Ergonomie 3 - HMI

Fakultät

Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik (IuI)

Version

Version 1 vom 25.02.2025.

Modulkennung

11B1217

Niveaustufe

Bachelor

Unterrichtssprache

Deutsch, Englisch

ECTS-Leistungspunkte und Benotung

5.0

Häufigkeit des Angebots des Moduls

nur Sommersemester

Dauer des Moduls

1 Semester

 

 

Kurzbeschreibung

Die Interaktion mit technischen Bildschirm basierten Devices bestimmt unseren Alltag. Dabei hängt die Nutzerakzeptanz der technisch komplexen Geräten wesentlich von der Gestaltung der Benutzerschnittstelle (Hardware wie Software) ab. 
Für Produktdesigner gehört die Gestaltung von Software Interfaces zunehmend zum täglichen Betätigungsfeld, die Gestaltung unterscheidet sich allerdings grundsätzlich von dem nicht-Bildschirm gebundener Geräte - sie basiert auf eigenen Metaphern und Philosophien. 
Um diese "User Interfaces“ zwischen Nutzer*innen und technischen Systemen professionell gestalten zu können, müssen die Studierenden erweiterte Konzepte der Mensch-Technik-Interaktion kennen und anwenden lernen. Dabei stehen die kognitiven Fähigkeiten des Menschen und die Interaktion mit dem System im Zentrum der Entwicklung.
Im Rahmen der Veranstaltung lernen die Studierenden Grundlagen zur Front-End Human-Computer-Interaction (HCI), der HMI Gestaltung und die einer solchen Gestaltung zugrunde liegenden Paradigmen. Sie wenden die Erkenntnisse in Übungen und einer Semesteraufgabe an.

Lehr-Lerninhalte

Einführung in das Thema User Centered Interfacedesign 
Begriffsklärung, Definition des Themengebietes
Wahrnehmungspsychologie, Prinzipen der Informationsverarbeitung, kognitive Aspekte bei der Informationsverarbeitung, visuelle Wahrnehmung, Gestaltgesetze, Räumlichkeit, Farbe.
Geschichte des Designs im Interfacebereich
Interfacedesign Grundbegriffe: Interaktion, Konsistenz, Navigation, Layout, Softwarearchitektur, Front End Design
Allgemeine Richtlinien und Normen des user centered interfacedesign DIN EN ISO 9211
Praxiserfahrungen
Gestaltungsregeln aus speziellen Anwendungsfeldern, Sonderausführungen
Spezielle Nutzergruppen Altersgerechte Gestaltung, Anwendungen für Behinderte, kindgerechte Gestaltung, DIN 33455 barrierefreie Produkte, altersgerechte Web-Oberflächen-Architekturen
Relevanz der Gestaltung von Hardwareelementen im Interfacedesign, Grundlagen der Gestaltung von Hardwareelementen, ergonomische Betrachtung
Anwendungsbeispiele

Gesamtarbeitsaufwand

Der Arbeitsaufwand für das Modul umfasst insgesamt 150 Stunden (siehe auch "ECTS-Leistungspunkte und Benotung").

Lehr- und Lernformen
Dozentengebundenes Lernen
Std. WorkloadLehrtypMediale UmsetzungKonkretisierung
30Seminar-
30Übung-
Dozentenungebundenes Lernen
Std. WorkloadLehrtypMediale UmsetzungKonkretisierung
30Arbeit in Kleingruppen-
30Hausaufgaben-
30Erstellung von Prüfungsleistungen-
Benotete Prüfungsleistung
  • Hausarbeit
Unbenotete Prüfungsleistung
  • Präsentation
Prüfungsdauer und Prüfungsumfang

Benotete Prüfungsleistung: 30-50 Seiten

Unbenotete Prüfungsleistung: 15 Minuten Präsentation

Empfohlene Vorkenntnisse

erfolgreicher Besuch der Veranstaltungen 'Ergonomie 1 &2'

Wissensverbreiterung

Die Studierenden erwerben Kenntnisse zur architektonischen, funktionalen und gestalterischen Entwicklung von Mensch-Technik-Umwelt Systemen unter Berücksichtigung der Eigenschaften und Bedürfnissen von Nutzer*innen.

Wissensvertiefung

Die Studierenden, die dieses Modul erfolgreich studiert haben, erlangen eine grundlegende Kompetenz der wissenschaftlich-theoretisch Beurteilung existierender und selbst gestalteter Software- und Hardwarebenutzerschnittstellen unter Einbindung geltender Vorschriften- und Regelwerke, sowie selbst entwickelter Evaluationsmaßstäbe

Wissensverständnis

Die Studierenden haben die dargestellten Tools und Methoden verstanden und sind in der Lage diese produtkiv einzusetzen, um innovative und einzigartige neue Lösungen zu generieren. Sie reflektieren jedoch auch die zur Verfügung stehenden Werkzeuge und Methoden und können diese kritisch diskutieren.

Nutzung und Transfer

Die Studierenden, die dieses Modul erfolgreich studiert haben, setzen eine Reihe von Standard- und einige fortgeschrittene Verfahren und Methoden ein, um Nutzerdaten zu verarbeiten und strukturiert in Systemen umzusetzen, um so Informationen zu gewinnen, zu bearbeiten und zu verbessern.

Wissenschaftliche Innovation

Die Studierenden sind zum einen in der Lage bekannte Methoden zur HMI Entwicklung anzuwenden, sie können diese jedoch auch abstrahieren, kritiusch hinterfragen und eigenständig neue Lösungsmethoden entwicklen. Sie begnügen sich nicht mit der bloßen Anwendung etablierter Werkzeuge, sie entwickeln diese weiter und reflektieren die Sinnhaftigkeit dieser. Darüber hinaus generieren sie im Rahmen der bearbeiteten Projekte auch neuartige Lösungen und Innovationen.

Kommunikation und Kooperation

Die Studierenden, die dieses Modul erfolgreich studiert haben, unterziehen Ideen, Konzepte, Informationen und Themen der Mensch-Maschine-Interaktion einer kritischen Analyse und Bewertung, sie identifizieren und analysieren berufsbezogene Probleme und -themen. Sie können Themenstellungen sowohl individuell, als auch in Gruppen bearbeiten, diskutieren und Lösungen im Team generieren. Sie haben gelernt Aufgabenteilungen effektiv durchzuführen, im Team zu bearbeiten und zeitgemäße Kollaborationstools einzusetzen.

Wissenschaftliches Selbstverständnis / Professionalität

Die Studierenden, die dieses Modul erfolgreich studiert haben, wenden eine Reihe von berufsbezogenen Fähigkeiten, Fertigkeiten, Techniken und Materialien an, um Standardaufgaben und fortgeschrittene Aufgaben zu bearbeiten. Sie arbeiten in berufsbezogenen Kontexten der HMI Entwicklung im agilen und interaktiven Umfeld

Literatur

Holger Luczak, Arbeitswissenschaft. Konzepte, Arbeitspersonen, Arbeitsformen, Arbeitsumgebung

Wesley E. Woodson, Barry Tillman u. Peggy Tillman, Human factors design handbook. Information and guidelines for the design of systems, facilities, equipment, and products for human use, 2. Aufl., New York u.a. 1992. 

Jakob Nielsen, Designing Web Usability, Frankfurt a. M. 2018. 

Measuring the user experience, Tom Tullis, Bill Albert, MK 2010 

Open Design Now - Why Design cannot remain exclusive, Bas van Abel, BIS, 2011 

Universal Design, Oliver Herwig, Birkhäuser, 2008 

ToDo - Die neue Rolle der Gestaltung in einer veränderten Welt, Florian Pfeffer, Hermann Schmidt, 2014

Verwendbarkeit nach Studiengängen

  • Industrial Product Design
    • Industrial Product Design B.A. (01.09.2024)

    Modulpromotor*in
    • Hofmann, Thomas
    Lehrende
    • Hofmann, Thomas