Analyse und Vertiefung Reflektierte Praxis - Potenziale und Perspektiven der Ergotherapie

Fakultät

Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (WiSo)

Version

Version 1 vom 02.07.2025.

Modulkennung

22B1288-3

Niveaustufe

Bachelor

Unterrichtssprache

Deutsch

ECTS-Leistungspunkte und Benotung

5.0

Häufigkeit des Angebots des Moduls

nur Sommersemester

Dauer des Moduls

1 Semester

 

 

Besonderheiten des Moduls

Dieses Modul wird an der kooperierenden Berufsfachschule gelehrt und entsprechend der gültigen Reglungen im NHG zur Anerkennung von beruflich erworbenen Kompetenzen auf das Studium angerechnet. 

Kurzbeschreibung

Perspektiven der ergotherapeutischen Auftrags- und Versorgungsgestaltung werden durch komplexe Versorgungsfragen, lebensweltorientierte Handlungsfelder als auch durch Auf- und Ausbau interprofessioneller personenzentrierter digitaler und technologiegestützter Klient*innenversorgung in vernetzten Strukturen bestimmt. In der Entwicklung ergotherapeutischer Maßnahmen haben Ergotherapeut*innen gesellschaftliche, gesundheitspolitische sowie ökonomische Bedingungen zu berücksichtigen. 
Die Studierenden setzen sich in diesem Modul vertieft mit ausgewählten Fragen aus den Praxisphasen des Studiums auseinander und erarbeiten auf Basis einer breiten Recherche Erkenntnisse für ihre ergotherapeutische Praxis. Neben Fragen der Diagnostik als auch der Evidenz von Interventionen, den Erfordernissen spezifischer Therapiesettings oder – kontexte können auch Anforderungen der personenzentrierten Praxis und deren Konzepte, wie die der Diversität, Autonomie, partizipativen Entscheidungsfindung und des Empowerments fokussiert werden. Als Format der Ergebnisaufbereitung lernen die Studierenden die Erstellung von wissenschaftlichen Poster und deren komprimierte Präsentation kennen. 

Lehr-Lerninhalte

  1. Anforderungen und Entwicklungen ergotherapeutischer Handlungsfelder
    1.1 Reflexion spezifischer Fragestellungen der Therapieprozessplanung und –gestaltung aus den Arbeitsfeldern der Ergotherapie
  2. Theoretische Bezüge und Evidenzen ergotherapeutischer Handlungsfelder
    2.1 Ableitung und Formulierung einer Recherchefragestellung mit dem Ziel der exemplarischen Vertiefung von therapeutischen Diagnostikverfahren, Interventionsmethoden, Diagnostikverfahren oder anderen weitergehenden theoretischen Bezügen für die ergotherapeutische Praxis
    2.2 Wissenschaftliche Literaturrecherche
    2.3 Literaturanalyse und -aufbereitung
  3. Wissenschaftliches Poster
    3.1 Leitfaden zur Erstellung
    3.2 Präsentation eines wissenschaftlichen Posters

Gesamtarbeitsaufwand

Der Arbeitsaufwand für das Modul umfasst insgesamt 150 Stunden (siehe auch "ECTS-Leistungspunkte und Benotung").

Lehr- und Lernformen
Dozentengebundenes Lernen
Std. WorkloadLehrtypMediale UmsetzungKonkretisierung
20betreute KleingruppenPräsenz-
30individuelle BetreuungPräsenz-
10PrüfungPräsenz-
Dozentenungebundenes Lernen
Std. WorkloadLehrtypMediale UmsetzungKonkretisierung
30Literaturstudium-
30Arbeit in Kleingruppen-
20Rezeption sonstiger Medien bzw. Quellen-
10Prüfungsvorbereitung-
Weitere Erläuterungen

Die Anzahl der Semesterwochenstunden (SWS) richtet sich nach den Vorgaben der Berufsfachschulen.

Unbenotete Prüfungsleistung
  • Projektbericht (medial)
Prüfungsdauer und Prüfungsumfang

Die Prüfungsleistungen richten sich nach den Anforderungen der Berufsfachschule und werden in der jeweiligen Veranstaltung konkretisiert. 

Empfohlene Vorkenntnisse

Teilnahme und Abschluss der Praxismodule „Aufgabenbewältigung in der Lebensumwelt Arbeit“; „Aufgabenbewältigung in Lebensphasen“; „Aufgabenbewältigung–Fokus Mobilität“ und „Mentale Funktionen bei der Aufgabenbewältigung“

Wissensverbreiterung

Die Studierenden, die dieses Modul erfolgreich abgeschlossen haben,

  • beschreiben ergotherapeutische Interventionen, diagnostische Verfahren oder andere weitergehende theoretische Bezüge für die ergotherapeutische Praxis.
  • stellen ergotherapeutische Interventionen, diagnostische Verfahren oder theoretische Bezüge vergleichend dar.
  • identifizieren Möglichkeiten und Grenzen diagnostischer Verfahren sowie verschiedener Interventionsmaßnahmen.
  • beschreiben Gestaltungskriterien eines wissenschaftlichen Posters.

Kompetenzformulierung entsprechend des Entwurfes einer neuen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten (ErgThAPrV) – Stand 2019:
1. Die ergotherapeutische Diagnostik selbstständig und eigenverantwortlich planen und diese durchführen (1.5)
2. Ergotherapeutische Interventionen selbstständig und eigenverantwortlich planen und diese durchführen (2.1; 2.2; 2.4)
3. Den ergotherapeutischen Prozess dokumentieren und selbstgesteuert evaluieren
5. Das komplexe Wissen über die Wechselwirkung zwischen Person, Umwelt und Betätigung als Grundlage von Gesundheitsprozessen nutzen (5.2)
7. An der Profilierung und Professionalisierung der Ergotherapie nachhaltig mitwirken (7.1)

Wissensvertiefung

Die Studierenden, die dieses Modul erfolgreich abgeschlossen haben,

  • bewerten ihr erworbenes Wissen hinsichtlich aktueller ergotherapeutischer Versorgungsbedarfe.
  • erläutern Phänomene und Fragestellung der ergotherapeutischen Praxis als Ausgangspunkt ihrer Recherche.
  • setzen recherchierte Erkenntnisse der Bezugswissenschaften in Beziehung zueinander und prüfen kritisch ihre Anwendungsbezüge für ergotherapeutische Handlungsfelder.

Kompetenzformulierung entsprechend des Entwurfes einer neuen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten (ErgThAPrV) – Stand 2019:
1. Die ergotherapeutische Diagnostik selbstständig und eigenverantwortlich planen und diese durchführen (1.5)
2. Ergotherapeutische Interventionen selbstständig und eigenverantwortlich planen und diese durchführen (2.1; 2.2; 2.4)
3. Den ergotherapeutischen Prozess dokumentieren und selbstgesteuert evaluieren
5. Das komplexe Wissen über die Wechselwirkung zwischen Person, Umwelt und Betätigung als Grundlage von Gesundheitsprozessen nutzen (5.2)
7. An der Profilierung und Professionalisierung der Ergotherapie nachhaltig mitwirken (7.1)
8. integrieren vertieftes, disziplinübergreifendes Wissen auf ihrem Poster.

Wissensverständnis

Die Studierenden, die dieses Modul erfolgreich abgeschlossen haben,

  • beurteilen fachliche und praxisrelevante Aussagen und reflektieren deren Relevanz bezüglich ausgewählter Fragestellungen.
  • erkennen und analysieren Herausforderungen der ergotherapeutischen Berufspraxis sowie der Gesellschaft. 
  • schätzen bezugswissenschaftliche Theoriebezüge und Evidenzen für die Begründung der ergotherapeutischen Praxis und ihre Entwicklungen ein.
  • hinterfragen ihre Rechercheergebnisse und beurteilen deren Aussagekraft für gewählte Fragestellungen.

Kompetenzformulierung entsprechend des Entwurfes einer neuen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten (ErgThAPrV) – Stand 2019:
1. Die ergotherapeutische Diagnostik selbstständig und eigenverantwortlich planen und diese durchführen (1.5)
2. Ergotherapeutische Interventionen selbstständig und eigenverantwortlich planen und diese durchführen (2.1; 2.2; 2.4)
3. Den ergotherapeutischen Prozess dokumentieren und selbstgesteuert evaluieren
5. Das komplexe Wissen über die Wechselwirkung zwischen Person, Umwelt und Betätigung als Grundlage von Gesundheitsprozessen nutzen (5.2)
7. An der Profilierung und Professionalisierung der Ergotherapie nachhaltig mitwirken (7.1)
8. Integrieren vertieftes, disziplinübergreifendes Wissen auf ihrem Poster.
9. diskutieren die Kernaussagen ihrer Rechercheergebnisse und schlussfolgern Hauptaspekte für die Postergestaltung.

Nutzung und Transfer

Die Studierenden, die dieses Modul erfolgreich abgeschlossen haben,

  • konkretisieren Fragestellungen der Praxis und strukturieren einen entsprechenden Rechercheprozess.
  • recherchieren und extrahieren zielgerichtet wissenschaftliche Literatur, um sich mit ausgewählten Fragestellungen auseinanderzusetzen.
  • leisten eine vertiefte, theoriegeleitete, kritische Auseinandersetzung mit den bisher erworbenen beruflichen Grundlagen der Ergotherapie.
  • leiten aus der Recherche wissenschaftlich fundierte Urteile ab.
  • transferieren Erkenntnisse auf konkrete ergotherapeutische Interventionen.
  • reflektieren und erläutern ihr berufliches Selbstverständnis.

Kompetenzformulierung entsprechend des Entwurfes einer neuen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten (ErgThAPrV) – Stand 2019:
1. Die ergotherapeutische Diagnostik selbstständig und eigenverantwortlich planen und diese durchführen (1.5)
2. Ergotherapeutische Interventionen selbstständig und eigenverantwortlich planen und diese durchführen (2.1; 2.2; 2.4)
3. Den ergotherapeutischen Prozess dokumentieren und selbstgesteuert evaluieren
5. Das komplexe Wissen über die Wechselwirkung zwischen Person, Umwelt und Betätigung als Grundlage von Gesundheitsprozessen nutzen (5.2)
7. An der Profilierung und Professionalisierung der Ergotherapie nachhaltig mitwirken (7.1)
8. integrieren vertieftes, disziplinübergreifendes Wissen auf ihrem Poster.

Wissenschaftliche Innovation

Die Studierenden, die dieses Modul erfolgreich abgeschlossen haben,

  • integrieren ihre Erkenntnisse in zukünftige berufsbezogene Recherchen.
  • identifizieren Zielstellungen ergotherapeutischer Versorgung und zukünftiger Handlungsfelder.
  • generieren und konzeptionalisieren ergotherapeutische Diagnostik und Interventionen unter Berücksichtigung einer evidenzbasierten theoriegeleiteten Praxis.
  • ermitteln noch bestehenden Forschungsbedarf bezüglich des eigenen Themas.

Kompetenzformulierung entsprechend des Entwurfes einer neuen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten (ErgThAPrV) – Stand 2019:
7. An der Profilierung und Professionalisierung der Ergotherapie nachhaltig mitwirken (7.1; 7.3)

Kommunikation und Kooperation

Die Studierenden, die dieses Modul erfolgreich abgeschlossen haben,

  • vertreten Ergebnisse einer fachbezogenen Recherche argumentativ im intra- und interprofessionellen Team und entwickeln diese im Fachdiskurs gemeinsam weiter.
  • erörtern und veranschaulichen einen Erkenntnisgewinn im intra- und interprofessionellen Team.
  • präsentieren Wissenschaftliche Poster vor Zuhörer*innen und moderieren eine anschließende Diskussion

Kompetenzformulierung entsprechend des Entwurfes einer neuen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten (ErgThAPrV) – Stand 2019:
3. Professionelle Beziehungen zu Einzelpersonen, Gruppen und dem Gemeinwesen selbstgesteuert gestalten (3.1; 3.2; 3.3)
6. Intra- und interprofessionelle Beziehungen eigenständig gestalten (6.1; 6.2)
7. An der Profilierung und Professionalisierung der Ergotherapie nachhaltig mitwirken (7.1; 7.3)

Wissenschaftliches Selbstverständnis / Professionalität

Die Studierenden, die dieses Modul erfolgreich abgeschlossen haben,

  • begründen das eigene berufliche Handeln mit theoretischem und methodischem Wissen
  • reflektieren ihr berufliches Handeln kritisch in Bezug auf gesellschaftliche und berufs-/gesundheitspolitische Phänomene
  • diskutieren in ergotherapeutischen und berufsgruppenübergreifenden Diskussionen eine wissenschaftlich fundierte Position zu Fragen des therapeutischen Einsatzes von Betätigungen 
  • beziehen und beteiligen sich mit einer kritisch-reflektierten Perspektive an der Entwicklung und Weiterentwicklung der ergotherapeutischen Versorgung. 
  • hinterfragen ihr bisheriges berufliches Selbstbild und entwickeln eine sachlich-kritische, verantwortungsvolle und fachlich professionalisierte Haltung.

Kompetenzformulierung entsprechend des Entwurfes einer neuen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten (ErgThAPrV) – Stand 2019:
9. Auf Grundlage des beruflichen Selbstverständnisses selbstgesteuert berufliche Anforderungen bewältigen (9.2; 9.4; 9.5; 9.6)

Literatur

Entsprechend der gewählten Fragestellung. Die Literatur kann aus dem Fachbereich der Ergotherapie stammen, aber auch jegliche angrenzende Bezugswissenschaft kann als Literaturquelle dienen.

Zudem werden Unterlagen zur Gestaltung eines wissenschaftlichen Posters zur Verfügung gestellt:

Verwendbarkeit nach Studiengängen

  • Ergotherapie, Physiotherapie (dual)
    • Ergotherapie, Physiotherapie (dual), B.Sc. (01.09.2024)

    Modulpromotor*in
    • Berding, Jutta
    Lehrende
    • Berding, Jutta
    Weitere Lehrende

    Lehrende der Berufsfachschule