Analyse Reflektierte Praxis - Physiotherapie

Fakultät

Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (WiSo)

Version

Version 1 vom 03.07.2025.

Modulkennung

22B1289-1

Niveaustufe

Bachelor

Unterrichtssprache

Deutsch

ECTS-Leistungspunkte und Benotung

5.0

Häufigkeit des Angebots des Moduls

nur Sommersemester

Dauer des Moduls

1 Semester

 

 

Besonderheiten des Moduls

Dieses Modul wird an der kooperierenden Berufsfachschule gelehrt und entsprechend der gültigen Reglungen im NHG zur Anerkennung von beruflich erworbenen Kompetenzen auf das Studium angerechnet. 

Kurzbeschreibung

Das Modul vermittelt weitergehende theoretische Bezüge für die therapeutische Praxis. Diese ermöglichen ein vertieftes Verständnis für Fragestellungen aus dem Therapieprozess.
Die Studierenden analysieren und gestalten den Therapieprozess auf der Basis aktueller Behandlungskonzepte der Physiotherapie sowie weitergehender Theoriebezüge. 
Sie erwerben vertiefte Kenntnisse verschiedener etablierter physiotherapeutischer Behandlungs- und Managementstrategien, die in Wirkweise, pathophysiologischem Hintergrund und hinsichtlich ihrer Evidenzbasierung beleuchtet werden. Im Hinblick auf den klinischen Einsatz werden auch differentialdiagnostische Aspekte bei der Auswahl der geeigneten Behandlungsstrategien beispielhaft bei Gleichgewichtsproblemen und Muskeldysbalancen fokussiert.

Lehr-Lerninhalte

  1. Therapieprozessplanung und –gestaltung bei spezifischen Fragestellungen unter Berücksichtigung der Kenntnisse aus den Praxisphasen
    1.1 Haltung und Bewegung
    1.2 Innere Organe
    1.3 Nervensystem
    1.4 Mobilität in Lebensphasen
  2. Analyse von Kasuistiken mittels Theoriebezügen der Bezugswissenschaften- Exemplarische Vertiefung von Behandlungskonzepten unter Berücksichtigung der Kenntnisse aus den oben aufgelisteten Praxisphasen und dem vorherigen Modul „Mentale Funktionen – Perzeptive und kognitive Dimensionen menschlicher Aktivität – Physiotherapie“.

Gesamtarbeitsaufwand

Der Arbeitsaufwand für das Modul umfasst insgesamt 150 Stunden (siehe auch "ECTS-Leistungspunkte und Benotung").

Lehr- und Lernformen
Dozentengebundenes Lernen
Std. WorkloadLehrtypMediale UmsetzungKonkretisierung
30VorlesungPräsenz-
25ÜbungPräsenz-
15SonstigesPräsenzFallanalyse
Dozentenungebundenes Lernen
Std. WorkloadLehrtypMediale UmsetzungKonkretisierung
40Veranstaltungsvor- und -nachbereitung-
25Arbeit in Kleingruppen-
15Literaturstudium-
Weitere Erläuterungen

Die Anzahl der Semesterwochenstunden (SWS) richtet sich nach den Vorgaben der Berufsfachschulen.

Unbenotete Prüfungsleistung
  • regelmäßige Teilnahme
Prüfungsdauer und Prüfungsumfang

Die Anforderungen werden in der jeweiligen Veranstaltung von der Berufsfachschule konkretisiert.

Empfohlene Vorkenntnisse

Teilnahme und Abschluss der Praxismodule: „Haltung und Bewegung“; „Innere Organe“; „Nervensystem“; „Mobilität in Lebensphasen“

Wissensverbreiterung

Die Studierenden verfügen über ein breites Wissen hinsichtlich physiotherapeutischer Diagnostik, Behandlungsverfahren und Therapiemanagement. 

Wissensvertiefung

Die Studierenden identifizieren und sammeln im Rahmen einer Befunderhebung (z.b. nach dem ICF-Modell) physische, psychologische und kulturelle Bedürfnisse der individuellen Patient*innen. Ebenfalls klassifizieren die Die Studierenden identifizierte erkennen beitragende Faktoren (Yellow Flags) und Kontraindikationen (Red Flags). und wenden differentialdiagnostische Fähigkeiten an.

Wissensverständnis

Die Studierenden analysieren im Rahmen des Clinical Reasoning Prozesses ihre gewonnenen Informationen und klinischen Fragestellungen, welche zuvor in der Befundung und Diagnostik zusammengetragen wurden.

Nutzung und Transfer

Die Studierenden sammeln unter Berücksichtigung der wichtigsten Prinzipien und (standardisierten) Verfahren in einer funktions-, strukturorientierten, aktivitätsbezogenen und partizipationsbezogenen therapeutischen Diagnostik umfassende Informationen zu den Patient*innen. Anschließend wenden dDie Studierenden wenden verschiedene etablierte physiotherapeutische Behandlungsverfahren und Therapiemanagementstrategien differentialdiagnostisch an. Sie beleuchten und reflektieren ihre Behandlungen vor der Wirkweise, dem pathophysiologischen Hintergrund und hinsichtlich der Evidenzbasierung des jeweiligen Behandlungskonzeptes. Um die Evidenzbasierung der physiotherapeutischen Behandlung zu sichern, nutzen die Studierenden Sie nutzen Recherche- und Bewertungsverfahren. , um die Evidenzbasierung der physiotherapeutischen Behandlung zu sichern.

Wissenschaftliche Innovation

Die Studierenden suchen aktiv nach neuen Möglichkeiten (z.b. Therapieangebote, Konzepte, Forschungsergebnisse) und arbeiten Alternativen heraus. Sie entwickeln Lösungswege, treffen patienten- und zielgerichtete Entscheidungen und setzen die Neuerungen um. Diese neuen Innovationen werden bei Bedarf im intra- und interprofessionellen Team umgesetzt.

Kommunikation und Kooperation

Die Studierenden formulieren patient*innenbezogene Problemlösungen und kommunizieren ihre evaluierten Ergebnisparameter aus der Behandlung mit den Patient*innen.

Wissenschaftliches Selbstverständnis / Professionalität

Die Studierenden hinterfragen im Sinne einer umfassenden Evaluation alle Informationen (einschließlich verfügbarer Leitlinien und Evidenzbezüge), welche sie zu ihren klinischen Fragestellungen und Behandlungsverfahren gesammelt haben. Diese werten sie aus und rechtfertigen somit ihre getroffenen professionellen und reflektierten Schlussfolgerungen. Vor allem übernehmen Sie dadurch Verantwortung für ihre gesetzten Prioritäten im therapeutischen Handeln. Ebenfalls erkennen Sie durch die Reflektion ihre Entwicklungsbedarfe.

Literatur

  • Bartow, K. et al. (2015). Untersuchen und Befunden in der Physiotherapie: Untersuchungstechniken und Diagnoseinstrumente. Berlin: Springer
  • Kendall et al. (2008). Muskeln: Funktionen und Tests. München: Urban & Fischer
  • Magee, D.J. (2008). Orthopedic Physical Assessment. (5. Auflage). Missouri: Saunders
  • Reimann, S. (2019). Befunderhebung: Grundlagenwissen für Physiotherapeuten. München: Urban & Fischer
  • Walton, M.K. et al. (2015). Clinical Outcome Assessments: Conceptual Foundation—Report of the ISPOR Clinical Outcomes Assessment – Emerging Good Practices for Outcomes Research Task Force. Value in Health, 18(6), pp.741–752.
  • World Health Organization (WHO). (2002). Towards a Common Language for Functioning, Disability and Health (ICF). Verfügbar unter cdn.who.int/media/docs/default-source/classification/icf/icfbeginnersguide.pdf [pdf]

Die angegebene Literatur, sowie weitere zusätzliche Literatur wird im Rahmen des Unterrichts bekannt gegeben bzw. zur Verfügung gestellt.

Verwendbarkeit nach Studiengängen

  • Ergotherapie, Physiotherapie (dual)
    • Ergotherapie, Physiotherapie (dual), B.Sc. (01.09.2024)

    Modulpromotor*in
    • Möller, Dirk
    Lehrende
    • Möller, Dirk
    Weitere Lehrende

    Lehrende der Berufsfachschule