Klimaanpassungsmaßnahmen in der Landschaftsarchitektur

Fakultät

Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur (AuL)

Version

Version 1 vom 13.08.2025.

Modulkennung

44B0818

Niveaustufe

Bachelor

Unterrichtssprache

Deutsch

ECTS-Leistungspunkte und Benotung

5.0

Häufigkeit des Angebots des Moduls

nur Wintersemester

Dauer des Moduls

1 Semester

 

 

Kurzbeschreibung

Der Klimawandel stellt eine der größten Herausforderungen unserer Zeit dar. Starkregenereignissen und Hitzeperioden als dessen Phänomene gilt es in der Landschaftsarchitektur mit verschiedenen Maßnahmen und Werkzeugen zu begegnen und gleichermaßen präventiv wirksame Mittel, wie die CO2-Reduktion von Baustoffen und Bauweisen, umzusetzen. Der Klimawandel stellt einen Prozess der Veränderung dar, Art und Umfang der erforderlichen Maßnahmen gilt es daher auch vor dem Hintergrund neuer Erkenntnisse anzupassen und technische Entwicklungen und Innovationen bei der Planung zu integrieren.

Ziel des Moduls ist es, sich mit den Möglichkeiten einer klimagerechten Landschaftsarchitektur im Detail auseinanderzusetzen, Lösungsansätze zu recherchieren und zu identifizieren sowie Maßnahmen für resiliente Frei- und Stadträume zu entwickeln. In der Regel wird dabei ein Thema im Fokus der Betrachtung stehen und schwerpunkmäßig behandelt, dies können unter anderem Elemente der grün-blauen Infrastruktur, Regenwassermanagement und Dach- und Fassadenbegrünungen, Klimaanpassungsmaßnahmen bei der Pflanzenverwendung oder konkrete Maßnahmen zur CO2-Neutralität von Werkstoffen und Bauweisen, sein, aber auch Werkzeuge der Umsetzung wie Zertifizierungssysteme oder Grünflächenfaktoren können Gegenstand der Betrachtung sein.

Lehr-Lerninhalte

Die Lehrinhalte richten sich nach dem jeweiligen Schwerpunktthema und werden von der Lehrperson spezifiziert und ergänzt.

  1. Allgemeine Problemstellung und Einordnung des Themas in den übergeordneten Kontext von Klimawandel und Klimaanpassungsmaßnahmen
  2. Gruppenarbeit / Referate und Input-Vorträge zur jeweiligen Thematik
  3. Exkursionen zu Referenzprojekten / zum Projektgebiet
  4. Erarbeitung eines Lösungsvorschlags für eine definierte Fragestellung

Gesamtarbeitsaufwand

Der Arbeitsaufwand für das Modul umfasst insgesamt 150 Stunden (siehe auch "ECTS-Leistungspunkte und Benotung").

Lehr- und Lernformen
Dozentengebundenes Lernen
Std. WorkloadLehrtypMediale UmsetzungKonkretisierung
30Seminar-
10Exkursion-
20betreute Kleingruppen-
Dozentenungebundenes Lernen
Std. WorkloadLehrtypMediale UmsetzungKonkretisierung
50Arbeit in Kleingruppen-
40Erstellung von Prüfungsleistungen-
Benotete Prüfungsleistung
  • Hausarbeit oder
  • mündliche Prüfung oder
  • Projektbericht (medial)
Bemerkung zur Prüfungsart

Standardprüfungsform ist die Hausarbeit, eine alternative Prüfungsform wird ggf. von der prüfenden Person ausgewählt und bei Veranstaltungsbeginn bekannt gegeben

Prüfungsdauer und Prüfungsumfang

Hausarbeit: Dauer 40 h, ca. 20-30 Seiten je Gruppe, exklusive Anhang

Empfohlene Vorkenntnisse

Es werden Kenntnisse der Bau- und Vegetationstechnik vorausgesetzt, die mindestens den Modulen Wegebau und Regenwassermanagement sowie Freilandpflanzenverwendung entsprechen.

Wissensverbreiterung

Die Studierenden können wesentliche Maßnahmen der Klimafolgenanpassung beschreiben und in einen übergeordneten Kontext einordnen. Sie können Klimaanpassungsmaßnahmen und Werkzeuge identifizieren, die für eine vorgegebene Themen- oder Fragestellung notwendig sind.

Wissensvertiefung

Die Studierenden können die unterschiedlichen Klimaanpassungsmaßnahmen ausdifferenzieren und ihre Einsatzmöglichkeiten begründen. Sie können Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten von Materialien, Bauweisen und Vegetationstechniken beschreiben und Zusammenhänge hinsichtlich ihrer Relevanz für das Klima erläutern. Sie können die relevanten Inhalte darlegen und in die Planung integrieren.

Wissensverständnis

Studierende können mineralische Baustoffe und Pflanzen, Bauweisen und Vegetationstechniken hinsichtlich ihrer Eignung für eine spezifische Planungsaufgabe bewerten und ihre Verwendbarkeit für Maßnahmen im Klimawandel kritisch reflektieren. Sie können abschätzen welche Regelwerke zur Anwendung kommen sollten und dies begründen.

Nutzung und Transfer

Die Studierenden können für eine Aufgabenstellung entsprechende Maßnahmen übertragen. Dabei greifen sie die relevanten Aspekte für die Klimaanpassung auf und finden eine angemessene Lösung. Rechtliche Rahmenbedingungen werden nach Erfordernis berücksichtigt. Sie beurteilen verschiedene Lösungsmöglichkeiten hinsichtlich ihrer Effizienz für Klimaanpassung.

Wissenschaftliche Innovation

Die Studierende bewerten und reflektieren Klimaanpassungsmaßnahmen und leiten daraus Fragestellungen zur Optimierung ab oder entwickeln innovative Lösungsvorschläge.

Kommunikation und Kooperation

Die Studierenden können ihre Arbeitsergebnisse digital mit Hilfe fachspezifischer Software veranschaulichen sowie mündlich und schriftlich verständlich und in klar strukturierter Form präsentieren.

Wissenschaftliches Selbstverständnis / Professionalität

Die Studierenden können ihre fachliche Kompetenz einschätzen. Sie erkennen ihren Gestaltungsspielraum und die Verantwortung in ihrem planerischen Handeln und professionalisieren sich auf Grundlage erworbener Kernkompetenzen.

Literatur

Die Literatur richtet sich nach dem jeweiligen Thema und wird von der Lehrperson am Anfang des Semesters bekanntgegeben.

Verwendbarkeit nach Studiengängen

  • Freiraumplanung
    • Freiraumplanung B.Eng. (01.09.2025)

    Modulpromotor*in
    • Zimmermann, Astrid
    Lehrende
    • Zimmermann, Astrid