblicke in die modernen Möglichkeiten der Multisensorik und Computertomographie in der Kunststofftechnik. Besonders hervorgehoben wird die Anwendung der Computertomographie bei der Vollvermessung sowohl in der Erstabmusterung als auch in der Serienproduktion. Mithilfe digitaler Zwillinge der Bauteile wird eine schnelle und gezielte Optimierung des Spritzguss- Werkzeugs und der Prozessparameter ermöglicht. In der Serienproduktion lassen sich schleichende Abweichungen in der Geometrie oder Fehlstellen wie Lunker umfassend erfassen und frühzeitig vermeiden. Bei nicht erwünschten Schadensfällen unterstützt die Computertomographie in Kombination mit weiteren Analysemethoden bei der zügigen und präzisen Ursachenfindung. Der Techniktag bietet den Teilnehmenden auch die Möglichkeit zu erfahren, welche Messtechnik – ob Multisensorik oder Computertomographie – für den jeweiligen Anwendungsfall in der Qualitätssicherung allgemein und speziell in der Kunststofftechnik am besten geeignet ist. Zudem können Besucher*innen ihre eigenen Kunststoffbauteile mitbringen, die dann direkt vor Ort vermessen werden. So erhalten sie einen ersten individuellen Eindruck von dieser innovativen Messtechnik. Die Hochschule Osnabrück verfügt über einen Computertomographen mit zwei Röhren, die sowohl für Übersichtsmessungen als auch für höchste Auflösungen genutzt werden können, um beispielsweise kleinste Fehlstellen oder Fasern zu erkennen. „Der Techniktag ist eine hervorragende Gelegenheit, die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Computertomographie in der Kunststofftechnik kennenzulernen und davon zu profitieren. Wir freuen uns auf den Austausch mit unseren Gästen und die Vorstellung unserer neuesten technischen Innovationen“, so Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz, Sprecher des Laborbereichs Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück. Programm: 09:30 – 09:45 Begrüßung durch den Gastgeber Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz, Laborbereich Kunststofftechnik, Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik, Hochschule Osnabrück 09:45 – 10:15 Computertomografie (CT) in der Kunststofftechnik – Vollvermessung für Erstabmusterung, Serie, Schadensfall Henning Korte, Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz, Laborbereich Kunststofftechnik, Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik, Hochschule Osnabrück 10:15 – 10:45 Kaffeepause und Austausch 1 0:45 – 11:15 CT-Vermessung des Tellerseparator-Tellers TB AS100E von Hengst Filtration mit dem Werth-TomoScope® XS Martin Kinzler, Teamleiter Qualitätsmanagement Mess- und Prüftechnik, Dr. Klaus Kleinhölter, Team Qualitätsmanagement Mess- und Prüftechnik, Hengst SE, Münster 11:15 – 12:00 Werth Koordinatenmesstechnik mit Multisensorik und CT – Maßstab für schnelle und genaue Messungen Andreas Flechtmann, Vertriebsleiter D/A/CH, Werth Messtechnik GmbH, Gießen 12:30 – 13:15 Mittagspause und Austausch 13:15 – 13:45 Laborrundgang 13:45 – 17:00 Individuelle Beratung unserer Anwender zu Erweiterung und Aufrüstmöglichkeiten von Bestandsgeräten 13:45 – 17:00 Individuelle Testmessungen mit Multisensorik und Computertomografie an Ihren Werkstücken Kontakt und Anmeldung: Für die Anmeldung, Rückfragen oder weitere Informationen wenden Sie sich bitte gerne per Mail an: Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz Hochschule Osnabrück Laborbereich Kunststofftechnik Albrechtstraße 30 49076 Osnabrück Tel.: 0541 969 7132 t.krumpholz@hs-osnabrueck.de Veranstaltungsort: ICO InnovationsCentrum Osnabrück GmbH Raum: Edison Albert-Einstein-Str. 1 49076 Osnabrück (Foto: Hochschule Osnabrück) Juli: Zwei duale Studentinnen der Hochschule Osnabrück mit dem Günter-Schwank-Preis ausgezeichnet Preisträgerinnen Lilly Möllmann (rechts) und Katharina Lüllmann (mitte), Gratulation vom Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück durch Thorsten Krumpholz (Foto: Pro-K Industrieverband langlebige Kunststoffprodukte und Mehrwegsysteme e. V.) Lilly Möllmann und Katharina Lüllmann gehören zu den zehn bundesbesten Absolvent*innen der Ausbildung zur Kunststoff- und Kautschuktechnologen*in. Sie studieren im Rahmen ihrer dualen Ausbildung Kunststofftechnik im Praxisverbund an der Hochschule Osnabrück. Aus über 1.200 Absolvent*innen sind Lilly Möllmann und Katharina Lüllmann zwei der Besten und wurden für ihre Leistung mit dem Günter-Schwank-Preis ausgezeichnet. Im Rahmen ihrer dualen Ausbildung studieren die beiden an der Hochschule Osnabrück den Studiendang „Kunststofftechnik im Praxisverbund (KPV)“ und machen bei dem Unternehmen Pöppelmann gleichzeitig ihre Ausbildung zur Kunststoff- und Kautschuktechnologenin. Der Günter-Schwank-Preis wird jährlich von der K-Messe, der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV), der Industrieverband langlebige Kunststoffprodukte und Mehrwegsysteme (pro-K) und der Fachzeitschrift Kunststoffe verleihen. Seit 2001 werden mit dem Nachwuchspreis jährlich die zehn bundesbesten Absolvent*innen ausgezeichnet. Von Seiten der Hochschule Osnabrück gratulierte Prof. Dr. Thorsten Krumpholz auch im Namen seiner Kolleg*innen aus dem Bereich Kunststofftechnik Prof. Dr. Svea Petersen, Prof. Dr. Cathrin Schröder sowie Prof. Dr. Markus Susoff zu dieser hervorragenden Leistung: „Ich bin wirklich stolz, dass Iso engagierte Studentinnen bei uns im Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück studiert und wir sie auf dem Weg zu diesem großen Erfolg begleiten und unterstützen durften.“ Hintergrund Günter Schwank (* 1. Juni 1931; † 14. August 2019) war ein deutscher Pionier der kunststoffverarbeitenden Industrie. Sein besonderes Augenmerk galt insbesondere der Nachwuchsförderung in der Kunststoffindustrie. In seiner Amtszeit als Präsident des GKV initiierte er 2000, anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Verbandes einen Nachwuchspreis. In Anerkennung und Würdigung seines herausragenden Engagements wurde der Nachwuchspreis 2020 zum Günter-Schwank-Ausbildungspreis umbenannt. Juli: Additive Fertigung als Chance für den Mittelstand Hochschule Osnabrück präsentiert Forschungsprojekt AMSim bei Werkstatt-Gespräch Die Hochschule Osnabrück veranstaltete in Kooperation mit Niedersachsen ADDITIV, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Osnabrücker Land (WIGOS) und der BÖWER GmbHein Werkstatt-Gespräch zum Thema "Additive Fertigung als Chance für den Mittelstand". Das Format bietet interessierten Teilnehmenden die Möglichkeit, sich über die Potenziale und Anwendungsmöglichkeiten der additiven Fertigung zu informieren und auszutauschen. Nach einer Begrüßung durch Andrea Frosch von WIGOS sowie Anja und Stefan Böwer von der BÖWER GmbH folgerten Vorträge verschiedener Referent*innen, eine Podiumsdiskussion mit Expert*innen sowie eine Demonstration von aktuellen 3D-Druck Projekten aus dem Unternehmen BÖWER. Unter den Vortragenden war David Diring, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hochschule Osnabrück. Diring referierte über die aktuellen Untersuchungen und Ergebnisse aus dem laufenden Forschungsprojekt AMSim - Auslegung und Simulation unverstärkter und faserverstärkter Kunststoffbauteile mittels additiver Fertigung. Höhepunkt der Veranstaltung waren eine Podiumsdiskussion mit Stefan Böwer von der BÖWER GmbH, Eduard Siemens von EWOQE GmbH & Co. KG, Nils Pöhler von der JW Verpackungstechnik GmbH aus Georgsmarienhütte und Prof. Dr. Thorsten Krumpholz, von dem Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück. Hierbei wurden unter der leitenden Moderation von Prof. Henning Ahlers von der LZH Laser Akademie GmbH unter anderem Herausforderungen, Anwendungsbereiche und Lösungsansätze in der Praxis des 3D-Drucks thematisiert. Die Gespräche boten den Teilnehmenden wertvolle Einblicke und praxisnahe Informationen darüber, wie additive Fertigung erfolgreich in der Wirtschaft, Industrie und Lehre umgesetzt werden kann. Prof. Dr. Thorsten Krumpholz (rechts) und Wissenschaftlicher Mitarbeiter David Diring(links) vertraten auf der Veranstaltung die Hochschule Osnabrück und den LaborbereichKunststofftechnik (Bild: Heiko Brinkmann, Vacopro GmbH) Unter der Moderation von Prof. Henning Ahlers beantworten die Experten Fragen rundum die additive Fertigung (von links): Nils Pöhler (JW Verpackungstechnik GmbH); EduardSiemens (EWOQE GmbH & Co. KG); Prof. Dr. Thorsten Krumpholz (HochschuleOsnabrück); Stefan Böwer (BÖWER GmbH); Prof. Henning Ahlers (LZH Laser AkademieGmbH) (Bild: David Diring, Hochschule Osnabrück) Juni: Innovative Entwicklungen und nachhaltige Lösungen in der Kunststofftechnik Die 25. Kunststofftagung an der Hochschule Osnabrück nimmt Zukunftsthemen der Branche in den Fokus. Im Juni fand die 25. Fachtagung „Fortschritte in der Kunststofftechnik – Theorie und Praxis“ an der Hochschule Osnabrück statt. Fachleute aus Wirtschaft und Wissenschaft befassten sich dabei mit Fragen, die nicht nur technisch, sondern auch gesellschaftlich hochrelevant sind. Es ging um Strategien und Zukunftstrends vor allem in den Bereichen Kreislaufführung und Nachhaltigkeit. Weitere Themen waren aktuelle Entwicklungen und Innovationen wie zum Beispiel neue Lehrformate zum einfachen Einstieg in das Thema Nachhaltigkeit oder Produktionsplanung mittels Virtual Reality. Kreislaufwirtschaft, Mehrwegsysteme und Biokunststoffe Auch nach 25 Jahren zeigte die jährliche Fachtagung das enorme Zukunftspotenzial der Kunststofftechnik auf. In elf Vorträgen stellten Expert*innen den aktuellen Stand der Technologie in ihren Fachgebieten dar. Dr. Alexander Kronimus von Plastics Europe stellt das Zielbild der Kunststofferzeuger für eine klimaneutrale Kreislaufwirtschaft dar. Weiter wurde über allgemeine Herausforderungen bei der Kreislaufführung und Mehrwegsystemen, die End-of-Life Vehicles Directive sowie die PFAS(Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen)-Debatte und deren Auswirkungen auf die Kunststoffverarbeitung und über beständige Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe für Langzeitanwendungen diskutiert. Die begleitende Fachausstellung bot eine gute Plattform für den fachlichen Austausch in den Pausen. Die Tagungsleiter, Prof. Dr. Svea Petersen und Prof. Dr. Thorsten Krumpholz, freuten sich über das große Interesse an der Veranstaltung. Die etwa 120 Teilnehmenden zeigten sich ausgesprochen zufrieden mit der Auswahl der Themen und der Qualität der Vorträge. Ein Höhepunkt war wie immer der Vorabend der Tagung. In festlichem Rahmen wurde „25 Jahre Kunststofftagung“ gefeiert. Eine spannende Talkrunde mit unterschiedlichen Akteur*innen der Tagung von den Anfängen bis heute sowie der inspirierende Vortrag zum Thema „Entscheiden!“ von dem ehemalige DFB-Schiedsrichter Lutz Wagner lieferten einen hervorragenden Start für den geselligen Abend mit angeregten Diskussionen. Nachfrage nach Fachkräften groß Die Veranstaltung zeigt das große Interesse an der Kunststofftechnik und die Vielfalt der möglichen Tätigkeitsbereiche. Es besteht ein hoher Bedarf an Kunststofftechnik-Fachleuten in der Industrie. Die Hochschule Osnabrück trägt mit den Studiengängen Kunststofftechnik sowie Kunststofftechnik im Praxisverbund dazu bei, Fachkräfte auszubilden, insbesondere in der Region, aber auch weit darüber hinaus. Wer Interesse an einem Ingenieurstudium der Kunststofftechnik mit Bachelorabschluss an der Hochschule Osnabrück hat, kann sich bis zum 15. Juli um einen Studienplatz bewerben. Für Absolvent*innen einschlägiger Bachelorstudiengänge steht der Master „Angewandte Werkstoffwissenschaften“ mit der Vertiefung „Polymerwerkstoffe“ offen. Auch hier ist die Bewerbungsfrist für das kommende Wintersemester der 15. Juli. Weitere Informationen zum Studium und zur Bewerbung sind auf der Webseite der Hochschule zu finden. Weitere Informationen Prof. Dr. Thorsten Krumpholz t.krumpholz@hs-osnabrueck.de +49 541 969 17132 Referent*innen der 25. Kunststofftagung und das Professor*innenteam des Laborbereichs Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück freuten sich über das große Interesse der Gäste an den Zukunftsthemen der Branche (Bild: Hochschule Osnabrück / Angela von Brill) Juni: 33. Materials Day an der Hochschule Osnabrück Innovative Impulse und interdisziplinärer Dialog für die Werkstofftechnik (Osnabrück, 25. Juni 2024) An der Hochschule Osnabrück fand der 33. VDI Materials Day als gemeinsame Veranstaltung des Arbeitskreises Werkstofftechnik und Kunststofftechnik des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI), des Technologiezentrums TECHNOS und des wip-Kunststoffe Wissens- und Innovationsnetzwerks Polymertechnik statt. Die Veranstaltung bot für ehemalige, aktuelle und zukünftige Studierende sowie Kooperationspartner*innen der Hochschule Osnabrück eine Plattform, um sich über die neuesten Entwicklungen und Trends in der Werkstofftechnik auszutauschen. Etwa 70 Teilnehmende nahmen am Materials Dayteill.. Spannenden Vorträgen, die aktuelle Themen der Werkstofftechnik beleuchteten und Einblicke in innovative Forschungsergebnisse und industrielle Anwendungen gaben,boten den Teilnehmenden wertvolle Impulse und förderten den interdisziplinären Dialog zwischen Wissenschaft und Industrie. Zudem bietet die Veranstaltung eine Gelegenheit, um über den Tellerrand hinauszuschauen, neue Kontakte zu knüpfen,, wertvolle Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte zu gewinnen und potenzielle berufliche Perspektiven zu erkunden. Ein herzlicher Dank gilt allen Referent*innen und Organisator*innen, die zum Erfolg dieser Veranstaltung beigetragen haben. Teilnehmende der Hochschule Osnabrück am Materials Day (Foto: Hochschule Osnabrück) Juni: Polymerchemie auf der IdeenExpo Vom 08. bis zum 16.06.2024 fand die IdeenExpo auf dem Messegelände in Hannover statt. Die Jugendmesse für Technik und Naturwissenschaften läuft ganz nach dem Motto „Mach doch einfach mit“ und bietet den Jugendlichen die Möglichkeit an verschiedenen Stationen die Experimente aus verschiedenen MINT- Berufen durchzuführen. Die Hochschulen in Osnabrück hatten die Gelegenheit die Jugendlichen an zwei Ständen von einem Studium zu begeistern. Mit zwei Exponaten waren wir Teil des Standes in der Halle mit dem Titel „Healthy Planet“. Die Exponate sollten einen Einblick in die Herausforderungen von Kunststoffen in der Medizintechnik bieten. Die Plasma- Behandlung ist ein gutes Beispiel, welche Möglichkeiten mit Kunststoffen besonders in der Medizintechnik bieten. So kritisch Kunststoffe für die junge Generation sind, so waren wir uns hier doch alle einig: Kunststoffe sind in der Medizin nicht wegzudenken und sind in diesem Einsatzgebiet ein Material der Zukunft. Da wir als Laborbereich Teil der Lösung und nicht Teil des Problems sein wollen, beschäftigen wir uns über unterschiedliche Wege mit dem Thema Nachhaltigkeit. Sei es das Thema Design for Recycling oder in diesem Fall die Analyse von Recyclaten, wie hier über die Titration. So haben wir gemeinsam mit den Schüler*innen Kunststoffoberflächen mit Atmosphärendruckplasma verändert und mittels Komplexometrischer Titration den Calcium- Gehalt bestimmt. Neben den vielen spannenden Exponaten, boten Stars wie Nico Santos und Cro ein ganz besonderes Ende einzelner Messetage. Plasma-Behandlung von Kunststoffoberflächen am ersten Messetag (Foto: Hochschule Osnabrück) Besuch von Dr. Andreas Philippi, Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung in Niedersachen, an unserem Stand (Foto: Hochschule Osnabrück) Tolle Unterstützung durch unsere Studierenden machte eine erfolgreiche Messe möglich (Foto: Hochschule Osnabrück) Juni: Info-Tag zum dualen Studium Neuer Studiengang im Bereich Kunststofftechnik: Nachhaltige Materialtechnologie und Produktentwicklung (NPV) (Osnabrück, 12. Juni 2024) Die Hochschule Osnabrück aktualisiert ihre dualen Studienangebote und stellte die Änderungen sowie einen neuen Studiengang auf der Informationsveranstaltung „Duales Studium an der HS Osnabrück“ vor. Vertreter*innen von circa 30 Unternehmen aus der Region durfte die Hochschule zur Veranstaltung begrüßen. Die Professor*innen der Studiengänge Kunststofftechnik, Informatik, Werkstofftechnik, Maschinenbau und Elektrotechnik stellten den Unternehmensvertreter*innen zunächst die möglichen dualen Studienmodelle vor. Der Laborbereich Kunststofftechnik stellte in diesem Zuge das Konzept des neu zu akkreditierenden Studiengangs „Nachhaltige Materialtechnologie und Produktentwicklung“ vor. Dieser bietet die Möglichkeit eines Vollzeitstudiums und eines dualen Studiums (NPV). Insbesondere die Schlüsselthemen „Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft“ sowie „Digitalisierung“ werden zukünftig verstärkt ihren Platz im Curriculum des Studiengangs finden. Als langjähriger Partner des früheren Kunststofftechnik im Praxisverbund- Modells, ab 2025 dann NPV, fungiert das Unternehmen Pöppelmann GmbH & Co. KG aus Lohne, das schon seit 20 Jahren aktiv Studierende gemeinsam mit der HS Osnabrück im dualen Studium ausbilden. Reinhold Blömer, Leiter der gewerblichen Ausbildung und des dualen Studiums bei Pöppelmann, konnte durch seine Erfahrung sinnvolle Hinweise aus Unternehmenssicht geben. Besonders zu dem Aspekt Produktentwicklung gab es positives Feedback von Unternehmensseite. Abschließend konnte Prof. Dr. Alexander. Schmehmann als Vizepräsident für Studium und Lehre die gesetzlichen Änderungen aufzeigen und den Weg der Hochschule hin zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit darlegen. Im Nachgang wurden alle Teilnehmer*innen zu kalten Getränken eingeladen, um den informativen Nachmittag in lockerer Atmosphäre bei guten Gesprächen und Sonnenschein ausklingen zu lassen. Tanja Ollermann als Mitarbeiterin des Studiendekanats zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz der regionalen, kunststoffverarbeitenden Industrie. Auch die Organisatoren Prof. Dr. Thorsten Krumpholz als Laborbereichssprecher und Prof. Dr. Markus Susoff als Studiengangsbeauftragter zogen eine durchweg positive Bilanz. „Auf die Unternehmen der Kunststofftechnik ist wie immer Verlass“, sagte Thorsten Krumpholz mit Blick auf das sehr große Interesse und die Teilnehmerzahl aus diesem Bereich. Weitere Informationen zum neuen NPV-Modell erhalten sie bei Prof. Dr. Markus Susoff. BU: Vertreter*innen aus circa 30 Unternehmen nahmen an der Informationsveranstaltung rund um die dualen Angebote der Hochschule teil (Foto: Hochschule Osnabrück). Mai: CampusNight Am 30.05.2024 von 17 bis 20 Uhr fand die CampusNight statt – und der Laborbereich Kunststofftechnik öffnete seine Tore für studieninteressierte Jugendliche. Die neugierigen Schüler*innen konnten ins Studierendenleben hineinschnuppern zum Beispiel im Rahmen von einer Mini-Vorlesung von Prof. Dr. Markus Susoff zum Thema „Wann sind Kunststoffe sinnvoll und wie findet man dies heraus?“. Auch die praktische Anwendung in Form von 3D-Druck sowie der Herstellung von Einkaufschips aus recycelten Flaschendeckeln gab es für die Schüler*innen zu entdecken. Reger Austausch fand auch rund um das Gewinnspiel statt, bei dem die Anzahl von Granulatkörnern in einem Glas geschätzt werden sollten. Auch dabei zeigte sich schon, wie viele verschiedene Ansätze es für diese Frage gibt und wie kreativ die Jugend ist. Am Ende durften wir einen erfolgreichen Abend mit der Krönung von drei stolzen Gewinner*innen abschließen. Vorlesung Thema „Wann sind Kunststoffe sinnvoll und wie findet man dies heraus?“ von Prof. Dr. Markus Susoff (Foto: Hochschule Osnabrück) Versuch Elefantenzahnpasta zog viele Interessierte an (Foto: Hochschule Osnabrück) Gewinner/-innen des Gewinnspiels (Foto: Hochschule Osnabrück Mai: Erfolgreiche Exkursion zur KUTENO 2024 Die Hochschule Osnabrück war in diesem Jahr zum sechsten Mal mit ihrem Laborbereich Kunststofftechnik auf der renommierten Messe Kunststofftechnik Nord (KUTENO) vertreten, die in Rheda-Wiedenbrück stattfand. Die Studierenden aus dem Bereich Kunststofftechnik nutzten die Chance die neuesten Entwicklungen und Innovationen der Branche zu entdecken und besuchten die Messe unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz und Hannelore Schmidt. Ein Highlight dieser Exkursion war ein kreatives Gewinnspiel, bei dem die Studierenden die „beste Innovation der Messe“ finden sollten. Den ersten Platz belegten Pia Linesch und Jonas Döpelheuer mit ihrer Entdeckung eines biobasierten Kunststoffmaterials, das aus Abfallprodukten von Cellulosematerialien hergestellt wird. Diese nachhaltige Innovation hat das Potenzial, einen bedeutenden Beitrag zur Kreislaufwirtschaft zu leisten. Ein weiterer Höhepunkt war die Moderation des Vortragsblocks zum Thema „Automatisierung in der Kunststoffproduktion“ durch Thorsten Krumpholz. Dieses für die Zukunft äußerst wichtige Thema zog viele Interessierte an. Der Dank geht an die Mitarbeitenden des Laborbereichs Kunststofftechnik und das Organisationsteam der KUTENO, die diese Exkursion ermöglicht haben. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden waren durchweg positiv und viele freuen sich bereits auf den nächsten Besuch. Teilnehmenden der Studierendenexkursion zur KUTENO 2024 zusammen mit Lehrenden des Laborbereiches Kunststofftechnik (Foto: Hochschule Osnabrück) Gewinnner*innen des Gewinnspiels zur "besten Innovation der Messe" Pia Linesch und Jonas Döpelheuer (Foto: Hochschule Osnabrück) Mai: Wissenschaftsshow mit Joachim Hecker bringt Schüler*innen und Unternehmen zusammen Spannend und informativ geht es zu, wenn der Science-Entertainer Joachim Hecker in der Wissenschaftsshow „BAM! BOOM! BANG!“ durch knallige und feurige Experimente zeigt, wie beeindruckend Naturwissenschaften und Technik sein können. Auf Einladung des Kunststoffnetzwerks Ems-Achse wird er am Dienstag, 4. Juni 2024, im Nordhorner Konzert- und Theatersaal (Ootmarsumer Weg 14) das Publikum mit seiner Show begeistern. Die Veranstaltung ist kostenfrei und richtet sich an Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte und Interessierte darüber hinaus. Kann es Feuer unter Wasser geben? Kann man Muskeln hörbar machen? Wie funktioniert ein menschlicher Stromkreis und warum tragen Astronauten Windeln? Fragen wie diese beantwortet Dipl.-Ing. Joachim Hecker. Als Wissenschafts-Journalist und Science-Entertainer reist er mit seinen Shows um die ganze Welt und produziert mitunter Beiträge für die „Sendung mit der Maus“. Mit seinen Experimenten ermöglicht er Schülerinnen und Schülern, Naturwissenschaften von ihrer spannenden Seite und als mögliches Berufsfeld kennenzulernen. „Wir möchten zeigen, wie vielseitig Wissenschaft und Technik sind und bei den Jugendlichen Interesse für die Kunststoffbranche wecken“, so Thorsten Heilker, Netzwerkmanager des Kunststoffnetzwerks Ems-Achse. Austausch mit Unternehmen der Kunststoffbranche: Die Show wird begleitet durch Infostände regionaler Unternehmen im Foyer des Konzert- und Theatersaals. Sie informieren über verschiedene Ausbildungsberufe sowie über die guten Perspektiven in der Branche und stehen für Gespräche zur Verfügung. Bereits ab 16 Uhr sind die Türen geöffnet, um schon vor der Show in Kontakt mit den Unternehmen kommen zu können. Weitere Gespräche sind während der Pause möglich. Kunststoffnetzwerk Ems-Achse: Das Kunststoffnetzwerk Ems-Achse ist in der Wirtschaftsförderung des Landkreises Grafschaft Bentheim angesiedelt und ermöglicht einen kostenfreien Besuch der Wissenschaftsshow „BAM! BOOM! BANG!“. Eine vorherige Anmeldung ist bis zum 4. Juni 2024 möglich. Alle Informationen und den Link zur Anmeldung finden Interessierte auf www.starke-kunststoffe.de . Anmeldungen von größeren Gruppen oder Schulklassen nimmt das Kunststoffnetzwerk Ems-Achse per E-Mail an kunststoffnetzwerk@grafschaft.de entgegen. Eine weitere Vorstellung findet am Donnerstag, 30. Mai 2024, im Theater an der Blinke in Leer statt. Wissenschafts-Entertainer Joachim Hecker zeigt am 4. Juni 2024 im Nordhorner Konzert- und Theatersaal, wie unterhaltsam und lehrreich Naturwissenschaften sind. (Foto: Volker Hartmann/ FUNKE Foto Services) Wissenschafts-Entertainer Joachim Hecker (Foto: Juliane Bukowski/ Lichtbildpalast) April: Laborbereich Kunststofftechnik beim 7. Kunststoffforum NordWest Einfach machen! So lautete das Motto des 7. Kunststoffforums NordWest am 25.04.2024 ausgerichtet vom DK Kunststoff-Service auf dem Gelände des UNESCO-Welterbens Zollverein in Essen. Im Rahmen der Tagung tauschen sich Experten aus der Wirtschaft und Wissenschaft zu den neusten Entwicklungen und Trends im Kunststoffbereich aus. Die Fachtagung bot spannende Vorträge und Diskussionen zu Themen vom Upcycling von Regranulaten über Hochleistungscompounds, die Wärme leiten wie Metall, bis hin zum ressourcenschonenden Spritzgießen. Bild v.l.n.r: Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz und Susanna Herrmann (Foto: Hochschule Osnabrück) April: Girls & Boys Day Ein Handystativ aus recyceltem Kunststoff“ – so lautete das diesjährige Thema in der Kunststofftechnik. Die Mädchen erforschten zunächst in den Laboren für Polymerchemie, welche Kunststoffe sich im gelben Sack befinden und wie man Kunststoffe mit einfachen Hilfsmitteln erkennen kann. Mit den „richtigen“ Kunststoffen ausgestattet, konstruierten sie ihre individuelle Handyhalterung. Diese wurden im Labor für Kunststoffverarbeitung im 3D Druck hergestellt. Vor dem Einsatz wurden die Einzelteile noch im Labor für Kunststoffprüfung auf Herz und Nieren geprüft. Die Mädchen waren sehr interessiert und mit Begeisterung in den Workshops, so die diesjährigen Betreuer*innen Dirk Bröker, Lennart Herwing, Hannelore Schmidt und Ralf Schwegmann. Die Mädchen und Ralf Schwegmann an der handbetriebnen Kniehebelmaschine (Foto: Hochschule Osnabrück) Zusammenbau der Handyhalterung und Kennenlernen von Prof. Dr. Cathrin Schröder (Foto: Hochschule Osnabrück) Beginn des Tages im Labor für Polymerchemie unter der Leitung von Hannelore Schmidt (Foto: Hochschule Osnabrück) April: Hochschule Osnabrück ist Wegbereiter für E-Learning in der beruflichen Weiterbildung (Osnabrück, 22. April 2024) Zwei Jahre haben die Projektpartner intensiv gearbeitet. Jetzt werden die Ergebnisse Stück für Stück sichtbar. Im Projekt ZirPOL haben sich Prof. Dr. Thorsten Krumpholz, Professor für Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück, mit seinem Team aus dem Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule und der E-Learning Pionier Tech2Know vorgenommen, ein neues Kapitel für die berufliche Weiterbildung in der Kunststoffbranche aufzuschlagen. Dabei lautete die Kernfrage des Projektes: Welches Knowhow benötigen Konstrukteur*innen, Entwickler*innen, Projektleitungen und Entscheider*innen zukünftig, um nachhaltige und kreislauffähige Produkte entwickeln zu können? Neue Anforderungen an Fachkräfte durch Kreislaufwirtschaft Der Übergang zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft stellt völlig neue Anforderungen an die Vorgehensweisen und Entscheidungen in den Produktentwicklungsprozessen. Alle beteiligten Personen sind gefordert, sich mit neuen Themen auseinanderzusetzen und neues Wissen aufzubauen. Der steigende Fachkräftemangel verschärft die Herausforderungen. Daher war den Projektpartnern bereits zu Beginn klar, dass nur moderne E-Learning Lernformen in der Lage sind, den wachsenden berufsbegleitenden Weiterbildungsbedarf in der Breite effizient zu decken. Insgesamt vier Abschlussarbeiten hat Stephan Krebeck, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Osnabrück, im Rahmen des Projektes betreut. Schließlich gelten die bekannten Konstruktionsregeln für die kunststoffgerechte Konstruktion auch weiterhin, es kommen aber neue Regeln hinzu, wodurch die Komplexität in der Entwicklung steigt. Konstrukteur*innen müssen zukünftig die Entsorgung bereits mitdenken und je nach Produkt entscheiden, welche Lösung nachhaltig und gleichzeitig wirtschaftlich ist. Die Methoden zur Bewertung von Nachhaltigkeit, beispielsweise eine Ökobilanzierung, die CO2-Footprint-Berechnung oder Produkt-Zertifizierungen existieren bereits, sind aber den meisten Fachleuten aus der Kunststofftechnik nicht in der nötigen Tiefe bekannt. Bislang war das ein Thema für Spezialist*innen. Zukünftig wird es zu einem Standard-Werkzeug in der Produktentwicklung. Testphase erfolgreich Die Hochschule Osnabrück hat daher eine umfangreiche Sammlung an Inhalten erstellt, die der E-Learning Spezialist Tech2Know nutzt, um insgesamt fünf neue E-Learning Kurse zu erstellen. Die Prototypen- und Pilot-Phase ist bereits erfolgreich abgeschlossen, in der sowohl Studierende als auch ausgewählte Unternehmen die Kurse testen und Feedback an die Projektpartner geben konnten. Dabei lobten alle Testenden die gewählte Lernform als enorm flexibel und damit hocheffizient in den Arbeitsalltag integrierbar und gleichzeitig die mediale Umsetzung als sehr attraktiv und gelungen. Der Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück nutzt die Projektergebnisse in der Beratung und in bilateralen Projekten mit der Industrie. Auch in die Lehre werden die Ergebnisse einfließen. Detaillierte Informationen zu den neuen Kursen und den geplanten Veröffentlichungsterminen finden Interessierte auf www.tech2know.de . Hintergrund Das Projekt ZirPOL wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Rahmen des Förderprogramms „Innovationsprogramm für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen (IGP)“ gefördert. Weitere Informationen Prof. Dr. Thorsten Krumpholz Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik Kunststofftechnik Telefon: 0541 969 7132 E-Mail: t.krumpholz@hs-osnabrueck.de Die ZirPOL-Projektpartner (v.l.): Dr. Marco Thornagel, Prof. Dr. ThorstenKrumpholz und Stephan Krebeck (Foto: Krebeck). April: Kick-Off Meeting des Projektes HYDROFARM@material Am 16.04.2024 fiel der Startschuss im von der VW-Stiftung zunkunft.niedersachsen geförderten Projekt HYDROFARM@material – Pflanze-Material Interaktion – Richtlinien für einen innovativen und nachhaltigen Materialieneinsatz in hydroponischen Pflanzenproduktionssystemen. Gemeinsam wollen die Arbeitsgruppe Growing Knowledge und der Laborbereich Kunststofftechnik an hochmodernen hydroponischen Pflanzenproduktionssystemen den Einfluss der eingesetzten Kunststoffmaterialien auf den Ertrag und die Qualität der Nahrungspflanzen betrachten. Die Hydroponik als Beispielkultursystem ist ein substratloses Verfahren zur Anzucht von Nahrungs- und Genusspflanzen, welche durch eine Nährlösung versorgt werden. Dazu zusammengefunden haben sich aus der Arbeitsgruppe Growing Knowledge Herr Prof. Dr. Andreas Ulbrich, Herr Sebastian Deck und Herr Jannis Lüking und aus dem Laborbereich Kunststofftechnik Frau Prof. Dr. Svea Petersen, Herr Marius Behnecke und Frau Susanna Herrmann. Bei einem Rundgang durch das Forschungszentrum „Agrarsysteme der Zukunft“ konnten erste Eindrücke beiderseits gesammelt werden zu den verschiedene bestehende hydroponische Anbausysteme in den Indoorfarmen- und Dachgewächshauseinheiten. Gruppenfoto der Projektbeteiligten im Forschungszentrum „Agrarsysteme der Zukunft“ vor hydroponisch kultiviertem Pfeffer - piper nigrum L. – vlnr: Prof. Dr. Andreas Ulbrich, Jannis Lüking, Prof. Dr. Svea Petersen und Susanna Herrmann. (Bild: Hochschule Osnabrück / Sebastian Deck) März: Wissensaustausch und Netzwerken bei TKT Kunststofftechnik in Bad Laer Teilnehmer der Mitgliederversammlung des wip-Kunststoffe Netzwerkes (Foto: Alexander Hein) Die Mitgliederversammlung des Wissens- und Innovationsnetzwerkes wip-Kunststoffe fand im März unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz, dem Laborbereichsleiter Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück und Vorsitzenden des Netzwerkes, bei der TKT Kunststofftechnik in Bad Laer statt. Die rege Teilnahme der Mitglieder trug zu einem wertvollen Wissensaustausch bei, gerade auch zwischen den anwesenden Mitarbeitenden der Hochschule Osnabrück und den Vertreter*innen der Industrie. Diese Vermittlung innovativer Ideen wurde durch drei Fachvorträge vertieft. Josef Ludwig von der LNP Nanopräzision zeigte durch seinen Vortrag „Auftragsmessung an filigranen Dichtungsteilen aus TPE, oder Silikonen zur Bestimmung der Härte nach Shore- und IRHD-Verfahren, sowie E-Moduln und mehr“ effiziente Ansätze der Qualitätssicherung in der Kunststoffproduktion. Falco Götz von Halocline stellte in seinem Vortrag zukünftige Möglichkeiten vor, wie die Planung der Arbeitsumgebung mittels 3D Industrie-Software in die virtuelle Welt verschoben wird und so schon in einem frühen Stadium der Produktentwicklung effizient durchgeführt, validiert und optimiert werden kann. Die Hochschule Osnabrück präsentierte im dritten Vortrag die Ergebnisse des Projektes AMSim, welches unter anderem durch die Vernetzung der Hochschule Osnabrück mit einigen Industriepartnern und Mitgliedern des wip-Netzwerkes ins Leben gerufen wurde. Referent Niklas Söll präsentierte eine Entwicklungskette mit der Kunststoffbauteile optimal für die additive Fertigung ausgelegt werden können, um eine vorgegebene Belastungssituation standhalten zu können und gleichzeitig die Restriktionen der additiven Fertigungsverfahren berücksichtigen. Den Abschluss dieses Netzwerktreffens stellte eine Betriebsbesichtigung des Gastgebers TKT Kunststoffe dar, bei dem die vollständige Fertigung und Montage des Unternehmens durch den Geschäftsführer Peter Brinkmann vorgestellt werden konnte. März: Informieren, Netzwerken und inspirieren – Studierende besuchen den Technologietag Hein 13 Studierende der Laborbereich Kunststofftechnik aus dem Bachelorstudiengang „Kunststofftechnik“ und dem Masterstudiengang „Angewandte Werkstoffwissenschaften“ besuchten den Technologietag Hein. Die Veranstaltung für die kunststoffverarbeitende Industrie legte ihren Fokus auf Produktentwicklung, Formenbau und Produktion in der Kunststoffbranche. Der Technologietag Hein ist eine Plattform für Innovationen, Vorträge und Netzwerkmöglichkeiten. Teil des Programms war außerdem ein Wettbewerb, bei dem die Teilnehmenden Ideen für einen Instagram-Beitrag für die Seite @kunststofftechnik_os entwerfen sollten. Die Gewinner*innen des Wettbewerbs sind die beiden Studierenden Gereon Schmitz und Tingyu Lu. Sie wurden mit ihrer Idee und dem Angebot von TKT Kunststoff-Technik GmbH, eine Betriebsbesichtigung durchzuführen, zu den Sieger*innen gekürt. Als Preis gab es für beide Gewinner*innen ein Jahresabonnement der „K-Zeitung“ Dieses Angebot unterstreicht nicht nur die Kreativität der Studierenden, sondern auch die hohe Wertschätzung seitens der Industrie für die innovative Denkweise junger Talente. Gewinner*innen des Gewinnspiels für den besten Instagram-Beitrag: Tingyu Lu und Gereon Schmitz (Foto: Hochschule Osnabrück). Mitglieder des Laborbereichs Kunststofftechnik und weitere Teilnehmende des Technologietages (v.l.): Tingyu Lu, Gereon Schmitz, Andrej Tempel, Ernst Krüger, Stephan Krebeck, Dario Scherz, Niklas Söll, Prof. Dr. Thorsten Krumpholz, Eric Perniok, Josephine Liebal, Lennart Herwing, Henning Korte, Elisa Abeln, Marco Schoemaker, Berit Bartram und Organisator Alexander Hein (Foto: Simona-Bednarek). März: 3D-Drucker mit Endlosfaserverstärkung für die Hochschule Osnabrück Anisoprint Composer A3 im Laborbereich Kunststofftechnik mit (v.l.n.r.) David Diring, von der Hochschule Osnabrück, Siddharth Yadav von AM Pioneers, Niklas Söll, Annabelle Meyer, Erwin Krist von der Hochschule Osnabrück (Foto: Hochschule Osnabrück). Der Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück hat einen Anisoprint Composer A3 erhalten, mit dem es möglich ist, endlosfaserverstärkte Kunststoffbauteile mit dem Fused Deposition Modeling (FDM) herzustellen. Möglich wurde die Investition im Rahmen des Projektes „AMSim – Auslegung und Simulation unverstärkter und faserverstärkter Kunststoffbauteile mittels additiver Fertigung“ und durch die Förderung von mehreren Industriepartnern. Der 3D-Drucker arbeitet nach dem FDM-Verfahren, das heißt es wird Kunststofffilament aufgeschmolzen und in einem Endlosstrang schichtweise abgelegt. Gearbeitet wird mit thermoplastischen Kunststoffen, wie zum Beispiel Polyamid (PA) oder Polyethylenterephthalat-Glykol (PET-G). Im Gegensatz zu anderen FDM-Druckern bietet der Anisoprint Composer A3 die Möglichkeit, eine Endlosfaser (z. B. Carbon- oder Basaltfaser) in den Strang einzubringen und mitzudrucken. Dafür wird eine Düse verwendet, in der spezielles Matrixmaterial aufgeschmolzen und in einer Kammer gespeichert wird. Die Endlosfaser wird dann durch diese Kammer geführt und mit dem Matrixmaterial ummantelt. Aus der Düse tritt dann die ummantelte Faser aus, die wie ein unverstärkter Filamentstrang abgelegt werden kann. Dies wird als Co-Extrusion bezeichnet. Eine zweite Düse steht zur Verfügung, um unverstärktes Filament zu drucken, sodass innerhalb eines Bauteils bestimmte Bereiche mit Faser und andere Bereiche ohne Faser gedruckt werden können. So lassen sich Bauteile lastpfadgerecht verstärken, um höhere Festigkeiten 3D-gedruckter Bauteile zu erzielen. Auf dem Druckbett von 460 mm x 297 mm x 210 mm (Breite x Tiefe x Höhe) können diverse Bauteile unterschiedlicher Größe hergestellt werden. Hintergrund Im Projekt AMSim soll eine neuartige, ganzheitliche Auslegungsmethodik entwickeln werden, die eine kunststoff- und fertigungsgerechte Auslegung additiv gefertigter, un- und (endlos-)faserverstärkter thermoplastischer Kunststoffbauteile ermöglicht. Dabei wird neben dem AKF-Verfahren das FDM-Verfahren (Fused Deposition Modeling) berücksichtigt, dass sich ebenfalls den Extrusionsverfahren zuordnen lässt. Als drittes Verfahren wird das Pulverbettverfahren SLS (Selective Laser Sintern) berücksichtigt. Weitere Informationen zum Projekt sind auf der Webseite der Hochschule zu finden. Ein herzliches Dankeschön geht an AM Pioneers sowie die folgende Projektpartner des Projektes AMSim: AM Pioneers Deutschland GmbH, Esslingen ARBURG GmbH & Co. KG, Loßburg SIGNATA GmbH, Diepholz Erwin Müller GmbH, Lingen SimpaTec Simulation & Technology Consulting GmbH, Aachen Konstruktionsbüro Hein GmbH, Neustadt am Rübenberge MFD – Kunststofftech GmbH, Neustadt am Rübenberge Februar: Hochschule Osnabrück beim wip-Elastomerforum 2024 Die Organisatoren der Veranstaltung Prof. U. Giese (links) und Prof. Dr. M. L. Susoff (mitte rechts) sowie der Vorstandsvorsitzende des wip e.V. Prof. Dr. T. Krumpholz (rechts) und Vorstandmitglied Dr. J. Lefèvre (mitte links) (Foto: Hochschule Osnabrück) Das wip-Elastomerforum 2024 fand in diesem Jahr unter dem Motto "Knowledge for Future" in den Räumen der Deutschen Bundesstitung Umwelt in Osnabrück stattfand. Expert*innen, Fachkräfte und junge Talente der Elastomer- und Kunststoffbranche tauschten sich über neueste Entwicklungen, Trends und Herausforderungen aus. Die Veranstaltung bot eine Vielzahl von Vorträgen und Diskussionen zu Themen wie Materialentwicklung und Prozessoptimierung. Renommierte Referenten aus Industrie und Forschung lieferten innovative Lösungsansätze. Die Organisatoren Prof. Dr. Ulrich Giese vom Deutsches Institut für Kautschuktechnologie e. V. (DIK e. V.) und Prof. Dr. Markus Lothar Susoff von der Hochschule Osnabrück, zeigten sich äußerst zufrieden mit dem regen Austausch zwischen Teilnehmenden und Referierenden. Besonders erfreulich war die Teilnahme von Nachwuchskräften, die das Forum als Plattform zur Wissenserweiterung und Vernetzung nutzten. Januar: Schülerwettbewerb Make@thon: Mit Kunststoffen in die Zukunft?! Wie passen Nachhaltigkeit und Kunststoff zusammen? Mit dieser Frage beschäftigten sich 42 engagierte Schülerinnen und Schüler aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim. Auf Initiative des Kunststoffnetzwerks Ems-Achse nahmen sie an dem Ideenwettbewerb Make@thon teil. Prof. Thorsten Krumpholz von der Hochschule Osnabrück ist Mitglied des Lenkungskreises der Kunststoff-Ems-Achse und hat zusammen mit seinem Team bei der inhaltlichen Planung unterstützt. Eine Woche lang arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen daran, Mythen und Wahrheiten zum Thema Kunststoff und Nachhaltigkeit aufzuarbeiten und richtigzustellen. Unterstützt wurden sie dabei von regionalen kunststoffverarbeiteten Unternehmen, bei denen sie spannende Einblicke in Produktionsbetriebe erhielten. Neben der intensiven Arbeit an ihren Projekten bekamen die Teilnehmenden faszinierende Einblicke aus der Forschung und Wissenschaft durch inspirierende Vorträge von renommierten Persönlichkeiten wie Fionn Ferreira, dem irischen Erfinder und Umweltschützer und Young Ambasssador der Initiative EndPlasticSoup, und vom Europameister im ScienceSlam, Simon McGowan. Die Ideen und Ansätze präsentierten die Teilnehmenden im Rahmen der Abschlussveranstaltung, die bei Röchling Industrial in Haren stattfand. Alle Gruppen waren sich einig: Kunststoffe, insbesondere in technischen Anwendungsbereichen, seien im Alltag unersetzlich und sinnvoll. Insbesondere die gute Recyclingfähigkeit und Langlebigkeit seien Vorteile gegenüber alternativen Materialien. Eine Herausforderung sahen die Jugendlichen im Umgang mit Verpackungsmaterialien. Um diese zu lösen, lieferten die Schülerinnen und Schüler bereits während der Veranstaltung erste Ansätze. So kam die Idee auf, Additive aus altem Frittierfett herzustellen oder eine App für die Sammlung von Flaschen zu entwickeln. Die besten Ideen wurden von einer Jury mit Preisen im Wert von insgesamt 5.000 Euro ausgezeichnet. Die Siegergruppe kommt sogar von der Schule, an der Herr Krumpholz sein Abitur gemacht hat: Das Franziskus Gymnasium in Lingen. Die Gruppe hat Ihre Idee mit Unterstützung des Unternehmens Baerlocher GmbH, Lingen entwickelt. Die Veranstaltung wurde von der Chemiedidaktik der Universität Osnabrück sowie dem Kunststoffnetzwerk Ems-Achse und der rotarischen Initiative EndPlasticSoup vorbereitet. „Der Make@thon "Mit Kunststoffen in die Zukunft?!" war nicht nur ein Erfolg in Bezug auf innovative Ideen und nachhaltige Ansätze, sondern auch eine tolle Plattform für den Austausch zwischen Schülerinnen und Schülern, Unternehmen und Experten“, betonte Dr. Thorsten Heilker, Netzwerkmanager des Kunststoffnetzwerks Ems-Achse. Es sind für die Zukunft weitere Ausgaben des Make@thons geplant. Die Firma TKT Kunststofftechnik hat durch ihren Geschäftsführer und guten Partner unseres Laborbereichs, Dr. Peter Brinkmann, bereits großes Interesse an einer Zusammenarbeit geäußert. Außerdem sollen nicht nur die Schulen aus dem Raum Ems-Achse angesprochen werden, sondern auch Schülerinnen und Schüler aus dem Raum Osnabrück werden herzlich eingeladen. Gruppenfoto aller Teilnehmerinnen, Teilnehmer und Beteiligten bei der Abschlussveranstaltung bei Röchling (Bildquelle: Röchling Industrial SE & Co. KG) Siegerfoto der Gruppe vom Franziskus Gymnasium, vlnr: Elias Krüßel, Alexandra Greywe, Sebastian Bonhoff, Adrian Singh, Dr. Thorsten Heilker (Kunststoffnetzwerk), Marja Ritterfeld (EndPlasticSoup), Thilo Nannen (Chemiedidaktik Universität Osnabrück) (Bildquelle: Röchling Industrial SE & Co. KG) Prof. Krumpholz erläutert Schülern des Franziskusgymnasiums die Möglichkeiten des Studiums Kunststofftechnik an der HS Osnabrück (Bildquelle: Röchling Industrial SE & Co. KG) Pressemitteilungen aus dem Jahr 2023 November: Professioneller 3D-Drucker für Laborbereich Kunststofftechnik ARBURG freeformer im Laborbereich Kunststofftechnik (von links nach rechts: Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz, Jan Engelmann, Ralf Schwegmann, Annabelle Meyer, Henning Korte, David Diring, Niklas Söll, Tingyu Lu) Der Laborbereich Kunststofftechnik hat einen freeformer der Firma ARBURG GmbH & Co. KG erhalten, mit dem es möglich ist, diverse Materialien mit dem ARBURG-Kunststoff-Freiform-Verfahren (AKF) zu verarbeiten. Möglich wurde die Investition im Rahmen des Projektes AMSim und durch die Förderung von mehreren Industriepartnern. Im Rahmen des Projektes „AMSim – Auslegung und Simulation unverstärkter und faserverstärkter Kunststoffbauteile mittels additiver Fertigung“ hat der Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück einen freeformer der Firma ARBURG GmbH & Co. KG erhalten. Dabei handelt es sich um einen industriellen 3D-Drucker, der nach dem ARBURG-Kunststoff-Freiform-Verfahren (kurz: AKF-Verfahren) arbeitet. Dabei wird handelsübliches Spritzgießgranulat in einer Schnecke aufgeschmolzen und mithilfe einer Austragsdüse mit Piezoaktor tröpfchenförmig auf das Druckbett aufgebracht. Die damit additiv gefertigten Bauteile erreichen eine Festigkeit von bis zu 80 Prozent im Vergleich zu spritzgegossenen Teilen. Damit erzielt das AKF-Verfahren im Vergleich zu anderen additiven Fertigungsverfahren sehr hohe Festigkeiten. Das Gerät des Typs freeformer 300-3X verfügt über einen Bauraum von 234 x 134 x 230 mm (BxTxH) und hat drei Austragsdüsen, die mit unterschiedlichen Materialien bestückt werden können. Da handelsübliche Spritzgießgranulate für das Verfahren verwendet werden können ist die Anzahl der verfügbaren Materialien (Polyamid, Acryl-Butadien-Styrol, Thermoplastische Elastomere, etc.) sehr groß. Das Gerät ermöglicht nicht nur den Druck von Thermoplasten sondern auch von thermoplastischen Elastomeren, sodass 2K-Drucke mit einer Weich- und einer Hartkomponente möglich sind. Im Projekt AMSim soll eine neuartige, ganzheitliche Auslegungsmethodik entwickeln werden, die eine kunststoff- und fertigungsgerechte Auslegung additiv gefertigter, un- und (endlos-)faserverstärkter thermoplastischer Kunststoffbauteile ermöglicht. Dabei wird neben dem AKF-Verfahren das FDM-Verfahren (Fused Deposition Modeling) berücksichtigt, dass sich ebenfalls den Extrusionsverfahren zuordnen lässt. Als drittes Verfahren wird das Pulverbettverfahren SLS (Selective Laser Sintern) berücksichtigt. Vielen Dank an die folgenden Projektpartner, die das Projekt finanziell sowie mit ihrer Fachexpertise großzügig unterstützen: ARBURG GmbH & Co. KG, Loßburg ZF Friedrichshafen AG, Diepholz SIGNATA GmbH, Diepholz Erwin Müller GmbH, Lingen SimpaTec Simulation & Technology Consulting GmbH, Aachen Konstruktionsbüro Hein GmbH, Neustadt am Rübenberge MFD – Kunststofftech GmbH, Neustadt am Rübenberge Oktober: 2. Platz bei der Projektwoche 2023 für die Studierenden aus der Kunststofftechnik Ursprungsbauteil Bild v.l.n.r.: Henning Korte, Tobias Kriege, Ralf Schwegmann, Jan-Luca Schürmann, Anna-Lena Kerst, Stephan Krebeck, Prof. Dr.-Ing Rainer Bourdon CT-Scan eines gedruckten Entwurfs mit Soll-Ist-Vergleich Auch im Jahr 2023 fand an der Hochschule Osnabrück erneut die Projektwoche, bei welcher 56 Projekte von Studierenden verschiedener Fachrichtungen bearbeitet wurden. Am Freitag, dem 28. Oktober 2023, präsentierten 44 Projektgruppen ihre Ergebnisse auf der Projektmesse. Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Rainer Bourdon und Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz führten das Labor für Kunststoffverarbeitung und das Labor für Kunststoff-CAE gemeinsam das Projekt mit dem Titel "DESIGN for RECYCLING - Gestaltung eines nachhaltigen Kunststoffprodukts unter Verwendung von additiver Fertigung und Computertomographie" durch. Die Labormitarbeiter Ralf Schwegmann, Henning Korte und Stephan Krebeck unterstützten die Studierenden bei Fragen und der Handhabung der Laborausstattung. Auf der Projektmesse konnten Anna-Lena Kerst (Kunststofftechnik), Jan Luca Schürmann (Kunststofftechnik) und Tobias Kriege (Fahrzeugtechnik) die Jury von sich und ihren Ergebnissen überzeugen. Die drei Studierenden im 3. Fachsemester hatten sich zum Ziel gesetzt, ein bereits auf dem Markt erhältliches Produkt im Hinblick auf Kreislauffähigkeit und Recycling zu optimieren. Ihre Wahl fiel dabei auf ein Nachtlicht. Dank innovativer Ansätze und ihres Studienwissens gelang es ihnen, Klebe-, Schraub- und unlösbare Steckverbindungen durch Schnappverbindungen zu ersetzen, die sich zerstörungsfrei wieder öffnen lassen. Dabei war es den Studierenden wichtig, die Elektrik der ursprünglichen Lampe weiterzuverwenden und nur eine Kunststoffsorte, anstelle der Zwei im Ursprungsprodukt, zu verwenden. Die Entwürfe wurden im FDM-3D-Druck hergestellt und im Computertomographen auf Maßhaltigkeit untersucht. Das Ergebnis umfasst zwei Designs, wovon eines dem ursprünglichen Produkt nahekommt und das andere eine neue Geometrie aufweist. Durch ihre herausragenden Leistungen gelang es den Studierenden von 44 Ausstellern, den 2. Platz zu belegen, für welchen sie mit einem Preisgeld von 400€ ausgezeichnet wurden. Juni: Hochauflösender Computertomograph (CT) für die Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück Bild v.l.n.r.: Niklas Torbecke (HS OS), Dr.-Ing. Raoul Christoph (Werth Messtechnik GmbH), Annabelle Meyer und Emma Brüggeshemke (beide HS OS), Jelde Toben (Werth Messtechnik GmbH), Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz (HS OS). Der im 1. Quartal 2023 über einen Großgeräteantrag beschaffte Computertomograph (CT) wurde im Rahmen der Fachtagung „Fortschritte in der Kunststofftechnik“ erstmals dem Fachpublikum der Kunststoffbranche vorgestellt. In einem vielbeachteten Vortrag konnte Herr B.Sc. Niklas Torbecke, Mitarbeiter im Team von Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz, dem Publikum die vielfachen Anwendungsmöglichkeiten eines Computertomographen in der Kunststofftechnik eindrucksvoll darstellen. Für das Gelingen des Vortrags waren folgende weitere Autoren verantwortlich: Frau Annabelle Meyer und Frau Brüggeshemke (beide Hochschule Osnabrück), Herr Dr.-Ing. Raoul Christoph (Werth Messtechnik GmbH, Gießen) und Herr Stefan Tux (etis GmbH, Kassel). Mit dem Vortrag einher ging auch das Angebot an die Kunststoffindustrie in zukünftigen Forschungs- und Entwicklungsprojekten auch unter Berücksichtigung des CT zusammenzuarbeiten. Ein kleiner Auszug der vielfältigen Möglichkeiten, ein CT in der Kunststofftechnik einzusetzen sind unter folgendem Link zusammengefasst. Flyer Selbstverständlich stellen wir auch gerne den Vortrag zur Verfügung, dazu bitte einfach eine kurze Mitteilung an t.krumpholz@hs-osnabrueck.de . Im Rahmen der Fachtagung fand dann auch die offizielle Übergabe des CT durch den Executive Vice President, Dr.-Ing. Raoul Christoph von der Werth Messtechnik GmbH statt (siehe Bild). Laut Auskunft von Werth wurde ein solches Gerät in der Kombination Mikrofokus- und Submikrofokus-Röhre weltweit erst zweimal ausgeliefert. Das Team um Prof. Krumpholz ist stolz, dieses Gerät nun in der Forschung gerne auch gemeinsam mit der Industrie intensiv einzusetzen. Juni: 24. Kunststofftagung an der Hochschule Osnabrück nimmt Zukunftsthemen der Branche in den Fokus Referentinnen und Referenten der 23. Kunststofftagung und das Professorenteam des Laborbereichs Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück freuten sich über das große Interesse der Gäste an den Zukunftsthemen der Branche. (Bild: Hochschule Osnabrück / Angela von Brill) Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft tauschen sich an der Hochschule Osnabrück über innovative Entwicklungen und nachhaltige Lösungen in der Kunststofftechnik aus. Rund 120 Gäste der Fachtagung loben die Themenauswahl sowie die Qualität der Vorträge und des Rahmenprogramms. Am 14.-15. Juni fand die 24. Fachtagung „Fortschritte in der Kunststofftechnik – Theorie und Praxis“ an der Hochschule Osnabrück statt. Fachleute aus Wirtschaft und Wissenschaft befassten sich dabei mit Fragen, die nicht nur technisch, sondern auch gesellschaftlich hochrelevant sind. Es ging um Strategien und Zukunftstrends vor allem in den Bereichen Recycling und Nachhaltigkeit. Weitere Themenschwerpunkte waren aktuelle Entwicklungen in der Anwendungstechnik und der Charakterisierung (siehe 24. Kunststofftagung an der Hochschule Osnabrück nimmt Zukunftsthemen der Branche in den Fokus ). Juni: Laborbereich Kunststofftechnik beim wip-Forum Kunststoffpraxis in Hannover Bild: Hochschule Osnabrück (stehend von l.n.r.: Herr Ernst Krüger (Student HS OS); Frau Berit Bartram (WIP), Herr Stephan Krebeck, Frau Marla Ender, Frau Annabelle Meyer (alle wissenschaftliche MitarbeiterInnen HS OS); kniend von l.n.r.: Herr Dr. Jörg Lefèvre (DBU und Tagungsleiter), Frau Katharina Lüllmann (Duale Studentin HS OS), Frau Marie Pesotska (Studentin HS OS), Herr Markus Nolte (Dualer Student HS OS). Am 6. Juni veranstaltete das wip Wissens- und Innovations-Netzwerk Polymertechnik zum ersten Mal erfolgreich das neue Format „wip-Forum Kunststoffpraxis“ unter dem Motto „Erfolgreicher mit Kreislaufführung“. Die Moderation übernahmen Dr. Jörg Lefèvre von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und Prof. Dr. Hans-Josef Endres vom Institut für Kunststoff- und Kreislauftechnik (IKK). Weitere Informationen finden Sie hier Laborbereich Kunststofftechnik beim wip-Forum Kunststoffpraxis in Hannover . Mai: VDI – 30. Materials Day an der Hochschule Osnabrück Der „Materials Day“ als gemeinsame Veranstaltung der VDI-Arbeitskreise Werkstofftechnik und Kunststofftechnik, des Technologiezentrums TECHNOS und des wip-Kunststoffe Wissens- und Innovationsnetzwerks Polymertechnik richtet sich besonders an die ehemaligen, aktuellen und zukünftigen Studierenden sowie an die Kooperationspartner der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik der Hochschule Osnabrück (HS OS). Mit über 50 Teilnehmern war der erste der beiden Materials Days 2023 wieder mal sehr gut besucht. Insbesondere die Studierenden nutzen diesen Tag, um sich auch mal über den Tellerrand zu informieren und vielleicht sogar die ersten Kontakte mit Industrievertretern und Ehemaligen zu knüpfen. Dies freute auch den ein oder anderen Industrievertreter. So äußerte sich z.B. Uwe Becker (DK Kunststoff-Service GmbH): „Es hat mal wieder richtig Spaß gemacht, mit so vielen engagierten und motivierten jungen Menschen zusammen zu sein“. Auch die beiden Verantwortlichen Dr.-Ing. Alexander Giertler (Leiter des VDI Arbeitskreises Werkstofftechnik) und Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz (Laborbereichssprecher Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück) waren sich einig: Das Format „Materials Day“ ist nach wie vor ein Erfolgsmodell. Ein großer Dank geht an dieser Stelle natürlich auch an alle Mitarbeiter der Laborbereiche Materialdesign und Werkstoffzuverlässigkeit sowie Kunststofftechnik , die stets so fleißig mit anpacken. Merken Sie sich auch bereits jetzt den nächsten Materials Day am 30.11.2023 vor. Weitere Infos dazu und auch zu den zurückliegenden Veranstaltungen finden Sie hier . Organisatoren, Aussteller und Referenten des 30. VDI Materials Day an der Hochschule Osnabrückv.l.n.r.: Frank Brüning (Jürgen Emptmeyer GmbH, Dr.-Ing. Alexander Giertler (HS OS); 3. Michael Harwarth (Gestamp Chassis Autotech Engineering Deutschland GmbH); Ulrich Meeuw (Schweißtechnische Lehr und Versuchsanstalt Hannover); Timo Münstermann (SAERTEX multiCom GmbH); Alexander Ostendarp (Mitsubishi Chemical Advanced Materials GmbH); Peter Meyer (HS OS); Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz (HS OS)Bild: Hochschule Osnabrück, Rainer Peters Mai: Große Resonanz beim Info-Event zum dualen Studium „Kunststofftechnik im Praxisverbund“ Am 22. Mai hat der Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück über 20 Unternehmen aus der Region zum Infotag „Duales Studium der Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück“ begrüßt. (Foto: Hochschule Osnabrück) Am 22. Mai hat der Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück über 20 Unternehmen aus der Region zum Infotag „Duales Studium der Kunststofftechnik“ begrüßt. Zunächst stellte das Organisationsteam den Studiengang „Kunststofftechnik im Praxisverbund“ (KPV) vor. Dabei nahmen sie auch die aktuelle Studiengangsentwicklung in den Fokus. Insbesondere die Schlüsselthemen „Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft“ sowie „Digitalisierung“ werden zukünftig verstärkt ihren Platz im Curriculum des Studiengangs finden (siehe Große Resonanz beim Infotag zum dualen Studium „Kunststofftechnik im Praxisverbund“ ). Mai: Besuch auf der KUTENO 2023 Ernst Krüger, Simon Schüürmann, Lukas Eckl und Andrej Tempel (v.l.n.r.) gewannen das diesjährige studentische Gewinnspiel: Sie fanden die "coolste Innovation" der KUTENO 2023. (Foto: Hochschule Osnabrück) Mehr als 30 Studierende der Hochschule Osnabrück besuchten am 10. Mai mit ihren Lehrenden die Messe Kunststofftechnik Nord (KUTENO). (Foto: Hochschule Osnabrück) Bereits zum fünften Mal hat der Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück als Aussteller an der Messe Kunststofftechnik Nord (KUTENO) teilgenommen. Die Messe fand vom 9. bis 11. Mai in Rheda-Wiedenbrück statt. Wie in den letzten Jahren bekamen auch die Studierenden die Möglichkeit, die Messe zu besuchen. Neben vielen angehenden Kunststoff- und Werkstofftechniker*innen waren auch Studierende aus anderen Studiengängen, wie beispielsweise dem Maschinenbau, dabei. Am 10. Mai haben sich die mehr als 30 Studierenden zusammen mit Prof. Svea Petersen, Hannelore Schmidt und Prof. Thorsten Krumpholz aus dem Laborbereich Kunststofftechnik auf den Weg zur Messe gemacht (siehe Studentische Exkursion zur Messe Kunststofftechnik Nord ). April: Kick-Off Meeting des Niederländisch-Deutschen Interreg VI A Projekts Bei diesem Treffen soll es um eine besonders spannende Gruppe von bakteriell erzeugbaren Biopolymeren gehen. Die genaue Bezeichnung des Polymers ist Polyhyroxyalkanoate (PHA) und lässt sich in der Gruppe der Thermoplaste einordnen. Ein Ziel des grenzüberschreitenden Projektes „EMPHATI“ ist die Entwicklung von nachhaltigen und umweltfreundlichen Produkten auf Basis von PHA/PHA-Blends mit Naturfasern in ausgewählten Anwendungen des Spritzgusses und des 3D-Druckes. Ein weiteres Ziel von „EMPHATI“ ist die Entwicklung eines grenzüberschreitenden Clusters entlang der PHA-Werkstoffkette, um Akteure miteinander zu vernetzen und einen Wissenstransfer zu ermöglichen. Das Treffen findet am Mittwoch, den 19.04.2023, von 9:30 bis 15:30 Uhr in den Räumlichkeiten der TKT Kunststofftechnik GmbH in Bad Laer statt. Es gibt viele spannende Vortragsthemen, unter anderem ein Vortrag zur „Nachhaltigen Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück“, welcher von Herrn Prof. Dr. Thorsten Krumpholz gehalten wird und zum Abschluss des Kick-Off Meetings gibt es die Möglichkeit zum Networking. Weitere Vortragsthemen und Information für die Anmeldung sind auf dem Flyer zu finden. Das Projektteam freut sich auf Ihre Teilnahme. Februar: Internationaler Innovationspreis für Forschungsteam der Hochschule Osnabrück Das Forschungsteam der Hochschule Osnabrück freut sich über den begehrten internationalen Innovationspreis: (von links:) David Diring, Philipp Land und Projektleiter Prof. Dr. Thorsten Krumpholz. (Bild: Hochschule Osnabrück / Erik Perniok) Forscher der Hochschule Osnabrück entwickeln eine neuartige Technologie, mit der die Festigkeit von Bauteilen verdoppelt werden kann. Dafür erhielten sie einen Automotive Award der Internationalen Gesellschaft für Kunststofftechnik (siehe Internationaler Innovationspreis für Forschungsteam der Hochschule Osnabrück ). Pressemitteilungen aus dem Jahr 2022 Dezember: SLA-Drucker für den Laborbereich Kunststofftechnik Außenansicht des SLA-Druckers(Quelle: Hochschule Osnabrück, Stephan Krebeck) Druckkammer des SLA-Druckers(Quelle: Hochschule Osnabrück, Stephan Krebeck) Dank einer sehr großzügigen Spende des Unternehmers Anton Abel (Geschäftsführer der LMB-Kunststofftechnik GmbH, Leer ) ist das Labor für Kunststoff-CAE der Hochschule Osnabrück seit neustem im Besitz eines Stereolithographie (SLA) Druckers. Bei dem SLA-Drucker handelt es sich um den Moai 200 Laser Drucker der Marke Peopoly mit einem Druckvolumen von 200 x 200 x 250 mm³. Dieser Drucker arbeitet mit einem hochauflösenden Laser-/Galvo-System und durch die passende Software kann der Druckauftrag im Vorfeld optimal abgestimmt werden. Wir bedanken uns recht herzlich bei und Herrn Anton Abel und dem gesamten Unternehmen LMB-Kunststofftechnik für die großzügige Spende. Weitere technische Daten : Druckvolumen: 200 x 200 x 250 mm³ Festkörperlaser: 150 mW, 405 nm Laserspotgröße: 70 μm Software: Peopoly Asura Beheizte Druckkammer September: Netzwerktreffen der Kunststoff-Lehrenden Professor*innen des Netzwerktreffens (Quelle: Hochschule Osnabrück, Prof. Susoff) Im deutschsprachigen Raum wird die Kunststofftechnik als anspruchsvoll und zugleich als wenig beachtetes Fachgebiet, gemessen an ihrer Relevanz, bezeichnet. Um diesem Gebiet eine Bühne für mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, wurde eine Kooperation von Professorinnen und Professoren aus den Hochschulen der angewandten Wissenschaften und Fachhochschulen des Metiers ins Leben gerufen. Ein erstes Netzwerktreffen und damit ein Anfang, fand Mitte September 2022 am Kunststoff-Institut Lüdenscheid statt (siehe Netzwerktreffen der Kunststoff-Lehrenden ). NEU: Instagramkanal des Laborbereichs Kunststofftechnik Ganz neu ist der Instagramkanal „kunststofftechnik_os“, auf dem Studierende über aktuelle Events und Entwicklungen in der Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück berichten. Es ist ein junger Kanal, von Studierenden für Studierende und Studieninteressierte. Die engagierten Betreiber*innen des Kanals freuen sich sehr über viele Follower und Likes. Der Instagramkanal ist hier zu finden. Juli: Laborbereich vom 02. Juli bis 10. Juli auf der IdeenExpo Aktuell ist der Laborbereich Kunststofftechnik vom 02.07-10.07.2022 auf der IdeenExpo in Hannover vertreten. Unter dem Motto „Mach doch einfach!“ findet Europas größtes Jugend-Event für Technik und Naturwissenschaften live auf dem Messegelände in Hannover statt. Wir beteiligen uns daran mit spannenden Experimenten zum Mitmachen und Ausprobieren (siehe Osnabrücker Hochschulen, SFZ und Niedersachen-Technikum auf IdeenExpo ). Juni: 23. Kunststofftagung an der Hochschule Osnabrück (Bild: Hochschule Osnabrück / Angela von Brill) Am 14.-15. Juni fand die 23. Fachtagung „Fortschritte in der Kunststofftechnik – Theorie und Praxis“ an der Hochschule Osnabrück statt. Fachleute aus Wirtschaft und Wissenschaft befassten sich dabei mit Fragen, die nicht nur technisch, sondern auch gesellschaftlich hochrelevant sind. Es ging um biobasierte Kunststoffe, Recycling und Nachhaltigkeit. Weitere Themenschwerpunkte waren Strategien und Zukunftstrends der Branche sowie aktuelle Entwicklungen in der Anwendungstechnik und der Kunststoffverarbeitung (siehe Smarte und nachhaltige Trends in der Kunststofftechnik ). Mai: Besuch der KUTENO 2022 Der Laborbereich stellte auf der Kunststoffmesse-Nord die Studiengänge Kunststofftechnik sowie Kunststofftechnik im Praxisverbund vor. Auch viele regionale und überregionale Unternehmen der Kunststoffbranche waren mit Ihren Produkten und Dienstleistungen vertreten. Für einen regen Informationsaustausch mit den Unternehmen wurde von Prof. Dr. Thorsten Krumpholz eine Exkursion organisiert, die von zahlreichen Studierenden angenommen wurde (siehe Laborbereich Kunststofftechnik auf der Kuteno-2022 ). März: WIP-Elastomerforum 2022 - Persönlicher Wissensaustausch beschleunigt die Transformation (Bild: Hochschule Osnabrück) 03.03.2022, Osnabrück – Der Austausch von Fachwissen auf akademischer und industrieller Ebene ist unverzichtbar. Die Transformation hin zu Kreislaufwirtschaft und Klimaneutralität muss schnell gehen und fordert von allen Höchstleistungen. Das WIP-Elastomerforum 2022 in Osnabrück bot die geeignete Plattform, sich endlich wieder persönlich auszutauschen. Die ganze Branche muss sich ständig steigenden Anforderungen an moderne polymere Werkstoffe unter technischen Gesichtspunkten und Aspekten der Nachhaltigkeit stellen. Um hier zu bestehen, ist der Austausch von Fachwissen auf akademischer und industrieller Ebene unverzichtbar. In guter Tradition kamen über 40 Personen aus Wissenschaft und Praxis auf dem WIP-Elastomerforum 2022 in Osnabrück zusammen. „Wir freuen uns sehr, dass das Elastomerforum in Präsenz stattfand. Leider konnten wir aufgrund des Hygienekonzepts nicht allen Interessierten eine Teilnahme ermöglichen. Dies holen wir aber beim nächsten Mal nach!“, so Prof. Dr. Markus Susoff, Professor an der Hochschule Osnabrück und zusammen mit Prof. Dr. Ulrich Giese vom DIK e.V., sowie Prof. Dr. Norbert Vennemann der inhaltliche Leiter des Elastomerforums 2022. Erfahrene Experten aus der Automobilindustrie, der Polymerhersteller, aus mittelständischen Unternehmen und der Wissenschaft diskutierten neben grundlegenden Aspekten aktuelle Entwicklungen von PU-Werkstoffen, zu elektrisch leitenden TPE`s oder Elastomeren und zu Sensorik bis hin zum 3D Druck von hochviskosen kautschukbasierten Formteilen. Selbstverständlich fanden auch Beiträge zum Thema „Recycling von Gummi-Elastomeren“ ihren Platz auf dem Programm. Das WIP-Netzwerk lebt von persönlichen Kontakten, deshalb wurde auch für das Elastomerforum trotz aller Widrigkeiten am Präsenz-Meeting festgehalten. Die lebhaften Diskussionen gaben den Organisatoren recht - Persönlich hat Mehrwert, auch wenn weniger in Summe zusammenkommen konnten. WIP-Kunststoffe lädt alle ein, in 2 Jahren selbst Vorort zu sein. WIP-Kunststoffe: Die Transformation hin zu Kreislaufwirtschaft und Klimaneutralität stellt die Wirtschaft vor enorme Herausforderungen. Wissen muss schnell aus der Wissenschaft in die Praxis umgesetzt werden. Dafür steht der WIP-Kunststoffe e.V. Wissens- und Innovations-Netzwerk Polymertechnik. Dem Netzwerk gehören heute über 50 Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen aus der gesamten Wertschöpfungskette, besser aus dem Wertschöpfungskreis, der Kunststofftechnik an. Der Erfahrungsaustausch, gemeinsamer Wissenszuwachs und Produktentwicklung sowie Problemlösung, stehen ebenso im Mittelpunkt der Arbeit wie die effiziente Partner- und Expertensuche - alles unter dem Motto, gemeinsam schneller zum Erfolg! ( www.wip-kunststoffe.de ) Pressemitteilungen aus dem Jahr 2021 Projektwoche 2021: Studentische Projekte in der Kunststofftechnik Acht Studierende haben aus Polypropylen-Flaschendeckeln Recyclate hergestellt und diese dann im Spritzgießverfahren zu Chips für Einkaufswagen wiederverarbeitet. Ihre Arbeit haben sie filmisch dokumentiert. (Bild: Hochschule Osnabrück) Wie in jedem Jahr fand auch in 2021 an der Hochschule Osnabrück wieder die Projektwoche statt, diesmal vom 1. bis 5. November. Studierendengruppen der Semester 2-5 haben in Projekten aktuelle Themen bearbeitet und abschließend auf der Projektmesse am Freitag der Projektwoche präsentiert. Im Laborbereich Kunststofftechnik wurden vier spannende Projekte durchgeführt. Projekt Recycling im Labor für Kunststoffverarbeitung (Prof. Dr. Rainer Bourdon): Unter dem „Überbegriff Recycling von Kunststoffabfällen“ wurden aus Polypropylen-Flaschendeckeln Recyclate hergestellt und diese dann im Spritzgießverfahren anschließend zu Chips für Einkaufswagen wiederverarbeitet. Das Projektteam bestand aus acht Studierenden. Ziel war die Erstellung von drei kleinen Filmbeiträgen für die Social-Media-Kanäle der Hochschule, um insbesondere bei studieninteressierten Schülerinnen und Schülern das Interesse an der Kunststofftechnik zu wecken. Gerade vor dem Hintergrund von Nachhaltigkeit und neuen Recyclingkonzepten ist der Studiengang Kunststofftechnik eine hervorragende Basis für eine vielseitige interessante berufliche Ingenieurkarriere und gleichzeitig die Möglichkeit zu einer umweltgerechten Gestaltung unserer Zukunft. Projektvideo Zartschmelzend – Die Rheologie von Schokolade (Prof. Dr. Markus Susoff): Das Fließverhalten von Schokolade und Schokocremes wurde mittels rheologischer Messungen untersucht. Dabei war von besonderem Interesse, inwieweit sich unterschiedliche Schokoladenarten (klassisch, vegan, weiß, selbstgemacht) oder Schokocremes in ihrem Fließverhalten unterscheiden. Ein Ziel des Projekts war auch die Korrelation zwischen dem subjektiven Empfinden beim Schmelzen von Schokolade im Mund und den objektiven Messergebnissen. Während der Präsentation auf der Projektwoche konnte dann auch jeder und jede Besucher*in verschiedene Schokoladen probieren und mit den gezeigten Messkurven abgleichen. Das für die Kunststofftechnik so wichtige Gebiet der Rheologie konnte somit auf eine besondere Art den Studierenden nähergebracht werden. Die Projektgruppe freute sich besonders über den vierten Platz unter allen Projekten. Mountainbike-Lenker aus naturfaserverstärktem Kunststoff (Prof. Dr. Thorsten Krumpholz) Ziel dieser Projektgruppe war die Konstruktion und Herstellung eines ultraleichten und hochfesten Fahrradlenkers für Mountainbikes. Das dabei verwendete Material bestand aus einem naturfaserverstärkten Kunststoff. Erster Schritt war die Entwicklung und Konstruktion des beanspruchungsgerechten Designs unter Verwendung entsprechender CAD-/CAE-Software. Die erforderlichen Formen zur Herstellung des Lenkers wurden daraufhin mittels 3D-Druck, also additiv gefertigt. Das Endprodukt zeichnete sich durch hervorragende Festigkeit und Steifigkeit bei minimalem Gewicht aus. Exkursion zum Thema Recycling (Prof. Dr. Svea Petersen) Wir alle sortieren den Müll. Was aber passiert mit dem Plastik nach dem gelben Sack? In Exkursionen und im Gespräch mit unterschiedlichen Unternehmen in den Bereichen Abfallentsorgung, Abfallsortierung, Recycling und Kunststoffverarbeitung haben sich die Studierenden in diesem Projekt mit dem Weg des Plastikmülls beschäftigt. Besonders beeindruckend fanden die Studierenden die Exkursionen zur Leichtverpackungssortieranlage der Firma Remondis in Erftstadt und zum Lippe-Werk, in dem unter anderem der sortierte Plastikmüll zu Regranulat verarbeitet wird. Mit Recyclatverarbeitern wurden Chancen und Herausforderungen des derzeitigen Recyclingmarkts sowie alternative Lösungsansätze interdisziplinär diskutiert. Jetzt noch für ein Studium an der Hochschule Osnabrück bewerben Für einige Bachelor- und Masterstudiengänge ist eine Bewerbung noch bis zum 20. September möglich. (Osnabrück, 18. August 2021) Studieninteressierte haben noch bis zum 20. September die Möglichkeit, sich für einige Bachelor- und Masterstudiengänge an der Hochschule zu bewerben. Die verlängerte Bewerbungsfrist gilt für einige ingenieurwissenschaftliche Studiengänge, wie beispielsweise Maschinenbau, Kunststofftechnik oder Werkstofftechnik. Auch für Informatik, Volkswirtschaftslehre sowie Landschaftsbau ist das Bewerbungsportal noch geöffnet. Für einige Masterstudiengänge, wie zum Beispiel Wirtschaftsingenieurwesen oder Management und Technik, endet die Bewerbungsfrist ebenfalls erst am 20. September. Eine Übersicht aller Studiengänge mit verlängerter Bewerbungsfrist sowie das Online-Bewerbungsportal der Hochschule finden Interessierte auf der Bewerbungswebseite unter www.hs-osnabrueck.de/bewerbung . Das Wintersemester startet am 4. Oktober und wird aktuell als Präsenzsemester unter Einhaltung der aktuell geltenden Hygienestandards geplant. Individuelle Studienberatung für Studieninteressierte Individuelle Fragen zu den Voraussetzungen für eine Bewerbung sowie zum Bewerbungsverfahren werden telefonisch unter 0541 969-7100 oder per E-Mail unter beantwortet. Die Zentrale Studienberatung berät zudem per Videokonferenz oder telefonisch rund um das Thema Studienwahl. Weitere Informationen erhalten Sie dazu unter www.zsb-os.de . Weitere Information: ServiceDesk der Hochschule Osnabrück Telefon: 0541 969-7100 E-Mail: Von: Ihr Ziel: Weiterentwicklung von Kunststoffen zu Gunsten der Umwelt Nele Zerhusen, Absolventin der Hochschule Osnabrück, erhielt den Preis der Deutschen Kautschuk-Gesellschaft für herausragende Abschlussarbeiten. „Ich möchte dazu beitragen, Recycling und Kreislaufwirtschaft voranzubringen“, sagt Nele Zerhusen. Die Absolventin der Hochschule Osnabrück hat jetzt für ihre Abschlussarbeit den diesjährigen Preis der Deutschen Kautschuk-Gesellschaft erhalten. Darin vergleicht sie zwei Messmethoden für Kunststoffproben. „Die klassische Computertomographie misst Proben mit Röntgenstrahlung. Die neue Technologie des STRIPP-Sensors misst diese Proben mit ultrakurzen Pulsen im Terahertz-Bereich, also zwischen Mikrowellen und Infrarotstrahlung“, erklärt die 24-Jährige. Welche Vorteile bietet diese neuartige Messtechnologie für den Kunststoffverarbeiter Pöppelmann und wo kann sie am besten eingesetzt werden? – Diese Frage hat Zerhusen in ihrer Bachelorarbeit untersucht, betreut von Prof. Dr. Norbert Vennemann und Manfred Bremer, Diplomingenieur beim Familienunternehmen mit Sitz in Lohne. „Besonders interessant an dem Thema war und ist bis heute, dass es sich um eine Neuentwicklung handelt“, so die ausgezeichnete Absolventin. Auch nach dem Bachelorabschluss ist sie sowohl der Hochschule Osnabrück als auch dem Unternehmen in ihrem Heimatort treu geblieben. Sie nahm das Masterstudium der „Angewandten Werkstoffwissenschaften“ auf und arbeitet zugleich in Teilzeit im Labor bei Pöpplemann. Aktuell schreibt sie ihre Masterarbeit, daraus resultieren ihre aktuellen Aufgaben beim Kunststoffverarbeiter: Sie beschäftigt sich mit Materialentwicklung und -analyse und untersucht Bauteile. „Am meisten interessiert mich das Material aus der Kreislaufwirtschaft: Ich möchte dazu betragen, Recycling und Kreislaufwirtschaft bei Pöppelmann voranzubringen“, so die erfolgreiche Studentin. Was ist für sie das Spannende an der Kreislaufwirtschaft? – Nele Zerhusen muss nicht lange überlegen: „Verschiedenste Materialien aus dem gelben Sack werden zusammen recycelt und weisen ganz unterschiedliche Eigenschaften auf, die es noch zu erforschen gibt. Ich glaube, dass es sich beim Thema Kreislaufwirtschaft um die Zukunft der Kunststofftechnik handelt. Das Ziel ist, dass immer mehr Kunststoff wiederverwertet wird und auf diese Weise Treibhausgase und Abfall reduziert werden können.“ Schon im Abitur hat sich die heutige Masterstudentin für die Naturwissenschaften interessiert, besonders für Chemie. Nach ihrem Praktikum in einem Labor für Kunststoffprüfung machte ein Freund sie auf seinen Studiengang aufmerksam: Kunststofftechnik im Praxisverbund an der Hochschule Osnabrück. Nele Zerhusen nahm das duale Studium auf und hat es nicht bereut: „Gut geeignet ist der Studiengang für alle, die sich für Naturwissenschaften und ingenieurwissenschaftliches Arbeiten interessieren. Es wäre schön, wenn der Studiengang im Zuge des zunehmenden Umweltbewusstseins mehr Interesse bekommt. Denn gerade wegen der Kritik am Kunststoff sollten sich mehr Menschen mit Kreislaufwirtschaft oder auch mit der Weiterentwicklung von Kunststoffen zu Gunsten der Umwelt zu beschäftigen.“ Ihren Preis nahm die erfolgreiche Absolventin vor wenigen Tagen auf der diesjährigen Kunststofftagung der Hochschule Osnabrück entgegen. Neben ihr wurden zwei jetzige duale Studierende der Kunststofftechnik ausgezeichnet: Tina Kuhn und Niklas Heilemann. Sie haben vor Kurzem ihre Ausbildung in der Verfahrensmechanik als Landesbeste in Nordrhein-Westfalen beendet. Noch bis zum 31. Juli können sich Interessierte für das Studium der Kunststofftechnik bzw. der „Kunststofftechnik im Praxisverbund (dual)“ bewerben. Bewerbungen für den Master „Angewandte Werkstoffwissenschaften“ können bis 15. Juli online eingereicht werden. Informationen stehen unter www.hs-osnabrueck.de – Studium sowie www.hs-osnabrueck.de/studienorientierung-iui/ bereit. Kontakt für die Medien: Kunststofftechnik, Kunststofftechnik im Praxisverbund: Prof. Dr. Rainer Bourdon, Studiengangsbeauftragter Tel.: 0541 969-2186 E-Mail: Angewandte Werkstoffwissenschaften: Prof. Dr. Svea Petersen, Studiengangsbeauftragte Tel.: 0541 969 3182 E-Mail: Von: 22. Kunststofftagung an der Hochschule Osnabrück: Kreislaufwirtschaft und Additive Fertigung im Fokus Kreislaufwirtschaft und Additive Fertigung für Kunststoffe: Das sind die Themen der diesjährigen digitalen Fachtagung „Fortschritte in der Kunststofftechnik“ an der Hochschule Osnabrück. Seit über zwei Jahrzehnten freut sich der Veranstalter, Laborbereich Kunststofftechnik, über großes Interesse des Fachpublikums. Die Kombination der Vorträge aus der Praxis und der Fachausstellung neuester Produkte hat sich seit über zwei Jahrzehnten bewährt. Daran hält auch das diesjährige Organisationsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Thorsten Krumpholz und Prof. Dr. Svea Petersen fest – auch wenn diese Tagung im Online-Format stattfindet. Kreislaufwirtschaft als Nachhaltigkeitsstrategie „Kreislaufwirtschaft ist Eine der wichtigsten Nachhaltigkeitsstrategien für Kunststoffe“, sagt Thorsten Krumpholz. Die Herausforderung bestehe darin, die einzelnen Kreisläufe durch das Einbinden aller Partner zu schließen und dabei die Qualität der Kunststoffe auf dem notwendigen hohen Niveau zu halten. „Hier gibt es schon viele gute Beispiele, vor allem auch bei den innovativen kleinen und mittleren Verarbeitern der Kunststoffbranche“, so der Professor für Kunststofftechnik. Er freut sich, dass sechs renommierte Fachleute aus Deutschland und Japan als Ideengeber ihre Best-Practice-Beispiele präsentieren. Additive Fertigung als Wachstumstreiber „Die additive Fertigung von Kunststoffbauteilen gerät aufgrund ihrer konstruktiven und fertigungsbedingten Vorteilen immer mehr in den Fokus von Wissenschaft und Industrie“, weiß Svea Petersen. Die Professorin für Chemie und Oberflächenmodifikation polymerer Biomaterialien nennt beeindruckende Zahlen: „Für das Jahr 2025 wird ein jährliches Marktwachstum der additiven Fertigung auf rund 24 Prozent geschätzt und ihr Gesamtvolumen – auf etwa 4,5 Milliarden US-Dollar.“ Somit sei sie einer der größten Wachstumstreiber der Kunststoffverarbeitung in der aktuellen Zeit. Namhafte Player der Szene präsentieren auf der Kunststofftagung den aktuellen Stand der Technik und die Richtungen für die Zukunft. Kombiveranstaltung mit dem Wissens- und Innovationsnetzwerk Polymere Gemeinsam mit dem Wissens- und Innovationsnetzwerk Polymere (WIP) findet an zwei aufeinander folgenden Tagen (16. und 17. Juni) eine Kombiveranstaltung inklusive der Abendveranstaltung statt, die sich beide mit den oben genannten Themen befassen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich in kurzer Zeit und mit erheblichem Rabatt über den aktuellen Stand der Technik und deren Zukunftsperspektiven zu informieren. Das Programm sowie die Informationen zur Anmeldung und Fachausstellung stehen online bereit. Studium der Kunststofftechnik: Bewerbung bis Mitte bzw. Ende Juli möglich Wer sich für das extrem vielseitige Berufsfeld der Kunststofftechnik interessiert, kann sich für einen Studienplatz an der Hochschule Osnabrück bewerben. Zur Auswahl stehen die Bachelor-Studiengänge Kunststofftechnik, Kunststofftechnik im Praxisverbund (dual), Werkstofftechnik sowie der Masterstudiengang Angewandte Werkstoffwissenschaften. Die Bewerbungsfrist für die Bachelor-Studiengänge ist der 31. Juli, für den Master-Studiengang – der 15. Juli. Alle wichtigen Informationen zum Studium und zur Bewerbung Von: Nach der Berufsschule Kunststofftechnik studieren Infoveranstaltungen des Laborbereichs Kunststofftechnik für die BBS Brinkstraße in Osnabrück und die Berufsbildende Schule in Nordhorn Am 15. Februar und 09. März fanden Infoveranstaltungen für interessierte Berufsschülerinnen und Berufsschüler der BBS Brinkstraße in Osnabrück und der Berufsbildenden Schule in Nordhorn. Die Veranstaltungen boten allen Interessierten die Möglichkeit, im Onlineformat Fragen zum Studium und zu den anschließenden Berufsmöglichkeiten stellen. Die Schülerinnen und Schüler befinden sich im dritten Lehrjahr und stehen somit kurz vor der Abschlussprüfung. Mit Stefan Krebeck nahm auch ein Masterstudent der Kunststofftechnik teil, um Fragen aus der Sicht der Studierenden zu beantworten. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde gaben die Professorin Svea Petersen sowie die Professoren Thorsten Krumpholz und Rainer Bourdon einen Überblick über die Studienmöglichkeiten in der Kunststofftechnik. Die Hochschule bietet ihren Studierenden ein durchweg praxisorientiertes Studium, um sie optimal auf das Berufsleben vorzubereiten. Auch die Möglichkeit eines Auslandaufenthaltes an einer der vielen Partneruniversitäten der Hochschule Osnabrück steht den Studierenden offen. „Das Besondere am Studiengang ist die familiäre Atmosphäre“, berichtete Stefan Krebeck: "Durch die kleinen Gruppen lernt man sich schnell kennen, und die Lehrenden können so individuell auf die Fragen der Studierenden eingehen", so der Student der Angewandten Werkstoffwissenschaften. Von: März 2021: Zwei duale Studierende der Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück als Landesbeste ausgezeichnet Studiengangsleiter Prof. Rainer Bourdon (links) und Laborbereichssprecher Prof. Thorsten Krumpholz (rechts) gratulieren Niklas Heilemann und Tina Kuhn zu ihrer Auszeichnung. (Bild: Hochschule Osnabrück / Dirk Bröker) Gleich zwei duale Studierende der „Kunststofftechnik im Praxisverbund“ an der Hochschule Osnabrück beenden ihre studienbegleitende Ausbildung in nordrhein-westfälischen Unternehmen als Landesbeste. Gleich zwei duale Studierende der „Kunststofftechnik im Praxisverbund“ an der Hochschule Osnabrück erzielten jetzt einen großen Erfolg: Tina Kuhn und Niklas Heilemann beendeten ihre Ausbildung in der Verfahrensmechanik als Landesbeste in Nordrhein-Westfalen. Die IHK Nord Westfalen zeichnete die ehemaligen Azubis für die besten Abschlüsse in den Fachrichtungen „Formteile“ beziehungsweise „Halbzeuge“ im gesamten Bundesland aus. Tina Kuhn absolvierte in ihrem dualen Studium eine Ausbildung beim Münsteraner Filterhersteller Hengst Filtration, ihr Kommilitone Niklas Heilemann – beim Unternehmen Bischof + Klein aus Lengerich, dem Spezialisten für flexible Kunststoffverpackungen und technische Folien. Verkürzte Ausbildung mit Bravour bestanden Seit dem Wintersemester 2017 sind die beiden dualen Studierenden an der Hochschule Osnabrück eingeschrieben. Das erste Semester verbrachten sie komplett auf dem Campus. Danach ging es für drei Tage die Woche in die Ausbildungsbetriebe; an den beiden anderen Tagen besuchten sie Vorlesungen und machten Praktika in den Hochschullaboren des Bereichs Kunststofftechnik. Ihre Gesellenprüfungen im Rahmen einer verkürzten Ausbildung haben die beiden Azubis nun mit Bravour bestanden. „Herausfordernd“ und zugleich „toll“: Mix aus Theorie und Praxis im dualen Studium Die Entscheidung für das Studium der „Kunststofftechnik im Praxisverbund“ an der Hochschule Osnabrück würden sie jederzeit wieder treffen, so die beiden Studierenden. „Die ersten beiden Semester sind eine Herausforderung, danach hat man sich eingefunden,“ sagt Tina Kuhn. Die Abiturientin hat ihren Weg ins Studium über das Niedersachsen-Technikum gefunden: Dieses gemeinsame Programm der niedersächsischen Hochschulen und Unternehmen kombiniert Schnupperstudium mit Industriepraktika und gibt (Fach-)Abiturientinnen so Orientierung in technischen Berufen. Dank der erfolgreichen Teilnahme daran bekam die ehemalige „Technikantin“ ihr erstes Fach schon zu Beginn des Studiums angerechnet. Niklas Heilemann hat vor dem Start seines dualen Studiums bereits eine andere Ausbildung gemacht – zum Industriemechaniker, ebenfalls bei Bischof + Klein. Danach wollte er sich weiterbilden: „Das Tolle am dualen Studium ist der Mix aus Theorie und Praxis – viele theoretische Inhalte lassen sich direkt mit der Anwendung verknüpfen“, so der 24-Jährige aus Hörstel-Riesenbeck in Nordrhein-Westfalen. Herausragende Leistungen – in der Ausbildung wie im Studium Prof. Thorsten Krumpholz, Sprecher des Laborbereichs Kunststofftechnik, ist stolz auf die Leistungen von Tina Kuhn und Niklas Heilemann: „Ich freue mich auch, dass wir an der Hochschule einen wichtigen Beitrag zu ihrem herausragenden Erfolg leisten konnten.“ Der Studiengangsleiter Prof. Rainer Bourdon ergänzt: „Bereits jetzt ist absehbar, dass die beiden Studierenden in Kürze einen exzellenten Studienabschluss erzielen werden.“ Niklas Heilemann wird danach in seinem Lehrbetrieb tätig sein. Seine Kommilitonin Tina Kuhn plant im Anschluss ein Masterstudium der „Angewandten Wissenschaften“ an der Hochschule Osnabrück – „natürlich in Richtung Kunststofftechnik“, so die 22-jährige Osnabrückerin. von IuI März 2021: Online-Infomationsveranstaltung für BerufsschülerInnen Am 15.02 und am 09.03. fanden Infoveranstaltungen für interessierte BerufsschülerInnen der BBS Brinkstrasse in Osnabrück und der Berufsbildenden Schule in Nordhorn. Die SchülerInnen hatten die Möglichkeit, im Onlineformat Fragen zum Studium und zu den anschließenden Berufsmöglichkeiten stellen. Die teilnehmenden SchülerInnen sind überwiegend im dritten Lehrjahr und stehen somit kurz vor der Abschlussprüfung. Mit Stefan Krebeck nahm auch ein Masterstudent der Kunststofftechnik teil, um Fragen aus der Sicht der Studierenden zu beantworten. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde gaben die Professoren Frau Petersen, Herr Krumpholz und Herr Bourdon einen Überblick über die Studienmöglichkeiten in der Kunststofftechnik. Die Hochschule bietet ihren Studierenden ein durchweg praxisorientiertes Studium, um Sie optimal auf das Berufsleben vorzubereiten. Auch die Möglichkeit eines Auslandaufenthaltes an einer der vielen Partneruniversitäten der Hochschule Osnabrück steht den Studierenden offen. „Das Besondere am Studiengang ist die familiäre Atmosphäre. Durch die kleinen Gruppen lernt man sich schnell kennen und die Professoren können individuell auf die Fragen der Studierenden eingehen“ berichtet Stefan Krebeck. von IuI Pressemitteilungen aus dem Jahr 2020 November 2020: Statuskonferenz im Forschungsschwerpunkt LightConnect Der wissenschaftliche Mitarbeiter Philipp Land berichtete von der erfolgreichen Inbetriebnahme der neuen Spritzgussmaschine, die im Juni 2020 an der Hochschule aufgestellt wurde. (Foto: Hochschule Osnabrück / Anne Hesselink) Am 26. November fand an der Hochschule Osnabrück das jährliche Statusseminar des Forschungsprojekts „LightConnect“ statt – corona-bedingt zum ersten Mal im Online-Modus. Die Veranstaltung wurde aus dem Labor für Kunststoffverarbeitung an die Partner übertragen. Nach der Begrüßung gab Prof. Dr. Thorsten Krumpholz einen kurzen Überblick zum Projektstand und stellte die neuen Mitarbeitenden vor: Anne Hesselink, die das Projekt in organisatorischen Belangen unterstützt, und Stefan Kerkenberg, der die Arbeiten von Philipp Land fortführen wird. Anschließend präsentierte das Projektteam die Ergebnisse aus den jeweiligen Teilprojekten. So berichtete Philipp Land von der erfolgreichen Inbetriebnahme der neuen Spritzgussmaschine, die im Juni 2020 an der Hochschule aufgestellt wurde. Die Konstruktion eines Werkzeugs für ein Demonstratorbauteil erfolgte mit Unterstützung des Projektpartners BOGE Elastmetall. Zum Stand des Meetings konnte bereits eine Vielzahl an Demonstratorbauteilen gespritzt werden, an denen umfangreiche Untersuchungen durchgeführt wurden. Die mechanischen Versuche, durchgeführt und ausgewertet von Jan-Marc Tiemann und Alexander Pluznikow, zeigten vielversprechende Ergebnisse: Die mechanischen Eigenschaften und die Betriebsfestigkeit des CFK-Bauteils sind durchaus vergleichbar mit denen der konventionellen Federbeinaufnahme. In einigen Versuchen bewies das Bauteil aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) sogar bessere mechanische Eigenschaften. So ließen sich durch Substitution des konventionellen Aluminiumbauteils rund 30 Prozent an Gewicht einsparen. In der anschließenden Diskussion zeigten sich die Projektpartner sehr zufrieden und beeindruckt von den bisherigen Ergebnissen. Insgesamt blickt das Projektteam auf ein erfolgreiches Jahr zurück, in dem es trotz Corona kaum Verzögerungen gab. Alle Beteiligten freuen sich schon auf das Abschlussjahr 2021. Von Anne Hesselink November 2020: Laborbereich Kunststofftechnik gestaltet die hochschulweite Projektwoche 2020 aktiv mit! Viele Kosmetikartikel enthalten Mikroplastik. Dieses sind oft gar nicht so leicht zu erkennen. (Foto: Hochschule Osnabrück) Die Studierenden haben für das Balanceboard zunächst ein Designkonzept erstellt und es anschließend aus Faserverstärktem Kunststoff selbst hergestellt (Foto:Hochschule Osnabrück) Der Laborbereich Kunststofftechnik beteiligte sich auch dieses Jahr wieder mit insgesamt vier interessanten Themen an der hochschulweiten Projektwoche vom 09.-13. November 2020. Im Labor für CAE und Faserverbundwerkstoffe von Prof. Dr. Thorsten Krumpholz war das Ziel des Projekts „Entwicklung und Herstellung eines Balanceboards aus Faserverstärkten Kunststoff“ die Konstruktion und Auslegung eines möglichst leichten Balanceboards aus faserverstärktem Kunststoff. Die Studierenden haben unter Berücksichtigung verschiedener Leichtbauaspekte unter Anleitung von Frau Stephanie Hölzen und Herrn Finn Wichelhaus (wiss. Mitarbeiter(in) im Team von Herrn Krumpholz) ein Designkonzept sowie eine belastungsgerechte Konstruktion für zwei verschiedene Varianten entwickelt, welche praktisch im Labor für Faserverbundkunststoffe umgesetzt worden sind. Dabei sind zunächst zwei Werkzeuge gebaut worden, welche die unterschiedlichen Formen der Balanceboards abbilden. Mittels Vakuuminfusion haben die Studierenden dann eine sehr leichte Variante aus Kohlenstofffasern und eine nachhaltigere biobasierte Variante aus Flachsfasern hergestellt und im Anschluss erfolgreich selbst testen können. Das Thema „ Nachhaltigkeit bei Lebensmittelverpackungen aus Kunststoff im Supermarkt – was geht , was muss , was kann? “ wurde mit Prof. Dr. Rainer Bourdon und Herrn Ralf Schwegmann vom Labor für Kunststoffverarbeitung bearbeitet. Dabei ging es zunächst um eine umfassende Bestandsaufnahme der verwendeten Kunststoffe für Lebensmittelverpackungen und deren Anforderungen. Dies führte dann auch zu einer differenzierten Analyse des Einsatzes von unterschiedlichen Verpackungstypen, wie beispielsweise Mehrschicht- und Verbundfolien. Nach einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema von möglichen Alternativwerkstoffen für Lebensmittelverpackungen wurden Lösungs- und Verbesserungsvorschläge erarbeitet. In der fakultätsübergreifenden „Projektwerkstatt – WIR in der Gesellschaft“ befassen sich Studierende mit gesellschaftspolitischen Fragestellungen. Der Laborbereich Kunststofftechnik war dieses Jahr mit zwei Projekten aus dem Bereich „Nachhaltigkeit“ in dieser Projektwerkstatt vertreten. So entwickelten beispielsweise Studierende aus verschiedensten Fachbereichen in dem Projekt „ Wege aus der Plastikkrise “ mit Prof. Dr. Svea Petersen, Professorin für Chemie und Oberflächenmodifikation polymerer Biomaterialien, und Frau Hannelore Schmidt Ideen, wie Wege aus der Plastikkrise aussehen können. Was können Verbraucher also tun, um bewusster mit Verpackungsmüll umzugehen? Was muss die Politik regeln, um das Leben plastikfreier zu gestalten? Was gibt es an werkstofflichen Alternativen? Das sind Fragen, mit denen sich die Studierenden dem Weg aus der Plastikkrise näherten. „Für mich ist es total spannend, sich mit dem Thema Plastikmüll stärker zu befassen, dass uns alle im Alltag betrifft und mit dem wir uns mehr beschäftigen sollten“, erzählt Jessica Bernhold, Studentin der Sozialen Arbeit. Das Labor für Kunststoffprüfung und Polymerphysik stellte im Rahmen der Projektwerkstatt die Frage „ Muss das sein? Kunststoffe in Kosmetik- und Hygieneartikeln “. In der einwöchigen Projektwoche bearbeiteten zehn Studierende zusammen mit Prof. Dr. Markus Susoff und Herrn Dirk Bröker dieses Thema in vielfältiger Weise; so wurden einerseits wissenschaftliche Fakten zu diesem Thema gesammelt und aufgearbeitet, andererseits wurden in einer „Do-it-youself“-Gruppe eine Vielzahl von Kosmetikartikeln, wie beispielsweise ein Duschpeeling oder eine Mascara selbst hergestellt und im Selbstversuch getestet und bewertet. Diese Produkte konnten dann noch punktuell im Labor auf Ihre Eigenschaften untersucht und mit kommerziellen Produkten verglichen werden. von: Fakultät IuI November 2020: Der Laborbereich stellt seine Angebote für die regionale Wirtschaft vor Die Online-Veranstaltung wurde aus dem Technikum des Labors für Kunststoffverarbeitung übertragen. Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz eröffnet das mit insgesamt 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr gut besuchte Meeting. (Foto: Hochschule Osnabrück) Zusammen mit dem Kunststoffnetzwerk Ems-Achse hat der Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück seine Angebote für die regionale Kunststoff-Industrie dargestellt und für das duale Studium „Kunststofftechnik im Praxisverbund (KPV)“ in Osnabrück geworben. Die Online-Veranstaltung ist auf großes Interesse der Wirtschaft gestoßen. Unter Federführung von Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz (Laborbereichsleiter Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück) und Dr. Thorsten Heilker (Netzwerkmanager Kunststoffnetzwerk Ems-Achse) wurde die Online-Leistungsshow der Hochschule Osnabrück im Bereich der Kunststofftechnik initiiert. Mit exakt 70 Teilnehmern war die Veranstaltung hervorragend besucht. Die digitale Leistungsshow wurde aus dem Technikum des Labors für Kunststoffverarbeitung übertragen. Nach einer Einführung durch Dr. Thorsten Heilker und Prof. Krumpholz wurde zunächst allgemein der Laborbereich Kunststofftechnik und dann im Detail das duale Studium „Kunststofftechnik im Praxisverbund (KPV)” vorgestellt. In Osnabrück werden gleichzeitig bis zu 80 Studierende im Bereich Kunststofftechnik ausgebildet. Die KPV-Studierenden streben dabei in den Unternehmen oftmals die Ausbildung als Verfahrensmechaniker oder -mechanikerin für Kunststoff- und Kautschuktechnik an. Im dualen Studium sind zudem Ausbildungsgänge in weiteren Berufsfeldern möglich, beispielsweise in dem Technischen Produktdesign, der Werkstoffprüfung sowie als Chemielaborantin oder Chemielaborant. Im nächsten Block der Veranstaltung stand die Vorstellung der sechs Labore auf dem Programm: Die Professorin Svea Petersen und ihre Kollegen, Prof. Rainer Bourdon, Prof. Thorsten Krumpholz und Prof. Markus Susoff, berichteten dabei über ihre Forschungstätigkeiten und erörterten Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit der Industrie in verschiedenen Bereichen: Von der Kunststoffprüfung , -CAE und -verarbeitung über Organische Chemie und Polymerchemie bis hin zu Faserverbundkunststoffen , Oberflächenmodifikation und Polymerphysik. Im Laborbereich Kunststofftechnik sind in den vergangenen Jahren Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit einem Volumen von mehr als 4 Mio. Euro bearbeitet worden. Für die Zukunft sind aktuell Projekte mit einem Volumen von über 2,5 Mio. Euro in Planung. Dabei werden die Projekte fast durchgängig auch im Rahmen von Kooperationen mit der Wirtschaft durchgeführt. Auch die umfangreiche gerätetechnische und maschinelle Ausstattung der Labore ist für die regionale Industrie jederzeit nutzbar. Die Veranstaltung wurde abgerundet durch Stimmen der Industrie und aktueller Studierender. Dabei wurde sowohl die Kooperation im Rahmen von Forschungsprojekten als auch das Studium Kunststofftechnik im Praxisverbund gelobt. Die gelungene Kombination aus praktischer Ausbildung und angemessener theoretischer Tiefe für das Verständnis der Kunststoffe ist hier ein wichtiges Markenzeichen. Die kunststofftechnischen Studiengänge der größten Fachhochschule Niedersachsens, insbesondere Kunststofftechnik im Praxisverbund (KPV), sind zur Sicherstellung von qualifiziertem Nachwuchs für die regionale Kunststoffindustrie unverzichtbar. – Darin sind sich Wirtschaft und Wissenschaft einig. Die im Rahmen der Veranstaltung gezeigte Präsentation ist auf Wunsch erhältlich. Weitere Informationen: Hochschule Osnabrück Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz Tel.: 0541 969-7132 E-Mail: t.krumpholz@hs-osnabrueck.de Von: Fakultät IuI Oktober 2020: Prof. Dr. Svea Petersen ist zu Gast beim Podcast "Hochschulstimmen" Prof. Dr. rer. nat. habil. Svea Petersen spricht im Podcast u.A. über Chemie im Alltag (Foto: Hochschule Osnabrück) Prof. Dr. Svea Petersen ist Professorin für Chemie und Oberflächenmodifikation polymerer Biomaterialien. Im Podcast "Hochschulstimmen" spricht Sie mit Julia Gravenstein und Prof. Dr. Karsten Morisse darüber wie uns Chemie im Alltag alle betrifft, aber denoch für viele zunächst abschreckend ist und warum wir zwar in einer Kunststoffkrise stecken, aber das Thema aktueller denn je ist. Hören Sie hier die ganze Folge Von : Fakultät IuI August 2020: Dr. Markus Susoff übernimmt die Professur für Polymerphysik und Kunststoffprüfung Prof. Dr. Markus Susoff ist neuer Professor für Kunststoffprüfung und Polymerphysik an der Hochschule Osnabrück. (Bild: Hochschule Osnabrück) Prof. Dr. rer. nat. Markus Susoff ist neuer Professor für Kunststoffprüfung und Polymerphysik an der Hochschule Osnabrück und Leiter des gleichnamigen Labors im Laborbereich Kunststofftechnik. Der Nachfolger von Prof. Dr. Norbert Vennemann will die Forschungskompetenz des Labors zielgerichtet erweitern und setzt dabei auf enge Zusammenarbeit mit Unternehmen. Prof. Dr. Markus Susoff, Jahrgang 1978, absolvierte sein Diplomstudium in Physikalischer Chemie an der TU Clausthal, wo er auch im Bereich Polymerphysik 2009 promovierte. Nach einer Post-Doc-Zeit an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften trat er in die BASF Polyurethanes ein. Dort leitete er innerhalb der globalen Polyurethanforschung für mehr als sechs Jahre das Labor für Polymerphysik. Im Anschluss war er als Gruppenleiter Materialwissenschaften für das Pharma- und Medizintechnikunternehmen B. Braun Melsungen in der Sparte Hospital Care mit dem Schwerpunkt auf medizinischen Einmalprodukten aus Kunststoffen aktiv. Arbeitsschwerpunkte seines Labors für Kunststoffprüfung und Polymerphysik liegen im Bereich der elastomeren Materialien, insbesondere der thermoplastischen Elastomere (TPE), und deren Prüfung, Charakterisierung und Erarbeitung von Struktur-Eigenschaftsbeziehungen. Damit knüpft Susoff an die bestehende Kompetenz des Labors an und wird diese weiterführen und zielgerichtet erweitern. Speziell Polyurethane sollen zukünftig eine größere Rolle in Forschung und Lehre einnehmen. „Neben innovativen Materiallösungen für technische Anwendungen werden wir in enger Partnerschaft mit Unternehmen zukünftig auch Aspekte der Kreislaufwirtschaft untersuchen – insbesondere für elastomere Materialien“, so der Osnabrücker Professor. Von Susoffs Expertise und Forschungsaktivitäten werden auch Studierende der Kunststofftechnik und des Masters „Angewandte Werkstoffwissenschaften“ profitieren. Neben Vorlesungen gehören für sie auch Praktika, Projekte und Abschlussarbeiten im Labor für Kunststoffprüfung und Polymerphysik zum Studienprogramm. Kontakt: Hochschule Osnabrück Prof. Dr. Markus Susoff Tel.: 0541 969-2940 E-Mail: m.susoff@hs-osnabrueck.de Von: Fakultät IuI Juli 2020: Neue Spritzgießmaschine von Arburg an der Hochschule in Osnabrück Neue Spritzgießmaschine von Arburg wird nun für Lehre und Forschung im Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück eingesetzt. Darüber freuen sich (von rechts:) Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz; Michael Sperling; M. Sc. Philipp Land; Ralf Schwegmann; Dipl.-Ing. Holger Plegge; Prof. Dr.-Ing. Rainer Bourdon. (Foto: Hochschule Osnabrück / Dirk Bröker) Osnabrück, 23.07.2020 Dem Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück steht ab sofort eine weitere Spritzgießmaschine der Firma Arburg aus Loßburg, für Lehr- und Forschungszwecke zur Verfügung. Im Juni übernahmen die beiden Professoren der Hochschule Osnabrück, Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz (Leiter des Laborbereichs Kunststofftechnik) und Prof. Dr.-Ing. Rainer Bourdon (Leiter des Labors für Kunststoffverarbeitung) den „Allrounder 570 H“ von den Vertretern des Loßburger Unternehmens Arburg, Dipl.-Ing. Holger Plegge (Gebietsverkaufsleiter) und Michael Sperling (Verkaufsberater). Damit wird die seit Jahren hervorragende Zusammenarbeit zwischen einem der Weltmarktführer für Spritzgießmaschinen und der Hochschule Osnabrück unter optimierten Rahmenbedingungen fortgeführt. In der praxisorientierten Lehre werden die Studierenden direkt an den Maschinen ausgebildet, unter anderem vom Laboringenieur Ralf Schwegmann . Von den Laborpraktika auf dem neuesten Stand der Technik profitieren Studierende des regulären Bachelorstudiengangs Kunststofftechnik und seiner dualen Variante „Kunststofftechnik im Praxisverbund“ sowie des Masters „Angewandte Werkstoffwissenschaften“ . „Dies ist ein enormer Vorteil insbesondere für die Kunststoffindustrie der Umgebung, die die direkt in der Praxis einsetzbaren Absolventinnen und Absolventen der Hochschule Osnabrück sehr zu schätzten weiß“, betont Krumpholz. Gerade in der aktuellen Lage braucht es gut ausgebildete Köpfe, die zukunftsorientiert denken und sich den Herausforderungen um den Werkstoff Kunststoff stellen. – Darin sind sich Arburg und die Hochschule Osnabrück einig. Die neue Spritzgießmaschine wird neben der Lehre aber auch in der Forschung eingesetzt. Hier ist neben vielen weiteren Themen insbesondere der Hochschul-Forschungsschwerpunkt „Light Connect“ zu nennen. Partner der Kunststoffindustrie, Ems Chemie und Boge Elastmetall, entwickeln zusammen mit Volkswagen und der Hochschule Osnabrück einen Prototyp, um zukünftig besonders hochbelastete Strukturbauteile aus dem Bereich Automotive im Kunststoff-Spritzguss großserientechnisch als Alternative zu Stahl und Aluminium zu realisieren. Dabei spielt das Thema Anisotropie aufgrund der einzusetzenden Faserverstärkung eine erhebliche Rolle. Unter der Leitung von Prof. Krumpholz arbeitet Philipp Land als wissenschaftlicher Mitarbeiter mit dem Ziel der Promotion in diesem Forschungsschwerpunkt daran, das Verhalten anisotroper Kunststoffe auch simulativ mittels Finite Elemente Methode vorherzusagen – beispielsweise für die Bereiche Crash und Lebensdauer. An einem Demonstrator für Federbeindome konnten hier schon sehr vielversprechende Ergebnisse erzielt werden. Dieser Demonstrator wird aktuell auf der neuen Spritzgießmaschine zur Validierung der Forschungsergebnisse produziert. Weitere Informationen: Hochschule Osnabrück Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz Tel.: 0541 969-7132 E-Mail: t.krumpholz@hs-osnabrueck.de Februar 2020: Studierende zu Gast bei BOGE - Wie stelle ich einen Flummi her? Teilnehmer der Exkursion zur Firma BOGE in Damme (Foto: BOGE Rubber & Plastics) Osnabrück, 07.02.2020 15 Studierende, die an der Hochschule Osnabrück den Master of Science in den Angewandten Werkstoffwissenschaften (M.Sc.) anstreben, waren am Mittwoch (5. Februar) zu Gast bei der Firma BOGE in Damme. Im Rahmen ihres Praktikums zur Vorlesung „Elastomerwerkstoffe in der Fahrwerktechnik“ präsentierten die Studierenden die Ergebnisse ihrer Arbeit „Herstellung eines Flummis von der Mischungs-Rezeptur über die Industrialisierung bis zur Marketingstrategie“. Zudem hielt Dr. Thomas Wagner vom Unternehmen Kraiburg einen Vortrag zum Thema „Innovative Produkte mit thermoplastischen Elastomeren“. Neben traditionellen Produkten, wie technischen Gummimischungen und Gummi für die Reifenrunderneuerung, stellt Kraiburg eine Vielzahl von Produkten aus Gummi her und gehört zu den führenden Anbietern von Thermoplastischen Elastomere. Abgerundet wurde der Besuch mit einer Unternehmenspräsentation von BOGE und einer Werksführung, die von Ralf Scheibelhut und Dr. Matthias König durchgeführt wurde. Pressemitteilungen aus dem Jahr 2019 Dezember 2019: 25. Materials Day und Statuskonferenz Forschungsschwerpunkt LightConnect V.l.n.r: Dipl.-Ing. (FH) Alexander Giertler (Hochschule Osnabrück); Robin Bappert (RWTH Aachen University, Institut für Eisenhüttenkunde); Heinrich von Lintel (Hochschule Osnabrück); Jan-Marc Tiemann (Hochschule Osnabrück); Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz (Hochschule Osnabrück); Philipp Land (Hochschule Osnabrück); Alexander Pluznikov (Hochschule Osnabrück); Thomas Graf (Ems Chemie AG, Domat/Ems, CH) Osnabrück, 04.12.2019 Am 21. November 2019 fand der 25. Materials Day als gemeinsame Veranstaltung von VDI, WIP e.V. und TECHNOS e.V. statt. Mehr als 100 Studierende und Fachleuten aus der Industrie und Forschung sowie Technik-Interessierte folgten der Einladung in die KME Academy. Die Verantwortlichen zeigten sich äußerst zufrieden mit dem Interesse an den diesjährigen Themen. Unter der Leitung von Prof. Dr. Thorsten Krumpholz wurden in dem ersten Teil hauptsächlich Ergebnisse des Forschungsschwerpunktes LightConnect präsentiert. Dipl.-Ing. Alexander Giertler, moderierte als Leiter des VDI Arbeitskreises Werkstofftechnik die Themen Additive Fertigung und Fügetechnik, wobei es sich um Ergebnisse aus Masterarbeiten handelte. Weitere Informationen finden Sie hier . November 2019: Prof. Dr.-Ing. Krumpholz übernimmt den Vorsitz im WIP-Kunststoffe v.l.n.r.: WIP-Vorstand - Wilhelm Korte-Dirxen, Röchling; Prof. Dr. Hans-Josef Endres, Professor am IKK der Leibniz Universität; Prof. Dr. Thorsten Krumpholz, Professor im IuI an der Hochschule Osnabrück und neuer Vorsitzender; Werner Ternka, TPK Kunststofftechnik und stellv. Vorsitzender; Prof. Dr. Norbert Vennemann, Professor i.R. des IuI an der Hochschule Osnabrück und eheml. Vorsitzender; Alexander Hein, Konstruktionsbüro Hein Osnabrück, 26.11.2019 Die Mitgliederversammlung des WIP-Kunststoffe wählte Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz zum neuen Vorsitzenden. Er löst Prof. Dr. Norbert Vennemann ab, der nach sechs Jahren erfolgreicher Arbeit an der Spitze des WIP-Netzwerks in den Ruhestand geht. Alle weiteren Vorstandsmitglieder wurden von den Mitgliedern bestätigt. Der Fokus auf die Zirkuläre Wirtschaft wurde noch einmal geschärft. Weitere Informationen finden Sie hier . November 2019: Ankündigung: Fachvortrag zum Thema „Werkzeugsystem mit drehendem Kern“ auf dem International Symposium on Plastics Technology am 10.03.2020 in Aachen Graphische Darstellung des Werkzeuges zum drehenden Kern inklusive der Funktionsweise Osnabrück, 25.11.2019 Im März des kommenden Jahres findet erstmal das International Symposium on Plastics Technology im Vorfeld des 30. IKV-Kolloquiums in Aachen statt. Auf dieser Konferenz werden von Philipp Land und Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz unter dem Titel „Targeted manipulation of fibre orientation through relative movement in an injection mould“ aktuelle Forschungsergebnisse zum Werkzeugsystem mit drehendem Kern präsentiert. Auf dem Symposium am 10.03.2020 werden wissenschaftliche Ergebnisse in sechs Sessions zu den thematischen Schwerpunkten Kreislaufwirtschaft, Extrusion, hybride Materialien und additive Fertigung, Spritzgießen, Leichtbautechnologien sowie Simulation und Digitalisierung vorgestellt. Bei Fragen zu dem kommenden Vortrag oder dem Werkzeugsystem mit drehendem Kern können Sie uns gerne kontaktieren: Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz Labor für Kunststoff-CAE und Faserverbundkunststoffe E-Mail: t.krumpholz@hs-osnabrueck.de Tel.: +49 (0)541 969 7132 November 2019: Seminar „Spritzgießen in Theorie und Praxis“ Teilnehmer des Industrieseminars „Spritzgießen in Theorie und Praxis“ (Foto: Hochschule Osnabrück) Osnabrück, 25.11.2019 Auch im Wintersemester 2019 fand in den Monaten September bis November das Industrieseminar „Spritzgießen in Theorie und Praxis“ statt. Diese jährlich ein- bis zweimal stattfindende Veranstaltung vermittelt an drei Lehrgangsteilen mit jeweils zweieinhalb Tagen in kompakter Form Prozesswissen im Bereich des Spritzgießens. Dazu gehören die Verarbeitungseigenschaften wichtiger thermoplastischer Kunststoffe, Maschinen- und Werkzeugtechnik, mögliche Spritzgießfehler und deren Behebung sowie die komplexen Zusammenhänge der die Formteilqualität beeinflussenden Prozessparameter. Zum Abschluss wird das erlernte Wissen der Teilnehmer in einer schriftlichen Prüfung abgefragt. Das Seminar beinhaltet theoretische Teile sowie praktische Übungsteile an der Spritzgießmaschine und an Prüfgeräten. Zur Zielgruppe gehören Experten aus der Industrie, die mehr über dieses Themenfeld erfahren möchten, z.B. aus Produktion, Qualitätssicherung, Konstruktion, Projektmanagement, aber auch aus Kalkulation und Controlling. Angeboten und durchgeführt wird das Seminar von der Professional School der Hochschule Osnabrück und dem Labor für Kunststoffverarbeitung . Ansprechpartner: Prof. Dr. Bourdon R. Schwegmann November 2019: Internationaler Besuch im Laborbereich Kunststofftechnik Frau Natalia Coppi Manica aus Brasilien und Frau Rawiporn Promsung aus Thailand (Foto: Prof. Dr. rer. nat. habil. Claudia Kummerlöwe) Osnabrück, 21.11.2019 Das Labor für Polymerchemie der Hochschule Osnabrück hat dieses Jahr die Ehre zwei Gaststudentinnen betreuen zu dürfen. Natalia Coppi Manica studiert Chemie in Brasilien und nimmt dieses Semester im internationalen Austauschprogramm UAS7 teil. Rawiporn Promsung kommt aus Thailand und führt im Rahmen ihre Doktorarbeit Forschungsarbeiten unter Betreuung von Prof. Dr. rer. nat. habil. Claudia Kummerlöwe und Prof. Dr. rer. nat. Norbert Vennemann durch. Frau Promsung untersucht eine neue Vernetzungsreaktion für Naturkautschuk-Latex, die es ermöglicht Naturkautschuk schon bei Raumtemperatur zu vulkanisieren. Frau Manica untersucht die thermischen Eigenschaften der von Rawiporn hergestellten Naturkautschukproben. Obwohl beide Studentinnen erst Ende September nach Deutschland gekommen sind, haben sie bereits an vielen Exkursionen teilnehmen dürfen. Dazu zählen unter anderem die Exkursion nach Dresden, die Kunststoff-Messe in Düsseldorf oder die Werksbesichtigung bei Evonik. Damit der interkulturelle Austausch nicht in den Hintergrund gerät, werden viele verschiedene Aktivitäten außerhalb der Hochschule organisiert. Somit hatten die Damen bereits die Möglichkeit auf dem Oktoberfest zu tanzen sowie Berlins bekannteste Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. November 2019: Modernisierung der servohydraulischen Prüfmaschine Servohydraulischen Prüfmaschine der Firma ZwickRoell GmbH & Co. KG (Quelle: https://www.zwickroell.com/de-de/servohydraulische-pruefmaschinen/ha-ermuedungspruefmaschine) Osnabrück, 06.11.2019 Aktuell wird im Labor für Kunststoff-CAE und Faserverbundkunststoffe eine servohydraulische Prüfmaschine der Firma ZwickRoell GmbH & Co. KG modernisiert. Mit der Anlage können Dauerschwingversuche im Lastbereich bis 100 kN durchgeführt werden, die zur Charakterisierung der Werkstoffermüdung unter wechselnder mechanischer Belastung dienen. Üblicherweise werden hierbei Probekörper, ausgehend von deren statischen Festigkeiten, unter zyklischer Belastung bei verschiedenen Lastniveaus geprüft, bis Versagen eintritt oder eine definierte Anzahl an Zyklen durchgelaufen ist. Mit den Prüfergebnissen können Wöhlerkurven erstellt werden, die zur Auslegung und Simulation von zyklisch beanspruchten Bauteilen dienen. Kennwerte können mit dieser Anlage über Zug-, Druck- und Wechsellastversuche ermittelt werden. Folgende Versuche können aktuell mit der servohydraulischen Prüfmaschine durchgeführt werden: Zugprüfungen 3-Punkt-Biegung 4-Punkt-Biegung Prüfungen zur interlaminaren Scherfestigkeit von Composite-Materialien Durch hohen Maximalkräfte eignet sich die Anlage neben Standardversuchen auch für individuelle Komponenten- oder Bauteilversuche. Es wurden beispielsweise im Rahmen eines Forschungsprojektes zu einer Bio-Composites-Bridge bereits Dauerschwingversuche an Verbindungselementen durchgeführt. Zusätzlich zu der Modernisierung der Prüfmaschine wird zeitnah eine Temperierkammer installiert, die Prüfungen im Temperaturbereich von - 40 °C bis 150 °C ermöglicht. Hiermit sollen im Forschungsschwerpunkt LightConnect Dauerschwingversuche bei verschiedenen Temperaturen an einem langkohlefaserverstärkten Polyamid durchgeführt werden. Die Versuche dienen zur Auslegung einer Kunststofffederbeinaufnahme eines PKWs, die im Rahmen des Forschungsprojektes gemeinsam mit u.a. EMS Chemie, Volkswagen Osnabrück und BOGE Elastmetall entwickelt wird. Falls Interesse an Versuchen oder Forschungsprojekten im Bereich von Dauerschwingversuchen von Kunststoffen oder Kunststoffkomponenten und deren Auslegung besteht, können Sie uns gerne kontaktieren: Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz Labor für Kunststoff-CAE und Faserverbundkunststoffe E-Mail: t.krumpholz@hs-osnabrueck.de Tel.: +49 (0)541 969 7132 November 2019: Neue dynamische Prüfmaschine für Hochgeschwindigkeitsprüfungen an Kunststoffen mit bis zu 20 m/s Hochgeschwindigkeitsprüfmaschine der Firma ZwickRoell GmbH & Co. KG (Foto: Hochschule Osnabrück / Philipp Land) Osnabrück, 06.10.2019 An der Hochschule Osnabrück wurde eine neue Hochgeschwindigkeitsprüfmaschine in Betrieb genommen. Mit der Anlage von ZwickRoell GmbH & Co. KG, Ulm, können Zug-, Druck- und Durchstoßversuche im Geschwindigkeitsbereich von 0,1 m/s bis 20 m/s durchgeführt werden. Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erfolgt eine gemeinsame Nutzung von den Laborbereichen Kunststofftechnik, Materialdesign und Werkstoffzuverlässigkeit sowie der Fahrzeugtechnik. Die neue Maschine weist folgende Spezifikationen auf: Lastbereich bis 50 kN 250 mm Kolbennutzhub Prüfgeschwindigkeiten von 0,1 bis 20 m/s Dehnungsauswertung über Hochgeschwindigkeitskamera Die Auswertung der Dehnung erfolgt durch Grauwertkorrelation an Proben, die vorher mit einem stochastischen Muster präpariert wurden. Um bei der Dehnungsmessung den hohen Prüfungsgeschwindigkeiten und Dehnraten gerecht zu werden, kann die Kamera in Abhängigkeit der Bildgröße bis zu 480.000 Bilder pro Sekunde aufnehmen. Mit der Schnellzerreißmaschine können viele wissenschaftliche und technische Fragestellungen gelöst werden. Zum einen kann eine allgemeine Materialcharakterisierung von u.a. Kunststoffen, Klebe- und Schweißverbindungen bei hohen Dehnraten erfolgen, was vor allem für die Bereiche der Automobiltechnik und Luftfahrt von großem Interesse sind. Zum anderen ermöglichen diese Versuche die Generierung von dehnratenabhängigen Materialkarten für die Finite-Elemente-Crash-Simulation. Ferner kann mit Durchstoßversuchen nach ISO 6603-2 das Impactverhaltens von beispielsweise Sandwichstrukturen erfasst werden. Dies bietet u.a. die Möglichkeit zur Auswahl von geeigneten Materialien um Bauteilanforderungen an Steinschlag im Automobilbereich gerecht zu werden. Anwendung findet die Prüfmaschine bereits im Forschungsschwerpunkt LightConnect . Hier wird ein langkohlefaserverstärktes Polyamid charakterisiert, um Materialkarten für die Crashsimulation zu generieren. Die Prüfung erfolgt hierbei an Zugprobekörpern, die in 0 und 90° zur Fließrichtung aus spritzgegossenen Platten präpariert werden. Dies ermöglicht die Berücksichtigung der durch die Faserorientierung bedingten Anisotropie bei der Materialcharakterisierung und Struktursimulation. Das Labor für Kunststoff-CAE und Faserverbundkunststoffe hat seinen Forschungsschwerpunkt im Bereich der Struktursimulation von faserverstärkten Kunststoffen, in dem sich durch die Hochgeschwindigkeitsprüfmaschine neue Möglichkeiten im Bereich der Crashsimulation ergeben. Falls Sie als mögliche Kooperationspartner Interesse an Forschungsprojekten in diesem Bereich haben, können Sie uns gerne kontaktieren: Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz Labor für Kunststoff-CAE und Faserverbundkunststoffe E-Mail: t.krumpholz@hs-osnabrueck.de Tel.: +49 (0)541 969 7132 Oktober 2019: Besuch der K Messe in Düsseldorf Blasfolienanlage von W&H (Foto: WINDMÖLLER & HÖLSCHER KG) Osnabrück, 26.10.2019 Die Kunststoffmesse K2019 ist die Leitmesse für Kunststofftechnik weltweit. Unsere Exkursion vom 21.bis 24. Oktober stand ganz unter dem Motto: Nachhaltige Kunststofftechnik und Recycling. Mit 37 Teilnehmer*innen besuchten wir auf dem Weg nach Düsseldorf zunächst die Firma EMSA in Emsdetten. Nach Einführung in das Produktportfolio der Firmengruppe und einer ausgedehnten Werksbesichtigung wurden in der Abschlussdiskussion u.a. mögliche Aufgabenstellungen für Bachelor und Masterarbeiten sowie Tätigkeitsfelder angehender Berufsanfänger vorgestellt. Während des zweitägigen Messebesuchs auf der K2019 bearbeiteten 20 Studierende ihre Aufgaben zu den verschiedenen Themen im Rahmen der Projektwoche. Im weiteren Programm gab es einige sehr interessante Standführungen bei Firmen wie Arburg, BASF, Bruckner und Windmöller & Hölscher. Nach ereignisreichen Tagen und Nächten ;) in Düsseldorf, nahmen wir auf der Rückfahrt eine Einladung der Firma Evonik wahr. In kleinen Gruppen wurden wir hier durch den Chemiepark Marl geführt und konnten u.a. Polymerisationsanlagen, Prüflabore und das Labor der Anwendungstechnik besichtigen. Beim anschließenden Imbiss entstanden auch hier schnell Gespräche über mögliche Aufgabenfelder unserer Absolvent*innen im Unternehmen Evonik. Juli 2019: 21. Kunststofftagung an der Hochschule Osnabrück Referentinnen und Referenten der diesjährigen Kunststofftagung an der Hochschule Osnabrück (Foto: Arne von Brill / Hochschule Osnabrück) Osnabrück, 10.07.2019 Im Mittelpunkt der 21. Kunststofftagung an der Hochschule Osnabrück standen in diesem Jahr Klimawandel und Mobilität der Zukunft. Die Tagungsleiter Prof. Dr. habil. Claudia Kummerlöwe und Prof. Dr. Norbert Vennemann freuten sich über großes Interesse aus Wirtschaft und Wissenschaft: Rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen nach Osnabrück, um über neue Entwicklungen der Branche zu diskutieren und die begleitende Fachausstellung zu besuchen. Weitere Informationen zu der Kunststofftagung können Sie der Seite der Fachtagung "Fortschritte in der Kunststofftechnik" und den Nachrichten der Hochschule Onsabrück entnehmen. Juni 2019: Deutsch-französisches Studenten-Austauschprogramm mit der Universität Valenciennes / Frankreich im Bereich Kunststofftechnik Studierende und Betreuer der Besuchergruppe aus Valenciennes/Frankreich an der Hochschule Osnabrück im Bereich Kunststofftechnik (Foto: Hochschule Osnabrück) Osnabrück, 13.06.2019 Vom 13.05.-17.05.2019 waren wieder acht Studierende der Kunststofftechnik von unserer Partnerhochschule Valenciennes/Frankreich zu Gast im gleichnamigen Laborbereich an der Fakultät IuI . Auf dem Programm standen diverse Versuche und Führungen in den Laboren der Kunststofftechnik sowie eine Exkursion zur Fa. BOGE in Damme, einem führenden Automobil-Systemlieferanten in der Region. Außer den fachlichen Inhalten rundeten ein Willkommensempfang und der Besuch der Maiwoche das Programm ab und trugen zum interkulturellen Austausch bei. Die französischen Gäste waren begeistert vom vielseitigen und interessanten Programm der Besuchswoche sowie vom hohen Niveau der akademischen Lehre und den Forschungsaktivitäten im Kunststoffbereich. Beeindruckt und begeistert zugleich zeigten sie sich ebenfalls von der Stadt Osnabrück als attraktivem Hochschulstandort. Dank geht an alle Beteiligten des Laborbereiches Kunststofftechnik und an die beteiligten Studierenden für ihr Engagement, die tolle Unterstützung bzw. Vorbereitung. Ein Gegenbesuch unserer Studenten an der Partnerhochschule in Valenciennes ist wegen der in der Projektwoche 2019 geplanten Exkursion zur weltgrößten Kunststoffmesse, der K-2019 in Düsseldorf , wieder für die Projektwoche im Oktober 2020 geplant. Ansprechpartner an der Hochschule Osnabrück Prof. Dr.-Ing. Rainer Bourdon Juni 2019: Herr Döppenschmitt wurde Jahrgangsbester im Bereich DVW an der Hochschule Osnabrück Torben Döppenschmitt wurde Jahrgangsbester im Bereich DVW an der Hochschule Osnabrück Osnabrück, 13.06.2019 Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu könne, dass Herr Döppenschmitt Jahrgangsbester im Bereich DVW an der Hochschule Osnabrück werden konnte. Die Bachelorarbeit zum Thema „Untersuchungen zu additiv gefertigten Formen für die Herstellung endlosfaserverstärkter Kunststoffbauteile sowie zur strukturellen Auslegung am Beispiel eines Rennradrahmens“ wurde von Herrn Prof. Dr.-Ing. Krumpholz und Herrn Prof. Dr.-Ing. Jochen Forstmann begleitet. Sein Abitur absolvierte Herr Döppenschmitt im Jahr 2013 an der Angelaschule Osnabrück. Durch ein Praktikum bei der ONYX composites GmbH erhielt er erste Einblicke in die Faserverbundwerkstoffe. Zum Sommersemester 2015 begann er sein Studium mit der Fachrichtung Werkstofftechnik an der HS Osnabrück. Neben dem Studium arbeitete er im Bereich der Herstellung und Reparatur von Faserverbundbauteilen in einem Motorsportteam und konnte dort sein Wissen zum Thema Faserverbundwerkstoffe intensiv vertiefen. Neben der Begeisterung für Faserverbundwerkstoffe ist Herr Döppenschmitt auch seit acht Jahren begeisterter Radsportler. Diese beiden Interessen führten zu der Idee, die Bachelorarbeit der Entwicklung eines Rennradrahmens zu widmen. Es wurde im wissenschaftlichen Praxisprojekt und der Bachelorarbeit die Produktentwicklungskette von der Idee, über erste Skizzen, der Konstruktion in Catia, der Herstellung eines geometrischen Prototypen, bis zur strukturellen Auslegung und ersten Fertigungsversuchen durchlaufen. Die Besonderheit des Rahmens ist die Verwendung von 3D gedruckten Kunststoffformen zur Herstellung der kohlefaserverstärkten Bauteile (CFK). Ermöglicht werden konnte das Projekt dank der Unterstützung und des Netzwerks von Herrn Prof. Dr.-Ing. Krumpholz und Herrn Prof. Dr. Forstmann, deren Mitarbeitern sowie die Möglichkeit der Nutzung der Hochschuleinrichtungen. Herr Döppenschmitt plant nun bis zum Beginn seines Masterstudiums im kommenden Jahr verschiedene Praktika im Gebiet der Faserverbundwerkstoffe und angrenzenden Bereichen, sowohl im Handwerk, als auch in der Entwicklung zu absolvieren. Während seines Masters wird er die Inhalte der Bachelorarbeit bis zur vollständigen Umsetzung des Rennradrahmens weiterführen. Wir, der Laborbereich Kunststofftechnik , gratulieren Herrn Döppenschmitt ganz herzlich zu seinen Leistungen im Studium und seinem Bachelorabschluss! April 2019: Vorstellung des Laborbereiches Kunststofftechnik auf der KUTENO Quelle: www.kuteno.de Osnabrück, 09.04.2019 Wir, der Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück, werden uns vom 07. bis zum 09. Mai 2019 auf der KUTENO präsentieren. Sie finden uns im Festsaal am Stand Z22. Die Hochschule Osnabrück ist die größte und leistungsstärkste Hochschule für angewandte Wissenschaften in Niedersachsen. Mit etwa 100 Studiengängen ist das Lehrangebot im Bachelor-, Master- und Weiterbildungsbereich umfassend. Die 1971 gegründete Hochschule hat mit mehr als 13.500 Studierenden mittlerweile eine beachtliche Größe erreicht, trotzdem hat sie den Charakter eines vertrauten und persönlichen Lehr- und Lernortes gepflegt und erhalten. Der Laborbereich Kunststofftechnik besteht aus einem Team von fünf Professorinnen und Professoren, fünf festen Mitarbeitern sowie etwa zehn wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und mehr als fünfzehn studentischen Hilfskräften. Dazu kommt stets eine Vielzahl von Studierenden, die im Rahmen der aktuellen Forschungsprojekte in Bereich Kunststofftechnik ihre Abschlussarbeiten schreiben. Pro Jahr akquiriert der Laborbereich Kunststofftechnik fast 1 Mio. Euro öffentliche Fördergelder, die in Forschungsprojekte insbesondere gemeinsam mit den kmU aus der Region investiert werden. Jedes Jahr bringt der Bereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück etwa 25 Bachelor- und 15 Master- Absolventinnen und Absolventen mit Kunststoffexpertise hervor. Folgende Studiengänge bietet die Hochschule Osnabrück im Bereich Kunststofftechnik an: Bachelor of Science: Kunststofftechnik Duales Studium: Kunststofftechnik im Praxisverbund Master of Science: Angewandte Werkstoffwissenschaften Folgende Labore gehören zum Laborbreich Kunststofftechik der Hochschule Osnabrück: Prof. Dr. Rainer Bourdon : Kunststoffverarbeitung Prof. Dr. Thorsten Krumpholz : Kunststoffkonstruktion und CAE, Faserverbundkunststoffe Prof. Dr. Svea Petersen : Chemie und Oberflächenmodifikation Prof. Dr. Claudia Kummerlöwe : Polymerchemie und -analytik Prof. Dr. Norbert Vennemann : Kunststoffprüfung und Elastomertechnologie März 2019: Nachfolge für Professor Vennemann gesucht Prof. Dr. Norbert Vennemann (Foto: Hochschule Osnabrück) Osnabrück, 20.03.2019 Noch in diesem Jahr wird unser geschätzter Kollege Prof. Vennemann in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Selbstverständlich werden wir die diesjährige Fachtagung nutzen, um seine Verdienste für unseren Fachbereich und insbesondere auch für die Kunststoffindustrie zu würdigen. Die Ausschreibung für seine Nachfolge läuft noch bis zum 22.03.2019. Weitere Infos dazu finden Sie hier . März 2019: VDI und VDE Osnabrück-Emsland prämieren Abschlussarbeiten der Hochschule Osnabrück VDE und VDI Osnabrück-Emsland zeichnen technischen Nachwuchs aus: Andreas Fidorra, Niklas Gehrenbeck, Kristin Gödecke, Hendrik Oudehinken und Nicolas Sumkötter erhielten Förderpreise für ihre herausragenden Abschlussarbeiten an der Hochschule Osnabrück. Zu den ersten Gratulanten gehörten neben den beiden Vorstandsvorsitzenden auch die Betreuer der ausgezeichneten Bachelor- und Masterarbeiten. (Foto: VDI Osnabrück-Emsland/ Christiane Adam) Osnabrück, 12.03.2019 Herr Oudehinken war bis Mitte 2018 als Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe von Prof. Krumpholz tätig. Dort hat er entscheidend zum Erfolg des Projektes „Drehender Kern“ beigetragen. Aus diesem Projekt heraus ist auch seine Masterarbeit entstanden, die mit dem VDI-Preis des Bezirksvereins Osnabrück-Emsland für hervorragende Abschlussarbeiten ausgezeichnet wurde. Details dazu finden Sie hier . März 2019: Projektwoche Kunststofftechnik: Von den BBS Brinkstraße in den Laborbereich Kunststofftechnik Fünf Berufsschülerinnen und sieben Berufsschüler der BBS Brinkstraße absolvierten lernten während der Projektwoche an der Hochschule Osnabrück Verarbeitungsmethoden der Kunststofftechnik kennen. (Foto: Hochschule Osnabrück/ Dirk Bröker) Osnabrück, 04.03.2019 Campus statt Berufsschule: Eine Woche lang ging es für zwölf Berufsschülerinnen und -schüler der BBS Brinkstraße in den Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück. Fünf junge Frauen und sieben junge Männer absolvierten dort eine Projektwoche und lernten Verarbeitungsmethoden der Kunststofftechnik kennen. Weitere Informationen finden Sie hier . Februar 2019: Projekt „IN-BIOPOL“ - Funktionalisierung von 3D-gedruckten Zahnimplantatkomponenten Vorstellung des Projektes „IN-BIOPOL“ von Prof. Dr. rer. nat. habil. Svea Petersen (Foto: Hochschule Osnabrück) Osnabrück, 19.02.2019 Neues Jahr, neue Projekte! Das Projekt „IN-BIOPOL“, an dem auch das Labor für Chemie und Oberflächenmodifikation von Prof. Dr. Petersen beteiligt ist, startete am 08.02.2019 mit einem Kick-Off-Meeting beim Projektpartner Champions Implants in Flonheim im schönen Rheinhessen. In diesem, vom BMBF geförderten, Projekt, soll an neuen Wegen zur Funktionalisierung von 3D-gedruckten Zahnimplantatkomponenten aus Polyetheretherketon (PEEK) geforscht werden. Dafür werden die Implantate während des Drucks mit einem Wirkstofffreisetzungssystem ausgestattet, welches nach dem Einsetzen des Implantats durch die lokale Abgabe des Wirkstoffes z.B. das Wachstum von Bakterien verlangsamt. Um dies umzusetzen, sind unter Leitung des VDI Projektteilnehmer entlang der gesamten Wertschöpfungskette beteiligt: Vom Grundmaterial, entwickelt von der Evonik Resource Efficiency GmbH, über den Druck bei der Apium Additive Technologies GmbH, die Analyse und Prozessoptimierung mithilfe des iba e.V. Heiligenstadt und der Hochschule Osnabrück, bis hin zum Design und Vertrieb der Implantate durch Champions Implants. Wir freuen uns auf spannende Fragestellungen und eine konstruktive Zusammenarbeit mit unseren Projektpartnern in den kommenden Jahren. Februar 2019: Neue Anlagen zur chromatographischen Analyse von Polymeren Prof. Dr. rer. nat. habil. Svea Petersen (Foto: Hochschule Osnabrück) Osnabrück, 07.02.2019 Neues Jahr, neue Analysen! Wir, das Labor für Chemie und Oberflächenmodifikation der Hochschule Osnabrück, freuen uns bekannt geben zu können, dass wir zwei neue Anlagen zur chromatographischen Analyse erhalten werden. Dabei handelt es sich um einen Hochleistungsflüssigkeitschromatographen mit gekoppelten Massenspektrometer (LC/MS) sowie um einen Gaschromatographen mit gekoppelten Massenspektrometer und vorgeschalteter Thermogravimetrischer Analyse (TGA-GC/MS). Die Finanzierung der Anlagen ist uns ermöglicht worden durch die Förderung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Durch diese Analysegeräte wird es uns möglich sein einen genauen Blick in das Innere der Kunststoffe zu werfen. Mögliche Fragestellungen könnten lauten: Welche Bestandteile sind in einem Polymer enthalten? Wie verhält sich die Struktur eines Polymers bei Lagerung in bestimmten Medien? Werden Bestandteile des Polymers durch Medien gelöst und wenn ja, welche und wie viel? Lösen sich Monomere im Lagermedium und wenn ja, welche und wie viel? Wie verhält sich die Struktur eines Polymers bezüglich seiner Verarbeitungsschritte? Welchen Einfluss hat eine thermische oder chemische Behandlung (z.B. Sterilisation) auf die Struktur eines Polymers? Wie verhält sich die Struktur im Laufe der Degradation eines bioabbaubaren Polymers? Welche Degradationsprodukte entstehen zu welchem Zeitpunkt? Wie verhält sich ein Polymer bei thermischer Degradation? Welche Bestandteile lösen sich zu welchem Zeitpunkt aus dem Polymer? Kann ein Polymer als Wirkstoffträger fungieren? In welchem Zeitraum wird wie viel eines Wirkstoffes frei gegeben? Als Labor mit neuen Möglichkeiten sind wir aktuell auf der Suche nach Kooperationspartner aus der Industrie für die Generierung innovativer Forschungsprojekte im Gebiet der Polymere. Forschungsschwerpunkte könnten neben der Strukturaufklärung von Polymeren auch auf Biopolymere, biodegradierbare Polymere, Polymere in der Medizintechnik, Polymere als Implantatmaterial und polymerbasierten Wirkstofffreisetzungssystemen liegen. Bei Interesse können Sie uns gerne kontaktieren: Prof. Dr. rer. nat. habil. Svea Petersen Labor für Chemie und Oberflächenmodifikation Albrechtstraße 30 49076 Osnabrück E-Mail: s.petersen@hs-osnabrueck.de Tel.: +49 (0)541 969-3182 Eva Berghaus, M.Sc Labor für Chemie und Oberflächenmodifikation Albrechtstraße 30 49076 Osnabrück E-Mail: e.berghaus@hs-osnabrueck.de Tel.: +49 (0)541 969-2908 Pressemitteilungen aus dem Jahr 2018 Oktober 2018: Projektwoche „Konstruktion eines RTM-Plattenwerkzeuges“ Teilnehmer des Projektes „Konstruktion eines RTM-Plattenwerkzeuges“ (Foto: Hochschule Osnabrück) Konstruktionsergebnis des RTM-Plattenwerkzeuges (Foto: Hochschule Osnabrück) Osnabrück, 26.10.2018 Vom 22.10.2018 bis zum 26.10.2018 fand im Rahmen der Projektwoche der Hochschule Osnabrück das Projekt „Konstruktion eines RTM-Plattenwerkzeuges“ statt. Das Team erreichte Dank einer herausragenden Leistung den 5. Platz. Das Resin Transfer Moulding (RTM) ist ein Verfahren zur Herstellung von Leichtbauteilen aus Faserverbundkunststoffen, wie sie aktuell z.B. für das Elektrofahrzeug i3 von BMW eingesetzt werden. Mittels des zu konstruierenden Werkzeuges sollen Platten in einer vereinfachten Version des Verfahrens hergestellt werden. Mit diesen Platten ist es möglich das mechanische Verhalten auch neuer nachhaltiger Werkstoffkombinationen u.a. mit Naturfasern zu bestimmen. Zu diesem Thema läuft in meiner Arbeitsgruppe aktuell ein öffentlich gefördertes Forschungsprojekt. Das Ziel des Projektes bestand nun darin, ein Konzept für eine solches RTM-Werkzeug zu erarbeiten und diesen Entwurf daraufhin im vollen Umfang konstruktiv auszuarbeiten. Dazu haben sich die Teilnehmenden des Projektes zunächst vollkommen selbstständig in einem Projektteam organisiert und eine Teamleitung bestimmt. Das Projekt wurde daraufhin entlang der klassischen vier Phasen der Konstruktion bearbeitet. In der Planungsphase wurden anhand der Anforderungen für das RTM-Plattenwerkzeugs klare Arbeitspakete und Aufgaben definiert, die in einem strukturierten Projektplan terminiert und den Projektteammitgliedern zugewiesen wurden. Als weitere Projektphasen wurden eine Konzeptionsphase, in der Teillösungen erarbeitet und bewertet wurden, sowie schließlich die Konstruktionsphase, in der das Gesamtkonzept detailliert wurde, durchgeführt. Im Labor für Faserverbundkunststoffe werden u.a. Prüfplatten mit und ohne Faserverstärkung hergestellt. Dafür soll ein RTM-Werkzeug realisiert werden, mit dem die Prozessbedingungen genau gesteuert und überwacht werden können. Da es nur noch weniger Schritte bedarf die Fertigung des Werkzeuges zu starten, wurde das im Rahmen der Projektwoche gesetzte Ziel sogar übertroffen. Es ist geplant auch diese Schritte noch gemeinsam mit der Projektgruppe zu gehen und das Werkzeug real zu fertigen. Insgesamt kann ich sagen, dass wir eine äußerst engagierte und sehr motivierte Gruppe betreuen durften. Jeder hat sehr schnell seine Rolle im Team gefunden und ich konnte bei den Zwischenmeetings und vor allem bei der Abschlusspräsentation echte Begeisterung und auch ein wenig Stolz bei den Teilnehmern erkennen. Stolz konnte die Gruppe zurecht sein, denn das Ergebnis hat das gesteckte Ziel deutlich übertroffen, sodass wir das Konstruktionsergebnis (siehe Bild) auch real umsetzen werden. Insofern schlage ich hiermit das o.g. Projekt für den Preis der Stiftung Hartwig und Maria-Theresia Piepenbrock vor. Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz Oktober 2018: Industrieeinrichterseminar „Spritzgießen in Theorie und Praxis“ Osnabrück, 14.10 2018 Seit mittlerweile mehr als fünfzehn Jahren veranstaltet das Labor für Kunststoffverarbeitung (Prof. Dr.-Ing. R. Bourdon, R. Schwegmann) zweimal im Jahr ein Seminar zum Spritzgießen für Experten und Praktiker aus der Industrie. An drei Terminen mit jeweils drei Tagen werden neben Kunststoffkunde und kunststoffspezifischen Prüfverfahren insbesondere die verfahrenstechnischen Besonderheiten des Spritzgießens behandelt. Besonderer Schwerpunkt wird u.a. auf die komplexen Zusammenhänge zwischen Einstellparametern an der Spritzgießmaschine und Formteilqualität gelegt. Inhalte sind Materialkunde, Orientierungen und Eigenschaften der Schmelze, Eigenspannungen, Maßgenauigkeit, Arbeitsvorbereitung und Rüsten, Aufbau von Spritzgießwerkzeugen, Einstellgrößen an der Spritzgießmaschine, Düsen und Schneckenaufbau sowie die Auswirkungen der vielfältigen Einflussgrößen auf innere Formteileigenschaften und Maßnahmen zur Fehlerbehebung bzw. –prävention. Das Seminar richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus der Industrie, z.B. aus den Bereichen Einkauf, Verkauf, Entwicklung, Produktion, Qualitätssicherung bzw. –optimierung. In Ergänzung zu den Theorieteilen werden umfassende Praxisübungen im Labor durchgeführt. Das Seminar schließt am Ende des dritten Seminarteils mit einer schriftlichen Prüfung ab. Der Herbst-Lehrgang startete im September und endete im November 2018. Die Termine für 2019 werden in Kürze auf den Seiten der Professional School der Hochschule Osnabrück veröffentlicht, ps@hs-osnabrueck.de . Prof. Dr. R. Bourdon Oktober 2018: Deutsch-französisches Studenten-Austauschprogramm mit der Universität Valenciennes / Frankreich im Bereich Kunststofftechnik Teilnehmer der Exkursion 2018 (Foto: Hochschule Osnabrück) Valenciennes, 24.10.2018 Wie im vergangenen Jahr fand wieder im Rahmen der Projektwoche das Studentenaustausch-Programm mit dem IUT (Institut Universitaire de Technologie) an der Partnerhochschule in Valenciennes statt. Eine Gruppe von Studierenden der Kunststofftechnik unserer Hochschule besuchte den Kunststoffbereich des Institutes vom 21.10-24.10.2018. Im Vordergrund stand der fachliche Austausch, aber insbesondere auch multikulturelle Aspekte, z.B. das Kennenlernen anderer Arbeitsweisen und kultureller Besonderheiten waren wichtige Punkte. So besuchten unsere Studierenden Vorlesungen sowie Workshops und bearbeiteten kleinere Aufgabenstellungen gemeinsam in Projektteams mit Studierenden aus Frankreich, Ghana und Mexiko. Eine Exkursion zu einem französischen Unternehmen der Kunststoffverarbeitung rundete den fachlichen Teil ab. Zur weiteren Förderung multikultureller Aspekte organisierten die französischen Gastgeber ferner ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für alle internationalen Studierende. Kontaktperson an der Hochschule Osnabrück Prof. Dr.-Ing. Rainer Bourdon University of Applied Sciences Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik Kunststofftechnik und -verarbeitung Kontaktperson am IUT der Universität Valenciennes: Professor El Hadj Dogheche Universite Valenciennes IUT - Institut Universitaire de Technologie Le Mont Houy 59313 Valenciennes cedex 9 France September 2018: Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz – neues Mitglied des Vorstandes im WIP (Wissens- und Innovationsnetzwerk Polymertechnik) Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz ist neues Mitglied des Vorstandes des Wissens- und Innovationsnetzwerks Polymertechnik (WIP). (Foto: Hochschule Osnabrück) Osnabrück, 25.09.2018 Prof. Dr.-Ing. Thorsten Krumpholz von der Hochschule Osnabrück ist neues Mitglied im Vorstand des WIP (Wissens- und Innovationsnetzwerk Polymertechnik). Im WIP-Vorstand vertritt Prof. Krumpholz die Themen Computer Aided Engineering (CAE) für Kunststofftechnik und Leichtbau auf Basis von Faserverbundkunststoffen. Dies beinhaltet neben den endlosfaserverstärkten Kunststoffen insbesondere auch die kurz- und langfaserverstärkten Formmassen. Dabei steht neben den klassischen Verarbeitungsverfahren für endlosfaserverstärkte Kunststoffe insbesondere das Spritzgießen im Fokus. Der Professor für Kunststofftechnik lehrt in den Studiengängen Industrial Design, Kunststofftechnik sowie im dualen Studiengang Kunststofftechnik im Praxisverbund, in dem Studierende neben einem Bachelorabschluss eine Ausbildung zum Verfahrensmechaniker Kunststoff- und Kautschuktechnik absolvieren. Dieses Erfolgsmodell der Hochschule Osnabrück mit rund 20 kooperierenden Unternehmen der Region sichert auch den Mitgliedern des WIP den Nachwuchs an Fachkräften im Bereich der Kunststofftechnik. Als weiterer Vertreter der Hochschule Osnabrück im WIP-Vorstand unterstützt Prof. Krumpholz seinen Kollegen und langjährigen Vorstandvorsitzenden, Prof. Dr. Norbert Vennemann. WIP - Wissens- und Innovationsnetzwerk Polymertechnik Die Kunststoffindustrie in Norddeutschland hat einen hohen wirtschaftlichen und sozialen Stellenwert. Deshalb ist es von großer Bedeutung, die Innovationsfähigkeit der kleinen und mittelständischen Unternehmen der Polymerbranche zu stärken und weiter auszubauen. Vor diesem Hintergrund haben niedersächsische Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen im Jahre 2001 das WIP - Wissens- und Innovationsnetzwerk Polymertechnik gegründet. Dem Netzwerk gehören heute über 50 Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen aus der gesamten Wertschöpfungskette der Kunststofftechnik an. Pressemitteilungen aus dem Jahr 2025

Flosbach, Felix Lehrbeauftragte Foth, Edith Mitarbeiter*innen Frank, Tina Lehrbeauftragte Frenzel, Jörg Lehrbeauftragte Frerichs, Christian Mitarbeiter*innen Frerk, Lavinia Murielle Mitarbeiter*innen Frickhofen

Herbert (Hrsg.), S. 373-384, Springer VS, Wiesbaden 2012 Jansen, Tina; Wesselmann, Stefanie (2012): Was bewegt meine Spender? Optimierung der Spenderansprache mit den Sinus-Milieus. In: Birnkraut, G.,

(INAP/O) anhand von Behandlungsverlauf und Teilnehmerbefragung Tina Schirmer, B.Sc. PT WS 09/10, FH Osnabrück Prof. Zalpour, Fr. Stöppler, B.Sc. PT Die physiotherapeutische Musikersprechstunde - eine

Wissenschaftstransfer Labor für Materialdesign und Werkstoffzuverlässigkeit Additive Fertigung topAM – Tailoring ODS materials processing routes for additive manufacturing of high temperature devices for aggressive environments Konsortium des internationalen Projektes Die europäische Industrie steht vor vielen Herausforderungen wie dem globalen Wettbewerb und dem großen Wandel hin zu Energie- und Ressourceneffizienz. topAM kann zu diesen Anforderungen beitragen, indem neue Verarbeitungswege für oxiddispersionsverstärkte (ODS) Legierungen auf FeCrAl-, Ni- und NiCu-Basis entwickelt und angewendet werden. Neuartige ODS-Materialien bieten einen klaren Vorteil für die Prozessindustrie, indem bspw. topologieoptimierte, sensorintegrierte Hochtemperaturgeräte (Gasbrennerköpfe, Wärmetauscher) gefertigt und aggressiven Umgebungen ausgesetzt werden können. Die Legierungs- und Prozessentwicklung wird durch einen fortschrittlichen ICME-Ansatz (Integrated Computational Materials Engineering) begleitet, der rechnergestützte Thermodynamik, Mikrostruktur und Prozesssimulation kombiniert, um Zeit und Rohstoffe zu sparen und die Lebensdauer des Bauteils zu verlängern. Die physikalische Herstellung der Legierungen wird durch die Kombination aus Nanotechnologien zur Aggregation von ODS-Verbundwerkstoffen und dem selektive Laserschmelzen inklusive Nachbearbeitung realisiert. Der ICME-Ansatz wird durch eine umfassende Materialcharakterisierung und intensive Prüfung von Bauteilen unter industriell relevanten Betriebsbedingungen ergänzt. Diese Strategie ermöglicht ein tieferes Verständnis der Beziehungen zwischen Prozess, Mikrostruktur und Eigenschaften sowie eine Quantifizierung der verbesserten Funktionen, Eigenschaften und Lebenszyklusbewertungen. Dies fördert die Kostenreduzierung, eine verbesserte Energieeffizienz und überlegene Eigenschaften in Kombination mit einer signifikanten Verlängerung der Lebensdauer. Das Konsortium besteht aus Anwendern, Materiallieferanten und Forschungsinstituten, die in den für dieses Vorhaben relevanten Bereichen weltweit führend sind, was eine effiziente, anwendungsorientierte Ausführung von topAM auf hohem Niveau garantiert. Die Industrieprojektpartner, insbesondere die KMU, werden aufgrund ihrer strategischen Position in der Wertschöpfungskette der Materialverarbeitung (z.B. der Pulverproduktion) an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen, was unmittelbar zur Stärkung Europas in seiner führenden Position im aufstrebenden Technologiefeld AM (Additive Manufacturing) in einer einzigartigen Kombination mit ICME beiträgt. Projektleitung: Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen Kontakt: Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Krupp IEHK - Institut für Eisenhüttenkunde / Steel Institute RWTH Aachen University Intzestraße 1 D-52072 Aachen Telefon: +49 241-80 92913 Kooperationspartner: Stiftung Fachhochschule Osnabrück KME Germany GmbH La Rochelle Université Universidad Complutense de Madrid Ustav fyziky materialu, Akademie Ved Ceske republiky, v.v.i. DECHEMA-Forschungsinstitut Stiftung Sieć Badawcza Łukasiewicz - Krakowski Instytut Technologiczny VDM Metals International GmbH Linde GmbH RISE IVF AB Zoz GmbH Indutherm Gießtechnologie GmbH QuesTek Europe AB Aktiebolaget Sandvik Materials Technology Wissenschaftliche Mitarbeiter: Dr.-Ing. Katrin Jahns Jan-Philipp Roth, M.Sc. Projektdauer: 01/2021 - 12/2024 Finanzierung: Europäische Kommission, Förderlinie HORIZON 2020 E-Mat3D – Entwicklung neuer Kupferwerkstoffe für die additive Fertigung von Hochleistungs-Elektronikbauteilen für die Elektromobilität Abbildung 1: Projektziel des E-Mat3D ist die Herstellung einer Hochleistungssteckverbindung auf der Basis von Kupferpulver mittels selektiven Laserschmelzen(Quelle: Harting Technology Group) Kupferwerkstoffe zeichnen sich vor allem durch ihre hervorragende Kombination zwischen thermischen, elektrischen und mechanischen Eigenschaften aus. Die additive Fertigung dieses Materials mittels selektiven Laserschmelzen bietet zudem die Ausnutzung größtmöglicher geometrischer Freiheit bei der Konstruktion von Bauteilen. Durch die Verknüpfung der Materialeigenschaften von Kupferlegierungen und mit der Konstruktionsfreiheit der additiven Fertigung besteht ein hohes Potenzial dieser Technologie im Bereich der Elektromobilität. Dort werden Kupferwerkstoffe in Stecker als Verbindungselemente zwischen der Ladestation und dem Fahrzeug genutzt (siehe Abbildung 1). Die Effizienz und die Zeitdauer des Aufladeprozesses hängt in einem hohen Maße von der Temperaturentwicklung während des Aufladens ab. Dafür sind aufgrund von hohen thermischen Belastungen während des Ladens innenliegende Kühlkanäle erforderlich. Diese sind mit den konventionellen Fertigungsmethoden nur unter einem hohen Aufwand herstellbar. In diesem Zusammenhang ist das Ziel des Projekts „E-Mat3D“ ist die Realisierung der Fertigung eines solchen Hochleistungs-Elektronikbauteiles. Für die Herstellung einer additiv gefertigten Steckverbindung müssen die Prozessschritte des selektivem Laserschmelzen auf Kupferlegierungen optimiert werden. Ein wesentlicher Punkt besteht hierbei in der Pulverherstellung. Zu diesem Zweck werden niedriglegierte Kupferlegierungen mittels Gasverdüsungsanlage zu sphärischen Partikel verdüst. Im Mittelpunkt der Pulverherstellung steht dabei die Legierungssysteme Kupfer-Chrom-Zirkon, Kupfer-Zirkon und Kupfer-Nickel-Silizium. Das Pulver wird durch sieben und windsichten für das selektive Laserschmelzen vorbereitet. Während des SLM-Prozesses wird auf der Basis eines CAD-Models eine zweidimensionale Kontur des Steckers mit einem roten bzw. grünen Laser abgefahren. Der Herstellungsprozess selbst bereitet aufgrund der hohen Reflektivität und der Wärmeleitung des Kupfers einige Probleme. Für die Fertigung von defektfreien Bauteilen besteht in dem Finden der optimalen Laserparameter. Die hergestellten Bauteile werden zum Schluss der Prozesseskette einem Post-Processing unterzogen. Dies schließt im Wesentlichen Wärmebehandlungen wie das Spannungsarmglühen ein. Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Krupp Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Michels Prof. Dr.-Ing. Bernhard Adams Kontakt: Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Krupp IEHK - Institut für Eisenhüttenkunde / Steel Institute RWTH Aachen University Intzestraße 1 D-52072 Aachen Telefon: +49 241-80 92913 krupp@iehk.rwth-aachen.de Kooperationspartner: KME Germany GmbH & Co. KG Harting Technologiegruppe Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Dr.-Ing. Katrin Jahns Heinrich von Lintel, M.Sc. Projektdauer: 12/2019 – 12/2022 Finanzierung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in der Förderlinie FHProfUnt Hochtemperaturwerkstofftechnik Ausscheidungsbegleitete Diffusionsvorgänge sind bei fast allen metallischen und keramischen Werkstoffen von zentraler Bedeutung. Im Rahmen folgender Forschungsprojekte werden hierzu die Phänomene der Hochtemperaturwerkstofftechnik experimentell und numerisch untersucht: AluHot-Aluminiumlegierter Stahlguss maßgeschneidert für die Anwendung im verschleißbelasteten Hochtemperaturbereich. In vielen industriellen und energiewirtschaftlichen Prozessen werden Anlagen hohen Temperaturen und starken Verschleißbeanspruchungen ausgesetzt. Die in den Anlagen (z.B. Klinkerkühler, Müllverwertungsanlagen oder Hochtemperatur-Wasserstoffelektrolyseure) eingesetzten Bauteile müssen folglich aus geeigneten hochwertigen Materialien hergestellt werden. Stand der Technik ist in vielen Anwendungsfällen der Einsatz von Chrom-Nickel-Stählen. Der innovative Ansatz des Projektes AluHot – Aluminiumlegierter Stahlguss maßgeschneidert für die Anwendung im verschleißbelasteten Hochtemperaturbereich – besteht darin, die maximalen Anwendungstemperaturen vorhandener Legierungen durch den Zusatz von Aluminium weiter zu erhöhen bzw. den Anteil von Chrom und Nickel zu senken. Die behandelten Legierungen bieten für das Anforderungsprofil korrosions- und verschleißbeständig sowie mechanisch belastbar bis über 1150 °C vielversprechende Eigenschaften an. So kann durch die Anhebung des Aluminiumgehaltes – von einem Begleitelement zu einem Hauptlegierungselement – die Kriechfestigkeit, der Oxidationswiderstand und das Leichtbaupotential gesteigert werden. Vorteilhaft für Stahlgusswerkstoffe ist, dass sie ohne Verluste recycelt werden können und sich durch Schweißungen reparieren lassen. Durch die vorhandene Erfahrung des Antragstellers und das Know-How der Kooperationspartner entstehen große Synergieeffekte, die sich positiv auf das Projektresultat und die Region auswirken. Antragsteller: Hochschule Osnabrück University of Applied Sciences Projektleitung: Prof. Dr. Ing. Javad Mola Kontakt: Herr Prof. Dr.-Ing. Mola: Laborbereich Materialdesign und Werkstoffzuverlässigkeit Hochschule Osnabrück-University of Applied Sciences Albrechtstraße 30 D-49076 Osnabrück Telefon: +49 541969-2188 j.mola@hs-osnabrueck.de Kooperationspartner: Gussstahl Lienen GmbH & Co. KG, IKN Ingenieurbüro-Kühlerbau-Neustadt GmbH, Sunfire GmbH Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Herr Mohammad Shoush, M.Sc. Herr Michael Überwasser, B.Sc. Nabeel Ahamed Kaja Mohideen Projektdauer: 10/2024 - 09/2026 Drittmittelgeber/Förderlinie: Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) / Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Innovationen durch Hochschulen und Forschungseinrichtungen – 2.2.2 Innovative Kooperationsprojekte für anwendungsorientierte Forschung Computergestützte Entwicklung von Interdiffusions-Schichten zum Schutz von niedriglegierten Stählen gegen Hochtemperaturkorrosion (ABGESCHLOSSEN) Abb. 1: Niedriglegierter Stahl mit sehr geringem C-Anteil nach Oxidationsversuchen. Die Cr-Interdiffusionsschicht wurde an der Ober- und Unterseite aufgebracht und schützt das Fe-Substrat vor Korrosion, die an der ungeschützten Seite (links) gut zu erkennen ist. Abb. 2: Simulation eines Interdiffusionsprozesses mit Hilfe des Cellularen Automaten (CA). Links der simulierte Querschnitt. Rechts das Konzentrationsprofil am Anfang und am Ende der Simulation. Das bilaterale Forschungsprojekt zielt auf die Entwicklung und Modellierung eines neuen Verfahrens zur Herstellung korrosionsbeständiger Interdiffusionsschichten auf niedriglegierten Stählen für Hochtemperaturanwendungen, wie z.B. in der Energietechnik. Einzelne Schichten aus Ni, Cr und Al werden galvanisch auf die Proben abgeschieden (Cranfield University). Mit Hilfe einer geeigneten Vakuumbehandlung können daraus maßgeschneiderte Gradientenschichten erzeugt werden, die das Substrat wirksam gegen Hochtemperaturkorrosion schützen. Dieses wird durch Oxidationsversuche nachgewiesen. Der Fokus des Projektes an der Hochschule Osnabrück liegt auf der Entwicklung und Verifikation eines Computermodells auf der Basis der Methode der Zellularen Automaten unter Berücksichtigung von Mehrkomponenten-Interdiffusion, unter Einbeziehung von (i) der Differenzierung zwischen Volumen- und Korngrenzendiffusion, (ii) mechanischer Spannungen und (iii) der Bildung von Kirkendall-Porosität. Als Ergebnis kann der Schichtbildungsprozess modelliert und vorhergesagt werden, mit dem Ziel, die Korrosionsbeständigkeit zu optimieren. Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Krupp Prof. Dr.-Ing. Jürgen Wübbelmann Kontakt: IEHK-Institut für Eisenhüttenkunde/Steel Institute RWTH Aachen University Intzestraße 1 D-52072 Aachen Tel. +49 241-8092913 krupp@iehk.rwth-aachen.de Kooperationspartner: Cranfield University, Cranfield UK Wissenschaftlicher Mitarbeiter: M.Sc. Kamil Balinski Projektdauer: 04/2015 bis 09/2018 Finanzierung: DFG Veröffentlichungen: - K. Balinski, K. Jahns, M. Schroth, S. Bursich, J. Salime, S. Impey, C. Chalk, J. Wübbelmann, J.R. Nicholls, U. Krupp, Oxidation Behaviour of Synthetic Stainless Steel Interdiffusion Layers, Materials at High Temperatures 35 (2017) 1-3, 89-96 Konferenzbeiträge - K. Balinski, K. Jahns, M. Landwehr, J. Nicholls, J. Wübbelmann, U. Krupp; Electrodepostion of Oxidation Resistant Interdiffusion Layers on Plain Carbon Steel: Experimental Characterization and Simulation, HTCPM9 Conference proceedings (2016) - K. Balinski, K. Jahns, M. Schroth, S. Impey, C. Chalk, J. Wübbelmann, J. Nicholls, U. Krupp; Interdiffusion Coatings for High-Temperature-Corrosion Protection of Low-Alloy Steels, EUROCORR2018 Conference proceedings (2018) SimkoSteel-Modellierung und Simulation der Hochtemperaturaufkohlung für dynamisch beanspruchte Hochleistungsstähle (ABGESCHLOSSEN) Abb. 1: Kornwachstumssimulation unter Berücksichtigung des Partikel-Pinnings Um hochbeanspruchte Bauteilen wie Zahnrädern und Getriebebauteilen gute Gebrauchseigenschaften zu verleihen, wird das Verfahren des Einsatzhärtens verwendet. Beim Einsatzhärten wird zu diesem Zweck die Randschicht des Stahls mit Kohlenstoff angereichert, was bei der asnchließenden Härtung zu einer entsprechend hohen Festigkeit führt. Ein weiteres Ziel der Einsatzhärtung ist neben der Erhöhung von Härte und Verschleißbeständigkeit die Steigerung der Schwingfestigkeit über das Einbringen von Druckeigenspannungen in die Bauteiloberfläche. Beim Niederdruckaufkohlen unter einem Druck von 5 bis 30 mbar tritt eine beschleunigte Zerfallsreaktion der Aufkohlungsgase auf, die zu einem geringeren Gasverbrauch, sowie einer geringeren Randoxidation führt [1]. Insgesamt ist das Einsatzhärten ein zeit- und energieintensives Verfahren, wobei durch eine Erhöhung der Aufkohlungstemperatur die Behandlungsdauer deutlich verkürzt werden kann. Üblich sind Aufkohlungstemperaturen von 850°C - 950°C. Die Verwendung von Temperaturen von 1000°C können zu einer Zeitersparnis von mehr als 50% führen [2]. Allerdings besteht bei höheren Temperaturen das Risiko der Kornvergröberung, so dass die Feinkornbeständigkeit des Materials im entsprechenden Temperaturbereich für eine erfolgreiche Einsatzhärtung entscheidend ist. Durch den Einsatz der Phasenfeldmethode gelingt es, die Wachstumskinetik von Zweit- und Drittphasen, sowie Körnern während der Erstarrung von Schmelzen, aber auch in Festkörpern realitätsnah abzubilden. Das verhältnismäßig neue Softwareprodukt MICRESS nutzt die Phasenfeldmethode in Kombination mit der leistungsfähigen datenbankgestützten Thermodynamiksoftware ThermoCalc, um die Kornvergröberung während der Aufkohlung zu simulieren. Dies ist für das hier beschriebene Projekt von besonderem technologischen Interesse, da auch das Korngrenzenpinning durch Ausscheidungen in Anwesenheit von Mikrolegierungselementen berücksichtigt werden kann (vgl. [3, 4]). Die VHCF-Versuche dienen des Schwingungsfestigkeitsnachweises für die aufgekohlten und carbonitrierten Varianten des Stahls mit Hilfe einer Ultraschallprüfmaschine (Typ BOKU) bei einer Frequenz von f=20.000Hz. Abschließend muss die Simulation in der Lage sein, die Gefügestruktur und die Einsatzhärtetiefe verlässlich vorherzusagen. Die Simulation kann in Zukunft sowohl zur erfolgreichen virtuellen Materialentwicklung, als auch zur Prozessentwicklung eingesetzt werden. [1] D. Liedke: Stand des Einsatzhärtens aus industrieller Sicht, HTM Journal of Heat Treatment and Materils, 64 (2009) 323 [2] B. Clausen, S. Konovalov, F. Hoffmann, U. Prahl, H.-W. Zoch, W. Bleck: Feinkornbeständigkeit von Bauteilen aus dem mikrolegierten Werkstoff 18CrNiMo7-6 in Abhängigkeit der Prozesskette, HTM Journal of Heat Treatment an Materials, 5 (2010) 257 [3] J. Rudnizki, B. Zeislmair, U. Prahl, W. Bleck: Prediction of Abnormal Grain Growth during High Temperature Treatment, Computational Materials Science, 49(2) (2010) 209 [4] M. Apel, B. Böttger, J. Rudnizki, P. Schaffnit, I. Steinbach: Grain Growth Simulations including Particle Pinning using the Multiphase-Field Concept, ISIJ International. 49(7) (2009) 1024 Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Krupp Dr. Ing. Javad Mola Prof. Dr.-Ing. Jürgen Wübbelmann Kontakt: Herr Prof. Krupp: IEHK-Institut für Eisenhüttenkunde/Steel Institute RWTH Aachen University Intzestraße 1 D-52072 Aachen Telefon +49 241-8092913 krupp@iehk.rwth-aachen.de Herr Dr. Mola: Laborbereich Materialdesign und Werkstoffzuverlässigkeit Hochschule Osnabrück-University of Applied Sciences Albrechtstraße 30 D-49076 Osnabrück Telefon: +49 541969-2188 j.mola@hs-osnabrueck.de Herr Prof. Dr.-Ing. Wübbelmann: Betriebssysteme und Embedded Systems Hochschule Osnabrück-University of Applied Sciences Albrechtstraße 30 D-49076 Osnabrück Telefon: +49 541969-7008 Kooperationspartner: Stahlwerk Georgsmarienhütte GmbH Hanomag Lohnhärterei GmbH Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Sayantan Sarkar, M.Sc. Projektdauer: 01/2018 - 12/2019 Finanzierung: Europäischer Founds für regionale Entwicklung (EFRE) PUNALKO-Pulvermetallurgische Herstellung nanostrukturierter Aluminiumhochleistungswerkstoffe für thermisch beanspruchte Konstruktionselemente (ABGESCHLOSSEN) Abb.: (links) Transparente Mahlkammer einer Kugelmühle (Quelle: Dissertation R. Reichardt), (Mitte) Mechanisch legiertes Pulver im Rasterelektronenmikroskop, (rechts) Querschliff des stranggepressten Materials im Rückstrahlelektronenkontrast Aluminiumlegierung haben sich aufgrund ihres hervorragenden Festigkeit-Dichte-Verhältnisses als Leichtbauwerkstoff sowohl in der Luft- und Raumfahrt, als auch in der Automobilindustrie bewährt. Weist Aluminium zunächst gegenüber Stahl eine niedrige Festigkeit und Steifigkeit auf, so sind seit der Entdeckung der Ausscheidungshärtung, Anfang des 20. Jahrhunderts, auch für Aluminiumlegierungen Festigkeiten von bis zu 600 MPa erreichbar. Zudem weist Aluminium durch die Bildung einer dünnen Al 2 O 3 -Passivschicht eine sehr gute Korrosionsbeständigkeit auf. Bedingt durch den niedrigen Schmelzpunkt (Aluminium Ts=660°C) sind Aluminiumlegierungen für Einsatztemperaturen über 100°C nur eingeschränkt nutzbar. Neben einer erheblichen Abnahme der Festigkeit, muss auch der Schädigungsmechanismus des Kriechens beachtet werden. Ein weiterer Nachteil von Aluminium ist der vergleichsweise geringe Elastizitäts-Modul von E Al =70GPa, der in der Konstruktion beachtet und kompensiert werden muss. In der Industrie besteht daher ein großes Interesse an Aluminiumwerkstoffen, die auch bei höheren Temperaturen bis etwas 350°C ein hohes Festigkeits- und Steifigkeitsniveau beibehalten. Ermöglicht wird dieses durch Zugabe von Verstärkungsphasen wie in ODS-Werkstoffkonzepten. Ziele des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung eines neuen Werkstoffkonzepts mit einer Kombination aus modernen Aluminiumlegierungen mit darin fein verteilten Spinell-Dispersoiden (hier ZnFe 2 O 4 -Zinkferrite). Dazu kommt eine Kugelmühle (s. Abb.) zum Einsatz, mit welcher die Zinkferrite durch Hochenergiemahlen in die Aluminiummatrix eingebaut werden. Unter Berücksichtigung geeigneter Parameter lässt sich so ein ultrafeinkörniges Legierungspulver mit fein verteilter Verstärkungsphase erzeugen (s. Abb.). Nach Verdichtung des nanostrukturierten Pulvers durch Strangpressen entstehen hochfeste Stangen, die hinsichtlich ihrer statischen und zyklischen mechanischen Eigenschaften auch bei erhöhten Temperaturen eingehend untersucht werden. Am Ende der dreijährigen Projektlaufzeit soll durch weitere Legierungsoptimierung ein neuer Hochleistungs-Leichtbauwerkstoff mit patentierbarer Vorserienreife stehen. Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Krupp Prorf. Dr.-Ing. Wilhelm Michels Prof. Dr.-Ing. Alexander Schmehmann Kontakt: Albrechstraße 30, 49076 Osnabrück Telefon: 0541 969-2188 u.krupp@hs-osnabrueck.de Kooperationspartner: Zoz GmbH, Wenden (Hauptkooperationspartner) Diehl Stiftung & Co.KG, Nürnberg; DLR Deutsches Zentrum für Luft und Raumfahrt e.V., Köln, EADS Innovation Works München (Anwender) Universität Siegen Institut für Werkstofftechnik, Siegen; Universität Münster Institut für Materialphysik, Münster; Universität Oldenburg, Oldenburg (Forschungsinstitute) Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Matthias Hölscher, M. Sc. Projektdauter: 02/2013 - 12/2016 Finanzierung: Bundesministierium für Bildung und Forschung BMBF in der Förderlinie FHProfUnt PasiCorr - Parallelisierte Simulation der Thermodynamik, Kinetik und Mechanik von Hochtemperaturkorrosionsprozessen (ABGESCHLOSSEN) Abb. 1: Simulation der Ausscheidungshärtung entlang der Korngrenzen für Nitrierungsexperimente an Nickellegierungen (hellblau: reaktives Element B, gelb: ausgeschiedene Metallnitride BN, dunkelblau: Matrix. Das Forschungsvorhaben PasiCorr beschäftigt sich mit der Entwicklung eines leistungsfähigen Softwarepaketes zur Simulation und Modellierung von Hochtemperaturkorrosionsprozessen. Gernell ist Hochtemperaturkorrosion ein Schädigungsprozess an der Oberfläche thermisch beanspruchter Komponenten, wie bspw. in der Kraftwerkstechnik. Bei der inneren Korrosion dringen korrosive Spezies z.T. tief in das Material ein. Dies führt zur Bildung innerer Ausscheidungen, z.B. Oxide, Nitride oder Karbide. Dabei hängt der Mechanismus der inneren Korrosion von den lokalen Konzentrationen und der Diffusion der korrosiven Spezies und der metallischen Legierungselemente im Substrat ab. Die Korrosion führt zu einer deutlichen Verschlechterung der Materialeigenschaften, nämlich zur Versprödung oder der Auflösung von festigenden Phasen. Die für die Diffusionsvorgänge relevanten Phänomene Diffusion, Phasenumwandlung und mechanische Verformung sind dabei eng miteinander verkünpft. In den letzten Jahrzehnten wurden große Fortschritte erzielt um die Mechanismen, die während Hochtemperaturkorrosion in den beanspruchten Materialien geschehen, zu verstehen. Hochtemperaturresistente Materialien, wie zum Beispiel für den Einsatz in Heizkesseln oder Tubinenschaufeln, müssen eine schützende Oxidschicht an der Oberfläche bilden, die das darunter liegende Material vor der Korrosion schützt. Leider ist die Untersuchung des Korrosionsschutzes allein mittels experimenteller Methoden sehr schwierig und zeitaufwendig. Aus diesem Grunde wird auf numerische Mittel zurückgegriffen um Hochtemperaturprozesse zu beschreiben. Die im Projekt PasiCorr angewandte numerische Lösung baut auf die Methode der Finite Differenzen auf. Aus einem numerisch in einem Finite-Differenzen-Gitter berechneten Konzentrationsprofil zu einem Zeitpunkt i werden dazu die entsprechenden Gleichgewichtskonzentrationen ermittelt, die dann als Eingabegrößen zur Berechnung der Konzentrationen des nächsten Zeitabschnitts j zur Verfügung stehen. Die Berücksichtigung der unterschiedlichen Oxid-, Nitrid- und Karbidphasen ist mit der Thermodynamik-Software CehmApp möglich. In der letzten Zeit wurde zudem die Methode der Zellularen Automaten als ein leistungsfähiger Ansatz identifiziert, um diffusionskontrollierte Ausscheidungsprozesse zu beschreiben. Das Diffusionsgebiet wird in ein System aus Zellen, ähnlich einem Schachbrett, unterteilt und mit Zuständen belegt. Mit jedem Iterationsschritt können sich diese Zustände durch Transformationsregeln verändern. Im Projektverlauf wurde das Modell konsequent erweitert. Inzwischen ist das Modell in der Lage, Diffusion, Keimbildung und Wachstum, innere Ausscheidungskinetiken, den Übergang von innerer zu äußerer Oxidation sowie Korngrenzendiffusion (Abb. 1) zu beschreiben. Ein weiterer Aspekt des Projektes ist die Parallelisierung der Software mittels Nutzung programmierbarer Grafikkarten. Durch ihre besondere Architektur können Grafikkarten als Parallelrechner für komplexe Berechnungen eingesetzt werden und diese effizienter lösen als herkömmliche CPUs. Dies resultiert daraus, dass eine Grafikkarte bis zu Hunderte auf Datenparallelität spezialisierte Prozesskerne nutzt. Die Berechnung des Zellularen Automaten kann somit in Hunderte einzelner Prozesse parallelisiert um ein Vielfaches schneller berechnet werden. Projektleitung: Prof. Dr. Ing. habil. Ulrich Krupp, u.krupp@hs-osnabrueck.de , Tel.: 0541 969-2188 Prof. Dr. Ing. Jürgen Wübbelmann, j.wuebbelmann@hs-osnabrueck.de , Tel.: 0541 969-7008 / -3720 Kooperationspartner: Hanomag Lohnhärterei Unternehmensgruppe, Hannover GTT Technologie, Herzogenrath Risoe Forschungszentrum, Roskilde DK Alstom Power, Baden CH Thyssen Krupp VDM, Altena Wiss. Mitarbeiterin: Dipl.-Phys. Katrin Jahns, Tel.: 0541 969-3848 Projektdauer: 01/2011 bis 12/2014 Finanzierung: BMBF in der Förderlinie FHProfUnt ZellMat - Simulation ausscheidungsbegleiteter Diffusionsvorgäng mit Hilfe zellularer Automaten (ABESCHLOSSEN) Abb. 1: Simulation der Stickstoffdiffusion für Nitrierungsexperimente an Nickellegierungen (hellblau: diffundierender Stickstoff, gelb: augeschiedene Titannitride). Das Forschungsvorhaben ZellMat untersucht den Stofftransport durch Diffusion mit einem alternativen numerischen Konzept, der Methode der zellularen Automaten. Dabei wird das Diffusionsgebiet in Zellräume zerlegt, die jeweils bestimmte Zustände annehmen können. Zu jedem Zeitschritt treten die Zellräume mit den ihnen benachbarten Zellräumen nach bestimmten Regeln in Wechselwirkung (Abb. 1). Dieses Verfahren erlaubt eine Übertragung von Diffusionsprozessen auf praxisrelevante komplexe Situationen. Als Untersuchungsgegenstand sind innere Ausscheidungsvorgänge, wie die innere Nitrierung, die innere Oxidation und die Aufkohlung vorgesehen. Dabei handelt es sich um Stickstoff-, Sauerstoff- und Kohlenstoffdiffusion in metallischen Werkstoff, die in Abhängigkeit vom thermodynamischen Gleichgewicht durch die Ausscheidung von Nitriden, Oxiden und Karbiden begleitet wird. Eine realitätsnahe Simulation dieser Vorgänge wird nicht nur die Betriebssicherheit von Hochtemperaturbauteilen, wie z.B. Kraftwerkskomponenten, Flugzeugtriebwerken u.ä., erlauben; vielmehr kann sie eine zielgerichtete und präzise Steuerung von Wärmebehandlungsprozessen zur Festigkeitssteigerung, wie die Aufkohlung von Stählen, erlauben. Mit Hilfe thermogravimetrischer Messungen soll die Kinetik der Kohlenstoffaufnahme von Stählen bei niedrigen Gasdrücken in Acetylen quantitativ erfasst werden. Diese Messungen sind erforderlich, um die Simulation mit Hilfe der zellularen Automaten zu verifizieren, die Identifikation und Anpassung von Diffusionsdaten zu ermöglichen und Anhaltswerte für up-scaling auf die Prototypenfertigung zu generieren. Die dem Siumulationswerkzeug "Zellulare Automaten" zugrunde liegenden Regeln können bei hinreichend präziser Abbildung der Diffusions- und Reaktionsmechanismen als Anpassparameter fungieren, so dass schließlich ein einfaches lernfähiges Expertensystem für den Einsatz in der Praxis zur Verfügung steht. Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Krupp, u.krupp@hs-osnabrueck.de , Tel.: 0541 969-2188 Prof. Dr.-Ing. Jürgen Wübbelmann, j.wuebbelmann@hs-osnabrueck.de , Tel.: 0541 969-7008/-3720 Kooperationspartner: Hanomag Lohnhärterei Unternehmensgruppe, Hannover GTT Technologies, Herzogenrath Wiss. Mitarbeiter: Dipl.-Phys. Katrin Jahns, Tel.: 0541 969-3848 Dipl.-Ing. (FH) Ingo Hensch Dipl.-Ing. (FH) Martin Landwehr Projektdauer: 11/2009 bis 03/2012 Finanzierung: EFRE/AGIP Mittel-Mangan-Stähle (ABGESCHLOSSEN) Querschnitt des Gussblocks vom Stahl Fe-1,4C-8Mn-4Al Mikrostruktur nach dem Abschrecken des Stahls von 1150°C Nachweis für die verformungsinduzierte Zwillingsbildung nach dem Zugversuch mittels EBSD Untersuchungen an einem Rasterelektronenmikroskop. Auf Grund eines geringen Anteils an Kohlenstoff, weisen Mittel-Mangan-Stähle üblicherweise ein austenitisch-ferritisches Gefüge auf. die mechanischen Eigenschaften dieser Stähle werden weitgehend durch den Anteil an Phasen, die Stabilität des Austenits bzw. die Art der verformungsinduzierten Prozesse im austenitischen Bestandteil bestimmt. Die Stabilitiät von Austenit wird wiederum durch die Stapelfehlerenergie (SFE) gesteuert. Wenn die SFE sehr gering ist (weniger als ca. 15mJm -2 ), ist im Austenit eine martensitische Umwandlung ein entsprechender Transformation-Induced Plasticity (TRIP) Effekt zu erwarten. Steigt die SFE in den Bereich von 15-45 mJm -2 , wird die martensitische Umwandlung durch Zwillingsbildung ersetzt, wodurchder TWIP-Effekt entsteht. Eine Erhöhung des Anteils an Austenit (mit einer passenden Stabilität) in Mittel-Mangan-Stählen kann zu einer Verbesserung der Verformbarkeit führen. Ziel dieses Forschungsvorhabens ist die Entwicklung von vollständig austenitischen Mittel-Manga-Stählen mit erhöhtem Kohlenstoffgehalt, zum Beispiel Stähle mit ca. 8% Mn, 1,2% C und 2% Al. Dafür muss die Entstehung von Martensit, Perlit und Zementit im Gefüge durch eine entsprechende Gestaltung der chemischen Zusammensetzung und der thermomechanischen Behandlung unterdrückt werden. Des Weiteren werden im Projekt anwendungsrelevante Aspekte wie zum Beispiel Schweißbarkeit und mechanische Eigenschaften untersucht. Projektleitung: Dr.-Ing. Javad Mola Kontakt: Albrechtstraße 30, 49076 Osnabrück Telefon: +49541969-2188 j.mola@hs-osnabrueck.de Kooperationspartner: Institut für Eisen- und Stahltechnologie, TU Bergakademie Freiberg Projektdauer: 7/2016-7/2020 Finanzierung: China Scholarship Council (CSC) Veröffentlichungen: G. Luan, O. Volkova, J. Mola, Design of Fully Austenitic Medium Manganese Steels, IOP Conference Series: Materials Science and Engineering G. Luan, O. Volkova, J. Mola, Tensile Deformation Behavior of Medium Manganes Steels with High Carbon Concentrations and Austenitic Microstructures, Metals 2018, 8(11), 902 Aluminiumlegierte nichtrostende Stähle (AM-Stähle) Abb. 1: Chemische Zusammensetzung und Temperaturabhängigkeit der Spannungs-Dehnungs-Kurven für ausgewählte Stähle. In der ersten Antragsphase wurde bis zu 7 Mass.-%Al zu korrosionsbeständigen Stählen zugegeben, um Stähle mit austenitischem (sechs Legierungen), duplex (eine Legierung) und ferritischem (eine Legierung) Gefüge zu erzeugen. Für die austenitischen Stähle wurde die Temperaturabhängigkeit von mechanischen Eigenschaften unter Zugbeanspruchung erforscht. Die Zugabe von Al ist mit einem deutlichen Anstieg der Austenitstabilität verbunden, was durch die Absenkung der Mdγ→αʹ Temperatur nachgewiesen wurde. Dieser Effekt stimmt mit der SFE-erhöhenden Wirkung von Al überein. Die Analyse der temperaturabhängigen Zugeigenschaften und des Verfestigungsverhaltens für austenitische und austenitisch-ferritische (Duplex) Stähle hat die Ermittlung der Zusammenhänge zwischen der Gleitplanarität, Linearität der Verfestigungsrate und der plastischen Dehnung ermöglicht. Im ferritischen Stahl mit 7 Mass.-% Al, führte die Anwesenheit der intermetallischen Phase B2-(Ni,Fe)Al zur Versprödung der Legierung. B2-Ausscheidungen konnten ebenfalls durch Alterungsprozesse im Ferrit des Duplexstahls erzeugt werden. Ein Hauptziel der 2. Antragsphase ist die Entwicklung der Al-legierten Stähle, die ihre maximale Verformbarkeit in der Nähe von RT besitzen. Erkenntnisse der ersten Antragsphase dienen dabei als Richtlinien für das Design der neuen chemischen Zusammensetzungen. Das Design basiert auf der Grundlage, dass C, Cr, Ni, Mn und Al die Mdγ→αʹ Temperatur absenken. Wie aus der Literatur bekannt ist, besitzen alle genannten Legierungselemente (LE) außer Al die gleiche Wirkung auf die Martensitstart- (Ms) Temperatur. Weil der Einfluss der LE auf Mdγ→αʹ und Ms normalerweise gleichbleibend ist, sollte demnach eine Al-Zugabe in korrosionsbeständigen Stählen die Ms Temperatur erniedrigen. In der zweiten Antragsphase wird der bereits bekannte Einfluss von Al auf die Ms Temperatur erneut untersucht. Ein weiteres Ziel ist die Untersuchung der Bildung von intermetallischen B2-Ausscheidungen in mit Al und Ni legierten, ferritischen, korrosionsbeständigen Stählen. Eine auf Dilatometrie basierende Methode, welche in der ersten Antragsphase entwickelt wurde, soll nunmehr zur Untersuchung des Ausscheidungsverhaltens der B2-Phase in Legierungen mit Al und Ni genutzt werden. Die Erkenntnisse helfen bei dem Design neuartiger korrosionsbeständiger Duplexstähle mit B2 verfestigtem Ferrit. Außerdem soll der Einfluss von Al auf die Zementitbildung in der αʹ-martensitischen Phase korrosionsbeständiger Stähle untersucht werden. Der dabei notwendige αʹ-Martensit wird durch Zugbeanspruchung in den zu entwickelten austenitischen Stählen induziert. Die durch Al-Zugabe unterdrückte Zementitbildung im αʹ-Martensit kann möglicherweise die Anreicherung des C im Austenit fördern und dadurch die Anwendung von ‚Quenching and Partitioning (Q&P)‘ Verfahren für die Herstellung von gewichtreduzierten hochfesten Mehrphasen­Stählen der 3. Generation begünstigen. Projektleitung: Dr. Ing. Javad Mola Kontakt: Albrechtstraße 30 49076 Osnabrück Telefon: +49 541969-2188 j.mola@hs-osnabrueck.de Projektdauer: 11/2015-7/2020 Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Quenching and Partitioning (Q&P). (ABGESCHLOSSEN) Abb.:Technische Spannungs-Dehnungs-Kurven für die Q&P-Stähle bei (a) 20 °C, (b) 80 °C, (c) 160 °C und (d) 200 °C. Die Duktilität eines Stahls wird üblicherweise auf Kosten seiner Festigkeit verbessert. Die Einstellung eines optimalen Kompromisses zwischen Festigkeit und Duktilität wurde mit der Entwicklung von TWIP- und TRIP-Stählen vereinfacht. Dementsprechend war das Design dieser beiden Stahltypen ein Hauptziel der Stahlforschung in den letzten Jahrzehnten. Austenithaltige TRIP-Stähle können mit dem Quenching and Partitioning (Q&P)-Verfahren eingestellt werden. Beim Q&P-Verfahren wird der Austenit durch Unterbrechung der martensitischen Umwandlung und eine anschließende Umverteilung von C stabilisiert. Die ausgezeichnete Kombination aus Festigkeit und Duktilität von Q&P-Stählen macht sie zur interessanten Alternative für die austenitfreien Vergütungsstähle. In der vorliegenden Arbeit wurden fünf nichtrostende Stähle auf der Basis Fe-13Cr-0,47C mit Zusätzen von Co, Si, Mn und N hergestellt. Ein vereinfachtes Q&P-Verfahren, bestehend aus dem Lösungsglühen bei 1250 °C, Abschrecken auf Raumtemperatur und Partitionierung bei 450 °C wurde entwickelt, um den Austenit zu stabilisieren. Die Spannungs-Dehnungs-Diagramme wurden im Temperaturbereich von 20-200 °C bestimmt. Das Projekt verfolgt das Ziel, ein vertiefendes Verständnis der Zusammenhänge zwischen den Eigenschaften der koexistierenden Gefügebestandteile und mechanischen Eigenschaften von Q&P-Stählen zu ermöglichen. Weitere Informationen zum Projekt ist aus dem folgenden Link zu entnehmen: https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/254704745 Projektleitung: Dr.-Ing. Javad Mola Kontakt: Albrechtstraße 30, 49076 Osnabrück Telefon: +49 541 969-2188 j.mola@hs-osnabrueck.de Projektdauer: 7/2015 – 4/2020 Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Materialermüdung MicroLife - Bewertung mikrostrukturell kurzer Ermüdungsanrisse zur Lebensdauervorhersage metallischer Hochleistungswerkstoffe (ABGESCHLOSSEN) Abb. 1: Darstellung der martensitischen Mikrostruktur (a). Schematischer Hierarchie-Aufbau der martensitischen Struktur als idealisierte Struktur (b). Korrelation eines Ermüdungsrisses mit der zugrundeliegenden martensitischen Mikrostruktur (c). Die heutigen Konstruktionswerkstoffe, speziell die hochfesten Vergütungsstähle, finden in einer Vielzahl alltäglicher Bauteile, bespielsweise in Windkraftanlagen oder Otto- und Dieselmotoren, ihre Anwendung und unterliegen hohen schwingenden Beanspruchungen. Dabei werden Zykluszahlen von weit mehr als 10 7 Lastspiele erreicht, wodurch der Werkstoff durch Ermüdungsmechanismen geschädigt wird. In diesem Lastzyklen-Bereich, genannt VHCF-Bereich (very high cycle fatigue), erfolgt eine Schädigung bereits unter der theoretischen Versagensgrenze, der sogenannten Dauerfestigkeit, durch lokale plastische Verformungen im Gefüge. Im Rahmen des Projekts MicroLife werden in Zusmammenarbeit mit der Robert Bosch GmbH die Schädigungsmechanismen des Vergütungsstahls 50CrMo4 anhand definierter Ermüdungsversuche untersucht und mit Hilfe mikrostruktur-basierter Simulationsmethoden nachvollzogen. Mit diesen Simulationswerkzeugen sollen erstmals für diesen Werkstoff Zusammenhänge zwischen Mikrostruktur (Abb. 1), Wechselverformungsverhalten, Rissinitiierung und Mikrorissausbreitung quantifiziert werden. In Verbindung mit entscheidenden Werkstoffparametern, wie ehemalige Austenitkorngröße, Ausrichtung und Größe der Martensitpakete, Größe der Karbidausscheidungen sowie Größe und Form der nichtmetallischen Einschlüsse soll das Werkstoffverhalten zuverlässig vorhergesagt werden. Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Krupp Kontakt: IEHK-Institut für Eisenhüttenkunde/Steel Institute RWTH Aachen University Intzestraße 1 D-52072 Aachen Tel. +49 241-8092913 krupp@iehk.rwth-aachen.de Kooperationspartner: Robert Bosch GmbH Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Kevin Koschella, M.Sc. Projektdauer: 12/2014 bis 02/2019 Finanzierung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Robert Bosch GmbH, Stuttgart Veröffentlichungen: - U. Krupp, A. Giertler, K. Koschella, Microscopic damage evolation during very high cycle fatigue (VHCF) of tempered martensitic steel, Proc. Eng. 160 (2016) 231-238 - A. Giertler, K. Koschella, U. Krupp, Investigation of changing failure mechanisms in the VHCF regime cause by different strengths of a martensitic steel, Proc. Struct. Int. 7 (2017) 321-326 Konferenzbeiträge - K. Koschella, A. Giertler, U. Krupp, Mikrostrukturelle Schädigungsmechanismen im VHCF-Bereich eines Vergütungsstahls und die Bedeutung der empirischen Kenngrößenermittlung, in: Tagung Werkstoffprüfung 2017 - Fortschritte in der Werkstoffprüfung für Forschung und Praxis, Berlin - K. Koschella, A. Giertler, U. Krupp, Investigations of fatigue damage of tempered martensitic steel during HCF and VHCF loading, in: 6th International Conference on Crack Paths 2018, Italy HochSeil - Quantitative Analyse und Optimierung der Fertigungsprozesse für hoch beanspruchte Stahlseile Abb. 1: Darstellung des perlitisch-ferritischen Gefüges (a). Bruchfläche einer Drahtseilprobe im Querschnitt (b). Die technologische Optimierung von Werkstoffen beschränkt sich nicht nur auf die metallurgische Weiterentwicklung des Werkstoffs, sondern bedarf auch eine ganzheitliche Betrachtung des Produktions- und Verarbeitungsprozesses. Im Rahmen des vorliegenden Forschungsvorhabens "HochSeil" erfolgt eine solche ganzheitliche Untersuchung der Herstellung und Verarbeitung von hochfesten Drahtseilprodukten für den Bau von Brückenbauwerken, Förder- und Hebesystemen und im Bereich von Mobilitätsprodukten. Ein besonderes Verfahren der thermomechanischen Behandlung von Stählen stellt das Bleipatentieren von Drähten dar, dass der Projektpartner Vornbäumen Draht GmbH & Co.KG. zur Herstellung hochfester Stahlseile einsetzt. Durch den Prozess des Patentierens lassen sich sehr hohe Festigkeiten von Re>2000MPa erzielen. Um diese für eine optimierte Fertigung sicherheitsrelevanter Seilanlagen voll ausnutzen zu können, ist eine präzise Kenntnis der Prozessparameter und deren Einfluss auf die mechanisch-technologischen Eigenschaften erforderlich. Forschungsschwerpunkt soll hierbei die quantitative Ermittlung der Einflüsse der Prozessparameter, wie zum Beispiel dem Umformgrad, die Austenitisierungstemperatur oder der isothermen Haltedauer, sowie den Einflüssen der einhergehenden Mikrostruktur des Werkstoffs sein. Resultierend aus den empirischen Erkenntnissen werden entsprechende Schädigungsmechanismen adaptiert und weiterentwickelt. Auf Basis dieser entwickelten Schädigungsmechanismen und Eigenschaftsbeziehungen erfolgt die technologische Optimierung des Herstellungs- und Verarbeitungsprozesses. Projektleitung: Prof. Dr. Ing. habil. Ulrich Krupp Dr.-Ing. Javad Mola Prof. Dr.-Ing. Bernhard Adams Kontakt: Labor Materialdesign und Werkstoffzuverlässigkeit Hochschule Osnabrück Albrechtstraße 30 D-49076 Osnabrück Tel. +49 541-969 2188 j.mola@hs-osnabrueck.de Kooperatrionspartner: Vornbäumen GmbH & Co.KG. Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Kevin Koschella, M.Sc. Nooshin Bandari, M.Sc. Projektddauer: 12/2018-12/2020 DUBIO-Einsatzgrenzen von Duplexstählen für bioverfahrenstechnische Anlagen (ABGESCHLOSSEN) A) Rührwerk für Biogasanlagen des Projektpartners Nieman GmbH & Co.B) Nebelkammer für das Ultraschallsystem. Der Nebel wird über einen Zerstäuber erzeugt. C) Lichtmikroskopische Aufnahme eines erzeugten Risses. Duplexstähle weisen nicht nur eine hohe Ermüdungsfestigkeit auf, sondern zeigen auch gute Korrosionsbeständigkeit, was sie für den Einsatz in der Verfahrenstechnik, im Offshorbereich und für andere Anwendungen geeignet macht. Unter bestimmten korrosiven Bedingungen reduziert sich allerdings die Lebensdauer dieser Stähle. Untersuchungen haben gezeigt, dass dies vermutlich durch Schwingungsrisskorrosion bedingt ist und die korrosive Wirkung von Salznebel einen erhöhten Anteil an gebrochenen Gleitbändern bewirkt. Duplexstähle sind gut schweißbar und die Schweißnähte sind als Bauteilverbinder oft besonders belastet. Durch ihr verändertes Gefüge wird auch der Widerstand gegenüber Schwingungsrisskorrosion beeinflusst. Es werden daher aus X2CrNiMoN22-5-3 (1.4462) Proben aus dem Grundwerkstoff , sowie aus Schweißgut untersucht, wobei sowohl die Schweißnaht selbst, als auch die Wärmeeinflusszone betrachtet werden. Dazu wurde eine Prüfkammer entwickelt, in der die Proben in einem Salznebel nach DIN EN ISO 9227 mittels Ultraschall-Ermüdungstechnik belastet werden und somit den Einfluss des Umgebungsmediums auf die Dauerschwingfestigkeit reproduzierbar bestimmt werden kann. Neben der Untersuchung der Dauerschwingfestigkeit werden die Bruchflächen und ermüdeten Oberflächen (elektronen-)mikroskopisch untersucht, um weitere Hinweise auf die Wirkung des Salznebels zu erhalten. Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Krupp Prof. Dr.-rer. nat. Angela Hamann-Steinmeier Dr.-Ing. Javad Mola Kontakt: IEHK-Institut für Eisenhüttenkunde/Steel Institute RWTH Aachen University Intzestraße 1 D-52072 Aachen Telefon: +49 241-8092913 E-Mail: krupp@iehk.rwth-aachen.de Frau Dr. rer. nat. Angela Hamann-Steinmeier Laborbereich Biologische Verfahrenstechnik Hochschule Osnabrück-University of Applied-Sciences Albrchtstraße 30 D-49076 Osnabrück Telefon: +49 541-969-2902 E-Mail: a.hamann@hs-osnabrueck.de Herr Dr. Javad Mola Laborbereich Materialdesign und Werkstoffzuverlässigkeit Hochschule Osnabrück-University of Applied Sciences Albrechtstraße 30 D-49076 Osnabrück Telefon: +49 541-969-2188 E-Mail: j.mola@hs-osnabrueck.de Kooperationspartner: Wilhelm Niemann GmbH & Co. Nordlandstraße 16 D-49326 Melle Wissenschaftlicher Mitarbeiter: M.Sc. Jan-Stefan Peters Projektdauer: 12/2017-11/2019 Finanzierung: Europäischer Founds für regionale Entwicklung (EFRE) MikrAl - Mikrostrukturbasiertes Materialdesign für ermüdungsresistente hoch beanspruchte Aluminiumgusslegierungen (ABGESCHLOSSEN) Abb.: (a) Entnahmestellen der Proben aus Zylinderkurbelgehäusen der Legierung AlSi8Cu3 und (b) ein aus den Rissfortschritts- und Ermüdungsuntersuchungen erstelltes Kitagawa-Takahashi-Grenzwertdiagramm, dass den Einfluss der Mirostruktur aufzeigt [1]. Ziel des Projekes ist eine Steigerung der Ermüdungsfestigkeit von Aluminiumgusslegierungen. MikrAl befasst sich dabei mit der Fertigungstechnik / Gießtechnik (i), der Werkstoffprüfung und -analytik (ii), sowie der computergestützten Materialentwicklung (iii). Hierfür werden einerseits unter Laborbedingungen Stufenkeile abgegossen und anderseits Proben aus gegossenen Bauteilen von dem Industriepartner bereitgestellt. Mit Hilfe des heißisostatischen Pressens werden nahezu porenfreie Proben hergestellt (i). Diese Proben werden mittels folgender Verfahren geprüft: Resonanzfrequenz- und Dämpfungsanalyse, Härtemessung, Very High Cycle Fatique (VHCF) an der Ultraschall Resonanzprüfmaschine, Rissfortschritt an der Cracktronik, Rissfortschritt an Compact-Tension Proben, High Cycle Fatique (HCF) an der Testronik mit Fernfeldmikroskopie und HCF Umlaufbiegeversuch (ii). Unterstützt durch moderne elektronenmikroskopische Methoden, wie dei Focussed Ion Beam-Technik (FIB) und die automatisierte Electron-BAckscatter Diffraction (EBSD), können die Zusammenhänge zwischen lokaler Mirkostruktur, akkumulierter Dehnung und Ermüdungsrissinitiierung identifiziert und für mechanismenorientierte Modellierungskonzepte zugänglich gemacht werden (iii). [1] Gerbe S., Knorre S., Krupp U., Michels W. (2018). The significance of microstruture heterogeneities on the fatique thresholds of aluminium castings. Fatique 2018, Matec Web of Conferences 165, 14005, DOI: 10.1051/matecconf/2018 16514005 Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Michels Kontakt: Prof. Dr.-Ing. W. Michels Albrechtstraße 30 49076 Osnabrück Telefon: +49 541 969-3104 E-Mail: w.michels@hs-osnabrueck.de Kooperationspartner: Nemak Dillingen GmbH Nemak Europe GmbH RWP GmbH TU Dortmund, WPT RWTH Aachen, IEHK Wissenschaftlicher Mitarbeiter: B. Eng. Steffen Scherbrink, SFI/IWE Projektdauter: 04/2016 - 06/2020 Finanzierung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in der Förderlinie FHProfUnt Veröffentlichungen: Gerbe S., Krupp U., Michels W.: Influence of secondary dendrite arm spacing (SDAS) on the fatique properties of different conventional automotive aluminium cast alloys, Special Issue of Frattura ed Integrita`Strutturale "Crack Paths", (under review). Gerbe S. (V), Knorre S., Krupp U., Michels W., Walther F.: The significance of microstructure heterogeneities on the fatique thresholds of aluminium castings. Fatique 2018, 12th International Fatique Congress, Poitiers, Frankreich, 27 Mai - 01. Juni 2018. Gerbe S., Krupp U., Michels W.: Ermüdungs- und Rissfortschrittsverhalen der Aluminiumgusslegierungen AlSi8Cu3 sowie AlSi7cu0,5Mg unter Betrachtung verschiedener Mikrostrukturausprägungen. WerkstoffWoche, Dresden, Deutschland, 27.-29. September (2017). Identifikation und Modellierung der Schädigungsmechanismen in Al-Si-Mg-Gusslegierungen während der Ermüdungsbeanspruchung bei hohen und sehr hohen Lastspielzahlen (ABGESCHLOSSEN) Abb. 1: Zusammenfassende Darstellung der Wechselbeziehung zwischen Mikrostrukturcharakteristika und den mechanisch-technologischen Eigenschaften von Aluminiumgusslegierungen. Aluminiumgusslegierungen eignen sich aufgrund der spezifischen Eigenschaften (hinreichende Festigkeit, geringe Dichte, relative hohes Elastizitätsmodul und guter Gießbarkeit) hervorragend für flexible und kostengünstige Leichtbauanwendungen in vielen Bereichen der Technik, wie z.B. für hoch beanspruchte Bauteile in Automobilen oder Eisenbahnen. Zur Gewährleistung der Betriebssicherheit und einer langen Lebensdauer stehen bei diesen Bauteilen besonders die Ermüdungsschädigungsmechanismen im Fokus. Diese werden an der Hochschule Osnabrück in Kooperation mit der TU Dortmund sowie Industriepartnern im Rahmen eines DFG geförderten Forschnungsvorhabens untersucht, dass an ein im September 2013 abgeschlossenes Forschungsvorhaben anknüpft. Im Rahmen dessen wurde der Einfluss der Kornfeinung und Veredelung sowie der Wärmebehandlung auf die Mikrostruktur und des Ermüdungsverhaltens untersucht. Die Zusammenhänge zwischen Werkstoffmikrostruktur und den zugehörigen Ermüdungseigenschaften (s. Abb. 1) sind insbesondere bei Gusslegierungen von besonderer Bedeutung, da die Werkstoffeigenschaften von der Bauteilgeometrie abhängen und entsprechend der lokalen Erstarrungsbedingungenvariieren können. Vor dem Hintergrund, dass eine Vorausberechnung der mechanisch-technologischen Eigenschaften mittels Gießsimulation nur eingeschränkt und phänomenologisch möglich ist, soll mit Werkstoffproben des Systems Al-Si-Mg eine Zurordnung von Mikrostrukturparametern und der Ermüdungsfestigkeit ermöglicht werden. Die Identifikation der mikrostrukturellen Schädigungsmechanismen während der Ermüdungsbelastung soll zur Impelmentierung dieser Mechnismen in ein physikalisch-basiertes Kurzrissmodell führen. Ziel ist es, die Ermüdungslebensdauer unter frei wählbaren Erstarrungsbedingungen der Aluminiumgusslegierungen zuverlässig hervorzusagen. Das Forschungsvorhaben ist in fünf Arbeitspakete unterteilt: Gießtechnische Herstellung und Charakterisierung des Probenmaterials Wechselverformungsversuche/Rissausbreitungsversuche im HCF- und VHCF-Bereich Identifikation der Mechanismen zur Rissinitiierungs- und Ermüdungsrissausbreitung Entwicklung und Anpassung eines Modells zur Kurzrissausbreitung in Aluminiumgusslegierungen Lebensvorhersage und Übertragbarkeit des Modellierungskonzeptes auf ein einfaches Demonstratorbauteil Zur Zeit wird an der Hochschule Osnabrück im Rahmen des Arbeitspaket 1 eine neue Induktionsschmelzanlage in Betrieb genommen, um unter Einbeziehung der Erstarrungssimulation mit WinCast zylindrische Proben für mechanische Versuche herzustellen. An wärmebehandelten Proben wird anschließend die Mikrostruktur charakterisiert. Hierbei werden Korngröße, Kristallorientierung, Sekundärdendritenarmabstand, Form und Verteilung intermetallischer Ausscheidungen und Feinstoxide mittels Lichtmikroskopie und Rasterelektronenmikroskopie untersucht. Die Umwandlungsemperaturen und Löslichkeiten der Legierungselemente werden in Abhängigkeit der Temperatur und der Legierungszusammensetzung druch thermodynamische Berechnungen mittels FactSage ermittelt. Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Krupp, u.krupp@hs-osnabrueck.de , Tel.: 0541 969-2188 Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Michels, w.michels@hs-osnabrueck.de , Tel.: 0541 969-3104 Kooperationspartner: Prof. Dr.-Ing. Frank Walther, Technische Universität Dortmund, Dortmund Jochen Tenkamp, M.Sc., Technische Universität Dortmund, Dortmund Dr.-Ing. L. Ohm, Ohm & Häner Metallwerk Gmbh & Co.KG., Olpe Dr.-Ing. F. J. Feikus, Nemak Europe GmbH, Frankfurt am Main Wiss. Mitarbeiter: Stephan Knorre, M.Sc., Tel.: 0541 969-2142 Projektdauer: 10/2015 bis 10/2019 Finanzierung: DFG-Deutsche Forschungsgemeinschaft 3D-VHCF (ABGESCHLOSSEN) Bild 1: (a) Ermüdungsprüfung an Miniaturproben mittels Ultraschallermüdungsmaschine, (b) mittels Synchrotron-Tomographie rekonstruiertes Gefüge des Versuchswerkstoffs (W. Ludwig), (c) FEM-Modellierung eines realen Duplexstahlgefüges zur Berechnung lokaler plastischer Dehnungen. Experimentelle und modellmäßige Bewertung der dreidimensionalen Auswirkung mikrostruktureller Barrieren während der Rissinitiierungsphase Very-High-Cycle-Fatigue-beanspruchter Werkstoffe. In der praktischen Anwendung werden Bauteile überwiegend zyklischen Belastungen ausgesetzt. Gerade in der heutigen Zeit, welche von zunehmender Rohstoff- und Energieeinsparung geprägt ist, wird von Maschinen, wie beispielsweise im Verkehrswesen oder der Energiegewinnung, im Hinblick auf höhere Wirkungsgrade zunehmend mehr abverlangt. Die dabei innerhalb der Einsatzzeit eines Bauteils auftretende Anzahl von Lastwechseln geht oft über 10 7 Zyklen hinaus in den sogenannten Very-High-Cycle-Fatigue-Bereich (VHCF). Um einen zuverlässigen Betrieb gerade in Hinsicht auf Bauteilsicherheit zu gewährleisten, muss ein hoher Aufwand im Bereich Forschung, Qualitätssicherung und Inspektion betrieben werden. Einen sehr hohen Stellenwert nehmen dabei Ermüdungsexperimente ein. Die Materialermüdung beschreibt einen fortschreitenden Schädigungsprozess als Folge sich stetig wiederholender mechanischer Beanspruchung. Hierbei kann es bereits unterhalb der statischen Festigkeit eines Materials zur Rissbildung und folglich auch zum Versagen des Bauteils kommen. Um den Werkstoff bezüglich seines Ermüdungsverhaltens hin zu charakterisieren, werden Versuche mit speziell gefertigten Proben mit Hilfe von Prüfmaschinen durchgeführt und so die Lebensdauer bestimmt. Bei den technisch relevanten sehr hohen Lastspielzahlen zeigen die Bauteile ein stark unterschiedliches Ermüdungsverhalten über einen weiten Bereich der Lebensdauer wodurch sie keiner definierten endlichen Lebensdauer zuzuordnen sind. Der Ursprung für dieses Verhalten liegt in der Mikrostruktur des Materials begründet, welche einen starken Einfluss auf die Rissinitiierung ausübt. Um eine zuverlässige mechanismenorientierte Lebensdauervorhersage im Bereich sehr hoher Lastspielzahlen treffen zu können, müssen die auftretenden Schädigungsmechanismen und deren Wechselwirkung mit der Mikrostruktur identifiziert werden. Das Forschungsvorhaben befasst sich mit der Untersuchung mikrostruktureller Barrieren, wie z.B. Korngrenzen, die einer beginnenden Ermüdungsschädigung entgegenwirken und somit je nach Beanspruchungsart- und -höhe eine in Abhängigkeit zur Mikrostruktur stehende Vorhersage der Lebensdauer erlauben. Dazu werden Hochfrequenz-Ermüdungsversuche (20000 Zyklen/Sekunde) an einem modernen Duplexstahl unter in-situ- Beobachtung im hochauflösenden Rasterelektronenmikroskop und in konventionellen Ultraschallprüfsystemen an Luft und Vakuum durchgeführt (Abb. 1a), Dreidimensionale Darstellungen der Mikrostruktur mit Hilfe der Synchrotron-Computer-Tomographie erstellt (Abb. 1b) und mikrostrukturbasierte Finite-Elemente-Berechnungen zur Vorhersage der Rissinitiierungsorte durchgeführt (Abb. 1c). Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Krupp, u.krupp@hs-osnabrueck.de ,Tel.: 0541 969-2188 Kooperationspartner: Universität Siegen (Naturwissenschaftliche Universität) * European Synchrotron Radiation Facility, ESRF Grenoble ** Wiss. Mitarbeiter: Dipl.-Ing. (FH), M.Sc., Alexander Giertler, Tel. 0541-969-3215 M.Sc. Tina Waurischk, Tel. 0541 969-3506 M. Eng. Benjamin Dönges * Dipl.-Phys. Anne Kathrin Hüsecken * Dr. W. Ludwi ** Projektdauer: 10/2010 - 1/2017 Finanzierung: DFG OptiHeat - Forschungsschwerpunkt zur Optimierung von Umform- und Wärmebehandlungsprozessen (ABGESCHLOSSEN) Vom Umformprozess zur Lebensdauervorhersage. Der Forschungsschwerpunkt zielt auf die Entwicklung einer Methodik, mit der sich Wärmebehandlungsverfahren mit den Fertigungsprozessen für Konstruktionswerkstoffe derart abstimmen lassen, dass eine deutliche Reduktion der Prozessdauer bei gleichzeitiger Verbesserung der mechanischen Eigenschaften erreicht werden. Ausgangspunkt sind dabei konkrete Problemstellungen der Industriepartner, die bereits in kleineren Entwicklungsprojekten beleuchtet werden konnten. Bei den im Projekt untersuchten Werkstoffen handelt es sich um bainitische Stähle, die beispielsweise in Common-Rail-Systemen verbaut werden und um hochtemperaturbeständige Nickelbasislegierungen, welche im Turbinenbau zu finden sind. Die Hochschule Osnabrück verfügt über eine 10.000kN Spindelpresse und kann somit nahezu den gesamten Fertigungsprozess abbilden. Die Abbildung zeigt das experimentelle Vorgehen am Beispiel des bainitischen Stahls: Zunächst werden Prüfkörper geschmiedet und gezielt abgekühlt. Anschließend werden die Eigenschaften mittels Metallographie (u.a. analytischer Elektronenmikroskopie) und mechanischer Werkstoffprüfung charakterisiert. Neben den experimentellen Arbeiten, spielt die Modellierung eine immer größere Rolle bei der Optimierung von Prozessen. Hierbei wird sowohl der Schmiedeprozess als auch die komplexe Ausscheidungskinetik der Werkstoffe berücksichtigt. Die Kombination von Umformsimulation (SimuFact), Finite-Elemente-Berechnungen der Abkühlung und schließlichder Einbeziehung von Kinetik und Thermodynamik der Ausscheidungsbildung (MatCalc) soll dazu beitragen, die Prozessparameter für die vielfältigen Werkstoffanforderungen bereits im Vorfeld festlegen zu können. Projektleitung Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Krupp Dr.-Ing. Javad Mola (Nachfolgevertretung) Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Michels Prof. Dr.-Ing. Bernhard Adams Prof. Dr.-Ing. Jürgen Wübbelmann Prof. Dr.-Ing. Alexander Schmehmann Kontakt Herr Prof. Krupp: IEHK-Institut für Eisenhüttenkunde / Steel Institute RWTH Aachen University Intzestraße 1 D-52072 Aachen Telefon: +49 241-8092913 krupp@iehk.rwth-aachen.de Herr Dr. Javad Mola: Laborbereich Materialdesign und Werkstoffzuverlässigkeit Hochschule Osnabrück-University of Applied Sciences Albrechtstraße 30 D-49076 Osnabrück Telefon: +49 541 969-2188 j.mola@hs-osnabrueck.de Wissenschaftliche Mitarbeiter Dr. rer. nat. Christine Derks M. Sc. Anne Hesselink M. Sc. Mikhail Solovev Kooperationspartner Georgsmarienhütte GmbH (Hauptpartner) MAN Diesel & Turbo SE Aubert Duval (Eramet) Siemens Energy AG Projektdauer 03/2013-06/2019 Finanzierung Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft und Kultur, MWK (ursprünglich gefördert durch die Arbeitsgruppe Innovative Projekte (AGIP)) Veröffentlichungen Artikel in Fachzeitschriften: A. Hesselink, J.-M. Tiemann, M. Solovev, U. Krupp, Influence of the y´Phase on the Creep Behavior of a New Polycrystalline Nickel-Based Superalloy (AD 730), PM54(2017) 838-848 Konferenzbeiträge: A. Hesselink, J.-M. Tiemann, M. Solovev, U. Krupp, Einfluss der g`- Phase auf das Kriechverhalten einer neuen polykristallinen Nickelbasis-Superlegierung (AD730), in: 50. Metallographie-Tagung, 21-23. September 2016, Berlin M. Solovev, J.-M. Tiemann, A. Hunfeld, C. Derks, B. Adams, U. Krupp, W. Michels, Influence of Hot-Extrusion on Microstructure and High-Temperature Properties of a new Nickel Based Superalloy (AD730) in: MSE-Materials Science and Engineering Congress, 27.-29. September 2016, Darmstadt A. Hesselink, J.M. Tiemann, M. Solovev, B. Adams, U. Krupp, Influence of a thermomechanical treatment on g`-precipitates and the creep behavior of the new nickel base superalloy AD730, in: Euromat, 17.-22. September 2017, Thessaloniki, Griechenland A. Hesselink, S. Walter, M. Harwarth, U. Krupp, Microstructure and creep / dwell-time fatigueproperties of a hot extruded superalloy (AD730), in: MSE-Materials Science and Engineering Congress, 26.-28. September 2018, Darmstadt A. Hesselink, S. Walter, M. Harwarth, U. Krupp, Einfluss einer thermomechanischen Behandlung auf die Hochtemperaturfestigkeitseigenschaften der neuen polykristallinen Nickelbasis-Superlegierung AD730. in: 36. Tagung Werkstoffprüfung 2018, 6.-7. Dezember 2018, Bad Neuenahr Ermüdungsfestigkeit bainitischer Stähle (ABGESCHLOSSEN) Abb. 1: Schematische Darstellung des Autofrettageprozesses durch plastische Verformung von Rohrinnenseiten. Abb. 2: Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme der Werkstoffmikrostruktur des bainitischen Stahls. Abb. 3: Werkstoffverhalten des bainitischen Stahls unter monotoner Zug- und Druckbelastung ohne Vorverformung des Materials. Steigerung der Ermüdungsfestigkeit bainitischer Stähle zum Einsatz in innenhochdruckbelasteten Bauteilen Rohrleitungen moderner Common-Rail-Dieseleinspritzsysteme werden mit hohen und pulsierenden Innendrücken beaufschlagt. Der eingesetzte Rohrleitungswerkstoff darf auch nach hohen Zyklenzahlen keine Schädigung durch die aufgebrachte Belastung erfahren. Dies kann durch eine entsprechende konstruktionstechnische Auslegung des Bauteils umgesetzt werden, welches in der Regel mit einer Querschnittserhöhung verbunden ist. Die Steigerung des Bauteilquerschnitts wiederum führt zu einer Gewichts- und Bauraumzunahme. Um diese Problematik zu umgehen kann mittels Autofrettage die Festigkeit des Werkstoffs gesteigert werden. Dazu wird der innere Teil des Bauteilquerschnitts mittels Innenhochdruck plastisch verformt. Durch diese einmalige hydraulische Überbeanspruchung über die Steckgrenze hinaus werden Druckeigenspannungen im Bauteil erzeugt. Infolge der Autofrettagebehandlung können die Rohrleitungen bei einem höheren Betriebsdruck und/oder längere Zeit betrieben werden. Einen deutlichen Einfluss auf den Autofrettageprozess hat der sogenannte Bauschinger-Effekt. Wird ein metallischer Werkstoff zuerst in eine Richtung plastisch verformt, entlastet und anschließend in die entgegengesetzte Richtung verformt, so ist die Streckgrenze bei der Rückverformung niedriger als bei der erstmaligen Hinverformung (vgl. Abb. 1). Dieser von dem Münchner Professor Ende des 19Jhdts entdeckte Effekt begrenzt folglich die mit dem Autofrettageprozess verknüpfte Festigkeitssteigerung. Als Rohrleitungswerkstoff kommen hochfeste martensitische und bainitische Stähle zur Anwendung, deren Festigkeit durch den Autofrettageprozess weiter gesteigert werden kann. Der Einfluss des Bauschinger-Effekts auf das Festigkeitsverhalten innenhochdruckbelasteter bainitischer Stahlgüten soll im Rahmen dieses Forschungsprojektes näher betrachtet und auf die Werkstoffmikrostruktur (siehe Abb. 2) zurückgeführt werden. Die Bewertung des mechanischen Ermüdungsverhaltens im LCF- (low cycle fatigue) und HCF- (high cycle fatigue) Bereich mit Hilfe von servohydraulischen Maschinen und Ultraschall-Prüfsystemes wird vorangetrieben. Weiterhin zeigen Untersuchungen unter monotoner Zug- sowie Druckbeanspruchung ohne Vorverformung des Materials ein unterschiedliches Werkstoffverhalten (siehe Abb. 3). Diese Versuche werden im weiteren Projektverlauf mit einer Vorverformung des Materials wiederholt, um an verschiedenen Belastungspunkten die Mikrostruktur zu charakterisieren und diese mit dem Einfluss des Bauschinger-Effekts zu korrelieren. Des Weiteren konnten erste Erfolge in der rechnerischen Abbildung des Bauschinger-Effekts erzielt werden. Diese Erkenntnisse werden im weiteren Verlauf auf die rechnerische Betrachtung des Autofrettageprozesses übertragen. Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Krupp, u.krupp@hs-osnabrueck.de ,Telefon: 0541 969-2188 Prof. Dr.-Ing. Alexander Schmehmann, a.schmehmann@hs-osnabrueck.de , Telefon: 0541-969-2006 Kooperationspartner: Georgsmarienhütte Stahl GmbH, Georgsmarienhütte Wiss. Mitarbeiter: B.Sc. Stefan Hinz, Telefon: 0541-969-2142 B.Sc. Sascha Gerbe, Telefon: 0541-969-2142 Projektdauer: 11/2012 - 10/2014 Finanzierung: EFRE Gefügeabhängige Versagensmechanismen bei Aluminiumgusslegierungen unter Ermüdungsbeanspruchung (ABGESCHLOSSEN) Abb. 1: (a) In einer Stahlkokille abgegossene Probestäbe, (b) Rissausbreitungsexperimente an einseitig gekerbten Proben, (c) Bruchflächenanalyse der Rissausbreitungsversuche, (d) Ultraschall-Ermüdungsexperimente und (e) Beobachtung der Rissinitiierung und- ausbreitung Durch den anhaltenden Trend zum Leichtbau und zur Kostenreduktion haben Aluminiumgusslegierungen in der Vergangenheit enorm an Bedeutung gewonnen. Sobald wir uns in Bewegung setzen, begleitet uns heute in der Regel Aluminium. Ob im Auto, im Flugzeug, oder im Schienenverkehr; das klassische Zeitalter der „Eisen“bahn ist vorbei, da viele tragende Elemente eines Zuges (z.B. die Wagenkästen beim ICE) komplett aus Aluminium gefertigt werden. Erst damit lassen sich Geschwindigkeiten von über 350 km/h auf der Schiene realisieren. Um beim Einsatz von dynamisch hoch beanspruchten Bauteilen neben einer hohen Lebensdauer eine große Betriebssicherheit zu gewährleisten, sind insbesondere an die Ermüdungsfestigkeit hohe Anforderungen gestellt. Vor diesem Hintergrund verfolgte das im September 2013 abgeschlossene Forschungsvorhaben in Zusammenarbeit mit Industriepartnern das Ziel, den Zusammenhang zwischen den während der Wärmebehandlung stattfindenden Gefügeveränderungen und dem Ermüdungsverhalten der Aluminiumgusslegierung AlSi7Mg0,3 zu charakterisieren. Das Projekt ist in die miteinander korrelierenden Arbeitsschwerpunkte „Fertigungstechnik“ und „Mechanische Eigenschaften“ unterteilt. Im Arbeitsschwerpunkt „Fertigungstechnik“ wurden die in Abb.1a dargestellten Probestäbe in einer Stahlkokille abgegossen und anschließend bei variierenden Lösungsglühtemperaturen und -zeiten wärmebehandelt. Der Fokus lag bei auf der Einformung des eutektischen Siliziums sowie der festigkeitssteigernden Wirkung der Mg 2 Si-Ausscheidungen. Zudem wurde der Effekt der Kornfeinung mit AlTi5B1 und dem Veredelungszusatz Strontium untersucht. Der Fokus des Schwerpunktes „Mechanische Eigenschaften“ lag auf der Korrelation der Mikrostruktur mit den Ergebnissen aus Zug- und Ermüdungsversuchen sowie mit den mechanischen Eigenschaften, ermittelt durch Härtemessungen, Resonanzfrequenz / Dämpfungsanalysen (RFDA) und Eigenspannungsanalysen. Durch Rissausbreitungsexperimente an einseitig gekerbten Biegeproben (Abb.1b) mit der Resonanzprüfmaschine Cracktronic konnten für alle Wärmebehandlungszustände der Schwellenwert (∆K th ) sowie die kritische Bruchzähigkeit K C bestimmt werden. Die nachfolgende Analyse der Bruchflächen erlaubt eine Unterteilung in Anrissbereich, Ermüdungsbruch und Restgewaltbruch (Abb.1c). Ferner wurden Ultraschall-Ermüdungsexperimente in Kombination mit einem Fernfeldmikroskop durchgeführt (Abb.1d). Dies ermöglicht die Detektion der Rissinitiierung sowie die Beobachtung der nachfolgenden Rissausbreitung und der Wechselwirkung mit der Mikrostruktur (Abb.1e). Zudem konnte die Kurzrissausbreitung in Kombination mit der kristallografischen Orientierung der Körner mittels der Beugung rückgestreuter Elektronen (EBSD) mit einem mechanismenorientierten Rissmodell auf Basis der Randelementmethode simuliert werden. Auf Basis der gewonnen Erkenntnisse dieses Forschungsprojekts lassen sich die Zusammenhänge zwischen den metallurgischen Prozessparametern, der Werkstoffmikrostruktur und den Ermüdungsschädigungsmechanismen von modernen Aluminiumgusslegierungen für hohe dynamische Beanspruchungen eindeutig charakterisieren und beschreiben. Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Krupp, u.krupp@hs-osnabrueck.de ,Tel.: 0541 969-2188 Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Michels, w.michels@hs-osnabrueck.de ,Tel: 0541 969-3104 Kooperationspartner: Ohm & Häner Metallwerk GmbH & Co KG, Olpe Wiss. Mitarbeitende: Stephanie Siegfanz, B.Sc.,Tel.: 0541 969-2219 Projektdauer: 10/2010 bis 9/2013 Finanzierung: Europäischer Fonds für regionale Entwicklung EFRE Dynamische Eigenschaften moderner Aluminium-Gusslegierungen (ABGESCHLOSSEN) Bild 1: Visuelle Rissbeobachtung während eines Ermüdungsversuchs an speziell angepasster Probenform. Die begrenzte Verfügbarkeit fossiler Energieträger und die Notwendigkeit, den Ausstoß von Treibhausgasen nachhaltig zu senken, sind der Motor für einen anhaltenden Trend zum Leichtbau im Fahrzeug- und Flugzeugbau. Dieser Trend führt auch bei den gießtechnisch hergestellten Leichtmetallwerkstoffen zu immer dünneren Wanddicken. Die dazu erforderliche hohe spezifische Festigkeit kann nur durch eine Sicherstellung höchster Qualität der Werkstoffe insbesondere in der Mikro- und Nanoskala in Verbindung mit einem nachhaltigen Verständnis der Werkstoffschädigungsmechanismen erreicht werden. Bei den zukünftig gießtechnisch zu realisierenden Bauteilen handelt es sich u.a. um dynamisch höchst beanspruchte Fahrwerkskomponenten aus Aluminiumlegierungen, die heute noch nahezu ausschließlich schmiedetechnisch hergestellt werden müssen. Bei dynamischer Beanspruchung besteht grundsätzlich die Gefahr, dass Verunreinigungen und Einschlüsse, wie Feinstoxide oder Karbide, durch ihre Kerbwirkung die Dauerfestigkeit und die Dehngrenze erheblich reduzieren. Trotz der hohen technischen Relevanz dieser Problematik existieren bis heute keine systematischen Untersuchungen, in welchem Maße und nach welchen Mechanismen die dynamischen Eigenschaften insbesondere die Ermüdungsrissentstehung durch Feinstoxide bestimmt ist. Vor diesem Hintergrund verfolgt das laufende Vorhaben das Ziel, gemeinsam mit einem mittelständischen Gießereiunternehmen Zusammenhänge zwischen der Verteilung, der Größe und Form von Feinstoxiden und dem Ermüdungsverhalten im Bereich der Dauerfestigkeit zu identifizieren. Dazu werden zylindrische Proben gießtechnisch aus der Aluminium-Legierung AlSi7Mg hergestellt, mikrostrukturell mit Hilfe der analytischen Elektronenmikroskopie analysiert und an servohydraulischen Prüfsystemen durch Zug-Druck-Wechselverformung ermüdet (s. Bild 1). Die Schädigung wird dabei lichtmikroskopisch und mit Hilfe der Resonanzfrequenz-Dämpfungsanalyse (RFDA) verfolgt und mit dem Vorhandensein von Feinoxiden und Poren korreliert. Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Krupp, u.krupp@hs-osnabrueck.de ,Tel.: 0541 969-2188 Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Michels, w.michels@hs-osnabrueck.de ,Tel: 0541 969-3104 Kooperationspartner: Ohm & Häner Metallwerk GmbH & Co KG, Olpe Wiss. Mitarbeiter: Dipl.-Ing. Alexander Giertler Projektdauer: 10/2007 bis 3/2010 Finanzierung: Arbeitsgemeinschaft Innovative Projekte des Landes Niedersachsen (AGIP) Mechanisms of microstructurally short cracks in duplex stainless steels (ABGESCHLOSSEN) Duplex stainless steels (DSS) are finding increased applications as structural materials because of higher strength, superior resistance to stress corrosion cracking and better weldability. The excellent combination of these properties is obtained from balanced amount of ferrite and austenite in the microstructure. However, this grade of steel embrittles (aged condition) when exposed in the temperature range of 280-500ºC limiting its application to temperatures below 280ºC. In the present project, interactions between the crystallographic misorientation of grain and phase boundaries and microcracks in austeno-ferritic duplex stainless steels in the normalized and in the aged thermal conditions will be analyzed and quantified by means of experiments during low (LCF) and high cycle fatigue (HCF) in combination with the electron backscattered diffraction technique (EBSD). The results, obtained in this first part, have shown for LCF, microcracks initiate mainly along the most favorable oriented slip planes regarding the Schmid factor in the ferrite and propagating along similar planes. Occasionally, they nucleate at α-α grain boundaries. For these cracks, phase boundaries seem to be an effective barrier against the propagation in contrast to grain boundaries. During HCF, cracks initiate at α-α grain or at α-γ phase boundaries and propagate in an intercrystalline mode. In the second part, it is expected to use the experimental data in combination with a numerical model to quantitatively describe the propagation behavior of microstructurally short fatigue cracks. The model is based on the boundary element method: The crack and the adjacent slip bands are meshed by boundary elements in such a way that the respective displacement field can be calculated by accounting for the interactions between all elements. The crack propagation rate depends on the cyclic value of the displacement at the crack tip (DCTSD) as follows: da/dN=CΔCTSD m After each interval of fatigue cycles the displacement field is re-calculated according to the change in distance between the actual crack tip and the next grain or phase boundary. When the barrier strength of the boundaries is correctly correlated to the crystallographic misorientation (mainly twist) between the respective grains, the characteristic oscillating crack propagation rate can be predicted. An example of the application of the model to a propagating micro crack in duplex steel is shown in Fig. 1. The experimental data will help to improve the model and to apply it for (i) a new kind of damage-tolerant service life prediction in the high-cycle fatigue and very-high-cycle fatigue regime, and (ii) for tailoring fatigue resistant microstructures. Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Krupp, u.krupp@hs-osnabrueck.de ,Tel.: 0541 969-2188 Kooperationspartner: Universidad Nacional de Rosario, Instituto de Fisica Rosario Consejo Nacional de Investigaciones Científicas y Técnicas (CONICET) Universität Siegen Wiss. Mitarbeiter: Dr. M.Sc. María Cecilia Marinelli ,Tel.: 0541 969-2142 Projektdauer: 08/2010 bis 8/2012 Finanzierung: Alexander von Humboldt-Stiftung, DAAD Zellulare Metalle Zellulare Metalle bzw. Metallschäume besitzen aufgrund einer stochastisch verteilten zellularen Struktur ein exzellentes Steifigkeits-Dichte-Verhältnis. Bedingt durch die Poren können Metallschäume zur Energie- oder Schallabsorption, Vibrationsdämpfung, Steifigkeitserhöhung uvm. Eingesetzt werden. Unter Beachtung der jeweiligen Anforderungen einer bestimmten Anwendung an das Material sollen verschiedene Anwendungspotentiale zellularer Metalle als funktionelle Leichtbauwerkstoffe erforscht werden. IntelZell (ABGESCHLOSSEN) Abb.: Potentielle Anwendungsdetails von Aluminiumschaum in Autositzen (Projektpartner Faurecia) und geschlossenporiger Aluminiumschaum (Alulight) im Druckversuch. IntelZell - Leichtbau und Fahrsicherheit: Intelligentes Konstruieren mit zellularen Metallen Das Forschungsvorhaben zielte darauf ab, durch die Analyse zellularer metallischer Werkstoffe das Fehlen zuverlässiger und reproduzierbarer Materialdaten zu beseitigen. Es konnte gezeigt werden, dass eine ingenieurmäßige Auslegung komplex beanspruchter Produkte aus zellularen Metallen, auch im Verbund mit herkömmlichen Materialien, möglich ist. Eine der wichtigsten Teilaufgaben war in Zusammenarbeit mit dem Autositzhersteller Faurecia die Identifikation von Baugruppen, bei denen die Potentiale von Metallschäumen besonders weit reichend ausgenutzt werden können (vgl. Abb.). Hierfür kamen auch Hybridbauteile, wie z.B. aufgeschäumte Rohrsegmente oder Aluminiumschaum-Blech-Sandwichverbunde, in Betracht. Gemeinsam mit verschiedenen Metallschaumherstellern wurden Probekörper aus Aluminiumschaum, Aluminiumschaum-Aluminiumblech- und Aluminiumschaum-Stahlblech-Sandwichverbunden hergestellt und bezüglich ihrer strukturellen Eigenschaften untersucht (quasistatische Zug-/Druckversuche (s. Abb) und Ermüdungsversuche). Hierzu kamen neben herkömmlichen Dehnungsmessgeräten auch optische Messverfahren zur lokal aufgelösten Schädigungsverfolgung zur Anwendung. Mit Hilfe der Finite-Elemente-Methode wird das Bauteilverhalten in Verbindung mit entsprechend gestalteten Materialmodellen simuliert. Auf der Basis der erzielten Ergebnisse arbeitet nun eine kleine Arbeitsgruppe an der Umsetzung in die Kennwerte-Normung (DIN, ISO). Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Krupp, u.krupp@hs-osnabrueck.de , Tel.: 0541 969-2188 Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Michels, w.michels@hs-osnabrueck.de , Tel.: 0541 969-3104 Kooperationspartner: Faurecia Autositze GmbH, Stadthagen Pohltec Metalfoam GmbH, Köln Mepura Metallpulver Gesellschaft m.b.H. / Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen (Österreich) m-pore GmbH, Dresden Fraunhofer Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik Chemnitz Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie, Berlin Universität Siegen Wiss. Mitarbeiter: Dipl.-Wirt.-Ing. Srecko Nesic, s.nesic@hs-osnabrueck.de , Tel.: 0541 969-7023 Projektdauer: 01/2010 bis 04/2014 Finanzierung: BMBF in der Förderlinie FHProfUnt Medfoam (ABGESCHLOSSEN) Bild 1: Titan-Aluminium-Niob (Ti-6Al-7Nb) Implantatkörper Bild 2: Nach 30 Tagen Standzeit entnommener Tibiakopf einer Ratte mit Implantatkörper Entwicklung und Charakterisierung offenporiger metallischer Implantatstrukturen mit biologischer Reaktionsschicht. www.medfoam.uni-siegen.de Obgleich die Natur in vielfältiger Weise zelluläre Materialien für Strukturkomponenten, wie Knochen oder Holz, einsetzt, werden biomedizinische Implantate häufig aus Vollmaterial ausgeführt. Dies hat neben einem relativ hohen Gewicht entscheidende Nachteile hinsichtlich einer späteren ausgewogenen Osteogenese (Knochenneubildung) zur Folge. Vor diesem Hintergrund werden im Rahmen des laufenden Vorhabens maßgeschneiderte Materialverbunde, bestehend aus einer offenporigen, der Spongiosa-Architektur des Knochens sehr ähnlichen Struktur (Bild 1) in Verbindung mit einer keramischen bioaktiven Reaktionsschicht, entwickelt und hinsichtlich ihrer mechanischen und biokompatiblen Eigenschaften charakterisiert und optimiert. Das mit vier Projektpartnern interdisziplinär angelegte Gesamtvorhaben gliedert sich in vier eng miteinander verzahnte Teilschritte: Feingießtechnische Herstellung offenporiger Metallschwämme, Aufbringen biokompatibler Reaktionsschichten und In-vitro und in-vivo-Analyse der Biokompatibilität sowie Experimentelle und modellmäßige Charakterisierung der biomechanischen Langzeitfunktionalität. Zu diesem Zweck werden neben speziell angepassten Methoden der mechanischen Materialprüfung und Mikrostrukturanalyseverfahren, wie u. a. die analytische Rasterelektronenmikroskopie, detaillierte Experimente zum Nachweis der Biokompatibilität und der osteokonduktiven Wirkung der entwickelten Zellularstrukturen anhand von Klein- (Ratte) und Großtiermodellen (Schaf) durchgeführt. Mit Projektabschluss wird ein neues Verfahren vorliegen, mit dem die Herstellung der durch Rapid Prototyping exakt anpassbaren und sowohl biochemisch als auch physikalisch biokompatiblen Implantatkörper möglich ist. Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Krupp, u.krupp@hs-osnabrueck.de ,Tel.: 0541 969-2188 Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Michels, w.michels@hs-osnabrueck.de , Tel.: 0541 969-3104 Kooperationspartner: Institut für Werkstofftechnik der Universität Siegen, Gießerei-Institut der RWTH Aachen, Bundesanstalt für Materialforschung und Materialprüfung (BAM), Universitätsklinikum Gießen Marburg Wiss. Mitarbeiter: Mustafa Altinidis, M.Sc., Teodolitu Guillen, M.Sc. Projektdauer: 10/2007 bis 9/2012 Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Syntakt (ABGESCHLOSSEN) Abbildung 1: Probenmaterial Abbildung 2: Versuchsanlage Syntaktische Schäume stellen Verbundwerkstoffe aus einer Metall-Matrix und Hohlkugeln verschiedener Art dar, bei denen letztere für die Porosität dienen. Sie zeichnen sich durch ein hohes Energieabsorptionsvermögen und sehr gutes Dämpfungsverhalten sowie gegenüber konventionellen Schäumen durch eine erhöhte Festigkeit aus. Dies macht sie besonders für den Einsatz in akustischen sowie crash-relevanten Bauteilen interessant. Trotz ihrer herausragenden Eigenschaften hat sich die Werkstoffklasse der syntaktischen Schäume bisher jedoch nicht durchgesetzt. Im Rahmen des Forschungsprojektes soll daher zur Entwicklung neuer Werkstoffkonzepte im Leichtbau beigetragen und die Marktdurchdringung gefördert werden. Das Ziel des Forschungsprojektes SYNTAKT ist die durchgreifende Charakterisierung der mechanischen Kennwerte. Im Gegensatz zum quasistatischen Spannungsverhalten (Untersuchungen durch den Projektpartner IFAM) wurden die syntaktischen Schäume hinsichtlich des Ermüdungsverhaltens noch nicht charakterisiert. Daher soll im Rahmen dieses Projektes das Verhalten unter zyklischer Beanspruchung mit unterschiedlichen Belastungsbereichen tiefergehend untersucht werden. Dazu wurde durch das IFAM gesintertes Probenmaterial aus einer Invar-Matrix (FeNi36) und unterschiedlichen Anteilen von Glashohlkugeln bereitgestellt (siehe Abb. 1), aus dem die Versuchsproben entnommen wurden. Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Krupp, u.krupp[at]hs-osnabrueck.de, Telefon.: 0541 969-2188 Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Michels, w.michels[at]hs-osnabrueck.de, Telefon.: 0541 969-3104 Kooperationspartner: Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung IFAM, BremenISIS Sensorial Materials Scientific Centre, Bremen Wiss. Mitarbeiter: B.Sc. Philipp Poltersdorf, philipp.poltersdorf[at]hs-osnabrueck.de, Telefon.: 0541 969-2142 Dipl.-Wirt.-Ing. Srecko Nesic, s.nesic[at]hs-osnabrueck.de, Telefon.: 0541 969-7023 Projektdauer: 02/2012 bis 07/2012 Projektfinanzierung: Zentraler Forschungspool der Hochschule Osnabrück Hybridwerkstoffe - Fügetechnik Unter dem Gesichtspunkt steigender Anfordungen an technische Werkstoffe wie z.B. Aluminium, Stahl oder Titan, bietet sich eine Kombination der jeweiligen Eigenschaften an. Durch die Herstellung und Verarbeitung von sogenannten Hybridwerkstoffen lassen sich beispielsweise positive Aspekte von Aluminium mit denen von Stahl kombinieren. Auch eine Kombination von CFK mit Titanwerkstoffen kann unter gewissen Vorraussetzungen sinnvoll erscheinen. Die folgenden Projekte befassen sich mit dem gezielten Einsatz von den oben beschriebenen Hybridwerkstoffen SAFECONNECT – Metallurgische, rechnerische und konstruktive Gestaltung betriebsfester Fügeverbindungen moderner Konstruktionswerkstoffe (ABGESCHLOSSEN) Abb. : (a) Schweißung der Demonstratorbaugruppe, (b) Betriebsfestigkeitesuntersuchungen am Prüfstand und (c) Darstellung der Dehnung mittels 3D-Dehnfeldmessung Seit geraumer Zeit ist in der Fahrzeugindustrie der Trend zum Leichtbau bei gleichzeitiger Erhöhung der Bauteilzuverlässigkeit und -sicherheit zu verzeichnen. Nicht nur für die großen, etablierten Automobilhersteller, sondern zunehmend auch für Kleinserienhersteller von Nischenfahrzeugen ist Leichtbau unumgänglich. Der seit 2009 an der Hochschule Osnabrück laufende Forschungsschwerpunkt SafeConnect widmet sich der Entwicklung optimierter Fertigungs- und Prüftechniken in der Produktentwicklung der Automobilindustrie. Neben der Fertigungstechnik spielt auch die Bauteil- und Probenprüfung eine entscheidende Rolle. Hierbei steht die Treffsicherheit der Lebensdauervorhersagen für hoch beanspruchte Schweißverbindungen im Vordergrund. Gemeinsam mit den Industriepartnern werden in zwei miteinander verknüpften Teilprojekten Schweißproben und Baugruppen fertigungstechnisch realisiert und hinsichtlich ihres Ermüdungsschädigungsverhaltens analysiert. Hierbei gilt es die meist sehr konservativen Auslegungsrichtlinien für die Betriebsfestigkeit mit dem Leichtpotential einer dünnwandigen PKW-Federbeinaufnahme aus Aluminium in Form einer Demonstratorbaugruppe (s. Abb. ) fügetechnisch zu realisieren. Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Krupp (Sprecher) Prof. Dr.-Ing. Bernhard Adams Prof. Dr.-Ing. Thomas Derhake Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Michels Prof. Dr.-Ing. Viktor Prediger Prof. Dr.-Ing. Christian Schäfers Kontakt: Albrechtstrasse 30, 49076 Osnabrück Telefon: +49 541 969-2188 u.krupp@hs-osnabrueck.de Kooperationspartner: Prof. Dr.-Ing. Dirk Rokossa Prof. Dr.-Ing. H.-Peter Klanke KSM Castings GmbH, Hildesheim; SKT Stockel Karosserietechnik, Vrede FRONIUS Deutschland GmbH, Köln; Westfalen AG, Münster Wissenschaftliche Mitarbeiter: Dipl.-Ing. (FH) Matthias Kantehm, M.Sc., IWE M.Sc. Rudolf Denk B.Sc. Martin Schmidt Projektdauer: 07/2009 bis 06/2014 Projektfinanzierung: AGIP Transhybrid-Hybrid Fügetechnologien (ABGESCHLOSSEN) Abb. 1: Wöhlerdiagramm der Ermüdungsversuche von CFK-Titan-Titan SLJ-Klebeverbindungen bei Raumtemperatur. Oberflächenbehandlungen; B: Beizen, L: Laser, P: Peel-Ply entfernen. Abb. 2: Wechselverformungskurve einer TiB-TiB-SLJ-Klebung, die bei einer Scherspannungsampitude Ta=4.5 MPa nach 1.0410.000 Zyklen versagt hat. Abb. 3: a) GOM Aramis-Auswertung, die im Bereich der Überlappung die Dehnungsverteilung von einer TiL-CFKP-SLJ-Probe zeigt. Abb. 3b) Makroskopische Bruchflächen-Aufnahmen einer TiL-CFKP-SLJ-Probe. Abb. 4: Rissausbreitung pro Zyklus als Funktion der Freisetzungsrate der Verformungsarbeit im zyklischen Mode I für TiL-TiL RDCB Proben, die mit einer Wegamplitude von Sigma a = 0,27mm für 2+10*6 Zyklen bei 6 Hz beansprucht wurde. Abb. 5: Versuchsaufbau für quasi-statische Bruchmechanikversuche und zyklische Ermüdungsversuche; a) Übersichtsaufnahme; b) Detailaufnahme des Probenadapters mit eingebauter TiBL-TiBL RDCB Probe. Transhybrid-Hybrid Fügetechnologien für Leichtbauweisen bei Transportanwendungen Die Verknappung fossiler Brennstoffe und der prognostizierte Klimawandel führen zu steigenden Anforderungen, die an ein modernes Passagierflugzeug gestellt werden. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, ohne dabei einen Verlust des Komforts oder der Leistung hinzunehmen, finden Leichtbaumaterialien wie Faserverbundwerkstoffe (z.B. Kohlefaserverstärkter Kunststoff CFK) Anwendung. Zunehmend wird CFK auch in einer Hybridbauweise eingesetzt, um eine Reduzierung des Strukturgewichtes zu erzielen. Dies trägt dazu bei, den Kerosinverbrauch und die CO2-Emmisionen zu vermindern. Die Struktur moderner Passagierflugzeuge, wie die des Airbus A350 XWB, weist bereits heute einen CFK-Anteil von über 50% auf. Diese Entwicklung hat auch zu einer deutlichen Steigerung des Titananteils im Vergleich zu früheren Flugzeugmodellen geführt. Titan hat an vielen CFK-Metall Verbindungsstellen den Werkstoff Aluminium substituiert. Begründet ist dies durch eine potentielle galvanische Korrosion an Verbindungsstellen zu Aluminiumkomponenten. Zur Zeit werden Hybridverbindungen hauptsächlich durch mechanische Fügeverfahren (Nieten, Schrauben) erzeugt. Grund dafür ist u.a. die kritische Langzeitbeständigkeit von Titanklebungen im feuchtwarmen Klima. Dennoch sind mechanische Fügeverfahren nachteilig, da CFK eine hohe Kerbempfindlichkeit sowie niedrige Scher- und Lochleibungsfestigkeiten aufweist. Ein alternativer Fügeprozess wäre das Kleben. Klebeverbindungen weisen eine höhere mechanische Leistungsfähigkeit und weitere Vorteile (z.B. Gewichtsersparnis, Dämpfung) auf. Daher sollen in der Luftfahrtindustrie die mechanisch gefügten Verbindungen zunehmend durch Klebungen ersetzt werden. Eine stabile Klebung kan nur durch eine Klebstoffschicht mit einer beständigen adhäsiven Anbindung die Fügeteiloberfläche erfolgen. Dies macht eine Oberflächenvorbehandlung der Fügepartner notwendig. Die Flugzeugstruktur ist während des Betriebs in der Luft als auch am Boden verschiedenen Belastungen und klimatischen Bedingungen ausgesetzt. An geklebten Strukturen werden hohe Anforderungen hinsichtlich der Langzeitbeständigkeit gestellt. Jedoch sind die schädigungsrelevanten Mechanismen der Titan-CFK-Hybridklebeverbindungen weitestgehend unbekannt und können mit den standardisierten Testmethoden nicht hinreichend erfasst werden. Im Rahmen des Forschungsprojekts "Transhybrid" (gefördert durch das BMBF) werden in Kooperation zwischen der Airbus Group Innovations Deutschland und der Hochschule Osnabrück neue Prüfverfahren für hybride Klebeverbindungen untersucht. Es ist zum einen das Ermüdungsverhalten von TiAl6V4-CFK-Klebeverbindungen durch optimierte und adaptierte Prüfmethoden für metallische- und Faserverbundklebungen in Abhängigkeit von der Oberflächenbehandlung untersucht worden, zum anderen wurde die Langzeitbeständigkeit dieser hybriden Klebungen mit Hilfe von bruchmechanischen Kennwerten bewertet. Das Ermüdungsverhalten wurde an Single-Lap-Joints-Proben (SLJ) bei Raumtemperatur, als auch in einer warm-feuchten Umgebung in Abhängigkeit der Oberflächenbehandlung überprüft (s. Abb. 2). Dabei erfolgte eine optische Dehnfeldmessung, um lokale Dehnungsüberhöhungen zu identifizieren (s. Abb. 3a). Der Zeitpunkt und der Ort der Rissinitiierung wurden durch eine Backface-strain Methode beschrieben (s. Abb. 4). Maßgeblich verantwortlich für das Versagen sind Querdehnungen im Bereich der Überlappungsenden, die zu einer Rissinitiierung und einem Risswachstum führen. Besonders positiv auf die Ermüdungseigendschaften wirkt sich bei den Titan-Titan SLJ-Proben eine Laseroberflächenbehandlung aus (s. Abb. 1). Jedoch zeigt die Laseroberflächenbehandlung bei den hybriden Titan-CFK-SLJ-Prüfkörpern keine signifikanten Einfluss auf das Ermüdungsverhalten gegenüber der Entfernungdes Abreißgewebes (Peel Ply) (s. Abb. 3b). Insbesondere die warm-feuchte Umgebung wirkt sich nachteilig auf die mechanischen Eigenschaften aus und verdeutlicht die große Bedeutung der Oberflächenbehandlung. Mit Hilfe bruchmechanischer Kennwerte wurde die Langzeitbeständigkeit von Klebeverbindungen unter Berücksichtigung der Oberflächenbehandlung bewertet. Es wurde hierzu die quasi-statische Bruchenergie G C und die Anfälligkeit gegenüber Ermüdungsriss-Wachstum im zyklischen Beanspruchungs-Mode I unter Laboratmosphäre bestimmt. Die Art des Versagens der Klebeverbindung ist mit makroskopischen und rasterelektronenmikroskopischen Aufnahmen untersucht worden. Für die Untersuchungen sind verstärkte zweiarmige Verbundbiegebalkenproben (RDCB) hergestellt worden, die geeignet sind, um bruchmechanische Versuche mit dünnen Fügeteilen durchzuführen (s. Abb. 5). Mit Ti BL -Ti BL -RDCB Proben wurden Ermüdungsversuche bei einer Frequenz von 6 Hz und einem R-Verhältnis von 0,1 durchgeführt. Abb. 4 stellt ein Diagramm dar, das die Risswachstumsgeschwindigkeit pro Zyklus da/dN über der Freisetzungsrate der Verformungsarbeit im zyklischen Mode I G max doppelt logarithmisch darstellt. Die Messdaten ensprechen im linearen Kurvenabschnitt dem Paris-Gesetz und im nicht linearen Bereich dem modifiziertem Paris-Gesetz. Die Anwendung des modifizierten Prais-Gesetzes führt zu einem typischen s-förmigen Kurvenverlauf. Im Rahmen weiterer Untersuchungen soll der Einfluss von Umweltfaktoren auf die Langzeitbeständigkeit untersucht werden. Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Krupp, u.krupp@hs-osnabrueck.de ,Telefon: 0541 969-2188 Kooperationspartner: Airbus Group Innovations Deutschland, München Wiss. Mitarbeiter: B.Sc. Stephan Knorre Dr.-Ing. Tobias Mertens* Projektdauer: 2/2012 - 11/2015 Finanzierung: BMBF/Airbus Group Innovations Deutschland Korrosions- und Verschleißschutzschichten Analyse des Leichtbaupotentials landwirtschaftlicher Maschinen (ABGESCHLOSSEN) Das Projekt verfolgt die Charakterisierung und Nutzbarmachung moderner Werkstoff und Fügetechnologien für eine neue Generation gewichts-und funktionsoptimierter landwirtschaftlicher Maschinen anhand eines konkret umsetzbaren Beispiels des Stalldung bzw. Universalstreuers des Partnerunternehmens Ludwig Bergmann GmbH. Mit Blick auf die Automobiltechnik, für die seitens der Stahlindustrie zunehmend hoch und höchstfeste Stähle für Leichtbau Lösungen entwickelt werden, zeichnet sich auch in der Landtechnik aus wirtschaftlichen, aber auch aus funktionellen Gründen ein Bedarf an maßgeschneiderten Leichtbau Konzepten ab. Der Einsatz höherfester Werkstoffe erlaubt nicht nur eine Gewichtsreduktion; bei geschickter Wahl der Werkstoffe bzw. zugehöriger Prozess und Fügetechnik ist auch eine Erhöhung der Verschleißbeständigkeit und damit der Standzeit möglich. Zusammenfassend können die wesentlichen technischen Arbeitsschritte und -ziele des Vorhabens wie folgt formuliert werden: - Identifikation und Nutzung von Leichtbaupotential in der Landtechnik. - Erhöhung der Verschleißbeständigkeit unter Berücksichtigung der Fertigungsmöglichkeiten in der Landtechnik. Der Arbeitsschwerpunkt des Projektpartners Bergmann liegt auf der - Umsetzung vielversprechender Ansätze aus den o.g. Analysen zur Gewichts- und Betriebsfestigkeitsoptimierung in real ausgeführten Streumaschinen und deren praktischer Einsatz im landwirtschaftlichen Betrieb. Projektleitung Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Krupp Labor für Materialdesign und Werkstoffzuverlässigkeit Metallische Konstruktions- und Leichtbauwerkstoffe Tel.: 0541 969-2188 E-Mail: u.krupp@hs-osnabrueck.de Forschungspartner an der Hochschule Prof. Dr.-Ing. Viktor Prediger Wissenschaftliche Mitarbeiter Dipl.-Ing. (FH) Matthias Kantehm, M.Sc. SFI/IWE B.Sc. Matthias Zerhusen Kooperationspartner aus der Industrie Ludwig Bergmann GmbH Projektdauer 10/2016-09/2018 Finanzierung EFRE RESKORR - Entwicklung ressourceneffizienter Korrosionsschutzschichten für hochbeanspruchte Komponenten in der alternativen Energieerzeugung (ABGESCHLOSSEN) Das übergeordnete Ziel des BMBF.geförderten Verbundprojekts RESKORR ist die Enwicklung neuer ressourceneffizienter Korrosionsschutzschichten auf PEEK-Basis (PEEK=Poly-Ether-Ether-Keton) als Alternative zu den bisherigen umweltbelastenden und/oder kostenintensiven Lösungen für den Korrosionsschutz hochpräziser Komponenten in der renenerativen Energieerzeugung. Im Rahmen des Projekts wird ein Laserbeschichtungsverfahren in Zusammenarbeit mit dem ILT Aachen entwickelt, welches es ermöglicht, einen anlassempfindlichen Stahl (z.B. 100Cr6) mit PEEK zu beschichten. Die Herausforderung an das Beschichtungsverfahren stellen die beiden Grundwerkstoffe: Während 100Cr6 durch eine niedrige Anlasstemperatur von 180°C seine Härteeigenschaften erhält, hat das PEEK seinen Schmelzpunkt bei 340°C. Hauptaufgabe des interdisziplinären Teams an der Hochschule Osnabrück ist die Bewertung der Grundwerkstoffe und des erreichten Korrosionsschutzes der laserbasierten Beschichtung. Hierbei beschäftigt sich die Bioverfahrenstechnik mit der Beständigkeit der Korrosionsschutzschicht gegenüber mikrobiellem Angriff, dem sogenannten Biofouling, im Bereich der Off-Shore-Systeme. Im Laborbereich Polymerchemie werden die zu verwendeten PEEK-Pulver und -Schichten hinsichtlich ihrer thermischen und optischen Eigenschaften analysiert, während sich der Laborbereich Materialdesign und Werkstoffzuverlässigkeit vor allem mit der Charakterisierung des zu beschichtenden Stahls, dessen Oberfläche, und der Beurteilung des erzeugten Korrosionsschutzes beschäftigt. Im Bereich des Biofouling wurden bereits erste Biofilme auf unbeschichtetem und beschichtetem Stahl angezüchtet und ihr Einfluss auf das Korrosionsverhalten untersucht. Die laserbeschtiteten Proben zeigten in diesem Fall keine Anzeichen von Korrosion, währdend der unbeschichtete Stahl enorm angegriffen worden ist. Im Polymerchemie-Labor wruden die unterschiedlichen PEEK-Pulver, die für die Herstellung der Korrosionsschutzschicht eingesetzt worden sind, hinsichtlich der thermischen Eigenschaften untersucht. Hierbei wurde die Frage behandelt, ob die Modifizierungen der PEEK-Pulver mit Additiven die Kristallisation, das Schmelzverhalten oder die thermo-oxidative Messungen (DSC, TGA, DMA) sowie spektroskopische Untersuchungen (FTIR) durchgeführt worden. Eine relativ neue Messtechnik, Flash-DSC, erlaubt Untersuchungen der thermischen Eigenschaften bei extrem hohen Heiz- und Kühlgeschwindigkeiten, die für das angestrebte Laserbeschichtungsverfahren von Bedeutung sind. Neben den thermischen Eigenschaften sind die für die Beschichtungstechnologie u.a. auch die Oberflächenspannungen des Polymers und des Metallsubstrates wichtig. Diese wurden mittels Kontaktwinkelmessungen charakterisiert. Weiterhin wurden verschiedene Vorbehandlungsmethoden des Stahls und deren Einfluss auf die Haft- und Korrosionseigenschaften an der Hochschule untersucht. So stellte sich z.B. eine Laservorbehandlungsmethode als besonders vorteilhaft dar. Weiterhin wurden die neu erzeugten Schichten, die auf verschiedenen PEEK-Pulvern basieren, auf ihre Korrosionsbeständigkeit im Klimawechsel- und Salzsprühnebeltest sowie auch mit Hilfe des elektrochemischen Rauschens untersucht. Somit konnte die geeignete Kombination aus Vorbehandlungsmethode, dem PEEK-Pulver und seinen Zusätzen wie auch die Schichtdicke ausgemacht werden. Zur Umsetzung dieser Kernaufgabe wurde ein Korrosionslabor eingerichtet, das neben einem Messplatz mit den Möglichkeiten elektrochemischer Korrosionsmessungen, z.B. in Form des elektrochemischen Rauschens, auch über eine hochmoderne Klimawechselkammer verfügt, welche alle gängigen Klimatests ermöglicht. Weiterhin befasst sich die Arbeitsgruppe an der Hochschule Osnabrück mit Untersuchungen der thermischen, rheologischen und mechanischen Eigenschaften der PEEK-Beschichtungswerkstoffe. In einem weiteren Schwerpunkt werden die Auswirkungen der Bildung von Biofilmen auf den Beschichtungen beim Einsatz in natürlichen Umgebungen und die Auswirkung der Bioflime auf das Korrosionsverhalten untersucht. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse kann demnächst die Realteilbeschichtung erfolgen, die wiederum an der Hochschule charkerisiert werden wird. Projektleitung: Prof. Dr. rer. nat. Angela Hamann-Steinmeier, a.hamann@hs-osnabrueck.de , 0541-969 2902 Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Krupp, u.krupp@hs-osnabrueck.de , 0541-969 2188 Prof. Dr. rer. nat. Claudia Kummerlöwe, c.kummerloewe@hs-sonabrueck.de , 0541-969 3719 Kooperationspartner: Schaeffler KG Evonik Degussa GmbH ELB – Eloxalwerk Ludwigsburg Flagsol GmbH Fraunhofer Institut für Lasertechnik ILT Wissenschaftliche Mitarbeiter: Dr. rer. nat. Anna Buling, a.buling@hs-osnabrueck.de , 0541-969 2620 Dipl.-Ing. Yihong Huang Projektdauer: 02/2013 – 07/2016 Abbildung 1: a) Erzeugter und untersuchter Biofilm auf Stahlprobe; b+c) metallografische Querschliffe zur Untersuchung der Einflüsse der Laservorbehandlungsmethoden auf das Grudnmaterial 100Cr6; d) Flash-DSC Untersuchungen von PEEK nach isothermer Kristallisation bei verschiedenen Temperaturen, Heizrate: 1000 K/s; e)Rauschwiderstand RNoise verschieden vorbehandelter und beschichteter Proben als Maß für die Korrosionsbeständigkeit ermittelt aus dem Strom- und Spannungsrauschen. Korrosionsbeständige aluminiumlegierte Stähle LeiLa - Leichtbau in der Landtechnik durch den Einsatz verschleißbeständiger hochfester Baustähle (ABGESCHLOSSEN) Das Projekt konzentriert sich auf die Herausforderungen des Leichtbaus in der Landtechnik und der Abfallwirtschaft, insbesondere in Bezug auf Verschleiß-, Schweiß- und Gleitfähigkeit von Stahlwerkstoffen. Angesichts der steigenden Leistungsanforderungen an landtechnische Maschinen und die Auswirkungen von Bodenverdichtung bei höherer Achslast wird die Verwendung von Leichtbauwerkstoffen immer relevanter. In der Praxis sind landwirtschaftliche Maschinen und Abfallsammelfahrzeuge hohen Verschleiß- und Korrosionsbeanspruchungen ausgesetzt, die mit wechselnden Boden- und Umweltbedingungen einhergehen. Das Verschleißproblem nimmt hierbei eine zentrale Rolle ein, da es erhebliche Kosten für Reparaturen und Ausfallzeiten verursacht, die durch die zunehmende Geschwindigkeit und Leistungsdichte der Maschinen weiter verschärft werden. Ein Schlüssel zur Bewältigung dieser Herausforderungen liegt in der Kooperation durch Industrie-Gemeinschaftsforschung (IGF), die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ermöglicht, die Lücke zwischen intensiver Grundlagenforschung und marktfähigen Lösungen zu schließen. Die KMU verfügen zwar über umfangreiche Fachkenntnisse in der Maschinenherstellung, doch für die Umsetzung moderner Leichtbauverfahren und den optimierten Einsatz hochfester Stähle sind oft zusätzliche, kostspielige Entwicklungsmaßnahmen erforderlich. Ziel des Projekts ist es daher, komplexe materialtechnische Untersuchungen durchzuführen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse den KMU zugänglich zu machen. Dies soll nicht nur helfen, die Produktentwicklungszeiten zu verkürzen, sondern auch innovative Produkte mit verbesserten Eigenschaften anzubieten. Die Ergebnisse sollen in einfach anwendbarer Form in gängige Finite-Elemente-Methoden (FEM) integriert werden, um den praktischen Anforderungen gerecht zu werden. Besonders wichtig ist die Berücksichtigung der speziellen Einsatzbedingungen von Land- und Abfallmaschinen, wie z. B. enge Zeitfenster, die durch wetterabhängige Faktoren bestimmt werden. Eine hohe Verfügbarkeit und schnelle Reparaturfähigkeit vor Ort sind daher entscheidende Kriterien, die neben Korrosions- und Verschleißbeständigkeit durch eine exzellente Schweißbarkeit der Materialien unterstützt werden müssen. Publikationen Bücher 1. U. Krupp: Innere Nitrierung von Nickelbasislegierungen, Fortschritt-Berichte VDI, Reihe 5, Nr. 529, VDI Verlag, Düsseldorf 1998, 135 Seiten 2. U. Krupp: Mikrostrukturelle Aspekte der Rissinitiierung und -ausbreitung in metallischen Werkstoffen, Habilitationsschrift, Universität Siegen 2004, 253 Seiten 3. U. Krupp: Fatigue Crack Propagation in Metals and Alloys, Wiley VCH, Weinheim 2007, 287 Seiten Zeitschriften- und Buchbeiträge 1. U. Krupp: Elektronenmikroskopische Untersuchung zyklisch verformter Metalle, in: Ermüdungsverhalten metallischer Werkstoffe (Hrsg.: H.-J. Christ), Werkstoff-Informationsgesellschaft, Frankfurt 1998, S. 75-86 2. S.Y. Chang, U. Krupp, H.-J. Christ: Selektive Oxidation und innere Nitrierung von einkristallinen Nickelbasis-Superlegierungen, Metall, 52 (1998) S. 355-360 3. U. Krupp, H.-J. Christ: Internal Nitridation of Nickel-Base Alloys Part I: Behavior of binary and ternary alloys of the Ni-Cr-Al-Ti system, Oxidation of Metals, 52 (1999) S. 277-298 4. U. Krupp, H.-J. Christ: Internal Nitridation of Nickel-Base Alloys Part II: Behavior of quaternary NiCrAlTi alloys and computer-based description, Oxidation of Metals, 52 (1999) S. 299-319 5. U. Krupp, Y.M. Hu, W. Floer, H.-J. Christ: Mikrostrukturuntersuchungen mit Hilfe der EBSP-Technik - Mikrorißentstehung und -wachstum bei zyklischer Belastung der b-Titanlegierung LCB, Metall, 53 (1999) S. 119-124 6. U. Krupp, H.-J. Christ: Einfluß der Legierungszusammensetzung auf das Oxidations- und innere Nitrierungsverhalten von Nickelbasis-Superlegierungen, Werkstoffe und Korrosion - Materials and Corrosion, 50 (1999) S. 326-332 7. U. Krupp, J. Schwille, H.-J. 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Weise: Monotonic and Cyclic Deformation Behavior of Fe-36Ni (INVAR) Syntactic Foam, Materials Science and Engineering Technology, 45 (2014) 1092 120.M. Söker, M. Galster, B. Dönges, U. Krupp: Ultrasonic Fatigue testing in the Scanning Electron Microscope, Materials Testing (2016) in Druck 121.B. Dönges, K. Istomin, M. Söker, N. Schell, U. Krupp, U. Pietsch, C.-P. Fritzen, H.-J. Christ: Experimental investigation and numerical description of the damage evolution in a duplex stainless steel subjected to VHCF-loading, Materials Science and Engineering A (2015) DOI 10.1016/j.msea.2015.08.021 122.A. Buling, H. Sändker, J. Stollenwerk, U. Krupp, A. Hamann-Steinmeier: Laser Surface Modification of 100Cr6 Bearing Steel – Hardening Effects and White Etching Zones, Materials Science and Engineering (2016) eingereicht Konferenzbeiträge (mit Publikation in Tagungsband) 1. U. Krupp, H.-J. Christ: Innere Nitrierung von Nickelbasis-Legierungen, in: Proc. Nichtmetalle in Metallen '98, 23.-25. März 1998 in Münster (Hrsg. D. Hirschfeld), GDMB-Informationsgesellschaft, Clausthal-Zellerfeld 1998, S. 89-98 2. U. Krupp, H.-J. Christ: Internal Nitridation of Ni-Base Alloys as a Special Case of an Internal Corrosion Reaction, in: Proc. Eurocorr '98, Working Party 3 and 6: High Temperature and Surface Science, 28. September-1. Oktober 1998 in Utrecht, Niederlande (auf CD-ROM) 3. U. Krupp, H.-J. Christ: Innere Nitrierung von Nickelbasis-Superlegierungen, in: Proc. Werkstoffwoche 1998, Symposium 3: Werkstoffe für die Energietechnik, 12.-15. Oktober 1998 in München, A. Kranzmann, U. Gramberg (Hrsg.) Wiley-VCH, Weinheim 1999, S. 79-84 4. Y.M. Hu, W. Floer, U. Krupp, H.-J. Christ: Fatigue Crack and Microcrack Growth in a Beta Titanium Alloy, Proc. "Fatigue '99", 8.-12. Juni 1999 in Peking, China, S. 277-282 5. S.Y. Chang, U. Krupp, H.-J. Christ: The Influence of Thermal Cycling on Internal Oxidation and Nitridation, Proc. "EFC-Workshop: Cyclic Oxidation Testing as a Tool for High-Temperature Materials Characterization", 25./26. Februar 1999. Frankfurt am Main, M. Schütze, W.J. Quadakkers (Hrsg.) EFC publications No. 27 (1999) S. 60-81 6. A. Jung, U. Krupp, H.J. Maier, H.-J. Christ: Schädigungsmechanismen und Lebensdauerprognose einer SiC-partikelverstärkten und dispersionsgehärteten Aluminiumlegierung bei hohen Temperaturen, Proc. "Verbundwerkstoffe und Werkstoffverbunde", 5.-7. Oktober 1999 in Hamburg, K. Schulte, K-U. Kainer (Hrsg.) Wiley VCH, Weinheim 1999, S. 183-188 7. U. Krupp, J. Schwille, H.-J. Christ: Das Eingießverfahren für gezielte transmissions-elektronenmikroskopische Untersuchungen zur inneren Korrosion von Nickelbasislegierungen: Proc. Metallographie-Tagung 1999, 15.-17. September 1999 in Rostock, Fortschritte in der Metallographie, G. Schneider, F. Mücklich (Hrsg.), Werkstoff-Informationsgesellschaft, Frankfurt 2000, S. 181-186 8. A. Schimke, S.Y. Chang, U. Krupp, H.-J. Christ: Modelling of Combined High-Temperature Oxidation and Nitridation under Isothermal and Thermally Cyclic Conditions, Proc. Euromat 1999, 27.-30. September 1999 in München, Vol. 10: Intermetallics and Superalloys, S. 3-8 9. U. Krupp, W. Floer, Y.M. Hu, H.-J. Christ, A. Schick, C.-P. Fritzen: Experimentelle Erfassung und modellmäßige Beschreibung der Rissbildung und des Kurzrisswachstums zur Vorhersage der Ermüdungslebensdauer einer b-Titanlegierung, Berichtsband des Zwischenkolloquiums "Mechanismenorientierte Lebensdauervorhersage für zyklisch beanspruchte metallische Werkstoffe" (DFG/DVM), 24./25. Februar 2000 in Bremen, DVM 2000, S. 165-177 10. A. Schick, C.-P. Fritzen, W. Floer, Y.M. Hu, U. Krupp, H.-J. Christ: Stress Concentrations at Grain Boundaries due to Anisotropic Elastic Materials Behavior, in: Proc. Damage and Fracture Mechanics VI 2000, 22.-24. Mai 2000 in Montreal, Canada, A.P.S. Selvadurai, C.A. Brebbia (Hrsg.), WIT Press, Southampton/UK, S. 393-402 11. W. Floer, Y.M. Hu, U. Krupp, H.-J. Christ, A. Schick, C.-P. Fritzen: Influence of Grain Boundaries on the Initiation and Growth of Short Fatigue Cracks in a Beta-Titanium Alloy, Proc. 13 th European Conference on Fracture, 6.-9. September 2000 in San Sebastian, Spanien (auf CD-ROM) 12. W. Floer, Y.M. Hu, U. Krupp, H.-J. Christ: Characterization of Short Cracks in a Beta-Titanium Alloy by Electron Back Scattered Diffraction, Proc. European Metallographic Conference 2000, 13.-15. September 2000, Saarbrücken, "Fortschritte in der Metallographie", G. Petzow (Hrsg.) 2001, S. 159-162 13. U. Krupp, P. Lezuo, R.G. Teteruk, H.-J. Christ: Deformation-Induced Martensite Formation in Metastable Austenitic Steels in Dependence on the Carbon Content, Proc. Materials Week 2000, 25-28. September 2000, München (Internet-Publikation) 14. U. Krupp, H.-J. Christ, A. Ohrndorf, P. Schmidt: Mechanische Untersuchung eines geschlossenporigen Aluminiumschaums, Proc. Werkstoffprüfung 2000, 7./8. Dezember 2000, Bad Nauheim, S. 247-253 15. W. Floer, U. Krupp, H.-J. Christ: Charakterisierung von Rissschließeffekten mit Hilfe eines laserinterferometrischen Messsystems, Proc. Werkstoffprüfung 2000, 7./8. Dezember 2000, Bad Nauheim, S. 221-227 16. U. Krupp, S.Y. Chang, H.-J. Christ: Modelling Internal Corrosion Processes as a Consequence of Oxide Scale Failure, Proc. EFC-Workshop: "Life Time Modelling of High-Temperature Corrosion Processes", 22.-23. Februar 2001 in Frankfurt am Main, M. Schütze, W.J. Quadakkers, J.R. Nichols (Hrsg.), EFC Publications No. 34 (2001) S. 148-164 17. U. Krupp, W. Floer, H.-J. Christ, A. Schick, C.-P. Fritzen: Microstructural Features of Short Crack Growth in a Beta Titanium Alloy, Proc. 10 th International Congress on Fracture, 3.-7. Dezember 2001, Honolulu, Hawaii (auf CD-ROM) 18. A. Ohrndorf, U. Krupp, H.-J. Christ: Fatigue Behaviour of Open and Closed Cell Al Foams, Proc. MetFoam 2001, 18.-20. Juni 2001 in Bremen, J. Bahnhart, M.F. Ashby, N.A. Fleck (Hrsg.), MIT-Verlag 2001, S. 311-316 19. A. Schick, C.-P. Fritzen, W. Floer, U. Krupp, H.-J. Christ: Experimentelle Charakterisierung und zweidimensionale Simulation der mikrostrukturbasierten Ermüdungsrissausbreitung in einer Beta-Titanlegierung, in: Berichtsband des 2. Kolloquiums "Mechanismenorientierte Lebensdauervorhersage für zyklisch beanspruchte metallische Werkstoffe" (DFG/DVM), 13./14. Februar 2002 in Berlin, S. 198-203 20. W. Floer, U. Krupp, H.-J. Christ, A. Schick, C.-P. Fritzen: Crack Closure Phenomena of Microstructural Short Fatigue Cracks in a Beta-Titanium Alloy, Proc. 8 th International Fatigue Congress 2002, 3.-7. Juni 2002 in Stockholm, Schweden, A.F. Blom (Hrsg.), Vol. 4, S. 2369-2376 21. A. Ohrndorf, U. Krupp, H.-J. Christ: Fatigue Damage Mechanisms in Open-Cell Foam, Proc. 8 th International Fatigue Congress 2002, 3.-7. Juni 2002 in Stockholm, Schweden, A.F. Blom (Hrsg.), Vol. 5, S. 3093-3100 22. A. Schick, C.-P. Fritzen, W. Floer, U. Krupp, H.-J. Christ: Microstructural Short Fatigue Growth – Influence of Mixed Mode Conditions and Crack Closure, Proc. Bienniel Conference on Fracture 2002, 8.-13. September in Krakau, Polen, A. Neimitz, I.V. Rokach, D. Kocánda, K. Golós (Hrsg.) EMAS Publications, Sheffield, 2002, S. 203-210 23. U. Krupp, W. Kane, X. Liu, J.A. Pfaendtner, C. laird, C.J. McMahon Jr.: Oxygen-Induced Intergranular Fracture of the Nickel-Base Superalloy IN718 during Mechanical Loading at High Temperatures, Proc. High Temperature Corrosion in Energy Related Systems, 1.-4. September 2002 in Rio de Janeiro, Brasilien (auf CD ROM) 24. W. Floer, H.-J. Christ, C.-P. Fritzen, U. Krupp, A. Schick: Short Fatigue Cracks - Mechanisms and Microstructural Effects in Ti-6.8Mo-4.5Fe-1.5Al, Proc. Materials Week 2002, 30. September - 2. Oktober 2002 in München, (auf CD-ROM) 25. A. Ohrndorf, U. Krupp, H.-J. Christ: Fatigue Damage Mechanisms in Open-Cell Foams, Proc. Materials Week 2002, 30. September - 2. Oktober 2002 in München, (auf CD-ROM) 26. U. Buschmann, H.-J. Christ, U. Krupp, W. Wiechert: Simulationskonzepte für Hochtemperatur-Korrosionsprozesse, Proc. ASIM, 16. Symposium Simulationstechnik, Rostock 2002, D. Tavanarian, R. Grützner (Hrsg.) S. 353-358 27. H.-J. Christ, S.Y. Chang, U. Krupp: Thermodynamic Characteristics and Numerical Modeling of Internal Nitridation of Nickel Base Alloys, Proc. EFC-Workshop: "Metal Dusting, Carburization and Nitridation", 30.-31. Januar 2003 in Frankfurt am Main 28. B. Künkler, A. Schick, C.-P. Fritzen, W. Floer, U. Krupp, H.-J. Christ: Simulation der mikrostrukturbestimmten Kurzrissausbreitung, Proc. DVM-Arbeitskreis Bruchvorgänge, Fortschritte in der Bruch- und Schädigungsmechanik, 18. und 19. Februar 2003, Berlin, 2003, S. 93-102 29. H.-J. Christ, K. Pingel, J. Becker, H.-P. Dressel, U. Krupp, K. Prüßner, C. Reiner, M. Schlosser, A. Undynko: Interactive Mulitmedia Course "gina" on the Physics and Material Science Fundamentals of Scanning and Transmission Electron Microscopy, 21 st World Conference on Open Learning and Distance Education, ICDE 2003, 1.-5. Juni 2003, Honkong, (CD-ROM) 30. W. Floer, U. Krupp, H.-J. Christ, A. Schick, C.-P. Fritzen: Short-Fatigue-Crack-Growth Phenomena in a Beta-Titanium Alloy, in: Proc. 6 th World Conference on Titanium, Ti-2003, Vol. III, G. Lütjering, J. Albrecht (Hrsg.), 13.-18. Juli 2003, Hamburg, S. 1911-1918 31. U. Krupp, O. Düber, H.-J. Christ, B. Künkler, A. Schick, C.-P. Fritzen: Significance of Grain and Phase Boundaries as Microstructural Barriers against Fatigue Microcrack Propagation in a Duplex Stainless Steel, in: Proc. 5 th International Conference on Low-Cycle Fatigue, LCF 5, P.D. Portella, H. Sehitoglu, K. Hatanaka (Hrsg.), 9.-11. September 2003, Berlin, S. 33-38 32. K. Pingel, C. Reiner, H.-P. Dressel, J. Becker, M. Schlosser, U. Krupp, K. Prüßner, A. Undynko, H.-J. Christ: Werkstoffkundliche Grundlagen der Raster- und Transmissionselektronenmikroskopie, 26. DECUS-IT-Symposium 2003 (www.decus.de) 33. A. Ohrndorf, U. Krupp, H.-J. Christ:, Fatigue Behavior of Open-Cell Metal Foams under Isothermal and Thermomechanical Loading Conditions, in: Proc. 5 th International Conference on Low-Cycle Fatigue, LCF 5, P.D. Portella, H. Sehitoglu, K. Hatanaka (Hrsg.), 9.-11. September 2003, Berlin, S. 107-112 34. V.B. Trindade, R. Borin; S. Yang; U. Krupp; H.-J. Christ: High - Temperature Oxidation of Pure Fe and the Ferritic Steel 2.25Cr1Mo, in: Proc. 59 th Annual Congress of the Brazilian Society of Metallurgy and Materials (ABM), 19.– 22. Juli 2004 in São Paulo, Brasilien (auf CD-ROM) 35. V.B. Trindade, U. Krupp; S. Yang; H.-J. Christ: Effect of Alloy Grain Size on the High - Temperature Oxidation Behaviour of the Austenitic Steel TP 347, in: Proc. 59 th Annual Congress of the Brazilian Society of Metallurgy and Materials (ABM), 19.– 22. Juli 2004 in São Paulo, Brasilien (auf CD-ROM) 36. C. West; V.B. Trindade, U. Krupp; H.-J. Christ: Theoretical and Experimental Study of Carburisation and Decarburisation of a Meta-Stable Austenitic Steel, in: Proc. 59 th Annual Congress of the Brazilian Society of Metallurgy and Materials (ABM), 19.– 22. Juli 2004 in São Paulo, Brasilien (auf CD-ROM) 37. O. Düber, B. Künkler, U. Krupp, H.-J. Christ, C.-P. Fritzen: Experimentelle Charakterisierung und zweidimensionale Simulation der Kurzrissausbreitung in einem Duplexstahl, in: Berichtsband des 2. Kolloquiums "Mechanismenorientierte Lebensdauervorhersage für zyklisch beanspruchte metallische Werkstoffe" (DFG/DVM), 11./12. Februar 2004 in Bremen, S. 69-81 38. O. Düber, U. Krupp, H.-J. Christ, B. Künkler, C.-P. Fritzen: Short Crack Propagation in Duplex Stainless Steel, Proc. 15 th European Conference on Fracture, ECF 15, 11.-18. August 2004, Stockholm (auf CD ROM) 39. B. Künkler, O. Düber, U. Krupp, C.-P. Fritzen, H.-J. Christ: Short Crack Propagation in Duplex Steel – Modelling and Experimental Verification, Proc. 11 th International Conference on Fracture, ICF 11, 20.-25. März 2005, Turin (auf CD ROM) 40. A. Ohrndorf, U. Krupp, H.-J. Christ : Correlation between Fracture Behaviour and Ductility of the Cell Strut Material in Case of Metallic Foams, Proc. 11 th International Conference on Fracture, ICF 11, 20.-25. März 2005, Turin (auf CD ROM) 41. U. Krupp, P. Wagenhuber, W.M. Kane, T. Jacobs, C.J. McMahon Jr.: Environmentally-Assisted Brittle Fracture of Nickel-Based Superalloys at High Temperatures, Proc. 11 th International Conference on Fracture, ICF 11, 20.-25. März 2005, Turin (auf CD ROM) 42. V.B. Trindade, U. Krupp; H.-J. Christ, S. Yang, J. Gegner: Simulation of Thermodynamics and Kinetics of Internal Corrosion of Engineering Alloys at High-Temperatures, in: Proc. 3 rd International Conference on Mathematic Modeling and Computer Simulation of Materials Technologies, MMT3, 6.-10. September 2004, Ariel, Israel, S. 1.38 - 1.45 43. L. Heikinheimo, K. Penttilä, M. Hämäläinen, U. Krupp, V. Trindade, M. Spiegel, A. Ruh, K. Hack: High Temperature Oxidation and Corrosion Modelling Using Thermodynamic and Experimental Data, VTT Symposium 234, Vol. 2, Veivo, J, Auerkari, P (Hrsg.), Espoo 2004, S. 537-551 44. O. Düber, H.-P. Dressel, U. Krupp, H.-J. Christ: Gefügecharakterisierung mehrphasiger Werkstoffe mittels EBSD, in: Proc. Metallographie-Tagung, "Fortschritte in der Metallographie", G. Petzow (Hrsg.), 29.September - 1. Oktober 2004, Bochum, S. 249-254 45. V.B. Trindade, U. Krupp; B. Zandi Hanjari, S.L. Yang, H.-J. Christ: Analyse des Hochtemperaturoxidationsverhaltens niedriglegierter Chromstähle mit Hilfe von Markerversuchen und der EBSD-Technik, in: Proc. Metallographie-Tagung, "Fortschritte in der Metallographie", G. Petzow (Hrsg.), 29.September - 1. Oktober 2004, Bochum, S. 243-248 46. U. Krupp, O. Düber, H.-J. Christ, B. Künkler, C.-P. Fritzen : Mechanismen der Initiierung und Ausbreitung mikrostrukturell kurzer Ermüdungsrisse, in: Proc. Werkstoffprüfung 2004, M. Pohl, (Hrsg.), 25. und 26. November 2004, Neu-Ulm, S. 191-196 47. S. demiray, A. Ohrndorf, W. Becker, J. Hohe, U. Krupp, H.-J. Christ: Micromechanical Modeling and Experimental Characterization of the Deformation Behaviour of Open-Cell Metal Foams, in: Proc. Cellular Metals and Polymers 2004, R.F. Singer, C. Körner, V. Altstädt (Hrsg.), 12.-14. Oktober 2004, Fürth, S. 99-102 48. V.B. Trindade, U. Krupp; Ph. E.-G. Wagenhuber, Y.M. Virkar, H.-J. Christ: Studying the Role of the Alloy-Grain-Boundary Character during Oxidation of Ni-Base Alloys by Means of the EBSD Technique, Proc. Intern. Conf. on Microscopy of Oxidation, 4.-6. April 2005, Birmingham, UK 49. V.B. Trindade, U. Krupp; H.-J. Christ, M.J. Monteiro, F. Rizzo: Experimental Characterization and Computer-Based Simulation of Thermodynamics and Kinetics of Corrosion of Steels at High Temperatures, Proc. Diffusion in Solids and Liquids DSL, 6.-8. Juli 2005, Aveiro, Portugal 50. U. Krupp, H.-J. Christ: Internal Corrosion of Engineering Alloys - Experiment and Computer Simulation, Proc. Diffusion in Solids and Liquids DSL, 6.-8. Juli 2005, Aveiro, Portugal 51. V.B. Trindade, U. Krupp; H.-J. Christ: Einfluss von Kohlenstoff auf das Hochtemperaturoxidationsverhalten einer geschweißten Konstruktion aus IN625, Proc. Metallographietagung 2005, 14.-16. September 2005, Erlangen-Nürnberg 52. Ph. Wagenhuber, V.B. Trindade, U. Krupp: The Role of Oxygen Grain Boundary Diffusion during Intercrystalline Oxidation and Intergranular Fatigue Crack Propagation in Alloy 718, Proc. Superalloys 718, 625, 705 and Various Derivates, E.A. Loria (Hrsg.), 3.-5. Oktober 2005, Pittsburgh, USA, S. 591-600 53. B. Künkler, C.-P. Fritzen, O. Düber, U. Krupp, H.-J. Christ: Mechanismenorientierte Simulation der mikrostrukturbasierten Kurzrissausbreitung, Proc. Jahrestagung ASIM 2005, 12.-15. September 2005 in Erlangen, S. 63-68 54. U. Krupp, A. Ohrndorf, T. Guillén, H.-J. Christ, S. Demiray, J. Hohe, W. Becker: Isothermal and Thermomechanical Fatigue of Open-Cell Metal Sponges, in: Porous Metals and Metal Foaming Technology, H. Nakajima and N. Kanetake (Hrsg.) (Proc. METFOAM 2005 , 21.-23. September in Kyoto, Japan) S. 559-564 55. O. Düber, H. Knobbe, U. Krupp, H.-J. Christ: Anwendung der ISDG-Technik zur hochaufgelösten Dehnungsmessung, Proc. Werkstoffprüfung 2005, 1. und 2. Dezember 2005 in Berlin 56. O. Düber, B. Künkler, U. Krupp, H.-J. Christ, C.-P. Fritzen: Short Crack Propagation in Duplex Stainless Steel, Proc. Fatigue 2006, 14.-19. Mai 2006, Atlanta, USA (CD-ROM) 57. H.-J. Christ, V.B. Trindade, U. Krupp: Oxidation and Carburization of Cr-Containing Steels at High Temperatures - Recent Experimental Results and Computer-Based Simulation, Proc. Int. Conference and Exhibition on Pressure Vessels and Piping OPE 2006, 7.-9. Februar 2006, Chennai, Indien 58. H.-J. Christ, O. Düber, W. Floer, C.-P. Fritzen, U. Krupp, B. Künkler, A. Schick: Microstructural Effects On Short Fatigue Crack Propagation and Their Modelling, Proc. 16 th European Conference on Fracture ECF 16, 3.-7. Juli 2006, Alexandroupolis, Griechenland (CD-ROM) 59. U. Krupp, A. Ohrndorf, T. Guillén, H.-J. Christ, S. Demiray, J. Hohe, W. Becker: Thermomechanical Fatigue of Open-Cell Aluminum Sponge, Proc. 16 th European Conference on Fracture ECF 16, 3.-7. Juli 2006, Alexandroupolis, Griechenland (CD-ROM) 60. P. Köster, B. Künkler, O. Düber, U. Krupp, C.-P. Fritzen, H.-J. Christ: Modelling of the Transition from Stage I to Stage II Short Crack propagation, in: Proc. International Conference on Crack Path 2006, 14.-16. September 2006, Parma, Italien (CD-ROM) 61. M. A. Cherif, H. Knobbe, I. Altenberger, U. Krupp: Near-Surface Characteristics and Fatigue Behaviour of Laser Shock Peened Titanium Alloys Timetal LCB, in: Proc. Intl. Conf. on Titanium 2007, 3.-7. Juni 2007, Kyoto, Japan 62. V.B. Trindade, U. Krupp, H.-J. Christ, S. Tuurna, M. Arponen: Studying the Effect of the Elements Ce and Cr on the High-Temperature Oxidation behavior of Low-Cr Steels, Proc. BALTICA VII, 12.-14. Juni 2007 63. H. Knobbe, P. Köster, U. Krupp, H.-J. Christ, C.-P. Fritzen, M. A. Cherif, I. Altenberger: Crack Initiation and Propagation in a Stainless Duplex Steel during HCF and VHCF Loading, erscheint in: Proc. Intl. Conference on Very High Cycle Fatigue, 19. - 22. August 2007, Ann Arbor, Michigan, USA (CD-ROM) 64. U. Krupp, A. Ohrndorf, T. Guillén, T. Hipke, J. Hohlfeld, J. Aeggerter, A., Danninger, H.-P. Degischer, M. Reinfried: Development of a Standard for Compression Testing of Cellular Metals, in: Proc. METFOAM 2007 , 5.-7. September in Montreal, Kanada 65. R. Orosz, U. Krupp; H.-J. Christ: Hochtemperaturkorrosion von Nickelbasislegierungen unter mechanischer und thermozyklischer Beanspruchung, in Proc. 30. Vortragsveranstaltung VDEh der AG für warmfeste Stähle und der AG für Hochtemperaturwerkstoffe, 30. November 2007, S. 119-128 66. V.B. Trindade, U. Krupp; Ph. E.-G. Wagenhuber, Christ, H.-J.: The Different Role of Alloy Grain Boundaries on the Oxidation Mechanisms of Cr-Containing Steels and Ni-Base Alloys at High Temperatures, in: "Novel Approaches to Improving High Temperature Corrosion Resistance", M. Schütze, W.J. Quadakkers (Hrsg.), EFC Publication No. 47, Woodhead Publ. Ltd., Cambridge, UK (2008) S. 80-92 67. U. Krupp; V.B. Trindade, H.-J. Christ, U. Buschmann, W. Wiechert: Computer-Based Simulation of Inward Oxide Scale Growth on Cr-Containing Steels at High Temperatures (OPTICORR), in: "Novel Approaches to Improving High Temperature Corrosion Resistance", M. Schütze, W.J. Quadakkers (Hrsg.), EFC Publication No. 47, Woodhead Publ. Ltd., Cambridge, UK (2008) S. 568-581 68. R. Orosz, U. Krupp; H.-J. 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