Didaktische Grundlagen und Kompositionspädagogik
- Fakultät
Institut für Musik
- Version
Version 8.0 vom 06.12.2016
- Modulkennung
66B1159
- Modulname (englisch)
Didactical foundations and composition education
- Studiengänge mit diesem Modul
Musikerziehung (B.A.)
- Niveaustufe
2
- Kurzbeschreibung
Didaktische und methodische Grundlagen:Die Studierenden lernen (musik)pädagogische Konzepte und die Systematisierung von Unterricht kennen. Die zukünftigen Musikpädagog_innen erhalten einen Überblick über relevante Literatur und bekommen Einblicke in die Notwendigkeit lebenslangen Lernens. Sie recherchieren zu ausgewählten Fragestellungen, beziehen Stellung dazu, artikulieren sich in angemessener Form und schärfen damit ihr individuelles musikpädagogisches Profil.
Kompositionspädagogik:Die Kompositionspädagogik hat als noch relativ junger Zweig der Musikpädagogik experimentelle Züge: Die Studierenden sollen unterschiedliche Modelle und Konzepte des Kompositionsunterrichts an Musikschulen, allgemeinbildenden Schulen und anderen Institutionen kennenlernen und mit den speziellen Arbeitsbedingungen des Faches vertraut werden. Sie erwerben Grundwissen in den zentralen Arbeitsfeldern der Kompositionspädagogik (Ziele, Inhalte, Methoden) und entwickeln die für ihre zukünftige Unterrichtstätigkeit notwendigen fachspezifischen Planungs- und Reflexionskompetenzen.
- Lehrinhalte
- Didaktische und methodische Grundlagen:-Was ist Unterricht? (Inhalte/Lernfelder, Ziele, Methoden, Ergebnisse, Reflexion)-Kognition/Intelligenz/Musikalität-Emotionale Intelligenz/Spiegelneuronen-Kreativität, Improvisation, Interpretation-Musizieren im Blickwinkel der Psychoanalyse-Unterrichtskonzeption im (vermeintlichen) Widerspruch zum „wilden“ Lernen
Kompositionspädagogik: - Unterrichtsformen und Zielgruppen: Komponieren mit Kindern, Musikschule, SVA-Unterricht, kompositionspädagogische Projekte, Unterricht mit musikalischen Laien, Komponieren im Instrumentalunterricht
- Lernfelder (s. u.), Ziele und Methoden von Kompositionsunterricht
- Anfangsunterricht und Unterrichtsaufbau: Einstiegsmodelle („die 1. Stunde“), die ersten Unterrichtswochen (Inhalte, Zielstellungen und Methoden)
- Herstellung eigener Unterrichtsmaterialien
- Mittel- und langfristige Planung von Unterricht und Projekten
- Konzeption einer Lehrprobe bzw. eines Projekts
- Einschätzung von Schülerleistungen
- Kenntnis möglicher Schwierigkeiten und Strategien zur Bewältigung
- Publikationen sowie Neuerscheinungen der didaktischen Fachliteratur (Bücher, Lehrwerke, Unterrichtsmaterialien, Publikationen in Fachzeitschriften etc.)Lernfelder: Notation, Improvisation, allgemeine Musiklehre, Instrumentenkunde, Formenlehre, auditive Sensibilisierung, innere Hörvorstellung, Gehörbildung
- Didaktische und methodische Grundlagen:-Was ist Unterricht? (Inhalte/Lernfelder, Ziele, Methoden, Ergebnisse, Reflexion)-Kognition/Intelligenz/Musikalität-Emotionale Intelligenz/Spiegelneuronen-Kreativität, Improvisation, Interpretation-Musizieren im Blickwinkel der Psychoanalyse-Unterrichtskonzeption im (vermeintlichen) Widerspruch zum „wilden“ Lernen
- Lernergebnisse / Kompetenzziele
Wissensverbreiterung
Didaktische und methodische Grundlagen:
Neben den konkret musikpädagogischen Fragestellungen lernen die Studierenden Ansätze aus angrenzenden Gebieten (Psychologie, Erziehungswissenschaft) kennen und werden angeleitet, den Bezug zu instrumental- bzw. vokalpädagogischer Betätigung herzustellen.
Kompositionspädagogik:
Die Studierenden kennen verschiedene Modelle von Kompositionsunterricht an unterschiedlichen Schultypen/Institutionen.
Wissensvertiefung
Didaktische und methodische Grundlagen:
Die Studierenden vertiefen die Einblicke und Kenntnisse aus den Fächern „Pädagogische und psychologische Grundlagen“ und „Musikpädagogische Berufsfelder“. Sie recherchieren und reflektieren selbstständig zu ausgewählten Fragestellungen und präsentieren Ergebnisse.
Kompositionspädagogik:
Die Studierenden, die dieses Modul erfolgreich studiert haben, besitzen ein detailliertes Wissen über kompositionspädagogische Prozesse.
Sie kennen die Fachliteratur und können Beiträge verschiedener Autoren kritisch reflektieren.
Können - instrumentale Kompetenz
Didaktische und methodische Grundlagen:
Die Studierenden wissen um die Bedeutung von Unterrichtsplanung, -gestaltung und -reflexion. Sie können praktische Erfahrungen künstlerischer und pädagogischer Art durch entsprechendes Hintergrundwissen einordnen und ihre entsprechenden Kompetenzen weiterentwickeln.
Kompositionspädagogik:
Die Studierenden, die dieses Modul erfolgreich studiert haben, sind in der Lage, kompositionspädagogische Unterrichtskonzepte für verschiedene Zielgruppen zu entwickeln und in die Praxis umzusetzen. Sie haben eine Vielfalt an Unterrichtsmethoden kennen gelernt, die sie für die Gestaltung von Unterrichtseinheiten einsetzen können.
Können - kommunikative Kompetenz
Didaktische und methodische Grundlagen:
Die Studierenden können sich in Fachbegriffen ausdrücken und eine angemessene Schriftform finden. Sie wissen um die Dimension von Sprache, Körpersprache und der Gestaltung von Aktionsräumen.
Kompositionspädagogik:
Die Studierenden, die dieses Modul erfolgreich studiert haben, können neue Publikationen zur Kompositionspädagogik evaluieren und die Ergebnisse in einer gut strukturierten und zusammenhängenden Form mündlich und schriftlich präsentieren.
Können - systemische Kompetenz
Didaktische und methodische Grundlagen:
Die Studierenden können ihr musikalisches Handeln in übergeordnete Zusammenhänge stellen. Sie wissen um die zahlreichen Faktoren, die Einfluss auf Lehr-/Lernsituationen haben und verfügen über Einblicke in Steuerungsmöglichkeiten sowohl inhaltlicher als auch zwischenmenschlicher Art.
Kompositionspädagogik:
Die Studierenden dieses Moduls verfügen über didaktische Kompetenzen für den Umgang mit unterschiedlichen Zielgruppen. Sie können Unterrichtsmaterialien und Medien im Hinblick auf die entsprechende Zielgruppe, differenziert nach Alter und Niveau, fachgerecht abschätzen und einsetzen. Sie sind kreativ im Erstellen eigener Unterrichtsmaterialien und Erfinden neuer Lehrmethoden.
- Lehr-/Lernmethoden
Didaktische und methodische Grundalgen:Frontaler Input, Diskussionsrunden, individuelle Auseinandersetzung mit ausgewählten Themen und Präsentation der Ergebnisse in mündlicher und/oder schriftlicher Form, Feedback-TechnikenKompositionspädagogik:Seminare mit Vorträgen, Referaten und aktivierenden bzw. selbstgesteuerten Arbeitsformen (Diskussionen, Gruppenarbeiten etc.) sowie praktischen Übungen
- Empfohlene Vorkenntnisse
Didaktische und methodische Grundlagen: Basiswissen des Moduls "Musikpädagogische Grundlagen"
Kompositionspädagogik: keine besonderen Vorkenntnisse
- Modulpromotor
Brockmann, Irmgard
- Lehrende
- Schmeling, Astrid
- Lehmann, Silke
- Leistungspunkte
5
- Lehr-/Lernkonzept
Workload Dozentengebunden Std. Workload Lehrtyp 36 Vorlesungen 36 Seminare Workload Dozentenungebunden Std. Workload Lehrtyp 60 Veranstaltungsvor-/-nachbereitung 18 Prüfungsvorbereitung
- Literatur
- Didaktische und methodische Grundlagen:-Altenmüller, Eckart (2006): Das improvisierende Gehirn, in: Musikphysiologie und Musikermedizin1/2006, S. 1-10.-Bauer, Joachim (2012): Warum ich fühle, was du fühlst. Intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneurone, Hamburg: Hoffmann und Campe.-Brandstätter, Ursula u.a. (Hg.) (2010): Darstellen und Mitteilen. Ein Handbuch der musikalischen Interpretation, Mainz: Schott.-Csikszentmihalyi, Mihaly (2007): Kreativität, Stuttgart: Klett-Cotta.-Dartsch, Michael (2014): Musik lernen – Musik unterrichten. Eine Einführung in die Musikpädagogik, Wiesbaden: Breitkopf & Härtel.-Doerne, Andreas (2014): Umfassend musizieren, Wiesbaden: Breitkopf & Härtel.-Ernst, Anselm (1999): Lehren und Lernen im Instrumentalunterricht, Mainz: Schott, 1999.-Figdor, Helmuth/Röbke, Peter (2008): Das Musizieren und die Gefühle. Instrumentalpädagogik und Psychoanalyse im Dialog, Mainz u.a.-Goleman, Daniel (2007): EQ. Emotionale Intelligenz, München: dtv.-Hannon, Erin E. & Schellenberg, Glenn (2008): Frühe Entwicklung von Musik und Sprache,in: Bruhn/Kopiez/Lehmann (Hg.): Musikpsychologie. Das neue Handbuch, Reinbek: Rowohlt 2008, S. 131-143.-Kreutz, Gunter (2015): Warum singen glücklich macht, Gießen: Psychosozial-Verlag.-Losert, Martin (2015): Die Kunst zu unterrichten, Mainz: Schott 2015.-Mahlert, Ulrich (2011): Wege zum Musizieren. Methoden im Instrumental- und Vokalunterricht,Mainz: Schott.-Ribke, Juliane (2003): Wie war ich? Gedanken und Fragestellungen zur Selbst- und Fremdevaluation von Lehrkräften, in: Üben & Musizieren 2/2003, S. 9 – 12.-Röbke, Peter/Ardila-Mantilla, Natalia (Hg.) (2009): Vom wilden Lernen. Musizieren lernen – auch außerhalb von Schule und Unterricht, Mainz: Schott.-Sommerfeld, Jörg (2014): Instrumentalunterricht in der Grundschule. Erfolgreich lehren und gestalten, Wiesbaden: Breitkopf & Härtel 2014.-Spitzer, Manfred (2007): Lernen. Gehirnforschung und die Schule des Lebens, Berlin/Heidelberg: Spektrum 2007.-Spitzer, Manfred (2008): Musik im Kopf, Stuttgart 2008, Kapitel 5: Zeitstruktur und Gedächtnis.-Papousek, Mechthild u. Hanus: Musikalische Ausdruckselemente und ihre Modifikation in der „Ammensprache“, in: Sozialpädiatrie, 3. Jg. (1981): Nr. 6, S. 294-296.
Kompositionspädagogik: - Komponieren mit Schülern. Konzepte. Förderung. Ausbildung, hrsg. v. Ph. Vandré und B. Lang, ConBrio, Regensburg 2011
- Hanno Ehler: "...ich war so 'ne eigene Komponistin, irgendwie..." 10 Jahre Kompositionsklasse für Kinder und Jugendliche Winsen - eine Untersuchung. PFAU, Saarbrücken 2009
- Didaktische und methodische Grundlagen:-Altenmüller, Eckart (2006): Das improvisierende Gehirn, in: Musikphysiologie und Musikermedizin1/2006, S. 1-10.-Bauer, Joachim (2012): Warum ich fühle, was du fühlst. Intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneurone, Hamburg: Hoffmann und Campe.-Brandstätter, Ursula u.a. (Hg.) (2010): Darstellen und Mitteilen. Ein Handbuch der musikalischen Interpretation, Mainz: Schott.-Csikszentmihalyi, Mihaly (2007): Kreativität, Stuttgart: Klett-Cotta.-Dartsch, Michael (2014): Musik lernen – Musik unterrichten. Eine Einführung in die Musikpädagogik, Wiesbaden: Breitkopf & Härtel.-Doerne, Andreas (2014): Umfassend musizieren, Wiesbaden: Breitkopf & Härtel.-Ernst, Anselm (1999): Lehren und Lernen im Instrumentalunterricht, Mainz: Schott, 1999.-Figdor, Helmuth/Röbke, Peter (2008): Das Musizieren und die Gefühle. Instrumentalpädagogik und Psychoanalyse im Dialog, Mainz u.a.-Goleman, Daniel (2007): EQ. Emotionale Intelligenz, München: dtv.-Hannon, Erin E. & Schellenberg, Glenn (2008): Frühe Entwicklung von Musik und Sprache,in: Bruhn/Kopiez/Lehmann (Hg.): Musikpsychologie. Das neue Handbuch, Reinbek: Rowohlt 2008, S. 131-143.-Kreutz, Gunter (2015): Warum singen glücklich macht, Gießen: Psychosozial-Verlag.-Losert, Martin (2015): Die Kunst zu unterrichten, Mainz: Schott 2015.-Mahlert, Ulrich (2011): Wege zum Musizieren. Methoden im Instrumental- und Vokalunterricht,Mainz: Schott.-Ribke, Juliane (2003): Wie war ich? Gedanken und Fragestellungen zur Selbst- und Fremdevaluation von Lehrkräften, in: Üben & Musizieren 2/2003, S. 9 – 12.-Röbke, Peter/Ardila-Mantilla, Natalia (Hg.) (2009): Vom wilden Lernen. Musizieren lernen – auch außerhalb von Schule und Unterricht, Mainz: Schott.-Sommerfeld, Jörg (2014): Instrumentalunterricht in der Grundschule. Erfolgreich lehren und gestalten, Wiesbaden: Breitkopf & Härtel 2014.-Spitzer, Manfred (2007): Lernen. Gehirnforschung und die Schule des Lebens, Berlin/Heidelberg: Spektrum 2007.-Spitzer, Manfred (2008): Musik im Kopf, Stuttgart 2008, Kapitel 5: Zeitstruktur und Gedächtnis.-Papousek, Mechthild u. Hanus: Musikalische Ausdruckselemente und ihre Modifikation in der „Ammensprache“, in: Sozialpädiatrie, 3. Jg. (1981): Nr. 6, S. 294-296.
- Unbenotete Prüfungsleistung
Erfolgreiche Teilnahme
- Bemerkung zur Prüfungsform
Die erfolgreiche Teilnahme beinhaltet einen durch die Lehrkraft gewährleisteten Kompetenzerwerb der jeweiligen Niveaustufe.
- Prüfungsanforderungen
Didaktische und methodische Grundlagen: Nachweis der unter "Lernergebnisse/Kompetenzziele" benannten grundlegenden Fähigkeiten sowie vertiefter Kenntnisse in einem Teilgebiet aus dem Themenspektrum der Lehrveranstaltung. Die Prüfungsanforderungen werden kursintern festgesetzt.
Kompositionspädagogik: Die Prüfungsanforderungen werden kursintern festgesetzt.
- Dauer
2 Semester
- Angebotsfrequenz
Wintersemester und Sommersemester
- Lehrsprache
Deutsch