Wahlpflichtfächer Jazz
- Fakultät
Institut für Musik
- Version
Version 5.0 vom 07.09.2016
- Modulkennung
66B1126
- Modulname (englisch)
Elective subjects jazz
- Studiengänge mit diesem Modul
Musikerziehung (B.A.)
- Niveaustufe
3
- Kurzbeschreibung
Der Wahlpflichtbereich bietet den Studierenden die Möglichkeit, ihr Wissen in Bezug auf zukünftige Berufsfelder zu erweitern und vertiefen. In besonderer Weise werden die nachfolgend beschriebenen Veranstaltungen empfohlen, doch es werden darüber hinaus pro Semester noch weitere Veranstaltungen in unregelmäßigem Turnus angeboten.
Moderation/Präsentation:Bühne ist fester Bestandteil im Berufsleben von Musiker/innen. In dieser Veranstaltung werden verschiedene Themen thematisiert: Wie wirke ich auf der Bühne und wie funktioniert Kommunikation auf der Bühne? Vorbereitungen auf ein Konzert werden praktisch geprobt. Ansagen: Wann und wie, das Timing, die Dramatologie und die Bedeutung von Licht werden vermittelt.
Musikelektronik/Studio:'Was kann ich tun, damit es "gut" klingt?' - Bewusstes Gestalten der Übertragungskette: Schallquelle(n) - Raum - Aufnahme/Verstärkung (PA) - Raum - Zuhörer/Mitspieler.
Recht:Musiker/innen verdienen ihren Unterhalt u. a. mit dem Schöpfen geistigen Eigentums. Die Veranstaltung bietet die Aneignung des nötigen Know-hows bezüglich der Partizipation an den verschiedenen Einnahmequellen in diesem Bereich.
- Lehrinhalte
Moderation/Präsentation:Die Lehrinhalte orientieren sich an Erfahrungs- und Wissensstand der Studierenden sowie an ihrem Interesse an den verschiedenen Bereichen, die in dieser Veranstaltung thematisiert werden, wie z. B.:
1 Moderation
1.1 Rhythmus
1.2 Takt
1.3 Pause
1.4 Atmung
2 Konzertvorbereitung
3 Lampenfieber
3.1 Umgangsweisen
3.2 Atemtechniken
4 Eröffnungs- und Abschlussmoderation
Musikelektronik/Studio:
1 Combospiel
1.1 Parameter erarbeiten, die ein Zusammenspiel ermöglichen/positiv beeinflussen. Im Verlauf werden einzelne Instrumente vorgestellt und analysiert.
1.2 Erarbeiten einer Balance in Bezug zu einem Stereo Mikrofon als gedachtem Zuhörer
1.3 Sammeln und reflektieren von Parametern, die für einen Zuhörer/ein Stereo Mikrofon zu einer "gelungen" Darbietung führen
2 Fachwissen
2.1 Akustische, psychoakustische und elektroakustische Grundbegriffe kennenlernen
2.2 Wahrnehmung und deren Bewertung mit Hilfe von Punkt 2.1
2.3 Einführung in Live-Verstärkungtechnik und Studiotechnik, abgestimmt auf das Vorwissen der Teilnehmer
3 Höranalyse
3.1 Einführung in die Musikwiedergabe (HiFi) von Mono bis Stereo im historischen Kontext
3.2 Analysieren von Musikaufnahmen mit Bezugnahme auf Abbildung: links/rechts - vorne/hinten - räumliche Wirkung - Frequenzstaffelung - Dynamik
3.3 Fragestellung: Was kommt rüber/wirkt/berührt und was führt zu visuellen Eindrücken (Augen zu und schauen)
3.4 Übertragung der gesammelten Hörerfahrung auf die eigene Musikaufführung/Musikproduktion
4 Studioarbeit
4.1 Realisieren einer 2Spur-Produktion, bei der alle Musiker/innen gleichzeitig in einem Raum spielen
4.2 Realisieren einer Mehrspur-Produktion mit räumlicher Trennung und Kopfhörer Monitoring
4.3 Nachbearbeitung und Mischung der Produktionen
Recht:
1 der Urheber, die Schutzvoraussetzungen und die Verwertungsrechte
2 der Leistungsschutzberechtigte , die Schutzvoraussetzungen und die Verwertungsrechte
3 die GEMA
4 die GVL
5 Verträge
5.1 der Künstlervertrag
5.2 der Bandübernahmevertrag
5.3 der Produzentenvertrag
5.4 der Vertriebsvertrag
5.5 der Verlagsvertrag
5.6 der Managementvertrag
5.7 der Konzertvertrag
5.8 der Bookingvertrag
6 Leistungsstörungen bei Auftritten
- Lernergebnisse / Kompetenzziele
Wissensverbreiterung
Moderation/Präsentation:
Die Studierenden, die diese Veranstaltung erfolgreich absolviert haben, können sich intensiv und erfolgreich auf anstehende Bühnenpräsenz und Moderationen vorbereiten, sich organisieren und präsentieren und kennen die wichtigsten Faktoren für Moderationen und Stimmungen auf der Bühne.
Musikelektronik/Studio:
Die Studierenden können sich einen Weg erarbeiten, Musikaufführung, -aufzeichnung und -produktion unter dem Aspekt der aktiven Wahrnehmung zu gestalten.
Musikmanagement Jazz:
Die Studierenden verfügen über ein bezogen auf das Fachgebiet breit angelegtes allgemeines Wissen über mediale Konzepte und regionale Begebenheiten, in denen kreative musikalische Prozesse stattfinden und veröffentlicht werden.
Musikphysiologie:
Nach erfolgreichem Abschluss der Lehreinheit kennen die Studierenden die Bedeutung des Faches Musikphysiologie und können Musikerphysiotherapie von Musikermedizin unterscheiden bzw. erstere als spezielle Teildisziplin letzterer zuordnen. Sie kennen Grundzüge der Anatomie und Physiologie v. a. bezüglich der komplexen Anforderungen an Instrumentalspiel, Tanz und Gesang. Sie kennen relevante Ergebnisse musikerbezogener Forschung aus Epidemiologie, Medizin und Neurowissenschaften
Recht:
Die Studierenden haben ein breites Wissen und Verständnis über den Umfang und die Hauptgebiete im kaufmännischen Bereich ihres Berufsalltags. Sie haben einen Überblick und ein Verständnis in Bezug auf die rechtlichen Grundlagen des Musikgeschäfts gewonnen. Sie wissen, wie sie selbst geschaffenes geistiges Eigentum im Berufsalltag einsetzen können.
Wissensvertiefung
Musikelektronik/Studio:
Durch eine aktive Wahrnehmung wird die Neugierde zur Vertiefung des Fachwissens in allen Bereichen der Übertragungskette angeregt.
Musikmanagement Jazz:
Kenntnis der kulturellen Institutionen im In- und Ausland, ihrer organisatorischen Grundlagen, Entwicklungen und Entscheidungsprozesse. Kenntnisse im Marketing mit dem Ziel, eigene Strategien zu entwickeln, durchzusetzen und anzuwenden.
Können - instrumentale Kompetenz
Musikelektronik/Studio:
Aktive Wahrnehmung hilft den Studierenden konkrete Aufgaben für die Entwicklung ihrer instrumentalen Kompetenz zu erkennen.
Musikphysiologie:
Die Studierenden können ihre eigene Körperhaltung und eigene Körpersignale (z. B. bei Überlastungserscheinungen) beim Instrumentieren, Singen und Tanzen reflektieren und erlernte primärpräventive Konzepte anwenden, um Überlastungsschäden zu vermeiden. Sie können nicht nur bei sich selbst sondern auch bei ihren Schülern/Schülerinnen ein Bewusstsein über gesundes Musizieren entwickeln.
Können - kommunikative Kompetenz
Moderation/Präsentation:
Die Studierenden, die diese Veranstaltung erfolgreich absolviert haben, können ihren Fokus auf der Bühne bei sich lassen und zugleich in Kommunikation mit anderen eintreten. Sie können ihre Ansagen timen.
Können - systemische Kompetenz
- Lehr-/Lernmethoden
Protokolle, praktische Beispiel, Stehen auf der Bühne und Feedback durch Lehrende und Studierende, Analyse von (falls vorhanden) eigenen Videos, Fotos, CDs, schriftliche Erarbeitung der Faktoren für das Erzeugen von Stimmungen (Licht, Moderation etc.), Vorlesung
- Empfohlene Vorkenntnisse
keine
- Modulpromotor
Weber, Florian
- Lehrende
- Hoffmann, Bernd
- van den Berk, Marja
- Plegge, Rüdiger
- van Wylick, Stephan
- Zalpour, Christoff
- Leistungspunkte
15
- Lehr-/Lernkonzept
Workload Dozentengebunden Std. Workload Lehrtyp 310 Gesamtsumme zu besuchender Veranstaltungen Workload Dozentenungebunden Std. Workload Lehrtyp 120 Veranstaltungsvor-/-nachbereitung
- Literatur
- Moderation/Präsentation:Die Literatur wird kursintern empfohlen. Da es noch keine einschlägige Literatur zu "Bühnenpräsenz" gibt, wird mit Werken aus dem Bereich Atmung, Schauspiel, Körperhaltung und Moderation gearbeitet.
Musikelektronik/Studio:Kursinterne Empfehlungen, Andreas Friesecke 'Die Audio Enzyklopädie'.
Musikmanagement Jazz:Die Literatur wird kursintern bekannt gegeben.
Musikphysiologie: - Zalpour C (Hrsg.) 2010, Anatomie Physiologie, 3. Aufl. ELSEVIER, München
- Spahn C, Richter B, Altenmüller E (Hrsg.) 2010 Musikermedizin, Schattauer
- Sataloff RT, Brandfonbrenner AG, Ledermann RJ (Eds) 2010 Performing Arts Medicine, 3rd Ed. Science&Medicine, Narberth/PA USA
Recht:Urheber- und Verlagsrecht, Beck Texte im dtv 14. Aufl. 2012
- Moderation/Präsentation:Die Literatur wird kursintern empfohlen. Da es noch keine einschlägige Literatur zu "Bühnenpräsenz" gibt, wird mit Werken aus dem Bereich Atmung, Schauspiel, Körperhaltung und Moderation gearbeitet.
- Unbenotete Prüfungsleistung
Erfolgreiche Teilnahme
- Bemerkung zur Prüfungsform
Die erfolgreiche Teilnahme beinhaltet einen durch die Lehrkraft gewährleisteten Kompetenzerwerb der jeweiligen Niveaustufe.
- Prüfungsanforderungen
Die Prüfungsanforderungen werden kursintern festgesetzt.
- Dauer
6 Semester
- Angebotsfrequenz
Wintersemester und Sommersemester
- Lehrsprache
Deutsch