Medienpsychologie

Fakultät

Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (WiSo)

Version

Version 1 vom 13.05.2025.

Modulkennung

22B1188

Niveaustufe

Bachelor

Unterrichtssprache

Deutsch

ECTS-Leistungspunkte und Benotung

5.0

Häufigkeit des Angebots des Moduls

nur Sommersemester

Dauer des Moduls

1 Semester

 

 

Kurzbeschreibung

Medienpsychologie ist ein Zweig der Psychologie, der sich in der Forschung mit der Beschreibung, Erklärung und Prognose des Erlebens und Verhaltens, das mit Medien verknüpft ist bzw. das aufgrund oder während der Mediennutzung stattfindet, beschäftigt. Dabei befasst sie sich sowohl mit Medienwirkung wie auch mit Mediennutzungsverhalten. Im Kontext der Digitalisierung legt dieses Modul einen Schwerpunkt auf das Nutzungsverhalten und die Wirkung von digitalen Medien in Marketing und Management. Das Modul führt unter anderem in die digitale Welt des Kaufens und Verkaufens ein und vermittelt wirtschaftspsychologisch relevante Unterschiede gegenüber der physischen Konsumwelt.

Lehr-Lerninhalte

1. Theorien der computervermittelten Kommunikation 1.1. Medienwahl 1.2. Medienmerkmal 1.3. Mediales Kommunikationsverhalten in der Digitalisierung: Grundkonzepte 2. „The medium is the message“: Soziale Wirklichkeitskonstruktion im Internet 2.1. Soziale Kognition 2.2. Soziale Emotion 2.3. Soziale Motivation 2.4. Einstellungen 2.5. Soziale Repräsentation, Mediennutzung und Wirkung 2.7. Die Bedeutung der Website-Gestaltung 3. Interpersonales Verhalten im Internet 3.1. Prosoziales verhalten 3.2. Beziehungsgestaltung im Internet: Anonymität und Vertrauensdefizite 3.3. Virtuelle Gemeinschaften, z. B. Geschädigte – social Networks 3.5. Ethische Schlussfolgerungen 4. Das Internet als Marktplatz: Etwas Technik und viel Psychosoziales 4.1. Online-Handel 4.2. Online-Auktionen (z. B. eBay) 4.3. Online-Werbung 4.4. Internet-Marktforschung 4.5. Die Auswirkungen der Digitalisierung auf Marketing und Marktforschung 4.6. Entwicklung von wirtschaftspsychologischen Anforderungen an die Gestaltung von Websites im E-Commerce 4.7. Soziotechnische Systemgestaltung; Heuristiken und Algorithmen 5. Diagnostik und Personalauswahl im Zeitalter der Digitalisierung 5.1. Mediennutzungsverhalten in der Personaldiagnostik 5.2. Digitalisierte Personalauswahl: Stärken und Schwächen 5.3. Digitale Tools 5.4. Gestaltung digitalisierter Personalauswahlverfahren

Gesamtarbeitsaufwand

Der Arbeitsaufwand für das Modul umfasst insgesamt 150 Stunden (siehe auch "ECTS-Leistungspunkte und Benotung").

Lehr- und Lernformen
Dozentengebundenes Lernen
Std. WorkloadLehrtypMediale UmsetzungKonkretisierung
45VorlesungPräsenz-
Dozentenungebundenes Lernen
Std. WorkloadLehrtypMediale UmsetzungKonkretisierung
105Veranstaltungsvor- und -nachbereitung-
Benotete Prüfungsleistung
  • Hausarbeit oder
  • Klausur oder
  • Referat (mit schriftlicher Ausarbeitung)
Prüfungsdauer und Prüfungsumfang

Klausur: Siehe jeweils gültige Studienordung

Hausarbeit: ca. 10-15 Seiten

Referat: ca. 20-40 Minuten, dazugehörige Ausarbeitung: ca. 5-10 Seiten

Die Anforderungen werden in der jeweiligen Veranstaltung konkretisiert.

Empfohlene Vorkenntnisse

Grundlagen der Markt- und Konsumentenpsychologie, psychologische Marktforschung

Wissensverbreiterung

Die Studierenden haben ein Verständnis für die Funktionsweisen und psychosozialen Wirkungszusammenhängen von Mediennutzung und Medienwirkung gewonnen und kennen die Chancen und Risiken sowie die Implikationen für Marketing und Diagnostik in der Digitalisierung.

Wissensvertiefung

Die Studierenden vertiefen ihr Wissen zu Wirkungszusammenhängen der Medienpsychologie sowie ihr Wissen zur Gestaltung von Marketing-Konzepten und Personaldiagnostischen Verfahren vor dem Hintergrund der Digitalisierung.

Wissensverständnis

Die Studierenden können das neu gewonnen Wissen über Wirkungsmechanismen der Medienpsychologie systematisch in bereits gelernte Inhalte zu Marketing und Diagnostik einordnen. Die Studierenden sind dadurch in der Lage in komplexen Situationen im Zusammenhang mit digitalisierten Prozessen im Marketing oder in der Personaldiagnostik differenzierte Entscheidungen zu treffen.

Nutzung und Transfer

Die Studierenden sind in der Lage, Lösungen aus wirtschaftspsychologischer Sicht zu entwickeln, insbesondere Anforderungen an die Gestaltung von Websites und Personalauswahlverfahren. Hierzu haben sie die soziotechnische Systemgestaltung sowie spezielle Heuristiken praktisch kennen gelernt.

Kommunikation und Kooperation

Die Studierenden können ihr Wissen über Marketing- und Diagnostik-spezifische Implikationen der Medienpsychologie anderen vermitteln, sowie dieses Wissen nutzen um in der Kommunikation mit Kunden, wie auch mit potenziellen Bewerbern Prozesse und Inhalte zu planen, zu entwerfen, zu steuern und evaluieren.

Literatur

Wirtz, B. W. (2020). Media Management, Strategy, Business Models and Case Studies. New York. Springer. Noam, E. M. (2019) Media and Digital Management. New York. Springer. Trepte, S. & Reinecke, L. (2019). Medienpsychologie (2. Aufl.). Grundriss der Psychologie: Bd. 27. Stuttgart: Kohlhammer. Mangold, R., Vorderer, P., & Bente, G. (2004). Lehrbuch der Medienpsychologie. Hogrefe Verlag. Krämer, N., Schwan, S., Unz, D., & Suckfüll, M. (2016). Medienpsychologie: Schlüsselbegriffe und Konzepte. Kohlhammer Verlag. Trepte S., Reinecke L. (2010) Medienpsychologie. In: Steins G. (eds) Handbuch Psychologie und Geschlechterforschung. VS Verlag für Sozialwissenschaften. doi.org/10.1007/978-3-531-92180-8_13 Döring, Nicola (2003): Sozialpsychologie des Internet. 2. Aufl. Göttingen u.a.: Hogrefe.

Verwendbarkeit nach Studiengängen

  • Wirtschaftspsychologie
    • Wirtschaftspsychologie B.Sc. (01.09.2024)

  • Betriebswirtschaft und Management - WiSo
    • Betriebswirtschaft und Management, B.A. (01.09.2024) WiSo

    Modulpromotor*in
    • Genkova Petkova, Petia
    Lehrende
    • Genkova Petkova, Petia