Banking und Financial Consulting

Fakultät

Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (WiSo)

Version

Version 1 vom 20.03.2026.

Modulkennung

22M1209

Niveaustufe

Master

Unterrichtssprache

Deutsch

ECTS-Leistungspunkte und Benotung

5.0

Häufigkeit des Angebots des Moduls

nur Sommersemester

Dauer des Moduls

1 Semester

 

 

Kurzbeschreibung

Das Modul befähigt die Ziele und Steuerungsansätze von Banken, Versicherungen und Assetmanagern zu verstehen, zielorientierte Steuerungsinformation zu generieren und wertsteigernde sowie nachhaltigkeitskonforme Entscheidungen zu treffen. Zudem sollen die Herausforderungen und Möglichkeiten der Entwicklungen um die "Decentralized Finance" wie Block Chain und NFTs verstanden, eingeordnet und Use-Cases entwickelt werden.

Lehr-Lerninhalte

A. Marktzinsmethode und Rentabilitätsmanagement I. Marktzinsmethode 1) Vertriebssteuerung mi der Marktzinsmethode 2) Marktzinsmethode und Barwertkalkül II. Vom Konditionsbeitrag zum Nettoergebnis 1) Kalkulation Prozessorientierter Standardeinzelkosten 2) Kalkulation von Standardrisikokosten III. Ertragsorientierung auf Gesamtbankebene 1) ROI-Analyse 2) Struktureller Gewinnbedarf B. Risikocontrolling A. Grundlagen 1) Bilanzstrukturrisiken 2) Vermögensverlustrisiko am Beispiel von Aktivpositionen II. Kreditrisiko III. Konzeption einer integrierten Rendite-/Risikosteuerung

Versicherungen: Geschäftsmodelle Erst- und Rückversicherungen differenzieren. Geschäftsmodelländerungen durch die Digitalisierung beurteilen und Konsequenzen für das Management ableiten.

Assetmanager: Geschäftsmodellanalyse; Herausforderungen von ETFs und Robo-Advisory einordnen und  Konsequenzen für das Management ableiten.

Decentralized Finance & KI: Chancen und Risiken von KI, der Block Chain-Entwicklung, Bitcoin & Co sowie NFTs für die Finanzflüsse und das Assetmanagement abschätzen können.

Basiskompetenzen des Lean-Start Up Managements für die Transformation des Finanzwesens.

Gesamtarbeitsaufwand

Der Arbeitsaufwand für das Modul umfasst insgesamt 150 Stunden (siehe auch "ECTS-Leistungspunkte und Benotung").

Lehr- und Lernformen
Dozentengebundenes Lernen
Std. WorkloadLehrtypMediale UmsetzungKonkretisierung
45VorlesungPräsenz-
Dozentenungebundenes Lernen
Std. WorkloadLehrtypMediale UmsetzungKonkretisierung
105Veranstaltungsvor- und -nachbereitung-
Benotete Prüfungsleistung
  • Klausur oder
  • Referat (mit schriftlicher Ausarbeitung) oder
  • Portfolio-Prüfungsleistung
Bemerkung zur Prüfungsart

Die Portfolio-Prüfung umfasst insgesamt 100 Punkte und setzt sich zusammen aus einer Klausur (K1) und der schriftlichen Fallstustudie (FSS). Die K1 und die FSS werden jeweils mit 50 Punkten gewichtet.

Prüfungsdauer und Prüfungsumfang

Klausur: Siehe jeweils gültige Studienordnung

Referat: ca. 20-30 Minuten, dazugehörige Ausarbeitung: ca. 5-10 Seiten

Portfolio-Prüfung:

  • Klausur: Siehe jeweils gültige Studienordnung
  • Fallstudie, schriftlich: ca. 10 Seiten

Die Anforderungen werden in der jeweiligen Veranstaltung konkretisiert.

Empfohlene Vorkenntnisse

Es werden vertiefende Kenntnisse des Risikomanagements, des Controllings sowie der induktiven und deduktiven Statistik vorausgesetzt. 

Wissensverbreiterung

Die Studienrenden können die erworbenen grundlegende Controllingkenntnisse und das erworbene Wissen im allgemeinen Risikomanagement auf Finanzdienstleister anwenden. Sie werden die Besonderheiten verstehen und Gemeinsamkeiten identifizieren können. Die Spezialitäten der Bankgeschäfte werden herausgearbeitet und adäquate Kalkulationsmethodiken identifiziertund angewandt. Deckungsbeitragsrechnungen werden ergänzt und die EVA-Steuerung für kritisch eingeordnet. 

Wissensvertiefung

Einzelne finanzmathematische und statistische Verfahren wie Barwertberechnung und Varianzermittlung werden auf finanzdienstleisungsspezifische Fragestellungen angewendet. Die Einzelgeschäftskalkulation wird präzisiert und durch die Barwertbestimmung erweitert. Die Studierenden schätzen die Bedeutung des Risikomanagements für Banken ein als entscheidenden Hebel für die Unternehmenswertsteuerung. Analogien zwischen den einzelnen Finanzdienstleistern werden erarbeitet und Ansatzpunkte für die Geschäftsmodelltransformation entwickelt.

Wissensverständnis

Können - instrumentale Kompetenz
Die Studierenden erwerben tiefe Kenntnisse über die Steuerung von Banken, Versicherungen und Asses Managern. Sie sind in der Lage für die Gesamtbank die Risiko-Renditestrategie zu identifizieren und auf die einzelnen Unternehmensteile in Grundzügen anwendbar zu machen. Die Studierenden sind in Lage Entscheidungen über die Vorteilhaftigkeit einzelner Geschäfte zu treffen, d.h. diese zu bewerten und Möglichkeiten für Geschäftsmodelltransformationen zu identifizieren.
Können - kommunikative Kompetenz
Die Studierenden können berufsbezogene Probleme erläutern und vor einem Fachpublikum präsentieren.
Können - systemische Kompetenz
Die Studierenden wenden die gängigen Methoden der Banksteuerung an, um vorteilhafte (wertsteigernde) Entscheidungen für die Bank vorbereiten und auch treffen zu können. Grundzüge der Steuerung von Versicherungen und Assetmanagern werden erprobt und in Case studies angewendet.

Nutzung und Transfer

Absolvent:innen sind in der Lage sich den Gegebenheiten im Unternehmen anzupassen, sich weitere unternehmens- oder fachspezifische Kompetenzen anzueignen und lösungs- und transformationsorientierte Handlungsanweisungen zu entwickeln und umzusetzen. Konkrete Empfehlung im Zielkonflikt zwischen Rendite, Risiko und Nachhaltigkeit können formuliert und argumentiert werden. Die Ergebnisse insgesamt können kritisch reflektiert werden.

Wissenschaftliche Innovation

Die getroffenen und beobachteten Entscheidungen können analyisert und hinterfragt werden und dem dynamischen Umfeld angepasst weiterentwickelt werden.

Absolvent:innen können Problemestellungen in konkrete Fragestellungen transformieren, die eine Hypothesenbildung zu lässt und deren Evaluation. Dadurch können neuen Lösungsstrategien entwickelt und Kompetenzen des Lean-Start Up-Managements in der Praxis erfolgreich eingesetzt werden.

Kommunikation und Kooperation

Die für viele unternehmensinternen und -externen Stakeholder oft abstrakten Entscheidungen müssen adressatenadäquat kommuniziert werden. Dazu ist ein tiefes Wissen und Verständnis der Wirkungszusammenhänge und Wirkungsweisen innerhalb der Geschäftsmodelle von Finanzinstitutionen erforderlich.

Kooperation mit Banken und Sparkassen (Sparkasse Osnabrück, Vereinigte Volksbank Osnabrück Bramgau Wittlage, Commerzbank (MS-OS-Bi), Deutsche Bank 

Kooperation mit Versicherungen: Provinzial Nord-West, LVM

Asset-Management: Attentium AG, Spiekermann AG

Wissenschaftliches Selbstverständnis / Professionalität

Absolvent:innen entwickeln ein berufliches Selbstbild, das sich an Zielen und Standards professionellen Handelns in der Wissenschaft und in den Berufsfeldern im Untnernehmensumfeld orientiert. Qualität und Verlässlichkeit von Informationen kann selbständig abeschgeschätzt und reflektiert werden. Ergebnisse von Algorythmen und KI können plausibilisiert werden

Literatur

Schierenbeck/Lister/Krimße: Ertragsorientiertes Bankmanagement. Bd. 2, Wiesbaden (Gabler), 2008, Gleißner: Grundlagen des Risikomanagements, 4. Aufl. (2022) Hull: Risikomanagement: Banken, Versicherungen und andere Finanzinstitutionen (2016)

Verwendbarkeit nach Studiengängen

  • Controlling und Finanzen
    • Controlling und Finanzen M.Sc. (01.09.2026)

    Modulpromotor*in
    • Arnsfeld, Torsten
    Lehrende
    • Arnsfeld, Torsten